Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 95-3030 KI-generiert

Federal Council to Study Additional Direct Tourist Train Connections

Geschäftsnummer VPB 95-3030
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The postulate requested the Federal Council to study the possibility of introducing additional alternating direct train connections to tourist regions before the full realization of the "Bahn 2000" project, aiming to reduce passenger transfers and improve travel convenience. The Federal Council agreed to accept the postulate, acknowledging that while "Bahn 2000" aims to reduce transfers, implementing some direct connections earlier could significantly benefit travelers, especially families with luggage, by offering more direct routes and avoiding missed connections due to delays, even if it meant slightly fewer direct options on some specific routes.

Legislator-Regeste

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Art. 1614 N; Federal Council to Study Additional Direct Tourist Train Connections: The Federal Council agreed to accept the postulate, acknowledging that while "Bahn 2000" aims to reduce transfers, implementing some direct connections earlier could significantly benefit travelers, especially families with luggage, by offering more direct routes and avoiding missed connections due to delays, even if it meant slightly fewer direct options on some specific routes.

Schlagwörter

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Eisenbahnverkehr Fremdenverkehrspolitik Kombinierter Verkehr Grenzgänger Alternativanknüpfung Maßnahmen im Verkehrssektor

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 1614 N
This is the provision under which the postulate was discussed and decided upon.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 1614 N

This is the provision under which the postulate was discussed and decided upon.

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Volltext

Postulat Gadient 1614 N 23 juin 1995

Schriftliche Erklärung des Bundesrates lich oder mindestens abschnittweise neuer, direkter Zugslauf

Déclaration écrite du Conseil fédéral und damit für viele Orte eine neue umsteigefreie Verbindung

Le Conseil fédéral propose de rejeter le postulat. angeboten werden .... Dem reisegewohnten Geschäftsmann

bietet sich halbstündlich die Verbindung .... an, während die

Abgelehnt - Rejeté zeitlich flexiblere und weniger mobile Familie mit Gepäck für

ihre Reise .... den durchlaufenden Zug wählen wird Häu-

figere und zusätzlich neue direkte Verbindungen bewirken

gemeinsam eine starke Reduktion der durchschnittlichen

Wartezeit der Reisenden bei nach wie vor unumgänglichem

#95.3030

ST#

Umsteigen im Intercity- und Schnellzugsverkehr.» (S. 19f.).

In den Abstimmungserläuterungen von 1987 zu

Postulat Gadient «Bahn 2000» schrieb der Bundesrat:

- «Rascher ans Ziel

Bahnverbindungen Hochgeschwindigkeitsbahnen wie der französische TGV

nach Tourismusregionen sind für die kleinräumige Schweiz nicht die richtige Lösung.

Liaisons ferroviaires Bessere Anschlüsse, erleichtertes Umsteigen, neue Direkt-

vers les régions touristiques verbindungen und nicht zuletzt modernste Lokomotiven mit

besserer Beschleunigung und höherer Geschwindigkeit wer-

den die Reisezeit trotzdem erheblich verringern.

- Weniger umsteigen

Wer angenehm reisen will, möchte bis ans Ziel im gleichen

Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1995 Wagen sitzen bleiben. 'Bahn 2000' bietet bedeutend mehr di-

Mit der Botschaft von 1985 zu «Bahn 2000» hat der Bundes- rekte Zugsverbindungen.» (S. 4).

rat zahlreiche neue Direktverbindungen in Aussicht gestellt. Untersuchungen in Frankreich haben gezeigt, dass bei um-

Die Verwirklichung wird aber noch einige Jahre dauern. Der steigefreien Verbindungen nach Touristenorten die Zahl der

Bundesrat wird deshalb eingeladen, schon vor der vollstän- Bahnbenützer erheblich zunimmt.

digen Realisierung der ersten Etappe von «Bahn 2000» die Heute bestehen zum Beispiel schon umsteigefreie Verbin-

Möglichkeit von zusätzlichen alternierenden Direktverbin- dungen von Basel nach Chur und von Basel ins Berner Ober-

dungen zu prüfen, zum Beispiel: land und ins Oberwallis. Es bestehen aber keine Direktver-

- zu den geraden Stunden je ein Direktzug Genf-Lausanne- bindungen von der Romandie und Bern nach der Tourismus-

Bern-Zürich-Flughafen-St. Gallen und Basel-Zürich-Chur, region Graubünden.

