Retroactive Cut to Home Care Funding Challenged
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe government's decision to retroactively reduce contributions to home care organizations was challenged, as organizations had already finalized their budgets and faced potential financial difficulties. The government reasoned that contributions are not a legal right and must adhere to budget limits, and that organizations with sufficient reserves should contribute from their own funds. While acknowledging budget discipline, the government committed to ensuring contributions cover at least 30% of eligible wages and to consult with organizations on future changes.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 101 bis AHVG; Retroactive Cut to Home Care Funding Challenged: The government reasoned that contributions are not a legal right and must adhere to budget limits, and that organizations with sufficient reserves should contribute from their own funds. While acknowledging budget discipline, the government committed to ensuring contributions cover at least 30% of eligible wages and to consult with organizations on future changes.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis article is cited as the legal basis for the contributions to Spitex organizations and the dispute over their retroactive reduction.
Volltext
23. Juni 1995 N 1667 Interpellation Segmüller
25 Prozent der Knaben und 7 Prozent der Mädchen im Alter tätsengpässe kommen werden, da es unmöglich ist, so kurz-
von 10 Jahren geben an, wenigstens einmal pro Woche Al- fristig rückwirkend neue Einnahmequellen zu finden?
kohol zu konsumieren. In der Altersklasse 15 bis 19 Jahre 2. Sieht der Bundesrat die Gefahr, dass aufgrund dieser
belaufen sich diese Anteile auf über 40 Prozent bei Knaben Sachlage die Trägerorganisationen die Tarife für Spitex-
und 25 Prozent bei Mädchen. Leistungen kurzfristig erhöhen müssen oder gezwungen
4. Der Bund ist bestrebt, auch im Sinne des von der Schweiz werden, Leistungen abzubauen, zum Nachteil derjenigen
unterstützten Europäischen Aktionsplans Alkohol der WHO, Personen, die auf Hilfe und Pflege zu Hause angewiesen
den Problemkonsum und damit auch den Durchschnittskon- sind?
sum in der Schweizer Bevölkerung zu senken. Deshalb sollte 3. Ist es sinnvoll, mit der Kürzung und Streichung der Bei-
unter anderem in der breiten Öffentlichkeit der verantwor- träge bei Organisationen, die über Reserven höher als eine
tungsbewusstere Umgang mit Alkohol gefördert werden. Jahresausgabe verfügen, ausgerechnet die sparsam haus-
Dieses Ziel bezieht sich sowohl auf die Menge des konsu- haltenden Organisationen zu bestrafen?
mierten Alkohols wie auch auf das Trinken in nicht adäqua- 4. Ist der Bundesrat bereit:
ten Situationen (z. B. Alkohol am Steuer, am Arbeitsplatz, im a. für das laufende Jahr kurzfristig Nachtragskredite zu ge-
Haushalt, bei Freizeittätigkeiten mit erhöhtem Risiko wie währen, damit die Beiträge an die Spitex-Organisationen für
Velofahren, Skifahren, Gleitschirmspringen usw.). 1995 im Rahmen der bisherigen Beitragspraxis (ein Drittel an
Der Bundesrat ist sich der grossen Bedeutung der Alkohol- die Lohnkosten) sichergestellt werden können?
prävention für die Volksgesundheit bewusst. Er hat sich des- b. im ordentlichen AHV-Budget 1996 die gestiegene Nach-
halb in der Legislaturplanung 1991-1995 für einen Ausbau frage nach Beiträgen an Spitex-Organisationen zu berück-
der Alkoholprävention ausgesprochen. Ein verstärktes Enga- sichtigen?
gement des Bundes bedingt allerdings auch mehr Mittel. 5. Kann der Bundesrat zusichern, in Zukunft Änderungen in
Eine Aufstockung der Mittel für den Ausbau der Alkoholprä- der Beitragspraxis vorgängig mit den betreffenden Organisa-
vention ist im Budget 1995 angesichts der prekären Situation tionen abzusprechen, statt rückwirkend in Kraft zu setzen?
der Bundesfinanzen nicht vorgesehen. Der Bundesrat hat
das Eidgenössische Finanzdepartement beauftragt, die Ver- Texte de l'interpellation du 9 mars 1995
fassungsgrundlage der Alkoholpolitik zu überprüfen und ein On a de plus en plus souvent recours aux prestations Spitex
Konzept für die gesundheitspolitisch ausgerichtete Suchtmit- pour éviter le séjour en milieu hospitalier. Les bénéficiaires
telbewirtschaftung vorzulegen. de l'AVS utilisent environ un tiers des prestations Spitex.
