Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 95-019 KI-generiert

Blood, Blood Products, and Transplants Regulation

Geschäftsnummer VPB 95-019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This federal decree addresses the control of blood, blood products, and transplants, driven by past HIV infections from contaminated blood. It centralizes regulatory authority with the Federal Office of Public Health, improving quality assurance and control mechanisms across the nation. The decree establishes a licensing requirement for blood donation centers and aims to enhance public health by preventing infections, with provisions also applying to transplants concerning infection protection.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 16 gen, Art. 16 Absatz, Art. 16a zu, Art. 16a be; Blood, Blood Products, and Transplants Regulation: It centralizes regulatory authority with the Federal Office of Public Health, improving quality assurance and control mechanisms across the nation. The decree establishes a licensing requirement for blood donation centers and aims to enhance public health by preventing infections, with provisions also applying to transplants concerning infection protection.

Schlagwörter

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Kontrollvorschrift Schenkung Erfasste Erzeugnisse Gesundheitswesen Organverpflanzung Blutprobe
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 29 Abs. 1 lit. c

Used to punish the illicit commercialization of human transplants.

Art. 16b Abs. 1

Prohibits the commercialization of human transplants.

Art. 16a

Prohibits the retrieval of transplants without the written consent of the donor.

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Volltext

Contrôle du sang 1966 N 28 septembre 1995

Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: solch infizierter Blutprodukte an die Hand genommen. Unser

Miesch (D Parlament hat für die betroffenen Opfer und ihre allenfalls

ebenfalls angesteckten Ehegatten und Kinder Entschädi-

Stimmen nicht - Ne votent pas: gungen beschlossen, welche erst kürzlich noch erhöht wur-

Aregger, Aubry, Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, den.

Baumberger, Berger, Bezzola, Bignasca, Bischof, Blocher, Diese tragischen Aids-Ansteckungen, welche in der Folge

Sonny, Borer Roland, Bortoluzzi, Brunner Christiane, Bührer von Transfusionen von infiziertem Blut oder Blutprodukten

Gerald, Bürgi, Camponovo, Columberg, Couchepin, de Dar- erfolgt sind, hatten die Einsetzung der Expertenkommission

del, David, Dreher, Ducret, Eberhard, Eggly, Fasel Hugo, Voyame zur Folge. Sie hat in ihrem Bericht «Blut und Aids»

Fehr, von Feiten, Frainier, Frey Walter, Friderici Charles, Früh, von 1994 Massnahmen zur Verbesserung der Organisation,

Giezendanner, Giger, Gobet, Goll, Grendelmeier, Gross An- der Zuständigkeiten, der Qualitätssicherung und der Kontroll-

dreas, Haering Binder, Hari, Heberlein, Hegetschweiler, Hess mechanismen im gesamten Blutspendewesen vorgeschla-

Otto, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jenni Peter, Kern, Leu Josef, gen. Heute sind die Zuständigkeiten und Kompetenzen im

Leuba, Leuenberger Moritz, Loeb François, Maître, Mamie, Bereich Blut und Blutprodukte zerstreut, und die Kontrollme-

Marti Werner, Matthey, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, chanismen sind lückenhaft. Die Kontrolle von Blut und Blut-

Moser, Müller, Nabholz, Narbel, Oehler, Pidoux, Poncet, Rag- produkten ist unterschiedlich zwischen Bund und Kantonen

genbass, Robert, Rohrbasser, Ruf, Ruffy, Rychen, Sandoz, aufgeteilt. Das Bundesamt für Gesundheitswesen kontrolliert

Scherrer Jürg, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Wal- die immunbiologischen Erzeugnisse, z. B. Immunglobuline,

ter, Schnider, Singeisen, Stalder, Stamm Judith, Stamm Luzi, die zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten verwendet

Steffen, Steinegger, Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, werden. Da das Gesundheitswesen aber Sache der Kantone

Thür, Tschopp, Tschuppert Karl, vakant l, Vollmer, Weyeneth, ist, sind die Kantone zuständig für Blut und Blutprodukte, wo-

Wyss William, Zisyadis (96) bei sie aber die Kontrolle von ganz bestimmten Blutproduk-

ten, z. B. der Gerinnungsfaktoren, der Interkantonalen Kon-

Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: trollstelle für Heilmittel übertragen haben.

Frey Claude (1) Diese verzettelten Zuständigkeiten und Kontrollen sollen nun

auf eine Bundesstelle, nämlich auf das Bundesamt für Ge-

Abschreibung - Classement sundheitswesen, konzentriert werden. Das BAG erhält damit

eine zusätzliche verantwortungsvolle Aufgabe, sollen doch in

Antrag des Bundesrates Zukunft auch die Blutspendezentren einer Bewilligungspflicht

Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse unterstellt werden. Für das BAG ergibt sich aus dem erwei-

gemäss Brief an die eidgenössischen Räte terten Aufgabenbereich ein Personalbedarf von 8,5 Stellen,

Proposition du Conseil fédéral denn es gilt nebst der Qualitätssicherung auch die rund 400

Classer les interventions parlementaires bis 500 neu bewilligungspflichtigen Betriebe und Blutspende-

selon lettre aux Chambres fédérales zentren systematisch zu betreuen.

Der Ihnen heute vorliegende Beschluss zieht somit die Kon-

Angenommen - Adopté sequenzen aus den Empfehlungen des Berichtes «Blut und

Aids» und setzt sie um - jedenfalls die, die sich rasch reali-

sieren lassen. Der Beschluss ist ganz auf den Schutz vor In-

An den Ständerat - Au Conseil des Etats fektionen ausgerichtet, denn Auslöser war ja die HIV-Infek-

tion infolge verseuchten Bluts und verseuchter Blutprodukte.

Der Bundesbeschluss bringt jetzt das Notwendigste und soll

rasch, nämlich auf 1996, in Kraft gesetzt werden können. Er

ist auf längstens zehn Jahre befristet, um dann durch ein

#ST# 95.019 Bundesgesetz über Heilmittel abgelöst zu werden.

Der Bundesbeschluss umfasst neben Blut und Blutprodukten

Kontrolle von Blut, Blutprodukten auch die Transplantate, aber nur bezüglich des Schutzes vor

und Transplantaten. Infektionen. Alle anderen grossen Probleme im Zusammen-

hang mit den Transplantaten - insbesondere auch die ganze

Bundesbeschluss ethische Problematik - werden in einem kommenden Trans-

Contrôle du sang, des produits plantationsgesetz vertieft angegangen und geregelt, wie es

sanguins et des transplants. auch die überwiesenen Motionen Huber und Onken verlan-

Arrêté fédéral gen. In der Zwischenzeit stützt man sich lediglich auf die

Richtlinien der Schweizerischen Akademie der medizini-

Botschaft und Beschlussentwurf vom 1. März 1995 (BBIII 985) schen Wissenschaften.

Message et projet d'arrêté du 1er mars 1995 (FF II 945) Die Regelung des Infektionsschutzes kann aber nicht warten.

Beschluss des Ständerates vom 12. Juni 1995 Er muss in den Bereichen Blut, Blutprodukte und Transplan-

Décision du Conseil des Etats du 12 juin 1995 tate vordringlich, raschestmöglich und umfassend geregelt

Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN werden, wenn wir weiteren Katastrophen vorbeugen wollen.

Der vorliegende Bundesbeschluss schafft daher dringend

nötiges Übergangsrecht und nichts anderes.

Wie der Ständerat hat auch Ihre Kommission diesem Vorge-

Antrag der Kommission hen und Konzept einstimmig zugestimmt. Ich bitte Sie daher

Eintreten namens der Kommission um Eintreten auf die Vorlage.

Proposition de la commission

Entrer en matière Philipona Jean-Nicolas (R, FR), rapporteur: Les contrôles

du sang et des produits sanguins sont actuellement de la

Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Als in den acht- compétence à la fois de la Confédération et des cantons.

ziger Jahren die ersten Meldungen auftauchten, wonach bei C'est à l'Office fédéral de la santé publique qu'échoit la res-

Blutern durch HlV-verseuchtes Blut Ansteckungen mit dem ponsabilité des contrôles des produits sanguins destinés à

Aids-Virus stattgefunden hatten, wurde erschreckend klar, combattre les maladies infectieuses. Quant aux cantons, ils

dass der besondere, kostbare Saft Blut nicht in jedem Fall contrôlent le sang et les autres produits sanguins.

heilbringend ist, sondern in tragischer Weise für die betroffe- Suite aux infections par le VIH contractées dans les années

nen Menschen und ihre Familien grösstes Unheil, Krankheit 1985 par quelques personnes lors de la transfusion de sang

und Tod bringen kann. Nach mühevollen Diskussionen et de produits sanguins contaminés, le Département fédéral

wurde schliesslich die Rückverfolgung bis zum Spender de l'intérieur a confié à un groupe de travail «Sang et sida» le

28. September 1995 N 1967 Kontrolle von Blut

mandat d'analyser la situation et de proposer des mesures Kommission nun um diese wichtige und notwendige ethische

pour remédier aux lacunes éventuelles. Dimension ergänzt wurde.

Les conclusions du groupe de travail sont très claires. En ré- Zum Schluss ein letzter Aspekt: Mit dem Vollzug dieser gros-

sumé, il dit ceci: l'organisation de la transfusion en Suisse est sen Aufgabe ist ein Bedarf von achteinhalb bis zehn neuen

très complexe; elle est source de doubles emplois, de lacu- Stellen verbunden. Diese Zahl ist knapp bemessen, die Not-

nes et de retards. Il s'ensuit qu'une réorganisation est néces- wendigkeit ist aber evident. Ich bitte Sie, diese Tatsache bei

saire, car la transfusion sanguine devrait relever de la com- den immer wiederkehrenden Diskussionen um Stellenabbau

pétence d'une seule autorité. beim Bund nicht zu vergessen. Wenn diese Stellen nicht be-

L'arrêté que nous examinons aujourd'hui doit permettre de setzt werden können, ist der Vollzug dieses wichtigen Geset-

combler rapidement les lacunes existantes. Il définit claire- zes nicht gewährleistet.

ment les compétences et les structures propres à garantir Die grüne Fraktion bittet Sie deshalb, auf die Vorlage einzu-

une réaction rapide et efficace des autorités. Il faut bien pré- treten.

ciser ici que cet arrêté fédéral n'est qu'une réglementation

transitoire, le sang et les produits sanguins devant être sou- Sieber Ernst (U, ZH): Die menschlich tragischen Vorfälle

mis à la future loi fédérale sur les agents thérapeutiques. durch die von HIV-Viren verseuchten Blutprodukte haben

En ce qui concerne les transplants, les motions Onken et Hu- uns aufgeschreckt, und es muss unser Hauptanliegen sein,

ber - motions acceptées par le Conseil fédéral - exigent une die Sicherheit in der Medizin durch gesetzliche Regelungen

interdiction du commerce à des fins lucratives et l'élaboration zu gewährleisten. Die Schaffung von Übergangsregelungen,

d'une réglementation fédérale afin de faire face aux multiples bis die generellen Lösungen getroffen worden sind, ist im Be-

problèmes juridiques et organisationnels qui se posent ac- reiche der Heilmittel und auch der Transplantate wohl dring-

tuellement. La protection du patient contre les infections, lich.

c'est-à-dire une partie seulement des motions acceptées, Deshalb unser vollumfängliches Ja zu dem Bundesbe-

peut être réalisée sans difficulté par le présent arrêté. schluss, um so mehr, als auch die Umsetzung durch be-

Il n'en est pas de même pour la partie qui concerne la régle- währte Institutionen und Einrichtungen vollzogen werden

mentation de la médecine de la transplantation, qui vise à in- kann. Mit der neu eingefügten Regelung, wonach der kom-

terdire le commerce à des fins lucratives. Il s'agit là d'une tâ- merzielle Handel mit Organen verboten werden soll, d. h.,

che très complexe. Le Conseil fédéral a jugé qu'il n'est pas dass Spender ihre Organe ohne Entschädigung überlassen

possible de mettre en place une telle réglementation dans le sollen und dass Hinterbliebene und Verwandte keinen An-

cadre d'une solution transitoire. Par contre, une majorité de spruch auf Entgelt haben, kann ebenfalls voll bejaht werden.

la commission a accepté de régler le problème par une inter- Ich ersuche Sie im Namen der LdU/EVP-Fraktion, dem Bun-

diction pure et simple de tout prélèvement de transplant sans desbeschluss zur Kontrolle von Blut und Blutprodukten - mit

le consentement écrit du donneur. Nous y reviendrons dans der Ihnen bekannten Erweiterung des Verbotes von gewinn-

l'examen de détail. bringendem Handel mit Organen - zuzustimmen.

