Motion to Strengthen KWF for SME Research and Development Passes
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion called for a quantitative and qualitative strengthening of the Commission for the Promotion of Scientific Research (KWF) to improve access to research and development for small and medium-sized enterprises (SMEs). The government acknowledged the KWF's crucial role in technology transfer and innovation, particularly for SMEs which constitute a significant portion of employment. While agreeing with the underlying goal, the government requested the motion be converted into a postulate due to budgetary constraints and to maintain proper legislative procedure between the chambers, emphasizing their commitment to reinforcing the KWF when circumstances permit. The motion ultimately passed with 60 votes to 44.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 al. 1 CO; Motion to Strengthen KWF for SME Research and Development Passes: The government acknowledged the KWF's crucial role in technology transfer and innovation, particularly for SMEs which constitute a significant portion of employment. While agreeing with the underlying goal, the government requested the motion be converted into a postulate due to budgetary constraints and to maintain proper legislative procedure between the chambers, emphasizing their commitment to reinforcing the KWF when circumstances permit. The motion ultimately passed with 60 votes to 44.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision is implicitly referenced as the motion was transformed into a postulat. In the Swiss parliamentary system, motions that are not accepted as motions are often converted into postulates, which are requests for the government to examine or implement a policy.
Volltext
Motion Wick 1794 N 19 septembre 1995
#ST# 95.3027 Ebene durch die Beteiligung an den Forschungsprogrammen
der EU oder an Eureka. Dabei ist namentlich die Kommission
Motion Wick zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (KWF) des
Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (Bundes-
Verbesserter Zugang amt für Konjunkturfragen) das Schlüsselinstrument des bun-
zu Forschung und Entwicklung desstaatlich geförderten Technologietransfers. Entspre-
für Klein- und Mittelunternehmen chend ihrem gesetzlichen Auftrag verknüpft die KWF praxis-
orientierte Forschungsförderung direkt mit der Umsetzung
Développement der Ergebnisse durch die Wirtschaft. Sie ist damit ein wichti-
des petites et moyennes entreprises. ges, allseitig anerkanntes und ordnungspolitisch unbestritte-
Accès à la recherche nes Instrument der Innovationsförderung und eines der weni-
gen Instrumente zur Erhaltung respektive vor allem zur
Schaffung von Arbeitsplätzen.
Der Bundesrat anerkennt die wirtschaftspolitische Bedeu-
Wortlaut der Motion vom 30. Januar 1995 tung dieses Instrumentes insbesondere zur Stärkung der In-
Der Bundesrat wird aufgefordert, die von ihm wiederholt in novationskraft unserer KMU. Nur bei intakter Wettbewerbsfä-
Aussicht gestellte quantitative und qualitative Stärkung der higkeit unserer KMU wird es gelingen, allmählich von der viel
Kommission zur Förderung der wissenschaftlichen For- zu hohen Sockelarbeitslosigkeit herunterzukommen. Dies
schung (KWF) zu verwirklichen. hat denn auch den Bundesrat veranlasst, die KWF zu beauf-
tragen, in der kommenden Rahmenkreditperiode ihre Aktivi-
Texte de la motion du 30 janvier 1995 täten noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer KMU auszu-
Le Conseil fédéral est chargé de renforcer, en effectifs et en richten, die nicht weniger als drei Viertel aller Arbeitsplätze in
qualité, la Commission pour l'encouragement de la recher- unserem Lande stellen.
che scientifique (Gers), comme il l'a souvent laissé entendre. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Forderung nach ei-
ner qualitativen und quantitativen Stärkung der KWF schon
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bircher Pe- seit langem im Räume steht. Sie ist in den letzten zwei Jah-
ter, Blatter, Bürgi, Caccia, Columberg, Darbellay, David, ren von verschiedensten Kreisen mit Nachdruck erneuert
Deiss, Dormann, Ducret, Engler, Epiney, Fasel, Fischer-Sur- worden: einzelne Vorstösse aus dem Ständerat (u. a. Motion
see, Gobet, Grossenbacher, Hess Peter, Hildbrand, Iten der WBK/SR vom 21. Februar 1995) sowie eine Stellung-
Joseph, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Lepori Bonetti, Leu nahme der GPK des Ständerates (Schreiben vom 7. April
Josef, Maître, Oehler, Raggenbass, Ruckstuhl, Schmid- 1995 an den Chef EVD), die Thesen des Vorortes zur Wis-
halter, Schnider, Segmüller, Stamm Judith, Theubet, Zwah- senschaftspolitik vom Mai 1994 sowie das Positionspapier
len (35) einer Gruppe von hochrangigen Wirtschaftsvertretern unter
der Leitung von alt Nationalratspräsident Bremi vom 12. Sep-
tember 1994.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zu den qualitativen Aspekten:
Die rasche Diffusion neuer Erkenntnisse in die Wirtschaft bil- Die qualitative Stärkung der KWF ist eine Daueraufgabe der
det ein Schlüsselelement für die Aufrechterhaltung der Wett- für dieses Förderinstrument verantwortlichen Organe. Gefor-
bewerbsfähigkeit. Ein steigender Stand der Technologie und dert sind kontinuierliche Anstrengungen, um die Wirkung der
deren rasche Veränderung stellt aber immer grössere Anfor- eingesetzten Bundesmittel gemäss den gesetzlichen Zielvor-
derungen an die Kenntnisse und Fähigkeiten der Unterneh- gaben zu erhöhen. In dieser Hinsicht hat die KWF in den letz-
mensführung. Die Klein- und Mittelunternehmen (KMU) ver- ten Jahren beachtliche Fortschritte erzielt. Dank weitestge-
fügen oft weder über die Infrastruktur noch über die personel- hender Informatisierung der Abläufe und eines weit über-
len Ressourcen, welche zur Meisterung der anstehenden durchschnittlichen Einsatzes der im Milizsystem arbeitenden
technologischen Herausforderungen notwendig wären. Da- Kommissionsmitglieder wird ein ausserordentlich günstiges
von hängt jedoch das Gedeihen vieler Betriebe in hohem Verhältnis zwischen dem administrativen Aufwand und den
Masse ab. eingesetzten Bundesmitteln erzielt. Zudem stellt der Wettbe-
In Zeiten eines beschleunigten technologischen Wandels werb um knappe KWF-Mittel ein wirksames Mittel zur Steige-
nehmen die Kosten sprunghaft zu. Da die KMU im Unter- rung der Qualität der geförderten Forschungsvorhaben dar.
schied zu Grossbetrieben sich oft nur punktuell im For- Zu den quantitativen Aspekten:
schungs- und Entwicklungsbereich engagieren können, ist Dazu hat der Bundesrat in seiner Botschaft über die Finan-
bei kleineren Firmen die Gefahr grösser, den Anschluss zu zierung der Tätigkeit der KWF vom 28. November 1994 wie
verpassen. Von zentraler Bedeutung ist daher ein möglichst folgt Stellung genommen: «Der von verschiedener Seite seit
offener Zugang zu der vom Staat unterstützten Forschung. Jahren geforderten quantitativen Stärkung der KWF .... kann
Durch eine enge und vernetzte Zusammenarbeit zwischen auch in der kommenden Legislaturperiode wegen der ange-
Forschungsstätten und der Wirtschaft, im Rahmen konkreter, spannten Finanzlage nicht im erwünschten Masse entspro-
durch die KWF unterstützter Projekte, kann dies verwirklicht chen werden.»
werden. Solche Verbundprojekte beschleunigen die Umset- In Kenntnis der Bedeutung der angewandten Forschung im
zung neuer technischer Erkenntnisse in erfolgreiche Markt- allgemeinen und der KWF im besonderen für die Schaffung
leistungen. Eine qualitative und quantitative Stärkung der von zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen vor allem in den KMU
KWF wird es erlauben, ihr Leistungsangebot noch mehr an beantragt der Bundesrat, die Motion nicht einfach abzu-
die spezifischen Bedürfnisse der KMU anzupassen. schreiben, sondern vielmehr in ein Postulat umzuwandeln. Er
wird im Rahmen der zukünftigen Entscheide über den Bun-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates deshaushalt, d. h. im gegebenen Moment, die wirtschafts-
vom 6. Juni 1995 politische Tragweite der verschiedenen Forschungsinstru-
Rapport écrit du Conseil fédéral mente würdigen.
