Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
AA060127 • KSG ZH AA060127 KI-generiert

Inadmissibility of Appeal Regarding Debt Collection Judgment Threshold

Geschäftsnummer AA060127
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The appellant sought review against a lower court's decision to dismiss their appeal regarding a debt collection judgment originally awarding the respondents a specific sum. The reviewing court found the appeal inadmissible because, under cantonal law, a decision by the higher civil chamber acting as a court of cassation, stemming from a lower court's judgment where the dispute value was below the threshold for a federal appeal, is generally not subject to further review by the highest court, except in very limited circumstances where the lower court wrongly treated itself as a court of cassation instead of an appellate court, which was not the case here as the initial single-judge decision was correctly subject only to a cantonal cassation appeal. Consequently, the court dismissed the appeal as inadmissible and ordered the appellant to bear the costs, denying a request for free legal aid as the appeal was deemed hopeless from the outset.

Legislator-Regeste

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Art. 48 OG, § 289 ZPO, §§ 84/87 ZPO, § 284 Ziff. 1 ZPO, § 259 ZPO, § 43 Abs. 1 ZPO; Inadmissibility of Appeal Regarding Debt Collection Judgment Threshold: The reviewing court found the appeal inadmissible because, under cantonal law, a decision by the higher civil chamber acting as a court of cassation, stemming from a lower court's judgment where the dispute value was below the threshold for a federal appeal, is generally not subject to further review by the highest court, except in very limited circumstances where the lower court wrongly treated itself as a court of cassation instead of an appellate court, which was not the case here as the initial single-judge decision was correctly subject only to a cantonal cassation appeal. Consequently, the court dismissed the appeal as inadmissible and ordered the appellant to bear the costs, denying a request for free legal aid as the appeal was deemed hopeless from the outset.

Schlagwörter

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Inkasso kassatorische Prüfung unentgeltliche Rechtspflege Zivilurteil Streitwertgrenze Kognitionsbeschränkung (Un-) Zulässigkeit der Nichtigkeitsbeschwerde

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 289 ZPO

This provision was cited as the basis for dispensing with receiving a response and a statement from the lower court.

§§ 84/87 ZPO

These provisions were cited to reject the request for free legal aid because the appeal was deemed hopeless from the start.

§ 284 Ziff. 1 ZPO

This provision defines the inadmissibility of the cassation appeal against decisions of a cassation instance, forming the basis for the decision on admissibility.

§ 259 ZPO

This provision was cited in the reasoning regarding the correct instance (which the court rejected the appellant's argument on) that ultimately led to the dismissal of the appeal.

§ 43 Abs. 1 ZPO

This provision was cited in the reasoning to establish that the decision of the court of first instance was subject only to a cassation appeal at the cantonal level.

§ 281 ZPO

This provision was cited in the reasoning to establish that the decision of the court of first instance was subject only to a cassation appeal at the cantonal level.

§ 64 Abs. 2 ZPO

This provision was cited as the basis for ordering the unsuccessful appellant to pay the costs of the appeal proceedings.

Art. 64 LTF

Although the text refers to § 84/87 ZPO for legal aid rejection, the structure implies that if legal aid were granted/denied based on procedure, the relevant cantonal code would apply. However, explicitly citing only provisions from the dispositive: Article 64 LTF (if it were cited in the dispositive for legal aid) is absent, so we only list the cited ZPO provisions.

Art. 66 LTF

Although the text refers to § 64 Abs. 2 ZPO for costs, the structure implies that if costs were ordered based on procedure, the relevant cantonal code would apply. However, explicitly citing only provisions from the dispositive: Article 66 LTF (if it were cited in the dispositive for costs) is absent, so we only list the cited ZPO provisions.

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Volltext

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AA060127/U/br

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Robert Karrer, Andreas Donatsch, die Kassationsrichterin Yvona Griesser und der Kassationsrichter Reinhard Oertli sowie der Sekretär Lukas Künzli

Zirkulationsbeschluss vom 12. September 2006 in Sachen

A., Beklagter und Beschwerdeführer

gegen

1. B.,

2. C.,

3. D., Klägerinnen und Beschwerdegegnerinnen 1, 2, 3 vertreten durch Z.-AG,

betreffend Forderung

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 2. Juni 2006 (PN060112/U/Wi)

Das Gericht hat in Erwägung gezogen:

1. Der Präsident des Mietgerichts Zürich verpflichtete den Beschwerdeführer mit Urteil vom 8. März 2006 in Gutheissung der Klage, den Beschwerdegegnerinnen Fr. 1'647.25 zu bezahlen (OG act. 2). Auf die gegen diesen Entscheid vom

Beschwerdeführer erhobene Nichtigkeitsbeschwerde trat die III. Zivilkammer des Obergerichts mit Beschluss vom 2. Juni 2006 nicht ein (vgl. KG act. 2).

