Lörrach-Weil Road Route: Court Rejects New Negotiations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered two similar postulates requesting new negotiations for the route of a road between Lörrach and Weil am Rhein. The postulates argued that environmental concerns and local attitudes had changed, necessitating a review of alternative routes that would protect the nearby river landscape. The court rejected the postulates, stating that previous extensive expert reviews had found no viable alternatives to the originally planned route. Furthermore, reopening negotiations would be seen as a delaying tactic by Germany, whose road construction preparations were in their final stages, and would risk politicizing the issue, potentially jeopardizing the existing state treaty. The court also noted that environmental protection was already incorporated into the plan through partial tunneling, and full tunneling would pose geological concerns and incur disproportionate costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertLörrach-Weil Road Route: Court Rejects New Negotiations: du canton de Baie-Ville d'examiner la possibilité de nouvelles rührte Flusslandschaft der Wiese zur Gänze schont.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
19. März 1990 499 Standesinitiative Basel-Stadt
#ST# Ad 88.210 #ST# 89.725
Postulat der Verkehrskommission Postulat Burckhardt
Strasse zwischen Lörrach Strasse zwischen Lörrach
und Weil am Rhein und Weil am Rhein
Postulat de la Commission Route entre Lörrach
des transports et du trafic et Weil am Rhein
Route entre Lörrach et Weil am Rhein
Wortlaut des Postulates vom 29. November 1989
Wortlaut des Postulates vom 13. Juli 1989 Der Bundesrat wird eingeladen (dem Regierungsrat des Kan-
Der Bundesrat wird eingeladen, dem Regierungsrat des Kan- tons Basel-Stadt zu empfehlen), angesichts des grundlegend
tons Basel-Stadt zu empfehlen, die Möglichkeit von neuen veränderten Stellenwertes des Umweltschutzes im Strassen-
Verhandlungen über die Linienführung der Zollfreistrasse zwi- bau und der sich daraus ergebenden veränderten Haltung
schen Lörrach und Weil am Rhein im Rahmen des Staatsver- weiter Kreise der Gemeinde Riehen zu prüfen, ob in nützlicher
trages vom 25. April 1977 zu prüfen. Frist mit der Bundesrepublik Deutschland Möglichkeiten ge-
funden werden können, in einem dringlichen Planungsvor-
Texte du postulat du 13 juillet 1989 gang ohne wesentlichen Zeitverlust eine machbare Alternative
Le Conseil fédéral est invité à recommander au Conseil d'Etat der Strassenführung herbeizuführen, welche die noch unbe-
du canton de Baie-Ville d'examiner la possibilité de nouvelles rührte Flusslandschaft der Wiese zur Gänze schont.
négociations tendant à un nouveau tracé de la route entre Lör-
rach et Weil am Rhein, dans le cadre de l'accord du 25 avril Texfe du postulat du 29 novembre 1989
1977." Compte tenu du fait que la protection de l'environnement joue
un rôle de plus en plus important dans la construction des rou-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit tes et que l'attitude d'une grande partie des habitants de la
Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen commune de Riehen s'en trouve modifiée, le Conseil fédéral
eine schriftliche Antwort. est invité à recommander au Conseil d'Etat du canton de
Baie-Ville de vérifier si, dans un délai raisonnable, on pourrait
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates parvenir à un accord avec l'Allemagne fédérale, qui viserait à
vom 15. November 1989 mettre en oeuvre, dans le cadre d'un processus urgent de pla-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 nification, une solution de rechange à l'actuel tracé de la route
Die Linienführung der Zollfreistrasse bildete auch nach dem de manière à ne pas défigurer le paysage encore intact des
Abschluss des Staatsvertrages zwischen der Schweiz und der alentours de la rivière Wiese.
Bundesrepublik Deutschland (1977) wiederholt Gegenstand
gründlicher Abklärungen. Zahlreiche Varianten sind dabei Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Basler, Büttiker,
auch von aussenstehenden Expertenbüros geprüft, jedoch Coutau, Dietrich, Eggly, Eisenring, Engler, Fäh, Feigenwinter,
aus wissenschaftlich-technischen Gründen verworfen wor- Fischer-Seengen, Frey Walter, Friderici, Graf, Gros, Gysin,
den. Heute steht fest, dass es zur ursprünglich vorgesehenen Hänggi, Hari, Peter, Humbel, Iten, Jeanneret, Leuba, Loeb,
Linienführung keine überzeugende Alternative gibt. Nabholz, Nebiker, Portmann, Reichling, Scheidegger, Seiler
Eine erneute Ueberprüfung alternativer Linienführungen Hanspeter, Spoerry, Steinegger, Stucky, Tschuppert, Wanner,
durch die Regierung des Kantons Basel-Stadt hat unter diesen Widmer, Wyss Paul, Zölch, Zwingli (39)
Umständen keinen Sinn und müsste zudem von Seiten der
Bundesrepublik Deutschland, deren Vorbereitungen für den Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Strassenbau sich in einer Schlussphase befinden, als Verzö- Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
gerungsmanöver gedeutet werden. Angesichts des lokalen eine schriftliche Antwort.
Widerstands, der sich heute gegen den Bau einer Zollfrei-
strasse regt, besteht bei einer erneuten Abklärung zudem das Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Risiko einer weiteren Politisierung, welcher die Einhaltung des vom 14. Februar 1990
Staatsvertrages durch die Eidgenossenschaft gefährden Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 février 1990
könnte. Der Bundesrat lehnt aus diesen Gründen das Postulat Die Linienführung der Zollfreistrasse bildete auch nach dem
ab. Abschluss des Staatsvertrages zwischen der Schweiz und der
Bundesrepublik Deutschland (1977) wiederholt Gegenstand
gründlicher. Abklärungen. Zahlreiche Varianten sind dabei
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
auch von aussenstehenden Expertenbüros geprüft, jedoch
Déclaration écrite du Conseil fédéral
aus wissenschaftlich-technischen Gründen verworfen wor-
Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
den. Heute steht fest, dass es zur ursprünglich vorgesehenen
Linienführung keine überzeugende Alternative gibt. Dem
Schutz der Umwelt hat man bei der Planung der Strasse unter
anderem dadurch Rechnung getragen, dass annähernd die
Hälfte des auf Schweizer Boden gelegenen, rund 750 Meter
langen Teilstücks untertunnelt wird. Eine vollständige Unter-
tunnelung wäre nicht nur aus geologischen Gründen (Grund-
wasserschutz) bedenklich, sondern würde auch unverhält-
nismässige Mehrkosten in der Grössenordnung von 30 bis
35 Millionen DM (Schätzung 1987) verursachen.
Eine erneute Ueberprüfung alternativer Linienführungen
durch die Regierung des Kantons Basel-Stadt hat unter diesen
Umständen keinen Sinn und müsste zudem von seilen der
Bundsesrepublik Deutschland, deren Vorbereitungen für den
Strassenbau sich in einer Schlussphase befinden, als Verzö-
gerungsmanöver gedeutet werden. Der Bundesrat lehnt aus
diesen Gründen das Postulat ab.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat der Verkehrskommission Strasse zwischen Lörrach und Weil am Rhein
Postulat de la Commission des transports et du trafic Route entre Lörrach et Weil am
Rhein
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer Ad 88.210
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1990 - 14:30
Date
Data
Seite 499-499
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Ref. No 20 018 385
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