Road Network Improvement for Federal Subsidies
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion requested the government to submit necessary regulations and measures to parliament for improving regional road networks to access federal subsidies, acknowledging financial constraints and competing interests. The government partially agreed, approving the inclusion of 170 kilometers of cantonal roads into the main road network, prioritizing agglomeration and tourist routes, while noting that full satisfaction of all requests was impossible due to budget limitations. The parliament ultimately converted the motion into a postulate, recognizing that initial steps were taken but further decisions were needed, and acknowledging that the government could proceed via ordinance without necessarily requiring new legislation.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 12 Treibstoffzollgesetz; Road Network Improvement for Federal Subsidies: The government partially agreed, approving the inclusion of 170 kilometers of cantonal roads into the main road network, prioritizing agglomeration and tourist routes, while noting that full satisfaction of all requests was impossible due to budget limitations. The parliament ultimately converted the motion into a postulate, recognizing that initial steps were taken but further decisions were needed, and acknowledging that the government could proceed via ordinance without necessarily requiring new legislation.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited to state that the Federal Council decides on the main road network within its own competence, meaning it does not need to submit corresponding measures to Parliament.
Volltext
3. Oktober 1995 997 Postulat Brandii
Drittens sind gemäss Antrag des Motionärs, Herrn Bloetzer, für das Begehren, aber die Mittel diktieren auch hier unsere
dem Parlament die notwendigen Regelungen und Massnah- Möglichkeiten.
men zu unterbreiten.
Das ist die Stossrichtung der Motion. Etliche Parlamentarier Bloetzer Peter (C, VS): Ich bin mit dem Bundesrat einver-
haben in den letzten Jahren gleiche oder ähnliche Vorstösse standen: Ein erster Schritt im Sinne der Motion ist getan wor-
eingereicht, freilich jeweils mit einer etwas ändern geographi- den. Es ist aber eindeutig so, dass mit diesem Schritt das be-
schen Gewichtung. Der zweite Schritt ist dann nie erfolgt, stehende Problem noch nicht gelöst ist und dass hier Bedarf
dass man nämlich die entsprechenden Budgetanpassungen an weiteren Entscheiden besteht.
vorgenommen hätte. Es ging immer darum, bestimmte Stras- Ich bin mit Bundesrat Ogi einverstanden, dass die gesetzli-
senstrecken ins Hauptstrassennetz aufzunehmen, um so zu chen Grundlagen bestehen und dass der Bundesrat auf dem
Bundessubventionen zu gelangen. Verordnungsweg Entscheide fällen kann. Es wäre allenfalls
Wie schwer es Subventionen in der heutigen Zeit haben, ist die Frage zu prüfen, ob eine Revision der gesetzlichen
allseits bekannt. Ich brauche nicht darauf einzutreten. Man Grundlagen und der Kriterien angebracht wäre.
kann aber nicht auf der einen Seite sagen, man müsse kürzen, Ich bin damit einverstanden: Es ist nicht zwingend, den Vor-
und auf der ändern Seite neue Begehren stellen. Da muss der stoss als Motion zu überweisen. Der Vorstoss ist aber nicht
Bundesrat - wenn wir schon beim Bergsteigen sind - immer erledigt. Es ist nur ein erster Schritt getan worden. Ich ersu-
wieder Gratwanderungen machen zwischen dem, was in be- che Sie deshalb, den Vorstoss aufrechtzuerhalten; ich bin
zug auf den Strassenausbau und dem, was in bezug auf das einverstanden, dass man ihn in ein Postulat umwandelt.
Sparen gewünscht wird. Hier muss er immer den Weg finden.
Der Bundesrat hat sich jeweils bereit erklärt, die Begehren zu Präsident: Der Bundesrat beantragt, die Motion als erfüllt
prüfen. Er hat aber stets darauf hingewiesen, dass sich nebst abzuschreiben. Der Motionär hält seinen Vorstoss in Form
dem finanziellen Aspekt zwei gegensätzliche Interessen ge- des Postulates aufrecht.
genüberstehen: auf der einen Seite das berechtigte Anliegen
der Kantone, ihre verkehrspolitisch bedeutsamen Strassen- Abstimmung - Vote
verbindungen mit Bundeshilfe zu verbessern, auf der ändern Für Überweisung des Postulates 16 Stimmen
Seite die seit einigen Jahren prekäre Finanzsituation des Dagegen 10 Stimmen
Bundeshaushaltes, die eine Ausweitung des finanziellen En-
gagements nicht zulässt. Dann kommt noch dazu, dass es
auch Leute und Regionen gibt, die einen Weiterausbau der
Strassen nicht mehr wollen.
