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LE230040 • OG ZH LE230040 KI-generiert

Appeal Dismissed for Untimely Filing of Spousal Protection Order Challenge and Recusal Request

Geschäftsnummer LE230040
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The appellant filed an appeal challenging a lower court decision regarding spousal protection measures and simultaneously requested the recusal of the judge who issued that decision. The appellate court dismissed the appeal because it was filed long after the statutory ten-day deadline for appealing the October 6, 2022, judgment had expired, meaning the court could not address the substantive appeal or the included recusal request. Furthermore, the court noted that the grounds for recusal, even if timely raised, related to alleged conduct occurring before the challenged judgment, which would have required immediate objection, and incidents occurring after the judgment could not form a basis for recusing the judge regarding that prior decision.

Legislator-Regeste

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Art. 312 Abs. 1 ZPO, Art. 314 Abs. 1 ZPO, Art. 49 Abs. 1 ZPO, Art. 95 Abs. 3 ZPO, Art. 90 BGG, Art. 106 Abs. 1 ZPO; Appeal Dismissed for Untimely Filing of Spousal Protection Order Challenge and Recusal Request: The appellate court dismissed the appeal because it was filed long after the statutory ten-day deadline for appealing the October 6, 2022, judgment had expired, meaning the court could not address the substantive appeal or the included recusal request. Furthermore, the court noted that the grounds for recusal, even if timely raised, related to alleged conduct occurring before the challenged judgment, which would have required immediate objection, and incidents occurring after the judgment could not form a basis for recusing the judge regarding that prior decision.

Schlagwörter

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verspätetes Ausstandsbegehren Eheschutzverfahren gesetzliche Voraussetzungen Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Rückzug der Scheidungsklage Klagebewilligung Abänderung Eheschutz (Ausstand)

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 312 Abs. 1 ZPO

Cited in the reasoning to justify dispensing with further procedural actions because the appeal was obviously inadmissible.

Art. 314 Abs. 1 ZPO

Cited in the reasoning to establish that the deadline for the appeal had expired, leading to non-entry into the merits.

Art. 49 Abs. 1 ZPO

Cited in the reasoning to establish that the request for disqualification was not filed promptly.

Art. 106 Abs. 1 ZPO

Cited in the reasoning concerning the denial of party compensation.

Art. 95 Abs. 3 ZPO

Cited in the reasoning concerning the denial of party compensation due to lack of relevant expenses.

Art. 90 BGG

Cited in the final section to classify the decision as a final decision for the purpose of appeal to the Federal Supreme Court.

Art. 72 ff. BGG

Cited in the final section to indicate the rules governing the appeal in civil matters to the Federal Supreme Court.

Art. 113 ff. BGG

Cited in the final section to indicate the rules governing the subsidiary constitutional appeal to the Federal Supreme Court.

Art. 42 BGG

Cited in the final section regarding the formal requirements for an appeal to the Federal Supreme Court.

Art. 44 ff. BGG

Cited in the final section regarding the calculation of deadlines for an appeal to the Federal Supreme Court.

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Volltext

Obergericht des Kantons Zürich

I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LE230040-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke

Beschluss vom 25. September 2023

in Sachen

A._____, Gesuchsteller und Berufungskläger

gegen

D._____, Dr., Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. oec. publ. et lic. iur. X._____, betreffend Abänderung Eheschutz (Ausstand)

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Dietikon vom 6. Oktober 2022 (EE220019-M)

Erwägungen:

1. a) Am 10. September 2023 reichte der Gesuchsteller beim Obergericht des Kantons Zürich eine Eingabe vom 8. September 2023 ein, welche überschrieben ist mit (Urk. 1 S. 1):

"Aufsichtsbeschwerde gegen das Bezirksgericht Dietikon, die Staatsanwaltschaft Limmattal Anzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung, Antrag zur Beweissicherung und Auskunftsbegehren Schadenersatz Vorsorgliche Massnahmen"

Da der Gesuchsteller in seiner Eingabe zwei (in die Zuständigkeit der Kammer als Rechtsmittelinstanz fallende) Gerichtsentscheide nannte, deren Aufhebung und den Ausstand des diese Entscheide erlassenden Bezirksrichters verlangte, wurde die Eingabe der I. Zivilkammer zur diesbezüglichen Behandlung übergeben.

b) Der Ausstand einer Gerichtsperson kann nach Abschluss eines Verfahrens nur mit dem entsprechenden Rechtsmittel verlangt werden, weshalb zwei Rechtsmittelverfahren anzulegen waren, nämlich betreffend das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 6. Oktober 2022 das vorliegende Berufungsverfahren und betreffend die Verfügung des Bezirksgerichts Dietikon vom 3. Mai 2022 das Beschwerdeverfahren RV230015-O.

c) Nachdem sich die vorliegende Berufung sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO).

2. a) Das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 6. Oktober 2022 betreffend Abänderung Eheschutz wurde dem Gesuchsteller am 24. Oktober 2022 zugestellt (ES bei Urk. 2). Die Rechtsmittelfrist von 10 Tagen (Art. 314 Abs. 1 ZPO) ist damit längst abgelaufen. Auf die Berufung und das darin enthaltene Ausstandsgesuch kann demgemäss nicht eingetreten werden.

b) Die mit dem Ausstandsgesuch vorgetragenen Ausstandsgründe (Urk. 1

S. 2 ff.) hätten ohnehin nicht berücksichtigt werden können. Ein Ausstandsgesuch ist unverzüglich zu stellen (Art. 49 Abs. 1 ZPO). Sämtliche in der Eingabe vom

8. September 2023 dargelegten und beanstandeten Handlungen liegen aber weit zurück. Es werden zwar "NEUE Vorkommnisse und Ermittlungserkenntnisse per 7.9.2023" erwähnt (Urk. 1 S. 11), jedoch wird in keiner Weise konkretisiert, wann diese Handlungen stattgefunden haben sollen. Darüberhinaus könnten Vorkommnisse nach Erlass des Urteils vom 6. Oktober 2022 von vornherein keinen Ausstandsgrund mehr begründen, denn ein solcher müsste spätestens im Zeitpunkt des Erlasses jenes Urteils vorgelegen haben.

3. a) Das Berufungsverfahren beschlägt eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Umständehalber kann auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden.

b) Für das Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen, dem Gesuchsteller zufolge seines Unterliegens, der Gesuchsgegnerin mangels relevanter Aufwendungen (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen:

1. Auf die Berufung und das darin enthaltene Ausstandsgesuch gegen Bezirksrichter lic. iur. C._____ wird nicht eingetreten.

2. Für das Berufungsverfahren werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die Vorinstanz, an die Gesuchsgegnerin und an die Vorinstanz je unter Beilage von Kopien der Urk. 1 und 3/1-2, je gegen Empfangsschein.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 25. September 2023

Obergericht des Kantons Zürich

I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

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