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Foreword to Studien und Quellen, Volume 30: 30 Years of Archival and Historical Research

Geschäftsnummer VPB leitwort
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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This document is a foreword to volume 30 of the journal "Studien und Quellen," reflecting on its 30-year history and evolution. The journal, founded to make federal archive materials accessible for historical research, has established itself as a forum for archival and historical essays, particularly on recent Swiss history. Over the years, it has expanded its thematic scope to include information technology and societal issues, and has organized content into annual focus areas. The current volume's theme, "The Invention of Democracy in Switzerland," is presented as complex, interdisciplinary, and inherently linked to archives, which embody democratic values like transparency and accountability. The author, stepping down after 13 years as director, expresses gratitude to contributors, publishers, and readers, wishing the journal a successful future.

Legislator-Regeste

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Foreword to Studien und Quellen, Volume 30: 30 Years of Archival and Historical Research: Anspruchsvoll insofern, als es bei der Demokratie um einen zentralen und komplexen, interdisziplinären und viel diskutierten Forschungsgegenstand geht.

Schlagwörter

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Demokratie Sozialwissenschaften Transparenz und Zugang zu Dokumenten Verleger Mitwirkungsbeistandschaft Forschungsfreiheit
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Volltext

Geleitwort

Christoph Graf

30 Jahre «Studien und Quellen» - Grund zunächst für einen kurzen Rückblick: Im Vorwort zur 1. Ausgabe von 1975 hat mein Vorgänger Oscar Gauye, der verdienstvolle Begründer dieser Zeitschrift, deren Zielsetzung folgendermassen umschrieben: «Studien und Quellen ist eine Zeitschrift, die das im Bundesarchiv aufbewahrte Aktenmaterial einer weiteren Öffentlichkeit bekanntmachen und, soweit es der bescheidene Rahmen erlaubt, dessen Quellenwert für die historische Forschung aufzeigen möchte. Diese allgemeine Zielsetzung schliesst aber auch die Publikation von Beiträgen nicht aus, in denen sich unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter mit der Auswertung von Dokumenten ausländischer Archive für die Schweizergeschichte oder mit archivtechnischen Fragen befassen.»

Im Vorwort zur Nr. 20 habe ich 1994 festgehalten: «Studien und Quellen hat sich als anspruchsvolles Forum für archivfachliche Aufsätze und historischwissenschaftliche Abhandlungen vor allem zur neuesten Schweizergeschichte etabliert und wird diesen Anspruch auch im dritten Dezennium trotz zunehmender Engpässe mit allen Kräften zu erfüllen versuchen.»

Heute, im Geleitwort zum Band 30, glaube ich feststellen zu dürfen, dass diese Zeitschrift ihre 1975 gesetzten Ziele während einer vollen Generation erreicht hat und dass der 1994 erhobene hohe Anspruch auch im dritten Jahrzehnt ihres Bestehens erfüllt werden konnte: Unser Jahrbuch hat während dreier Jahrzehnte zahlreiche wichtige Beiträge zur neueren und neue- Geleitwort

sten Schweizer Geschichte und zu archivwissenschaftlichen Themen geliefert. Im dritten Jahrzehnt haben wir einerseits das thematische Spektrum vor allem in die Richtung der neuen Informationsund Kommunikationstechnologien beziehungsweise der Informationswissenschaften und anderer gesamtgesellschaftlich relevanter Fragen erweitert, und andererseits haben wir die Themen seit der 22. Ausgabe zu jährlichen Schwerpunkten gebündelt und damit die Attraktivität der Zeitschrift gesteigert. Schliesslich haben wir in den letzten zehn Jahren das Publikationsprogramm des Bundesarchivs erweitert und differenziert und damit auch das Profil von «Studien und Quellen» leicht modifiziert. Einerseits ergänzen wir seit 1996 die beiden Reihen «Studien und Quellen» und «Inventare» durch die in loser Folge erscheinenden, themenzentrierten und teilweise aktualitätsbezogenen und veranstaltungsbegleitenden «Dossiers». Andererseits publizieren wir die «Tätigkeitsberichte» des Bundesarchivs seit dem Berichtsjahr 2001 in erneuerter, erweiterter und illustrierter Form als separate Reihe. Dadurch wurde das Profil von «Studien und Quellen» als aktualitätsungebundenes archivund historischwissenschaftliches Jahrbuch verstärkt.

