Switzerland Regional Policy Revision and European Economic Focus Regions Analysis
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains a motion and a postulate regarding Switzerland's regional policy. The motion calls for a comprehensive revision of regional policy to address disparities between regions, specifically noting that efforts to equalize per capita income have failed, population outflow from mountainous areas has only been partially stemmed, and these regions are likely to be disadvantaged by future economic development. The postulate, accompanying the motion, requests a report on the development of new, large-scale economic focus regions in Europe and their impact on Switzerland, aiming to understand these developments to inform domestic policy decisions.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland Regional Policy Revision and European Economic Focus Regions Analysis: laufend wäre die Entwicklung eines gewaltigen Steuerungssy- tisch besonders bedeutungsvollen Vorhaben anzustreben.
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KI-generiertVolltext
10. Dezember 1992 1245 Motion Bloetzer
#ST# Ad 91.3314 Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavelty, Cottier, Danioth,
Delalay, Frick, Gemperli, Küchler, Loretan, Morniroli, Rhyner,
Postulat der Kommission Roth, Schallberger, Schiesser, Schmid Carlo, Simmen,
für Wirtschaft und Abgaben Ziegler Oswald (16)
Wirtschaftliche Schwerpunktregionen
Postulat de la Commission de Bloetzer: Eine Beurteilung der Wirksamkeit unserer Regional-
l'économie et des redevances politik führt insbesondere zu folgenden Feststellungen:
Régions économiques de grande ampleur 1. Das Ziel, Fortschritte in der Angleichung der Pro-Kopf-Ein-
kommen zwischen Randgebieten und Agglomerationen zu er-
zielen, konnte bisher nicht erreicht werden. Im Gegenteil, die
Disparitäten sind eher grösser geworden.
2. Der Abwanderung der Bergbevölkerung konnte nur be-
Wortlaut des Postulates vom 9. November 1992 grenzt Einhalt geboten werden.
Der Bundesrat wird aufgefordert, einen Bericht vorzulegen 3. Es spricht alles dafür, dass die Berg- und Randgebiete zu
über die Entwicklung neuer grossräumiger wirtschaftlicher den Verlierern der zu erwartenden zukünftigen Wirtschaftsent-
Schwerpunktregionen in Europa und ihre Rückwirkungen auf wicklung zählen werden.
die Schweiz. Aufgrund dieser Sachlage drängt es sich auf, ohne Verzug
eine Revision der Regionalpolitik an die Hand zu nehmen. Da-
Texte du postulat du 9 novembre 1992 bei sollten insbesondere folgende Massnahmen im Vorder-
Le Conseil fédéral est invité à présenter un rapport sur le déve- grund stehen:
loppement, en Europe, de nouveaux centres de gravité écono- 1. Eine Verstärkung der Investitionshilfe für Infrastrukturpro-
miques régionaux de grande ampleur, ainsi que sur leurs ré- jekte der Gemeinden. Im laufenden Jahr kann der Bund für
percussions sur la Suisse. etwa 80 Millionen Franken neue Darlehen zusichern. Notwen-
dig wäre gemäss Finanzplan ein Betrag von 100 bis 130 Millio-
Jagmetti, Berichterstatter: Die Kommission für Wirtschaft und nen Franken. 80 Millionen Franken entsprechen etwa 1,5 Mil-
Abgaben (WAK) begleitet die Motion 91.3314 mit einem Po- lionen pro Region.
stulat, das sich allerdings auf eine andere Stufe von Regionen Mit solchen Beträgen kann keine effiziente Regionalpolitik be-
bezieht, nämlich auf grossräumige Entwicklungen. Im Aus- trieben werden. Die Gemeinden können mit dieser Investi-
land konkretisieren sich Tendenzen zu einer solchen gross- tionshilfe ihre Infrastrukturvorhaben nicht im notwendigen
räumigen Regionalpolitik mit Schwerpunktbildungen im Rhythmus realisieren. Die Investitionen werden entsprechend
Sinne von Industriegebieten, von Grossräumen mit Erho- zurückgestellt Ein minimaler infrastruktureller Stand in den
lungsfunktion, von Gebieten mit geschützter Natur usw. Wir Gemeinden ist aber nicht nur im Hinblick auf die Wohnattrakti-
sind nicht einfach ausserhalb solcher Tendenzen, wie unsere vität von Bedeutung, sondern es ist dies auch eine wichtige
Beteiligung an der Alpen-Konvention zeigt Vor allem aber Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung der Re-
können wir von Entscheidungen betroffen sein, die sich auf gionen.