La commission vous propose, à l'unanimité, d'entrer en ma-

tière. Jöri Werner (S, LU): Nachdem das Wesentliche schon ge-

sagt worden ist, möchte ich nur auf ein paar für uns wichtige

Gonseth Ruth (G, BL): Nichtwissen und Gesetzeslücken im Punkte hinweisen:

Bereich der Sicherheit von Bluttransfusionen haben auch in Es gilt ja in erster Linie auch, Versäumnisse aus der Vergan-

unserem Lande viele Menschen mit dem Leben bezahlt. Die genheit rasch zu korrigieren. Geschädigten, infizierten Men-

grüne Fraktion begrüsst deshalb, dass der Bundesrat auf den schen muss unbürokratisch schnell geholfen werden. Wir

Blutspendeskandal mit HlV-verseuchtem Blut schnell rea- danken dem Bundesrat, dass er die Entschädigung grosszü-

giert hat. Bis zum Vorliegen des eigentlichen Bundesgeset- gig angesetzt hat. Es ist heute unsere Aufgabe, zutage getre-

zes über Heilmittel soll mit dem jetzigen Bundesbeschluss tene Gesetzeslücken schnell zu schliessen, damit der Schutz

eine Übergangslösung gefunden werden, welche die von der von Empfängern, Spendern und Drittpersonen grösstmöglich

Arbeitsgruppe «Blut und Aids» festgestellten Mängel und gewährleistet ist. Nur darum akzeptieren wir Übergangsrecht

Schwachstellen behebt. und stimmen dem 2. Kapitel, Umgang mit Blut und Blutpro-

Das heute komplex und unübersichtlich organisierte Blut- dukten so zu, wie es die Kommission verabschiedet hat.

transfusionswesen wird zukünftig einer Instanz, nämlich dem Schon viel schwieriger gestaltet sich die Verankerung von

Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG), unterstellt. Die Grundsätzen im Umgang mit Transplantaten im Übergangs-

vorgeschlagenen Sicherheitsmassnahmen im Umgang mit recht, weil hier die notwendige Zeit fehlt, mit der erforderli-

Blut und Blutprodukten sollen auch für Transplantate gelten. chen Tiefe auf die komplexe Materie einzugehen. Gleichwohl

Damit werden eindeutige und klare Verantwortlichkeiten fest- sind wir in die Pflicht genommen, gewisse gesetzgeberische

gelegt. So weit, so gut. Pflöcke einzuschlagen, soll uns die Sache nicht vollends ent-

Im Bereich der Transplantationsmedizin genügen aber Si- gleiten. Wir rennen wieder einmal mehr der Medizintechnik

cherheitsmassnahmen allein nicht. Es geht hier auch um hinterher und laufen Gefahr, dass schon kritisches Hinterfra-

sehr brisante ethische Fragen. Wer die «Rundschau» von gen nach den Grenzen dieser Entwicklung bei der Transplan-

gestern gesehen hat, wird mir sicher zustimmen. Unsere tationslobby Verstimmung auslöst. Dabei ist eines so klar wie

Kommission hat den vorliegenden Beschlussentwurf deshalb das Amen in der Kirche: Wenn wir nicht das Vertrauen der

um zwei wesentliche Bereiche erweitert. Zum einen wurde Transplantationswilligen gewinnen, verlieren mit Bestimmt-

das Prinzip der Unentgeltlichkeit für den Umgang mit heit all jene, die seit Jahren auf Organe warten. Ein gesetz-

menschlichen Transplantaten in den Entwurf aufgenommen. freier Raum kann hier nicht geduldet werden. Er wirkt sich

Damit soll verhindert werden, dass mit menschlichen Orga- verheerend aus, nicht nur bezüglich der Bereitschaft zur Or-

nen ein gewinnträchtiger Handel betrieben werden kann. ganspende, sondern er öffnet Tür und Tor zur skrupellosen

Zum ändern hat die Kommissionsmehrheit einen Antrag an- Kommerzialisierung in diesem Bereich, die heute schon statt-

genommen, welcher den Schutz und das Selbstbestim- findet.

mungsrecht der Organspenderinnen und -spender garantiert. Aus dem Grunde, um das Vertrauen Spendenwilliger zu ge-

Für uns Grüne dürfen die Fragen der Sicherheit bei Trans- winnen, verlange ich mit meinem Minderheitsantrag, den ich

plantationen und der Bedürfnisse der Empfänger einerseits in der Detailberatung begründen werde, eine beratende

nicht von der Diskussion der ethischen Verantwortlichkeit bei Kommission, die in den angesprochenen hochsensiblen Be-

der Transplantationsentnahme andererseits getrennt wer- reichen die weitere Ausgestaltung und den Vollzug mitträgt.

den. Für uns gilt es ebenso, das Recht des Menschen auf In- Die SP-Fraktion ist für Eintreten.

tegrität, Selbstbestimmung und einen würdigen Tod zu

schützen. Wir Grünen begrüssen deshalb, dass der Entwurf Eymann Christoph (L, BS): Die Legiferierung in diesem Be-

des Bundesrates, welcher zunächst ausschliesslich Sicher- reich ist sehr wichtig, wir brauchen dieses Gesetz. Es ist ins-

heitsaspekte regelte und diese Fragen ausklammerte, in der besondere richtig, dass der Bundesrat sehr rasch gehandelt

Contrôle du sang 1968 N 28 septembre 1995

hat und uns jetzt eine taugliche, gute Vorlage zur Diskussion voll ist ferner die Regelung im Umgang mit Transplantaten,

unterbreitet. Insbesondere müssen die Mängel im Transfu- denn zusätzlich zur Bewilligungspflicht wird eine Meldepflicht

sionswesen behoben werden, dem Schutz vor Infektionen ist vorgesehen. Sie verlangt von Personen, die Menschen oder

hohe Priorität beizumessen. Tieren Organe zur Transplantation entnehmen oder diese zu

Betreffend Transplantate müssen Bestimmungen zum diesem Zweck weitergeben, die zuständige Bundesstelle zu

Schutz von Spendern und Empfängern erlassen werden, informieren. Wer Transplantate lagert oder einführt, unter-

auch diese Regelungen begrüssen wir. Die Vorlage enthält steht ebenfalls der Melde- und Bewilligungspflicht. Auf die

neu das Verbot des Handels mit Transplantaten, was im Zei- von der Kommissionsmehrheit aufgenommene schriftliche

chen der Verhinderung von Missbräuchen auch zu unterstüt- Zustimmung des Spenders werde ich in der Detailberatung

zen ist. zurückkommen.

Die liberale Fraktion stimmt diesem Gesetz zu, ist für Eintre- Die FDP-Fraktion ist für Eintreten.

ten und bittet Sie, jeweils der Fassung der Mehrheit zuzu-

stimmen. Deiss Joseph (C, FR): Le groupe démocrate-chrétien entre

en matière sur cet arrêté et admet que les problèmes qui doi-

Schenk Simon (V, BE): In der Zeit um 1985 sind bekanntlich vent être résolus n'attendent pas la future loi fédérale sur les

mehrere Patienten durch die Verabreichung von Blut oder agents thérapeutiques. Par conséquent, le présent arrêté fé-

Blutprodukten mit dem Aids-Virus infiziert worden. Diese tra- déral permet de combler rapidement les lacunes existantes

gische Tatsache unterstreicht den Handlungsbedarf. In der en définissant clairement les compétences et les structures

SVP-Fraktion ist Eintreten auf diesen Bundesbeschluss un- propres à garantir une réaction rapide et efficace des autori-

bestritten. Ein optimaler Infektionsschutz für Spender und tés.

Empfänger ist möglichst rasch sicherzustellen. Cela vaut aussi pour la médecine de la transplantation, qui

Die heute zwischen Bund und Kantonen aufgeteilten Kompe- attend une réglementation, mais qui ne peut être mise en

tenzen führen zu Überschneidungen, Mängeln und Verzöge- place rapidement. Il faut donc une solution transitoire. Le pré-

rungen. Mit dem vorliegenden Bundesbeschluss sollen klare sent arrêté vise la protection du patient contre les infections

Verantwortlichkeiten und Strukturen festgelegt werden, so à travers les transplants. En ce qui concerne les transplanta-

dass für die nächsten zehn Jahre eine sinnvolle Übergangs- tions, la commission a néanmoins estimé nécessaire d'ins-

lösung besteht, bevor nach der Erarbeitung einer künftigen crire le principe de la gratuité pour les manipulations de trans-

Gesetzgebung über Heilmittel die definitive Lösung feststeht. plants humains, ceci afin d'éviter que les organes humains

In vielen Bereichen muss der Bundesbeschluss nicht unbe- fassent l'objet d'un commerce lucratif. Une majorité de la

dingt nach parteipolitischen, sondern nach ethischen Mass- commission désire en outre améliorer la protection du don-

stäben beurteilt werden. So muss unter anderem auch die re- neur dans les dispositions prévues par l'arrêté fédéral en in-

ligiöse Sichtweise beachtet werden. Während in gewissen terdisant le prélèvement d'organes sans l'autorisation écrite

Ländern nur sehr zurückhaltend transplantiert wird, wird der du donneur.

menschliche Körper in anderen Ländern wie ein Ersatzteilla- La question du don d'organes touche à des points d'éthique

ger missbraucht. fondamentaux. D'une part, il y a le désir de soulager la souf-

Die SVP-Fraktion unterstützt mehrheitlich die Vorschläge der france et de sauver la vie à des malades ou des infirmes qui

Kommission bzw. der Kommissionsmehrheit, die die Fas- attendent avec anxiété une transplantation possible. Cela ne

sung des Ständerates sinnvoll ergänzen. Ich meine damit pose pas de problème lorsque le donneur a clairement mani-

etwa die Unentgeltlichkeit für menschliche Transplantate und festé sa volonté au moyen des instruments existants - carte

das Verlangen einer schriftlichen Zustimmung der Spenderin de donneur, par exemple; dans certains pays, des registres

oder des Spenders. sont tenus à cet effet. La situation est plus délicate, en revan-

Nach unserem Dafürhalten muss auch der Zugang zu tieri- che, lorsqu'un accord écrit n'est pas disponible. On se heurte

schen Geweben erhalten bleiben, da dies für die heutige Me- alors au droit à la libre disposition de l'individu, même au-delà

dizin unentbehrlich ist. Die Bildung von neuen Fachkommis- de son trépas, et à la garantie de l'intégrité corporelle.

sionen hingegen, die im Ständerat abgelehnt worden ist, Il faut constater qu'il existe, certes, un droit fondamental à

lehnt auch die SVP-Fraktion ab. l'intégrité et à la libre disposition. Des lors, même si tous les

Im Namen der SVP-Fraktion empfehle ich Ihnen Eintreten efforts sont entrepris pour assurer le bon déroulement du

auf den Bundesbeschluss. geste généreux qu'est le don d'organe, il y a lieu de constater

qu'il n'y a pas en soi un droit fondamental ou absolu à obtenir

Gysin Hans Rudolf (R, BL): «Blut ist ein ganz besondrer un transplant. Dans cette pesée des intérêts en concurrence,

Saft.» Dies bestätigt bereits Mephisto in Goethes «Faust». le groupe démocrate-chrétien estime donc, dans sa majorité,

Besondere Dinge verlangen auch nach einer besonderen qu'il convient de laisser la priorité au principe de liberté et

Behandlung. Spätestens seit 1985, als HlV-infiziertes Blut d'autodétermination.

und Blutprodukte in der Schweiz an Patienten abgegeben C'est dans cet esprit que je vous invite, au nom du groupe dé-

wurden, ist der Ruf nach einer verbesserten Kontrolle im Um- mocrate-chrétien, à entrer en matière et à suivre les proposi-

gang mit Blut, Blutprodukten und Transplantaten unüberhör- tions de la commission ou de sa majorité.

bar geworden. Dieser Aufforderung ist nun der Bundesrat mit

der Vorlage seines Beschlussentwurfes nachgekommen. Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Le point de départ de ce

Die FDP-Fraktion empfiehlt, auf den vom Ständerat überar- que nous discutons aujourd'hui est un drame. Ce sont les in-

beiteten Beschluss einzutreten, da dieser den Schutz sowohl fections par le VIH qui ont frappé un certain nombre de per-

des Empfängers als auch des Spenders von Blut oder Blut- sonnes lors de transfusions de sang ou de produits sanguins

produkten deutlich verbessert. Vor allem der Infektionsschutz contaminés. Le Département fédéral de l'intérieur a chargé le

des Empfängers wurde verbessert, indem der Bundesbe- groupe de travail «Sang et sida», placé sous la présidence de

schluss für das gespendete Blut eine Testpflicht auf be- M. Voyame, d'analyser la situation et de proposer des mesu-

stimmte Krankheitserreger vorsieht. Die Unversehrtheit des res propres à remédier aux éventuelles lacunes. Ce groupe

Spenders wird auch insofern sichergestellt, als seine Spen- de travail a formulé très clairement l'avis qu'une réorganisa-

detauglichkeit am Spendetag geprüft werden muss. tion est nécessaire, que la transfusion sanguine devrait rele-

Zur Entnahme von Blut zur Transfusion oder zu Weiterverar- ver de la compétence d'une seule autorité. Il préconise aussi

beitungszwecken sieht der Bundesbeschluss eine Betriebs- la subordination à une seule autorité de tous les autres

bewilligung vor. Diese wird erst dann erteilt, wenn alle quali- agents thérapeutiques.

tätssichernden Voraussetzungen erfüllt sind. Parallèlement à ce travail du groupe d'experts Voyame, nous

Auch auf den missbräuchlichen Handel mit Blut, Blutproduk- avions déjà abordé la préparation d'une législation future

ten und Organen nimmt der Bundesbeschluss einen positi- concernant les agents thérapeutiques. Là aussi, le Conseil

ven Einfluss: So muss für jede einzelne Einfuhr von Blut und fédéral a chargé mon département d'aller de l'avant. Mais le

Blutprodukten eine Einfuhrbewilligung erteilt werden. Sinn- projet de loi fédérale dans ce domaine ne pourra être pré-

28. September 1995 N 1969 Kontrolle von Blut

sente qu'au début de l'année prochaine. Si l'on considère de autres activités liées aux transplants doivent être déclarées.

façon réaliste les perspectives, cette législation future con- Je me prononcerai sur une autre proposition de votre com-

cernant les agents thérapeutiques ne pourra vraisemblable- mission dans la discussion de détail. C'est celle qui demande

ment pas entrer en vigueur avant l'an 2000. le consentement exprès du donneur pour tout prélèvement

Le Conseil fédéral a pensé qu'il fallait remédier aussi rapide- de transplant.

