Federal Council Decisions: Recruit Schools, Aircraft Compensation, VAT and Veterinary Services, and Other Matters
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council addressed inquiries regarding the division of motor vehicle recruit schools to ensure balanced enrollments and the financial implications of potential cost savings. The Council explained that dividing recruit schools into two parts, affecting approximately 500 recruits annually, is primarily an issue of training and resource management rather than direct cost savings, and that affected recruits are informed and can arrange solutions with employers. The Council also discussed compensation deals related to aircraft purchases, noting that while indirect participation of Swiss industry is proceeding well, companies must still make their own marketing efforts to benefit. Additionally, the Federal Council clarified that veterinary services are not considered part of public health services for VAT purposes, despite their role in zoonosis prevention, because the legislative decision was influenced by EU compatibility concerns. Further discussions covered various other topics, including the third financial consolidation program, VAT collection by municipalities, the state of bilateral negotiations and NLFA credits, the regulatory framework for goods traffic, holiday pay obligations, the provision of public health services, issues with postal services, and the financial situation of the Swiss Old Age and Survivors' Insurance (AHV).
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 49 ques, Art. 49 ausser, Art. 49 a-t-il; Federal Council Decisions: Recruit Schools, Aircraft Compensation, VAT and Veterinary Services, and Other Matters: The Council explained that dividing recruit schools into two parts, affecting approximately 500 recruits annually, is primarily an issue of training and resource management rather than direct cost savings, and that affected recruits are informed and can arrange solutions with employers. The Council also discussed compensation deals related to aircraft purchases, noting that while indirect participation of Swiss industry is proceeding well, companies must still make their own marketing efforts to benefit. Additionally, the Federal Council clarified that veterinary services are not considered part of public health services for VAT purposes, despite their role in zoonosis prevention, because the legislative decision was influenced by EU compatibility concerns. Further discussions covered various other topics, including the third financial consolidation program, VAT collection by municipalities, the state of bilateral negotiations and NLFA credits, the regulatory framework for goods traffic, holiday pay obligations, the provision of public health services, issues with postal services, and the financial situation of the Swiss Old Age and Survivors' Insurance (AHV).
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13. Juni 1994 N 973 Fragestunde
#ST# Fragestunde - Heure des questions stattfindet, werden mit jedem Kandidaten die anstehenden
Probleme besprochen. Wenn immer möglich wird der
Wunschvariante des Kandidaten entsprochen.
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass die Aufteilung der Re-
krutenschule für viele Rekruten, beispielsweise solche mit
landwirtschaftlichen Berufen, berufliche Vorteile bringt und
von diesen geschätzt wird. Der Bundesrat glaubt deshalb
nicht, dass die kleine Zahl von betroffenen Rekruten die Ar-
94.5135 beitslosenkasse zusätzlich belasten wird.
Sollte sich das System nicht bewähren, möchte ich noch bei-
Frage Kern fügen, so ist es jederzeit möglich, wieder Änderungen vorzu-
Aufteilung der Motorfahrer-Rekrutenschulen nehmen.
in zwei Hälften
Question Kern Kern Armin (A, ZH): Herr Bundesrat, ich möchte Sie fragen:
Ecoles de recrues des troupes motorisées Wie viele Millionen Franken in etwa kann man im Jahr einspa-
ren, wenn man diese Zweiteilung macht?
Villiger Kaspar, Bundesrat: Ich kann Ihnen diese Zahl nicht
angeben. Das Problem ist ein anderes: Wenn wir WK-Soldaten
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 aufbieten müssen in einer Zeit, wo wir volle Bestände möch-
Anlässlich der miserablen Finanzlage unseres Bundeshaus- ten - es ist auch Sinn der neuen Armee, nicht mit fünfzig- oder
haltes will das EMD in der Armee Einsparungen machen. «Ab sechzigprozentigen WK-Beständen arbeiten zu müssen -, ist
1995 werden die Motorfahrer-Rekrutenschulen (Frühjahr und natürlich jeder WK-Soldat, den wir für Schulen aufbieten müs-
Sommer) in zwei Teilen geführt. Um ausgeglichene Bestände sen, ein Problem. Es ist also keine Frage der Kosten, sondern
zu garantieren, müssen 50 Prozent der ausgehobenen Motor- ein Problem der Ökonomie der Ausbildung und des Einsatzes
fahrerrekruten dazu angehalten werden, die Rekrutenschule der «human resources», wenn man so will. Aber eine Zahl kann
in zwei Hälften aufzuteilen. Der zweite Teil der Rekrutenschule ich Ihnen aus dem Stegreif nicht sagen.
darf jedoch höchstens bis zu einem Jahr hinausgeschoben
werden.» Die Zumutung an unsere jungen Männer, damit das
Arbeitsproblem gleich zweimal irgendwie zu bewältigen,
kommt mir etwas seltsam vor.
Trifft es zu, dass ab 1995 Motorfahrer-Rekrutenschulen in zwei
Hälften aufgeteilt werden sollen? Wenn ja, weshalb? 94.5144
Angesichts der heutigen Arbeitsstellenknappheit dürfte es auf
der Hand liegen, dass unter diesen neuen Regelungen die Ar- Frage Chevallaz
beitslosenquote steigen würde. Kann man unsere Arbeitslo- F/A-18-Kompensationsgeschäfte
senkasse tatsächlich noch mehr belasten? Question Chevallaz
Accords compensatoires relatifs
Texte de la question du 13 juin 1994 à l'acquisition des F/A-18
Vu l'état de misère dans lequel se trouvent les finances de la
Confédération, le DMF veut faire des économies dans l'armée.
A partir de 1995, nous dit-on, les écoles de recrues des trou-
pes motorisées de printemps et d'été seront scindées en deux
parties, 50 pour cent des recrues devant faire leur école en Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
deux fois pour équilibrer les effectifs. On ajoute qu'elles pour- Das Westschweizer Fernsehen sendete in der «Tagesschau»
ront repousser la seconde partie d'un an au maximum. Qu'on vom vergangenen 27. Mai einen Beitrag über die direkten und
oblige par là même ces jeunes à affronter deux fois les problè- indirekten Kompensationsgeschäfte. Unter Bezugnahme auf
mes d'emploi me semble étrange. diesen Bericht ersuche ich den Bundesrat, folgende Fragen
Est-il vrai que les écoles de recrues des troupes motorisées zu beantworten:
seront scindées en deux à partir de 1995 et, si oui, pourquoi? Welches sind die spürbaren Ergebnisse, die man heute, ein
Les emplois étant rares à l'heure actuelle, le chômage ne Jahr nach der Volksabstimmung vom 6. Juni 1993, verzeich-
peut que s'aggraver avec cette nouvelle disposition. Peut-on nen kann? Das Stimmverhalten wurde damals durch die An-
se permettre de grever davantage la caisse d'assurance-chô- kündigung von Kompensationsgeschäften in der Höhe von
mage? über 2,5 Milliarden Franken sicher beeinflusst Dieser Aspekt
hatte viele Romands zu überzeugen vermocht, der Vorlage zu-
Villiger Kaspar, Bundesrat: Fast bedaure ich es, nicht mehr zustimmen, bestand doch für eine beträchtliche Anzahl von
in Ihren Reihen zu sitzen. Es hätte mich etwas «gezwickt», Unternehmen in der Westschweiz die Aussicht, von direkten
auch noch eine persönliche Erklärung zum Thema «Blau- Kompensationsgeschäften profitieren zu können.
helme» abzugeben, aber ich bescheide mich jetzt auf das ein- Sind die Perspektiven für die Westschweiz immer noch so er-
fache Problem der Motorfahrer in den Rekrutenschulen. freulich wie angenommen, oder ist mit Einschränkungen zu
Um den Bedarf an Lastwagenführern zu Beginn der Rekruten-, rechnen?
