Parliamentary Debate and Media Access Initiative Rejected
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document details parliamentary decisions on various interpellations and proposals. Key among them, the National Council rejected a parliamentary initiative seeking to improve electronic media access to debates, opting instead for a postulat that allowed for experimental broadcasts and an analysis of their impact. The council also addressed issues such as the possibility of written parliamentary statements, the reporting of parliamentary work, and proposals for training programs for foreign parliamentarians. Additionally, it covered a motion questioning a parliamentarian's statement about conflicts of interest among members and a postulat concerning the publication of written committee reports. The Bureau proposed closing or considering these matters as fulfilled, which the National Council adopted.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 aus, Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 5 pro; Parliamentary Debate and Media Access Initiative Rejected: Key among them, the National Council rejected a parliamentary initiative seeking to improve electronic media access to debates, opting instead for a postulat that allowed for experimental broadcasts and an analysis of their impact. The council also addressed issues such as the possibility of written parliamentary statements, the reporting of parliamentary work, and proposals for training programs for foreign parliamentarians. Additionally, it covered a motion questioning a parliamentarian's statement about conflicts of interest among members and a postulat concerning the publication of written committee reports. The Bureau proposed closing or considering these matters as fulfilled, which the National Council adopted.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in relation to the classification of interventions by the Bureau.
Volltext
Interventions. Classement 2014 N 2 octobre 1995
Art. 2 Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Antrag des Büros Für Annahme des Entwurfes 87 Stimmen
Abs. 1 Dagegen 63 Stimmen
Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung bilden die
Organisation und die Amtsführung der Pensionskasse des
Bundes (PKB) und die Amtsführung des Eidgenössischen Fi- An den Ständerat - Au Conseil des Etats
nanzdepartementes in bezug auf die PKB.
Abs. 2
Im Rahmen dieses Auftrages umfasst die Untersuchung
auch die Zusammenarbeit der PKB mit den Amtsstellen der
Bundesverwaltung und mit den der PKB angeschlossenen #ST# 95.063
Organisationen.
Vorstösse
Art. 2 aus dem Aufgabenbereich des Büros.
Proposition du Bureau Abschreibung
AI. 1
Les commissions sont chargées d'enquêter sur l'organisation Interventions
et la conduite de la Caisse fédérale de pensions (CFP) ainsi de la compétence du Bureau.
que sur la conduite des affaires du Département fédéral des Classement
finances relativement à la CFP.
Al. 2 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Dans les limites du présent mandat, cette enquête porte éga-
lement sur la collaboration de la CFP avec les services de
l'administration fédérale et avec les organisations affiliées à
la CFP. Frey Claude (R, NE) unterbreitet im Namen des Büros den
folgenden schriftlichen Bericht:
Angenommen - Adopté
Im ratseigenen Bereich sind in den vergangenen Jahren Vor-
Art. 3 stösse überwiesen worden, mit denen die Prüfung von Ände-
Antrag des Büros rungen bzw. Neuerungen in der Organisation und dem Ver-
Die Kommissionen erstatten den beiden Räten Bericht über fahren der Räte verlangt wurden. Am Ende der Legislatur-
ihre Untersuchungen sowie über allfällige Verantwortlichkei- periode erstattet Ihnen das Büro über die Prüfung die bei-
ten und institutionellen Mängel. Sie unterbreiten die nötigen liegenden Berichte. Gleichzeitig beantragt es Ihnen die Ab-
Vorschläge für Massnahmen organisatorischer und rechtli- schreibung dieser Vorstösse:
cher Art. - 86.495. Debatten des Nationalrates. Integrale TV-Übertra-
gung (N 9.10.1986, Frey-Neuenburg);
Art. 3 - Ad 86.229. Berichterstattung über die Parlamentsarbeit
Proposition du Bureau (N 20.3.1987, Kommission);
Les commissions font rapport aux deux Chambres sur les ré- - Ad 89.075. Ausbildungsangebot der Parlamentsdienste
sultats de leurs travaux et, le cas échéant, sur les responsa- (N 13.3.1990, Kommission für auswärtige Angelegenhei-
bilités et lacunes constatées sur le plan institutionnel. Elles ten);
font des propositions quant aux mesures à prendre sur le - 89.523. Aussagen eines Nationalrates im deutschen Fern-
plan de l'organisation et sur le plan juridique. sehen (N 19.3.1990, Stucky);
-89.609. Schriftliche Abgabe von Voten (N 23.3.1990, Jae-
Angenommen - Adopté ger);
- 90.629. Amtliches Bulletin. Veröffentlichung von Berichten
Art. 4 (N 5.10.1990, Ducret).
Antrag des Büros A. Postulat Ad 86.229. Berichterstattung über die Parla-
Die Mitglieder der Untersuchungskommissionen können sich mentsarbeit;
nicht vertreten lassen. Postulat 86.495. Debatten des Nationalrates. Integrale TV-
Übertragung
Art. 4 l. Texte der Postulate
Proposition du Bureau - Postulat Ad 86.229. Berichterstattung über die Parlaments-
Les membres des commissions d'enquête ne peuvent pas se arbeit:
faire représenter. Am 20. März 1987 lehnte der Nationalrat eine parlamentari-
sche Initiative Borei ab, mit welcher über eine Änderung des
Angenommen - Adopté Geschäftsreglementes des Nationalrates der Zugang der
elektronischen Medien zu den Debatten des Nationalrates
Art. 5 verbessert werden sollte. Der Rat stimmte aber dem folgen-
Antrag des Büros den Postulat der vorberatenden Kommission zu:
Abs. 1 «Mit dem Ziel, die Berichterstattung über die Parlamentsar-
Dieser Beschluss ist nicht allgemeinverbindlich; er untersteht beit in den elektronischen Medien zu verstärken, wird:
nicht dem Referendum. 1. der SRG gestattet, während zwei Jahren in einer Ver-
Abs. 2 suchsphase verschiedene Berichterstattungsvarianten (Er-
Er tritt sofort in Kraft. weiterung der täglichen Berichterstattung, Direktübertragung
von Vormittagsdebatten, Direktübertragung einer Debatte
Art. 5 pro Session) zu prüfen; und
Proposition du Bureau 2. das Büro eingeladen, eine Kommission mit der Begleitung
AI. 1 und Analyse dieser Versuche zu beauftragen, insbesondere
Le présent arrêté, qui n'est pas de portée générale, n'est pas was die Auswirkung auf die Ratsarbeit betrifft. Die Kommis-
sujet au référendum. sion soll nach Ablauf der Versuchsphase Bericht erstatten.»