ment que possible aux lacunes mises en évidence dans les Pour conclure, le Conseil fédéral accorde une très grande im-

domaines du sang, des produits sanguins et des transplants. portance à ce projet. D'abord parce qu'il considère qu'il est

C'est pourquoi il a chargé le Département fédéral de l'inté- indispensable de faire un pas de plus en vue d'améliorer la

rieur d'élaborer le projet qui nous occupe aujourd'hui. protection de la population en relation avec la manipulation

Les consultations auxquelles nous avons procédé nous ont de sang, de produits sanguins et de transplants. Le Conseil

encouragés à poursuivre dans cette voie et nous nous trou- fédéral veut faire ce pas rapidement, même si chacun est

vons aujourd'hui déjà devant le deuxième Conseil, ce qui de- bien conscient du fait qu'on ne pourra jamais assurer une sé-

vrait nous permettre de tenir effectivement le rythme que curité parfaite, que l'objectif «risque zéro» est hors de portée.

nous nous sommes fixé. Si vous êtes d'accord et si vous sou- Mais les risques qui peuvent être évités doivent l'être. C'est

tenez ce projet, nous pourrons vraisemblablement trouver une question de confiance entre les habitants, les habitantes

une solution à ce problème au début de l'année prochaine, de ce pays et les autorités politiques que nous fassions tout

au printemps. Mais il s'agit clairement d'une solution transi- pour que les risques évitables le soient effectivement.

toire qui ne sera applicable que jusqu'à l'entrée en vigueur de Je remercie Mme Gonseth de l'appel qu'elle a lancé pour que

la loi fédérale sur les agents thérapeutiques dans laquelle vous vous souveniez de cette obligation au moment d'allouer

elle sera intégrée. C'est la raison pour laquelle cette régle- le personnel à l'administration, car il n'y a pas de sécurité au

mentation doit prendre la forme d'un arrêté fédéral de portée tarif zéro dans ce domaine. Si nous voulons assurer les tâ-

générale. ches de contrôle que cet arrêté prévoit, nous devons avoir les

Les grandes lignes de la réglementation sont les suivantes. personnes pour le faire. Dès réception du rapport, nous

Elles ont déjà été fort bien résumées, mais j'insiste sur les avons aussi immédiatement agi pour créer des postes sup-

possibilités et les limitations que nous nous sommes impo- plémentaires pour le contrôle du sang. Mais ceux-ci ne suffi-

sées pour arriver à une législation solide répondant aux pro- sent pas pour l'application de l'arrêté que nous vous présen-

blèmes immédiats. Notre but numéro un est de protéger à la tons aujourd'hui.

fois les receveurs et les donneurs contre les infections qui Le Conseil fédéral attache également une importance capi-

pourraient résulter d'une transplantation ou d'une transfu- tale à cet arrêté parce que - nous devons le dire et en être

sion. Dans les domaines du sang, des produits sanguins et conscients - le sida ne sera vraisemblablement pas un cas

des transplants, cela signifie que nous poursuivons le même unique, d'autres pandémies nous menacent. Dans le monde

objectif. Cette protection passe par des tests obligatoires interdépendant dans lequel nous vivons, dans un monde qui

pour mettre en évidence certains agents pathogènes tels que connaît les clivages en termes de pauvreté et de richesse tel

le VIH ou les virus des hépatites B et C. On n'utilise que des que celui que nous connaissons, dans un monde où les voya-

tests autorisés par l'Office fédéral de la santé publique. Les geurs tournent autour de la planète sans le moindre obstacle,

tests sont effectués par des laboratoires au bénéfice d'une il faut s'attendre à ce que, tôt ou tard, de nouveaux agents

autorisation de l'Office fédéral de la santé publique. Vous pathogènes transmissibles par le sang fassent leur appari-

voyez donc que dans cette législation il s'agit de remplir plei- tion. Nous devons être armés face à la prochaine menace qui

nement les objectifs de protection contre les infections, mais pourrait nous atteindre.

sans aller au-delà. C'est la raison pour laquelle je vous prie de poursuivre le tra-

Je passe sur les propositions individuelles. Nous aurons l'oc- vail avec la même célérité que l'administration, le Conseil fé-

casion d'y revenir. J'insiste encore sur ce que représente le déral et le Conseil prioritaire. Nous devons pouvoir mettre en

projet du Conseil fédéral dans le domaine des transplanta- place cette législation le plus rapidement possible.

tions d'organes. Vous le savez, les motions Onken et Huber

que le Conseil fédéral s'est déclaré tout à fait prêt à accepter Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

et qui lui ont été transmises par le Conseil des Etats, deman- L'entrée en matière est décidée sans opposition

dent un contrôle du commerce des organes et que les ques-

tions éthiques dans ce domaine soient entièrement régle- Bundesbeschluss über die Kontrolle von Blut, Blutpro-

mentées. Or, ce n'était pas l'objectif du Conseil fédéral dans dukten und Transplantaten

le projet qui vous est soumis. Le Conseil fédéral est persuadé

qu'il s'agit d'étudier les possibilités d'ancrer légalement une Arrêté fédéral sur le contrôle du sang, des produits

réglementation plus large. Il est cependant tout à fait cons- sanguins et des transplants

cient qu'avec le projet actuel, visant la protection du receveur

contre les infections qui doit être assurée dans les délais les Detailberatung - Discussion par articles

plus brefs, il ne répond pas à l'ensemble des exigences de

ces deux motions. Titel und Ingress, Art. 1-3

Toute une série de contrôles sont placés sous l'autorité de Antrag der Kommission

l'Office fédéral de la santé publique. En ce qui concerne le Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

commerce international des transplants, nous avions pro-

posé que le Conseil fédéral institue une autorisation. Le Con- Titre et préambule, art. 1-3

seil des Etats a étendu cette autorisation à l'importation et à Proposition de la commission

l'exportation de transplants et le rapporteur de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats

du Conseil des Etats a demandé que le Conseil national se

penche également sur cette problématique afin de trouver Angenommen - Adopté

éventuellement une solution plus pertinente et plus convain-

cante. Le Conseil fédéral est de l'avis que votre commission Art. 4

a trouvé une telle solution. Elle consiste à instituer dans l'ar- Antrag der Kommission

rêté fédéral l'interdiction de la mise sur le marché de trans- Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

plants d'origine humaine contre rémunération. Une sanction Proposition de la commission

pénale est maintenant prévue en cas de violation de cette in- Adhérer à la décision du Conseil des Etats

terdiction. Non seulement on interdit la mise sur le marché

contre rémunération, mais on maintient aussi l'obligation Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Ich möchte kurz

d'une autorisation pour les importations et les exportations, auf das hinweisen, was der Ständerat neu eingefügt hat; die

ainsi que pour le commerce international à titre gracieux, telle Kommission stimmt dem vollumfänglich zu. Der Ständerat

qu'elle a été décidée par le Conseil des Etats. Toutes les hat den Schutzgedanken ausgeweitet und die Qualitätsanfor-

Contrôle du sang 1970 N 28 septembre 1995

derungen erhöht, indem er vorschreibt, dass «alle nach dem macht werden. Keine Ausnahmen sollen bezüglich Rückver-

Stand der Wissenschaften erforderlichen Massnahmen» zu folgbarkeit gemacht werden. Dies wieder mit Rücksicht auf

treffen sind. Das ist keine Selbstverständlichkeit; es beinhal- das Pflegepersonal und aus dem Gedanken heraus, dass all-

tet, dass die entsprechenden Instanzen immer auf dem fällige überflüssige Eigenblutspenden für andere Personen

neuesten Stand sein müssen und ihn auch anzuwenden ha- verwendet werden können.

ben. Also Qualitätskontrolle.

Zum zweiten ist hier, wie bereits in Artikel 1, das Wörtchen Angenommen - Adopté

«insbesondere» eingefügt, was eine Ausweitung des Schutz-

gedankens beinhaltet. Damit sind nämlich nicht mehr nur Art. 16a(neu)

Spender und Empfänger gemeint; durch das Wörtchen «ins- Antrag der Kommission

besondere» sind vielmehr alle Personen, die mit diesen Pro- Mehrheit

dukten in Kontakt kommen könnten, mit einbezogen. Transplantate dürfen nur beim Vorliegen einer schriftlichen

Gleichzeitig erlaube ich mir eine Äusserung zur Änderung in Zustimmung der Spenderin oder des Spenders entnommen

Artikel 5. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass - entgegen werden.

der bundesrätlichen Vorlage - nicht nur die Einfuhr, sondern Minderheit

auch die Ausfuhr mit einbezogen wird. Das hat dann weiter (Bortoluzzi, Philipona, Segmüller)

hinten speziell auf Artikel 16 Auswirkungen. Ablehnung des Antrages der Mehrheit

Philipona Jean-Nicolas (R, FR), rapporteur: J'apporterai une Art. 16a (nouveau)

simple précision concernant l'article 4. On ajoute «compte Proposition de la commission

tenu de l'état des connaissances scientifiques». Ceci veut Majorité

bien dire, quand on parle de toutes les mesures requises, Des transplants ne peuvent être prélevés que si le donneur y

que celles-ci ne doivent pas être statiques, mais évoluer en a consenti par écrit.

fonction des connaissances de pointe, des dernières con- Minorité

naissances scientifiques; elles doivent donc être adaptées à (Bortoluzzi, Philipona, Segmüller)

ces connaissances-là. Rejeter la proposition de la majorité

Ceci est valable non seulement pour cet article, mais bien sûr

pour toute la loi. Bortoluzzi Toni (V, ZH), Sprecher der Minderheit: Sie haben

es in der Eintretensdebatte gehört: Das Gesetz ist eine Über-

Angenommen - Adopté gangslösung, um die dringendsten Probleme in diesem kom-

plexen Bereich zu regeln. Mit dem neuen Artikel 16a, der in

Art. 5-12 unserer Kommission eine deutliche Mehrheit fand, wird ein

Antrag der Kommission weiterer, nicht einfacher Bereich in den Beschlussentwurf

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates aufgenommen: «Umgang mit Transplantaten». Frau Gons-

Proposition de la commission eth hat dies angeregt, und sie wird Gelegenheit haben, ihre

Adhérer à la décision du Conseil des Etats Sicht auszuführen. Obwohl weder der Bundesrat noch der

Ständerat das Anliegen aufnehmen wollten, fand es in unse-

Angenommen - Adopté rer Kommission eine Mehrheit.

Es geht um den Schutz von Spendern, ist aber meiner Mei-

Art. 13-15 nung nach nicht so einfach abzuhandeln, wie es hier vorge-

Antrag der Kommission schlagen wird, auch wenn es auf den ersten Blick verständ-

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates lich und wünschbar scheint.

Proposition de la commission Durch die Entwicklung in der Transplantationsmedizin und

Adhérer à la décision du Conseil des Etats der vor wenigen Jahren noch undenkbar erscheinenden

Möglichkeiten ist die Nachfrage entsprechend gestiegen.

Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Ich möchte auf Diese Situation kann dazu führen, dass die Verantwortlichen

zwei Punkte aufmerksam machen: unter diesem Erwartungsdruck dazu neigen, etwas schneller,

1. Sie sehen, dass der Ständerat in Artikel 13 die Pflicht zur als sie es ohne diese Empfängerwünsche tun würden, Ent-

Aufbewahrung der Unterlagen von zehn auf zwanzig Jahre nahmen vorzunehmen.

verlängert hat. Diese Verlängerung entspricht einem allge- Diese Frage ist - ob das Einverständnis des Spenders vor-

meinen Trend. Sie ist nötig, um die Rückverfolgung der Her- liegt oder nicht - äusserst problematisch, weil wir uns hier in

kunft von Blut oder Blutprodukten gewährleisten zu können. der Grauzone des Todes bewegen. Die Gefahr, dass sich die

Das wird sich auch bei anderen Bestimmungen auswirken. Beurteilung nach den Wünschen der Medizin richtet, ist mit

2. In Artikel 14 hat man präzisiert, dass die Rückverfolgbar- diesem Antrag aber in keiner Art und Weise gebannt. Es dürf-

keit zu den Daten der Person und nicht zur Person gewähr- ten immer wieder Diskussionen darüber entstehen.

leistet sein muss. Diese Präzisierungen sind zur Gewährlei- Das Problem des entgeltlichen Handels mit Transplantaten

stung der Erfordernisse des Datenschutzes erfolgt. Alle diese ist mit dem nachfolgenden Artikel 16b gelöst. Dieser Antrag

Bestimmungen wurden mit dem Datenschutzbeauftragten wurde von der Verwaltung angeregt. Das Problem besteht in

abgesprochen, so dass diese mit den Erfordernissen des Da- unserem Land laut Auskunft der Verwaltung nicht. Aber es

tenschutzgesetzes kompatibel sind. geht ja auch darum, dem unguten Gefühl in der Bevölkerung

vorzubeugen: In der Schweiz werden keine - das möchte ich,

Angenommen - Adopté soweit man das nachvollziehen kann, deutlich sagen -

Transplantate aus Drittweltländern, die möglicherweise ge-

Art. 16 gen den Willen oder ohne Wissen der Spender entnommen

Antrag der Kommission worden sind, verwendet.