Unteroffiziers- und Offiziersschulen decken zu können und um
nicht WK-pflichtige Motorfahrer aufbieten zu müssen, soll in Texte de la question du 13 juin 1994
der «Armee 95» etwa ein Drittel der jährlich auszubildenden Faisant suite à une séquence du «TJ» de la Télévision suisse
Lastwagenführer die Rekrutenschule in zwei Teilen absolvie- romande en date du vendredi 27 mai dernier, séquence rela-
ren. Der zweite Teil der Rekrutenschule, nämlich acht Wochen, tive aux accords compensatoires directs et indirects, je prie le
soll in einer folgenden Schule, spätestens im folgenden Jahr, Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
geleistet werden. Betroffen davon sind jährlich rund 500 Mo- Quels sont les résultats tangibles que l'on peut aujourd'hui
torfahrerrekruten; die restlichen 1000 Motorfahrerwerden ihre produire, 12 mois après le vote populaire du 6 juin 1993? Le
Rekrutenschule wie bisher an einem Stück absolvieren. vote favorable était certainement dû en partie à l'annonce d'ac-
Bereits bei der Aushebung werden die Motorfahreranwärter cords compensatoires pour un montant supérieur à 2,5 mil-
auf die beiden Rekrutenschulvarianten aufmerksam gemacht; liards de francs, un argument qui avait convaincu beaucoup
sie haben in der Folge genügend Zeit, sich mit dem Arbeitge- de Suisses romands, un nombre considérable d'entreprises
ber oder der Schulleitung um eine Lösung zu bemühen. An- concernées par les accords compensatoires directs étant si-
lässlich der Eignungsprüfung, die vor der Rekrutenschule tuées précisément en Romandie.
Heure des questions 974 N 13 juin 1994
Pour la Suisse romande, les perspectives sont-elles toujours 94.5163
aussi réjouissantes qu'il avait été annoncé, ou faut-il les réviser
à la baisse? Frage Leu Josef
Leistungen des Gesundheitswesens
Villiger Kaspar, Bundesrat: Die indirekte Beteiligung der ein- Question Leu Josef
heimischen Industrie an der Flugzeugbeschaffung verläuft er- Santé publique. Prestations
freulich gut Bis Ende 1993 konnten Ausgleichsgeschäfte im
Gegenwert von rund 610 Millionen Franken abgeschlossen
werden. Wir berechnen das halbjährlich, so dass ich Ihnen die
Zahlen von Ende dieses Monats noch nicht geben kann.
Daran beteiligt sind bis jetzt rund 200 Schweizer Unternehmen Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
in 22 Kantonen. Wertmässig ist die Westschweiz mit rund Im Zusammenhang mit der Einführung der Mehrwertsteuer
16 Prozent daran beteiligt wurde die Frage akut: Was gehört zu den Leistungen des Ge-
In der erwähnten Fernsehsendung wurde richtigerweise dar- sundheitswesens? Im Verordnungstext werden tierärztliche
auf hingewiesen, dass interessierte Schweizer Firmen eigene Leistungen ausgegrenzt, obwohl Tierärzte tagtäglich Zoo-
Anstrengungen für den Verkauf ihrer Produkte unternehmen nose-Prophylaxe betreiben.
müssen, wenn sie von diesem Beteiligungsabkommen im Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass tierärztliche
Rahmen der Flugzeugbeschaffung profitieren wollen. Es fällt Leistungen ein wichtiger Teil des öffentlichen Gesundheitswe-
ihnen also nicht in den Schoss. Das Kompensationsabkom- sens sind?
men befreit nicht von eigenen Marketinganstrengungen.
Die genannten Zahlen über den Stand der Ausgleichsge- Texte de la question du 13 juin 1994
schäfte stimmen den Bundesrat zuversichtlich. Die Chancen Concernant l'introduction de la TVA, la question suivante se
der Schweizer Unternehmen, auch derjenigen in der West- pose: quelles sont précisément les prestations du domaine de
schweiz, sind intakt, wenn die Firmen konkurrenzfähig sind la santé publique? Le texte de l'ordonnance ne mentionne
und die nötigen Anstrengungen unternehmen. pas, en effet, les prestations des vétérinaires bien que ceux-ci
préviennent chaque jour des zoonoses.
Le Conseil fédéral n'est-il pas lui aussi d'avis que les presta-
tions des vétérinaires constituent une partie importante des
94.5151 prestations du domaine de la santé publique?
Frage Borer Roland Stich Otto, Bundespräsident: Im Rahmen der Modernisierung
Mehrwertsteuererhebung. der Umsatzsteuer hatte der Bundesrat vorgeschlagen, Tier-
Verunsicherung der Gemeinden ärzte von der Steuerpflicht auszunehmen. Die eidgenössi-
Question Borer Roland schen Räte lehnten diesen Vorschlag jedoch ab, und zwar
Prélèvement de la TVA par les communes hauptsächlich mit dem Argument, dass er nicht im Einklang
mit dem Recht der Europäischen Union stehe.
Leu Josef (C, LU): Zwar wurde die Diskussion anlässlich der
Debatte über die Mehrwertsteuer entfacht Die steuerrechtli-
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 che Frage steht aber nicht im Vordergrund. Es geht um ein
Verschiedenen Gemeinden ist unklar, ob für kommunale grundsätzliches Anliegen. Es geht um ein gesundheitspoliti-
Dienstleistungen, wie z. B. die Wasserversorgung und-entsor- sches Anliegen, das einer Klärung bedarf: ob nämlich tierärzt-
gung, die Kehrichtentsorgung u. a m., ab dem kommenden liche Leistungen ein Teil des öffentlichen Gesundheitswesens
Jahr Mehrwertsteuer erhoben werden muss. sind oder nicht Darum habe ich dann die Frage auch an die
Ist dem so, und, wenn ja, ist es überhaupt zulässig, auf Gebüh- zuständige «Gesundheitsministerin» gestellt Leider hat die
ren eine Steuer zu erheben? Bundeskanzlei die Triage nicht meinem Anliegen entspre-
chend gemacht
Texte de la question du 13 juin 1994 Nun zur Frage an den Vertreter des Bundesrates:
Diverses communes se demandent si elles vont devoir, à partir 1. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass Ausnahmen
de l'an prochain, prélever la TVA sur les prestations de servi- von einem Grundsatz ebenfalls in der Verfassung stehen
ces qu'elles fournissent, par exemple sur l'approvisionnement müssten?
en eau et l'élimination des eaux usées ou des ordures ména- 2. Sie haben, Herr Bundespräsident, die Europakompatibilität
gères. angesprochen. Ich weiss aber aus verlässlichen Quellen, dass
Est-ce que ce sera le cas? Dans l'affirmative, auront-elles vrai- zum Beispiel in Deutschland steuerrechtliche Vorschriften
ment le droit de percevoir un impôt sur des taxes? nicht auf Verfassungsstufe liegen, sondern vom Bundestag
verabschiedet werden.
Stich Otto, Bundespräsident: Gebühren stellen nichts ande-
res dar als den Preis einer öffentlichen Leistung, also das Ent- Stich Otto, Bundespräsident: Ich möchte dem Fragesteller
gelt für eine Warenlieferung oder eine Dienstleistung. Wird noch einmal sagen, dass die eidgenössischen Räte diesen
eine öffentliche Dienstleistung nicht in Ausübung der hoheitli- Vorschlag abgelehnt haben. Damit ist die Frage für mich ent-
chen Gewalt erbracht, so unterliegt sie der Mehrwertsteuer. schieden. Wenn die Räte etwas beschlossen haben, be-
Dies ist für die in der Frage angeführten Beispiele der Fall. Zur schliessen wir nicht das Gegenteil.