Al. 2 - Postulat 86.495. Debatten des Nationalrates. Integrale TV-
II entre en vigueur dès son adoption. Übertragung:
Am 9. Oktober 1986 überwies der Nationalrat das folgende
Angenommen - Adopté Postulat Frey-Neuenburg:
2. Oktober 1995 2015 Vorstösse. Abschreibung
«Mit grosser Mehrheit hat es der Nationalrat abgelehnt, die nälen) darauf hin, dass die Frage der Verbreitung der Parla-
Tschernobyl-Debatte' vollständig übertragen zu lassen. We- mentsarbeit in der Öffentlichkeit in einem weiteren Rahmen
gen dieses Entscheides haben uns die Medien, insbeson- diskutiert werden muss.
dere Radio und Fernsehen, der Obstruktion bezichtigt. Radio B. Postulat Ad 89.075. Ausbildungsangebot der Parlaments-
und Fernsehen der Welschschweiz erklärten gar, der Natio- dienste
nalrat habe den Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen, 1. Mit diesem als Motion eingereichten und vom Rat am
was überhaupt nicht stimmt. 13. März 1990 als Postulat überwiesenen Vorstoss wurde
Aufgrund dieser Desinformation wird das Büro unseres Ra- das Büro beauftragt zu prüfen, ob im Rahmen eines Beitra-
tes ersucht, die vollständige und regelmässige Übertragung ges von schweizerischen Dienstleistungen zugunsten aus-
aller Nationalratsdebatten vorzuschlagen. Die Kosten wer- ländischer Staaten, welche Demokratie, Menschenrechte
den bescheiden sein, und das Parlament wird zeigen kön- und Parteienpluralismus verwirklichen wollen, die folgenden
nen, dass es sich für seine Verhandlungen grösstmögliche Massnahmen vorzukehren seien:
Transparenz wünscht.» «Die Parlamentsdienste werden beauftragt, ein Ausbildungs-
II. Das Büro beauftragte die bereits für die Vorberatung der und Besuchsprogramm in Zusammenarbeit mit Vertretern
parlamentarischen Initiative Borei zuständige Kommission, des Parlamentes auszuarbeiten und vorzulegen, welches im
die beiden Postulate zu prüfen. Diese Kommission erarbei- wesentlichen folgenden Zielsetzungen dienen sollte:
tete zusammen mit der SRG einen Plan für die von ihr ver- a. praktische Einführung in die Funktionsweise des schwei-
langten Versuche. Der erste Versuch bestand in der Direkt- zerischen Parlamentes;
übertragung der Debatte vom 3. Juni 1987 über die Totalre- b. Vermittlung von Fachwissen, das für die Planung, Organi-
vision der Bundesverfassung. Die Direktübertragung wurde sation und Abwicklung der parlamentarischen Arbeit benötigt
von Bundeshausjournalisten in den drei Amtssprachen be- wird;
gleitet und kommentiert. Im zweiten Versuch wurden wäh- c. praktische Vermittlung der Beziehungen und des Zusam-
rend einer Sessionswoche (8.-10.12.1987) die Vormittags- menspiels zwischen Verwaltung einerseits und Parlament
debatten aus dem Nationalratssaal direkt übertragen und andererseits als Konkretisierung des Prinzips der Gewalten-
kommentiert. In diese Woche fiel am 9. Dezember 1987 die trennung.»
Gesamterneuerung des Bundesrates (Neuwahl der Bundes- Ziel dieses Vorstosses war es, den Reform- und Demokra-
räte Felber und Ogi). Der dritte Versuch bestand in der Erwei- tisierungsprozess in der Welt durch gezielte, parlaments-
terung der täglichen Zusammenfassungen auf ungefähr eigene Anstrengungen zu unterstützen.
20 Minuten in allen drei Regionen mit Ausschnitten aus den 2. Insbesondere seit dem Fall der Berliner Mauer und dem
Nationalratsdebatten, die jeweils nach den zweiten Abend- Entstehen von neuen Staaten in Mittel- und Osteuropa sind
ausgaben der «Tagesschau» ausgestrahlt wurden. Dieser die Bemühungen zur Unterstützung des Demokratisierungs-
Versuch wurde in der Woche vom 13.-16. Juni 1988 durch- prozesses auf verschiedensten Ebenen verstärkt worden. Zu
geführt. erwähnen sind etwa das vom Europarat gegründete Institut
Die SRG führte für alle drei Versuchsvarianten Untersuchun- für Demokratie, das auch von der Schweiz finanziell unter-
gen (Einschaltquoten usw.) durch und legte der Kommission stützt wird, die Bemühungen der schweizerischen Hochschu-
ihre Erfahrungen damit dar. Die Beachtung der Direktübertra- len (Institut für Föderalismus an der Universität Freiburg) so-
gungen (Varianten 1 und 2) durch die Zuschauerinnen und wie die diversen Programme der Interparlamentarischen
Zuschauer war mit Ausnahme der Bundesratswahlen sehr Union (IPU). Aber auch zahlreiche private Organisationen
gering. Gemessen am Aufwand (zusätzliche Journalisten und Personen nehmen sich der Aufgabe an und vermitteln
und Produktionsmittel) war der Nutzen bescheiden. Zudem «Demokratie-Know-how» sowohl vor Ort als auch mit ent-
stellte sich die Sprachenfrage, vor allem für die Übertragun- sprechenden Seminaren und Tagungen in der Schweiz.
gen in die Westschweiz und den Tessin, sowie die Frage Mitglieder der Bundesversammlung und die Parlamentsdien-
nach der Planbarkeit der Debatten. Der dritte Versuch ste haben zwar nicht - wie mit dem Vorstoss verlangt -
brachte für die SRG keine grundsätzlich neuen Erfahrungen, eigene Ausbildungs- und Besuchsprogramme ausgearbeitet,
da solche Zusammenfassungen in zwei Regionen (DRS und beteiligen sich aber in vielfältiger Weise an der Vermittlung
TSR) bereits üblich waren. Bei allen Versuchen stellte sich von Kenntnissen über Organisation und Ablauf der Parla-
die Frage nach der Berücksichtigung des gleichzeitig tagen- mentsarbeit in der Schweiz.
den Ständerates. Die SRG errechnete 1988 für die Auswei- In der vom Postulat gewünschten Richtung ist Verschiede-
tung der Berichterstattung Mehrkosten von ungefähr 190 000 nes unternommen worden. So war der Generalsekretär des
Franken pro Jahr (ohne Kosten der PTT für die Ausstrahlung polnischen Parlamentes während einer Woche bei den Par-
der Direktübertragungen). lamentsdiensten zu Gast. Drei Beamte des albanischen Par-
Die Kommission, welche diese Versuche begleitete, führte lamentes haben während drei Tagen unser Land und seine
mehrere Sitzungen und Visionierungen durch. Sie kam da- Einrichtungen besucht. Mehrere Beamte des Informatikdien-
bei einstimmig zum Schluss, dass sich die Nationalratsde- stes des rumänischen Parlamentes absolvierten einen Stage
batten für Direktübertragungen nur bei besonderen Anläs- bei unserem Informatikdienst. Beamte des Sprachdienstes
sen (Bundesratswahlen, wichtige Debatten) eignen. Unter des südafrikanischen Parlamentes und eine Beamtin des
Berücksichtigung des Öffentlichkeitsprinzips bei den Rats- Wirtschafts- und Sozialrates der Europäischen Union haben
verhandlungen sollte das Büro eine offene Bewilligungspra- sich über die Funktionsweise unseres mehrsprachigen Par-
xis für Direktübertragungen anstreben. Die Kommission lamentes informieren lassen. In diesem Jahr werden Mitar-
befürwortete die Form der zusammenfassenden Berichter- beiter der Parlamente Rumäniens und der Komoren erwartet.
stattung, wobei die Meinungen über die Länge der Debatten Jedes Jahr empfangen wir eine Gruppe von Parlamentsbe-
(10, 20 oder 30 Minuten) und die gestalterische Freiheit für amten aus Entwicklungsländern, die bei der Interparlamenta-
die SRG geteilt waren. Die Kommission war sich der Tatsa- rischen Union in Genf zu Gast sind, während eines Tages in
che bewusst, dass der Erfolg solcher Sendungen im we- Bern, um sie über die schweizerischen Institutionen und die
sentlichen von den Fähigkeiten der Moderatorinnen und Mo- Funktionsweise unseres Parlamentes zu unterrichten.
deratoren abhängt. Die Bundesversammlung unterstützt über das Programm
Nach dem Entscheid der Kommission über die durchgeführ- Pardoc (Parlement-documentation) der Internationalen Ver-
ten Versuche haben sich bei der Programmstruktur der SRG sammlung der Parlamentarier französischer Sprache die An-
aber auch mit den Veränderungen bei den elektronischen strengungen der afrikanischen Parlamente, sich mit Doku-
Medien neue Voraussetzungen ergeben. Für die Berichter- mentationseinrichtungen zu versehen.
stattung über die Bundespolitik stehen heute, insbesondere 3. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass ein
auch mit dem Sender «Schweiz 4», neue Sendegefässe zur pragmatisches Vorgehen von Fall zu Fall ausreicht, um den
Verfügung. Anfragen von ausländischen Parlamenten und Diensten die-
Schliesslich deutet auch die Entwicklung in anderen Parla- ser Parlamente gerecht zu werden. Die Zusammenarbeit vor
menten (z. B. Schaffung von parlamentseigenen Fernsehka- allem mit dem Institut für Föderalismus der Universität Frei-
Interventions. Classement 2016 N 2 octobre 1995
bürg und mit den Kantonen ermöglicht interessante, individu- schäftes bzw. des Vorstosses zumindest in deutscher und
ell ausgerichtete Besuchsprogramme. französischer Fassung vor. Der damit verbundene Verwal-
C. Motion 89.523. Aussagen eines Nationalrates im deut- tungsaufwand ist beträchtlich. Ganz abgesehen vom Verlust
schen Fernsehen an Transparenz und Öffentlichkeit, der mit dem vom Motionär
l. Wortlaut der Motion Stucky: angeregten Verfahren verbunden wäre, würde auch die
«In einer Sendung des Süddeutschen Fernsehens hat am schriftliche Aufbereitung von Voten (rechtzeitige Abgabe,
10. Mai 1989 Nationalrat Jean Ziegler gesagt: '.... Wir haben Übersetzung usw.) einen Verwaltungsaufwand bringen, der
das nicht wie im Deutschen Bundestag, und jeder Parlamen- nicht angemessen wäre.
tarier kann gleichzeitig in Verwaltungsräten von Grossban- Seit der Überweisung des Postulates sind im Rahmen der
ken sitzen. Und 70 Prozent tun das auch. Es ist also ein weit- Parlamentsreform andere Massnahmen zur effizienteren Ge-
gehend korruptes, kolonisiertes Parlament.' staltung der Ratsdebatten eingeführt worden. Mit Beschluss
1. Ich verlange eine Abklärung des Büros, ob die Behaup- vom 4. Oktober 1991 ist im Geschäftsreglement (Art. 68) mit
tung, dass 70 Prozent der Ratsmitglieder gleichzeitig ein Ver- den Behandlungskategorien die Möglichkeit geschaffen wor-
waltungsratsmandat einer Grossbank ausüben, richtig ist. den, die Debatten wesentlich zu kürzen. Dadurch konnte
2. Ich verlange vom Büro, sich von Nationalrat Jean Ziegler trotz gleichbleibender Sitzungszeit die stark gestiegene Ge-
die Beweise, über die er offenbar verfügt, vorlegen zu lassen, schäftslast bewältigt werden. Hinzu kam eine Verkürzung der
nämlich: dass Redezeit für die Einzelredner und die Fraktionssprecher
- das Parlament korrupt sei; (Reglementsrevision vom 3. Februar 1995). Das Büro ist der
- das Parlament kolonisiert sei und von wem. Ansicht, dass damit das Ziel des Motionärs, eine Straffung
