Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 95-3258 KI-generiert

Federal Council Upholds Ban on Political Advertising on Radio and Television

Geschäftsnummer VPB 95-3258
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The federal council rejected the lifting of the ban on political advertising on radio and television, asserting that it is still relevant for protecting democratic discourse from undue financial influence. It was reasoned that electronic media have a greater impact than print, and the ban prevents powerful financial groups from dominating political discourse and influencing editorial content, while private broadcasters are not dependent on political advertising for their survival. The council also noted that the ban aligns with constitutional requirements to consider other media, particularly the press, and that mechanisms exist to address abuses.

Legislator-Regeste

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Federal Council Upholds Ban on Political Advertising on Radio and Television: puisque, malgré une telle mesure, les prétendus groupes fi- hängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen).

Schlagwörter

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Abstimmungs- und Wahlkampf Pressefreiheit sittenwidrige Beeinflussung Senderecht verfassungsmässige Anforderung Beurlaubung wegen politischer Betätigung
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Volltext

6. Oktober 1995 N 2247 Interpellation Pini

1. Estime-t-il que l'interdiction de la publicité politique figurant das Fernsehen durch seine grosse Verbreitung und unmittel-

à l'article 18 de la loi fédérale sur la radio et la télévision bare Ansprache erwiesenermassen eine grössere Wirkung

(LRTV) est encore adaptée à notre temps? Partage-t-il l'avis auf das Publikum hat als andere Medien. Auf den Unter-

selon lequel il convient - au moins en ce qui concerne les schied zwischen der Presse und den elektronischen Medien

médias électroniques privés - de procéder à la libéralisation, bezüglich politischer Einflussnahme weist auch das Bundes-

à la déréglementation et à l'ouverture des marchés dans ce gericht in seiner gefestigten Rechtsprechung zum Schutz der

secteur? politischen Rechte hin.

2. Ne pense-t-il pas que cette interdiction empêche les mé- Das Verbot der politischen Werbung steht im übrigen auch

dias électroniques privés - qui ne jouissent pas d'un mono- mit der Bundesverfassung im Einklang, welche verlangt,

pole en matière de redevances et dont l'existence dépend dass bei der Gesetzgebung über Radio und Fernsehen «auf

exclusivement de la publicité - de bénéficier d'une impor- Stellung und Aufgabe anderer Kommunikationsmittel, vor al-

tante source de revenus? lem der Presse», Rücksicht zu nehmen sei (Art. 55bis Abs. 4

3. Étant donné que l'interdiction susmentionnée a été justi- der Bundesverfassung).

fiée, dans le message du Conseil fédéral du 28 septembre Für die vom Interpellanten angesprochene «politische Bevor-

1987 relatif à la LRTV, par le souci d'éviter que des groupes teilung von gewissen Gruppen» ist in schweizerischen Ra-

financiers puissants accaparent des avantages publicitaires, dio- und Fernsehprogrammen kein Platz. Im Radio- und

il y a lieu de se poser les questions suivantes: Fernsehgesetz sind Mittel vorgesehen, um bei derartigem

a. L'état ne fait-il pas preuve d'incohérence, voire d'arbitraire, Missbrauch gegebenenfalls einschreiten zu können (Unab-

puisque, malgré une telle mesure, les prétendus groupes fi- hängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen).

nanciers puissants ont toute liberté pour faire de la publicité

politique dans les autres médias? Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt

b. Le Conseil fédéral ne croit-il pas que les avantages que Déclaration de l'interpellateur: non satisfait

certains groupes politiques tirent en empruntant sur le plan

rédactionnel des voies détournées sont plus pernicieux pour

le fonctionnement de la démocratie qu'une publicité payante

et par là même transparente?

#ST# 95.3258

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

Interpellation Pini

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Schweizerische Verkehrspolitik

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

eine schriftliche Antwort. Interpellanza Pini

Politica svizzera dei trasporti

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Interpellation Pini

vom 30. August 1995 Politique suisse des transports

Rapport écrit du Conseil fédéral

du 30 août 1995

1. Der Bundesrat hält es für falsch, das Verbot der politischen

Werbung in Radio und Fernsehen aufzuheben. Die Gefahr,

dass finanzielle Macht in politische Macht umgemünzt wer- Wortlaut der Interpellation vom 13. Juni 1995

den kann, würde durch einen solchen Schritt verstärkt. Die Ich bitte den Bundesrat um Stellungnahme zu den folgenden

politische Meinungsbildung ist ein zentraler Wert im demo- Punkten:

kratischen Staat, sie muss vor wirtschaftlichem Einfluss so 1. Kennt der Bundesrat die Publikation von Professor Hans

weit wie möglich geschützt werden. Dieses staatspolitische Reinhard Meyer «Schweizerische Verkehrspolitik - wirt-

Prinzip darf nicht durch eine falsch verstandene Deregulie- schaftsfeindlich und europafeindlich»?

rung aufs Spiel gesetzt werden. 2. Wie stellt er sich zu dieser äusserst kritischen Untersu-

