Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB Ad-88-210 KI-generiert

Lörrach-Weil Road Route: Court Rejects New Negotiations

Geschäftsnummer VPB Ad-88-210
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court considered two similar postulates requesting new negotiations for the route of a road between Lörrach and Weil am Rhein. The postulates argued that environmental concerns and local attitudes had changed, necessitating a review of alternative routes that would protect the nearby river landscape. The court rejected the postulates, stating that previous extensive expert reviews had found no viable alternatives to the originally planned route. Furthermore, reopening negotiations would be seen as a delaying tactic by Germany, whose road construction preparations were in their final stages, and would risk politicizing the issue, potentially jeopardizing the existing state treaty. The court also noted that environmental protection was already incorporated into the plan through partial tunneling, and full tunneling would pose geological concerns and incur disproportionate costs.

Legislator-Regeste

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Lörrach-Weil Road Route: Court Rejects New Negotiations: du canton de Baie-Ville d'examiner la possibilité de nouvelles rührte Flusslandschaft der Wiese zur Gänze schont.

Schlagwörter

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Strassenbau ersuchter Staat Staatsschutz umweltrechtliche Bedenken Planungskosten Strassenverkehrsrecht
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Volltext

19. März 1990 499 Standesinitiative Basel-Stadt

#ST# Ad 88.210 #ST# 89.725

Postulat der Verkehrskommission Postulat Burckhardt

Strasse zwischen Lörrach Strasse zwischen Lörrach

und Weil am Rhein und Weil am Rhein

Postulat de la Commission Route entre Lörrach

des transports et du trafic et Weil am Rhein

Route entre Lörrach et Weil am Rhein

Wortlaut des Postulates vom 29. November 1989

Wortlaut des Postulates vom 13. Juli 1989 Der Bundesrat wird eingeladen (dem Regierungsrat des Kan-

Der Bundesrat wird eingeladen, dem Regierungsrat des Kan- tons Basel-Stadt zu empfehlen), angesichts des grundlegend

tons Basel-Stadt zu empfehlen, die Möglichkeit von neuen veränderten Stellenwertes des Umweltschutzes im Strassen-

Verhandlungen über die Linienführung der Zollfreistrasse zwi- bau und der sich daraus ergebenden veränderten Haltung

schen Lörrach und Weil am Rhein im Rahmen des Staatsver- weiter Kreise der Gemeinde Riehen zu prüfen, ob in nützlicher

trages vom 25. April 1977 zu prüfen. Frist mit der Bundesrepublik Deutschland Möglichkeiten ge-

funden werden können, in einem dringlichen Planungsvor-

Texte du postulat du 13 juillet 1989 gang ohne wesentlichen Zeitverlust eine machbare Alternative

Le Conseil fédéral est invité à recommander au Conseil d'Etat der Strassenführung herbeizuführen, welche die noch unbe-

du canton de Baie-Ville d'examiner la possibilité de nouvelles rührte Flusslandschaft der Wiese zur Gänze schont.

négociations tendant à un nouveau tracé de la route entre Lör-

rach et Weil am Rhein, dans le cadre de l'accord du 25 avril Texfe du postulat du 29 novembre 1989

1977." Compte tenu du fait que la protection de l'environnement joue

un rôle de plus en plus important dans la construction des rou-

Schriftliche Begründung - Développement par écrit tes et que l'attitude d'une grande partie des habitants de la

Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen commune de Riehen s'en trouve modifiée, le Conseil fédéral

eine schriftliche Antwort. est invité à recommander au Conseil d'Etat du canton de

Baie-Ville de vérifier si, dans un délai raisonnable, on pourrait

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates parvenir à un accord avec l'Allemagne fédérale, qui viserait à

vom 15. November 1989 mettre en oeuvre, dans le cadre d'un processus urgent de pla-

Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 nification, une solution de rechange à l'actuel tracé de la route

Die Linienführung der Zollfreistrasse bildete auch nach dem de manière à ne pas défigurer le paysage encore intact des

Abschluss des Staatsvertrages zwischen der Schweiz und der alentours de la rivière Wiese.

Bundesrepublik Deutschland (1977) wiederholt Gegenstand

gründlicher Abklärungen. Zahlreiche Varianten sind dabei Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Basler, Büttiker,

auch von aussenstehenden Expertenbüros geprüft, jedoch Coutau, Dietrich, Eggly, Eisenring, Engler, Fäh, Feigenwinter,

aus wissenschaftlich-technischen Gründen verworfen wor- Fischer-Seengen, Frey Walter, Friderici, Graf, Gros, Gysin,

den. Heute steht fest, dass es zur ursprünglich vorgesehenen Hänggi, Hari, Peter, Humbel, Iten, Jeanneret, Leuba, Loeb,

Linienführung keine überzeugende Alternative gibt. Nabholz, Nebiker, Portmann, Reichling, Scheidegger, Seiler

Eine erneute Ueberprüfung alternativer Linienführungen Hanspeter, Spoerry, Steinegger, Stucky, Tschuppert, Wanner,

durch die Regierung des Kantons Basel-Stadt hat unter diesen Widmer, Wyss Paul, Zölch, Zwingli (39)

Umständen keinen Sinn und müsste zudem von Seiten der

Bundesrepublik Deutschland, deren Vorbereitungen für den Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Strassenbau sich in einer Schlussphase befinden, als Verzö- Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

gerungsmanöver gedeutet werden. Angesichts des lokalen eine schriftliche Antwort.

Widerstands, der sich heute gegen den Bau einer Zollfrei-

strasse regt, besteht bei einer erneuten Abklärung zudem das Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Risiko einer weiteren Politisierung, welcher die Einhaltung des vom 14. Februar 1990

Staatsvertrages durch die Eidgenossenschaft gefährden Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 février 1990

könnte. Der Bundesrat lehnt aus diesen Gründen das Postulat Die Linienführung der Zollfreistrasse bildete auch nach dem

ab. Abschluss des Staatsvertrages zwischen der Schweiz und der

Bundesrepublik Deutschland (1977) wiederholt Gegenstand

gründlicher. Abklärungen. Zahlreiche Varianten sind dabei

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

auch von aussenstehenden Expertenbüros geprüft, jedoch

Déclaration écrite du Conseil fédéral

aus wissenschaftlich-technischen Gründen verworfen wor-

Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.

den. Heute steht fest, dass es zur ursprünglich vorgesehenen

Linienführung keine überzeugende Alternative gibt. Dem

Schutz der Umwelt hat man bei der Planung der Strasse unter

anderem dadurch Rechnung getragen, dass annähernd die

Hälfte des auf Schweizer Boden gelegenen, rund 750 Meter

langen Teilstücks untertunnelt wird. Eine vollständige Unter-

tunnelung wäre nicht nur aus geologischen Gründen (Grund-

wasserschutz) bedenklich, sondern würde auch unverhält-

nismässige Mehrkosten in der Grössenordnung von 30 bis

35 Millionen DM (Schätzung 1987) verursachen.

Eine erneute Ueberprüfung alternativer Linienführungen

durch die Regierung des Kantons Basel-Stadt hat unter diesen

Umständen keinen Sinn und müsste zudem von seilen der

Bundsesrepublik Deutschland, deren Vorbereitungen für den

Strassenbau sich in einer Schlussphase befinden, als Verzö-

gerungsmanöver gedeutet werden. Der Bundesrat lehnt aus

diesen Gründen das Postulat ab.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat der Verkehrskommission Strasse zwischen Lörrach und Weil am Rhein

Postulat de la Commission des transports et du trafic Route entre Lörrach et Weil am

Rhein

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1990

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 10

Séance

Seduta

Geschäftsnummer Ad 88.210

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.03.1990 - 14:30

Date

Data

Seite 499-499

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Ref. No 20 018 385

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