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Die schriftliche Zustimmung eines Spenders, wie sie in

Proposition de la commission Artikel 16a verlangt wird, ist mir zu einengend. Wir haben

Adhérer à la décision du Conseil des Etats eine Übergangsregelung vor uns, die gelegentlich durch ein

umfassendes Bundesgesetz über Heilmittel abgelöst werden

Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Beachten Sie soll. Eine aktive Zustimmung der Betroffenen ist zwar

bitte, dass es in Artikel 16 Absatz 5 Buchstabe c um die Pri- wünschbar, aber heute in der Praxis nicht in dieser geforder-

vilegierung einer besonderen Art der Transfusion geht, näm- ten Klarheit durchführbar.

lich um die Eigenblut-Transfusion. Hier ist es gerechtfertigt, Ich habe vor einem Jahr in meinem engsten Bekanntenkreis

dass in bestimmten Fällen Ausnahmen von der Testpflicht, eine Herztransplantation bei einem zwölfjährigen Mädchen

von der Aufzeichnung und von der Aufbewahrungspflicht ge- miterlebt. Der Spender war ein Unfallopfer aus Belgien, und

28. September 1995 N 1971 Kontrolle von Blut

ich stehe etwas unter dem Eindruck dieses Vorfalls. Ohne auf Dafür braucht es weit mehr Aufklärung in der Bevölkerung als

Details einzugehen, muss ich davon ausgehen, dass mit die- bisher. Wenn zum Beispiel die Kampagne von Swisstrans-

sem Artikel 16a, wenn er damals bereits bestanden hätte, plant nicht zur Farce verkommen soll - d. h., dass unsere Or-

diese Rettung nicht möglich gewesen wäre. Damit schaffen gane entnommen werden können, ob wir diese Karte von

wir wohl ungewollt neue Härten. Swisstransplant mit dem Einverständnis tragen oder nicht -,

Es geht nicht um parteipolitische Stellungnahmen. Es geht dann brauchen wir wirklich eine Regelung, die uns schützt.

eindeutig um ethische Fragen, und es geht auch darum, wie- Heute bestehen in den Kantonen sehr unterschiedliche, zum

weit wir den medizinisch Verantwortlichen Vertrauen entge- Teil auch keine gesetzlichen Grundlagen zur Organent-

genbringen wollen oder eben nicht. nahme. Dort, wo sie bestehen, sind sie zum Teil widersprüch-

Ich weiss beispielsweise, dass es bei uns abgelehnt wird, lich.

Transplantate aus Kriegsgebieten zu verwenden oder sich Am krassesten, wenn nicht menschenrechtswidrig scheint

auch nur darum zu bemühen - obwohl aus der Sicht von El- mir die sogenannte Widerspruchslösung, wie sie etwa im

tern, die ihr Kind behalten möchten, eine solche Herkunft Kanton Luzern gehandhabt wird. So wird in der «Luzerner

auch vertretbar sein könnte. Es ist verfrüht, eine solche Re- Zeitung» vom 10. Januar 1995 die Antwort auf eine Einfache

gelung zu verabschieden, die ethisch vertretbare Abläufe in Anfrage zitiert, wonach im Kanton Luzern Organentnahmen

diesem schwierigen Gebiet, ausserhalb dieser Bestimmung, bei Verstorbenen möglich sind, wenn diese sich nicht zu Leb-

plötzlich verunmöglichen würde. zeiten ausdrücklich dagegen verwahrt haben und deren

Ich bitte Sie, dem Streichungsantrag der Minderheit zuzu- nächste Angehörige keinen Anspruch erheben. Die Angehö-

stimmen und die Heilmittelgesetzgebung abzuwarten, in der rigen müssen aber bei einer Organentnahme weder vorgän-

diese ganze komplexe Sache gut vorbereitet und umfassend gig ihre Zustimmung geben noch nachträglich informiert wer-

beleuchtet werden kann, bevor sie im Gesetz Aufnahme fin- den. Diese Lösung widerspricht auch klar der von der

det. Was wir hier tun, ist das Übers-Knie-Brechen eines Pro- Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaf-

blems. Das schafft vielleicht neue Probleme, die niemand ten vorgeschlagenen Lösung. Ich meine, es sei nicht zuläs-

will. sig, die Spendebereitschaft bei Nichtäusserung zum Normal-

fall zu erklären. Wenn das zulässig sein sollte, müsste näm-

Gonseth Ruth (G, BL): Die Transplantationsmedizin hat lich Swisstransplant nicht Karten für die Transplantation, son-

ohne Zweifel vielen Menschen mit unheilbaren Krankheiten dern Widerspruchskarten offerieren.

eine neue Lebenschance eröffnet. Wir haben uns fast daran Selbstbestimmungsrecht kann, wenn es ernst genommen

gewöhnt, dass Organe und Gewebe austauschbar geworden wird, nur das bewusst wahrgenommene Recht über den ei-

sind. Die Frage der Organspende wird jedoch derzeit fast genen Körper bedeuten. Deshalb ist eine Regelung im Sinne

ausschliesslich vor dem Hintergrund der zunehmenden der Kommissionsmehrheit notwendig, die nur die aktive Ent-

Transplantationsanwärter diskutiert. Oft gerät dabei aus dem scheidung eines Betroffenen akzeptiert. Schweigen darf

Blick, dass zur Transplantation zwei Menschen gehören. Ne- nicht mit Zustimmung gleichgesetzt werden.

ben dem Organempfänger gibt es auch den Menschen, dem Ich bitte Sie deshalb, der Kommissionsmehrheit zuzustim-

die Organe entnommen werden, und dessen Rechte und men.

Würde gilt es ebenso zu schützen.

Eine schwierige Problematik besteht darin, dass sich wegen Schenk Simon (V, BE): Auch wenn es durchaus Argumente

des Organbedarfes in der modernen Medizin in den letzten für das Weglassen dieses Artikels gibt, setze ich mich für die

Jahren als Möglichkeit für die Organentnahme der Hirntod Kommissionsmehrheit ein. Das Verlangen einer schriftlichen

zum bisher üblichen Herz-Kreislauf-Stillstand als weiteres Zustimmung der Spenderin oder des Spenders ist besonders

Todeskriterium durchgesetzt hat. Doch ist ein hirntoter bei Unfallopfern nicht unproblematisch. Kollege Bortoluzzi ist

Mensch auch wirklich tot? Oder ist er ein Sterbender? Hirn- bei der Begründung des Antrages der Minderheit bereits nä-

tote Menschen sind keineswegs kalt, starr, bleich und leblos, her darauf eingegangen.

sondern warm und durchblutet - ihr Herz schlägt. Im Falle Die Situation in diesem Bereich könnte wesentlich verbessert

des umstrittenen Experimentes mit einer schwangeren, so- werden, wenn mehr als die heute 7 Prozent der Schweizer Be-

genannt hirntoten Frau konnte diese «Tote» ihren Fötus doch völkerung einen Spenderausweis auf sich tragen würden. Für

immerhin während 40 Tagen weiter versorgen. Das Hirntod- die Zukunft müsste das Auf-sich-Tragen eines derartigen Aus-

Konzept wird deshalb von weiten Kreisen hinterfragt. Es ist weises unter der Bevölkerung sicher vorangetrieben werden.

unbestritten, dass der Hirntod nur ein Stadium im Sterbepro- Es ist auch nicht zumutbar, dass ein todkranker Patient bei

zess ist, dessen Endpunkt sich nicht mit Apparaten messen seiner Einlieferung ins Spital noch zu entscheiden hat, ob er

lässt. Oder wie der Philosoph Hans Jonas sagt: «Die Grenz- nach seinem allfälligen Tod seziert werden soll oder nicht.

linie zwischen Leben und Tod ist nicht mit Sicherheit bekannt. Ich unterstütze - besonders aus ethischen Gründen - zu-

Eine Definition kann Wissen nicht ersetzen.» sammen mit einem Teil der SVP-Fraktion die Kommissions-

Das Hirntodkonzept ist schon deshalb widersprüchlich, weil mehrheit. Die Definition des Todes darf nicht für die Bedürf-

zur Transplantation eines Herzens, einer Leber, einer Lunge nisse der Medizin unterschiedlich festgelegt oder nach

ja nur lebensfrische Organe mit intakten Vitalfunktionen ver- Wunsch verschoben werden. Nach dem traditionellen Fest-

wendet werden können. Keinesfalls passt zu dieser Defini- stellen des Todes anhand von Atmung und Herzschlag gilt

tion die Tatsache, dass heute auch schon vitales Hirngewebe bei ändern der sogenannte Hirntod als Massstab. Neueste

von Föten entnommen wird, um sie für Therapieversuche bei Definitionen wollen den Tod noch früher festlegen. Als Lehrer

Parkinson-Patienten zu verwenden. habe ich einst meinen Schülern beigebracht, dass man tot

Meine bisherigen Ausführungen sollten den Zwiespalt der nicht steigern könne. Heute werde ich eines Besseren be-

Transplantationsmedizin aufzeigen. Einerseits eröffnet sie lehrt. Ich stelle fest, dass es doch geht, nämlich: tot, toter, am

vielen Organempfängern unbestritten neue Lebensperspek- totesten! Dagegen wehre ich mich.

tiven. Anderseits knüpft sie deren Lebenshoffnung an den Ich betrachte dies im weitesten Sinn als Dreinpfuschen in

Tod anderer Menschen. Diese Nachfrage nach Organen hat Gottes Handwerk und beantrage daher, die Kommissions-

ihren Preis. Der Todesbegriff wird immer mehr aufgeweicht. mehrheit zu unterstützen.

Das Recht des Menschen auf einen ruhigen, selbstbestimm-

ten Tod scheint immer mehr in den Hintergrund zu rücken. Le président: Le groupe socialiste communique qu'il sou-

Ich bin überzeugt, dass die Transplantationsmedizin nur auf tiendra la proposition de la majorité de la commission.

einen dauerhaften gesellschaftlichen Konsens bauen kann,

wenn sie die Organspender im eigentlichen Sinne als Spen- Deiss Joseph (C, FR): II n'est pas question, avec cette dis-

der auch ernst nimmt. Deshalb sollte die Organentnahme, position à l'article 16a, de mettre en doute la valeur et la gé-

wie es die Kommissionsmehrheit vorschlägt, nur nach aktiver nérosité qui sont liées aux dons d'organes et les progrès que

und informierter Zustimmung der Betroffenen erfolgen dür- la médecine a pu réaliser par ce biais. En revanche, il s'agit

fen. de protéger les droits et la dignité des donneurs.

Contrôle du sang 1972 N 28 septembre 1995

On nous dit qu'il est question ici de problèmes éthiques, qu'il Man geht generell von der Zustimmung aus, und nur wenn

n'est donc pas possible de les régler dans la précipitation et der Betroffene aktiv widersprochen hat, gilt der Widerspruch.

qu'il faut du temps au législateur pour trouver la bonne solu- Die beiden Lösungen haben einen ganz anderen Ansatz.

tion. Lorsque des questions fondamentales sont en jeu et Die Meinung von Bundesrat und Ständerat war, dass diese

que des doutes existent, on dit généralement que, dans ce Frage sehr wohl geregelt sein soll, aber eben im weiteren Zu-

cas-là, dans le doute, on s'abstient. sammenhang der gesamten ethischen Problematik der

On nous dit aussi que, dans l'intervalle, ce sont les directives Transplantationsmedizin.

de l'Académie suisse des sciences médicales qui font office Ihre Kommission hat mehrheitlich beschlossen, das jetzt zu

de loi, mais avez-vous déjà eu la curiosité de lire le texte en regeln, gewissermassen einen Pflock einzuschlagen, um an-

question? On y lit que: «Un prélèvement d'organe peut être zuzeigen, in welcher Richtung wir eine Lösung sehen, näm-

effectué sur le corps d'une personne décédée, en état de lich in Richtung Zustimmung. Wie gesagt: Es ist eine umstrit-

mort cardiaque ou cérébrale, si toutes les conditions prévues tene Sache. Ich gehöre der Minderheit an.

par la législation et la jurisprudence sont remplies, et en l'ab- Eine deutliche Mehrheit der Kommission hat diesem Arti-

sence d'une opposition formelle de la personne décédée.» kel 16a zugestimmt.

Ce que, probablement, le commun des mortels estime ac-

tuellement, notamment à la suite des campagnes menées en Gonseth Ruth (G, BL): Frau Kommissionssprecherin, ich

faveur des cartes de donneur, c'est que celui qui porte sur lui möchte einfach protestieren. Ich finde, Sie haben vorhin Ihre

une carte de donneur sera considéré comme un donneur po- eigene Meinung vorgetragen und überhaupt nicht die mit 10

tentiel. Or, d'après cette formule, toute personne qui ne porte zu 3 Stimmen zustande gekommene grosse Mehrheit vertre-

pas sur elle une carte de non-donneur sera considérée ten.

comme consentante. Il est vrai que l'on dit aussi que «le mé-

decin en charge du donneur potentiel a l'obligation d'informer Philipona Jean-Nicolas (R, FR), rapporteur: Comme vous

les personnes les plus proches....», ce qui constitue une avez pu le constater, pa54 i les trois cosignataires de la pro-

clause de sécurité. Mais, je crois que ces dispositions de position de la minorité, il y a les deux rapporteurs de la com-

l'Académie suisse des sciences médicales posent problème mission. C'est clair que notre tâche est particulièrement diffi-

et qu'il est par conséquent plus prudent de prendre une dis- cile de ce fait, d'autant plus que, personnellement, j'ai aussi

position qui puisse protéger les droits les plus fondamentaux un ami qui doit la vie à une transplantation cardiaque toute ré-

pendant l'intervalle nécessaire au législateur pour parvenir à cente. Avec la solution proposée par la majorité de la com-

une solution. mission, il ne serait certainement plus là aujourd'hui.