unsere Grenzregionen beziehen. Die Investitionshilfe soll in Zukunft vermehrt für die Förderung
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben möchte mit ihrem neuer öffentlicher Bedürfnisse im Infrastrukturbereich einge-
Postulat eine Grundlage erhalten, damit wir uns über die Ent- setzt werden, wie Telekommunikationsinfrastruktur, Informa-
wicklungen ein Bild machen, unseren eigenen Standort be- tikschulung, Nutzung alternativer Energieträger, Anlagen der
stimmen und allfällige Folgerungen für unsere eigenen Ent- kollektiven Wärmegewinnung usw. Zudem ist noch vermehrt
scheide ziehen können. Dem Wunsch der WAK völlig zuwider- eine Ausrichtung auf die Unterstützung von entwicklungspoli-
laufend wäre die Entwicklung eines gewaltigen Steuerungssy- tisch besonders bedeutungsvollen Vorhaben anzustreben.
stems. Wir möchten einfach nicht später von Konsequenzen Der Einbezug von produktions- respektive wirtschaftsnahen
betroffen sein, über die wir uns nicht rechtzeitig ein Bild ge- Infrastrukturvorhaben in den sachlichen Geltungsbereich ist
macht haben. Wir bitten nicht um ein vielbändiges Werk, son- vorzunehmen; ich denke an Technopools, Gewerbeparks
dern um einen knappen Ueberblick, um uns mit der Problem- usw. Der sachliche Geltungsbereich im Investitionshilfegesetz
lage vertraut zu machen. und in der Regionalpolitik überhaupt sollte nicht abschlies-
send geregelt werden, Innovation und Kreativität sollten lau-
Ueberwiesen - Transmis fend Eingang finden können.
2. Die Finanzierung der Regionalsekretariate sollte verbessert
werden. Im Rahmen der Sparmassnahmen wurden sowohl
auf Bundes- als auch auf Kantonsebene die Beiträge an die
Regionssekretariate gekürzt bzw. eingefroren. Dies, obwohl
die Bedeutung der Regionssekretariate für die regionale Wirt-
schaftsförderung allgemein anerkannt wird. Ohne die notwen-
#ST# 92.3300 digen Mittel kann auch keine effiziente Regionalpolitik betrie-
ben werden. Die Regionalpolitik sollte durch Technologiebe-
Motion Bloetzer ratungsstellen verstärkt werden. Es geht darum, Technologie-
berater zu finanzieren, wie dies bei den Regionssekretariaten
Revision der Regionalpolitik der Fall ist. Solche Beratungsstellen sind für das Schritthalten
Politique régionale. Révision mit der technologischen Entwicklung und im Rahmen auch
unserer gesamten Wirtschaftspolitik notwendig.
3. Die Koordination zwischen Sektoralpolitik und Regionalpo-
litik muss optimiert werden. Diese Koordination wurde in den
vergangenen Jahren angestrebt und der Versuch der Koordi-
Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1992 nation teilweise auch unternommen. Die Koordination muss
Der Bundesrat wird eingeladen, ohne Verzug eine umfas- aber durch eine Koordinationsstelle mit entsprechenden Kom-
sende Revision der Regionalpolitik einzuleiten und dem Parla- petenzen verbessert werden. Es soll mit den verschiedenen
ment ein entsprechendes Massnahmenpaket zu unterbreiten. Sektoralpolitiken nicht jeweils die Berggebietsförderung zu-
nichte gemacht werden. In diesem Rahmen sind auch die Re-
Texte de la motion du 19 juin 1992 giebetriebe wie SBB und PTT zu nennen, die gegenwärtig aus
Le Conseil fédéral est invité à engager sans retard une révision rein betriebswirtschaftlichen Gründen Konzentrationsmass-
exhaustive de la politique régionale et de soumettre un train de nahmen ergreifen. Auch der Lastenausgleich im Rahmen von
mesures dans ce sens au Parlement Koberio funktioniert nicht, wie wir wissen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat der Kommission für Wirtschaft und Abgaben Wirtschaftliche
Schwerpunktregionen
Postulat de la Commission de l'économie et des redevances Régions économiques de grande
ampleur
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band VI
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer Ad 91.3314
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 10.12.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 1245-1245
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Ref. No 20 022 276
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