- zu den ungeraden Stunden Genf-Lausanne-Bern-Zürich- Zur Verbesserung der Umsteigeverhältnisse in Chur, wo aus

Chur und Basel-Zürich-Flughafen-St. Gallen. technischen Gründen immer umgestiegen werden muss,

werden grosse Anstrengungen unternommen. Es müssen

Texte du postulat du 31 janvier 1995 aber auch andere Schwachstellen in der Transportkette be-

Le Conseil fédéral envisage dans son message de 1985 sur seitigt werden, zum Beispiel das Umsteigen in Zürich. So-

«Rail 2000» de nombreuses nouvelles liaisons directes dont lange die erste Etappe von «Bahn 2000» nicht realisiert ist,

la réalisation s'étendra cependant sur plusieurs années. könnte möglicherweise das gleiche Prinzip, wie es in der Bot-

Avant la fin des travaux de la première étape de «Rail 2000», schaft von 1985 beschrieben wurde, im Zweistundentakt be-

le Conseil fédéral est donc invité à étudier la possibilité d'ins- folgt werden. Mit Direktzügen alle zwei Stunden kann den

taurer des liaisons alternées supplémentaires, par exemple: weniger zeitgebundenen Feriengästen das Umsteigen er-

-aux heures paires: un train direct Genève-Lausanne- spart werden, und bei Verspätungen wird mit der Direktver-

Berne-Zurich-Aéroport-Saint-Gall et Bâle-Zurich-Coire; bindung sicher der Anschlusszug nicht verpasst.

- aux heures impaires: un train direct Genève-Lausanne- Mit solchen alternierenden Direktverbindungen entfallen

Berne-Zurich-Coire et Bâle-Zurich-Aéroport-Saint-Gall. wohl einzelne umsteigefreie Verbindungen von Bern zum

Flughafen Zürich. Hingegen erhält Basel mehr Direktverbin-

Mitunterzeichner- Cosignataires: Béguelin, Bezzola, Bonny, dungen zum Flughafen Zürich und nach St. Gallen. Der

Bundi, Columberg, Danuser, Diener, Eggly, Eymann Chri- Nachteil der kleineren Zahl von Direktzügen zwischen Bern

stoph, Fischer-Hägglingen, Giger, Graber, Gros Jean-Mi- und Flughafen Zürich fällt nicht so ins Gewicht, weil zahlrei-

chel, Grossenbacher, Hämmerle, Mari, Iten Joseph, Kühne, che Intercity-Züge zwischen den «Stundenzügen» von Bern

Maeder, Marti Werner, Maurer, Meyer Theo, Poncet, Rei- zum Flughafen Zürich fahren. Zudem ist das Gepäck für

mann Maximilian, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Schmid Flugreisen ohnehin nicht so gross, und ab Zürich Hauptbahn-

Peter, Schmid Samuel, Seiler Rolf, Spoerry, Tschäppät Alex- hof bestehen zahlreiche Zugsverbindungen zum Flughafen.

ander, Tschopp, Wanner, Weyeneth, Wiederkehr, Wyss Wil- Möglicherweise können auch «Flügelzüge» gebildet werden,

liam, Zbinden (38) die sich in Zürich trennen und getrennt nach Chur bzw.

St. Gallen weiterfahren.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Im Konkurrenzkampf zwischen Bahn und Privatauto im Feri- Schriftliche Erklärung des Bundesrates

enverkehr hat die Bahn den grossen Nachteil des Umstei- vom 31. Mai 1995

gens mit Gepäck. Besonders in den grossen Bahnhöfen wie Déclaration écrite du Conseil fédéral

Zürich ist das Umsteigen für eine Familie mit Feriengepäck du 31 mai 1995

aufwendig. Dazu kommt, dass bei Verspätungen die An- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

schlüsse oft nicht abgewartet werden und der Reisende ner-

vös wird, weil er nicht weiss, ob der Anschluss abgewartet Überwiesen - Transmis

wird. Der Bundesrat schrieb dazu im «Bericht über das Kon-

zept 'Bahn 2000' und Botschaft über den Bau neuer Linien

der Schweizerischen Bundesbahnen (vom 16. Dezember

1985)»:

«Die Notwendigkeit zum Umsteigen beeinträchtigt die Wett-

bewerbsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs gegenüber dem

Auto. Das Konzept 'Bahn 2000' kann diesen Nachteil zwar

nicht eliminieren, aber doch erheblich abschwächen. Mit der

Fahrplanverdichtung vom Stunden- zum Halbstundentakt

auf den verkehrsstarken Streckenabschnitten kann in vielen

Fällen mit dem einen oder anderen Zug stündlich ein gänz-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Gadient Bahnverbindungen nach Tourismusregionen

Postulat Gadient Liaisons ferroviaires vers les régions touristiques

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 95.3030

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 1614-1614

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Ref. No 20 025 833

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