Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 95-3181 KI-generiert

Stroke Statistics and Aphasia Research Inquiry

Geschäftsnummer VPB 95-3181
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The inquiry questioned the government's ability to establish stroke statistics and support aphasia research and public awareness. The government responded that regular stroke statistics are not yet possible due to the ongoing development of morbidity statistics, but mortality data shows a decline in stroke-related deaths since 1971. Regarding aphasia, the government stated that while specialized treatment exists, a long-term study's necessity and goals require further clarification, and that therapy and rehabilitation are primarily cantonal responsibilities. The government did express support for broad public information on health issues and acknowledged that future efforts in disease prevention and health promotion under the new health insurance law might address aspects of the inquiry.

Legislator-Regeste

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Art. 19 KVG; Stroke Statistics and Aphasia Research Inquiry: L'Office fédéral de la santé publique est-il en mesure d'éta- Untersuchung hierüber in die Wege zu leiten.

Schlagwörter

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Eingliederungsziel öffentliche Daten Gesundheitswesen Forschung und Entwicklung E-Government Ergotherapie

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

6. Oktober 1995 N 2213 Interpellation Zwygart

#ST# 95.3181 des Innern (EDI) und der Schweizerischen Sanitätsdirekto-

renkonferenz (SDK) ist unter der Leitung des Bundesamtes

Interpellation Zwygart für Statistik daran, die Betriebsstatistik der Spitäler sowie die

medizinische Statistik zu revidieren. Die Datenerhebung soll

Schlaganfall. Hilfe für Aphasiker umfassender und detaillierter erfolgen und neu sowohl Dia-

Apoplexie. Aide aux personnes aphasiques gnosen als auch Operationen einschliessen. Damit werden

die für eine umfassende Statistik notwendigen Krankheitsda-

ten der Schweizer Bevölkerung erfasst werden können. Mit

der Erfassungsarbeit wird allerdings frühestens 1997 begon-

nen werden können.

Wortlaut der Interpellation vom 24. März 1995 Das Bundesamt für Statistik ist aber aufgrund der Mortalitäts-

Der Schlaganfall (Apoplexie) trifft nicht nur ältere Menschen. statistik und der Gesundheitsbefragung in der Lage, Anga-

In den USA ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursa- ben über die Häufigkeit und Verteilung des Schlaganfalls zu

che (American Heart Association), ebenso in Deutschland machen. Die Mortalitätsstatistik, die bis ins Jahr 1876 zurück-

(«Der Schlaganfall-Patient» 1994). Schlaganfälle müssen reicht, zeigt, dass 1993 beispielsweise 5440 Personen

möglichst verhindert werden. Vor allem sind betroffene Men- (1991: 5505; 1992: 5446) an den Folgen eines Schlaganfalls

schen durch geeignete Rehabilitation zu unterstützen, vor al- gestorben sind (8,6 Prozent aller Todesfälle). Dabei gingen

lem auch die Aphasiker (Aphasie = Sprachstörung). 5653 Lebensjahre (2,1 Prozent aller verlorenen Lebensjahre)

Leider hat das Bundesamt für Gesundheitswesen im Bericht durch vorzeitige Todesfälle vor dem siebzigsten Altersjahr

«Gesundheit in der Schweiz» (1993) kein Wort über den verloren. Es lässt sich feststellen, dass seit 1971 die Mortali-

Schlaganfall geschrieben und keine Daten darüber veröffent- tät von Schlaganfällen - hauptsächlich dank der Behandlung

licht. von Hypertonie (Bluthochdruck) - rückläufig ist. Aufgrund der

Ich frage den Bundesrat an: Angaben der Gesundheitsbefragung liegt die Prävalenz (Er-

1. Ist das Bundesamt für Gesundheitswesen in der Lage, krankungshäufigkeit pro Jahr) bei der Schweizer Bevölke-

eine Statistik über den Schlaganfall zu erstellen? rung zwischen 15 und 74 Jahren bei 0,5 Prozent. Eingehen-

2. Ist der Bundesrat bereit, eine Langzeituntersuchung einer dere Angaben können beim Bundesamt für Statistik, Sektion

repräsentativen Anzahl von Aphasikern in die Wege zu lei- Gesundheit, bezogen werden.