du 6 juin 1995
Der Bundesrat verfügt über verschiedene Instrumente, die Schriftliche Erklärung des Bundesrates
den Klein- und Mittelunternehmungen (KMU) den Zugang zur Déclaration écrite du Conseil fédéral
Forschung erleichtern. Er unternimmt im Rahmen seines be- Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
grenzten finanziellen Spielraums grosse Anstrengungen, die- wandeln.
sem Ziel nachzuleben - auf nationaler Ebene durch die Inno-
vations- und Technologieförderung via Kommission zur För- Wick Hugo (C, BS): Warum bin ich so verwegen, an der Mo-
derung der wissenschaftlichen Forschung oder durch die tion festzuhalten? Aus dem ganz einfachen Grund, weil der
Schaffung von Schwerpunktprogrammen, auf europäischer Bundesrat die Motion eigentlich in allen seinen Aussagen un-
19. September 1995 N 1795 Motion Wick
terstützt. So heisst es in der Botschaft (S. 2): «Die Kommis-
sion zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung
(KWF).... ist das Schlüsselinstrument des bundesstaatlich
geförderten Technologietransfers .... (Sie) ist damit ein wich-
tiges, allseitig anerkanntes und ordnungspolitisch unbestrit-
tenes Instrument der Innovationsförderung zur Erhaltung re-
spektive Schaffung von Arbeitsplätzen.»
Dann hat der Bundesrat im Zusammenhang mit den for-
schungspolitischen Zielen geschrieben: «Der Bundesrat ist
entschlossen, die KWF in die Lage zu versetzen, die Zusam-
menarbeit zwischen Forschungsinstituten und Industrie stär-
ker zu stimulieren, dies namentlich durch eine Erhöhung der
Mittel und mit Hilfe von Impulsprogrammen auf Gebieten, die
der Wirtschaft nahestehen.»
Das alles wird durch hochrangige Vertreter aus der Wirt-
schaft unter dem Vorsitz von alt Nationalratspräsident Bremi,
vom Vorort und von der Geschäftsprüfungskommission des
Ständerates unterstützt. Damit bleibt Ihnen nur noch übrig,
der Motion bitte zuzustimmen. Ich arbeite hier nicht ohne
Netz. Das Postulat wird vom Bundesrat sowieso erfüllt, denn
er steht eigentlich voll hinter meiner Motion.
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Nous avons les
mêmes vues, M. Wick et moi, et notre intention, dès que les
circonstances le permettent, est bel et bien de renforcer cet
instrument central qu'est la Gers.
Si le Conseil fédéral ne peut pas se rendre à la notion de la
motion et si le Conseil fédéral vous demande de la traiter
comme postulat, c'est tout simplement parce qu'il s'agit ici
d'un domaine de sa compétence et que, pour des raisons de
bon comportement entre nos deux Conseils, nous imaginons
ici que seule la formule du postulat puisse convenir car, a
contrario, une motion qui serait acceptée ici pourrait faire sur-
gir toutes sortes d'autres motions dans toutes sortes d'autres
domaines où on aurait aussi de bonnes raisons de souhaiter
une accentuation de la politique. Je crois que ce ne serait pas
sage de vouloir aller dans une telle direction.
Au total, j'enregistre la demande. Je constate que la formule
correspond à nos besoins, mais je vous demande de ne pas
l'accepter comme motion.
Abstimmung - Vote
Für Überweisung der Motion 60 Stimmen
Dagegen 44 Stimmen
Schluss der Sitzung um 13.15 Uhr
La séance est levée à 13 h 15
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Wick Verbesserter Zugang zu Forschung und Entwicklung für Klein- und
Mittelunternehmen
Motion Wick Développement des petites et moyennes entreprises. Accès à la recherche
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3027
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.09.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 1794-1795
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