Nun hat der Bundesrat am 16. August 1995 dem Grundsatz
nach eine Anpassung des Hauptstrassennetzes beschlos-
sen. Die formelle Verordnungsrevision wird später erfolgen. #ST# 95.3128
Das heutige Netz geht grossteils auf die sechziger Jahre zu-
rück; das ist eine Tatsache. Es galt deshalb, die seitherige Postulat Brandii
Siedlungsentwicklung und die damit verbundenen unter-
schiedlichen Entwicklungen der Verkehrspotentiale sowie Ausgewogene Verkehrserschliessung
den Stand des Nationalstrassenbaus zu berücksichtigen. aller Regionen
Das hat der Bundesrat getan. Neue Strassen verlangen neue Desserte équilibrée
Anpassungen. Das ist immer so. Wenn Sie Autobahnen aus-
bauen, dann werden gewisse Hauptstrassen stärker belegt. dans toutes les régions
Der Bundesrat hat sich darum auch entschlossen, fünf Kurz-
strecken in den Agglomerationen ins Netz aufzunehmen,
wobei vier Strecken als Zubringer zu sehen sind, d. h., vier
Strecken weisen einen direkten Bezug zur Nationalstrasse Wortlaut des Postulates vom 16. März 1995
auf. Eine ausreichende Verkehrserschliessung mit öffentlichen
Ein zweiter Schwerpunkt lag in der Erschliessung der Rand- Verkehrsmitteln und für den privaten Verkehr ist eine wich-
und Touristikregionen. Darunter fallen - ich bin dankbar, dass tige Voraussetzung für die flächendeckende Besiedlung und
Herr Bloetzer das erwähnt hat - namentlich die Verbindungen Bewirtschaftung unseres Landes. In peripheren Gebieten
von der N 9 in Visp - aber sie ist noch nicht in Visp, das ist und im Berggebiet spielt dabei neben der Bahn auch die
noch ein anderes Thema, worüber wir sprechen könnten, strassenmässige Erschliessung für den öffentlichen und den
aber lassen wir das für heute - in die Visper Täler, nach Saas privaten Verkehr eine zentrale Rolle.
Grund und nach Täsch. Insgesamt, Herr Bloetzer, werden Ein Vergleich unter den verschiedenen Regionen zeigt, dass
170 Kilometer Kantonsstrassen neu ins Hauptstrassennetz heute erhebliche qualitative Unterschiede in bezug auf die
aufgenommen. Es wurden zehn oder elf Gesuche bewilligt. Verkehrserschliessung und das Verkehrsangebot bestehen.
Gesamthaft hatten wir - ich möchte Ihnen das nicht vorent- Mit den bevorstehenden, umfangreichen Investitionsvor-
halten - etwa neunzig Gesuche, und wir mussten uns auf- haben («Bahn 2000», Fertigstellung der Autobahnen, Neat
grund der Finanzlage auf zehn oder elf Strecken konzentrie- u. a.) dürften bestehende Wettbewerbsverzerrungen teil-
ren. In diesem Sinne erweist sich der Entscheid des Bundes- weise verstärkt werden. Mit zu berücksichtigen sind dabei
rates aufgrund der finanziellen Ausgangslage als ausgewo- auch die Beschäftigungseffekte während der Bauphase.
gen, und mit diesem Entscheid konnten zugegebenerweise Im Hinblick auf die staatspolitisch wichtige Verpflichtung des
nicht alle Bedürfnisse und nicht alle Begehren erfüllt werden. Bundes, eine ausgewogene Entwicklung aller Regionen
Das ist jedoch im jetzigen Zeitpunkt auch nicht möglich, sonst sicherzustellen, wird der Bundesrat ersucht, folgende Punkte
müssen Sie nicht nur den ersten Schritt, sondern sofort auch konzeptionell zu bearbeiten und soweit möglich im Rahmen
den zweiten Schritt tun. des Finanzierungsbeschlusses zur Neat zur Darstellung zu
Den Punkten 1 und 2 der Motion wurde demnach Rechnung bringen:
getragen. Zu Punkt 3 möchte ich lediglich bemerken, dass 1. Definition von minimalen Erschliessungsstandards, wel-
der Bundesrat nach Artikel 12 des Treibstoffzollgesetzes das che mittelfristig landesweit erreicht werden sollen. Unter an-
Hauptstrassennetz in eigener Kompetenz beschliesst, so derem geht es um die Anschlüsse an das internationale Ver-
dass er dem Parlament keine entsprechenden Massnahmen kehrsnetz, die Leistungsfähigkeit der Verkehrsnetze, die An-
unterbreiten muss. gebote des öffentlichen Verkehrs (insbesondere SBB, KTU,
Ich möchte noch einmal festhalten: Die jetzt bekannten Bud- PTT), die Entlastung von Siedlungen sowie die Sicherheit der
getzahlen und die jetzt in Aussicht genommenen Budgetzah- Verkehrsverbindungen;
len für 1996 erlauben schon heute nicht, die klassierten 2. Bewertung des Erschliessungsgrades der einzelnen Re-
Strassen wunschgemäss auszubauen. Ich habe Verständnis gionen und wichtigsten Orte, vorab der Touristenzentren;
Postulat Brandii 998 3 octobre 1995
3. Darstellung von kurz-, mittel- und langfristig notwendigen tige Basiserschliessung geht. Es geht also um die Grund-
Massnahmen zur Sicherstellung einer möglichst gleichwerti- erschliessung im ganzen Land, nicht um Sonderwünsche im
gen Erschliessung aller Regionen unseres Landes; Regionalverkehr. «Gleichwertig» bedeutet in diesem Sinne
4. Erarbeitung von Vorschlägen für eine ausgeglichene Fi- nicht «gleich». Es ist klar, dass nicht jede abgelegene Sied-
nanzierung der Investitionen und des Unterhaltes einer lan- lung mit der Bahn oder mit einer Autobahn erschlossen wer-
desweiten Basiserschliessung. den kann und muss, aber das Verkehrsangebot soll so sein,
dass z. B. bei den touristischen Anbietern von gleich langen
Texte du postulat du 16 mars 1995 Spiessen gesprochen werden kann. Das ist heute nicht der
Pour que l'ensemble du territoire de notre pays puisse être Fall. Während z. B. Touristen in SBB-Regionen relativ gün-
habité et exploité, il est capital que les voies de communi- stig mit der Bahn fahren können, werden sie in KTU-Regio-
cation ouvertes aux transports publics et privés soient suffi- nen massiv zur Kasse gebeten; zudem gibt es erhebliche Un-
samment développées. Outre les chemins de fer, les routes terschiede bezüglich der Qualität des Angebotes. Während
ouvertes aux transports publics et privés jouent un rôle pri- einzelne Regionen optimal im internationalen Strassenver-
mordial dans les régions périphériques et dans les régions de kehrsnetz eingebunden sind, haben andere grösste Mühe,
montagne. ihre Verbindungen zu diesem Netz auf ein genügendes Ni-
Si l'on compare les différentes régions du pays, on constate veau auszubauen. Es Hessen sich hier noch viele Beispiele
qu'elles font l'objet de disparités importantes en ce qui con- anführen, z. B. bezüglich der Anschlüsse an die internatio-
cerne les voies de communication et l'offre de transports. Or, nale Bahninfrastruktur, der Leistungsfähigkeit der Verkehrs-
les importants investissements prévus prochainement netze, der Entlastung von Siedlungen - Sie wurden bedient
(«Rail 2000», achèvement du réseau des autoroutes, NLFA, mit einer Schrift der Gemeinde Saas - oder auch der Sicher-
notamment) pourraient encore aggraver les distorsions ac- heit von Verkehrsverbindungen. Ich verzichte darauf.
tuelles de la concurrence. Ajoutons qu'il convient de tenir Ich bin mir auch bewusst, dass heute bereits viele Grundla-
compte des emplois créés lors de la phase de construction. gen bestehen, um die geforderte Beurteilung vorzunehmen -
Dans l'optique du devoir de la Confédération, important sur um so besser. Im Hinblick auf die heutige Verkehrsdiskus-
le plan politique, d'assurer un développement équilibré de sion, die sich vorab auf die Grossprojekte ausrichtet, ist es
toutes les régions du pays, le Conseil fédéral est chargé wichtig, dass im Rahmen einer Prioritätensetzung auch das
d'examiner les points suivants et, dans la mesure du pos- Ziel der Gleichwertigkeit aufgewertet wird und Berücksichti-
sible, de les intégrer à l'arrêté relatif au financement des gung findet.
NLFA: Die ganze oder teilweise Realisierung der heute zur Diskus-
1. définition de normes minimales d'aménagement des voies sion stehenden Grossprojekte führt zwangsläufig dazu, dass
de communication devant être respectées dans tout le pays ansehnliche, für den Verkehr zur Verfügung stehende Mittel
à moyen terme; il s'agit notamment du raccordement aux gebunden werden. Das verunsichert und wirft vor allem in je-
réseaux de transports internationaux, de la capacité des ré- nen Gebieten Fragen auf, die bisher mit Verkehrsinvestitio-
seaux, de l'offre des transports publics (en particulier les nen wenig verwöhnt wurden und zum Teil schon lange auf
CFF, les entreprises de transport concessionnaires et les die Realisierung dringend notwendiger Bauten warten. Auch
PTT), du désengorgement des centres urbains et de la sécu- das Gewerbe in diesen Regionen befürchtet, dass durch die
rité des transports; Konzentration der Mittel in anderen Regionen Beschäfti-
2. évaluation du degré de développement des voies de com- gungseinbrüche möglich sind.
munication des différentes régions et des villes les plus im- Einige konkrete Hinweise: Am 1. Januar 1996 tritt das revi-
portantes, en particulier les centres touristiques; dierte Eisenbahngesetz mit den entsprechenden Verordnun-
3. présentation des mesures qui s'imposent à court, moyen gen in Kraft. Es stellt sich die Frage, ob der Bundesrat und
et long terme pour assurer un développement équilibré des wir im Parlament bereit sind, die notwendige Aufstockung der
voies de communication dans toutes les régions du pays; Abgeltung durch den Bund vorzunehmen, damit die Konzes-
4. élaboration de propositions visant à équilibrer le finance- sionierten Transportunternehmungen (KTU) diese Tarifände-
ment des investissements engagés dans la mise en place et rungen auffangen können.
l'entretien d'un réseau de base couvrant tout le pays. Leider ist es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, z. B.
das Versprechen einzuhalten, die Umfahrungen im Bereich
Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Bieri, Bisig, Bloet- der Zufahrtsstrasse zum Vereinatunnel bis zur Eröffnung zu
zer, Büttiker, Carnat, Cavadini Jean, Cottier, Danioth, Dela- realisieren. Ich möchte keine Schuldigen suchen. Ich weiss,
lay, Frick, Gemperli, Huber, Loretan, Maissen, Meier Josi, es gibt sehr viele Gründe, die zu diesem Problem geführt
Morniroli, Onken, Petitpierre, Piller, Plattner, Prongué, Rey- haben. Aber ich meine, es müsste möglich sein, zumindest
mond, Rhinow, Rhyner, Ruesch, Schallberger, Schiesser, die wichtigsten Umfahrungen - ich spreche von Klosters und
Schmid Carlo, Schule, Seiler Bernhard, Simmen, Uhlmann, Saas - bis zur Fertigstellung des Vereinatunnels in Angriff zu
Ziegler Oswald, Zimmerli (35) nehmen. MUSS beispielsweise das Tourismuszentrum Flims/
Laax weiterhin auf die Umfahrung von Flims warten und den
Brandii Christoffel (V, GR): Zu den wichtigsten Rahmenbe- ganzen Durchgangsverkehr in die Surselva weiterhin zu La-
dingungen für eine gedeihliche und ausgewogene Entwick- sten der Qualität des Ortes in Kauf nehmen? Auf diese und
lung aller Landesteile gehört eine gleichwertige Erschlies- andere Fragen sind konkrete Antworten nötig, wenn wir in
sung durch den öffentlichen und privaten Verkehr. Das ist - einem Jahr mit einer neuen Neat-Abstimmung Erfolg haben
ich möchte das deutlich festhalten - wichtiger als alle ande- und in unserem Land nicht neue Gräben öffnen wollen. Dabei
ren regionalpolitischen Massnahmen. Sowohl in bezug auf ist es auch Aufgabe des Parlamentes, im Rahmen des Bud-
den öffentlichen Verkehr (Bahn, Bus) wie auch in bezug auf gets jene Investitionskredite bereitzustellen, die für eine aus-
den privaten Verkehr bestehen heute zweifellos enorme gewogene Verkehrspolitik nötig sind.
regionale Unterschiede in der Qualität der Erschliessung. Noch eine Bemerkung zur Finanzierung: Die Gleichwertigkeit
Diese Unterschiede dürften in nächster Zeit durch und auch die Gerechtigkeit in der Behandlung der einzelnen
«Bahn 2000», die Realisierung der Neat und die Fertigstel- Regionen durch den Bund muss sich letztlich auch am Netto-
lung des Autobahnnetzes noch verstärkt werden. Dies vor al- aufwand für Verkehrsausgaben pro Kopf der Bevölkerung
lem auch wegen der prekären Finanzlage des Bundes, wel- messen lassen. Gemäss Statistik des Bundes betrugen
che eine Konzentration des Mitteleinsatzes bedingt. diese in den Jahren 1990 bis 1992 durchschnittlich im Mini-
Gestatten Sie mir, zu den im Postulat aufgestellten Forderun- mum 258 Franken, im Mittel 691 Franken und im Maximum
gen kurz einige Bemerkungen anzubringen - vorerst zur 1195 Franken. Die massiven Unterschiede hängen u. a. mit
Realisierung minimaler Erschliessungsstandards im ganzen der unterschiedlichen Struktur der einzelnen Kantone, der
Land und dann zu den Finanzierungsproblemen. unterschiedlichen Klassierung der Strassenzüge - Herr
Mit dem Ausdruck «minimale Erschliessungsstandards» soll Bloetzer hat vorhin darauf hingewiesen -, den unterschiedli-
zum Ausdruck gebracht werden, dass es um eine gleichwer- chen Beitragssätzen usw. zusammen.
Postulat Danioth 1000 3 octobre 1995
reichen Bewältigung der Gütertransporte. Mit einem Wort: 1. Mit der Entlastung der Autobahnen im Tagesstrassenver-
wesensgerechte Gütertransporte fördern! kehr würde insbesondere die Forderung nach dem Ausbau
Heute werden in unserem Land die Güter zu rund 90 Prozent der N 1 auf sechs Spuren zwar nicht grundsätzlich in Frage
auf der Strasse transportiert. Der Ziel- und Quellverkehr so- gestellt, aber sicher entschärft. Alle, Befürworter und Gegner
wie der Binnenverkehr geben der Strasse mit Recht nach wie eines solchen Ausbaus, dürften an diesem Szenario somit in-
vor eine dominierende Stellung. Angesichts der überlasteten teressiert sein, dies zumal die Schweiz heute andere Ver-
Strassen im Fernverkehr (Autobahnen) und der restriktiven kehrsinfrastrukturvorhaben zu bewältigen hat.
Transportbedingungen (Nacht- und Sonntagsfahrverbot) 2. Durch die Umlagerung der Güter von der Strasse auf die
kommen sich der Güter- und der Individualverkehr zuse- Schiene würde der Dieselverbrauch um 3,5 Millionen Liter
hends in die Quere. Auswirkungen dieser unerfreulichen Ent- pro Jahr gesenkt. Dies bedeutet 9 Tonnen weniger C02 und
wicklung sind regelmässige kilometerlange Staus vor den Al- 190 Tonnen weniger NOX jährlich.
pentunnels und auf den wichtigsten Verbindungsachsen un- 3. Die Einführung der leistungsabhängigen Schwerverkehrs-
seres Landes. Die rechte Fahrbahn der N 1 ist bekannter- abgabe und der Alpentransitgebühr wird eine schrittweise
weise sehr oft praktisch vollständig von Lastwagen besetzt. Verbesserung der Kostenwahrheit bringen und damit den
Das Modell der Vereinigung ÖBU sieht eine wirksame und Bahnen wieder vermehrt Kapazitäten zuführen.
kostengünstige Lösung vor. Es handelt sich um ein Angebot 4. Schliesslich wird uns eine sinnvolle Bewältigung des Bin-
von je einem Nachtshuttlezug in beiden Richtungen zwi- nenkombiverkehrs in den Verkehrsverhandlungen mit der EU
schen Basel und Chiasso bzw. Busto Arsizio einerseits und Handlungsspielraum geben. Dies vorab deshalb, weil der
vor allem zwischen Genf und Chur andererseits. Die Güter Druck auf die Aufhebung des Nacht- und Sonntagsfahrver-
sollen dabei ohne Rangieren zwischen den Terminals trans- bots und der 28-Tonnen-Limite leichter aufgefangen werden
portiert werden und durch die Lage der Start- und Zielorte könnte.
den Anschluss auch an den internationalen Kombiverkehr Alles in allem hat man es hier mit einem erfolgversprechen-
finden. Das realisierbare Marktpotential für das Jahr 2000 den Projekt zu tun, das zur richtigen Zeit kommt und mit we-
wird von einer Studie des Nationalen Forschungspro- nig Mitteln eine optimale Wirkung in diesem wichtigen Ver-
gramms 25 auf über 20 Millionen Tonnen geschätzt. Da kehrsbereich zeitigt. Sowohl aus der Sicht des Partners SBB
indessen die Umstellung der Logistikketten aufwendig ist, wie auch im übergeordneten öffentlichen Interesse zur För-
reagieren die meisten Verlader nur langsam und nur im Ver- derung des öffentlichen Verkehrs rechtfertigen sich sowohl
trauen auf ein langfristig gesichertes Angebot. der wichtige moralische Impuls wie auch die unerlässliche
Das Konzept sieht eine gemischte Trägerschaft und Finan- minimale Kostenbeteiligung durch den Bund, um das Projekt
zierung vor. Aufgrund der Verordnung über die Förderung diesmal in eine sichere und dauernde Fahrt zu bringen.
des kombinierten Verkehrs und des Transportes begleiteter Das Postulat umschreibt im übrigen die angemessenen Rah-
Motorfahrzeuge wäre eine Beteiligung des Bundes über die menbedingungen, welche von der öffentlichen Hand gesetzt
Treibstoffzollkasse in folgender Hinsicht vorgesehen: werden müssen.