Gewährleistung der Konkurrenz mit Privatunternehmen, die In bezug auf die Bundesrepublik Deutschland: Diese kann an-
ähnliche Aufgaben wahrnehmen, ist dies notwendig. dere Regelungen treffen. Das ist eine ganz andere Frage, die
hier nicht zur Diskussion steht
Die eidgenössischen Räte haben diesen Vorschlag abge-
lehnt, und damit ist die Sache für mich erledigt
13. Juni 1994 N 975 Fragestunde
94.5153 Texte de la question du 13 juin 1994
Les médias ont rapporté que le secrétaire d'Etat, M. Franz
Frage Bührer Gerold Blankart, en visite à Athènes la semaine dernière pour des né-
Drittes Sanierungsprogramm. gociations bilatérales avec l'EU, aurait affirmé que la Suisse
Stand der Arbeiten bloquerait les crédits réservés à la NLFA si rien ne bougeait
Question Bührer Gerold «de l'autre côté».
Troisième programme d'assainissement. M. Blankart a-t-il vraiment tenu ces propos? Si oui, le Conseil
Etat des travaux fédéral partage-t-il cette opinion?
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Lors de sa visite à
la présidence de l'Union européenne à Athènes, M. Blankart a
rappelé à ses interlocuteurs, ainsi qu'il l'a fait à la presse, que
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 l'Accord de transit comportait de part et d'autre un engage-
Mit deutlichem Mehr ist in der Wintersession 1993 die Motion ment complémentaire: celui de la construction de la Nouvelle
zur Bremsung des Ausgabenwachstums überwiesen worden. ligne ferroviaire à travers les Alpes (NLFA) du côté suisse, celui
Darin wird gefordert, dass die mit den notwendigen Ausga- de la conclusion des accords sur le transport routier et sur
benkürzungen zusammenhängenden Änderungen von Bun- l'aviation civile du côté de l'Union européenne.
desgesetzen oder Bundesbeschlüssen möglichst auf die A la question d'une journaliste, concernant la mise en cause
Herbstsession 1994 hin vorzuschlagen sind. de la construction des NLFA, en cas de non-ouverture des né-
Wann sieht der Bundesrat vor, das dritte Sanierungspro- gociations «Transports», M. Blankart a répondu dans son
gramm zuhanden der Räte zu verabschieden? Ist dabei si- meilleur anglais - et Dieu sait si c'est quelque chose que l'an-
chergestellt, dass die Kantone rechtzeitig über die für sie glais de M. Blankart - qu'une telle hypothèse créerait un pro-
massgeblichen Budgetgrundlagen informiert werden? blème. Il s'est bien entendu abstenu d'exprimer quelque me-
nace que ce soit, et M. Blankart, ainsi, n'afait part que de l'opi-
Texte de la question du 13 juin 1994 nion du Conseil fédéral, lequel Conseil fédéral garde la ques-
La motion intitulée «Frein à la croissance des dépenses» a tion ouverte si, décidément, les négociations sur les accords
été transmise lors de la session d'hiver 1993 à une nette ma- bilatéraux devaient encore tarder très longtemps.
jorité. Elle demandait que le Conseil fédéral propose si possi-
ble au cours de la session d'automne 1994 les modifications Bär Rosmarie (G, BE): Herr Bundesrat, finden Sie es nicht
de lois ou d'arrêtés relatives aux restrictions budgétaires né- trotzdem problematisch, wenn in diesem Klima, in dem die bi-
cessaires. lateralen Verhandlungen geführt werden müssen, solche Äus-
Quand le Conseil fédéral prévoit-il d'adopter le troisième pro- serungen fallen? Ist es nicht so, dass das Transitabkommen
gramme d'assainissement à l'intention des Chambres? Est-il keinerlei Anhaltspunkte und Rechtsgrundlagen enthält, um
certain que les cantons seront informés à temps des rubriques die EU allenfalls zu Baugeldern für die Neat verpflichten zu
du budget qui les intéressent? können?
Stich Otto, Bundespräsident: Der Bundesrat hat die Vorarbei- Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Ce problème ne
ten im Hinblick auf das dritte Sanierungsprogramm an die relève pas de mon département, Madame Bär. La question, en
Hand genommen. Er hat auch bereits über gewisse Elemente tout cas, d'une participation au financement, au cas où des ac-
dieses Programms entschieden. Allerdings muss klar festge- cords bilatéraux ne parviendraient pas à être trouvés, devra
halten werden, dass die vom Bundesrat bisher akzeptierten être posée. Elle pourrait l'être à l'Union européenne, quitte à
Sparmassnahmen nicht genügend Substanz für eine Vorlage trouver les bases juridiques - comme vous dites - d'un tel ac-
an das Parlament aufweisen. Der Bundesrat wird jedoch alles cord. Mais ces bases juridiques présupposent justement une
tun, um eine Sanierungsbotschaft zusammen mit der Budget- négociation préalable avec l'Union européenne, ce qui fait
botschaft im Oktober dieses Jahres zu verabschieden. Im qu'on est un peu dans un circuit fermé et qu'on risque de tour-
Rahmen des vorgesehenen mündlichen Konsultationsverfah- ner en rond.
rens werden sich auch die Kantone zur Vorlage äussern kön- C'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral n'a pris aucune
nen. Die mit der Sanierungsbotschaft im Parlament zu bean- initiative dans cette direction et qu'il ne sera amené à en pren-
tragenden Gesetzesänderungen werden in aller Regel erst ab dre une que si, véritablement, nous n'obtenons aucun feu vert
1996 finanzielle Auswirkungen zeitigen, so dass die Kantone et aucun signe de la part de l'Union européenne en matière de
rechtzeitig über die notwendigen Unterlagen für ihre Budgetie- négociation sur les transports.
rung verfügen werden.
94.5141
94.5139
Frage Reimann Maximilian
Frage Bär Deregulierung im Warenverkehr
Bilaterale Verhandlungen und Neat-Kredite Question Reimann Maximilian
Question Bär Trafic de marchandises. Déréglementation
Négociations bilatérales et crédits NLFA
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 Ist der Bundesrat bereit, im Interesse einer Belebung der Wirt-
Den Medien war zu entnehmen, Staatssekretär Blankart habe schaft und des Wettbewerbs sowie zur Vermeidung unnötiger
letzte Woche bei seinem Besuch in Athen betreffend bilaterale Aufwendungen der Wirtschaft und auch der Verwaltung, sei-
Verhandlungen der EU gedroht, die Schweiz würde die Kre- nen Departementen und seinen Bundesämtern die Weisung
dite für die Neat einfrieren, falls sich «auf der anderen Seite zu erteilen, dass bei Importwaren analoge Bedingungen von
nichts bewege». Staaten der EU anerkannt werden?
Hat Staatssekretär Blankart diese Aussage tatsächlich ge- Können analoge Bewilligungen für das Inverkehrbringen von
macht? Wenn ja, entspricht sie auch der Meinung des Bundes- Waren, die in EU-Mitgliedländern erteilt werden, auch von der
rates? Schweiz übernommen werden?
Heure des questions 976 N 13 juin 1994
Texte de la question du 13 juin 1994 blic régissant l'interdiction de travailler et que, dans le même
Le Conseil fédéral est-il prêt, afin de revitaliser l'économie, de temps, il crée une réglementation spéciale quant à l'obligation
favoriser la concurrence et d'éviter à l'économie ainsi qu'à de verser le salaire le 1er août, laquelle relève du droit privé?
l'administration des frais inutiles, à donner des instructions à
ses départements et à ses offices, de sorte que la Suisse appli-
que les mêmes règles que les Etats de l'Union européenne
lors de l'importation de marchandises?
