Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 95-3134 KI-generiert

Health Insurance Subsidy Discrepancy Case

Geschäftsnummer VPB 95-3134
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This interpellation addresses concerns about the cost and beneficiary reach of a new health insurance law. The core issue is that while proponents claimed up to 65% of premium payers would receive subsidies, revised estimates suggest only about 35% will benefit, due to cantons tightening their subsidy practices within the law's framework. The government acknowledges this discrepancy, explaining that the law grants cantons significant discretion in distributing funds, making precise predictions difficult. They maintain that the law ensures subsidies are still available for those in modest economic circumstances and that initial cost estimates for the overall revision were not disputed, with the expectation that the new instruments will ultimately have positive cost impacts.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Absatz, Art. 66 Abs. 5 KVG; Health Insurance Subsidy Discrepancy Case: The core issue is that while proponents claimed up to 65% of premium payers would receive subsidies, revised estimates suggest only about 35% will benefit, due to cantons tightening their subsidy practices within the law's framework. The government acknowledges this discrepancy, explaining that the law grants cantons significant discretion in distributing funds, making precise predictions difficult. They maintain that the law ensures subsidies are still available for those in modest economic circumstances and that initial cost estimates for the overall revision were not disputed, with the expectation that the new instruments will ultimately have positive cost impacts.

Schlagwörter

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individuelle Prämienverbilligung Versicherungsleistungsanspruch Versicherungskasse Wirtschaftsrecht bestrittene Forderung Krankenversicherungsorgan

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 5 KVG

The Federal Council ensures that federal contributions can only be reduced if "subsidies for insurance beneficiaries in modest economic circumstances are nevertheless guaranteed" according to this article.

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Volltext

23. Juni 1995 N 1625 Interpellation Keller Rudolf

#ST# 95.3134 Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine - Aucun

Interpellation Keller Rudolf Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

Kosten des neuen eine schriftliche Antwort.

Krankenversicherungsgesetzes

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Coût de la nouvelle loi vom 24. Mai 1995

sur ('assurance-maladie Rapport écrit du Conseil fédéral

du 24 mai 1995

1. Die Schätzungen für das Jahr 1993, basierend auf dem

Subventionierungssystem gemäss der Botschaft des Bun-

Wortlaut der Interpellation vom 21. März 1995 desrates vom 6. November 1991, haben in der Tat ergeben

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass trotz dringlichen Bun- (Tabelle S. 150), dass bei einer Übernahme der Prämien

desbeschlüssen, welche kostendämpfend wirkten, die Prä- durch die Kantone in den Fällen, in denen die Prämien

mien gleichwohl um mehr als den Teuerungsfaktor angestie- 8 Prozent des steuerbaren Einkommens übersteigen,

gen sind. Provisorische Berechnungen der Kantone haben 61 Prozent aller Versicherten Anspruch auf Subventionen

ergeben, dass nach neuem Gesetz rund 35 Prozent aller gehabt hätten. Es handelte sich dabei um Schätzungen für

Versicherten subventioniert werden können. Dabei gibt es den Fall der Anwendung eines einheitlichen Systems. Das

Kantone, die schon bisher Prämienverbilligungen vornah- Parlament hat sich für ein anderes System entschieden.

men, neu dann aber rund das Doppelte an Verbilligungsbei- Deshalb ist in der Abstimmungskampagne ein solcher Pro-

trägen auszurichten haben. Im Vorfeld der Abstimmung zentsatz nicht verwendet worden. Vorhersagen sind nur mit

wurde vom Bundesamt für Sozialversicherung und den Ge- grosser Vorsicht gemacht worden, weil die Kantone die Ver-

setzesbefürwortern behauptet, dass bis zu 65 Prozent aller teilung der Bundessubventionen selbst vornehmen, wobei

Prämienzahlerinnen und -zahler in den Genuss von Verbilli- deren Höchstbeträge für die nächsten vier Jahre gesetzlich

gungen kommen würden. Heute geht man aber offenbar da- festgelegt sind. Sie können unter Berücksichtigung der wirt-

von aus, dass das vorhandene Geld nur für etwas mehr als schaftlichen Situation der Versicherten entscheiden, nur ei-

35 Prozent aller Prämienzahlerinnen und -zahler ausreicht, nen Teil der Bevölkerung stark zu subventionieren oder die

weil die Kantone, gemäss Kompetenz im KVG, die Subven- finanzielle Hilfe gleichmässig zu verteilen. Weiter haben sie

tionspraxis verschärft haben. Dies hat zur Folge, dass auch die Möglichkeit, den Bundesbeitrag, auf den sie Anspruch

für minderbemittelte Familien nicht so viel Geld vorhanden ist hätten, und den von ihnen zu leistenden Anteil je um

wie ursprünglich angenommen. 50 Prozent zu reduzieren. Die kantonalen Ausführungsbe-