I.Investitionen in Umladeterminals von rund 4 Millionen In diesem Sinne ersuche ich um Überweisung des Postulates
Franken; und danke dem Bundesrat für die Entgegenahme zum vor-
2. Defizitdeckung für die Startphase von rund 10 Millionen aus bestens.
Franken;
3. Abdeckung der ungedeckten SBB-Kosten für die Zugs- Ogi Adolf, Bundesrat: Der Bundesrat dankt für den Dank. Er
traktionen, ebenfalls in der Startphase, von rund 3 Millionen nimmt das Postulat entgegen.
Franken, abnehmend. Ich möchte festhalten, dass ich mit den vier Punkten, die Herr
Neben der durch eine Minderheitsbeteiligung der SBB Danioth erwähnt hat, einverstanden bin. Die Umsetzung der
sicherzustellenden Mitsprache des Bundes wären vor allem Alpen-Initiative zwingt uns dazu, das Angebot im kombinier-
die Spediteure, die Transporteure und die Grosskunden ten Verkehr zu überdenken und auszubauen. Es ist vorgese-
beteiligt. Die Akzeptanz bei der Wirtschaft scheint aufgrund hen, nicht nur den Transitverkehr, sondern auch den alpen-
des seriösen Vorhabens gegeben zu sein. querenden Import-, Export- und Binnenverkehr - wenigstens
Natürlich lassen sich Einwände und Bedenken ins Feld füh- teilweise, schrittweise - auf die Schiene zu verlegen. Das
ren. Ich möchte zwei vorwegnehmen: wird nicht ganz einfach sein, das wird innenpolitische Pro-
1. Zwei Versuche sind bereits gescheitert. Tatsächlich teste- bleme geben. Aber ich hoffe, dass man dann auch konse-
ten die SBB im Jahre 1993 mit Cargo X auf der Strecke Lau- quent ja sagt. Wenn man ja sagt zur Alpen-Initiative, müsste
sanne-Zürich ihr eigenes Angebot, leider ohne Erfolg. So- man eigentlich zur Verlagerung des Transitverkehrs inner-
dann hat ein Versuch der Firma Transcombi AG mit einem halb der Landesgrenzen auch ja sagen.
werktäglichen Güterlinienzug Basel-Zürich-Genf im Nacht- Weiter darf ich erwähnen, in Ergänzung zu dem, was Herr
sprung stattgefunden. Dort reagierten die Verlader zwar Danioth gesagt hat: Einer der schweizerischen Gossverteiler
langsam, aber positiv. Leider wurde dieser Versuch mit einer führt heute in Zusammenarbeit mit den SBB bereits einen
zu geringen Kapitalbasis in Angriff genommen, was heute all- Grossversuch mit speziellem Rollmaterial durch. Die vorge-
gemein anerkannt wird. Das Umfeld hat sich indessen seither sehenen Strecken liegen schwergewichtig auf der West-Ost-
gewandelt. Das Marktbedürfnis ist deutlich zunehmend, wie Achse des Binnenverkehrs - aber nicht nur. Das EVED un-
die beeindruckende Liste der interessierten Firmen zeigt. Die terstützt diesen Versuch finanziell, weil wir uns Erkenntnisse
interessierte Wirtschaft muss nun selbstverständlich kapital- über die Wirtschaftlichkeit und die technische Machbarkeit
massig und auch hinsichtlich Know-how stärker eingebunden erhoffen.
werden. Auch im Mittelland wird eine Verlagerung des Strassengüter-
2. Die Kostenfrage hat heute sicher erste Priorität. Die auf- verkehrs auf die Schiene in vermehrtem Masse gefordert.
gezeigten, vom Bund einzusetzenden Mittel stellen einen ge- Der Ost-West-Binnenverkehr ist tatsächlich um einiges grös-
radezu verschwindenden Bruchteil dessen dar, was die ser als der alpenquerende Binnenverkehr und führt auch
Schweiz für Infrastrukturen im internationalen Huckepack- durch dichter bevölkerte Gebiete.
