Wealth Concentration and Statistical Data for Tax Policy
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns the concentration of wealth and the improvement of statistics. The interpellation asks if insufficient statistical data on large fortunes leads to underestimation of social injustices and a potential imbalance in democracy, and whether more precise data could inform tax policy. The Federal Council acknowledges the need for better statistics and outlines ongoing projects, including a study on poverty and a household survey, to gather more comprehensive data on income and wealth distribution, noting that while current statistics are imperfect, they do indicate significant wealth inequality, with a small percentage of taxpayers holding a large portion of the net wealth.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Absatz, Art. 68 UVG, Art. 66 noch, Art. 66 al. 3 UVG, Art. 10ff. UVG; Wealth Concentration and Statistical Data for Tax Policy: The interpellation asks if insufficient statistical data on large fortunes leads to underestimation of social injustices and a potential imbalance in democracy, and whether more precise data could inform tax policy. The Federal Council acknowledges the need for better statistics and outlines ongoing projects, including a study on poverty and a household survey, to gather more comprehensive data on income and wealth distribution, noting that while current statistics are imperfect, they do indicate significant wealth inequality, with a small percentage of taxpayers holding a large portion of the net wealth.
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KI-generiertCited to allow new professional association insurances if they guarantee the insurance benefits.
Cited as the basis for the insurance benefits that new professional association insurances must guarantee.
Cited to distinguish between insurers that provide mandatory accident insurance for businesses not listed in Art. 66 para. 1 UVG.
Volltext
Interpellation Aguet 2214 N 6 octobre 1995
#ST# 95.3182 Wie in vielen anderen Industrieländern zeigen die Suizidra-
ten der letzten Jahre vor allem bei jungen Erwachsenen eine
Interpellation Weyeneth leicht steigende Tendenz. Im internationalen Vergleich weist
die Schweiz hohe Suizidraten auf.
Selbstmordraten. Senkung Angesichts der grossen Häufigkeit der Suizide in unserem
Prévention du suicide Land sollte die Verhütung von Suizid und Suizidversuchen
eine hohe Priorität im Gesundheitswesen erhalten - eine
Aufgabe, die angesichts der hohen Komplexität dieses Pro-
blems nicht mit einfachen Interventionen bewältigt werden
kann. Diese Aufgabe liegt in erster Linie bei den Kantonen,
Wortlaut der Interpellation vom 24. März 1995 welche für die allgemeine Gesundheitsversorgung und -för-
Der Bundesrat wird eingeladen, die folgenden Fragen zu be- derung die Verantwortung tragen.
antworten:
Auf Bundesebene unterstützt das Bundesamt für Gesund-
- Ist sich der Bundesrat der hohen Selbstmordraten, beson- heitswesen (BAG) verschiedene Projekte zur Suizidpräven-
ders bei Jugendlichen, bewusst? tion. So führt das BAG in Zusammenarbeit mit der Verbin-
-Teilt der Bundesrat die Meinung des Interpellanten, dass dung der Schweizer Ärzte (FMH) seit 1993 eine nationale
die Verhinderung von Suizidfällen eine öffentliche Aufgabe Aktion zum Thema Krise und Suizid durch. Ziel ist, die Kom-
darstellt? petenz der Hausärzte bei der Früherkennung von Suizid-
- Sieht der Bundesrat Möglichkeiten, seitens des Bundes zur signalen zu erhöhen. Zu den weiteren Projekten gehört auch
Senkung dieser aussergewöhnlich hohen Selbstmordraten in das vom Biga unterstützte Suizidpräventionsprojekt der Cari-
unserem Land beizutragen? Wenn ja, welche? tas, bei dem arbeitslose Personen aus dem Sozialbereich in
- Erwägt der Bundesrat, zusammen mit den kantonalen Sa- Fragen der Suizidprävention weitergebildet werden.
nitätsdirektionen und/oder den Erziehungsdirektionen Mass- Die meisten Kantone führen seit Jahren Programme zur Prä-
nahmen zur Suizidprävention zu prüfen und einzuführen? vention und Gesundheitsförderung in der Schule durch, und
das BAG hat die Schule als einen Schwerpunktbereich für die
Texte de l'interpellation du 24 mars 1995 Suchtprävention definiert. Alle Massnahmen und Pro-
Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan- gramme, welche die Stärkung der Persönlichkeit und der so-
tes: zialen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern,
- Est-il conscient du fait que le taux de suicide en Suisse est können zur Suizidverhütung beitragen. Zur Suizidverhütung
élevé, surtout parmi les jeunes? gehören aber auch Projekte, welche in der Umwelt ansetzen
- Pense-t-il comme moi que la prévention du suicide est une und dort die Sensibilisierung für psychische Probleme und die
tâche qui incombe aux pouvoirs publics? Fähigkeiten zur Früherkennung fördern, z. B. in der Familie,
- Voit-il comment la Confédération pourrait faire diminuer ce am Arbeitsplatz, im Freizeitverein oder in der Schule.
taux extrêmement élevé? Bund, Kantone und private Organisationen arbeiten im Be-
- Pense-t-il prendre des mesures avec les directions canto- reich Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention in der
nales des affaires sanitaires ou de l'instruction publique, gemeinsam getragenen Schweizerischen Stiftung für Ge-
voire avec les deux, afin de renforcer la prévention du sui- sundheitsförderung zusammen. Das Aktionsprogramm die-
cide? ser Stiftung sieht als prioritären Förderungsbereich für die
kommenden Jahre die Gesundheitsförderung am Arbeits-'
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun platz, bei Jugendlichen sowie die Krebsprävention vor. Ge-
rade die ersten beiden Prioritäten sind geeignet, die Thematik
Schriftliche Begründung - Développement par écrit der Suizidverhütung aufzunehmen. Das BAG, das in dieser
Pro Jahr sterben gegen 1500 Menschen durch Suizid, viele Stiftung aktiv ist, wird sich in diesem Rahmen für die Suizid-
davon sind Jugendliche und junge Erwachsene. Die Zahl der verhütung einsetzen.
Suizidtoten in unserem Land ist damit wesentlich höher als
diejenige der Verkehrstoten. Letztere wurde übrigens über Erklärung des Interpellanten: befriedigt
Jahre hinweg durch präventive Massnahmen kontinuierlich Déclaration de l'interpellateur: satisfait
gesenkt und war früher ebenso hoch wie die Zahl der Suizid-
toten.
- Die Schweiz ist damit eines der Länder mit besonders ho-
hen Suizidraten.
- Im Gesundheitsbericht der Schweiz, welcher im letzten
Jahr erschien, wird im Kapitel 2.3 darauf hingewiesen, dass #ST# 95.3242
unser Land unter den westlichen Ländern die höchsten Sui-
zidraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat. Interpellation Aguet
- In der Schweiz rechnen wir jährlich mit 10 000 bis 12 000
Suizidversuchen, welche zu medizinischer Behandlung füh- Vermögenskonzentration.
ren; die Mehrzahl sind Jugendliche und junge Erwachsene. Verbesserung der Statistiken
Auslöser suizidaler Krisen sind meist Konflikte mit wichtigen
Bezugspersonen, zum Beispiel mit den Eltern, den Lehrern, Concentration de la fortune.
den Lehrmeistern, dem Freund oder der Freundin. Amélioration des statistiques
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 27. Juni 1995
Rapport écrit du Conseil fédéral Wortlaut der Interpellation vom 8. Juni 1995
du 27 juin 1995 Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:
Der Bundesrat ist sich der hohen Suizidsterblichkeit in der 1. Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass die ungenügen-
Schweiz, insbesondere bei Jugendlichen, bewusst. 1993 den statistischen Angaben über die grossen Vermögen uns
starben insgesamt 1010 Männer und 406 Frauen an Suizid. dazu verleiten, die sozialen Ungerechtigkeiten zu unterschät-
1993 starben in der Altersgruppe der 15- bis 24jährigen 132 zen?
junge Menschen durch Selbsttötung. Das ist nach den Ver- 2. Droht die Vermögenskonzentration nicht, unsere Demo-
kehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache in dieser Al- kratie aus dem Gleichgewicht zu bringen?
tersgruppe. Die genaue Zahl der Suizidversuche kann nicht 3. Würden sich genauere Zahlen in diesem Bereich nicht da-
erhoben werden, die Dunkelziffer dürfte indessen um ein für eignen, in bezug auf die Steuerpolitik unseres Landes
Mehrfaches höher sein als die Zahl der Suizide. Korrekturen anzubringen?
6. Oktober 1995 N 2215 Interpellation Aguet
4. Besteht nicht die Gefahr, dass diese unzureichenden Sta- une des tâches prioritaires de l'Etat est de s'occuper des cou-
tistiken auf der einen Seite zur weiteren Benachteiligung der ches socialement défavorisées et de prendre les mesures
Armen bis zur gesellschaftlichen Deklassierung und Isolie- appropriées.
rung und auf der anderen Seite zur Stärkung der Privilegier- Pour élaborer et mettre en oeuvre sa politique, l'Etat a besoin
ten beitragen? de données de base spécifiques et aussi fiables que possi-
5. Könnte dem Bundesamt für Statistik und dem Schweizeri- ble. Il lui faut donc disposer d'informations étendues pour me-
schen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen ner sa politique de manière ciblée et efficace. La question de
Forschung nicht der Auftrag erteilt werden, diese Realität zu la pauvreté est indissociable de celle de la richesse; il s'agit
erfassen? d'un domaine où la répartition individuelle des revenus et de
la fortune joue un rôle essentiel.
Texte de l'interpellation du 8 juin 1995 Comme le Conseil fédéral l'a déclaré en répondant à l'inter-
Je pose au Conseil fédéral les questions suivantes: pellation Spoerry (95.3049), datée du 2 février 1995 et intitu-
1. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que cette insuffisance lée «Coordination des données concernant la classe
statistique nous condamne à sous-estimer les inégalités? moyenne», il existe certes des données de cette nature en
2. La concentration de la fortune n'est-elle pas de nature à Suisse, mais soit elles sont lacunaires, soit elles ne sont plus
déséquilibrer notre Etat démocratique? tout à fait actuelles. On citera en premier lieu les statistiques
3. Des chiffres plus précis dans ces domaines ne seraient-ils établies à partir des déclarations d'impôt. Il s'agit, pour l'en-
pas de nature à corriger un peu la politique fiscale du pays? semble de la Suisse, de la statistique de l'impôt fédéral direct
4. Les insuffisances statistiques ne risquent-elles pas d'en- (produite par l'Administration fédérale des contributions), qui
courager les handicaps d'un côté, facteurs de dévalorisation donne la répartition des revenus nets des personnes physi-
et d'exclusion, et de renforcer d'un autre côté les privilèges? ques, par classe de revenus et par catégorie socioprofes-
5. Une mission ne pourrait-elle pas être donnée à l'Office fé- sionnelle. Ces données sont également disponibles au ni-
déral de la statistique et au Fonds national suisse de la re- veau régional.
cherche scientifique pour appréhender cette réalité? En ce qui concerne la répartition de la fortune, l'Administra-
tion fédérale des contributions établit tous les dix ans environ
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumann Ruedi, Bègue- (la dernière fois en 1991), en collaboration avec les cantons,
lin, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Danuser, de des données sur la fortune nette par classe de fortune. Les
Dardel, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, chiffres cantonaux sont également publiés.
Cross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Ces dernières années, certains cantons et certaines villes
Jeanprétre, Jori, Leemann, Marti Werner, Rechsteiner, Ruffy, ont réalisé des enquêtes spéciales portant le plus souvent
Strahm Rudolf, Zbinden (23) sur la pauvreté. Il n'existe par contre que quelques rares étu-
des sur la répartition des revenus et de la fortune en Suisse.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Les plus connues ont paru dans le livre intitulé «Der Sozial-
Le revenu intérieur brut continue d'augmenter alors que les staat unter der Lupe» (R. L. Frey et R. L. Leu, Der Sozialstaat
salaires et les finances des caisses publiques ne cessent de unter der Lupe, Helbing & Lichtenhahn, Baie/Francfort 1988)
se détériorer. On note dans tous nos pays de l'OCDE une et reposent sur un relevé des données de 1982. Cet ouvrage
forte progression des revenus du capital au cours de ces an- pose certes la question spécifique de la pauvreté, mais son
nées de crise. Le Centre d'étude des revenus et des coûts en analyse porte en fait sur la répartition des revenus et de la
France affirme, par exemple, qu'il convient «de multiplier par fortune, y compris la redistribution des revenus, entre toutes
1,5 à 2 le revenu des professions indépendantes pour obtenir les couches de la population. Il en ressort que les mesures
une approximation satisfaisante de la réalité». fiscales et politicio-sociales de l'Etat produisent les effets es-
Alors que les recherches sur les pauvres n'ont cessé de se comptés. Les auteurs constatent que les classes les plus dé-
multiplier, celles sur les riches se comptent sur les doigts favorisées obtiennent plus de l'Etat qu'elles ne doivent lui
d'une main. A l'abri des regards indiscrets, la haute société verser et que c'est l'inverse qui se produit pour les classes
demeure une terre inconnue des sciences sociales, écrit le plus fortunées (voir le chapitre «Budgetinzidenz: Wer profi-
«Monde diplomatique» de février 1995. tiert von den öffentlichen Leistungen und wer zahlt dafür?»;
Tant que les revenus des caisses publiques nous permet- voir également B. Buhmann: «Wohlstand und Armut in der
taient de développer la politique sociale, tant que le nombre Schweiz», éd. Rüegger, Coire/Zurich 1988).
des pauvres diminuait, tant que la classe moyenne y trouvait Compte tenu des explications fournies plus haut, on peut en-
son compte, sûrement n'était-il pas nécessaire de s'intéres- core ajouter que la statistique fiscale susmentionnée de 1991
ser de trop près à l'accumulation de la fortune, des privilèges, met en évidence une répartition très inégale de la fortune
du pouvoir et du prestige en quelques mains. Cette situation nette: environ un tiers des contribuables n'avaient aucune
étant fort différente, il convient maintenant de s'intéresser da- fortune nette, tandis que 5 pour cent des contribuables pos-
vantage à ces cavernes d'Ali Baba. sédaient plus de la moitié de la fortune (nette) totale. On sait
que cette statistique ne tient pas compte de certains élé-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates ments de la fortune, mais il n'est guère possible de dire si elle
vom 16. August 1995 sous-estime les disparités effectives.
Rapport écrit du Conseil fédéral Indépendamment de l'ampleur de ces disparités, l'Etat a pour
du 16 août 1995 tâche fondamentale d'assurer une plus grande justice so-
Lorsque l'on considère les différents aspects de l'économie, ciale. Toute politique sociale et fiscale moderne doit avoir
on ne s'intéresse pas seulement à la croissance économi- pour but de corriger les trop grandes disparités par le biais de
que, c'est-à-dire à l'augmentation des biens et des services la recherche d'un consensus politique. L'étude sur l'Etat so-
disponibles, mais également à la manière dont ces biens sont cial citée plus haut aboutit dans ce contexte à des conclu-
répartis entre les couches de la population, ou, en d'autres sions positives, du moins en ce qui concerne la répartition
termes, à la manière dont ces dernières ont accès à ces ri- verticale des revenus. Pour ce qui est de la répartition de la
chesses. Dans une économie de marché de type social, il fortune, les compétences de la Confédération sont limitées; il
s'agit aussi de répartir les revenus et la fortune le plus équi- convient toutefois de signaler les mesures prises récemment
tablement possible. dans le domaine des 2e et 3e piliers, qui visent à faciliter l'ac-
Le Conseil fédéral reconnaît que, comme le fait remarquer cès à la propriété. Plusieurs cantons ont pris des mesures de
l'auteur de l'interpellation, ce sont les couches les plus pau- soutien comparables. En outre, des efforts sont entrepris en
vres de la population qui font principalement l'objet de recher- vue d'assurer une meilleure harmonisation fiscale.
ches sociologiques. Ces dernières années, la question de la Le Conseil fédéral partage l'avis de l'auteur de l'interpellation
pauvreté a davantage occupé le devant de la scène politique, quant à la nécessité de disposer de nouvelles statistiques
bien peu d'études approfondies ayant porté sur les classes plus détaillées. Il rappelle dans ce contexte l'existence de
fortunées. Cela se comprend et se justifie dans la mesure où deux projets en cours. Le premier est une étude sur la pau-
Interpellation Borer Roland 2216 N 6 octobre 1995
vreté menée à l'heure actuelle par l'Université de Berne et fi- sociation syndicale comme étant des associations profes-
nancée par le Fonds national suisse de la recherche scienti- sionnelles, afin que leurs membres disposent d'une autre
fique et par l'administration fédérale. Bien que cette étude possibilité que l'affiliation obligatoire à la CNA?
porte principalement sur la pauvreté, les données relevées
(comme celles de 1982) couvrent la totalité de la répartition Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Bezzola, Binder,
des revenus et de la fortune de sorte qu'elles devraient per- Blocher, Bortoluzzi, Dreher, Fehr, Friderici Charles, Früh,
mettre de tirer des conclusions sur toutes les couches de la Giezendanner, Hari, Hess Otto, Jaeger, Jaggi Paul, Jenni
population. Le deuxième projet, qui fait partie du programme Peter, Kern, Maurer, Miesch, Moser, Müller, Neuenschwan-
d'enquêtes auprès des ménages de l'Office fédéral de la sta- der, Philipona, Reimann Maximilian, Sandoz, Schenk, Scher-
tistique, concerne les conditions de vie et les disparités socia- rer Jürg, Scherrer Werner, Schmid Samuel, Seiler
les. Prévue pour 1996, cette enquête renseignera entre Hanspeter, Stamm Luzi, Steffen, Steinemann, Vetterli,
autres sur la répartition des revenus et de la fortune au sein Weyeneth, Wyss William (35)
de la population et sur l'importance des transferts sociaux.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Europaweit, einschliesslich der Schweiz, sind Bestrebungen
Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait im Gange, das Versicherungswesen zu liberalisieren. Kar-
telle, Monopole und weitere markthemmende Faktoren wer-
den dabei kritisch hinterfragt und meistens abgeschafft. Als
Beispiel für eine Systemänderung zu «mehr Markt», die in er-
ster Linie den Versicherten dient, sei die Liberalisierung der
#ST# 95.3255 Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung erwähnt.
Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung sind sol-
Interpellation Borer Roland che Bestrebungen nicht zu erkennen. Obwohl in Artikel 58
Liberalisierung der Unfallversicherung UVG explizit «andere zugelassene Versicherer» erwähnt
werden und Artikel 66 Absatz 3 UVG private Unfallversiche-
Libéralisation de l'assurance-accidents rungseinrichtungen eines Berufsverbandes als Versicherer
nennt, stellen solche doch die Ausnahme dar. Meines Wis-
sens gibt es bis heute nur den «Versicherungsverband
Schweizer Metzgermeister», der als Berufsverbandsversi-
Wortlaut der Interpellation vom 12. Juni 1995 cherung bezeichnet werden kann. Gesamthaft gesehen kann
Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fra- festgestellt werden, dass in der heutigen Situation die Suva
gen: als öffentlich-rechtliche Anstalt ein Monopol geniesst, das
1. Erachtet der Bundesrat ein Versicherungsmonopol, wie es meines Erachtens in einem liberalen und deregulierten Markt
der Suva gewährt wird, als zeitgemäss, oder gehört zu einem nicht mehr zeitgemäss ist.
deregulierten und liberalisierten Markt nicht auch der Dienst- Es kommt dazu, dass die Anpassung der Suva-Prämien auf
leistungsbereich der Unfallversicherungen? den I.Januar 1995 im Bereich der Nichtberufsunfallversi-
2. Ist der Bundesrat bereit, das Monopol der Suva im Unfall- cherung vor allem deshalb zu massiver Kritik geführt hat, weil
versicherungsbereich aufzuheben und diesen Versiche- durch die gesetzlich legitimierte Besitzstandwahrung gegen-
rungszweig für weitere Anbieter zu öffnen? über der Suva ein Wechsel zu einer eventuell günstigeren
3. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass eventuell Versicherung verunmöglicht wurde.
notwendige Prämienerhöhungen durch die Versicherten eher
akzeptiert würden, wenn der Markt spielen würde, d. h., Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
wenn bei einem allfälligen Anheben der Prämien ein Wechsel vom 16. August 1995
zu anderen Versicherern möglich wäre? Rapport écrit du Conseil fédéral
4. Ist der Bundesrat bereit, neue Berufsverbandsversiche- du 16 août 1995
rungen gemäss Artikel 66 Absatz 3 des Unfallversicherungs- Die Arbeitnehmer der in Artikel 66 Absatz 1 UVG aufgeführ-
gesetzes (UVG) zuzulassen, wenn diese die Versicherungs- ten Betriebe sind von Gesetzes wegen bei der Schweizeri-
leistungen gemäss Artikel 10ff. UVG garantieren können? schen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen Unfälle und
5. Wäre der Bundesrat bereit, auch Verbände wie z. B. den Berufskrankheiten versichert. Für die betreffenden Betriebe
Schweizerischen Gewerbeverband oder einen Arbeitneh- besteht kein Wahlrecht. Auf der anderen Seite können die
merverband wie einen Berufsverband anzuerkennen, damit Betriebe, die nicht in Artikel 66 Absatz 1 UVG aufgeführt
deren Mitglieder eine Alternative zur staatlich verordneten sind, ihre Unfallversicherung nicht bei der Suva abschlies-
Zwangsversicherung bei der Suva hätten? sen, und sie müssen einen privaten UVG-Versicherer, eine
Krankenkasse oder eine öffentliche Unfallversicherungs-
Texte de l'interpellation du 12 juin 1995 kasse wählen (Versicherer nach Art. 68 UVG). Hiermit haben
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivan- sowohl die Suva als auch die übrigen UVG-Versicherer einen
tes: vom Gesetz umschriebenen Tätigkeitsbereich zugewiesen
1. Pense-t-il qu'un monopole tel que celui dont jouit la CNA erhalten. Von der Suva erstellte Unterlagen dokumentieren,
correspond aux réalités de notre époque? Le secteur de l'as- dass Arbeitnehmer der bei ihr versicherten Betriebe bei der
surance-accidents ne devrait-il pas lui aussi être dérégle- Arbeit und auch in der Freizeit durchschnittlich mehr und teu-
menté et libéralisé? rere Unfälle (überdurchschnittliches Unfallrisiko) verursa-
2. Est-il prêt à abolir le monopole de la CNA en matière d'as- chen als Arbeitnehmer der bei den Versicherern nach
surance-accidents et à ouvrir cette branche d'assurance à Artikel 68 UVG versicherten Betriebe. Dies hat zur Folge,
d'autres institutions? dass die bei der Suva versicherten Betriebe und deren Ar-
3. Ne pense-t-il pas que, le cas échéant, les assurés accep- beitnehmer in der Regel höhere Prämien bezahlen müssen
teraient plus facilement de nouvelles augmentations de pri- als die übrigen Betriebe und deren Arbeitnehmer.
mes si la concurrence régnait sur le marché, c'est-à-dire s'ils Bei der Beantwortung der Frage, ob das heutige Konzept der
avaient la possibilité de changer d'assureur en cas de hausse Durchführung der Unfallversicherung unter den Gesichts-
des primes? punkten der Deregulierung und Liberalisierung des Marktes
4. Est-il disposé à autoriser, comme le prévoit l'article 66 noch zeitgemäss sei, ist insbesondere darauf hinzuweisen,
alinéa 3 LAA, de nouvelles institutions d'assurance d'asso- dass die Unfallversicherung nach UVG eine Sozialversiche-
ciations professionnelles s'il est garanti que ces institutions rung ist. Als solche kommen bei ihr Solidaritätselemente zum
peuvent fournir les prestations d'assurance visées aux Tragen, die von einer rein privaten Versicherung nicht zu be-
articles 10 et suivants de cette loi? rücksichtigen sind. Aus diesem Grund ist es nicht möglich,
5. Serait-il prêt à reconnaître par exemple l'Usam ou une as- die in der Privatversicherung angestrebte Deregulierung und
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Aguet Vermögenskonzentration. Verbesserung der Statistiken
Interpellation Aguet Concentration de la fortune. Amélioration des statistiques
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3242
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 06.10.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 2214-2216
Page
Pagina
Ref. No 20 026 201
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