Ich frage deshalb den Bundesrat: stimmungen sind jedoch noch nicht bekannt, weshalb es im

1. Geht er heute auch davon aus, dass statt gegen jetzigen Zeitpunkt schwierig ist, sich einen Gesamtüberblick

65 Prozent nur rund 35 Prozent aller Prämienzahlerinnen zu verschaffen. Verschiedene Informationen weisen darauf

und -zahler Verbilligungen erhalten? Wenn ja, hat das vor al- hin, dass mehrere Kantone nicht den Gesamtbetrag der

lem Auswirkungen auf «Leute mit kleinem Portemonnaie», möglichen Subventionen beanspruchen werden. Aufgrund

oder welche Personengruppen sind vor allem betroffen? dieser Hinweise können wir jedoch keine verbindlichen Aus-

2. Wie bewertet er diese Situation, und was für Gründe sind sagen betreffend die Art und Weise, wie sie die Subventio-

hierfür massgebend? nen unter den Versicherten ihres Kantons verteilen werden,

3. Ist unter den heutigen Vorzeichen nicht zu erwarten, dass machen.

die gesamte KVG-Revision teurer zu stehen kommt als noch Der Bundesrat hat im Rahmen der Volksabstimmung vom

1994 optimistisch angenommen? 4. Dezember 1994 darauf bestanden, dass es Aufgabe der

Kantone ist, ein Prämienverbilligungssystem auszuarbeiten.

Texte de l'interpellation du 21 mars 1995 Er konnte demzufolge keine präzisen Angaben über die Zahl

II s'est avéré au cours des dernières années que les primes der Versicherten machen, die in den Genuss von Subventio-

de l'assurance-maladie ont augmenté plus rapidement que le nen kommen werden.

taux de renchérissement en dépit des arrêtés fédéraux ur- 2. Der Bundesrat sorgt gemäss Artikel 66 Absatz 5 KVG da-

gents destinés à réduire les coûts. Selon des calculs provi- für, dass eine Kürzung der Bundesbeiträge nur möglich ist,

soires faits par les cantons, 35 pour cent des assurés peu- wenn «die Prämienverbilligung für Versicherte in bescheide-

vent obtenir des subventions aux termes de la nouvelle loi. nen wirtschaftlichen Verhältnissen trotzdem sichergestellt

Or certains cantons accordaient déjà des subventions desti- ist». Das 1991 vorgeschlagene System kann in diesem Rah-

nées à réduire les primes; ils doivent à présent doubler ces men als Referenz dienen.

subventions. A la veille de la votation, l'Office fédéral des as- 3. Die 1994 durchgeführten Schätzungen, welche die ge-

surances sociales et les partisans du projet de loi avaient af- samten Kosten der beschlossenen Zusatzleistungen inte-

firmé que jusqu'à 65 pour cent des personnes devant payer grierten, wurden grundsätzlich nicht bestritten. Der Bundes-

des primes profiteraient de l'abaissement de celles-ci. Ac- rat unterstreicht zudem, dass die mit dem neuen Krankenver-

tuellement, on semble admettre que seuls un peu plus de sicherungsgesetz eingeführten Instrumente mit Sicherheit

35 pour cent des assurés bénéficieront de la mesure préci- Auswirkungen haben werden, die in den Jahren nach dem

tée, parce que les cantons ont adopté une pratique plus Inkrafttreten des neuen Gesetzes zum Tragen kommen wer-

stricte, comme la loi sur l'assurance-maladie les y autorise. Il den. Die Krankenversicherer sind von den positiven Auswir-

s'ensuit qu'on ne dispose pas de fonds suffisants même pour kungen auf die Kosten überzeugt.

les familles peu fortunées, contrairement aux prévisions.

Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions Erklärung des Interpellanten: befriedigt

suivantes: Déclaration de l'interpellateur: satisfait

1. Admet-il qu'environ 35 pour cent seulement des person-

nes qui payent des primes, au lieu de 65 pour cent, bénéfi-

cient de réductions? Si tel est le cas, quels sont les groupes

qui en tirent surtout profit? S'agit-il de personnes peu fortu-

nées?

2. Comment juge-t-il cette situation et quelles en sont les rai-

sons?

3. Ne faut-il pas s'attendre, dans la situation actuelle, à ce

que la révision de la loi sur l'assurance-maladie coûte plus

cher qu'on ne l'avait encore admis avec optimisme en 1994?

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Keller Rudolf Kosten des neuen Krankenversicherungsgesetzes

Interpellation Keller Rudolf Coût de la nouvelle loi sur l'assurance-maladie

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 95.3134

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 1625-1625

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Ref. No 20 025 842

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