National Council's Motion on Agricultural Solidarity Contributions
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case involves a motion from the National Council concerning self-help measures in agriculture, specifically the introduction of solidarity contributions. The Federal Council indicated an intention to submit a proposal on this matter, and the commission agreed with the motion, recommending its adoption. The relevant minister accepted the motion.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36 BüG, Art. 93 BGG; National Council's Motion on Agricultural Solidarity Contributions: The Federal Council indicated an intention to submit a proposal on this matter, and the commission agreed with the motion, recommending its adoption. The relevant minister accepted the motion.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertBasis for annulment of naturalization due to concealment of facts.
Used to declare the appeal inadmissible because it was against an interlocutory decision.
Volltext
18. März 1992 249 Motion des Nationalrates. Landwirtschaftsgesetz
einbarungen über Verkehr, Wasser und Energie. Diese Ent- schaft und an der Gestaltung der Siedlungen. Es geht um den
wicklung ändert nichts daran, dass wichtige Entscheide auf sorgsamen Umgang mit der Natur als anvertrautem Gut. Es
der nationalen sowie auf der kantonalen und kommunalen geht selbst hier um die wirtschaftlichen Interessen an der Er-
Ebene getroffen werden müssen. Denn die Herausforderun- haltung der Agrarstruktur und am Tourismus. Eine verunstal-
gen haben keinen europäischen Einheitscharakter, sondern tete Landschaft und eine schlechte Siedlungsqualität wirken
treten in feiner Verästelung in sehr unterschiedlicher Form in abweisend.
Erscheinung. Wir haben im Berggebiet wie anderswo - aber im Berggebiet
Lassen Sie mich das mit der gebotenen Kürze am Beispiel von mit besonderen Akzenten - auch den Ressourcen, dem Was-
zwei Tessiner Tälern etwas illustrieren: Im Maggiatal hat die ser und anderem, Sorge zu tragen. Das alles ist im fünften
Zahl der Bevölkerung auf der unteren Talstufe, im erweiterten Punkt des Postulates zusammengefasst.
Einschlussbereich von Locamo, in den letzten Jahrzehnten Mit diesen paar wenigen Stichworten wollte ich Ihnen die Pro-
zugenommen, in den nicht an Durchgangsachsen liegenden blemlage illustrieren und die Stossrichtung zeigen, in der die
Berggemeinden aber seit der Mitte des 19. Jahrhunderts kon- Kommission ihr Postulat sehen wollte.
stant abgenommen; die kritische untere Grenze ist dort er- Ich bitte Sie namens der Kommission, das Postulat zu über-
reicht. weisen.
In der Leventina ist die Lage an der Nord-Süd-Achse anders,
weil dort wegen des Transits die Orte im Tal einen Bevölke- Ueberwiesen - Transmis
rungszuwachs verzeichnen, während die höher gelegenen
Gemeinden an den Talhängen kaum mehr über die zur Erfül-
lung der Gemeinschaftsaufgaben erforderliche Bevölkerung
verfügen. #ST# Ad 88.229
Ich wollte Ihnen mit diesen Beispielen nur die kleinräumige
Fragestellung zeigen, um die Bedeutung kommunaler und Motion des Nationalrates
kantonaler Entscheidungen zu unterstreichen. (Kommission)
Die Kommission nimmt nun fünf Fragenkreise auf und bittet
den Bundesrat dazu um einen Bericht:
Landwirtschaftsgesetz. Selbsthilfe
1. Das erste Anliegen gilt der Erhaltung der Besiedlung des in der Landwirtschaft
Berggebietes. Nach der Verfassung ist die Raumplanung aus- Motion du Conseil national
ser auf die zweckmässige Nutzung des Bodens auch auf die (Commission)
geordnete Besiedlung des Landes auszurichten. Das Instru- Loi sur l'agriculture. Contribution
mentarium des Raumplanungsgesetzes, das müssen wir an- de solidarité
erkennen, ist vor allem auf die Lokalisierung der Entwicklung
und auf die Begrenzung der Bautätigkeit, nicht aber auf die Er- Fortsetzung - Suite
haltung von Siedlungen, ausgerichtet. So gilt es, diesem Ge-
sichtspunktstärker Rechnung zu tragen als bisher und die Pla- Siehe Seite 77 hiervor - Voir page 77 ci-devant
nungsinstrumente entsprechend auszubauen. Dabei muss es
beispielsweise möglich werden, auch im Landwirtschaftsge-