La modification de la circulaire concernant les subventions
Le président: L'interpellatrice est partiellement satisfaite de aux organisations Spitex (art. 101 bis LAVS), annoncée par
la réponse du Conseil fédéral et demande la discussion. l'Ofas dans sa lettre du 3 février 1995, est inacceptable,
d'autant plus qu'elle prévoit une réduction rétroactive des
Abstimmung - Vote subventions en date du 1er janvier 1995.
Für den Antrag auf Diskussion 73 Stimmen Les communes ont voté les budgets 1995 des organisations
Dagegen 42 Stimmen Spitex dans le courant de l'année dernière. L'Ofas a procédé
à la modification des subventions sans que l'Association Spi-
Verschoben - Renvoyé tex suisse ni les associations cantonales ou locales n'aient
été consultées.
Je pose donc au Conseil fédéral les questions suivantes:
1. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas comme moi que la ré-
duction rétroactive des subventions accordées aux organisa-
#ST# 95.3107 tions Spitex va les plonger dans les chiffres rouges ou leur
poser des difficultés de trésorerie, car il leur est impossible
Interpellation Segmüller de trouver d'autres recettes en si peu de temps?
2. Le Conseil fédéral est-il conscient du fait que cette situa-
Beiträge an Spitex-Organisationen tion pourrait contraindre les organisations concernées à aug-
gemäss AHVG Artikel 101 bis. menter à court terme les tarifs des prestations Spitex ou à ré-
Rückwirkende Kürzung duire ces dernières, au détriment des personnes qui dépen-
Contributions aux organisations Spitex dent de l'aide et des soins à domicile?
3. Est-il judicieux de pénaliser tout spécialement les organi-
selon l'article 101 bis LAVS. sations économes, dont les réserves financières dépassent
Réduction rétroactive les dépenses annuelles, en réduisant ou supprimant les sub-
ventions aux organisations?
4. Le Conseil fédéral est-il prêt:
a. à accorder des crédits complémentaires, à court terme,
Wortlaut der Interpellation vom 9. März 1995 pour l'année en cours, afin de garantir aux organisations Spi-
Die Bedeutung von Spitex-Leistungen zur Vermeidung von tex des subventions qui équivalent aux montants habituels
Aufenthalten in stationären Einrichtungen nimmt laufend zu. (un tiers des charges salariales)?
Rund ein Drittel beträgt der Anteil an Spitex-Leistungen, wel- b. à prendre en considération la demande croissante de sub-
che von AHV-Bezügern in Anspruch genommen werden. ventions destinées aux organisations Spitex, lors de l'établis-
Die vom BSV mit Brief vom 3. Februar 1995 angekündigte sement du budget ordinaire de l'AVS pour 1996?
Änderung des Kreisschreibens bezüglich der Beitragspraxis 5. Le Conseil fédéral peut-il assurer qu'à l'avenir toute modi-
(AHVG Art. 101 bis) an Spitex-Organisationen ist inakzepta- fication des subventions sera examinée au préalable avec
bel. les organisations concernées, au lieu d'être mise en vigueur
Dies um so mehr, als diese Kürzung rückwirkend auf den rétroactivement?