transport einsetzt, nämlich über eine Milliarde am Gotthard Ich bitte Sie deshalb, diesen pragmatischen Schritt zu tun
und Lötschberg sowie rund 100 Millionen an jährlichen Ver- und das Postulat zu überweisen. Wir brauchen ein Mosaik
billigungsbeiträgen der Transporte. So dürften auch einige von Massnahmen, um den kombinierten Verkehr und vor al-
Brosamen für die Startphase des Binnenkombiverkehrs ab- lem den umweltfreundlichen Verkehr, den besseren, den zu-
fallen. kunftsträchtigen Verkehr, zu realisieren. Das lässt sich nicht
Die Idee eines gut organisierten, schnellen, sicheren und von einem Tag auf den anderen umsetzen. Aber es braucht
pünktlichen Kombiverkehrs innerhalb unseres Landes ent- viele kleine Schritte. Ich will nicht sagen, dass das ein kleiner
spricht nicht nur einem Marktbedürfnis. Ein wesensgerechter Schritt ist, sondern es ist ein wesentlicher Schritt. Wichtig ist,
Güterverkehr würde gleich noch mehrere positive Nebenef- dass es uns gelingt, die Grossverteiler, aber nicht nur sie,
fekte zeitigen: sondern alle am Transport Interessierten - ich denke da nicht
3. Oktober 1995 999 Postulat Danioth
Dass mittelfristig eine ausgewogenere Belastung anzustre- teter Motorfahrzeuge (SR 742.149). Das damit zu fördernde
ben ist, ist ebenfalls Gegenstand des Vorstosses. Die unter- Angebot soll in der Anfangsphase vier werktägliche Güterlini-
schiedliche Belastung in den einzelnen Regionen war es enzüge im Nachtsprung auf der Ost-West- und Nord-Süd-
nämlich auch, die dazu führte, dass wir heute eine sehr un- Achse umfassen, welche miteinander sowie mit dem interna-
terschiedliche Verkehrsinfrastruktur haben. Finanzschwache tionalen Kombiverkehr verknüpft sind;
Kantone mussten hier lange zurückstehen, weil sie die Mittel -öffentliche Ausschreibung des Konzeptes von privaten
zur Auslösung der notwendigen Investitionen nicht freima- Partnern unter angemessener Minderheitsbeteiligung der
chen konnten. SBB durch das Bundesamt für Verkehr (BAV), unter Festle-
Gestatten Sie mir, zum Schluss darauf hinzuweisen, dass die gung der technischen und finanziellen Modalitäten;
bestehenden Disparitäten nicht in den letzten Jahren ent- - Wahl eines geeigneten Konsortiums durch BAV und SBB
standen sind, im Gegenteil: Ich möchte ausdrücklich die unter Einbezug unabhängiger Fachexperten;
grossen Anstrengungen anerkennen, die für eine ausgegli- - Erarbeitung und Finanzierung eines tragfähigen subsidiä-
chenere Verkehrserschliessung vom Bund in den letzen Jah- ren Konzeptes bei Nichtgenügen kostendeckender Betriebs-
ren gemacht wurden - immer im Rahmen der zur Verfügung führung in den ersten fünf Betriebsjahren;
stehenden Mittel. Ebenso klar muss aber gefordert werden, - Begleitung und Auswertung des Projektes durch das BAV.
dass diese Anstrengungen in Zukunft noch verstärkt werden.
Es ist alles daranzusetzen, dass im Hinblick auf die erwähn- Texte du postulat du 22 juin 1995
ten Grossprojekte die bestehenden Disparitäten nicht noch Le Conseil fédéral est prié d'étudier la possibilité d'adopter
vergrössert werden. des mesures propres à favoriser la mise sur pied d'un service
In diesem Sinne bitte ich Sie, mein Postulat zu überweisen. de transport combiné privé à l'intérieur de la Suisse.
Il doit notamment préparer les actions suivantes:
Ogi Adolf, Bundesrat: Der Bundesrat nimmt das Postulat an. - octroi, sur la base de l'ordonnance du 29 juin 1988 sur la
Ich habe volles Verständnis für die Situation; Herr Brandii hat promotion du trafic combiné et du transport de véhicules à
sie plastisch geschildert. Wir bauen einen Vereinatunnel für moteur accompagnés (RS 742.149), d'une aide financière
die Eisenbahn und haben die Zufahrten nicht geregelt. Für adaptée, destinée à faciliter le démarrage de ce service.