Les autorisations délivrées par les Etats membres de l'Union
pour permettre la mise en circulation des marchandises pour- 94.5149
raient-elles être reprises par la Suisse?
Frage Dreher
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Nous avons ré- 1. August als bezahlter Feiertag
pondu à la motion du groupe démocrate-chrétien du Question Dreher
18 décembre 1992 à propos de la réduction des barrières à 1er août. Obligation de verser le salaire
l'accès au marché.
Nous avons souligné alors la nécessité de soumettre les pro-
duits suisses à des règles semblables à celles de nos princi-
paux partenaires commerciaux. Le Conseil fédéral, ainsi, a dé-
cidé - c'était le 30 juin de l'année dernière - un large pro- Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
gramme d'adaptation des prescriptions techniques suisses à Anfang Session war zu vernehmen, der 1. August unterliege
celles notamment de l'Union européenne. La loi fédérale sur als gesetzlicher Feiertag der Lohnzahlungspflicht durch den
l'élimination des entraves techniques au commerce devrait Arbeitgeber.
permettre, Monsieur Reimann Maximilian, d'entériner ce prin- Auf welche Rechtsgrundlage stützt sich diese Verpflichtung?
cipe. L'adaptation des prescriptions suisses à celles de nos Sieht der Bundesrat Möglichkeiten, um im Interesse der Kon-
principaux partenaires commerciaux au niveau législatif vien- stanthaltung der Feiertagszahl einen anderen gesetzlichen
drait donc compléter cette similitude. Cette loi a été mise en Feiertag abzuschaffen? Zum Beispiel den 1. Mai?
consultation le 6 juin dernier-c'est donc très récent-et nous
souhaitons que le Parlement, le moment venu, lorsque le Texte de la question du 13 juin 1994
Conseil fédéral lui présentera le message relatif à cette ques- Au début de la session, nous avons appris que le 1er août
tion, puisse y donner suite. Nous y avons tout intérêt, puisque étant assimilé à un jour férié légal, l'employeur serait soumis à
ce que nous avions obtenu dans le cadre de la négociation de l'obligation de verser le salaire.
l'Espace économique européen a disparu par le non du peu- Sur quelle base juridique repose cette obligation?
ple suisse, mais ce que nous pouvons réintroduire d'une ma- Le Conseil fédéral pourrait-il envisager de supprimer un autre
nière générale est dans l'intérêt et au bénéfice de notre écono- jour férié légal, le 1er mai par exemple, afin que le nombre de
mie, et c'est dans ce sens que nous travaillons pour éliminer jours fériés demeure inchangé?
les obstacles inutiles.
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Le Conseil fédéral
sait parfaitement que le problème de l'obligation de verser le
salaire le 1er août n'est pas sans conséquences économi-
ques. Il a cependant estimé ne pouvoir prendre, pour 1994,
94.5147 une autre décision en raison des déclarations qu'il a faites
dans son message du 20 mai 1992, dont le chef du Départe-
Frage Früh ment fédéral de l'intérieur de l'époque, M. Cotti, conseiller fé-
Lohnzahlungspflicht für den 1. August déral, s'était fait l'interprète devant le Parlement
Question Früh En ce qui concerne la réglementation définitive, ce sera au
1 er août. Obligation de verser le salaire Parlement, naturellement, de décider.
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
1. Wie lässt sich der Eingriff in die Entscheidungsfreiheit des 94.5155
Parlamentes in bezug auf die umstrittene Lohnzahlungspflicht
rechtfertigen? Frage Bäumlin
2. Stellt eine staatlich verordnete Lohnzahlungspflicht für den EVD.WBO-Kredit
1. August nicht einen übermässigen Eingriff in die Sozialpart- Question Bäumlin
nerschaft dar? DFEP. Campagne en faveur du
3. Der Grundsatz ist in der Verfassung verankert, wonach der perfectionnement professionnel
1. August arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichgestellt ist
Hält der Bundesrat diesen Grundsatz noch für respektiert,
wenn er die Gleichstellung auf die öffentlich-rechtliche Rege-
lung des Arbeitsverbotes beschränkt und für die privatrechtli-
che Frage der Lohnzahlungspflicht für den 1. August eine Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Sonderregelung schafft? Was geschieht mit den innovativen Projekten zur Bekämpfung
der Arbeitslosigkeit, welche der Bundesrat auf Seite 259 des
Texte cte la question du 13 juin 1994 Geschäftsberichtes hervorhebt, nachdem der Verpflichtungs-
1. Comment peut-on justifier l'atteinte à la liberté de décision kredit für die Weiterbildungsoffensive um 61 Millionen Fran-
du Parlement que constitue l'obligation - contestée - de ver- ken gekürzt worden ist?
ser le salaire?
2. Cette obligation fixée par ordonnance n'est-elle pas une at- Texte cte la question du 13 juin 1994
teinte démesurée aux relations entre partenaires sociaux? Qu'adviendra-t-il des projets novateurs de lutte contre le chô-
3. Le principe selon lequel le 1er août est, pour le droit du tra- mage dont le Conseil fédéral souligne l'importance à la
vail, assimilé à un dimanche, est inscrit dans la constitution. Le page 259 du rapport de gestion, maintenant que le crédit d'en-
Conseil fédéral estime-t-il qu'il respecte vraiment ce principe gagement pour les mesures spéciales en faveur du perfection-
lorsqu'il limite cette assimilation aux prescriptions de droit pu- nement professionnel a été réduit de 61 millions de francs?
13. Juni 1994 N 977 Fragestunde
94.5156 Parmi les projets déjà enregistrés et pour lesquels aucune dé-
cision n'a encore été prise, ceux en faveur des femmes seront
Frage Grossenbacher pris en considération prioritairement, cela pour tenir compte
EVD. WBO-Kredit du débat parlementaire au sujet des crédits 1994.
Question Grossenbacher
DFEP. Campagne en faveur du
perfectionnement professionnel
94.5138
Frage Steinemann
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 Generalkonsul in den USA
Der WBO-Kredit wurde vom Parlament im Rahmen des Nach- Question Steinemann
trages l zum Budget 1994 um 61 Millionen Franken gekürzt. Consul général aux Etats-Unis
Ich frage den Bundesrat:
Welche WBO-Projekte können nicht mehr weitergeführt
werden?
Welche eingegebenen Projekte können neu nicht mehr unter-
stützt werden? Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Worin besteht die besondere Qualifikation von Herrn Alfred
Texte de la question du 13 juin 1994 Defago, die es rechtfertigt, ihn, der sich nie dem strengen
Le Parlement a amputé de 61 millions de francs le crédit Auswahlverfahren der Berufsdiplomatie hat unterziehen müs-
consacré aux mesures spéciales en faveur du perfectionne- sen, als Generalkonsul in New York (im Botschafterrang) zu
ment professionnel, dans le cadre du supplément I au budget ernennen?
1994.
Quels projets en matière de perfectionnement devront être Texte de la question du 13 juin 1994
interrompus? De quelle qualification particulière M. Alfred Defago dispose-
Quels projets déjà prévus devra-t-on renoncer à subven- t-il pour qu'on l'ait nommé, lui qui n'a jamais dû passer le diffi-
tionner? cile concours d'entrée dans la diplomatie, au poste de consul
général à New York (avec le rang d'ambassadeur)?