1. Januar 1995 in Kraft gesetzt wurde. Die Budgets der Spi-
tex-Organisationen für 1995 sind von den Gemeinden bereits Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Bircher Peter,
Mitte 1994 verabschiedet worden. Die Änderung wurde vom Bonny, Bortoluzzi, Bürgi, Caccia, Chevallaz, Columberg,
BSV vorgenommen, ohne den Spitex-Verband Schweiz, die Darbellay, David, Deiss, Dormann, Eggly, Eymann Chri-
Spitex-Kantonalverbände oder die lokalen Spitex-Organisa- stoph, Fankhauser, Fasel, Gobet, Gonseth, Gros Jean-Mi-
tionen zu kontaktieren. chel, Grossenbacher, Gysin, Hafner Ursula, Heberlein, Hess
Folgende Fragen drängen sich auf: Otto, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jöri, Keller Anton,
1. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass aufgrund Kühne, Leemann, Leu Josef, Leuenberger Ernst, Maeder,
der rückwirkend in Kraft gesetzten Beitragspraxis die Spitex- Mamie, Mühlemann, Narbel, Pidoux, Pini, Rychen, Sandoz,
Organisationen vor Ort defizitär wirtschaften oder in Liquidi- Savary, Scheurer Rémy, Schmidhalter, Seiler Rolf, Sieber,
Interpellation Spoerry 1668 N 23 juin 1995
Singeisen, Spoerry, Stucky, Theubet, Vollmer, Wick, Zwah- Diese Frage ist ohne Zweifel nicht leicht zu beantworten.
len (53) Zum ersten ist schon unklar, welche Kriterien jemand erfüllen
muss, um als dem Mittelstand angehörend bezeichnet zu
Schriftliche Begründung - Développement par écrit werden. Zum zweiten wurde die sozioökonomische Katego-
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht rie des Mittelstandes bislang vor allem über das Gewerbe de-
eine schriftliche Antwort. finiert, während die grosse Gruppe der Unselbständigerwer-
benden in unteren und mittleren Kaderstellen eher vernach-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates lässigt werden. Das hat denn auch dazu geführt, dass die
vom 24. Mai 1995 Schweizerische Kaderorganisation eine Studie über die Aus-
Rapport écrit du Conseil fédéral wirkungen bestimmter politischer Entscheide und Gesetzge-
du 24 mai 1995 bungen auf den Mittelstand der Unselbständigerwerbenden
1. Die Anfang Februar 1995 bekanntgegebenen Beschlüsse hat ausarbeiten lassen. Auch politische Vorstösse nehmen
des Bundesamtes für Sozialversicherung für den Bereich der sich dieser Frage an. Andererseits konnte den Medien auch
Altershilfe betreffen die AHV-Subventionsbeiträge, die 1995 schon entnommen werden, die geäusserten Beunruhigun-
zur Ausrichtung gelangen. Das Subventionsgesetz schreibt gen seien unberechtigt. Der Mittelstand sei keineswegs un-
nämlich vor, dass bei Finanzhilfen, auf die kein Rechtsan- gebührlich belastet.
spruch besteht, die Budgetvorgaben einzuhalten sind. Da die Diese Tatsachen veranlassen mich zu den folgenden Fra-
Kürzungen unbedeutend sind und recht viele Vereine über gen:
Reserven verfügen, sollte es deswegen nicht zu Liquiditäts- I.Weiche Abgrenzung für die sozioökonomische Gruppe
engpässen kommen. «Mittelstand» erscheint sinnvoll (z. B. Einkommen, Ausbil-
2. Der Bundesrat erachtet solche Gefahren als gering. Die dung, Stellung im Beruf)?
Kürzung dürfte höchstens auf etwa 2 Prozent der jährlichen 2. Gibt es Untersuchungen in der Schweiz, welche aussage-
Einnahmen der einzelnen Organisation zu stehen kommen. kräftige Erkenntnisse auch in bezug auf den Mittelstand lie-
3. Nach den Bestimmungen des Subventionsgesetzes sollte fern, und zwar vor allem in den Bereichen Sozial- und Ge-
bei der Festlegung der Subvention auch auf die Eigenlei- sundheitspolitik unter spezieller Berücksichtigung der Fra-
stungsmöglichkeiten des Gesuchstellers geachtet werden. gen nach der Steuerbelastung und der Einkommensvertei-
Bei einer guten Vermögenslage gebietet es sich deshalb, die lung?
Subvention zu kürzen oder wegfallen zu lassen. Es muss da- 3. Werden die Resultate solcher Untersuchungen gesam-
her dem Verein, wie übrigens auch dem Altersrentner im Hin- melt und koordiniert? Und wenn nein, wäre eine stärker ver-
blick auf den allfälligen Bezug von Ergänzungsleistungen, netzte Beurteilung von vorliegenden Ergebnissen mit dem
zugemutet werden, vorerst einen Teil der eigenen Vermö- Ziel einer entscheidungsrelevanten Syntheseberichterstat-
gensmittel zu verwenden. tung nicht wünschbar?