Themenstellung und Konzept der vorliegenden 30. Ausgabe werden vom Redaktor Gerald Arlettaz in der Einleitung umfassend erläutert. Hier dazu nur so viel: «Die Erfindung der Demokratie in der Schweiz» ist ein anspruchsvolles und vielschichtiges Thema, dessen Archivbezug vielleicht für Nichteingeweihte nicht unbedingt auf der Hand liegt, das aber geradezu paradigmatisch dem Profil und der Zielsetzung von «Studien und Quellen» entspricht.

Anspruchsvoll insofern, als es bei der Demokratie um einen zentralen und komplexen, interdisziplinären und viel diskutierten Forschungsgegenstand geht.

Vielschichtig deshalb, weil die Demokratie in alle Bereiche des öffentlichen Lebens ausstrahlt beziehungsweise aus deren Perspektive und aus dem Blickwinkel der entsprechenden wissenschaftlichen Disziplinen betrachtet werden muss, weil «Demokratie» also sowohl Objekt als auch Subjekt der «Erfindung» sein kann und ein ausgesprochen interdisziplinäres Forschungsthema darstellt. Folgerichtig enthält diese Ausgabe nicht nur politisch-historische, Geleitwort

sondern auch geistes-, kulturund konfessionsgeschichtliche, juristische und rechtsgeschichtliche, medienwissenschaftliche und politologische Beiträge.

Der spezifische Archivbezug des Themas liegt darin, dass Archive, insbesondere öffentliche, staatliche Archive zentrale Elemente des demokratischen Wertesystems darstellen, indem sie Transparenz, Recht auf Information, demokratische Kontrolle und Nachvollziehbarkeit staatlicher Tätigkeit sowie Rechtsstaatlichkeit verkörpern und garantieren helfen. Deshalb befassen sich verschiedene archivund informationswissenschaftliche Aufsätze in diesem Band mit der Rolle von Archiven und Informationssystemen in demokratischen und Transitionsstaaten und in der Informationsgesellschaft.

Paradigmatisch für das Profil von «Studien und Quellen» ist die Thematik des vorliegenden Bandes insofern, als sie geschichts-, sozialund archivwissenschaftliche Fragestellungen miteinander verbindet und damit die gesamtgesellschaftliche Relevanz der Archive dokumentiert.

Dies ist das letzte Vorwort zu «Studien und Quellen» aus meiner Feder. Nach

27 Jahren im Dienste des Bundesarchivs, davon 13 als Direktor und damit als Schriftleiter dieser Zeitschrift, trete ich kurz nach der Drucklegung des vorliegenden Bandes von diesem Amt zurück, um mich in den letzten Jahren meiner beruflichen Tätigkeit vermehrt und unabhängiger anderen Aufgaben, unter anderem der Lehre und Forschung zu den Themen von «Studien und Quellen», zu widmen.

Der Abschied ist mir Anlass zum Dank. Dieser gilt allen denjenigen, welche die Herausgabe von «Studien und Quellen» in den vergangenen Jahren ermöglicht und daran mitgewirkt haben: an erster Stelle dem langjährigen Redaktor Gerald Arlettaz; dann auch zahlreichen anderen Mitarbeitenden des Bundesarchivs; sodann den für Ressourcenallokation und Publikationsmanagement zuständigen Bundesstellen; ferner dem Haupt Verlag und dem Chronos Verlag; ganz besonders den vielen Autorinnen; und last, not least den immer interessierten und immer zahlreicheren Leserinnen. Diesen wünsche ich gewinnbringende Lektüre der vorliegenden Ausgabe, «Studien und Quellen» wünsche ich eine erfolgreiche Zukunft. Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Geleitwort

In Studien und Quellen Dans Etudes et Sources In Studi e Fonti

Jahr 2004 Année Anno

Band 30 Volume Volume

Autor Graf, Christoph Auteur Autore

Seite 7-10 Page Pagina

Ref. No 80 000 336

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv digitalisiert. Le document a été digitalisé par les. Archives Fédérales Suisses. Il documento è stato digitalizzato dell'Archivio federale svizzero.