Cotti Flavio, Bundesrat: Herr Steinemann, Herr Defago bringt
94.5157 für die Erfüllung seiner Aufgabe in New York ganz spezifische
Voraussetzungen und Qualifikationen mit. Das hat zum einen
Frage Stamm Judith mit seinem beruflichen Werdegang zu tun. Vor seiner Tätigkeit
EVD. WBO-Kredit im EDA war er zunächst Mitglied der aussenpolitischen Re-
daktion, später langjähriger Chef des Ressorts Innenpolitik/
Question Stamm Judith
Wirtschaft und schliesslich Chefredaktor von Radio DRS. An-
DFEP. Campagne en faveur du
schliessend sammelte er während mehr als sieben Jahren als
perfectionnement professionnel allgemein anerkannter Direktor des Bundesamtes für Kultur
weitere ganz besondere Erfahrungen sowohl auf nationaler
wie auf internationaler Ebene. Schliesslich verfügt er über
ganz aussergewöhnlich profunde Kenntnisse über Politik, Ge-
sellschaft und Kultur der USA, kennt insbesondere auch New
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
York aufgrund sehr häufiger Aufenthalte und sehr breiter Kon-
Die Weiterbildungsoffensive wurde vom Bundesrat seinerzeit
takte in den Bereichen der Kultur und der Wirtschaft bestens.
mit viel Publizität lanciert.
Was hat den Bundesrat bewogen, dem Parlament im Rahmen
des Nachtrages l zum Budget 1994 die definitive Kürzung von
61 Millionen Franken Verpflichtungskredit (auf 162 Millionen
Franken) vorzuschlagen und nicht allenfalls eine zeitliche Er-
streckung des Bundesbeschlusses ins Auge zu fassen? 94.5146
Texte de la question du 13 juin 1994 Frage Tschopp
Le Conseil fédéral avait fait beaucoup de bruit autour de la Volksabstimmung über den Beitritt
campagne en faveur du perfectionnement professionnel, lors zur EU in Österreich
du lancement de celle-ci. Question Tschopp
Quels motifs l'ont poussé à proposer au Parlement, dans le L'Autriche et l'Union européenne.
cadre du supplément I au budget 1994, d'amputer définitive- Commentaire du scrutin
ment le crédit d'engagement de 61 millions de francs (ce qui le
ramène à 162 millions de francs), sans envisager de proroger
l'arrêté fédéral?
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Les coupures Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
budgétaires qui ont été décidées par le Parlement ont bien sûr Kann der Bundesrat zum Ergebnis der Volksabstimmung in
des conséquences sur les programmes de perfectionnement Österreich über den Beitritt zur Europäischen Union eine Stel-
professionnel. lungnahme abgeben, und kann er dem Nationalrat mitteilen,
Les projets pour lesquels une contribution provenant du crédit inwiefern dieser Volksentscheid seine Europapolitik beeinflus-
concernant les mesures spéciales en faveur de la formation sen wird?
continue a été assurée peuvent être poursuivis comme prévu.
Ceux qui ne peuvent pas être poursuivis comme il avait été Texte de la question du 13 juin 1994
prévu sont avant tout des projets planifiés à long terme et pré- Le Conseil fédéral peut-il commenter le résultat du vote réfé-
voyant plusieurs phases, étant donné que les promesses de rendaire du peuple autrichien concernant l'adhésion de l'Au-
contributions fédérales sont faites pour chaque étape en parti- triche à l'Union européenne et communiquer au Conseil natio-
culier. De nouveaux projets ne pourront pas être soutenus. nal en quoi cette décision modifie sa politique européenne?
Heure des questions 978 N 13 juin 1994
Cotti Flavio, conseiller fédéral: Monsieur Tschopp, le oui des Weiss der Bundesrat, ob der Grund des Aufenthaltes von Pino-
citoyennes et des citoyens autrichiens signifie que leur pays chet in der Schweiz das Tätigen von Waffenkäufen ist?
sera membre à part entière de l'Union européenne dans quel- Wie stellt sich der Bundesrat generell zu Waffenverkäufen
ques mois, lorsque les Douze en auront définitivement ap- nach Chile, in ein Land, in dem die Menschenrechtssituation
prouvé l'adhésion. nach wie vor prekär ist?
L'Union européenne démontre ainsi qu'elle est en mesure
d'offrir aux citoyennes et citoyens de nouveaux Etats membres Texte de la question du 13 juin 1994
des conditions d'adhésion tenant compte de leurs souhaits. Réagissant aux mouvements de protestation qui se sont mani-
L'adhésion de l'Autriche est la conséquence directe de la vita- festés contre le séjour en Suisse de l'ex-dictateur chilien et ac-
lité et de l'attrait exercé par l'Union européenne. La dimension tuel chef de l'armée chilienne, Augusto Pinochet, le Conseil fé-
du vote autrichien, largement inattendue, témoigne encore déral a exprimé son «profond malaise».
davantage de mes propos. Le Conseil municipal de Lucerne espère que le Conseil fédéral
Le Conseil fédéral considère qu'il serait prématuré, pour étudiera toutes les possibilités juridiques pour que puissent
l'heure, de tirer de l'adhésion de l'Autriche des conclusions être interdits à l'avenir l'entrée et le séjour en Suisse de person-
définitives en ce qui concerne le processus futur d'intégration, nes ayant gravement offensé la dignité humaine.
car, bien sûr, les référendums sur l'adhésion de la Finlande, C'est pourquoi je demande au Conseil fédéral s'il a l'intention,
de la Suède et de la Norvège à l'Union européenne, qui se dé- comme le souhaite le Conseil municipal de Lucerne, de trou-
rouleront en octobre et en novembre prochains, revêtiront à ver des moyens propres à empêcher à l'avenir l'entrée en
cet égard une très grande importance. Mais il n'y a aucun Suisse de personnalités aussi contestées que le général Pino-
doute que le vote autrichien aura un effet salutaire sur les votes chet
que les autres peuples, nos amis du nord, devront manifester Est-il vrai que le général Pinochet a déjà séjourné l'année der-
ces prochains mois. nière en Suisse sans qu'aucune protestation officielle ait été
élevée?
Tschopp Peter (R, GE): Je vous pose une question complé- Le Conseil fédéral sait-il si le général Pinochet est en Suisse
mentaire un peu personnelle. Le paradoxe créé par le scrutin pour acheter des armes?
autrichien et le nôtre, hier, est quand même formidable. Nous Que pense d'une manière générale le Conseil fédéral de la
nous sommes transformés, pour nous protéger de nos amis vente d'armes à des pays comme le Chili, où la situation en
qui partagent les mêmes valeurs, en île continentale. Com- matière de droits de l'homme reste précaire?
ment vit-on, en tant que ministre des affaires étrangères, pareil
paradoxe? Et est-ce que l'une des portes de sortie possibles, Cotti Flavio, Bundesrat: Ich beantworte die vier Fragen von
la démission en tant qu'acte politique, vous a déjà traversé Frau Bühlmann auch im Namen des Eidgenössischen Justiz-
l'esprit à un moment de faiblesse? und Polizeidepartementes, das die ersten drei Antworten vor-
bereitet hat
Cotti Flavio, conseiller fédéral: Je dois dire que le paradoxe Zur ersten Frage: Der Bund kann, gestützt auf Artikel 13 des
serait mineur si l'on devait examiner l'histoire et les racines de Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Aus-
la culture politique de l'Autriche et de notre pays, qui sont bien länder, eine Einreisesperre erlassen, wenn das persönliche
différentes l'une de l'autre. Verhalten des Ausländers in der Schweiz zu schweren Klagen
En effet, Monsieur Tschopp - et cela ressort d'ailleurs du rap- Anlass gab oder geben könnte.
port de politique étrangère du Conseil fédéral -, compte tenu Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus Artikel 70 der Bundes-
de l'histoire de la Suisse et de ses traditions, la politique d'ou- verfassung. Gestützt auf den Wortlaut dieser Bestimmung hat
verture prônée par le Conseil fédéral et par le Parlement sera man bisher Fernhaltemassnahmen gegen Ausländer ergrif-
une tâche de plus longue haleine que celle de l'Autriche. fen, welche die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz
La conclusion est donc simple: si la tâche doit être de plus lon- gefährden.
gue haleine, il faut avoir toute la ténacité nécessaire. Zur zweiten Frage: Chilenische Bürger benötigen bekanntlich
für den Aufenthalt von bis zu drei Monaten kein Einreisevisum.