4. Die von Parlament und Bundesrat geforderte Budgetdiszi- 4. Gibt es effektive Kenntnislücken, die geschlossen werden
plin verlangt einen Verzicht auf Nachtragskredite für das lau- müssten, um eine sachliche Beurteilung der verschiedenen
fende Jahr. Das Bundesamt für Sozialversicherung ist aber Auswirkungen staatlicher und gesetzgeberischer Tätigkeiten
bereit, die Subvention der Altershilfe so auszugestalten, dass auf den Mittelstand zu ermöglichen?
die Subventionshöhe mindestens 30 Prozent der anrechen- 5. Sieht der Bundesrat im Sinne der vorstehenden Fragen ei-
baren Löhne betragen wird. nen Handlungsbedarf? Und wenn ja, in welcher Form kann
5. Das Bundesamt für Sozialversicherung ist ebenfalls be- er diesem nachkommen?
reit, bei zukünftigen Änderungen im Bereich der Altershilfe-
subventionen die interessierten Organisationen vorgängig zu Texte de l'interpellation du 2 février 1995
begrüssen, sofern der Entscheid im Einflussbereich des Am- Afin que la Suisse soit équilibrée au plan social, il faut que sa
tes liegt. classe moyenne puisse s'appuyer sur des bases solides. Or,
ces derniers temps, la question s'est souvent posée de sa-
Le président: L'interpellatrice n'est pas satisfaite de la ré- voir si la classe moyenne est menacée dans notre pays et si
ponse du Conseil fédéral et demande la discussion. certaines décisions politiques contribuent à l'affaiblir et à ac-
centuer les différences sociales.
Abstimmung - Vote Il n'est certainement pas aisé de répondre à cette question.
Für den Antrag auf Diskussion 74 Stimmen D'abord on ne sait pas quels sont les critères d'appartenance
à la classe moyenne. Ensuite la catégorie socioéconomique
Dagegen 33 Stimmen
de la classe moyenne a jusqu'alors surtout été définie par
rapport aux commerçants, alors que l'important groupe des
Verschoben - Renvoyé
salariés occupant des postes de cadres inférieurs et moyens
a été plutôt négligé. En conséquence l'Association suisse
des cadres a fait faire une étude sur les effets de certaines
décisions politiques et activités législatives sur la classe
#ST# 95.3049 moyenne des salariés. Des interventions au plan politique
portent également sur cette question. Dans les médias, par
Interpellation Spoerry contre, on a pu lire que ces inquiétudes n'étaient pas fondées
et que la classe moyenne n'était nullement chargée outre
Datenkoordination mesure.
zum Thema Mittelstand Ces faits m'incitent à poser les questions suivantes:
1. Quelle délimitation paraît la mieux appropriée pour le
Classe moyenne. groupe socioéconomique qualifié de «classe moyenne» (par
Coordination des données exemple revenu, formation, position hiérarchique)?
2. Y a-t-il en Suisse des études qui fournissent des données
significatives concernant la classe moyenne, notamment
dans les domaines de la politique sociale et de la politique de
Wortlaut der Interpellation vom 2. Februar 1995 la santé, et qui tiennent particulièrement compte des ques-
Eine sozial ausgewogene Schweiz braucht einen breit veran- tions de la charge fiscale et de la répartition des revenus?
kerten Mittelstand. In der jüngeren Vergangenheit wird ver- 3. Rassemble-t-on et coordonne-t-on les résultats de ces
mehrt die Frage aufgeworfen, ob der Mittelstand in unserem études? Dans la négative, ne serait-il pas souhaitable d'éva-
Land gefährdet sei und ob politische Entscheide mithelfen, luer plus globalement les résultats disponibles en vue de per-
den Mittelstand zu schwächen und die sozialen Unterschiede mettre l'élaboration d'un rapport de synthèse qui facilite les
in der Schweiz zu vergrössern. décisions à prendre?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Segmüller Beiträge an Spitex-Organisationen gemäss AHVG Artikel 101 bis.
Rückwirkende Kürzung
Interpellation Segmüller Contributions aux organisations Spitex selon l'article 101 bis
LAVS. Réduction rétroactive
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3107
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 1667-1668
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