Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 95-3305 KI-generiert

Swiss Federal Council on Mountain Agriculture Support

Geschäftsnummer VPB 95-3305
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Council addresses the concern that the new agricultural policy, which reduces price support and product-linked payments, might disadvantage mountain agriculture by encouraging production in more favorable locations. The Council asserts that direct payments compensate for the difficult production conditions in mountain areas, enabling them to maintain production and fulfill their landscape and settlement functions. While additional quotas are seen as an incentive to preserve the division of labor between valley and mountain farms, product-linked payments like those for fattening are being phased out because they encourage intensification. The Council plans to continue supporting mountain agriculture through non-product-linked direct payments.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 31 a und 31 b des Landwirtschaftsgesetzes; Swiss Federal Council on Mountain Agriculture Support: The Council asserts that direct payments compensate for the difficult production conditions in mountain areas, enabling them to maintain production and fulfill their landscape and settlement functions. While additional quotas are seen as an incentive to preserve the division of labor between valley and mountain farms, product-linked payments like those for fattening are being phased out because they encourage intensification. The Council plans to continue supporting mountain agriculture through non-product-linked direct payments.

Schlagwörter

KI-generiert
Landwirtschaftspolitik Produktionsquoten Erfasste Erzeugnisse Strukturfonds für die Landwirtschaft Landwirtschaftsschutzzone Direktzahlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 31 a und 31 b des Landwirtschaftsgesetzes
These articles are cited as the mechanism through which compensation is provided in mountain regions via direct payments not tied to production, as mentioned in the response to the interpellation regarding maintaining agricultural production in difficult areas.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 31 a und 31 b des Landwirtschaftsgesetzes

These articles are cited as the mechanism through which compensation is provided in mountain regions via direct payments not tied to production, as mentioned in the response to the interpellation regarding maintaining agricultural production in difficult areas.

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Volltext

Interpellation Schmied Walter 2240 N 6 octobre 1995

#ST# 95.3305 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 13. September 1995

Interpellation Gadient Rapport écrit du Conseil fédéral

du 13 septembre 1995

Arbeitsteilung zwischen Für die Landwirtschaft gewinnen Schutzfunktion und dezen-

Tal- und Bergbauern trale Besiedlung gegenüber der Produktion von Nahrungs-

mitteln im Berggebiet noch mehr an Gewicht als im Talgebiet.

Paysans de montagne et de plaine. Die Beibehaltung von Produktionsmöglichkeiten bleibt auch

Répartition des tâches im Berggebiet eine wichtige Voraussetzung für Beschäfti-

gung und Einkommenssicherung.

Die Nachteile, die diesen Gebieten aus den erschwerten Pro-

duktionsbedingungen erwachsen, werden mit Direktzahlun-

Wortlaut der Interpellation vom 22. Juni 1995 gen ausgeglichen. Dies ermöglicht es den Bergbetrieben, die

Der Bund zieht sich bekanntlich mit der neuen Agrarpolitik Produktion trotz Standortnachteilen aufrechtzuerhalten.

immer mehr aus der Produkteverwertung zurück und über- Die Zusatzkontingente schaffen einen wirksamen Anreiz, da-

lässt diese dem Markt. Das hat zwangsläufig zur Folge, dass mit die Arbeitsteilung zwischen Berg- und Talgebiet bei der

die Produktion an den günstigsten Standorten viel interes- Aufzucht beibehalten wird. Entsprechend beabsichtigt der

santer wird als in Gebieten mit erschwerten Bedingungen. Bundesrat, diese Massnahmen im Rahmen der neuen Agrar-

Damit werden die schwierigeren Gebiete immer mehr aus politik weiterzuführen.

der Produktion verdrängt. Ein wesentliches Element der Reform der Agrarpolitik be-

Längerfristig wird jedoch die Berglandwirtschaft ihre wichti- steht darin, Preisstützung und produktegebundene Beiträge

gen Funktionen (Pflege der Landschaft und Besiedlung) nur zu reduzieren, um der Tendenz zur Intensivierung der Land-

erfüllen können, wenn neben den unbestrittenen Direktzah- wirtschaft entgegenzuwirken. Diese besteht trotz vergleichs-

lungen auch ein angemessenes Produktionsvolumen in die- weise ungünstigen Produktionsbedingungen auch im Berg-

sen Gebieten erhalten bleibt. gebiet. Die Mastremontenbeiträge sind eine typische Form

Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass darum von produktegebundenen Beiträgen, welche einen Intensi-

