Evidence Rules in Marital Protection Summary Proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn summary proceedings, such as those concerning marital protection, evidence, including witness examination, is permissible even if not explicitly provided for under the general rules for summary procedures, because these specific actions cannot be referred to ordinary proceedings. However, this exception does not change the summary nature of the procedure, meaning evidence must generally be submitted with the initial petition or response, or otherwise immediately designated, in accordance with the principle that complex evidential procedures are incompatible with the summary format. Therefore, the lower court was correct in not conducting a "full" evidentiary hearing akin to ordinary proceedings, as evidence presentation must adhere to the timelines of the summary motion and its response, although the judge retains discretion to grant a subsequent deadline for evidence submission.
Legislator-Regeste
KI-generiertEvidence Rules in Marital Protection Summary Proceedings: However, this exception does not change the summary nature of the procedure, meaning evidence must generally be submitted with the initial petition or response, or otherwise immediately designated, in accordance with the principle that complex evidential procedures are incompatible with the summary format. Therefore, the lower court was correct in not conducting a "full" evidentiary hearing akin to ordinary proceedings, as evidence presentation must adhere to the timelines of the summary motion and its response, although the judge retains discretion to grant a subsequent deadline for evidence submission.
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2. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass auch im summarischen
Verfahren Beweise erhoben werden können (§§ 209f. ZPO). Zutreffend ist
sodann, dass in einem Eheschutzverfahren auch die in § 209 Abs. 1 ZPO für das
summarische Verfahren nicht vorgesehenen Beweismittel - insbesondere die
Befragung von Zeugen - zugelassen werden können, da weder das
Eheschutzverfahren noch das Auskunftsbegehren in das ordentliche Verfahren
überwiesen werden können (§ 209 Abs. 2 ZPO, §§ 215 Ziff. 6 c. und 7, 216 ZPO).
Dies ändert aber nichts daran, dass diejenigen Verfahren, welche nach § 216
ZPO nicht in das ordentliche Verfahren überwiesen werden können, auch bei
Zulassung von in § 209 Abs. 1 ZPO nicht vorgesehenen Beweismitteln ihre
summarische Natur beibehalten. Dies bedeutet unter anderem, dass die
Beweismittel mit dem Begehren oder der Antwort einzureichen, oder wenn dies
nicht möglich ist, zu bezeichnen sind (§ 210 ZPO). Hintergrund dieser
Bestimmung ist der Umstand, dass für die Beweisantretung die umständliche
Prozedur der §§ 136f. ZPO mit einem summarischen Verfahren schlecht
vereinbar wäre (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen
Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 1 zu § 210 ZPO). Sollte die Klägerin
mit der verlangten Durchführung eines "vollständigen" Beweisverfahrens "analog
dem ordentlichen Prozess" davon ausgehen, dass der Vorderrichter ein
Beweisverfahren nach den Bestimmungen der §§ 136f. ZPO hätte durchführen
müssen, geht sie daher fehl. Vielmehr ist der Beweis entsprechend den
vorstehenden Erwägungen gleichzeitig mit der Stellung bzw. Begründung des
Begehrens und mit seiner Beantwortung anzutreten, insbesondere sind bereits in
diesem Verfahrensstadium Urkunden einzureichen und Zeugen zu bezeichnen
(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 1 zu § 210 ZPO). Gemäss § 210 ZPO kann der
Richter zwar zur Beibringung von Beweisen eine Frist ansetzen, doch liegt es in
seinem Ermessen, ob er eine solche Nachfrist gewähren will (Frank/Sträuli/Mess-
mer, a.a.O., N 2 zu § 210 ZPO).