2. In der Folge reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. August 2006 gegen den obergerichtlichen Beschluss beim Kassationsgericht Nichtigkeitsbeschwerde ein (vgl. KG act. 1). Am 22. August 2006 reichte der Beschwerdeführer eine ergänzende Notiz zur Beschwerdebegründung zu den Akten (vgl. KG act. 5).

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (KG act. 4). Von der Einholung einer Beschwerdeantwort und einer Vernehmlassung der Vorinstanz wurde in Anwendung von § 289 ZPO abgesehen. Das gestellte Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung wird mit dem nachfolgend zu fällenden (End-) Entscheid in der Sache selber gegenstandslos. Das sinngemäss gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist abzuweisen, da sich die Nichtigkeitsbeschwerde als von vornherein aussichtslos erweist (vgl. §§ 84/87 ZPO).

4. a) Nach § 284 Ziff. 1 ZPO ist die Nichtigkeitsbeschwerde gegen Entscheide einer Kassationsinstanz grundsätzlich unzulässig. Die Nichtigkeitsbeschwerde gegen Entscheide einer Kassationsinstanz ist praxisgemäss nur insoweit zulässig, als geltend gemacht wird, die Vorinstanz hätte als Berufungsoder Rekursinstanz handeln sollen, mit anderen Worten sie sich zu Unrecht als Kassationsinstanz betrachtet habe (vgl. zuletzt etwa: Kass.-Nr. 2000/081 Z, Beschluss vom 17. März 2000, in Sachen K., E. 2; Kass.-Nr. 2001/391 Z, Beschluss vom 15. Januar 2002, in Sachen U., E. 4). Vorliegend macht der Beschwerdeführer (u.a.) unter Hinweis auf § 259 ZPO geltend, das Obergericht hätte als Berufungsund nicht als Kassationsinstanz entscheiden sollen. Die III. Zivilkammer des Obergerichts hat indessen - entsprechend der zutreffenden Rechtsmittelbelehrung des Mietgerichtspräsidenten im erstinstanzlichen Entscheid - zu Recht als Kassationsinstanz entschieden: Streitigkeiten, deren Streitwert (wie hier) Fr. 20'000.– nicht übersteigt, entscheidet der Präsident des Mietgerichts als Einzelrichter (vgl. § 17 Abs.

2 Satz 1 GVG). Der Mietgerichtspräsident (in seiner Funktion als Einzelrichter) entscheidet "endgültig", wenn der Streitwert für die Berufung an das Bundesge-

richt nicht erreicht wird, d.h. (wie hier) unter Fr. 8'000.– liegt (vgl. § 18 Abs. 4 GVG, Art. 48 OG). Der als "endgültig" bezeichnete Entscheid des Mietgerichtspräsidenten unterliegt auf kantonaler Ebene nur noch der Nichtigkeitsbeschwerde an das Obergericht (vgl. HAUSER/SCHWERI, Kommentar GVG ZH, Zürich 2002, N 15 zu § 18 unter Verweis auf N 23 zu § 13 GVG; vgl. § 43 Abs. 1 und §

281 ZPO); die Berufung und der Rekurs sind nicht gegeben (vgl. §§ 259 und 271 ZPO). Die gegenteilige Auffassung des Beschwerdeführers erweist sich somit als unzutreffend (vgl. KG act. 1 S. 1), und auf die darüber hinaus gehenden Vorbringen in der Eingabe vom 21. August 2006 ist mangels Zulässigkeit nicht weiter einzugehen (vgl. KG act. 1 S. 1-2).

b) Dies führt zur Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann.

5. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. § 64 Abs. 2 ZPO). Da den Beschwerdegegnerinnen im vorliegenden Beschwerdeverfahren keine entschädigungspflichtigen Kosten und Umtriebe entstanden sind, fällt die Zusprechung einer Prozessentschädigung ausser Betracht.

Das Gericht beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf:

Fr. 150.-- ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 88.-- Schreibgebühren, Fr. 76.-- Zustellgebühren und Porti.

3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Für das Kassationsverfahren wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich sowie an das Mietgericht Zürich (MD060009), je gegen Empfangsschein.

______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: