Copyright Law Revision: Protection of Performers and Producers
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe National Council's motion sought to ensure that a revision of copyright law would give special attention to the protection of performers, sound and visual recording producers, and broadcasting companies, incorporating elements from a prior parliamentary initiative. The Federal Council agreed to accept the motion, stating it did not unduly restrict their discretion and that the timeline for presenting a revised bill by the end of 1988 could still be met, although a consultation process would be necessary. However, the Council of States' commission recommended rejecting the motion, arguing that accepting it would implicitly endorse specific solutions from the prior initiative, which the commission had previously opposed due to a lack of consensus on the delicate balance of interests. The commission preferred to maintain maximum flexibility for both the Federal Council and the legislature in shaping the revised copyright law, particularly regarding neighboring rights. Ultimately, the Council of States accepted the commission's proposal and rejected the motion, while the Federal Council reiterated its willingness to consider the motion's intent regarding performer protection in the upcoming revision.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36 BüG, Art. 93 BGG; Copyright Law Revision: Protection of Performers and Producers: The Federal Council agreed to accept the motion, stating it did not unduly restrict their discretion and that the timeline for presenting a revised bill by the end of 1988 could still be met, although a consultation process would be necessary. However, the Council of States' commission recommended rejecting the motion, arguing that accepting it would implicitly endorse specific solutions from the prior initiative, which the commission had previously opposed due to a lack of consensus on the delicate balance of interests. The commission preferred to maintain maximum flexibility for both the Federal Council and the legislature in shaping the revised copyright law, particularly regarding neighboring rights. Ultimately, the Council of States accepted the commission's proposal and rejected the motion, while the Federal Council reiterated its willingness to consider the motion's intent regarding performer protection in the upcoming revision.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertBasis for annulment of naturalization due to concealment of facts.
Used to declare the appeal inadmissible because it was against an interlocutory decision.
Volltext
S.Dezember 1987 643 Motion des Nationalrates (Kommission)
Le président: La parole n'est plus demandée, Mme Kopp, Dabei erwähnten wir den Schutz von Interpreten und Com-
conseillère fédéral, renonce à s'exprimer. La proposition de puterprogrammen noch speziell und verlangten auch eine
la commission de transmettre l'initiative au Conseil fédéral verstärkte Kontrolle der Verwertungsgesellschaften. Im Wis-
pour rapport et propositions, ces dernières devant être sou- sen um die auseinanderklaffenden Interessen verzichteten
mises au Parlement dans le cadre de la révision envisagée wir aber bewusst auf das Festschreiben von Einzelheiten.
au code pénal, est donc acceptée. Der Nationalrat stimmte unserem Rückweisungsantrag zu.
Bei gleicher Gelegenheit behandelte er eine parlamentari-
Zustimmung - Adhésion sche Initiative von Frau Nationalrätin Morf. Frau Morf hatte
einen ausgearbeiteten Entwurf für ein Ton- und Bildschutz-
An den Nationalrat - Au Conseil national gesetz mit 33 Artikeln vorgelegt. Kommission und National-
rat kamen zur Ueberzeugung, dass dem Anliegen der Initian-
tin am besten im Rahmen der URG-Revision Rechnung
getragen -werden könnte. Deshalb gab der Nationalrat der
#ST# Ad 83.225 parlamentarischen Initiative keine Folge, überwies stattdes-
sen aber die heute traktandierte Motion.
Motion des Nationalrates Der Bundesrat war damals und ist heute noch bereit, die
(Kommission) Motion entgegenzunehmen.
Ton- und Bildschutzgesetz Weshalb kam unsere Kommission zu deren Ablehnung?
Zum einen kann man sich fragen, ob ein Text, der «einem
Motion du Conseil national Anliegen besondere Beachtung schenken» und es «berück-
(Commission) sichtigen» will, eigentlich Motions- oder ohnehin nur Postu-
Loi sur la protection des prestations latscharakter habe. Ausschlaggebend für die Ablehnung
sonores et visuelles war jedoch die vorherrschende Meinung, ein Ja zu dieser
Motion bedeute notgedrungen auch ein Ja zum Inhalt der
Beschluss des Nationalrates vom 10. Juni 1986
ihr zugrundeliegenden Initiative Morf mit ihren konkreten
Décision du Conseil national du 10 juin 1986 Lösungsvorschlägen - z. B. beim Zweitnutzungsrecht.