1. die Arbeitsteilung zwischen Tal- und Bergbetrieben unbe- vierungsanreiz schaffen. Am 5. Dezember 1994 hat der Bun-

dingt erhalten oder noch ausgebaut werden muss; desrat deshalb beschlossen, die Mastremontenbeiträge nur

2. die beiden heute noch bestehenden Massnahmen (Zu- noch bis Ende 1995 auszurichten. Die Kompensation erfolgt

satzkontingente und Mastremontenbeiträge) unverändert auch im Berggebiet durch die neuen Direktzahlungen nach

beibehalten werden sollen? den Artikeln 31 a und 31 b des Landwirtschaftsgesetzes, die

Dies vor allem auch darum, weil beide Instrumente eindeutig nicht an die Produktion gebunden sind.

regionalpolitisch motiviert und damit absolut Gatt/WTO-kon-

form sind. Erklärung der Interpellantin: teilweise befriedigt

Déclaration de l'interpellatrice: partiellement satisfaite

Texte de l'interpellation du 22 juin 1995

La Confédération délaisse de toute évidence la commerciali-

sation des produits qui, de plus en plus, est gérée par les lois

de l'offre et de la demande. Fatalement, cette nouvelle politi- #ST# 95.3323

que agricole avantage sensiblement les régions dans les-

quelles la production est plus facile, évinçant de plus en plus Interpellation Schmied Walter

les régions qui connaissent des conditions de production plus Monopol der Grossverteiler

difficiles.

A plus long terme, l'agriculture de montagne ne peut remplir Monopole des grands distributeurs

ses tâches (maintien du paysage et occupation du territoire)

que si ces régions continuent à assurer un volume de produc-

tion approprié, indépendamment des paiements directs

qu'elles perçoivent. Wortlaut der Interpellation vom 23. Juni 1995

Je pose donc au Conseil fédéral les questions suivantes: Gegen 75 Prozent der von den rund 100 000 Landwirten in

1. N'est-il pas d'avis que la répartition des tâches entre les unserem Land hergestellten Güter gelangen über zwei

exploitations de plaine et de montagne doit absolument être Grossverteiler in den Detailverkauf. Die Bevölkerung ist also

maintenue, voire étendue? einer Konzentration ausgesetzt, die man in diesem Ausmass

2. Estime-t-il également que les mesures existantes (contin- nur in der Schweiz kennt.

gents supplémentaires et contributions pour animaux de re- Wir stellen dem Bundesrat folgende Fragen:

nouvellement destinés à l'engraissement) doivent être main- 1. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass die Grossverteiler

tenues sans être modifiées? im Begriffe stehen, sich im Detailhandel eine gefährliche Mo-

Ces deux instruments, qui relèvent indubitablement de la nopolstellung zu verschaffen?

politique régionale, sont absolument compatibles avec les 2. Ist er nicht der Ansicht, dass eine solche Machtkonzentra-

Accords du Gatt/OMC. tion die Sicherheit des nationalen Verteilernetzes in besorg-

niserregendem Ausmass gefährdet? Kann er angesichts ei-

ner solchen Situation in einer grösseren Krise die Garantie

Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Bezzola, Binder, für eine ausreichende Versorgung der gesamten Bevölke-

Bürgi, Columberg, Darbellay, Engler, Epiney, Eymann Chri- rung immer noch garantieren (zu denken ist z. B. an eine

stoph, Frainier, Hari, Hess Otto, Jäggi Paul, Kühne, Leu Streikbewegung in einer Grossverteilerfirma, an eine Erdöl-

Josef, Maurer, Müller, Philipona, Reimann Maximilian, Rohr- krise)?

basser, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Savary, Schenk, 3. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu prüfen,

Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, um den kleinen Detailhandelsgeschäften des Nahrungsmit-

Seiler Hanspeter, Wanner, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss telsektors wieder eine echte Chance zu geben?

William (34)

Texte de l'interpellation du 23 juin 1995

Près de 75 pour cent des marchandises produites par quel-

Schriftliche Begründung - Développement par écrit que 100 000 paysans sont vendues aux consommateurs par

Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht l'entremise de deux grands distributeurs. La population est

eine schriftliche Antwort. ainsi tributaire d'une concentration que seule la Suisse con-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Gadient Arbeitsteilung zwischen Tal- und Bergbauern

Interpellation Gadient Paysans de montagne et de plaine. Répartition des tâches

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 95.3305

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.10.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 2240-2240

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Ref. No 20 026 226

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