Cantonal Court Decision on Costs Following Partial Success of Appeal
Synthèse Legislator
Généré par l'IAFollowing a higher court's partial success in overturning a decision that denied disability pension benefits and upheld previous cost allocations, the Cantonal Court reviewed the imposition of costs and party compensation for the prior cantonal proceedings. The court reasoned that since the initial appeal was partially successful, leading to the case's remand for further investigation, the costs of the cantonal procedure, set at CHF 500.00, must now be charged to the losing opposing party, requiring the refund of the initial advance paid by the appellant, and awarded the appellant a flat-rate party compensation of CHF 2,400.00 (including expenses and VAT) for the complexity and effort involved in their representation before the cantonal court.
Regeste Legislator
OfficielS3 25 1 ENTSCHEID VOM 14. JANUAR 2025 Kantonsgericht Wallis Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Besetzung: Michael Steiner, Präsident; Candido Prada und Dr. Thierry Schnyder, Kantonsrichter; Petra Stoffel, Gerichtsschreiberin in Sachen X _________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Sabina Ei- chel, Bern gegen KANTONALE IV-STELLE, Beschwerdegegnerin (Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung im Verfahren S1 23 133 nach dem Bundesgerichtsurteil 8C_55/2024)
Mots-clés
Généré par l'IADispositions légales citées
Généré par l'IAJurisprudence citée
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Généré par l'IAQuestions juridiques clés extraites par Legislator
Généré par l'IACited in the reasoning to establish that the previous cantonal procedure was subject to costs, which are now reassigned in the dispositive.
Cited in the reasoning to establish that the prevailing party is entitled to reimbursement of party costs, which is applied in the final order regarding compensation.
Cited in the reasoning as the basis for how the party compensation is determined, which influences the award in order 2.
Cited in the reasoning as the basis for determining the lawyer's fee, which is applied when setting the compensation in order 2.
Cited in the reasoning as the basis for the fee range for proceedings before the Cantonal Court, which is used to justify the amount awarded in order 2.
Although the specific article number is not explicitly stated in the dispositive, the provision governing the charging of costs for the current decision is implicitly applied, as order 3 states 'no costs are charged for this decision'.
Texte complet
S3 25 1
ENTSCHEID VOM 14. JANUAR 2025
Kantonsgericht Wallis Sozialversicherungsrechtliche Abteilung
Besetzung: Michael Steiner, Präsident; Candido Prada und Dr. Thierry Schnyder, Kantonsrichter; Petra Stoffel, Gerichtsschreiberin
in Sachen
X _________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Sabina Eichel, Bern
gegen
KANTONALE IV-STELLE, Beschwerdegegnerin
(Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung im Verfahren S1 23 133 nach dem Bundesgerichtsurteil 8C_55/2024)
eingesehen:
das Urteil der sozialversicherungsrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts Wallis vom
20. Dezember 2023, mit welchem die Beschwerde betreffend den Rentenanspruch ab Mai 2022 unter Kostenauflage abgewiesen und Parteientschädigungen verweigert wurden;
das Bundesgerichtsurteil 8C_55/2024 vom 16. Dezember 2024, das in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Sache zu neuer Verfügung an die IV-Stelle und zur Neuverlegung der Kosten sowie der Parteientschädigung des vorangegangenen Verfahrens an das Kantonsgericht Wallis zurückwies;
die übrigen Akten;
erwägend,
dass gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig ist und die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten hat (Art. 61 lit. g ATSG);
dass die Parteientschädigung ohne Rücksicht auf den Streitwert bemessen wird (Art. 61 lit. g Satz 2 ATSG);
dass das ordentliche Honorar als Pauschale bemessen und in Berücksichtigung der Natur und Bedeutung des Falls, der Schwierigkeit, des Umfangs, der vom Rechtsbeistand nützlich aufgewandten Zeit und der finanziellen Situation der Partei festgesetzt wird (Art.
27 Abs. 1 GTar);
dass gemäss Art. 40 Abs. 1 GTar das Anwaltshonorar im Verfahren vor der Sozialversicherungsabteilung des Kantonsgerichts und dem Schiedsgericht im Sinne des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung zwischen Fr. 550.00 bis Fr. 11'000.00 beträgt;
dass bei einer Honorarbemessung nach Pauschalbeträgen alle prozessualen Bemühungen zusammen als einheitliches Ganzes aufgefasst und der effektive Zeitaufwand lediglich im Rahmen des Tarifansatzes berücksichtigt werden, wobei Ausgangspunkt eine
Gesamtbetrachtung des Honorars unter Berücksichtigung des konkreten Falls ist (BGE
143 IV 453 E. 2.5.1);
dass die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren in dem Sinne obsiegt hat, als das kantonale Urteil aufgehoben und die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückgewiesen wurden, damit diese versicherungsexterne medizinische Abklärungen veranlasse und gestützt darauf neu über einen allfälligen Rentenanspruch ab Mai 2022 verfüge (BGE 132 V 215 E. 6.2);
dass damit über die Auferlegung der Verfahrenskosten im kantonalen Gerichtsverfahren neu zu befinden ist;
dass vorliegend kein Anlass besteht, bezüglich der Höhe von den im Urteil vom 20. Dezember 2023 festgesetzten Gerichtskosten von Fr. 500.00 abzuweichen, diese allerdings ausgangsgemäss der unterlegenen Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind, womit der Beschwerdeführerin der in derselben Höhe geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten ist;
dass das Kantonsgericht unter Berücksichtigung der Bedeutung und der Schwierigkeit des Verfahrens, des Inhalts der eingereichten Verfahrensunterlagen, der durchschnittlichen Komplexität der Rechtssache, des Umfangs der Akten sowie des für eine gehörige Vertretung vor Kantonsgericht angezeigten Aufwandes eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 2’400.00 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) für angemessen erachtet;
dass die Beschwerdegegnerin gemäss dem Ausgang des Verfahrens die Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'400.00 zu bezahlen hat;
dass für vorliegenden Entscheid keine Kosten erhoben werden;
wird erkannt :
1. Die Gerichtskosten des kantonalen Verfahrens in der Höhe von Fr. 500.00 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der Beschwerdeführerin wird der Gerichtskostenvorschuss von Fr. 500.00 zurückerstattet.
2. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin für das kantonale Verfahren mit Fr. 2'400.00 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
3. Für den vorliegenden Entscheid werden keine Kosten erhoben.
Sitten, 14. Januar 2025