Les dispositions passives qui sont en vigueur sont d'ailleurs Il y a un point sur lequel la commission est tout à fait d'accord,

contradictoires avec la terminologie utilisée puisque le terme c'est que le problème est très délicat et très complexe. Tout

de donner, «spenden», suppose une attitude active et non d'abord parce qu'il s'agit de définir la mort, Mme Gonseth en

pas passive. a parlé tout à l'heure. Vous avez donc une idée déjà de la dif-

C'est pourquoi la majorité du groupe démocrate-chrétien ficulté que présente la définition de la mort. D'autre part, la

vous invite à suivre la proposition de la majorité de la com- définition des critères d'attribution des organes est égale-

mission. ment quelque chose d'extrêmement complexe. Quant à l'ac-

cord du donneur, qu'il soit oral ou écrit, il devrait être défini de

Gysin Hans Rudolf (R, BL): Die FDP-Fraktion unterstützt die façon plus précise et selon des critères éthiques qui méritent

Minderheit Bortoluzzi, welche verlangt, das Problem der d'être approfondis.

schriftlichen Zustimmung des Spenders sei nicht in diesem Il faut voir aussi que, sur le plan européen, malgré une direc-

Übergangsgesetz zu regeln. tive qui date déjà de 1978, la situation est loin d'être clarifiée.

Die FDP-Fraktion bringt diesem ethischen Anliegen grund- Plusieurs pays n'ont pas encore légiféré sur ce problème-là,

sätzlich Sympathie entgegen, lehnt die überstürzte Rege- alors que ceux qui ont légiféré l'ont fait de manières très dif-

lung dieser wichtigen Frage jedoch aus inhaltlichen und poli- férentes, ce qui prouve une fois de plus la difficulté de ce pro-

tischen Erwägungen ab. So ist der materielle Gehalt des ur- blème.

sprünglichen Antrages Gonseth ungenügend definiert. La future loi fédérale sur les agents thérapeutiques devra ap-

Grundsätzliche Fragen wie z. B. die Gültigkeit der Zustim- porter des éclaircissements. En attendant, nous avons deux

mung bereits verstorbener oder urteilsunfähiger Menschen solutions:

bleiben unbeantwortet. Auf politischer Ebene scheint uns 1. Celle de la majorité de la commission propose une pres-

der vorliegende Bundesbeschluss nicht das geeignete Ge- cription très dure, probablement la plus dure d'Europe, qui

fäss zur Definition der Art und Weise der Zustimmung zur impose un consentement écrit, c'est-à-dire qui ne pose pas

Organentnahme zu sein. Denn dieser Bundesbeschluss soll la question d'un accord oral du donneur au dernier moment.

prioritär und so schnell wie möglich für einen verbesserten C'est certainement la solution qui donne la sécurité la plus to-

Infektionsschutz beim Umgang mit Blut, Blutprodukten und tale en ce qui concerne l'intégrité des donneurs. On peut

Organen sorgen. Auch sei darauf hingewiesen, dass wir uns aussi respecter cet aspect du problème.

heute auf dem von Frau Gonseth angesprochenen Gebiet 2. La minorité, elle, a considéré que l'organisation Swiss-

der Organspende nicht in einem rechtsfreien Raum bewe- transplant manque d'organes, et, qu'avec la solution de la

gen. So haben die meisten Kantone bereits heute taugliche majorité, cette raréfaction des organes à donner serait aggra-

Bestimmungen zum Schutz des Spenders vor ungewollten vée.

Entnahmen von Transplantaten. Au nom de la majorité de la commission, qui a pris sa déci-

Ich empfehle Ihnen, den Minderheitsantrag Bortoluzzi auf sion par 10 voix contre 3, je vous demande, bien sûr, d'adop-

Streichung von Artikel 16a zu unterstützen. ter sa proposition.

Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Artikel 16a be- Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Je suis dans une posi-

rührt Grundfragen unseres Seins. Man könnte mit Fontäne tion un peu plus confortable que vos deux rapporteurs, puis-

sagen: «Das ist ein weites Feld.» Es ist insofern ein sehr wei- que je peux très clairement, au nom du Conseil fédéral, vous

tes Feld, als weder kantonal noch international Konsens prier d'apporter votre soutien à la proposition de la minorité,

herrscht. Es ist äusserst unterschiedlich geregelt, zum Teil c'est-à-dire de vous en tenir également au dessein de cette

gar nicht geregelt. Einzelne Votanten haben es erwähnt: Die solution émanant du Conseil fédéral, qui est modeste et que

Richtlinien der Akademie empfehlen die Widerspruchslö- j'ai exprimée au moment de la discussion sur l'entrée en ma-

sung, denn in diesem Zwiespalt stecken wir. Entweder su- tière. Ce que nous voulons ici, c'est agir rapidement, le plus

chen wir eine Lösung auf der Linie Zustimmung, d. h., man rapidement possible pour protéger nos concitoyens et nos

muss für die Entnahme aktiv zustimmen - das schränkt den concitoyennes contre des risques d'infection. Qu'ils soient

Kreis der Spender natürlich sehr ein -, oder wir suchen die des donneurs ou des receveurs, nous devons leur garantir

Lösung auf der Grundlage des Widerspruchs, das heisst: cette protection.

28. September 1995 N 1973 Kontrolle von Blut

Nous avons l'intention de faire une loi sur les transplants et éthique, ont pu choisir des règles différentes.

sur la médecine de transplantation. J'en ai parlé aussi. Nous C'est la raison pour laquelle nous pensons que nous pouvons

avons les motions Huber et Onken, que nous avons accep- actuellement nous en tenir encore au cadre fixé par l'Acadé-

tées avec reconnaissance et qui ont valeur pour nous, bien mie suisse des sciences médicales, en prévoyant de mettre

sûr, d'engagement d'aller rapidement de l'avant. Nous avons tout l'accent sur ces règles dans la loi sur les transplantations,

besoin d'une telle loi qui devra prendre le relais en partie de et non pas dans le présent projet, dont nous avons un besoin

règles édictées actuellement par la corporation médicale, urgent pour lutter contre les risques d'infections.

mais également par ceux qui règlent les questions d'éthique

dans ce domaine, et non pas uniquement par ceux qui prati- Abstimmung - Vote

quent la médecine de transplantation. C'est dans ce cadre Für den Antrag der Mehrheit 61 Stimmen

que nous aimerions régler les questions effleurées par la pro- Für den Antrag der Minderheit 46 Stimmen

position de la majorité de la commission qui ne suggère pas

un système cohérent pour résoudre l'ensemble des problè- Art. 16b(neu)

mes liés à la médecine de transplantation. Elle ne donne pas Antrag der Kommission

une définition de la mort, elle ne règle pas la question de sa- Abs. 1

voir ce qui se passe pour les personnes qui ne seraient pas Es ist verboten, menschliche Transplantate gegen Entgelt in

capables de discernement ou les mineurs. Il y a des trans- der Schweiz oder von der Schweiz aus im Ausland in Verkehr

plantations qui sont en danger: la transplantation de la peau, zu bringen oder gegen Entgelt erworbene menschliche

par exemple, qui est autre chose que la transplantation d'un Transplantate zu transplantieren.

organe. La majorité de la commission ne règle pas la question Abs. 2

de la consultation de la famille au cas où l'on n'arrive pas à Nicht als Entgelt gelten:

retrouver la claire expression de la volonté d'une personne a. die Kosten für Entnahme, Transport, Aufbereitung, Aufbe-

décédée. Donc, la proposition de la majorité de la commis- wahrung und Transplantation;

sion, comme l'a dit Mme le rapporteur, est effectivement «ein b. der Aufwand, welcher der spendenden Person unmittelbar

Pflock, den man einschlagen möchte», c'est-à-dire, sur un entsteht.

point très précis, une réglementation qui laisse dans l'ombre

tous les autres problèmes liés au compromis qui devrait être Art. 16b (nouveau)

trouvé entre les intérêts du donneur ou de la donneuse et Proposition de la commission

ceux du receveur ou de la receveuse. C'est cela le problème Al. 1

éthique que M. Deiss a décrit: quelle balance établir entre les II est interdit de mettre sur le marché, en Suisse ou à l'étran-

intérêts de deux partenaires qui ne sont pas forcément cons- ger à partir de la Suisse, des transplants d'origine humaine

cients au moment où cela se passe, de deux partenaires d'un contre rémunération ou de greffer des transplants d'origine

tel échange de vie qui est un échange d'organes dans le de- humaine obtenus contre rémunération.

gré le plus achevé? Comme je l'ai dit tout à l'heure, il peut être Al. 2

moins dramatique. Et ce n'est pas parce que nous qualifions Ne sont pas réputés rémunération:

cette question de pesée d'intérêts ou de problème d'éthique a. les frais de prélèvement, de transport, de préparation, de

que nous ne voulons pas la régler ici, Monsieur Deiss, pas du stockage et de transplantation;

tout; c'est parce que, pour pouvoir régler proprement un tel b. les coûts directs occasionnés au donneur.

problème, nous avons besoin de régler les autres questions

auxquelles Mme Gonseth elle-même a fait allusion: définition Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: In Artikel 16b ist

de la mort, définition de la manifestation même de cet accord ein ganz wichtiger neuer Grundsatz verankert, nämlich die

dans les différentes situations qui peuvent être celles du don- Unentgeltlichkeit oder - anders gesagt - das Verbot, gegen

neur ou de la donneuse. C'est donc bien dans le cadre d'une Entgelt mit Transplantaten irgend etwas anzustellen. Das ist

loi sur la transplantation que nous voulons régler ces problè- neu. Ihre Kommission hat das auf Wunsch oder Einladung

mes. Si nous citons les lignes directrices de l'Académie des des Ständerates eingeführt, der - so hoffen wir - diesem

sciences médicales, ce n'est pas pour dire que celles-ci nous neuen Artikel dann auch zustimmen wird.

garantissent à tout jamais la meilleure application possible,

mais pour dire tout simplement que nous ne tombons pas Angenommen - Adopté

dans un domaine non réglementé.

A preuve, les transplantations se font depuis de très nom- Art. 17

breuses années dans ce pays, elles ont sauvé de très nom- Antrag der Kommission

breuses vies et elles se font certainement en conformité avec Abs. 1

l'éthique, sinon il y aurait eu des protestations beaucoup plus

fortes, sinon il n'y aurait pas eu cette reconnaissance envers a zu diesem Zweck in Verkehr zu bringen;

les donneurs d'organes exprimée par de très nombreuses b. wer Transplantate lagert, einführt, in Verkehr bringt oder

personnes qui se déclarent en même temps prêtes, de leur transplantiert.

côté, à donner des organes. Abs. 2

Sur ce plan-là, il est clair que le fait d'adopter la réglementation Wer Transplantate unentgeltlich ein- oder ausführt oder

que vous propose la majorité de la commission aujourd'hui ne Transplantate unentgeltlich von der Schweiz aus im Ausland

peut qu'aboutir à rationner les organes; c'est la conséquence in Verkehr bringt, braucht....

inéluctable d'une telle décision dans la mesure où l'information

actuelledu public ne permet pas de constituer un registre positif Abs. 3 (neu)

de déclarations préalables d'acceptation comportant un nom- Mehrheit

bre d'inscriptions suffisant pour augmenter le nombre des or- Ablehnung des Antrages der Minderheit

ganes disponibles, lesquels font déjà dramatiquement défaut. Minderheit

Il est clairque nous devrions craindre dans ce cas, au contraire, (Gonseth, Eggenberger, Goll, Jöri, Keller Rudolf, Rechsteiner)

que la pression en faveur de l'achat d'organes clandestins ne Die Transplantation auf den Menschen von Transplantaten,

croisse, ce que nous ne souhaitons pas, bien évidemment. welche aus gentechnisch veränderten Tieren gewonnen

Le reste a été dit, il n'est pas utile de passer en revue les wurde, ist verboten.

différentes réglementations qui existent dans les pays euro-

péens. Les réglementations se répartissent à peu près dans Art. 17

une proportion de moitié moitié - et là non plus, il n'est pas Proposition de la commission

nécessaire de pondérer davantage - entre l'accord explicite Al. 1

et l'accord implicite. De ce fait, on voit que des pays aussi

moraux les uns que les autres, nourris du même terreau a ou les mettre sur le marché à cette fin;

Contrôle du sang 1974 N 28 septembre 1995

b. stocke, importe, met sur le marché ou greffe des trans- so haben wir uns sagen lassen - werden die vom «Tages-

plants. Anzeiger» veröffentlichten Experimente, welche in unseren

Al. 2 Kliniken gemacht wurden, noch überprüft.

Quiconque importe ou exporte à titre gracieux des trans- Aber neben diesen ethischen Bedenken gibt es auch Sicher-

plants ou les met gratuitement sur le marché à l'étranger à heitsbedenken. Es wird diskutiert, ob bislang für den Men-

partir de la Suisse .... schen ungefährliche Viren von Tieren bei der Übertragung

von Organen eben auch übertragen werden und dadurch für

Al. 3 (nouveau) die Menschen neue Krankheiten entstehen könnten. Es ist

Majorité immer noch nicht geklärt, wie das HIV-Virus, welches früher

Rejeter la proposition de la minorité nur bei Affen vorkam, nun plötzlich auf den Menschen über-

Minorité tragen und für den Menschen pathogen wurde.

(Gonseth.Eggenberger, Goll, Jöri, Keller Rudolf, Rechsteiner) Ein weiteres Fragezeichen muss auch deshalb gesetzt wer-

La greffe sur l'homme de transplants obtenus à partir d'ani- den, weil man bei einem Patienten, welchem eine Pavianle-

maux modifiés génétiquement est interdite. ber eingepflanzt wurde, diese Zellen später bei der Sektion

auch im Gehirn gefunden hat. Zellen aus Spenderorganen

Abs. 1,2-Al. 1,2 bleiben also nicht an Ort, sondern sie wandern ins Gehirn

Angenommen - Adopté und auch in die Fortpflanzungsorgane. Gentransfer kann zu-

mindest nicht ausgeschlossen werden.