ten? 2. Die Aphasie kann als Sekundärfolge einer Krankheit oder

3. Nur wenn das Wissen über die Problematik der Aphasie in eines Unfalles auftreten und stellt für die betroffenen Men-

der Öffentlichkeit genügend bekannt ist, wird das Leben für schen eine schwerwiegende Behinderung dar. Sie bedarf

betroffene Menschen und ihre Angehörigen erträglicher wer- einer sofortigen und intensiven Therapie. An den Universi-

den. Wieweit kann hier der Bund mithelfen? tätskliniken und in grösseren Spitälern bestehen speziali-

sierte Abteilungen, die bei den stationären Patientinnen und

Texte de l'interpellation du 24 mars 1995 Patienten die notwendige Behandlung einleiten. Die ambu-

Les crises d'apoplexie ne touchent pas seulement les per- lante Therapie, die je nach Schweregrad mehrere Jahre dau-

sonnes d'un certain âge. Aux Etats-Unis, l'apoplexie arrive ern kann, wird u. a. durch eine logopädische Betreuung fort-

au troisième rang des causes de décès (American Heart As- gesetzt.

sociation), de même qu'en Allemagne («Der Schlaganfall- Ob eine Langzeituntersuchung an Aphasikern in der Schweiz

Patient», 1994). Les crises d'apoplexie doivent être évitées notwendig ist und welche Ziele damit erreicht werden sollen,

autant que possible et lorsqu'elles arrivent, les malades, en müsste vorgängig anhand verschiedener Kriterien abgeklärt

particulier les personnes aphasiques (qui souffrent de trou- werden. So wäre z. B. zu prüfen, ob das Therapieangebot

bles du langage), doivent être aidés par des mesures théra- unvollständig ist und verbessert werden müsste oder ob

peutiques appropriées. durch eine Studie neue und wichtige Erkenntnisse gewonnen

Malheureusement, l'Office fédéral de la santé publique n'a werden könnten.

pas même mentionné l'apoplexie dans son rapport de 1993 Aufgrund der föderalistischen Regelung unseres Gesund-

intitulé «La santé en Suisse». heitssystems gehören Therapie und Rehabilitation der Apha-

Dans ce contexte, je pose les questions suivantes au Conseil sie in den Zuständigkeitsbereich der Kantone. Der Bundesrat

fédéral: betrachtet es nicht als vordringliche Bundesaufgabe, eine

1. L'Office fédéral de la santé publique est-il en mesure d'éta- Untersuchung hierüber in die Wege zu leiten.

blir une statistique sur l'apoplexie? 3. Der Bundesrat kann die Bestrebungen für eine breite und

2. Le Conseil fédéral est-il disposé à demander qu'une en- sachliche Information über Ursachen und Folgen von Krank-

quête de longue durée soit faite sur un échantillon représen- heiten grundsätzlich befürworten. Damit kann bei der Bevöl-

tatif d'aphasiques? kerung das Verständnis für betroffene Mitmenschen geför-

3. La situation des personnes aphasiques et de leur entou- dert werden. Das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG)

rage ne pourra s'améliorer que lorsque la population sera sieht auch die Möglichkeit von Massnahmen zur Krankheits-

mieux informée à ce sujet. Dans quelle mesure la Confédé- prävention und zur Gesundheitsförderung vor. Inwieweit das

ration peut-elle y contribuer? Anliegen des Interpellanten auf diesem Weg erfüllt werden

kann, wird zu prüfen sein, wenn einmal feststeht, welche In-

Mitunterzeichner- Cosignataires: Dünki, Gonseth, Grendel- stitution (gemäss Art. 19 KVG) diese Aufgabe wahrnehmen

meier, Maeder, Meier Samuel, Schmid Peter, Weder Hans- wird und welches die Schwergewichte der Tätigkeit sein wer-

jürg, Wick (8) den.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait

eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 16. August 1995

Rapport écrit du Conseil fédéral

du 16 août 1995

1.Die Erstellung einer regelmässigen jährlichen Statistik

über den Schlaganfall ist in der Schweiz zurzeit nicht mög-

lich. Dafür bedürfte es einer Morbiditätsstatistik, die sich in-

dessen erst im Aufbau befindet.

Ein Expertengremium des Eidgenössischen Departementes

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Zwygart Schlaganfall. Hilfe für Aphasiker

Interpellation Zwygart Apoplexie. Aide aux personnes aphasiques

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 95.3181

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.10.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 2213-2213

Page

Pagina

Ref. No 20 026 199

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