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A3 23 18 • BZG VS A3 23 18 Généré par l'IA

Illegal Hunting and Threatening Wildlife Warden

Numéro de cause A3 23 18
Autorité / Tribunal
Juridiction Suisse · Canton du Valais (CH-VS)
Date de la décision
Issue du litige Rejeté (Dismissed)

Synthèse Legislator

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The court upheld the conviction for actively participating in a hunt as a driver or leader without holding a valid hunting permit, as the accused admitted to personally leading his dog to the hunting area and releasing it there. Furthermore, the court found that the prerequisites for withdrawing the hunting patent were met because the hunter threatened a wildlife warden after the warden announced a report would be filed, with this threat being deemed sufficient under the law to warrant withdrawal, especially considering the prior record, making the one-to-five-year withdrawal period not disproportionate.

Regeste Legislator

Officiel

RVJ / ZWR 2024 41 KGE (Öffentlichrechtliche Abteilung) vom 24. November 2023 – A3 23 18 Übertretung des kantonalen Jagdgesetzes und Patententzug - Tatbestand der aktiven Teilnahme an der Jagd als Treiber oder Führer, ohne im Besitze der Jagdbewilligung zu sein (Art. 46 Abs. 1 lit. b kJSG; E. 3.6 und 3.13). - Die Voraussetzungen zum Patententzug sind erfüllt, wenn ein Jäger ein Wildschutzorgan bedroht hat (Art. 14 Abs. 1 lit. c kJSG; E. 3.13 und 5). Infraction à la loi cantonale sur la chasse et retrait du permis - Acte de prendre une part active à la chasse en qualité de traqueur ou de rabatteur sans être titulaire du permis de chasse (art. 46 al. 1 let. b LcChP ; consid. 3.6 et 3.13). - Les conditions d’un retrait du permis sont remplies lorsqu’un chasseur a menacé un surveillant de la faune sauvage (art. 14 al. 1 let. c LcChP ; consid. 3.13 et 5). Aus den Erwägungen 3.6 Der Angeklagte behauptet in der ersten und zweiten Einsprache und der Berufungserklärung, den Hund nicht «geführt» (in der französi- schen Fassung von Art. 46 Abs. 1 lit. b Gesetz über die

Mots-clés

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régale de la chasse droit des brevets fiction de retrait infraction à la loi sur les armes retrait de l'autorisation infraction de mise en danger

Dispositions légales citées

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Art. 46 Abs. 1 lit. b kJSG
This provision defines the offense of actively participating in the hunt without holding a valid hunting permit, which was the basis for the conviction.
Art. 14 Abs. 1 lit. c kJSG
This provision was used to justify the revocation of the hunting permit because the hunter threatened a wildlife protection officer.
Art. 46 al. 1 let. b LcChP
- Acte de prendre une part active à la chasse en qualité de traqueur ou de rabatteur sans être titulaire du permis de chasse (art. 46 al. 1 let. b LcChP ; consid.
Art. 14 al. 1 let. c LcChP
- Les conditions d’un retrait du permis sont remplies lorsqu’un chasseur a menacé un surveillant de la faune sauvage (art. 14 al. 1 let. c LcChP ; consid.
Art. 46 Abs. 1 lit. b Gesetz
3.6 Der Angeklagte behauptet in der ersten und zweiten Einsprache und der Berufungserklärung, den Hund nicht «geführt» (in der französischen Fassung von Art. 46 Abs. 1 lit. b Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel vom 17.
Art. 180 StGB
Es braucht dazu nach Wortlaut der Bestimmung keine «schwere Drohung / menace grave» nach Art. 180 StGB, vielmehr geht es bei der Strafbestimmung von Art.
Art. 46 Abs. 2 lit. b kJSG
180 StGB, vielmehr geht es bei der Strafbestimmung von Art. 46 Abs. 2 lit. b kJSG insgesamt darum, nicht die Arbeit des Aufsehers zu behindern.
Art. 14 Abs. 2 lit. b kJSG
Der Patententzug ist, auch in Anbetracht der Vorstrafe und unter Verweis auf der Qualifizierung nach Art. 14 Abs. 2 lit. b kJSG nicht unverhältnismässig.

Jurisprudence citée

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Questions juridiques clés extraites par Legislator

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Art. 14 Abs. 1 lit. c kJSG

This provision was used to justify the revocation of the hunting permit because the hunter threatened a wildlife protection officer.

Art. 46 Abs. 1 lit. b kJSG

This provision defines the offense of actively participating in the hunt without holding a valid hunting permit, which was the basis for the conviction.