biet einem Nebenerwerb nachzugehen, damit der Boden
noch bewirtschaftet wird und die Familie nicht einfach wegzie-
hen muss. Es geht also nicht um die Durchlöcherung der Pla- Jagmetti, Berichterstatter: Der Nationalrat hat uns die Motion
nungsvorstellungen, sondern um die Sicherung der Existenz- über die Selbsthilfemassnahmen in der Landwirtschaft über-
grundlagen der Bevölkerung. wiesen. Wir sprachen schon einmal davon, nämlich in der er-
2. Die Bevölkerung wird nur dann in den Alpentälern bleiben, sten Sessionswoche im Zusammenhang mit der Obstbauvor-
wenn dort Ausbildungsmöglichkeiten und Infrastrukturen lage, wo wir diese Solidaritätsbeiträge für den Obstbau vorge-
nach gesamtschweizerischen Massstäben verfügbar sind. Auf sehen haben. Nun stellt sich im Zusammenhang mit der Mo-
dieser Erkenntnis beruht schon das Bundesgesetz über Inve- tion die Frage, ob wir solche Solidaritätsbeiträge generell ein-
stitionshilfe für Berggebiete. Die Kantone und Gemeinden ha- führen wollen oder nicht
ben grosse Anstrengungen unternommen, um dieses Ziel zu Wenn Sie den 7. Landwirtschaftsbericht an der betreffenden
erreichen. Die laufende Anpassung an die Entwicklung wird Stelle lesen, stellen Sie fest, dass der Bundesrat beabsichtigt,
bei angespannter wirtschaftlicher Lage nicht einfach, aber not- uns eine Vorlage zu unterbreiten. Wir rennen also gleichsam
wendig sein. offene Türen ein. Die Kommission will das auch, indem sie sol-
3. Wichtig sind die gesamtwirtschaftlichen Grundlagen des che Beiträge befürwortet und beabsichtigt, an der nächsten
Berggebietes. Sie sind unerlässlich, damit die Bevölkerung Sitzung, nämlich noch in diesem Monat, die Frage zu erörtern,
dort leben kann. Auch die Führung von Nebenerwerbsbetrie- ob wir Ihnen nicht sogar eine Initiative dazu unterbreiten wol-
ben zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung setzt voraus, len.
dass andere Arbeitsmöglichkeiten bestehen. Industriebe- Mit ändern Worten: Die Kommission stimmt der nationalrätli-
triebe werden sich grösstenteils nicht dezentralisieren lassen. chen Motion zu, empfiehlt Ihnen, diese Motion zu überweisen,
Für kleinere Einheiten ist das immerhin möglich. Noch mehr und zwar in der Form der Motion, während sie der Bundesrat
als bisher sollte auf den Dienstleistungssektor Rücksicht ge- im Nationalrat nur als Postulat übernehmen wollte, und wir
nommen werden. Das setzt wiederum Infrastrukturen voraus. stellen Ihnen in Aussicht, dass wir in der Kommission für Wirt-
Das Pilotprojekt der Telekommunikationsgemeinden ging in schaft und Abgaben das Problem von uns aus auch noch auf-
diese Richtung. Kreativität ist gefragt, wenn auch für die näch- greifen werden.
ste Generation die erforderlichen Arbeits- und Lebensbedin-
gungen geschaffen werden sollen. M. Delamuraz, conseiller fédéral: II est trop tard pour deman-
4. Land- und Forstwirtschaft stehen im Berggebiet vor beson- der la transformation en postulat, Monsieur le président, j'ac-
ders schwierigen Aufgaben. Zu befürchten ist, dass der Gene- cepte la motion.
rationenwechsel vielerorts Anlass zur Abwendung von der
Agrarwirtschaft bilden wird. Dazu sind jetzt Ueberlegungen an- Ueberwiesen - Transmis
zustellen, wenn längerfristig gute Voraussetzungen geschaf-
fen werden sollen.
5. Als letzten Gesichtspunkt, aber als Gesichtspunkt von glei-
cher Bedeutung wie die anderen nennt das Postulat die Erhal-
tung der Landschaft und der natürlichen Lebensgrundlagen.
Es geht um die Eigeninteressen der Bevölkerung am Schutz
dieser Lebensgrundlagen, an der Erhaltung der Kulturland-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion des Nationalrates (Kommission) Landwirtschaftsgesetz. Selbsthilfe in der
Landwirtschaft
Motion du Conseil national (Commission) Loi sur l'agriculture. Contribution de solidarité
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer Ad 88.229
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.03.1992 - 08:30
Date
Data
Seite 249-249
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Ref. No 20 021 177
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