Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
AA080116 • KSG ZH AA080116 KI-generiert

Appealability of Cassation Court Decision Regarding Legal Aid and Collection Orders

Geschäftsnummer AA080116
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The matter concerns an appeal against a decision from a higher cantonal court which, acting as a court of cassation, had previously refused to grant the appellant free legal aid and subsequently refused to consider the appellant's substantive appeal against definitive judgments granting collection orders totaling CHF 17,655.25 in favor of the opposing parties. The reviewing court determined that because the lower court's decision being challenged was itself rendered by a cassation instance, a further appeal of the same nature (Nichtigkeitsbeschwerde) is impermissible under statutory provisions, leading the court to dismiss the current appeal as inadmissible without further substantive review and imposing the court costs on the appellant.

Legislator-Regeste

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Art. 42 BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 119 Abs. 1 BGG, § 284 Ziff. 1 ZPO, § 64 Abs. 2 ZPO, Art. 90 ff. BGG; Appealability of Cassation Court Decision Regarding Legal Aid and Collection Orders: The reviewing court determined that because the lower court's decision being challenged was itself rendered by a cassation instance, a further appeal of the same nature (Nichtigkeitsbeschwerde) is impermissible under statutory provisions, leading the court to dismiss the current appeal as inadmissible without further substantive review and imposing the court costs on the appellant.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege kassatorische Prüfung verfassungsmässige Anforderung Vorabentscheidungsverfahren Anfechtung von Zwischenentscheiden Normenkontrolle Unzulässigkeit der Nichtigkeitsbeschwerde

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 284 Ziff. 1 ZPO

The court implicitly applied this procedural rule by stating that no further appeal was admissible against the decision of the Higher Court acting as a cassation instance, leading to the non-admission of the appeal in order 1.

§ 64 Abs. 2 ZPO

This provision was cited in the reasoning as the basis for ordering the appellant to bear the costs of the cassation proceedings.

Art. 90 ff. BGG

Cited in order 5 as the condition under which a subsidiary constitutional appeal can be filed.

Art. 42 BGG

Cited in order 5 concerning the requirements for filing the subsidiary constitutional appeal.

Art. 113 ff. BGG

Cited in order 5 as the basis for the subsidiary constitutional appeal that may be lodged.

Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG

Cited in order 5 regarding the potential admissibility of the ordinary appeal based on a question of fundamental importance.

Art. 72 ff. BGG

Cited in order 5 as the basis for the ordinary appeal that may be lodged.

Art. 119 Abs. 1 BGG

Cited in order 5 regarding the requirement to file both appeals in the same submission, if applicable.

Art. 44 ff. BGG

Cited in order 5 as governing the computation of time limits.

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Volltext

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AA080116/U/mum

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Bernhard Gehrig, Andreas Donatsch, Paul Baumgartner und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Jürg-Christian Hürlimann

Zirkulationsbeschluss vom 12. August 2008

in Sachen

X., …, Beklagter und Beschwerdeführer

gegen

Staat und Stadt Zürich, Kläger und Beschwerdegegner vertreten durch Steueramt der Stadt Zürich, …

betreffend Rechtsöffnung

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 26. April 2008 (PN080080/U/Wi)

Das Gericht hat in Erwägung gezogen:

Der Einzelrichter im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich erteilte mit drei Verfügungen vom 30. Januar 2008 den Beschwerdegegnern in den Betreibungen gegen den Beschwerdeführer definitive Rechtsöffnung für Fr. 10'248.25 und zweimal Fr. 3'703.50, zusammen also Fr. 17'655.25, nebst Zins und Betreibungskosten (OG act. 2, 4/1 und 4/2). Das Obergericht (III. Zivilkammer) wies mit Beschluss vom 26. April 2008 ein Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Vertretung ab und trat auf die Nichtigkeitsbeschwerde gegen die drei genannten Verfügungen des Einzelrichters nicht ein (OG act. 9 = KG act. 2). Mit Eingabe vom 22. Juni 2008 an das Obergericht erhob der Beschwerdeführer "Einsprache - Widerspruch" gegen den genannten Beschluss (OG act. 11 = KG act. 1). Mit weiterer Eingabe vom 8. Juli 2008 an das Obergericht verlangte der Beschwerdeführer die Überweisung seiner Eingabe vom 22. Juni 2008 an das Kassationsgericht (OG act. 13). Diesem Begehren kam das Obergericht mit Schreiben vom 10. Juli 2008 nach (KG act. 3).

Das Obergericht entschied im angefochtenen Beschluss über eine Nichtigkeitsbeschwerde. Es handelte also als Kassationsinstanz. Gegen Entscheide einer Kassationsinstanz ist eine weitere Nichtigkeitsbeschwerde nicht zulässig (§ 284 Ziff. 1 ZPO). Die Einholung einer Beschwerdeantwort und einer vorinstanzlichen Vernehmlassung erübrigt sich somit. Es ist auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten.

Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens vor Kassationsgericht dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 64 Abs. 2 ZPO). Mangels erheblicher Umtriebe ist den Beschwerdegegnern keine Prozessentschädigung zuzusprechen.

Das Gericht beschliesst:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr.

300.--.

3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Den Beschwerdegegnern wird für das Kassationsverfahren keine Prozessentschädigung zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Ferner ist nach Massgabe von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG (Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung) allenfalls die ordentliche Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht zulässig. Werden beide Beschwerden erhoben, sind sie in der gleichen Rechtsschrift einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG). Der Streitwert beträgt Fr.

17'655'25.

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich und den Einzelrichter im summarischen Verfahren (Audienzrichter) am Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.

______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: