Revision of Federal Act on Vocational Training for Standardized Counseling Services
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA motion proposed that the Federal Act on Vocational Training be partially revised to standardize vocational counseling services across Switzerland. The revision aims to address inconsistencies and improve the quality of these services by establishing minimum standards for training and further education, formalizing information and documentation as a joint federal-cantonal task, and ensuring international recognition of counseling diplomas. The Federal Council agreed to the motion, acknowledging the need for clearer regulations in vocational counseling and recognizing the contributions of both federal and cantonal entities.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 68 GRN-Catégorie, Art. 68RCN Für; Revision of Federal Act on Vocational Training for Standardized Counseling Services: The revision aims to address inconsistencies and improve the quality of these services by establishing minimum standards for training and further education, formalizing information and documentation as a joint federal-cantonal task, and ensuring international recognition of counseling diplomas. The Federal Council agreed to the motion, acknowledging the need for clearer regulations in vocational counseling and recognizing the contributions of both federal and cantonal entities.
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Volltext
Motion du Conseil des Etats. Formation professionnelle 562 N 19 mars 1992
Wir möchten darauf hinweisen, dass das nicht als Aussage für gabe und Kompetenz der Kantone gesetzlich zu verankern.
die Interpretation gewertet werden darf. Dadurch sollten aus einer Sparmassnahme des Bundes die
Konsequenzen gezogen werden: Im Rahmen des Anschluss-
Angenommen -Adopté programms über die Sparmassnahmen 1984, in Kraft seit dem
1. Januar 1986 (SR 611.02), wurden die finanziell relevanten
Artikel des BBG revidiert. Damit fielen die Bundesbeiträge an
An den Ständerat -Au Conseil des Etats die Besoldungen der Berufsberater weg; subventioniert wer-
den seither nur noch die Aus- und Weiterbildung sowie die Er-
stellung von Informations- und Dokumentationsmaterial. Die
Kantone erlitten eine finanzielle Einbusse von jährlich rund
12 Millionen Franken; im Rahmen der Aufgabenteilung wur-
#ST# Ad 89.246 den ihnen jedoch keine zusätzlichen Kompetenzen übertra-
gen.
Motion des Ständerates Eingehende Anhörungen und Abklärungen zeigten auf, dass
(Kommission) das BBG tatsächlich einer Revision für den Bereich der Berufs-
Berufsbildungsgesetz. Teilrevision beratung bedarf, denn weder Klarheit noch Einheitlichkeit
zeichnen diesen historisch gewachsenen Ausbildungszweig
Motion du Conseil des Etats aus; systembedingt sind Spannungen entstanden, u. a zwi-
(commission) schen den Landesteilen und zwischen den verschiedenen Or-
Loi sur la formation professionnelle. ganisationen von Berufsberatern. Die ständerätliche Kommis-
Révision partielle sion sah die Lösung jedoch nicht in einer strikten Kantonalisie-
rung, sondern im Gegenteil in einem verstärkten, ausgleichen-
Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN den Engagement des Bundes. Oppositionslos ist der Stände-
rat ihrem Motionsvorschlag gefolgt, der zu einer Klärung und
zu einer Verbesserung der heutigen Situation führen und ei-
nige Schwachstellen bereinigen soll. Der Bundesrat hatte sich
bereit erklärt, die Motion entgegenzunehmen.
Wortlaut der Motion vom 13. Juni 1991
Mit dem Ziel, den hohen Standard der schweizerischen Be- Erwägungen der Kommission
rufsberatung weiterzuführen und auszubauen sowie An ihrer Sitzung vom 29. Oktober 1991 nahm die WFK zur
Schwachstellen zu beheben, wird der Bundesrat beauftragt, Kenntnis, dass das EVD inzwischen bereits Gespräche mit
den eidgenössischen Räten eine Teilrevision des Bundesge- den betroffenen Kreisen geführt und erste Ergebnisse erzielt
setzes über die Berufsbildung vorzulegen. Dabei sind auf der hat:
Grundlage der veränderten Zuständigkeiten (Aufgabentei- - Der Auftrag des Bundes zur Ausbildung der Berufsberater
lung) und der bisherigen Zusammenarbeit: soll in Absprache mit den Kantonen konkret formuliert werden.
1. Voraussetzungen zu schaffen, um mittels Mindestvorschrif- Das in der Ausbildung zu erreichende Niveau wird - ähnlich
ten die von den Kantonen getragene Aus- und Weiterbildung wie im Bereich der Höheren Fachschulen - durch Mindestvor-
gesamtschweizerisch gleichwertig zu gestalten; schriften umschrieben.
2. Information und Dokumentation sowie Forschung und Ent- -Weiterbildung, Information und Dokumentation sollen der
wicklung im Bereiche der Berufsberatung als gemeinsame gemeinsamen Verantwortung von Bund und Kantonen unter-
Aufgabe von Bund und Kantonen zu verankern; stehen. Davon wird erwartet, dass diese Aktivitäten allen Kan-
3. Vorkehren zu treffen, dass die Diplome schweizerischer Be- tonen gleichmässig zugute kommen.
rufsberater international anerkannt werden können. - Die internationale Anerkennung der Diplome ist eher zu er-
reichen, wenn die Ausbildung der Berufsberater einheitlich
Texte de la motion du 13 juin 1991 vom Bund anerkannt wird.
Dans le but de maintenir et d'améliorer le haut niveau de Die Kommission schloss sich einhellig der Zielsetzung der
l'orientation professionnelle suisse et de pallier à ses lacunes, ständerätlichen Motion an. Sie nahm zwar mit Befriedigung
le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres une von den eingeleiteten Schritten Kenntnis, sah aber trotzdem
révision partielle de la loi sur la formation professionnelle. Se davon ab, den Vorstoss in ein Postulat umzuwandeln.
fondant sur les compétences modifiées (nouvelle répartition
des tâches) et sur la coopération actuelle, il y a lieu: M. Fierz présente au nom de la commission le rapport écrit
1. de créer, par le biais de prescriptions minimales, des condi- suivant:
tions équivalentes pour toute la Suisse dans les domaines de
la formation et du perfectionnement qui incombent aux can- Le 13 juin 1991, le Conseil des Etats, sur proposition de sa
tons; commission chargée d'examiner une initiative parlementaire
2. de consacrer tâche commune de la Confédération et des (89.246 Cavadini Jean. Loi sur la formation professionnelle.
cantons, l'information et la documentation ainsi que la recher- Revision) a transmis à l'unanimité une motion (texte voir ci-
che et le développement dans le domaine de l'orientation pro- devant).
fessionnelle; L'initiative Cavadini Jean (89.246) propose de réviser la loi sur
3. de prendre des mesures visant à faire reconnaître les diplô- la formation professionnelle (LFP, RS 611.02) dans le but de
mes des conseillers en orientation professionnelle à l'échelon confier aux cantons la compétence exclusive de la formation
international. et du perfectionnement des orienteurs professionnels, ainsi
que de la documentation et de l'information. Ce transfert de
Herr Fierz unterbreitet im Namen der Kommission den folgen- compétence permettrait de tirer les conséquences d'une me-
den schriftlichen Bericht: sure d'économie de la Confédération: dans le cadre du pro-
gramme complémentaire sur les mesures d'économie de
Am 13. Juni 1991 hat der Ständerat auf Antrag seiner mit der 1984, en application depuis le 1er janvier 1986, on a révisé les
Prüfung einer parlamentarischen Initiative (89.246 Cavadini articles de la LFP ayant des incidences financières. De ce fait,
Jean, Revision des Berufsbildungsgesetzes) betrauten Kom- les subsides fédéraux au traitement des orienteurs ont été sup-
mission einstimmig eine Motion überwiesen (Wortlaut siehe primés. Seuls sont encore subventionnées, la formation et le
oben). perfectionnement de ces professionnels, ainsi que l'adminis-
Die Initiative Cavadini Jean (89.246) schlug die Revision des tration du matériel de documentation et d'information. Les
Berufsbildungsgesetzes (BBG) vor mit dem Ziel, die Verant- cantons ont ainsi subi une perte se montant à quelque
wortung für die Aus- und Weiterbildung der Berufsberater so- 12 millions de francs par an, sans qu'on leur confie des tâches
wie für die Information und Dokumentation als alleinige Auf- supplémentaires au titre de la nouvelle répartition des tâches.
19. März 1992 N 563 Aussenwirtschaftspolitik 1991
Des auditions et élucidations approfondies ont montré qu'une sion in Kategorie II eingebracht. Dieser Antrag ist abgelehnt
révision de la LFP s'impose pour ce qui est de l'orientation pro- worden, so dass mir heute - wenn wir über dieses Geschäft
fessionnelle. Ce secteur, qui s'est développé au cours des an- diskutieren wollen - nichts anderes übrigbleibt, als den Ord-
nées, manque de clarté et d'uniformité. Des situations conflic- nungsantrag auf Einreihung in Kategorie l zu stellen, da eine
tuelles sont apparues entre diverses régions du pays ainsi organisierte Debatte aus zeitlichen Gründen nicht mehr mög-
qu'entre des différentes organisations d'orienteurs. La com- lich ist.
mission du Conseil des Etats a cependant jugé que la solution Ich stelle Ihnen diesen Antrag aus folgenden Gründen: Auch
ne doit pas consister à cantonaliser complètement ce secteur, wenn dieser Bericht nur im bescheidenen Hellgrün der EDMZ
mais bien au contraire, de renforcer l'engagement de la Confé- daherkommt, ist er meines Erachtens äusserst wichtig, insbe-
dération, de manière à permettre une plus grande uniformité. sondere im Hinblick auf die Entscheide, die wir im Rahmen
Le conseil s'est rallié sans opposition à la motion proposée par des EWR-Vertrages fällen müssen. Im übrigen bietet er Stoff
sa commission, qui devrait permettre de clarifier et d'améliorer für unzählige persönliche Vorstösse, Motionen, Interpellatio-
la situation actuelle, et d'éliminer certains points faibles. Le nen und Postulate. Ich erachte es deshalb als sinnvoller, wenn
Conseil fédéral s'était déclaré prêt à accepter la motion. wir diesen Bericht heute à fond diskutieren, anstatt uns in Teil-
stücken im Rahmen der entsprechenden persönlichen Vor-
Considérations de la commission stösse damit auseinanderzusetzen. Wer den Bericht gelesen
A sa séance du 29 octobre 1991, la Commission de la science hat, kann feststellen, dass es sich hier um einen eigentlichen
et de la recherche a appris que le Département de l'économie Knüller handelt Das ist meine persönliche Auffassung. Ich
publique avait eu des entretiens avec les milieux intéressés et möchte Ihnen nur ein Beispiel aufzeigen: Im einleitenden Ka-
en avait tiré de premières conclusions: pitel «Betrachtungen zu den Rahmenbedingungen für die
- Le mandat de la Confédération en matière de formation des Schweizer Wirtschaft» hält der Bundesrat zu unserem ord-
orienteurs doit être reformulé, après entente avec les cantons, nungspolitischen Fehlverhalten in Sachen Volkswirtschaft
de manière à fixer le niveau à atteindre par des prescriptions fest, dass wir da enorme zusätzliche Leistungen erbringen
minimales, à l'instar des écoles professionnelles supérieures. müssen. Dies müsste eigentlich auch die Deregulierungsex-
- Le perfectionnement, l'information et la documentation se- perten unseres Rates auf den Plan rufen. Auch diese sollten im
ront sous la responsabilité commune de la Confédération et Prinzip ein Interesse daran haben, dass wir heute über diesen
des cantons, ce qui devrait permettre d'en faire profiter tous Bericht eingehend diskutieren. Wenn man sieht, dass gemäss
les cantons dans une même mesure. den Feststellungen des Bundesrates unsere Volkswirtschaft
- La reconnaissance internationale des diplômes devrait être hauptsächlich wegen der Kartellierung jährlich zusätzliche Mil-
plus facile à obtenir si laformation des orienteurs est reconnue liarden aufwenden muss, versteht man vielleicht....
par la Confédération selon des critères uniformes.
La commission du Conseil national a unanimement souscrit Präsident: Herr Marti, Sie haben nur den Ordnungsantrag zu
aux objectifs de la motion du Conseil des Etats. Tout en décla- begründen und nicht zur Sache zu sprechen.
rant sa satisfaction devant les démarches entreprises jusque
là, elle n'a pas jugé utile de transformer la motion en postulat. Marti Werner: Ich begründe den Ordnungsantrag. Ich möchte
ihn anhand dieses Beispiels begründen, insbesondere an-
Antrag der Kommission hand des Kartells der Autoimporteure, das uns jährlich zusätz-
Mit 13 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung beantragt die Kommis- lich nicht 500 Millionen, sondern 548 Millionen Franken ko-
sion, die Motion zu überweisen. stet. Ich meine, gerade diese Beispiele zeigen, dass eine ord-
nungspolitische Debatte zu diesem Thema wichtig ist. Wenn
Proposition de la commission man stets von schlechten Rahmenbedingungen für unsere
Par 13 voix sans opposition et avec une abstention, la commis- Wirtschaft spricht, sollten wir uns auch darüber unterhalten,
sion propose de transmettre la motion. weshalb diese Konsumgüter in der Schweiz bedeutend teurer
sind als im Ausland. Ich möchte noch ein weiteres Beispiel er-
Abstimmung - Vote wähnen: die zusätzlichen Kosten, die das öffentliche Beschaf-
Für Ueberweisung der Motion 66 Stimmen fungswesen auf sich nehmen muss. Der Bericht spricht davon,
Dagegen 47 Stimmen dass der Bund zusätzlich 3,4 bis 3,6 Milliarden Franken auf-
wenden muss, wenn man....
Präsident: Herr Marti, ich entziehe Ihnen das Wort. Wir ken-
nen Ihr Anliegen: Sie möchten das Geschäft 92.002 in Katego-
#ST# 92.002 rie l behandeln.
Ich beantrage Ihnen namens des Büros, am Beschluss Kate-
Aussenwirtschaftspolitik 1991 gorie III festzuhalten. Dies um so mehr, als wir anschliessend
bei den dringlichen Interpellationen über die Wirtschaftssitua-
Politique économique extérieure 1991 tion noch eingehend Gelegenheit zur Diskussion haben. Wir
Bericht, Botschaften und Beschlussentwürfe vom 15. Januar 1992
möchten die Diskussion nicht doppelt führen. Auch im Rah-
(BBII1016) men der Kategorie III können die Anliegen von Herrn Marti dis-
Rapport, messages et projets d'arrêtés du 15 Janvier 1992 (FF 11016) kutiert werden.
Beschluss des Ständerates vom 10. März 1992
Décision du Conseil des Etats du 10 mars 1992 Abstimmung - Vote
Kategorie III, Art. 68 GRN-Catégorie III, art 68RCN Für den Ordnungsantrag Marti Werner 34 Stimmen
Dagegen offensichtliche Mehrheit
Antrag der Kommission
Eintreten und Kenntnisnahme vom Bericht
Ordnungsantrag Marti Werner
Das Geschäft in Kategorie l behandeln Antrag Bäumlin
Bundesbeschluss B: Rückweisung an den Bundesrat.
Motion d'ordre Marti Werner Die Schweiz setzt den Vertrag Efta-Türkei aus, bis die Span-
Traiter l'objet en catégorie I nungen in der Region abgeklungen sind und die Türkei die
Menschenrechte einhält.
Marti Werner: Ursprünglich war dieses Geschäft in Katego-
rie V traktandiert, jetzt können wir es in Kategorie III behan- Proposition de la commission
deln. Von unserer Seite wurde im Büro ein Antrag auf Diskus- Entrer en matière et prendre acte du rapport
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion des Ständerates (Kommission) Berufsbildungsgesetz. Teilrevision
Motion du Conseil des Etats (commission) Loi sur la formation professionnelle. Révision
partielle
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 11
Séance
Seduta
Geschäftsnummer Ad 89.246
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 562-563
Page
Pagina
Ref. No 20 021 032
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