Attempted Homicide Conviction Upheld with Sentence Modification and Probation
Synthèse Legislator
Généré par l'IAThe appellate court affirmed the first instance conviction of the accused for attempted intentional homicide, sentencing them to five and a half years imprisonment, which included credit for time served in pre-trial detention and substitute measures, while also ordering an outpatient measure with probation supervision and imposing a five-year contact and proximity ban against the private complainant. The court reasoned that while parts of the lower court's decision were final, the core conviction for attempted murder was upheld, and the sentence was modified by considering pre-trial detention and imposing a therapeutic measure with probation, alongside awarding damages to the victim and allocating procedural costs between the accused and the canton.
Regeste Legislator
OfficielP1 23 97; P3 23 209 URTEIL VOM 20. FEBRUAR 2025 Kantonsgericht Wallis I. Strafrechtliche Abteilung Besetzung: Kantonsrichter Michael Steiner, Präsident; Kantonsrichter Dr. Lionel Seeberger, Ersatzrichter Jérôme Emonet; Gerichtsschreiberin Marion Leiggener in Sachen Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, vertreten durch Staatsanwalt Dominic Lehner und X _________, Privatkläger, vertreten durch Rechtsanwalt Rafael Welschen, Mörel-Filet gegen Y _________, Beschuldigte und Berufungsklägerin, amtlich vertreten durch Rechtsan- walt Patrick Ruppen, Brig-Glis sowie Z _________, amtlicher Verteidiger und Beschwerdeführer, Brig-Glis (Versuchter Mord etc.) Berufung gegen das Urteil des Kreisgerichts Oberwallis für die Bezirke Brig, Östlich- Raron und Goms vom 20. Juni 2023 [BRI S1 23 15]
Mots-clés
Généré par l'IADispositions légales citées
Généré par l'IADécisions connexes
Généré par l'IAQuestions juridiques clés extraites par Legislator
Généré par l'IAProvision used to find Y_________ guilty of attempted intentional homicide.
Provision used in conjunction with Art. 111 StGB for the conviction of attempted intentional homicide.
Provision under which an outpatient measure was ordered for Y_________.
Provision governing the crediting of pre-trial detention against the prison sentence.
While not explicitly in the provided text, cost provisions like this are standard when costs are imposed in the dispositive, but since the text cites specific cost orders (Art. 7, 8, 9, 10, 11), those specific cost rules from the applicable procedural law (likely Cst./StPO articles concerning costs) would be those applied. However, based *only* on the provided text, the cost application is detailed in the final orders (7-11) which refer to the underlying cantonal costs regulations, not explicitly citing an LTF article for cost imposition here. Therefore, I will only list the substantive and procedural articles cited in 1-6, and then the cost provisions dictated by orders 7-11.
No procedural rule explicitly cited in the dispositive that matches this format. The decision concerns a criminal appeal, and the procedural rules cited are those governing costs and substantive guilt.
Texte complet
P1 23 97; P3 23 209
URTEIL VOM 20. FEBRUAR 2025
Kantonsgericht Wallis
I. Strafrechtliche Abteilung
Besetzung: Kantonsrichter Michael Steiner, Präsident; Kantonsrichter Dr. Lionel Seeberger, Ersatzrichter Jérôme Emonet; Gerichtsschreiberin Marion Leiggener in Sachen
Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, vertreten durch Staatsanwalt Dominic Lehner
und
X _________, Privatkläger, vertreten durch Rechtsanwalt Rafael Welschen, Mörel-Filet gegen
Y _________, Beschuldigte und Berufungsklägerin, amtlich vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Ruppen, Brig-Glis
sowie
Z _________, amtlicher Verteidiger und Beschwerdeführer, Brig-Glis
(Versuchter Mord etc.)
Berufung gegen das Urteil des Kreisgerichts Oberwallis für die Bezirke Brig, Östlich- Raron und Goms vom 20. Juni 2023 [BRI S1 23 15]
Das Kantonsgericht stellt fest:
Das Urteil des Kreisgerichts Oberwallis für die Bezirke Brig, Östlich-Raron und Goms vom 20. Juni 2023 (S1 23 15) ist hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Einstellung), 4 Absatz 1 (Anrechnung Haft), 6 und 7 (Ersatzmassnahmen) sowie 8 (Entscheid über die beschlagnahmten Gegenstände) in Rechtskraft erwachsen.
und erkennt:
1. Y _________ wird der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von X _________ schuldig gesprochen.
2. Y _________ wird mit einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren bestraft.
Die erstandene Untersuchungshaft (Art. 51 StGB) sowie die Dauer des vorzeitigen Strafund Massnahmenvollzugs von insgesamt 1289 Tagen (18. Juni 2019 bis
27. Dezember 2022) werden an die Freiheitsstrafe angerechnet.
Die Dauer der Ersatzmassnahmen von insgesamt 786 Tagen (28. Dezember 2022 bis heute) wird im Umfang von einem Drittel bzw. 262 Tagen an die Freiheitsstrafe angerechnet.
3. Für Y _________ wird eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 Abs. 1 StGB angeordnet.
Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der ambulanten Massnahme aufgeschoben.
Für die Dauer der Behandlung wird Bewährungshilfe angeordnet.
4. Y _________ wird für die Dauer von fünf Jahren verboten, mit X _________ direkt oder über Drittpersonen Kontakt aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, schriftlichem oder elektronischem Weg (Kontaktverbot), oder sich im Umkreis von einem Kilometer seines Wohnortes aufzuhalten (Rayonverbot).
5. Y _________ wird verpflichtet, X _________ eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 5'000.00 zuzüglich 5% Zins seit dem 18. Juni 2019 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
6. Die Beschwerde gegen den Entschädigungsentscheid von Rechtsanwalt Z _________ wird abgewiesen.
7. Die Kosten des Vorverfahrens und des Hauptverfahrens vor dem Kreisgericht von insgesamt Fr. 53'000.00 werden im Umfang von Fr. 51'200.00 (Anteil Verfahrenskosten Staatsanwaltschaft Fr. 48'200.00; Gerichtsgebühr Fr. 3'000.00) Y _________ und im Umfang von Fr. 1'800.00 dem Kanton Wallis auferlegt.
8. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 9'000.00 werden zu einem Drittel, ausmachend Fr. 3'000.00, Y _________ und zu zwei Dritteln, ausmachend Fr. 6'000.00, dem Kanton Wallis auferlegt.
9. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
10. Der Kanton Wallis bezahlt Rechtsanwalt Patrick Ruppen als amtlichem und notwendigem Verteidiger von Y _________ folgende Entschädigungen (inkl. Auslagen und MWST):
a. für das erstinstanzliche Verfahren: Fr. 38'000.00 b. für das Berufungsverfahren: Fr. 8'910.00
Y _________ ist verpflichtet, dem Kanton Wallis diese Entschädigungen im Umfang von Fr. 40'970.00 zurückzuzahlen, sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.
11. Y _________ bezahlt X _________ folgende Entschädigungen (inkl. Auslagen und MWST):
a. für das erstinstanzliche Verfahren: Fr. 22'000.00 b. für das Berufungsverfahren: Fr. 3'800.00
Sitten, 20. Februar 2025