die Leute, die in dieser Region wohnen müssen, ist das sehr Dans un premier temps, le service auquel cette aide finan-
schwer verständlich. Wir haben eine zu wenig ausgefeilte cière sera affectée devra comprendre quatre trains de mar-
Koordination. Die Mittel jedoch, die uns zur Verfügung ste- chandises qui assureront un service de nuit, tous les jours
hen, diktieren unsere Möglichkeiten. Diese Mittel sind in letz- ouvrables sur les axes est-ouest et nord-sud, axes qui seront
ter Zeit nicht so geflossen, dass wir diese Bauprojekte in An- raccordés entre eux et au réseau de transport combiné inter-
griff nehmen konnten. Die Inangriffnahme braucht auch im- national;
mer Zeit. Wenn Sie also heute beschliessen, die Mittel zu er- - mise au concours publique, par l'Office fédéral des trans-
höhen, dann wird das zwei oder drei Jahre gehen, bis die ports (OFT), du projet conçu par des entreprises privées - les
Projekte bereit sind. CFF apportant une participation financière minoritaire - et
Die vier Forderungen, die mit diesem Postulat gestellt wer- définition, par l'OFT, des modalités techniques et financières
den, nehmen wir entgegen. Der Bundesrat wird nach der Be- de ce projet;
reinigung der Finanzplanung und des Budgets 1996 die nöti- - choix d'un consortium adéquat par l'OFT et par les CFF,
gen Anpassungen vornehmen können - oder nicht -, das avec le concours d'experts indépendants;
wird von den Mitteln, die zur Verfügung stehen, abhängig - élaboration et financement d'un projet subsidiaire qui pour-
sein. Sie wissen ja, dass die Finanzierung der Grossprojekte rait offrir une solution viable au cas où les recettes du service
auf eine neue Basis gestellt werden soll. Es geht nicht darum, ne parviendraient pas à couvrir ses frais pendant les cinq pre-
Herr Brandii, die Regionen zu vernachlässigen und alles nur mière années d'exploitation;
auf die Grossprojekte zu konzentrieren. Die touristischen Re- - suivi et évaluation du projet par l'OFT.
gionen und die Randregionen sind wichtig. Eine Vernachläs-
sigung dieser Regionen darf in diesem Land der vier Kultu- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bieri, Bisig, Bloetzer, Büt-
ren, der vier Sprachen und der 26 Kantone nicht hingenom- tiker, Cottier, Delalay, Frick, Gemperli, Huber, Küchler, Mais-
men werden. sen, Meier Josi, Morniroli, Ruesch, Schallberger, Schmid
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Carlo, Schule, Seiler Bernhard, Simmen, Uhlmann, Ziegler
Oswald (21)
Überwiesen - Transmis
Danioth Hans (C, UR): Mein Engagement in der Verkehrspo-
litik galt in letzter Zeit schwergewichtig der Bewältigung des
die Schweiz und die Alpen transitierenden Verkehrs, vorab
im Güterbereich. Da meine Grundhaltung stets - wenn sie
auch nicht immer und überall verstanden wurde - einer so-
#ST# 95.3309 wohl ökologisch verantwortbaren wie auch marktwirtschaft-
lich sinnvollen Bewältigung des Verkehrsvolumens und auch
Postulat Danioth der nichtdiskriminierenden Umsetzung dieser Postulate ent-
sprach, habe ich mich nach eingehender Prüfung auch mit
Förderung des privaten Kombiverkehrs dem Vorhaben der Schweizerischen Vereinigung der ökolo-
in der Schweiz gisch bewussten Unternehmensführung (ÖBU) identifizieren
können. Diese in der Schweiz und im Fürstentum Liechten-
Entreprise privée de transport combiné stein rund 240 Mitgliederfirmen umfassende privatwirtschaft-
en Suisse. Encouragement liche Organisation hat ein überzeugendes Projekt für den
Binnenkombiverkehr entworfen. Denn die Grundidee einer
verstärkten und koordinierten Bewältigung der Güterver-
kehrsleistung auf längeren Distanzen gemeinsam durch
Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1995 Schiene und Strasse ist vom Konzept her vom internationa-
Der Bundesrat wird beauftragt, die Einleitung geeigneter len Kombiverkehr nicht verschieden. Das erfolgreiche Bei-
Massnahmen zum Aufbau eines privaten Kombiverkehrsan- spiel des Huckepackverkehrs zeigt, dass durch eine intelli-
gebotes innerhalb der Schweiz (Kombiverkehr Schweiz) zu gente Auslastung der beiden Verkehrsträger Strasse und
prüfen. Insbesondere sind in die Wege zu leiten: Schiene, eventuell auch der Schiffahrt, in jenen Bereichen,
- Bereitstellung einer angemessenen Startfinanzierung, ge- wo ihre Stärken liegen, Synergieeffekte ausgelöst werden
stützt auf die Verordnung vom 29. Juni 1988 über die Förde- können. Diese führen nicht nur zu einer ökologisch besseren,
rung des kombinierten Verkehrs und des Transportes beglei- sondern längerfristig auch zu einer marktwirtschaftlich erfolg-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Brändli Ausgewogene Verkehrserschliessung aller Regionen
Postulat Brändli Desserte équilibrée dans toutes les régions
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3128
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 03.10.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 997-1000
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Pagina
Ref. No 20 026 380
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