Abs. 3-Al. 3 Lassen Sie mich mit dem Schluss aus dem satirischen Mär-

chen «Die Farm der Tiere» von George Orwell schliessen. Er

Gonseth Ruth (G, BL), Sprecherin der Minderheit: Der An- hat nämlich die Weiterentwicklung der spendierfreudigen

trag der Minderheit möchte in einem Bereich einen Riegel Stallgefährten konsequent zu Ende gedacht: «Die Tiere

schieben, der äusserst fragwürdig ist: Transplantate von blickten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu

genmanipulierten Tieren sollten nicht auf den Menschen Schwein und dann wieder von Schwein zu Mensch, doch es

übertragen werden können. Weltweit bekannt geworden ist war bereits unmöglich zu sagen, wer was war.»

der Fall von Baby Fae. Das kalifornische Mädchen, mit ei- Sie haben die Wahl: Sie können sich die Option, die da eröff-

nem schweren Herzfehler geboren, erhielt 1984 das Herz ei- net worden ist, weiter aufrechterhalten, aber im Namen der

nes Pavians eingepflanzt. Es starb allerdings zwei Wochen grünen Fraktion und der Minderheit der Kommission möchte

nach der Operation. Ebenso starb nach kurzer Zeit ein Pati- ich Sie bitten, dem Antrag der Minderheit zu folgen und die-

ent mit schwerem Leberschaden, dem man eine Pavianleber ser Entwicklung einen Riegel zu schieben.

übertragen hatte. Seither ist es um diese tierischen Trans-

plantate etwas still geworden, denn bei Organverpflanzun- Schenk Simon (V, BE): Im Namen der SVP-Fraktion setze

gen zwischen entfernten Rassen, wie eben etwa von Pavian ich mich bei Artikel 17b Absatz 3 für die Kommissionsmehr-

zu Mensch oder von Schwein zu Mensch, gelingt es nicht, heit ein. Es ist nicht bekannt, dass jemals Transplantate von

das Immunsystem des Empfängers zu neutralisieren, um gentechnisch veränderten Tieren auf Menschen übertragen

eine Abstossreaktion zu verhindern. Eine Reihe von Wissen- wurden. Seit rund 15 Jahren wird ohne Erfolg versucht,

schaftern glaubt nun, die Hürden der Artfremdheit mit den Transplantationen ganzer Organe von Tieren auf Menschen

Werkzeugen der Gentechnologie überwinden zu können. vorzunehmen. Es ist daher nicht zu erwarten, dass dies in

«Tiere müssten» - so meint David White, Forschungschef nächster Zukunft gelingen wird.

der US-Biotechfirma Imutran - «nur ein wenig menschlicher Der Antrag der Minderheit Gonseth muss nach meiner Über-

gemacht werden, damit ein Empfängerorganismus dessen zeugung nicht in die Übergangslösung des Bundesbeschlus-

Organe als eigene akzeptierte, statt sie als Fremdkörper zu- ses aufgenommen werden. Wenn sich in den nächsten Jah-

rückzuweisen.» Ein weiteres Zitat: «Physiologisch gesehen ren überraschende Erfolge ergeben sollten, könnte dann im-

passen Schweine bestens zum Menschen», findet John mer noch eine entsprechende Regelung in die endgültige

Logan, stellvertretender Forschungsleiter der US-Firma Bundesgesetzgebung über Heilmittel aufgenommen werden.

DNX. Seine Firma will Organbanken im Saustall etablieren, Die SVP-Fraktion lehnt diesen Minderheitsantrag auch ab,

denn in Körpergrösse und Körperbau seien die Schweine weil der Zugang zu tierischen Geweben nicht verbaut werden

dem Menschen sehr ähnlich, und sie würden sich vorzüglich soll. Herzklappen von Schweinen, aber ganz besonders tieri-

als lebende Ersatzteillager eignen. Ein vorläufiger Schritt, sche Sehnen und Bänder werden relativ häufig und erfolg-

den Nutztieren menschliche Eigenschaften nach Mass ein- reich eingesetzt. Diese Möglichkeit soll der Medizin erhalten

zupflanzen, ist offenbar inzwischen bereits teilweise gelun- bleiben.

gen.

Die Beispiele zeigen, dass Organspende nicht ausschliess- Schmid Peter (G, TG): Im Namen der grünen Fraktion bitte

lich ein Beschaffungsproblem ist. Schleichend findet eine ich Sie, den Antrag der Minderheit zu unterstützen. Zuweilen

Umdeutung von Leben, von Würde des Lebens, eine Ver- gewinnt man den Eindruck, es Hessen sich nur noch die

schiebung von ethischen und körperlichen Grenzen statt. schlimmsten Auswüchse in der Transplantationsmedizin be-

Gentechnik, Medizin und Transplantationsmedizin sind bald kämpfen, und auch das nur auf Zeit. So ist denn der Antrag

nicht mehr voneinander zu trennen. Wenn mit genmanipulier- der Minderheit Gonseth zu verstehen. Er möchte wenigstens

ten Tieren bestehende Hürden übersprungen werden sollen, dort Halt gebieten, wo Transplantate aus gentechnisch ver-

so muss auch die Frage nach der Verletzung der Würde der änderten Tieren eingepflanzt werden sollen. Dies hat zumin-

Kreatur gestellt werden, wie sie in unserer Bundesverfas- dest zwei bedenkliche Seiten: Einmal wird das Tier dazu

sung verankert ist. missbraucht, einzig zum nützlichen Material und Werkzeug

Wir Grünen wehren uns vehement gegen diese Entwicklung. degradiert zu werden, und zum zweiten nimmt man dafür in

Ethische Bedenken müssen zuerst von einer breiten Öffent- Kauf, dass sich organfremde Zellen im menschlichen Körper

lichkeit diskutiert werden. Wir meinen, Tiere dürfen für den ausbreiten können, was unter Umständen noch nicht abseh-

Zweck der Transplantation nicht genmanipuliert werden. Wir bare Folgen haben kann.

sagen nein dazu. Wir meinen auch, dass derartige Men- Die Frage ist natürlich, wofür die Menschen eigentlich derart

schenexperimente, wie ich sie zu Beginn meines Votums perverse Eingriffe in Kauf nehmen. Sie wollen das Leben ver-

aufgezeigt habe, nicht durchgeführt werden sollten, denn nie- längern, sie wollen ewig leben, weil sie den Tod aus ihrem

mand weiss heute, wie viele solche Menschenexperimente Leben verdrängen. Betrachten Sie meine Stellungnahme

nötig wären, bis das Organ eines Schweines von einem Men- hier auch ein bisschen als Antithese zur Transplantations-

schen nicht mehr abgestossen wird. In den Knochen sitzen Euphorie und als entsprechenden Diskussionsbeitrag. Ich

uns ja auch menschliche Experimente, welche mit radioakti- will nicht so weit gehen und sagen, man solle die ganze

ven Strahlen in den USA gemacht wurden. Etwa 16 000 Men- Transplantationsmedizin verhindern und verbieten, aber ei-

schen wurden dort dafür missbraucht, und in der Schweiz - gentlich müsste man sie abschaffen, damit die Menschen

28. September 1995 N 1975 Kontrolle von Blut

wieder lernen, dass der Tod zum Leben gehört. Nur in Be- Art. 18

rücksichtigung dessen, dass die Menschen sterblich sind, Antrag der Kommission

verstehen sie auch wirklich zu leben. Gewisse «Götter in Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Weiss», welche die Menschen um jeden Preis am Sterben Proposition de la commission

hindern, hindern sie auch daran, wirklich zu leben, bevor sie Adhérer à la décision du Conseil des Etats

sterben.

Nun lässt sich natürlich einwenden, es gehe da in vielen Fällen Angenommen - Adopté

um junge Menschen, die das Leben noch vor sich hätten. Wir

massen uns nicht an, darüber zu befinden, wessen Leben zu Art. 19

verlängern ist. Wir möchten nur einfach zu bedenken geben, Antrag der Kommission

dass es auch nicht darum gehen kann, alles zu tun und zuzu- Abs. 1

lassen, um noch einmal über die Runden zu kommen. Nicht Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

die Länge des Lebens ist entscheidend, sondern das, womit Abs. 2

das Leben, auch wenn es von kürzerer Dauer ist, erfüllt wird. Der Bundesrat kann Ausnahmen von der Unentgeltlichkeit

Es ist mir bewusst, dass die Transplantationsmedizin nicht (Art. 16b), der Meldepflicht (Art. 17) und der Testpflicht

mit gesetzlichen Verboten in Schranken gehalten werden (Art. 18) vorsehen.

kann, aber solange es Transplantationsmedizin gibt, gibt es

auch legalen und illegalen Organhandel. Die Transplantati- Art. 19

onsmedizin müsste eigentlich aus der Mode kommen, und Proposition de la commission

die Menschen müssten sich sagen: Ich bin reif genug, auf Al. 1

solche Prozeduren zu verzichten. Ich bin mit meinem Her- Adhérer à la décision du Conseil des Etats

zen, meiner Lunge und meiner Leber so weit in Einklang, Al. 2

dass ich mein Leben mit der Lebenstüchtigkeit meines Kör- Le Conseil fédéral peut prévoir des exceptions à la gratuité

pers durchaus in Verbindung bringen kann. (art. 16b), à l'obligation d'informer (art. 17) et à celle de faire

Diese Haltung könnte wenigstens dadurch ein wenig geför- un test (art. 18).

dert werden, dass keine Organentnahmen ohne Zustimmung

des Spenders möglich sind, und ebenso dadurch, dass wir Angenommen - Adopté

wenigstens hier den gentechnologischen Auswüchsen einen

Riegel schieben. I.Abschnitt Titel

Ich ersuche Sie deshalb im Namen der grünen Fraktion, der Antrag der Kommission

Minderheit zuzustimmen. Mehrheit

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Ich möchte nur Minderheit

noch auf einen Aspekt hinweisen: Die Formulierung der Min- (Jori, Eggenberger, Goll, Gonseth, Hafner Ursula)

derheit nimmt eigentlich eine Entscheidung zur Gen-Schutz- Beratende Kommissionen, Kontrolle, Beanstandung, Mass-

Initiative vorweg, eine Initiative, die erst in diesem Herbst in nahmen

der Kommission behandelt wird. Das allein ist für die Mehr-

heit ein Grund unter vielen anderen, den Antrag der Minder- Section 1 titre

heit abzulehnen. Proposition de la commission

In der Kommission fiel die Entscheidung mit 7 zu 6 Stimmen. Majorité

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Le président: Le groupe radical-démocratique communique Minorité

qu'il votera la proposition de la majorité de la commission. (Jori, Eggenberger, Goll, Gonseth, Hafner Ursula)

Commissions consultatives, contrôle, contestation, mesures

Philipona Jean-Nicolas (R, FR), rapporteur: II faut préciser

que ce problème sera repris lors de l'examen de l'initiative po- Art. 19a(neu)

pulaire pour la protection génétique, et on anticipe à ce sujet. Antrag der Kommission

Mme Gonseth a brossé un tableau très sombre de l'évolution Mehrheit

de la médecine et des risques en la matière, en faisant rela- Ablehnung des Antrages der Minderheit

tivement peu confiance à ses collègues. La majorité de la

commission fait davantage confiance aux progrès de la mé- Minderheit

decine et à sa manière de maîtriser les problèmes qui lui sont (Jöri, Eggenberger, Goll, Gonseth, Hafner Ursula)

confiés. Abs. 1

C'est par 7 voix contre 6 que la majorité de la commission Der Bundesrat ernennt für die weitere Ausgestaltung und den

vous propose de rejeter la proposition de la minorité. Vollzug zwei ihn beratende Fachkommissionen. Sie setzen

sich aus Fachleuten und Vertretern der Patienten zusam-

Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: En effet, le Conseil fédé- men.

ral vous invite également à suivre la version de la majorité de Abs. 2

la commission, à ne rien changer à sa proposition initiale Die beratenden Fachkommissionen sind berechtigt, ihm

dans ce domaine. Il me suffit de dire que la proposition de la durch die zuständige Bundesbehörde jederzeit Anregungen

minorité Gonseth consiste à supprimer toute greffe d'origine und Anträge zu unterbreiten. Der Bundesrat konsultiert die

animale. En effet, il faut relever le fait que l'organisme humain Kommissionen, wenn er von sich aus Recht setzt oder An-

n'accepte des substances ou des organes d'origine animale ordnungen genereller Natur erlässt.

qu'à condition de lutter contre les troubles du système de

coagulation sanguine qui mènent à une réaction exacerbée Art. 19a (nouveau)

de rejet. C'est donc grâce à des gènes d'origine humaine que Proposition de la commission

l'on applique à ces animaux que l'on peut rendre la transplan- Majorité

tation possible. Rejeter la proposition de la minorité

Encore une fois, la proposition de la minorité est une façon Minorité

moins directe, mais à la limite tout aussi efficace, d'annuler (Jori, Eggenberger, Goll, Gonseth, Hafner Ursula)

toute possibilité de transplantation d'origine animale. Al. 1

Le Conseil fédéral nomme, pour les aménagements ulté-

Abstimmung - Vote rieurs et pour l'exécution, deux commissions consultatives

Für den Antrag der Mehrheit 51 Stimmen spécialisées, composées de spécialistes et de représentants

Für den Antrag Minderheit 41 Stimmen des patients.