3. Sollten die Behauptungen Zieglers falsch sein, wird das der Ratsdebatten, erreicht werden konnte.
Büro aufgefordert, die angemessenen Vorkehrungen zu tref- E. Postulat 90.629. Amtliches Bulletin. Veröffentlichung der
fen sowie eine Entschuldigung von Nationalrat Ziegler einzu- schriftlichen Berichte
holen, der Öffentlichkeit und dem Rat mitzuteilen, dass Natio- 1. Der Nationalrat hat auf Antrag des Büros am 5. Oktober
nalrat Ziegler gelogen hat, und diesen Tatbestand auch dem 1990 das folgende Postulat Ducret überwiesen:
Süddeutschen Fernsehen in geeigneter Form zuhanden von «Es ist üblich, dass schriftliche Berichte, namentlich diejeni-
Zuschauern mitzuteilen.» gen der Petitions- und Gewährleistungskommission, nur in
11. Der Nationalrat hat die Motion Stucky am 19. März 1990 der Sprache des Präsidenten der vorberatenden Kommis-
entgegen dem Antrag des Büros überwiesen. Das Büro wies sion veröffentlicht werden. Da es häufig vorkommt, dass die
in seiner schriftlichen Stellungnahme darauf hin, «dass für Berichterstatter darauf verzichten, einen solchen Bericht zu
eine derartige Untersuchung die rechtlichen Grundlagen feh- erläutern, kann dies für die Leser nachteilige Folgen haben,
len und dass das Büro weder die Kompetenz noch die Auf- vor allem wenn der Beratungsgegenstand heikle rechtliche
gabe (habe), die Richtigkeit oder Unrichtigkeit von Aussagen Fragen aufwirft.
(von Ratsmitgliedern) zu prüfen zumal die Meinungsäus- Das Büro wird deshalb aufgefordert, diese unbefriedigende
serungsfreiheit gewährleistet ist...... Obwohl es nicht Sache Situation zu beheben und dafür zu sorgen, dass im Amtlichen
des Büros ist, den Wahrheitsgehalt der Aussagen von Rats- Bulletin in Zukunft die schriftlichen Berichte so erscheinen,
mitgliedern zu überprüfen, bestätigte es damals, dass ledig- wie sie den Räten vorgelegt werden, das heisst sowohl auf
lich 4,5 Prozent der Mitglieder des Parlamentes (und nicht Französisch wie auch auf Deutsch, gegebenenfalls auch auf
70 Prozent) in Verwaltungsräten von Grossbanken sitzen Italienisch, wie es der neue Artikel 59 des Geschäftsregle-
(AB 1990 N 508). mentes des Nationalrates vorsieht. Eine solche Regelung
III. Es sind nun sechs Jahre her, seit die Motion eingereicht würde auch das gebotene sprachliche Gleichgewicht wah-
und im Rat ausführlich darüber diskutiert wurde. Weder hat ren.»
Herr Ziegler Jean in der Zwischenzeit Belege für seine Aus- 2. Das Büro wie auch der Dienst für das Amtliche Bulletin der
sagen vorgelegt, noch hat der Motionär auf seine entspre- Bundesversammlung teilen die Ansicht von Herrn Nationalrat
chende Forderung verzichtet. Herr Ziegler Jean hat in der er- Ducret, dass die Mehrsprachigkeit konsequent anzuwenden
wähnten Debatte vielmehr erklärt, dass er sich nicht mehr so sei. In der Zwischenzeit ist das schriftliche Verfahren auf-
genau an seine Aussage im deutschen Fernsehen erinnere. grund des neuen Kommissionensystems und der neu einge-
Das Büro ist nun der Ansicht, dass es nicht seine Aufgabe führten Behandlungskategorien für eine grosse Zahl von Ge-
sei, weitere Schritte zu unternehmen. schäften üblich geworden. Alle schriftlichen Kommissionsbe-
D. Postulat 89.609. Schriftliche Abgaben von Voten richte werden in deutscher und französischer Sprache im
1. Mit dem als Motion eingereichten, vom Nationalrat auf An- Amtlichen Bulletin abgedruckt.
trag des Büros am 23. März 1990 als Postulat überwiesenen
Vorstoss wurde das Büro beauftragt zu prüfen, ob das Ge- Frey Claude (R, NE) présente au nom du Bureau le rapport
schäftsreglement des Nationalrates dahin gehend zu ändern écrit suivant:
sei, dass die Ratsmitglieder ihre Voten auch schriftlich statt
nur mündlich abgeben können: «Derartige schriftliche Voten Vous trouverez ci-joint les rapports du Bureau concernant
sollen dem Rat ausgeteilt und in das Amtliche Bulletin aufge- plusieurs interventions déposées ces dernières années en
nommen werden.» Mit dieser Massnahme soll der Ratsbetrieb vue d'introduire des modifications touchant le fonctionne-
entlastet und sollen die Debatten gestrafft werden können. ment du Parlement. Parallèlement, le Bureau vous propose
2. Das Büro hat bereits in seiner damaligen Antwort auf die de classer les interventions suivantes:
Motion darauf hingewiesen, dass zwar eine Entlastung des -86.495. Débats du Conseil national. Retransmission inté-
Ratsbetriebes wünschbar sei, dass das schriftliche Verfahren grale et régulière à la TV (N 9.10.1986, Frey-Neuchâtel);
für Voten aber auch Nachteile aufweise. Die Parlamentsde- - Ad 86.229. Retransmission des débats parlementaires
batten sind öffentlich und werden in den Medien wiedergege- (N 20.3.1987, commission);
ben, insbesondere auch mündliche Interventionen im Fern- - Ad 89.075. Offre de formation des Services du Parlement
sehen. In einer Debatte muss es für die Ratsmitglieder und (N 13.3.1990, Commission des affaires étrangères);
den Bundesrat möglich sein, auf gefallene Voten einzuge- - 89.523. Propos d'un conseiller national à la télévision alle-
hen, Ergänzungen und Richtigstellungen vorzunehmen. Dies mande (N 19.3.1990, Stucky);
ist beim schriftlichen Verfahren erschwert. - 89.609. Interventions parlementaires présentées par écrit
Die Situation ist eine andere bei den Vorstössen und Kom- (N 23.3.1990, Jaeger);
missionsberichten. Die schriftlichen Texte bei den Vorstös- - 90.629. Bulletin officiel. Publications des rapports écrits
sen (Text des Vorstosses, Begründung und Stellungnahme (N 5.10.1990, Ducret).
des Bundesrates) und die schriftlichen Kommissionsberichte, A. Postulat Ad 86.229. Retransmission des débats parlemen-
die z. T. auch der Vorberatung in den Fraktionen dienen, bil- taires;
den die Grundlage für die Ratsdebatten. Sie liegen denn Postulat 86.495. Débats du Conseil national. Retransmission
auch in der Regel rechtzeitig vor der Behandlung des Ge- intégrale et régulière à la TV
2. Oktober 1995 N 2017 Vorstösse. Abschreibung
l. Textes des postulats est parvenue à l'unanimité à la conclusion que les débats du
- Postulat Ad 86.229. Retransmission des débats parlemen- Conseil national ne se prêtent à des transmissions directes
taire: que dans des occasions particulières (élections du Conseil
Le 20 mars 1987, le Conseil national a rejeté une initiative fédéral, débats importants). Compte tenu du principe de pu-
parlementaire déposée par M. Borei visant à une modifica- blicité auquel sont soumis les débats des Chambres fédéra-
tion du règlement du Conseil national en vue de faciliter l'ac- les, le Bureau devrait s'efforcer d'adopter une pratique libé-
cès des médias électroniques aux débats du Conseil natio- rale en matière d'autorisation des transmissions en direct. La
nal. Le Conseil national a néanmoins approuvé le postulat commission s'est prononcée en faveur d'un compte rendu ré-
suivant de la commission chargée du préavis: sumé des débats, les opinions étant en l'occurrence parta-
«Aux fins de développer la retransmission des débats parle- gées quant à la longueur des débats (10, 20 ou 30 minutes)
mentaires par les médias électroniques, et à la liberté laissée à la SSR dans la présentation. La com-
1. la SSR est autorisée à réaliser des essais selon différentes mission était consciente du fait que le succès de telles émis-
variantes (illustration des synthèses quotidiennes, transmis- sions dépend avant tout du talent des animateurs.
sion directe des séances matinales, transmission directe Depuis la décision de la commission concernant les essais
d'un débat par session) pendant une période de deux ans; réalisés, des changements sont intervenus aussi bien dans
2. le Bureau est invité à charger une commission de suivre et la structure des programmes de la SSR ainsi que dans les
d'analyser ces essais et, en particulier, d'examiner leur in- médias électroniques. C'est ainsi que de nouveaux canaux
fluence sur les travaux du Parlement. Cette commission re- d'émission, en particulier «Suisse 4», sont aujourd'hui à dis-
mettra un rapport au Conseil à la fin de la période d'essai.» position pour la retransmission des événements de la politi-
- Postulat 86.495. Débats du Conseil national. Retransmis- que fédérale.
sion intégrale et régulière à la TV Les développements intervenus dans d'autres parlements
Le 9 octobre 1986, le Conseil national a transmis le postulat (p. ex. création de propres chaînes de télévision) démontrent
Frey-Neuchâtel suivant: que la question de la diffusion d'informations sur les travaux
«Le Conseil national a refusé, à une large majorité, de de- du Parlement doit faire l'objet d'une discussion dans un cadre
mander la retransmission intégrale des débats sur 'l'affaire plus étendu.
Tchernobyl'. A la suite de cette décision, les médias, et plus B. Postulat Ad 89.075. Offre de formation des Services du
particulièrement la radio et la télévision, nous ont fait un pro- Parlement
cès d'intention. La radio et la télévision romandes ont même 1. Cette motion a été transmise au Conseil fédéral le 13 mars
déclaré que le Conseil national avait décidé le huis-clos, ce 1990 sous forme de postulat. Son texte était le suivant:
qui est fondamentalement inexact. «Le Bureau est chargé, dans le cadre de services offerts par
Une telle désinformation nous amène à demander au Bureau la Suisse en faveur d'Etats étrangers qui aspirent à la démo-
de notre conseil de proposer la retransmission intégrale et ré- cratie, de mettre en pratique les droits de l'homme et le pluri-
gulière de tous les débats ayant lieu à la Chambre du peuple. partisme, de prendre les mesures suivantes:
Nous savons que la dépense qui en résultera sera modeste; Les Services du Parlement sont chargés d'élaborer et de pro-
la démonstration sera ainsi faite que le Parlement souhaite la poser, en collaboration avec des représentants du Parle-
plus grande transparence dans ses délibérations.» ment, un programme de formation et de visite qui visera pour
II. Le Bureau a confié l'examen des deux postulats à la com- l'essentiel les objectifs suivants:
mission déjà chargée de l'examen préalable de l'initiative a. introduction au fonctionnement du Parlement suisse;
parlementaire Borei. Cette commission a élaboré, avec le b. transmission des connaissances techniques nécessaires
concours de la SSR, une planification des essais de dévelop- à la planification, l'organisation et le déroulement du travail
pement de l'information demandés par celle-ci. Le premier parlementaire;
essai portait sur la diffusion en direct du débat du 3 juin 1987 c. Information sur les relations et la collaboration entre l'ad-
consacré à la révision totale de la constitution fédérale. La ministration et le Parlement afin de montrer concrètement
transmission a été suivie et commentée par les journalistes l'application du principe de la séparation des pouvoirs.»
du Palais fédéral dans les trois langues officielles. Au cours Cette intervention visait donc au soutien actif par le Parle-
d'un deuxième essai, les débats de la matinée au Conseil na- ment des efforts de démocratisation menés à travers le
tional ont été diffusés et commentés en direct pendant une monde.
semaine de session (8 au 10.12.1987). Le renouvellement in- 2. Depuis la chute du mur de Berlin et la naissance de nou-
tégral du Conseil fédéral (élection des conseillers fédéraux veaux Etats en Europe centrale et en Europe orientale, no-
Felber et Ogi) a eu lieu au cours de cette semaine, soit le tamment, le soutien au processus de démocratisation a été
9 décembre 1987. Le troisième essai consistait en une ex- renforcé à tous les niveaux. S'agissant des institutions publi-
tension à 20 minutes dans les trois régions de la synthèse ques, citons ainsi le Conseil de l'Europe et son Institut pour
des débats avec diffusion d'extraits, la transmission se dé- la démocratie (soutenu financièrement par la Suisse), les ef-
roulant après la dernière édition du journal télévisé. Cet essai forts consentis par les universités suisses (ex: Institut pour le
a été réalisé au cours de la semaine du 13 au 16 juin 1988. fédéralisme de l'Université de Fribourg) et différents pro-
La SSR a effectué des études sur les trois variantes d'essai grammes mis en oeuvre par l'Union interparlementaire (UIP).