Der Bundesrat hat somit offiziell keine Kenntnis davon, ob sich
Herr Pinochet bereits vor einem Jahr oder früher in der
Schweiz aufgehalten hat In Zusammenhang mit der jetzigen
Einreise ist nachträglich und inoffiziell bekanntgeworden,
94.5154 dass sich Herr Pinochet bereits in früheren Jahren inoffiziell -
und ohne Wissen des Bundesrates - in der Schweiz aufgehal-
Frage Bühlmann ten haben soll.
Aufenthalt Pinochets in Luzern Zur dritten Frage: Die Gründe für den Aufenthalt von Herrn Pi-
Question Bühlmann nochet in der Schweiz sind dem Bundesrat nicht bekannt
Séjour du général Pinochet à Lucerne Zur vierten Frage: Aufgrund der demokratischen Entwicklung
in Chile hob der Bundesrat am 5. Oktober 1992 das Ausfuhr-
verbotfür Kriegsmateriallieferungen nach Chile, das aus dem
Jahre 1973 stammte, wieder auf. Seither werden Gesuche für
Kriegsmaterialexporte nach Chile grundsätzlich wieder be-
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 willigt
Als Reaktion auf die Proteste gegen den Aufenthalt des chileni-
schen Exdiktators und heutigen Armeechefs Pinochet in der Bühlmann Cécile (G, LU): Wenn Waffenkäufe wieder offiziell
Schweiz hat der Bundesrat sein «tiefstes Unbehagen» geäus- möglich und erlaubt sind, ist es dann nicht ein Widerspruch,
sert wenn Sie Ihrem Bedauern darüber Ausdruck geben, dass der
Der Stadtrat von Luzern hofft, dass der Bundesrat alle rechtli- Obereinkäufer, der Armeechef der chilenischen Armee, in der
chen Möglichkeiten prüfen werde, «damit in Zukunft die Ein- Schweiz ist und diesen Waffenkäufen vermutlich persönlich
reise und der Aufenthalt von Personen, die sich krasser Verlet- nachkommt?
zung der Menschenwürde schuldig gemacht haben, verhin-
dertwerden kann». Cotti Flavio, Bundesrat: Das ist kein Widerspruch! Auch in an-
Deshalb frage ich den Bundesrat an, ob er im Sinne des Luzer- deren Ländern hat sich Herr Pinochet in letzter Zeit aufgehal-
ner Stadtrates bereit sei, Mittel und Wege zu suchen, um in Zu- ten. Auch diese Länder hatten keine Möglichkeit, die privaten
kunft so umstrittenen Personen wie Pinochet den Zutritt zur Aufenthalte zu unterbinden. Aber auch in diesen Ländern
Schweiz zu verunmöglichen. wurde aufgrund der Begründungen, die Sie selber abgeben,
Stimmt es, dass Pinochet ohne jeden öffentlichen Protest letz- Bedauern geäussert
tes Jahr schon einmal in der Schweiz weilte?
13. Juni 1994 N 979 Fragestunde
94.5158 94.5136
Frage Fankhauser Frage Kern
Humanitäre Hilfe Schlechte Noten für Schweizer Postbetriebe
für den Südosten der Türkei Question Kern
Question Fankhauser Les PTT mal notés
Sud-est de la Turquie.
Aide humanitaire
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Laut Presseberichten soll die Schweiz mit der Zustellung der
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 Post aussergewöhnlich langsam die Kundschaft bedienen.
Wegen des anhaltenden bewaffneten Konfliktes im türkischen Sieben nach Irland geschickte Briefe brauchten bis zur An-
Kurdistan ist die zivile Bevölkerung dramatisch in Mitleiden- kunft zweieinhalb Monate. Unterboten bei der Geschwindig-
schaft gezogen. Ein Grossteil der Bevölkerung ist auf der keit werden die Schweizer PTT nur noch von der griechischen
Flucht, zum Teil in Richtung des bereits arg betroffenen iraki- Post.
schen Kurdistan. Welche Massnahmen werden in Erwägung gezogen, damit
Menschenrechtsorganisationen rufen um Hilfe. unsere Schweizer Post nicht nur immer teurer wird, sondern
Was will der Bundesrat unternehmen, damit die dringend not- auch wieder effizienter arbeiten kann?
wendige humanitäre Hilfe der leidenden Bevölkerung zuteil
werden kann? Texte de la question du 13 juin 1994
A en croire des informations rapportées par la presse, les pos-
Texfe de la question du 13 juin 1994 tes suisses sont particulièrement lentes quant à la distribution
La population civile subit de plein fouet les conséquences du du courrier. Sept lettres envoyées en Irlande ont mis deux
conflit armé persistant qui sévit au Kurdistan turc. Une grande mois et demi pour parvenir à leur destinataire. Seules les pos-
partie des habitants fuient, certains vers le Kurdistan irakien, tes grecques sont encore plus lentes.
lui-même durement touché. Quelles mesures envisage-t-on de prendre pour que la
Les organisations humanitaires appellent à l'aide. hausse des tarifs postaux s'accompagne d'un retour aune effi-
Que pense faire le Conseil fédéral pour que ces populations cacité accrue?
fortement éprouvées reçoivent l'aide nécessaire dans les plus
brefs délais?
Cotti Flavio, Bundesrat: Es bestehen zurzeit praktisch keine 94.5137
Kanäle zur Leistung von humanitärer Hilfe in der Osttürkei,
Frau Fankhauser. Die direkte Tätigkeit ausländischer humani- Frage Reimann Maximilian
tärer Organisationen wird von der türkischen Regierung stark Hat die Schweiz eine «teure Schneckenpost»?
eingeschränkt So ist zurzeit kein schweizerisches Hilfswerk in
der Südosttürkei aktiv. Auch das IKRK hat keine Erlaubnis, in Question Reimann Maximilian
der Türkei zu arbeiten. Einzig das UNHCR betreut zurzeit im PTT: lents et chers?
Irak zirka 4500 Flüchtlinge aus der Südosttürkei. Die humani-
täre Hilfe des Bundes steht in engem Kontakt mit den humani-
tären Institutionen der Uno, die vor allem von Nordirak aus die
Entwicklung der Lage verfolgen.
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Fankhauser Angeline (S, BL): Die Türkei ist, wie die Schweiz, Laut Studie eines Westschweizer Konsumentenmagazins soll
Mitglied des Europarates. Die Türkei hat auch verschiedene die Schweizer Post im europäischen Vergleich «nicht nur
Konventionen unterschrieben, u. a jene zur Wahrung der teuer, sondern auch besonders langsam sein». Vor allem beim
Menschenrechte. Wir könnten auch als Land einen Prozess Zustellungstempo würden die PTT kaum unterboten. Diese
der KSZE initiieren. Ist der Bundesrat bereit, auf allen mögli- Feststellung ist meines Erachtens wenig glaubwürdig.
chen Ebenen das Nötige zu unternehmen, damit erstens die Verfügt der Bundesrat über eigene Vergleichsunterlagen?