Contrôle du sang 1976 N 28 septembre 1995

Al. 2 darin, dass wir das jetzt in diesem Übergangsrecht gesetzlich

Les commissions consultatives ont le droit de soumettre en verankert haben möchten. Das ist der Unterschied. Wir sind

tout temps au Conseil fédéral des suggestions et des propo- nicht etwa der Meinung, dass Sie diese Fachgremien nicht in

sitions concernant le service fédéral compétent. Le Conseil Ihre Arbeit miteinbeziehen, aber wir sind der Meinung, dass

fédéral consulte les commissions lorsqu'il légifère lui-même es hier im Gesetz verankert sein muss.

ou lorsqu'il arrête des prescriptions d'ordre général.

Gonseth Ruth (G, BL), Sprecherin der Minderheit: Mit mei-

Art. 19b(neu) nem Minderheitsantrag zu Artikel 19b verlange ich, dass eine

Antrag der Kommission Kommission gebildet wird, welche die Frage der Xenotrans-

Mehrheit plantate, also die Frage der Transplantation von tierischen

Ablehnung des Antrages der Minderheit Organen auf den Menschen - nicht nur von gentechnolo-

gisch modifizierten Transplantaten -, diskutiert und alle

Minderheit Aspekte, die es da gibt, wie Fragen der Sicherheit, des Nut-

(Gonseth, Eggenberger, Goll, Hafner Ursula) zens oder der ethischen Verantwortbarkeit, prüft.

Abs. 1 Die Notwendigkeit einer solchen Kommission im Zusammen-

Zur Frage der Xenotransplantate setzt der Bundesrat eine hang mit der ausserordentlich komplexen Angelegenheit der

Kommission ein, welche die Fragen der Sicherheit, des Nut- Xenotransplantate habe ich bereits in meinen vorherigen

zens und der ethischen Verantwortbarkeit aufzeigen soll. Ausführungen begründet. Ich bin aber bereit, meinen Minder-

Abs. 2 heitsantrag zugunsten des Antrages der Minderheit Jöri zu-

Die Kommission führt Konsenskonferenzen mit der Bevölke- rückzuziehen, weil meine Anliegen in der Kommission, wel-

rung durch. che die Minderheit Jöri verlangt, auch besprochen werden

könnten.

Art. 19b (nouveau) Ich bitte Sie, den Antrag der Minderheit Jöri zu unterstützen.

Proposition de la commission

Majorité Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Niemand bestrei-

Rejeter la proposition de la minorité tet, dass sich die Frage der Notwendigkeit von beratenden

Kommissionen effektiv stellt, wenn es dann einmal um ein

Minorité Transplantationsgesetz geht. Die Mehrheit der Kommission

(Gonseth, Eggenberger, Goll, Hafner Ursula) hat mit Bundesrat und Ständerat gefunden, dass hier nicht

Al. 1 der Moment ist, das in ein Übergangsrecht hineinzunehmen.

En ce qui concerne les xénotransplants, le Conseil fédéral Einerseits könnte die Gefahr entstehen, dass man notwen-

institue une commission qui examine les questions liées à la dige Regelungen verzögert, anderseits ist es für eine Kom-

sécurité, à l'utilité et à la justification du point de vue éthique. mission frustrierend, wenn sie bereits gefassten Entschei-

Al. 2 den, die sich nicht aufschieben lassen, gewissermassen hin-

La commission organise des conférences en vue d'établir un terherrennen muss. Also konkret: Es geht hier nicht darum,

consensus au sein de la population. ob man die Notwendigkeit solcher Kommissionen an sich be-

streitet oder nicht, sondern es geht hier lediglich darum, dass

Jori Werner (S, LU), Sprecher der Minderheit: Dieser Min- die Mehrheit der Kommission gefunden hat, das Übergangs-

derheitsantrag wurde schon im Ständerat gestellt und ist dort recht, das wir hier schaffen, soll nicht mit der Einführung von

knapp unterlegen. zwei Kommissionen belastet werden.

Grundsätzlich finden wir die Mitwirkung von Fachkommissio- Ich bitte Sie, im Sinne der Mehrheit zu entscheiden.

nen im Gesundheitswesen sinnvoll, können so doch neue

Aspekte von aussen in die Fachdiskussion eingebracht wer- Schenk Simon (V, BE): Eigentlich ist das Wesentliche ge-

den. Ich erinnere Sie daran, dass wir auch beim KVG diesem sagt worden. Die Forderung nach Fachkommissionen war

Grundsatz gefolgt sind und mehrheitlich der Ansicht waren, sowohl im Ständerat wie auch in der nationalrätlichen Kom-

dass alle vertrauensfördernden Massnahmen im Zusammen- mission umstritten. Die SVP-Fraktion ist gegen die Bildung

spiel aller Beteiligten fruchtbar sind. solcher Fachkommissionen.

Zwei Kommissionen wären hier im vorliegenden Fall vorge- Da der vorliegende Bundesbeschluss bereits auf den 1. Ja-

sehen: eine für Blut und Blutprodukte und eine für Transplan- nuar 1996 in Kraft treten soll, wäre es kaum mehr möglich,

tate. Bei der weiteren Ausgestaltung der Rechtsetzung in den diese Kommissionen fristgerecht einzusetzen, und ein späte-

sehr empfindlichen Bereichen Blutspende und Transplanta- rer Arbeitsbeginn wäre alles andere als sinnvoll. Falls sich in

tion werden beratende Kommissionen von entscheidender den nächsten Jahren die Notwendigkeit wirklich erweisen

Bedeutung sein, wenn es darum geht, nach aussen das not- sollte, könnten diese immer noch in der endgültigen Bundes-

wendige Verständnis zu wecken. Die Kommissionen wären gesetzgebung über Heilmittel verankert werden.

berechtigt, den Bundesbehörden Anregungen zu machen. Im Namen der SVP-Fraktion bitte ich Sie, bei diesen Artikeln

Zudem müssten sie als Fachgremien vom Bundesrat konsul- der Kommissionsmehrheit zuzustimmen.

tiert werden. Einsitz hätten die Ärzteschaft und Vertreter der

Patientenschaft, der wissenschaftlichen Forschung, der Ethik Le président: Le groupe radical-démocratique communique

usw. qu'il votera la proposition de la majorité.

Wenn nun als Gegenargument gesagt wird, der Antrag sei

schon gut gemeint, komme aber zu früh und habe im Über- Philipona Jean-Nicolas (R, FR), rapporteur: Nous sommes

gangsrecht keinen Platz, kann ich nur entgegnen, dass dans une situation assez curieuse. On a souvent entendu

heute und jetzt Probleme durch Missbrauch und Gewinn- dans cette salle reprocher au Conseil fédéral de nommer trop

sucht in diesem Bereich bestehen, die schliesslich die Trans- de commissions de spécialistes et demander d'être plus éco-

plantationsmedizin grundsätzlich in Frage zu stellen vermö- nome à ce point de vue. Nous en arrivons maintenant à une

gen, weil das Vertrauen der Bevölkerung fehlt. proposition de nommer deux nouvelles commissions consul-

Mit der Zustimmung zu den geforderten Fachkommissionen tatives de spécialistes, contre l'avis même du Conseil fédéral

im hochsensiblen Bereich der Organspende gewinnen Sie et contre l'avis de l'administration, qui nous disent qu'il n'y a

das Vertrauen der Spendewilligen, das notwendig ist. Nur pas de problème en la matière et qu'il n'y a pas de nécessité

so schaffen Sie Hoffnung für jene Mitbürgerinnen und Mit- de nommer de telles commissions.

bürger - es sind Hunderte -, die seit Jahren vergeblich auf C'est une situation assez paradoxale et c'est pourquoi la ma-

ein Organ warten. jorité de la commission - courte il est vrai, mais majorité

Wir vertrauen Ihnen, Frau Bundesrätin Dreifuss, dass Sie quand même - vous demande de ne pas adopter cette pro-

sehr viele Fachleute in Ihre Beratung miteinbeziehen, aber position puisque, de l'avis même des spécialistes, elle n'est

wir sehen einen grossen Unterschied zu unserer Forderung pas nécessaire.

28. September 1995 N 1977 Kontrolle von Blut

Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Merci, Monsieur Jori, de Wie gesagt, es geht um die Aufnahme der Schweigepflicht

reconnaître que notre voeu est de travailler toujours avec les nach einstimmiger Empfehlung ihrer Kommission.

spécialistes, pas seulement les spécialistes homo faber en

train d'agir, mais aussi avec les spécialistes de l'éthique mé- Angenommen - Adopté

dicale, et d'autres spécialistes.

Si nous vous proposons de rejeter la proposition de la mino- Art. 26

rité de créer deux commissions, c'est pour les trois raisons Antrag der Kommission

suivantes: Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

1. Pour pouvoir mettre en vigueur cette loi, nous avons déjà Proposition de la commission

besoin de faire des ordonnances. Les commissions propo- Adhérer à la décision du Conseil des Etats

sées par la minorité arriveraient comme la grêle après la ven-

dange, c'est-à-dire une fois que le travail est fait pour l'essen- Angenommen - Adopté

tiel.

2. Nous devons aussi nous appuyer, dans ce domaine, sur le Art. 27

droit international. Ce que nous voulons, c'est aussi une sé- Antrag der Kommission

curité internationale des produits concernés. Deuxième Abs. 1

cause de frustration pour une telle commission, elle serait lar- .... Ausfuhr von Blut, Blutprodukten oder Transplantaten in-

gement là pour entériner la reprise de réglementations inter- formieren.

nationales proposées par l'administration. Abs. 2

3. Il y a le caractère temporaire de la réglementation que nous Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

vous proposons aujourd'hui, et surtout le fait que, parallèle-

ment, nous voulons préparer une loi sur les agents thérapeu- Art. 27

tiques et une loi sur les transplantations. C'est dans la prépa- Proposition de la commission

ration de ces deux textes-là que nous voulons nous entourer Al. 1

de spécialistes, créer les commissions d'experts nécessaires .... de l'exportation de sang, de produits sanguins ou de

pour être sûrs que ces lois qui, elles, ont une ambition beau- transplants.

coup plus grande, soient pleinement d'actualité dans ce do- Al. 2

maine. Essayons plutôt d'utiliser les experts, qui ne sont pas Adhérer à la décision du Conseil des Etats

si nombreux dans notre pays, tout simplement parce qu'il est

un petit pays, pour nous aider à préparer ces deux législa- Angenommen - Adopté

tions, plutôt que de créer des commissions dont le travail

aurait été réalisé auparavant par l'administration. Art. 28

Je vous prie de vous rallier à la proposition de la majorité de Antrag der Kommission

la commission. Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

1. Abschnitt Titel, Art. 19a - Section 1 titre, art. 19a Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Abstimmung - Vote Angenommen - Adopté

Für den Antrag der Mehrheit 56 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit 44 Stimmen Art. 28a

Antrag der Kommission

Art. 19b Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Proposition de la commission

Le président: Je rappelle que Mme Gonseth, au nom de la mi- Adhérer à la décision du Conseil des Etats

norité de la commission, a retiré la proposition faite à l'article

19b au profit de la proposition de la minorité à l'article 19a. Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Der Ständerat

hat mit Artikel 28a ein neues Element eingebracht, das

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit hier erwähnt werden soll. Er ist davon ausgegangen,

Adopté selon la proposition de la majorité dass im 5. Kapitel, Strafbestimmungen, sehr ausgefeilte

Strafbestimmungen für alle möglichen Vergehen und Über-

Art. 20-23, 23bis, 24 tretungen dargelegt sind, dass aber anderseits auch ein

Antrag der Kommission Rechtsschutz aufgezeigt werden muss, weil die ganze Sa-

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates che in einem derart heiklen Bereich stattfindet. Die Erwäh-

Proposition de la commission nung des Rechtsschutzes in Artikel 28a wurde dann vom

Adhérer à la décision du Conseil des Etats Ständerat eigentlich als «Dienst am Kunden» bezeichnet,

damit der einzelne weiss, dass er gegenüber der Andro-

Angenommen - Adopté hung von Strafbestimmungen Rechtsschutzmöglichkeiten

hat.

Art. 25

Antrag der Kommission Angenommen - Adopté

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Proposition de la commission Art. 29

Adhérer au projet du Conseil fédéral Antrag der Kommission

Abs. 1

Segmüller Eva (C, SG), Berichterstatterin: Hier geht es um .... bestraft, wer vorsätzlich:

die Einführung einer Bestimmung bezüglich Schweigepflicht, a. mit Blut, Blutprodukten und Transplantaten umgeht und

wie der Bundesrat sie vorgeschlagen hat. Der Ständerat hat dabei die Massnahmen unterlässt

diese Schweigepflicht gestrichen mit der Begründung, das b. beim Umgang mit Blut, Blutprodukten und Transplantaten

sei von den Berufsreglementen her selbstverständlich. diese nicht....