Gerade das lehnte aber unsere Kommission ab, weil der
Ständerat schon bei der URG-Beratung jede Vorausbindung
abgelehnt hatte. Als wir damals den Entwurf zurückwiesen,
wollten wir für den äusserst heiklen Ausgleich der Interes-
Wortlaut der Motion sen in jeder Hinsicht frei bleiben. Daran ändert nach Auffas-
Der Bundesrat wird beauftragt, bei der durch den Rückwei- sung der Kommission auch der Umstand nichts, dass inzwi-
sungsbeschluss des Ständerates nötigen Ueberarbeitung schen vieles aus dem Initiativtext von Frau Morf in den
des Urheberrechtsgesetzes dem Schutz der Interpreten, der überarbeiteten Expertentext aufgenommen wurde. Im
Ton-, Bild- und Tonbildträger sowie der Programme der Gegenteil! Ein mündlicher Zwischenbericht der Verwaltung
Sendeunternehmen besondere Beachtung zu schenken und über den Stand der Arbeiten zeigt, dass diese zwar fristge-
die wesentlichen Elemente des Entwurfes zu einem Ton- recht Ende 1987 abgeschlossen werden, dass es aber um
und Bildschutz-Gesetz (Parlamentarische Initiative Morf) zu unser seinerzeitiges Hauptanliegen, eine konsensfähige
berücksichtigen. Angesichts der kulturpolitischen Bedeu- Vorlage zu erreichen, eher schlecht gestellt ist. Dafür hat
tung des Urheberrechts ist der neue Entwurf für das Urhe- gerade auch die Ausgestaltung der Nachbarrechte im Sinne
berrechtsgesetz spätestens Ende 1988 dem Parlament vor- der heutigen Motion neue Angriffsflächen geschaffen. Für
zulegen. ihre Kommission war das ein Grund mehr, nach wie vor alle
Optionen offenzuhalten - und zwar nicht nur für den Bun-
Texte de la motion desrat - je nach Ergebnis einer neuen Vernehmlassungs-
La décision de renvoi prise par le Conseil des Etats exigeant runde-, sondern vor allem auch für den Gesetzgeber selbst.
le remaniement du projet de loi sur le droit d'auteur, le Da wir seinerzeit selbst entsprechende Forderungen auf-
Conseil fédéral est chargé d'accorder, dans le cadre de ce stellten, bedeutet die Abweisung der Motion somit schlecht-
remaniement, une attention particulière à la protection des hin kein Nein zum Interpretenschutz, sondern bloss, dass
droits des interprètes, des droits relatifs aux enregistre- wir uns im Sinne unseres damaligen eigenen, ausgewoge-
ments sur supports son, image ou son/image ainsi que des nen Rückweisungsantrags in der Ausgestaltung und im Aus-
programmes des organismes de diffusion. A cet effet, il mass eines solchen Leistungsschutzes und auch anderer
tiendra compte des principaux éléments de l'initiative parle- Forderungen volle Handlungsfreiheit bewahren wollen.
mentaire Morf (loi sur la protection des prestations sonores Ich bitte Sie daher, dem Kommissionsantrag zu folgen und
et visuelles). Vu l'importance du droit d'auteur pour la politi- die Motion abzuweisen.
que culturelle, le nouveau projet de la loi sur le droit d'au-
teur doit être présenté au Parlementa la fin de l'année 1988 Bundesrätin Kopp: Der Bundesrat hat sich im Nationalrat
au plus tard. bereit erklärt, die Motion entgegenzunehmen, weil sie ihn in
seinem Ermessen nicht übermässig eingeschränkt hätte
Frau Meier Josi, Berichterstatterin: Der Nationalrat hat diese und der Zeitplan nach Vorlage des Berichts bis Ende 1988
Motion seiner mit der Revision des URG (Urheberrechtsge- eingehalten werden kann. Wir werden allerdings bis dahin
setz) betrauten Kommission am 10. Juni 1986 überwiesen. noch ein Vernehmlassungsverfahren durchführen müssen,
Ihre ständerätliche Kommission beantragt Ihnen mit 4 zu 3 denn die geänderte Vorlage wird doch wesentlich vom
Stimmen, die Motion abzulehnen. Die Minderheit sprach ursprünglichen Antrag des Bundesrats abweichen. So oder
sich für die Ueberweisung als Postulat beider Räte aus. so wird der Interpretenschutz in die neue Vorlage eingebaut
Zuhanden der vielen neuen Ratsmitglieder erlaube ich mir, werden müssen, denn dies entsprach offensichtlich dem
auf die Vorgeschichte der Motion hinzuweisen. Unser Rat Willen Ihres Rats sowie demjenigen des Nationalrats.
hat im Oktober 1985 die grosse Revisionsvorlage zum Urhe- Ob Sie der Motion zustimmen oder nicht, Sie werden im
berrechtsgesetz an den Bundesrat zurückgewiesen, zum Laufe des Jahres 1988 Ihren Wünschen entsprechend eine
Teil nach eingehenden Anhörungen und Beratungen. Klar neue Vorlage haben, und der Zeitplan wird eingehalten
wurde, dass man meilenweit von einer Konsenschance werden. Ich überlasse es Ihrem Rat, ob Sie die Motion
entfernt war. Der Rückweisungsbeschluss enthielt einen überweisen wollen oder nicht. Aendern tut es nichts.
Auftrag. Der Bundesrat solle prüfen, wie der Schutz der
Produzenten und der verschiedenen Nutzerkreise verbes- Abgelehnt - Rejeté
sert werden könne und einen differenzierten Leistungs-
schutz in die Vorlage einbauen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion des Nationalrates (Kommission) Ton- und Bildschutzgesetz
Motion du Conseil national (Commission) Loi sur la protection des prestations sonores et
visuelles
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer Ad 83.225
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.12.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 643-643
Page
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Ref. No 20 016 089
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