Gleichzeitig erfüllte der Gesetzgeber mit dem Verbot der po- chung?

litischen Werbung den Verfassungsauftrag, die Unabhängig- 3. Die Publikation von Professor Meyer verdient es, von der

keit der Radio- und Fernsehveranstalter zu gewährleisten Regierung geprüft und in einer Stellungnahme beurteilt zu

(vgl. Art. 55bis Abs. 3 der Bundesverfassung). Es ist nämlich werden. Zudem ist sie es wert, dass die Öffentlichkeit dar-

nicht auszuschliessen, dass politische Werbeauftraggeber über ins Bild gesetzt wird.

auch Druck auf die Gestaltung des redaktionellen Pro-

gramms ausüben. Testo dell'interpellanza del 13 giugno 1995

Ein Blick über die Grenze zeigt übrigens, dass in unseren L'interpellante chiede al Consiglio federale se è al corrente:

Nachbarländern Deutschland und Frankreich die politische 1. della pubblicazione del professore Hans Reinhard Meyer

Werbung in Radio und Fernsehen ebenfalls verboten ist. dal titolo: La politica svizzera dei trasporti «uno sperpero

2. Die werbefinanzierten privaten Radio- und Fernsehveran- delle risorse e un non senso europeo per ciò che occorre ri-

stalter sind auf die Ausstrahlung von politischer Werbung formare».

nicht angewiesen. Dies belegt der Erfolg von solchen Pro- 2. Che risposta da il Consiglio federale a questa durissima

grammen in vielen Teilen der Schweiz. Wo - vor allem in analisi critica?

Randgebieten - der Werbemarkt eng ist, sichert das Gebüh- 3. La pubblicazione del professor Meyer merita non solo una

rensplitting das wirtschaftliche Überleben von lokalen und re- considerazione governativa, con relativa risposta, ma una

gionalen Programmveranstaltern. pubblica informazione.

3. Die Presse ist nach wie vor die wichtigste politische Mei-

nungsträgerin in der Schweiz. Wurde früher im redaktionellen Texte de l'interpellation du 13 juin 1995

Teil der parteigebundenen Zeitungen Einfluss ausgeübt, so L'auteur de l'interpellation aimerait savoir:

geschieht dies heute in der parteipolitisch weitgehend neu- 1. si le Conseil fédéral connaît la publication consacrée par le

tralen Presselandschaft vor allem durch Werbung im Anzei- professeur Hans Reinhard Meyer à la politique suisse en ma-

genteil. Die Presse soll auch weiterhin das wichtigste Me- tière de transports, que M. Meyer considère comme un gas-

dium für bezahlte politische Information sein. Es ist jedoch pillage de ressources et un non-sens, qu'il convient de corri-

nicht zu bestreiten, dass finanzkräftige Gruppen ihren politi- ger, dans le contexte européen;

schen Anliegen in Zeitungen und Zeitschriften mehr Raum 2. si le Conseil fédéral a une réponse à donner à cette ana-

verschaffen können. Dieses Übergewicht würde durch die lyse très sévère et critique.

Zulassung von politischer Werbung in Radio und Fernsehen 3. L'auteur de l'interpellation estime que la publication de

noch verstärkt. Dies wäre um so stossender, als vor allem M. Meyer mérite plus qu'un examen et une réponse de la part

Interpellation Zisyadis 2248 N 6 octobre 1995

du gouvernement. Elle devrait être accessible au grand auf die Abschaffung der Tunnelgebühren die Gesellschaft,

public. die den Strassentunnel durch den Grossen St. Bernhard

gebaut hat und betreibt, übernehmen kann?

Mitunterzeichner- Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes- 2. Zieht es der Bund allenfalls vor, die Gesellschaft im Hin-

suno - Aucun blick auf den erwähnten Zweck selber zu übernehmen?

3. Gedenkt der Bund dieses im Wallis gegenwärtig angekün-

Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développe- digte Projekt zu prüfen und dazu Stellung zu nehmen?

ment par écrit

L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta Texte de l'interpellation du 13 juin 1995

scritta. L'idée est répandue par certains responsables politiques en

Valais de provoquer la suppression des péages permettant la

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates traversée du tunnel du Grand Saint-Bernard. Un tel projet

vom 30. August 1995 couperait totalement les ressources matérielles de la société

Risposta scritta del Consiglio federale d'intérêt public qui a généreusement investi travail et capi-

del 30 agosto 1995 taux dans ce tunnel et cela conduirait au chômage quelque

Rapport écrit du Conseil fédéral 40 employés. Il se trouve que l'Etat de Vaud, la Ville de Lau-

du 30 août 1995 sanne et d'autres communautés, sont au premier rang des

1. Gli organi federali sono sempre al corrente delle nuove principaux investisseurs. Le Conseil fédéral est prié de ré-

pubblicazioni scientifiche e giornalistiche che li riguardano. pondre aux questions suivantes:

Gli organi che si occupano delle questioni relative ai trasporti 1. La Confédération entend-elle assurer au canton du Valais

sono a conoscenza della pubblicazione del professer ou à la commune de Martigny les moyens financiers d'acqué-

H. R. Meyer. rir la société qui a réalisé et qui exploite le tunnel du Grand

2. In linea di principio, il Consiglio federale accetta le analisi Saint-Bernard, pour en supprimer les péages?

critiche dei risultati della sua politica e le critiche fondate sul 2. Dans les buts précités, la Confédération préfère-t-elle ac-

suo conto. Gli organi che si occupano di politica dei trasporti quérir elle-même ladite société?

devono tenere conto di interessi e di opinioni a volte anche 3. La Confédération entend-elle prendre position, après

divergenti. A questo proposito, la pubblicazione del professor étude, sur ce projet annoncé actuellement en Valais?

Meyer rappresenta un importante anche se controverso con-

tributo Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

3. La politica dei trasporti è determinata democraticamente

dalle decisioni prese dal popolo, dai Cantoni e dal Parla- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

mento. La proposta del professor Meyer di realizzare una se- L'auteur renonce au développement et demande une ré-

conda galleria autostradale attraverso il San Goliardo con- ponse écrite.

traddice una norma costituzionale approvata recentemente,

così come l'idea da lui caldeggiata di rinunciare alla NTFA è Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

in contrasto con l'accordo sul transito e con il decreto sul tran- vom 30. August 1995

sito alpino. Rapport écrit du Conseil fédéral

Il Consiglio federale è del parere che il pubblico non debba du 30 août 1995

essere informato in modo particolare su questo tipo di pubbli- Nous nous rendons compte qu'il faut réexaminer les modali-

cazioni. La critica mossa dal professor Meyer contro la poli- tés de perception de la taxe sur le transit alpin au Grand

tica dei trasporti svizzera è contenuta in un libro che è stato Saint-Bernard, ainsi que leurs répercussions sur les sociétés

pubblicato ed è quindi accessibile a tutti. Il Consiglio federale de ce tunnel. Les études ad hoc sont en cours; grâce à elles,

precisa che una critica dettagliata di quest'opera non è un le projet de taxe sur le transit alpin, qui sera soumis en con-

suo compito prioritario. sultation au début de l'année prochaine, fournira les informa-

tions voulues. A l'heure actuelle, nous pouvons donner les ré-

Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt ponses suivantes aux questions posées:

Déclaration de l'interpellateur: non satisfait 1.12. L'Office fédéral des transports entretient des contacts

réguliers avec le canton du Valais et les sociétés du Grand

Saint-Bernard (Sisex, Tunnel SA et Sitrasb). Avec leurs re-

cettes, les deux sociétés d'exploitation nationales exploitent

et entretiennent parfaitement le tunnel. A ce jour, ni les res-

#ST# 95.3260 ponsables du canton du Valais, ni ceux des sociétés du tun-

nel n'ont demandé que celui-ci soit repris par les pouvoirs pu-

Interpellation Zisyadis blics en vue de supprimer le péage. Cela étant, une telle

solution n'est pas prioritaire à l'heure actuelle. Par ailleurs, la

Tunnel Grosser St. Bernhard Sisex étant une société mixte italo-suisse, elle ne pourra pas

und Walliser Projekte être reprise facilement par une collectivité suisse.

3. L'intervention valaisanne précitée, à savoir intégrer le tun-

Tunnel du Grand Saint-Bernard nel dans le réseau des routes principales et supprimer le

et projets valaisans péage pour le trafic voyageurs touristique en contrepartie de

l'introduction de la taxe sur le transit alpin, contraindrait le

canton du Valais à assurer lui-même l'entretien et l'exploita-

tion du tunnel, vu la loi fédérale concernant l'utilisation du

Wortlaut der Interpellation vom 13. Juni 1995 produit des droits d'entrée sur les carburants. Or, une telle

Gewisse Walliser Politiker propagieren die Idee, man solle mesure grèverait lourdement les finances du canton. Pour le

die Tunnelgebühren für den Strassentunnel durch den Gros- reste, veuillez vous référer à notre réponse à la question or-

sen St. Bernhard abschaffen. Ein derartiges Projekt würde dinaire Couchepin du 6 juin 1995 (95.1046).

die gemeinnützige Gesellschaft, die in grosszügiger Weise

Arbeit und Kapital in diesen Tunnel investiert hat, um ihre Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt

Einnahmequelle bringen und rund 40 Angestellte arbeitslos Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait

machen. Der Kanton Waadt, die Stadt Lausanne und weitere

Gemeinden gehören zu den Hauptinvestoren.

Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:

1. Gedenkt der Bund die finanziellen Mittel zuzusichern, da-

mit der Kanton Wallis bzw. die Gemeinde Martigny im Hinblick

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Pini Schweizerische Verkehrspolitik

Interpellation Pini Politique suisse des transports

Interpellanza Pini Politica svizzera dei trasporti

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 95.3258

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.10.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 2247-2248

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Pagina

Ref. No 20 026 233

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