Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 95-3182 KI-generiert

Swiss Suicide Prevention Initiatives

Geschäftsnummer VPB 95-3182
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss government acknowledged the high suicide rates, particularly among young people, and affirmed that suicide prevention is a public health responsibility. The Federal Council detailed ongoing federal initiatives, including supporting doctor training in early detection, providing training for social workers, and collaborating with cantons and private organizations on school-based prevention programs and general health promotion, recognizing that efforts to strengthen personal and social competencies can contribute to reducing suicides.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Swiss Suicide Prevention Initiatives: - Voit-il comment la Confédération pourrait faire diminuer ce am Arbeitsplatz, im Freizeitverein oder in der Schule.

Schlagwörter

KI-generiert
Jugend Gesundheitswesen Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands Recht auf Selbstbestimmung Privatschule
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Volltext

Interpellation Aguet 2214 N 6 octobre 1995

#ST# 95.3182 Wie in vielen anderen Industrieländern zeigen die Suizidra-

ten der letzten Jahre vor allem bei jungen Erwachsenen eine

Interpellation Weyeneth leicht steigende Tendenz. Im internationalen Vergleich weist

die Schweiz hohe Suizidraten auf.

Selbstmordraten. Senkung Angesichts der grossen Häufigkeit der Suizide in unserem

Prévention du suicide Land sollte die Verhütung von Suizid und Suizidversuchen

eine hohe Priorität im Gesundheitswesen erhalten - eine

Aufgabe, die angesichts der hohen Komplexität dieses Pro-

blems nicht mit einfachen Interventionen bewältigt werden

kann. Diese Aufgabe liegt in erster Linie bei den Kantonen,

Wortlaut der Interpellation vom 24. März 1995 welche für die allgemeine Gesundheitsversorgung und -för-

Der Bundesrat wird eingeladen, die folgenden Fragen zu be- derung die Verantwortung tragen.

antworten:

Auf Bundesebene unterstützt das Bundesamt für Gesund-

- Ist sich der Bundesrat der hohen Selbstmordraten, beson- heitswesen (BAG) verschiedene Projekte zur Suizidpräven-

ders bei Jugendlichen, bewusst? tion. So führt das BAG in Zusammenarbeit mit der Verbin-

-Teilt der Bundesrat die Meinung des Interpellanten, dass dung der Schweizer Ärzte (FMH) seit 1993 eine nationale

die Verhinderung von Suizidfällen eine öffentliche Aufgabe Aktion zum Thema Krise und Suizid durch. Ziel ist, die Kom-

darstellt? petenz der Hausärzte bei der Früherkennung von Suizid-

- Sieht der Bundesrat Möglichkeiten, seitens des Bundes zur signalen zu erhöhen. Zu den weiteren Projekten gehört auch

Senkung dieser aussergewöhnlich hohen Selbstmordraten in das vom Biga unterstützte Suizidpräventionsprojekt der Cari-

unserem Land beizutragen? Wenn ja, welche? tas, bei dem arbeitslose Personen aus dem Sozialbereich in

- Erwägt der Bundesrat, zusammen mit den kantonalen Sa- Fragen der Suizidprävention weitergebildet werden.

nitätsdirektionen und/oder den Erziehungsdirektionen Mass- Die meisten Kantone führen seit Jahren Programme zur Prä-

nahmen zur Suizidprävention zu prüfen und einzuführen? vention und Gesundheitsförderung in der Schule durch, und

das BAG hat die Schule als einen Schwerpunktbereich für die

Texte de l'interpellation du 24 mars 1995 Suchtprävention definiert. Alle Massnahmen und Pro-

Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan- gramme, welche die Stärkung der Persönlichkeit und der so-

tes: zialen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern,

- Est-il conscient du fait que le taux de suicide en Suisse est können zur Suizidverhütung beitragen. Zur Suizidverhütung

élevé, surtout parmi les jeunes? gehören aber auch Projekte, welche in der Umwelt ansetzen

- Pense-t-il comme moi que la prévention du suicide est une und dort die Sensibilisierung für psychische Probleme und die

tâche qui incombe aux pouvoirs publics? Fähigkeiten zur Früherkennung fördern, z. B. in der Familie,

- Voit-il comment la Confédération pourrait faire diminuer ce am Arbeitsplatz, im Freizeitverein oder in der Schule.

taux extrêmement élevé? Bund, Kantone und private Organisationen arbeiten im Be-

- Pense-t-il prendre des mesures avec les directions canto- reich Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention in der

nales des affaires sanitaires ou de l'instruction publique, gemeinsam getragenen Schweizerischen Stiftung für Ge-

voire avec les deux, afin de renforcer la prévention du sui- sundheitsförderung zusammen. Das Aktionsprogramm die-

cide? ser Stiftung sieht als prioritären Förderungsbereich für die

kommenden Jahre die Gesundheitsförderung am Arbeits-'

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun platz, bei Jugendlichen sowie die Krebsprävention vor. Ge-

rade die ersten beiden Prioritäten sind geeignet, die Thematik

Schriftliche Begründung - Développement par écrit der Suizidverhütung aufzunehmen. Das BAG, das in dieser

Pro Jahr sterben gegen 1500 Menschen durch Suizid, viele Stiftung aktiv ist, wird sich in diesem Rahmen für die Suizid-

davon sind Jugendliche und junge Erwachsene. Die Zahl der verhütung einsetzen.

Suizidtoten in unserem Land ist damit wesentlich höher als

diejenige der Verkehrstoten. Letztere wurde übrigens über Erklärung des Interpellanten: befriedigt

Jahre hinweg durch präventive Massnahmen kontinuierlich Déclaration de l'interpellateur: satisfait

gesenkt und war früher ebenso hoch wie die Zahl der Suizid-

toten.

- Die Schweiz ist damit eines der Länder mit besonders ho-

hen Suizidraten.

- Im Gesundheitsbericht der Schweiz, welcher im letzten

Jahr erschien, wird im Kapitel 2.3 darauf hingewiesen, dass #ST# 95.3242

unser Land unter den westlichen Ländern die höchsten Sui-

zidraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat. Interpellation Aguet

- In der Schweiz rechnen wir jährlich mit 10 000 bis 12 000

Suizidversuchen, welche zu medizinischer Behandlung füh- Vermögenskonzentration.

ren; die Mehrzahl sind Jugendliche und junge Erwachsene. Verbesserung der Statistiken

Auslöser suizidaler Krisen sind meist Konflikte mit wichtigen

Bezugspersonen, zum Beispiel mit den Eltern, den Lehrern, Concentration de la fortune.

den Lehrmeistern, dem Freund oder der Freundin. Amélioration des statistiques

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 27. Juni 1995

Rapport écrit du Conseil fédéral Wortlaut der Interpellation vom 8. Juni 1995

du 27 juin 1995 Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:

Der Bundesrat ist sich der hohen Suizidsterblichkeit in der 1. Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass die ungenügen-

Schweiz, insbesondere bei Jugendlichen, bewusst. 1993 den statistischen Angaben über die grossen Vermögen uns

starben insgesamt 1010 Männer und 406 Frauen an Suizid. dazu verleiten, die sozialen Ungerechtigkeiten zu unterschät-

1993 starben in der Altersgruppe der 15- bis 24jährigen 132 zen?

junge Menschen durch Selbsttötung. Das ist nach den Ver- 2. Droht die Vermögenskonzentration nicht, unsere Demo-

kehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache in dieser Al- kratie aus dem Gleichgewicht zu bringen?

tersgruppe. Die genaue Zahl der Suizidversuche kann nicht 3. Würden sich genauere Zahlen in diesem Bereich nicht da-

erhoben werden, die Dunkelziffer dürfte indessen um ein für eignen, in bezug auf die Steuerpolitik unseres Landes

Mehrfaches höher sein als die Zahl der Suizide. Korrekturen anzubringen?

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Weyeneth Selbstmordraten. Senkung

Interpellation Weyeneth Prévention du suicide

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 95.3182

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.10.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 2214-2214

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Ref. No 20 026 200

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