Hilfe zu den Leuten kommt und zweitens ein Friedensprozess Kann die Aussage über die «teure Schneckenpost» als unbe-
eingeleitet werden kann? legbare Mär abgeschrieben werden, oder hat sich das Preis-
Leistungs-Verhältnis der PTT im europäischen Vergleich tat-
Cotti Flavio, Bundesrat: Wir werden jeden Versuch unterneh- sächlich markant verschlechtert?
men, Frau Fankhauser, wie wir das schon in der Vergangen-
heit gemacht haben. Ich muss Sie nicht auf die verschiedenen Texfe de la question du 13 fui n 1994
Interventionen hinweisen, die Sie ganz genau kennen. Selon un magazine romand de défense des consommateurs,
les PTT seraient non seulement chers, mais aussi très lents. Ils
se distingueraient par des délais de distribution parmi les plus
longs d'Europe. J'estime que cette assertion est quelque peu
gratuite.
Le Conseil fédéral dispose-t-il d'études comparatives?
L'affirmation selon laquelle les PTT seraient lents et chers
peut-elle être rangée au rayon des affabulations ou le rapport
qualité/prix s'est-il effectivement dégradé vis-à-vis de nos voi-
sins européens?
Ogi Adolf, Bundesrat: Die PTT distanzieren sich von den
Schlussfolgerungen der Untersuchung, die vom Westschwei-
zer Konsumentenbund in der jüngsten Ausgabe von «J'achète
mieux» veröffentlicht worden ist. Die Zustelldauer im interna-
tionalen Postverkehr hängt nicht allein von der Schweizer Post
ab. Die Untersuchung der Westschweizer Konsumentenorga-
nisation basiert auf Leistungen, die von mindestens drei Part-
Heure des questions 980 N 13 juin 1994
nern erbracht werden: dem Absenderland, den Transporteu- die baulichen Erneuerungen, bei denen der Ausbaustandard
ren sowie allenfalls Transitländern und schliesslich dem Be- der sechziger Jahre dem Stand der heutigen Erkenntnisse an-
stimmungsland. Das ist mit ein Grund, weshalb die Schweizer gepasst werden muss.
Post zur Verbesserung der Situation die Partnerschaft mit ei- Ein Verzicht auf Unterhalt und auf Reparaturen am heutigen
nem weltweit tätigen Transporteur sucht Laufende Qualitäts- Bauwerk mit einer Investition von rund 35 Milliarden Franken
kontrollen zeigen, dass die Schweiz nach wie vor zu den lei- würde zu einem immer schlechter werdenden Betriebszu-
stungsstärksten Ländern gehört. Bilaterale Abkommen mit stand führen, und die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer
verschiedenen Ländern werden zur Sicherstellung der Quali- wäre schliesslich nicht mehr gewährleistet Sämtliche Projekte
tät vermehrt abgeschlossen. Die Beförderung der Post ins werden vom Bundesamt für Strassenbau sorgfältig geprüft,
Ausland wird laufend den Transportmöglichkeiten angepasst und einem flüssigen und damit sicheren Verkehrsfluss wird
und auch laufend optimiert höchste Priorität eingeräumt Das Bundesamt ist der Überzeu-
gung, mit dem im Aufbau begriffenen Unterhaltsmanagement
den Erfordernissen der Strassenbenützer in Zukunft noch bes-
ser Rechnung zu tragen.
94.5140 Steinemann Walter (A, SG): Danke für die Antwort Ihr Wort in
Gottes Ohr, Herr Bundesrat. Ich denke jedoch - wie das auch
Frage Steinemann Herr Suter, der Direktor des Bundesamtes für Strassenbau,
Wann endlich weniger einmal sagte -, dass in erster Linie vom Bund aus eine Koordi-
Verkehrsbehinderungen auf Autobahnen? nation stattfinden sollte.
Question Steinemann Ich habe eine konkrete Zusatzfrage: Sehen Sie nicht, dass wir
Chantiers sur les autoroutes die Baustellensignalisation überprüfen müssen, damit bei-
spielsweise nicht kilometerweit vorher schon auf 100 respek-
tive 60 Stundenkilometer reduziert werden muss? Dies ist ein
unhaltbarer Zustand. Ich glaube, die Signalisationsordnung
entspricht nicht mehr den heutigen Realitäten, darum kommt
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 es auch zu vielen Übertretungen.
«Bundesrat Ogi greift ein», titelte eine Tageszeitung im Früh-
jahr 1994. «Er hat genug von den ewigen Baustellen auf unse- Ogi Adolf, Bundesrat: «Ein Wort in Gottes Ohr» ist schon recht
ren Autobahnen.» Auch Bundesrat Stich machte eine er- viel! Es ist richtig, Herr Steinemann, dass die Koordination ver-
schreckende Bilanz: «Acht von elf Baustellen zwischen Dor- bessert werden kann. Es ist richtig, dass die Organisation, die
nach und Bern sind nicht nötig.» Umfahrungs- und die Signalisierungsordnung, noch verbes-
Gleich empfinden die meisten arbeitenden und Steuern zah- sert werden kann. Wir haben das auch festgestellt, und wir
lenden Autobahnbenützer. Doch Positives passiert ist nichts. werden alles daransetzen, um diese organisatorischen Mass-
Von St Gallen nach Bern zählte ich kürzlich 18 feste Baustel- nahmen zu verbessern. Aber Baustellen auf den Autobahnen
len mit teilweise mehreren Kilometern Länge, plus 10 «tägliche können wir nicht verhindern. Fahren Sie einmal auf der rech-
Verengungen», mit total überSOO zusätzlichen Signaltafeln: Es ten Spur von Bern nach Zürich, dann werden Sie sehen und
wird gemütlich weiter «gebastelt». spüren, wie reparaturbedürftig diese Autobahn heute ist!
Wann werden die Forderungen
- weniger Baustellen,
- kürzere Dauer (längere und intensivere Arbeitszeiten, even-
tuell auch nachts),
-weniger Verkehrsbehinderungen 94.5142
endlich erfüllt?
Frage Grossenbacher
Texte de la question du 13 juin 1994 Informationsangebot von Telefon 111
Un quotidien titrait au printemps dernier «Ogi s'énerve» et Question Grossenbacher
poursuivait: «II en a assez des éternels chantiers sur nos auto- Téléphone 111. Offre d'information
routes. »Quant à M. Stich, conseiller fédéral, il dressait ce bilan
consternant: «Huit des onze chantiers ouverts sur le tronçon
Dornach-Berne ne sont pas nécessaires.»
C'est également le sentiment de la plupart des usagers, per-
sonnes qui, faut-il le rappeler, empruntent l'autoroute pour al- Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
ler travailler et paient des impôts. Or, le chaos persiste. J'ai ré- Im Zusammenhang mit der Optimierung des Telefonaus-
cemment compté sur le tronçon Saint-Gall-Berne kunftsdienstes, Telefonili, steht ein Stellenabbau von
18 chantiers fixes, parfois sur plusieurs kilomètres, gesamtschweizerisch gegen 500 Stellen zur Diskussion. Der
10 rétrécissements temporaires et plus de 500 panneaux de Stellenbestand soll von heute 1300 auf rund 800 reduziert
signalisation supplémentaires. Et le bricolage continue allè- werden.
grement Haben die verantwortlichen Stellen von Telecom PTT markt-
Quand y aura-t-il enfin: mässig die ganze Entwicklung am Informationsmarkt auf
- moins de chantiers? seine Zukunft hin beurteilt und bewertet? Sind zurzeit alle
- des travaux qui durent moins longtemps (les ouvriers travail- Märkte im Bereich der Informationsbeschaffung und des Infor-
lant plus longtemps et plus intensivement, le cas échéant de mationsangebotes von Telefon 111 bereits erschlossen?
nuit)?