(taux d'audience, etc.) et a soumis à la commission le résultat Mais nombre d'organisations et de personnes privées agis-
de ses expériences. Les transmissions en direct (variantes 1 sent également, diffusant le «savoir-faire démocratique» sur
et 2) n'ont été que peu suivies, à l'exception toutefois de place ou, au moyen de séminaires et autres réunions, en
l'élection du Conseil fédéral. Vue les moyens mis en oeuvre Suisse.
(journalistes supplémentaires et moyens de production), Si, à strictement parler, députés et Services du Parlement
l'opération s'est donc avérée peu rentable. La question de la n'ont pas mis sur pied le «programme de formation et de vi-
langue s'est par ailleurs posée, notamment pour la transmis- site» demandé par l'auteur de la motion, ils n'en contribuent
sion en Suisse romande et au Tessin, ainsi que la question pas moins de plusieurs façons à faire connaître dans ses dif-
de la planification des débats. Le troisième essai n'a pas ap- férents aspects le fonctionnement du Parlement suisse.
porté d'éléments nouveaux à la SSR, cette variante étant déjà Diverses actions ont été entreprises dans le sens souhaité
pratiquée dans deux régions (DRS et TSR). Dans tous les par le postulat. C'est ainsi que le secrétaire général de la
essais, la question du compte rendu des délibérations du Diète polonaise a été reçu pendant une semaine par les ser-
Conseil des Etats, qui siégeait au même moment, a égale- vices du Parlement. Trois fonctionnaires du Parlement alba-
ment été soulevée. En 1988, la SSR estimait les frais supplé- nais ont effectué un stage de trois jours en Suisse. Plusieurs
mentaires occasionnés par une extension de l'information fonctionnaires du service informatique du Parlement roumain
parlementaire à quelque 190 000 francs par an (frais de dif- ont effectué un stage auprès de notre service informatique.
fusion des PTT pour les transmissions en direct non compris). Des fonctionnaires du service linguistique du Parlement sud-
La commission, qui a suivi les essais, s'est réunie à plusieurs africain et un fonctionnaire du Conseil économique et social
reprises en séance et a procédé à des visionnements. Elle de l'Union européenne se sont informés des conditions de
Interventions. Classement 2018 2 octobre 1995
fonctionnement d'un parlement plurilingue comme le nôtre. Cette proposition visait à raccourcir la durée des débats par-
Des collaborateurs des Parlements de Roumanie et des Co- lementaires et à assurer par là un désengorgement de l'insti-
mores sont attendus cette année. tution.
Chaque année, un groupe de fonctionnaires parlementaires 2. Si un allégement des travaux parlementaires est en soi
qui effectuent un stage au siège de l'Union interparlemen- souhaitable, comme le Bureau l'avait d'ailleurs déjà indiqué à
taire à Genève sont accueillis à Berne pour une journée con- l'époque, le recours à la procédure écrite pour les discours
sacrée aux institutions suisses et au fonctionnement de son comporte également quelques inconvénients: ainsi, d'une
parlement. part, elle serait contraire au principe de la publicité des dé-
L'Assemblée fédérale soutient par le truchement du pro- bats (d'autant qu'ils font l'objet de retransmissions ou de
gramme Pardoc (Parlement-documentation) de l'Assemblée comptes rendus dans les médias), et d'autre part, son man-
internationale des Parlementaires de langue française les ef- que de transparence se traduirait par l'impossibilité pour les
forts des parlements d'Afrique pour se doter en moyens do- députés et le Conseil fédéral de compléter ou de rectifier au
cumentaires. besoin certaines affirmations.
3. L'expérience des années passées a démontré qu'une ac- Par ailleurs, la situation est différente s'agissant des interven-
tion pragmatique était suffisante pour assurer une réponse tions et des rapports émanant des commissions, dont les tex-
appropriée aux demandes émanant de parlements étrangers tes (pour les interventions: texte proprement dit, développe-
ou des services qui en dépendent. D'autre part, la collabora- ment, réponse du Conseil fédéral), qui constituent la base
tion qui s'est instaurée avec, notamment, l'Institut pour le fé- des débats du Conseil (et, pour partie, des groupes, pour ce
déralisme de l'Université de Fribourg et avec les cantons per- qui est des rapports des commissions), sont en règle géné-
met la mise sur pied de programmes de visite à la fois inté- rale disponibles en français et en allemand avant que ne dé-
ressants et adaptés au cas particulier. bute l'examen de l'objet concerné. Or, et c'est un troisième
C. Motion 89.523. Propos d'un conseiller national à la télévi- argument, cette publication écrite en deux langues impli-
sion allemande quant déjà pour l'administration un volume de travail non né-
I. Le texte de la motion déposée par M. Stucky était le sui- gligeable, celui-ci atteindrait des proportions pour le moins
vant: excessives (délais, traductions, etc.) si elle devait s'étendre
«Dans une émission de télévision allemande (Süddeutsches aux commentaires.
Fernsehen) du 10 mai 1989, M. Ziegler Jean a affirmé que, Depuis que le postulat a été transmis au Conseil fédéral, un
contrairement aux membres du Bundestag allemand, nos dé- certain nombre de mesures ont été prises dans le cadre de la
putés peuvent siéger dans les conseils d'administration de réforme du Parlement pour alléger les débats. Ainsi, le clas-
grandes banques, ce qui serait d'ailleurs le cas de 70 pour sement en plusieurs catégories des affaires (cf. art. 68 RCN,
cent d'entre eux et que donc notre Parlement est largement introduit sur décision du 4 octobre 1991 ) a permis de raccour-
'corrompu' et 'colonisé'. cir notablement la durée de ces débats, et d'accroître l'effica-
1. Je prie le Bureau de dire si l'affirmation selon laquelle cité du travail parlementaire sans allongement des sessions.
70 pour cent des députés sont simultanément membres du Citons également la réduction du temps de parole accordé
conseil d'administration d'une grande banque est exacte. aux orateurs s'exprimant à titre personnel et aux porte-parole
2. Je demande au Bureau de prier le député Jean Ziegler de des groupes (par révision du règlement en date du 3 février
fournir les preuves qu'il doit manifestement posséder et qui 1995).