Art. 66 al. 1 LTF

This provision was cited for the allocation of costs following the dismissal of the appeal.

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Texte complet

RVJ / ZWR 2024 41

KGE (Öffentlichrechtliche Abteilung) vom 24. November 2023 – A3 23 18 Übertretung des kantonalen Jagdgesetzes und Patententzug

- Tatbestand der aktiven Teilnahme an der Jagd als Treiber oder Führer, ohne im Besitze der Jagdbewilligung zu sein (Art. 46 Abs. 1 lit. b kJSG; E. 3.6 und 3.13).

- Die Voraussetzungen zum Patententzug sind erfüllt, wenn ein Jäger ein Wildschutzorgan bedroht hat (Art. 14 Abs. 1 lit. c kJSG; E. 3.13 und 5).

Infraction à la loi cantonale sur la chasse et retrait du permis

- Acte de prendre une part active à la chasse en qualité de traqueur ou de rabatteur sans être titulaire du permis de chasse (art. 46 al. 1 let. b LcChP ; consid. 3.6 et 3.13).

- Les conditions d’un retrait du permis sont remplies lorsqu’un chasseur a menacé un surveillant de la faune sauvage (art. 14 al. 1 let. c LcChP ; consid. 3.13 et 5).

Aus den Erwägungen

3.6 Der Angeklagte behauptet in der ersten und zweiten Einsprache und der Berufungserklärung, den Hund nicht «geführt» (in der französischen Fassung von Art. 46 Abs. 1 lit. b Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel vom 17. November 2017 [kJSG] ist von «rabatteur» die Rede) zu haben. Das Tier sei, laut erster Einsprache vom 14. Februar 2023, von X. «geführt» worden. Dies trifft gemäss Berufungsverfahren in dieser Absolutheit in keinem Fall zu. Der Beschuldigte hat seinen Hund über die Flurstrasse bis zum Dickicht selbst an der Leine geführt und will ihn erst dort X. übergeben haben. Er hätte damit (noch) nicht aktiv an der Jagd teilgenommen, wohl aber seinen Hund bereits «geführt». (…)

3.13 Das Gericht folgt aufgrund obiger Ausführungen der Darstellung des Wildhüters. Der Betroffene hat den Hund selbstständig über die Forststrasse in den Wald unterhalb der Jagdposten gebracht und dort entleint. Er hat dies später im Telefonat zugegeben und zunächst gehofft, der Wildhüter lasse die Angelegenheit nach einer fernmündlichen Ermahnung und einer Schutzbehauptung auf sich beruhen. Der Angeklagte hat sich, als der Jagdaufseher stattdessen eine Anzeige angekündigt hat, geärgert, worauf das Gespräch eskaliert ist. Der Berufungskläger hat dem Beamten Schläge angedroht, so dass der

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Jagdaufseher darauf verzichtet hat, die Sache unmittelbar vor Ort mit dem Beschuldigten weiterzubesprechen. (…)

5. Auch die rechtlichen Voraussetzungen zum Patententzug sind in der Berufungserklärung, nicht aber während der Verhandlung vom Beschuldigten thematisiert worden. Ein Entzug von einem bis fünf Jahren ist gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. c kJSG auch vorgesehen, wenn ein Jäger ein Wildschutzorgan «bedroht» hat (« l’a menacé »). Es braucht dazu nach Wortlaut der Bestimmung keine «schwere Drohung / menace grave» nach Art. 180 StGB, vielmehr geht es bei der Strafbestimmung von Art. 46 Abs. 2 lit. b kJSG insgesamt darum, nicht die Arbeit des Aufsehers zu behindern. Eine Drohung ist nachgewiesen und sie wird auch im Einspracheentscheid, der im Verwaltungsstrafverfahren als Anklageschrift gilt (Bundesgerichtsurteil 6B_199/2010 vom 19. August 2010 E. 2.3; zum ohnehin nur eingeschränkten Anklagegrundsatz im Bussenverfahren vgl. Bundesgerichtsurteil 6B_183/2017 vom 24. November 2017 E. 5.3), thematisiert (S. 17). Der Wildhüter hat deswegen unmittelbar nach dem Vorfall darauf verzichtet, sich vor Ort zum Berufungskläger zu begeben, weshalb die Äusserung ein gewisses Gewicht hat. Der Patententzug ist, auch in Anbetracht der Vorstrafe und unter Verweis auf der Qualifizierung nach Art. 14 Abs. 2 lit. b kJSG nicht unverhältnismässig. 6.

6.1 Die Berufung wird nach dem hiervor Ausgeführten vollumfänglich abgewiesen […].