Die Kommission war der Ansicht, und zwar einstimmig, dass c. menschliche Transplantate gegen Entgelt in der Schweiz

auf dem Gebiet der Transplantate derart wichtige Persönlich- oder von der Schweiz aus im Ausland in Verkehr bringt oder

keitsrechte auf dem Spiel stehen, dass diese Persönlich- gegen Entgelt erworbene menschliche Transplantate trans-

keitsrechte ausdrücklich garantiert sein sollten. Ein Bezug plantiert.

auf das Strafgesetzbuch genüge nicht, weil nicht alle Perso- Abs. 2, 3

nen erfasst würden. Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Contrôle du sang 1978 N 28 septembre 1995

Art. 29 d. angeordnete Untersuchungen oder Entnahmen von Unter-

Proposition de la commission suchungsmaterial verweigert (Art. 17);

Al. 1 e. den epidemienrechtlichen Vorschriften über die Ausübung

Sera passible de l'emprisonnement ou de l'amende bestimmter Tätigkeiten oder Berufe zuwiderhandelt (Art. 19);

jusqu'à concurrence de 200 000 francs, à moins qu'elle f. beim Umgang mit Erregern die notwendigen Einschlies-

n'ait commis une infraction plus grave au sens du Code sungsmassnahmen unterlässt (Art. 29c Abs. 1);

pénal suisse, la personne qui, en ayant agi intentionnelle- g. Erreger ohne Bewilligung freisetzt oder in Verkehr bringt

ment: (Art. 29a);

a. (la modification ne concerne que le texte allemand) h. Erreger in Verkehr bringt, ohne den Abnehmer so zu infor-

b. (la modification ne concerne que le texte allemand) mieren und anzuweisen, dass dieser beim Umgang mit den

c. aura mis sur le marché, en Suisse ou à l'étranger à partir Erregern den Menschen nicht gefährdet (Art. 29b Abs. 1);

de la Suisse, des transplants d'origine humaine contre rému- hbis. gentechnisch veränderte Erreger in den Verkehr bringt,

nération ou greffé des transplants d'origine humaine obtenus ohne den Abnehmer darüber zu informieren (Art. 29b Abs. 2);

contre rémunération. 1. Immunbiologische Erzeugnisse ohne Bewilligung herstellt,

Al. 2, 3 einführt oder vertreibt (Art. 30 Abs. 1);

Adhérer à la décision du Conseil des Etats k. Mittel und Apparate ohne Bewilligung als Desinfektions-

oder Entwesungsmittel zur Bekämpfung übertragbarer Krank-

Angenommen - Adopté heiten bezeichnet oder anpreist (Art. 31).

Schlussbestimmung Abs. 2 (neu)

Art. 30 Mit Haft oder Busse wird bestraft, wer vorsätzlich oder fahr-

Antrag der Kommission lässig den Bestimmungen von Artikels Absätze Ibis und

Abs. 1 Iter, Artikel 7 Absätze 1,10 und 11, Artikel 21 Absätze 1 und

2, Artikel 23 Absatz 2, Artikel 24, 27, 28, 29, 29d, 30 und 30a

a Auflagen nicht erfüllt (Art. 5, 6, 17 Abs. 2); oder den auf diese Bestimmungen abgestützten und mit ent-

sprechender Strafordnung versehenen Massnahmen oder

f. Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Ausführungserlassen zuwiderhandelt.

Abs. 2-4 Art. 38a

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 30 Modification du droit en vigueur

Proposition de la commission Proposition de la commission

Al. 1 Introduction, préambule, art. 5 al. Ibis, Iter, 2; 30 al. 1, 4

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

a à l'autorisation (art. 5, 6, 17 al. 2); Art. 27 al. 2

Les laboratoires reconnus ou autorisés au sens de l'article 5

f. Adhérer au projet du Conseil fédéral sont tenus de déclarer, selon les prescriptions arrêtées par le

Al. 2-4 Conseil fédéral, les constatations microbiologiques ou séro-

Adhérer à la décision du Conseil des Etats logiques au service cantonal compétent et à l'Office fédéral

de la santé publique.

Angenommen - Adopté Art. 30a, 35 al. 1, 2

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Art. 31-34 Disposition finale introduction (nouvelle)

Antrag der Kommission A l'entrée en vigueur de la modification de la loi du

Zustimmung zum Beschluss des Ständerales 18 décembre 1970 sur les épidémies, introduite à l'occasion

Proposition de la commission de la modification de la loi du 7 octobre 1983 sur la protection

Adhérer à la décision du Conseil des Etats de l'environnement (ch. Il ch. 5), l'article 35 alinéas 1er et 2,

aura la teneur suivante:

Angenommen - Adopté Disposition finale al. 1 (nouveau)

A moins qu'il ait commis une infractions plus grave selon le

Änderung bisherigen Rechts Code pénal suisse, sera puni de l'emprisonnement ou de

Antrag der Kommission l'amende celui qui, intentionnellement ou par négligence:

Einleitung, Ingress, Art. 5 Abs. Ibis, Iter, 2; 30 Abs. 1, 4 a. aura transporté illégalement des cadavres présentant un

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates danger de contagion (art. 8);

Art. 27 Abs. 2 b. se sera soustrait à la surveillance médicale exigée (art. 15);

Die gemäss Artikel 5 anerkannten oder bewilligten Laborato- c. se sera soustrait aux mesures d'isolement exigées (art. 16);

rien sind verpflichtet, gemäss den vom Bundesrat erlassenen d. aura refusé de se prêter aux examens médicaux ou aux

Vorschriften mikrobiologische oder serologische Feststellun- prélèvements pour analyses exigés (art. 17);

gen der zuständigen kantonalen Stelle und dem Bundesamt e. n'aura pas respecté les prescriptions de la loi sur les épi-

für Gesundheitswesen zu melden. démies concernant l'exercice de certaines activités ou pro-

Art. 30a, 35 Abs. 1,2 fessions (art. 19);

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates f. aura omis de prendre les mesures de confinement néces-

Schlussbestimmung Einleitung (neu) saires lors de l'utilisation d'agents pathogènes (art. 29c al. 1)

Bei Inkrafttreten der Änderung des Epidemiegesetzes vom g. aura, sans autorisation, disséminé ou mis dans le com-

18. Dezember 1970 im Rahmen der Änderung des Umwelt- merce des agents pathogènes (art. 29a);

schutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (Ziff. II Ziff. 5) erhält h. aura mis dans le commerce des agents pathogènes sans

Artikel 35 Absätze 1 und 2 folgende Fassung: informer le preneur des caractéristiques de ces agents tou-

Schlussbestimmung Abs. 1 (neu) chant la santé, ni lui donner des instructions sur la façon de

Sofern keine schwerere strafbare Handlung nach dem les utiliser correctement, de sorte qu'ils ne mettent pas en

Schweizerischen Strafgesetzbuch vorliegt, wird mit Gefäng- danger la santé de l'homme (art. 29b al. 1);

nis oder Busse bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig: hbis. met dans le commerce des agents pathogènes généti-

a. ansteckungsgefährliche Leichen vorschriftswidrig trans- quement modifiés sans en informer le preneur (art. 29b al. 2);

portiert (Art. 8); i. aura, sans autorisation, fabriqué, importé ou écoulé des

b. sich einer angeordneten ärztlichen Überwachung entzieht produits immunobiologiques (art. 30 al. 1);

(Art. 15); k. aura, sans autorisation, désigné ou recommandé des pro-

c. sich einer angeordneten Absonderung entzieht (Art. 16); duits ou appareils en tant que moyens de désinfection ou de

28. September 1995 N 1979 Motion des Ständerates (SGK-SR)

désinfestation pour lutter contre les maladies transmissibles #ST# 94.3377

(art. 31).

Disposition finale al. 2 (nouveau) Motion des Ständerates

Sera puni des arrêts ou de l'amende celui qui, intentionnel-

lement ou par négligence, aura contrevenu aux dispositions

(SGK-SR)

de l'article 5 alinéas Ibis et Iter, l'article 7 alinéa 1, 10 et Konsolidierung und einheitlicher Vollzug

11, l'article 21 alinéas 1 et 2, l'article 23 alinéa 2, des arti- der Invalidenversicherung (IV)

cles 24, 27, 28, 29, 29d, 30 ou 30a, ou à des mesures ou à Motion du Conseil des Etats

des prescriptions d'exécution se fondant sur ces disposi- (CSSS-CE)

tions et contenant des dispositions pénales correspondan-

tes.

Assurance-invalidité (AI). Consolidation

Art. 38a et exécution plus uniforme

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Wortlaut der Motion vom 14. Dezember 1994

Namentliche Gesamtabstimmung Das System der Invalidenversicherung (IV) steht unter er-

Vote sur l'ensemble, par appel nominal heblichem Druck. Einerseits schliesst es 1993 mit einem De-

(Réf.: 1808) fizit von 420 Millionen Franken ab, und weitere schlechte

Rechnungsergebnisse stehen bevor. Andererseits hat es

Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: eine organisatorische Komplexität erreicht, die es unüber-

Allenspach, Aubry, Bär, Béguelin, Bonny, Borer Roland, sichtlich und schwerfällig macht. Eine grundlegende Über-

Bühlmann, Bürgi, Caccia, Cincera, Cornaz, Darbellay, Da- prüfung und Anpassung ist unumgänglich.

vid, Deiss, Diener, Dormann, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Der Bundesrat wird deshalb aufgefordert, die sich rasch zu-

Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fankhauser, von Feiten, spitzende Problematik der IV unter Einbezug aller wirtschaft-

Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frainier, Fritschi Os- lichen und sozialen Faktoren grundsätzlich anzugehen und

car, Gadient, Gonseth, Gysin, Hafner Ursula, Hammerle, den eidgenössischen Räten baldmöglichst Massnahmen vor-

Hari, Hollenstein, Hubacher, Jenni Peter, Jöri, Kern, Kühne, zuschlagen, die

Langenberger, Ledergerber, Leu Josef, Maeder, Mamie, 1. das System im allgemeinen und die administrativen Ab-

Mauch Ursula, Maurer, Meier Hans, Misteli, Moser, Mühle- läufe im besonderen radikal vereinfachen;

mann, Nabholz, Ostermann, Philipona, Pidoux, Reimann 2. eine wesentlich bessere Abstimmung und Zusammenar-

Maximilian, Rohr, Ruckstuhl, Schenk, Scheurer Rémy, beit mit den übrigen Zweigen der Sozialversicherung ge-

Schmid Peter, Schmidhalter, Segmüller, Seiler Hanspeter, währleisten;

Seiler Rolf, Sieber, Singeisen, Spielmann, Stalder, Stein- 3. die stark divergierende Anwendung der IV in den Kanto-

egger, Steiner Rudolf, Thür, Vetterli, Weyeneth, Wick, Zwy- nen vereinheitlichen und den Vollzug straffen;

gart (76) 4. eine finanzielle Konsolidierung der IV herbeiführen, ohne

dass einfach zum Mittel von Mehreinnahmen gegriffen wird;

Dagegen stimmen - Rejettent le projet: 5. auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit wirkungsvolle Inte-

Pini (1) grationsmassnahmen für Behinderte nach dem Grundsatz

«Eingliederung vor Rente» ermöglichen.

Stimmen nicht - Ne votent pas:

Aguet, Aregger, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Texte de la motion du 14 décembre 1994

Baumberger, Bäumlin, Berger, Bezzola, Bignasca, Binder, Le système de l'assurance-invalidité (Al) est soumis à une

Bircher Peter, Bischof, Blocher, Bodenmann, Borei François, pression considérable. D'une part, les comptes de l'assu-

Bortoluzzi, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bugnon, Büh- rance-invalidité se sont soldés par un déficit de 420 millions

rer Gerold, Bundi, Camponovo, Carobbio, Caspar-Hutter, de francs en 1993 et il faut s'attendre également à de mau-

Cavadini Adriano, Columberg, Comby, Couchepin, Danuser, vais résultats dans un proche avenir. D'autre part, le système

de Dardel, Dettling, Dreher, Ducret, Eberhard, Engler, Fasel de l'assurance-invalidité offre aujourd'hui une organisation

Hugo, Fehr, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, complexe, d'où sa lourdeur et son manque de transparence.

Früh, Giezendanner, Giger, Gobet, Goll, Graber, Grendel- Il convient donc de le réexaminer et de l'adapter en consé-

meier, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Grossenbacher, quence.

Haering Binder, Heberlein, Hegetschweiler, Herczog, Hess Le Conseil fédéral est, par conséquent, prié d'examiner en

Otto, Hess Peter, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jean- détail la situation de l'assurance-invalidité, qui se dégrade ra-

prêtre, Keller Anton, Keller Rudolf, Leemann, Lepori Bonetti, pidement, en tenant compte de tous les facteurs sociaux et

Leuba, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Loeb Fran- économiques, et de soumettre dans les plus brefs délais aux

çois, Maitre, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Meier Samuel, Chambres fédérales des propositions de mesures visant à:

Meyer Theo, Miesch, Müller, Marbel, Nebiker, Neuenschwan- 1. simplifier radicalement le système en général et les procé-

der, Oehler, Perey, Poncet, Raggenbass, Rechsteiner, Ro- dures administratives en particulier;

bert, Rohrbasser, Ruf, Ruffy, Rutishauser, Rychen, Sandoz, 2. garantir une meilleure harmonisation ainsi qu'une

Savary, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Schmid Samuel, meilleure collaboration avec les autres branches des assu-

Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, Spoerry, Stamm rances sociales;

Judith, Stamm Luzi, Steffen, Steiger Hans, Steinemann, 3. uniformiser les pratiques en matière d'assurance-invalidité

Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Tschäppät Alexan- qui divergent considérablement selon les cantons et veiller à

der, Tschopp, Tschuppert Karl, vakant l, Vollmer, Wanner, une exécution plus rigoureuse;

Weder Hansjürg, Wiederkehr, Wittenwiler, Wyss William, 4. permettre une consolidation financière de l'assurance-in-

Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger (122) validité, sans recourir simplement à des recettes supplémen-

taires;

Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: 5. permettre, également en période de récession économi-

Frey Claude (1) que, une intégration efficace des handicapés selon le prin-

cipe «l'intégration avant la rente».

An den Ständerat - Au Conseil des Etats Gonseth Ruth (G, BL) unterbreitet im Namen der Kommis-

sion für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgen-

den schriftlichen Bericht:

1. Der Ständerat hat die Motion seiner Kommission für so-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Kontrolle von Blut, Blutprodukten und Transplantaten. Bundesbeschluss

Contrôle du sang, des produits sanguins et des transplants. Arrêté fédéral

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 08

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 95.019

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 28.09.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 1966-1979

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Ref. No 20 026 098

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