établissent que: E. Postulat 90.629. Bulletin officiel. Publications des rapports
- le Parlement est 'corrompu', écrits
- le Parlement est 'colonisé', et par qui. 1. Le 5 octobre 1990, et sur proposition du Bureau, le Conseil
3. Si les allégations du député Ziegler devaient se révéler national a transmis le postulat suivant, déposé par M. Ducret:
fausses, le Bureau est prié de faire en sorte que le député «II est d'usage que les rapports écrits, notamment ceux de la
Ziegler présente des excuses, de déclarer au Conseil et au Commission des pétitions, ne soient publiés que dans la lan-
public que le député Ziegler a menti, et d'en informer la gue du président de la commission saisie du projet en délibé-
chaîne 'Süddeutsches Fernsehen' sous une forme appro- ration. Comme il est fréquent que dans de telles situations,
priée afin qu'elle puisse en faire part à ses téléspectateurs.» les rapporteurs renoncent à s'exprimer et à commenter un tel
II. Le 19 mars 1990, et contre l'avis du Bureau, le Conseil na- rapport, il peut en résulter de fâcheux inconvénients pour le
tional a transmis cette motion. Le Bureau, qui avait rappelé à lecteur, surtout lorsque l'objet débattu pose de délicates
l'époque «qu'il n'existe pas de bases juridiques autorisant questions juridiques.
une telle enquête et que lui-même ne dispose pas de la com- C'est pourquoi il est demandé au Bureau de réparer cette in-
pétence de vérifier la véracité des déclarations de députés, congruité et de faire en sorte qu'à l'avenir les rapports écrits
que cela n'est pas non plus sa fonction, d'autant que la liberté des commissions soient publiés dans le Bulletin officiel sous
d'expression est garantie», n'en avait pas moins effectué une la forme où ils sont remis aux députés, c'est-à-dire aussi bien
recherche qui lui a permis de constater qu'il n'y avait pas plus en français qu'en allemand, voire le cas échéant en italien,
de 4,5 pour cent (et non 70 pour cent) des députés à siéger ceci conformément à l'obligation qui en est faite par
au sein du conseil d'administration de grandes banques (BO l'article 59 nouveau du Règlement du Conseil national et
1990 N 508). pour respecter l'équilibre linguistique nécessaire en la ma-
III. Six ans se sont écoulés depuis le dépôt de cette motion et tière.»
son examen par le Conseil. Même si M. Ziegler Jean n'a pas 2. D'accord avec M. Ducret pour affirmer la nécessité de res-
apporté de preuves pour étayer ses affirmations (déclarant pecter le plurilinguisme, le Bureau et le Service du Bulletin of-
simplement qu'il ne se rappelait plus exactement les propos ficiel de l'Assemblée fédérale rappellent que, depuis le dépôt
qu'il avait tenus) et si M. Stucky n'a pas retiré sa motion, le de cette intervention, la procédure écrite est devenue la règle
Bureau ne voit pas qu'il lui appartienne d'entreprendre des pour un grand nombre d'objets, en raison de la réorganisa-
démarches supplémentaires. tion du système des commissions et de l'introduction du sys-
D. Postulat 89.609. Interventions parlementaires présentées tème de classement des affaires en catégories. Ainsi, tous
par écrit les rapports écrits des commissions sont publiés au Bulletin
1. Cette motion a été transmise par le Conseil national le officiel en français comme en allemand.
23 mars 1990 sous la forme d'un postulat, conformément à la
recommandation du Bureau. Son texte était le suivant: Antrag des Büros
«Le Bureau du Conseil national est chargé de soumettre au Das Büro beantragt:
Parlement un projet de modification du Règlement du Con- - die Postulate Ad 86.229 und 86.495 abzuschreiben;
seil national spécifiant que les députés ne pourront plus pré- - das Postulat Ad 89.075 als erfüllt abzuschreiben;
senter leurs interventions uniquement par oral, mais pourront - die Motion 89.523 sowie das Postulat 89.609 abzuschrei-
le faire également par écrit. De telles interventions seront dis- ben;
tribuées au Conseil et reprises dans le Bulletin officiel.» - das Postulat 90.629 als erfüllt abzuschreiben.
2. Oktober 1995 2019 Parlamentarische Initiative (Spoerry)
Proposition du Bureau Begründung der Initiantin
Le Bureau propose: Auf Gesetzesstufe werden jene Fragen geregelt, die politisch
- de classer les postulats Ad 86.229 et 86.495; umstritten sind. Deren Lösung wird durch Mehrheitsent-
- de classer le postulat Ad 89.075, les objectifs visés ayant scheide gefunden, die in der Regel referendumsfähig sind.
été atteints; Notwendige Ausführungsbestimmungen werden dabei auf
- de classer la motion 89.523 ainsi que le postulat 89.609; die Verordnungsstufe verwiesen. Die Verordnungen stehen
- de classer le postulat 90.629, les objectifs visés ayant été gemäss Bundesrecht in der abschliessenden Kompetenz
atteints. des Bundesrates. Sie unterliegen in aller Regel keinem Ge-
nehmigungsvorbehalt durch die eidgenössischen Räte.
Angenommen - Adopté Dies ist ohne Zweifel richtig und zur Entlastung des Parla-
mentes notwendig, solange es um mehr technische Detailbe-
stimmungen geht, die politisch wenig Brisanz haben.
Immer wieder zeigt es sich aber, dass auf Verordnungsstufe
#ST# 94.404 auch Fragen zu regeln sind, die einen beachtlichen politi-
schen Ermessensspielraum zulassen, der eigentlich vom
Parlamentarische Initiative Parlament zu begutachten wäre.
(Spoerry) Das schlagende Beispiel ist derzeit die Mehrwertsteuer-Ver-
Genehmigungsvorbehalt ordnung, welche den geänderten Verfassungsartikel zur
bei wichtigen Verordnungen neuen Finanzordnung ausführen soll. Es handelt sich bei die-
ser Verordnung klar und verfassungsmässig definiert um
Initiative parlementaire eine gesetzesvertretende Verordnung. Sie steht als Über-
(Spoerry) gangslösung so lange in Kraft, bis das Parlament ein entspre-
Ordonnances du Conseil fédéral. chendes Ausführungsgesetz verabschiedet hat.
Approbation des Conseils Es liegt auf der Hand, dass in dieser Verordnung Probleme
von Gesetzesrang politisch entschieden werden müssen. Die
Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN zahlreichen öffentlichen Verlautbarungen, die vielen parla-
mentarischen Vorstösse, welche die Ausgestaltung dieser
wichtigen Verordnung durch den Bundesrat beeinflussen
wollen, legen von der Bedeutung und der politischen Brisanz
Wortlaut der Initiative vom 16. März 1994 der bundesrätlichen Entscheide Zeugnis ab.
Gestützt auf Artikel 21 bis des Geschäftsverkehrsgesetzes Ein Genehmigungsvorbehalt dieser gesetzesvertretenden
unterbreite ich in der Form einer allgemeinen Anregung die Verordnung durch die eidgenössischen Räte wäre daher
folgende parlamentarische Initiative: dringend notwendig. Dabei dürfte selbstverständlich in den
Der Abschnitt II des Geschäftsverkehrsgesetzes «Form der Räten nicht eine Detailberatung über die einzelnen Bestim-
Erlasse der Bundesversammlung» ist durch eine Bestim- mungen stattfinden, wie das bei der ordentlichen Gesetzge-
mung zu ergänzen, wonach mindestens die gesetzesvertre- bung der Fall ist. Aber der Rat sollte entscheiden können, ob
tenden Verordnungen des Bundesrates der Genehmigung eine vom Bundesrat ausgearbeitete gesetzesvertretende
durch die eidgenössischen Räte bedürfen. Verordnung in ihrer Gesamtheit den Vorstellungen der Parla-
Zum zweiten soll der Gesetzgeber ermächtigt werden, von mentsmehrheit entspricht oder nicht. Wenn nicht, sollte eine
Fall zu Fall bei der entsprechenden Gesetzgebung einen Ge- mit konkreten Änderungswünschen verbundene Rückwei-
nehmigungsvorbehalt der eidgenössischen Räte für be- sung an den Bundesrat beschlossen werden können.
stimmte Verordnungen verlangen zu können. Die Mehrwertsteuer-Verordnung ist zurzeit das anschaulich-
ste Beispiel für das Anliegen der parlamentarischen Initiative,
Texte de l'initiative du 16 mars 1994 aber ihre Bedeutung ist eine allgemeine und geht über den
Me fondant sur l'article 21 bis de la loi sur les rapports entre konkreten Fall hinaus. Für die Mehrwertsteuer-Verordnung
les Conseils, je dépose l'initiative parlementaire suivante ré- kann sie ohnehin nicht mehr wirksam werden. In der Zukunft
digée en termes généraux: ist es aber aufgrund der gegenwärtigen Erfahrungen notwen-
Le chiffre II de la loi sur les rapports entre les Conseils relatif dig, dass das Parlament zumindest immer dann die Gelegen-
à la forme des actes législatifs édictés par l'Assemblée fédé- heit zu einer politischen Gesamtbeurteilung einer bundesrät-
rale doit être complété par une disposition soumettant les or- lichen Verordnung bekommt, wenn diese eine gesetzesver-
donnances de substitution du Conseil fédéral tout au moins à tretende Funktion hat. Als Beispiele aus der jüngeren Ver-
l'approbation des Chambres fédérales. gangenheit sind zu nennen: Spielbankenverbot, Kriegsma-
En outre, dans certains cas, le législateur devrait être auto- terialausfuhr, Schwerverkehrsabgabe und Autobahnvignette.
risé à réserver, dans la législation, l'approbation des Cham- Auch zum 1. August als Feiertag wird eine Verordnung fol-
bres fédérales pour des ordonnances déterminées. gen. In allen diesen Fällen überträgt die Verfassung die Ver-
ordnungskompetenz dem Bundesrat, bis der Gesetzgeber
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun tätig wird.
Als zweiter Schritt ist zu überlegen, ob nicht der Gesetzgeber
Heberlein Trix (R, ZH) unterbreitet im Namen der Staatspo- bei der Ausarbeitung der entsprechenden Erlasse selbst be-
litischen Kommission (SPK) den folgenden schriftlichen Be- stimmen soll, welche Verordnungen er als politische Instanz
richt: nochmals überprüfen will und welche er in die abschlies-
sende Kompetenz des Bundesrates zu legen gewillt ist. Auf
Wir unterbreiten Ihnen gemäss Artikel 21ter des Geschäfts- kantonalzürcherischer Ebene beispielsweise werden solche
verkehrsgesetzes den Bericht der vorprüfenden Kommission Regelungen bereits mit Erfolg praktiziert. Wenn das Gesetz
über die von Frau Spoerry am 16. März 1994 eingereichte ausführt «Der Regierungsrat regelt....», so liegt die Verord-
parlamentarische Initiative. nungskompetenz abschliessend bei der Regierung. Sagt das
Die Initiative verlangt, dass mindestens die gesetzesvertre- Gesetz «Die Verordnung regelt....», so muss die entspre-
tenden Verordnungen des Bundesrates der Genehmigung chende Verordnung in ihrer Gesamtheit dem zuständigen
durch die eidgenössischen Räte bedürfen. Zum zweiten soll Parlament zur Zustimmung oder zur Rückweisung unterbrei-
der Gesetzgeber ermächtigt werden, von Fall zu Fall bei der tet werden.
entsprechenden Gesetzgebung einen Genehmigungsvorbe- Solange der Gesetzgeber von seiner Kontrollmöglichkeit be-
halt der eidgenössischen Räte für bestimmte Verordnungen stimmter Verordnungen zurückhaltend Gebrauch macht, hält
verlangen zu können. sich die Mehrbelastung des Parlamentes in Grenzen. Der
Die Kommission hat am 20. Oktober 1994 die Initiantin ange- grosse Vorteil einer solchen Regelung auch auf Bundes-
hört. ebene wäre eine demokratisch bessere Verankerung von
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Vorstösse aus dem Aufgabenbereich des Büros. Abschreibung
Interventions de la compétence du Bureau. Classement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.063
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 02.10.1995 - 14:30
Date
Data
Seite 2014-2019
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Pagina
Ref. No 20 026 107
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