- moins de ralentissements? Texte de la question du 13 juin 1994
En raison de l'optimalisation du service de renseignements
Ogi Adolf, Bundesrat: Bauherren - und somit verantwortlich des PTT (le No 111 ), il est question de supprimer 500 emplois
für das Bauwerk Nationalstrassen - sind die Kantone. Der dans toute la Suisse, ce qui ferait passer l'effectif de 1300 à
Bund hat keine politischen Mittel, um die Kantone generell zur 800 personnes.
Durchführung von Nacht-und Sonntagsarbeit zu zwingen. Die Les responsables des Télécom PTT ont-ils procédé - sous
Kantone sind angehalten, ab Tagesanbruch bis zum Einbruch l'angle de l'offre et de la demande - à l'étude approfondie et à
der Dunkelheit - in zwei Schichten - sowie samstags arbeiten l'évaluation de toutes les possibilités de développement à ve-
zu lassen. Die zunehmende Verkehrsdichte - seit 1960 haben nir du marché de l'information? Les marchés relevant du do-
wir eine Versiebenfachung der Fahrzeugzulassungen - bela- maine de l'acquisition et de l'offre d'information sont-ils déjà
stet unser Nationalstrassennetz immer mehr. Dazu kommen tous couverts par le 111 ?
13. Juni 1994 N 981 Fragestunde
Ogi Adolf, Bundesrat: 98 Prozent der Anfragen bei der Tele- 94.5145
fonnummer 111 betreffen Telefonnummern, Faxnummern
oder Natel-Nummern. Die restlichen zwei Prozent werden vom Frage Stalder
«Auskunftsdienst Speziai» beantwortet. Zurzeit werden im Bahnhof Zürich-Letten.
Rahmen einer breiten Kundenbefragung mögliche neue Aus- Neue Nutzung?
kunftsbedürfnisse identifiziert, mit dem Ziel, neue Märkte zu er- Question Stalder
schliessen. Gare du Letten à Zurich.
Bisher wurden durch natürliche Abgänge und Stellenver- Nouvelle affectation?
schiebungen zirka 250 Stellen abgebaut Der Stellenbestand
beträgt heute 1400 Personen. Ob ein weiterer Stellenabbau
nötig werden wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht schlüs-
sig vorausgesagt werden. Eine von der Telecom PTT in Auf-
trag gegebene Studie über die Optimierung der Auskunfts- Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
dienste liegt zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vor. Eine Auf dem Areal der ausser Betrieb gesetzten SBB-Station Zü-
strategische Neuausrichtung der Dienstleistung wird im rich-Letten hat sich zum Ärgernis der Anwohner eine offene
Herbst dieses Jahres erfolgen, wenn die definitiven Studien- Drogenszene etabliert Ich möchte dem Bundesrat folgende
ergebnisse vorliegen. Fragen stellen:
1. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass für die Be-
Grossenbacher Ruth (C, SO): Wenn Sie sagen, dass 98 Pro- wohner und Gewerbebetriebe des Lettenquartiers die offene
zent der Kunden nach Nummern fragen, dann muss man bei Drogenszene ein latentes Ärgernis bedeutet?
den Berechnungen der Kosten der Nummer 111 miteinbezie- 2. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass dieses Areal
hen, dass diese Anfragen immerauch Folgeanrufe beinhalten. einer gewinnbringenden Nutzung zugeführt werden sollte?
Dies bringt den PTT wiederum Geld ein. Man darf deshalb 3. Ist der Bundesrat bereit, die SBB zu beauftragen, das Areal
nicht die Nummer 111 allein bewerten. Wird dies getan? durch die Polizei räumen zu lassen?
Die Nummer 111 ist ja die populärste Visitenkarte der PTT, so-
zusagen ein Aushängeschild. Sie haben gesagt, es sei etwas Texte de la question du 13 juin 1994
im Gange; man müsste jedoch noch viel mehr an den Ausbau A la grande contrariété des habitants du quartier, des drogués
statt an eine Einschränkung dieses Mittels denken. Gehen Sie se sont installés sur l'emplacement de la gare CFF désaffectée
einmal in eine 111 -Zentrale - ich habe es getan -; die Operatri- de Zürich-Letten.
cen sind bereit, nach Lösungen zu suchen, sie sind flexibel, 1. Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis que le spectacle des
gehen auf Veränderungen ein und sind bereit, den Dienst aus- drogués représente une source de mécontentement pour les
zubauen. Viele Ideen sind vorhanden. Man muss jedoch mit habitants et les commerçants du quartier du Letten?
diesen erfahrenen Leuten reden, statt über sie hinweg zu ent- 2. N'est-il pas d'avis que cet emplacement devrait être utilisé
scheiden. Ausbaumöglichkeiten, meine ich, gäbe es viele. Ob- de manière profitable?
wohl ich nicht Spezialistin bin: Es wäre z. B. möglich, dass ge- 3. Est-il prêt à charger les CFF de faire vider les lieux par la po-
rade diese Operatricen im Dienste der PTT Direktnummern lice?
und sonstige Möglichkeiten in Geschäften an Ort und Stelle
programmieren könnten. Gestresste Chefs und ihre unmittel- Ogi Adolf, Bundesrat: Drei Fragen, drei Antworten.
baren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären den PTT sehr Zur ersten Frage, Herr Stalder: Die offene Drogenszene in Zü-
dankbar. Ich meine, dass Sie auch in der Wirtschaft und der rich-Letten ist ein äusserst akutes Problem, und es ist unbe-
Verwaltung Kurse für effizienteres Telefonieren anbieten könn- stritten, dass das Areal als Standort der offenen Drogenszene
ten. Bei Ihrer Verwaltung ist es gut Ich meine, dass man alle traurige Berühmtheit erlangt hat
diese Überlegungen miteinbeziehen sollte. Zur zweiten Frage: Seit 1987 befassen sich die SBB mit der
Planung für die Überbauung dieses Areals. Die neue Bau- und
Ogi Adolf, Bundesrat: Vorbemerkung Nummer 1 : Alle wollen Zonenordnung der Stadt Zürich sieht aber dafür eine Freihal-
nur die Grenzkosten bezahlen. tezone vor. Dagegen haben die SBB Rechtsmittel ergriffen.
Vorbemerkung Nummer 2: Ich habe von Ihren Wünschen Das Verfahren ist zurzeit beim Regierungsrat des Kantons Zü-
Kenntnis genommen und werde sie wie ein guter Briefträger rich pendent
mit A-Post weiterleiten. Zur dritten Frage: Die SBB haben von der Stadt Zürich wieder-
Zusatzfrage Nummer 1: Ich kann nicht beantworten, ob die holt verlangt, das Areal zu räumen.
PTT materiell nur auf die Nummer 111 ausgerichtet sind. Sie
werden von mir aber eine schriftliche Antwort erhalten.
Zusatzfrage Nummer 2: Ich habe in meinen Ausführungen
zum Ausdruck gebracht, dass zurzeit eine breite Kundenbefra-
gung im Gange ist, um mögliche neue Auskunftsbedürfnisse 94.5160
abzuklären und neue Märkte zu erschliessen. Auch darüber
werden wir Sie gelegentlich orientieren. Frage Borer Roland
Fernsehmagazin «ti me out».
Ausgrenzung des Militärsports
Question Borer Roland
Emission «time out» et sport militaire
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Am 20. März 1994 ersuchte in höflicher Weise ein Mitglied des
Nachwuchskaders der Sportart Militärischer Fünfkampf das
Fernsehen DRS, im Magazin «time out» einmal eine Reportage
über diese Sportart zu veröffentlichen. Herr M. Masafret, Re-
daktionsleiter von «time out», beantwortete am 24. März 1994
in einem Brief das Anliegen des Gesuchstellers in einer für
mich unakzeptierbaren Art und Weise. Unter Berufung auf
seine persönlichen ethischen Grundsätze wies er darauf hin,
dass er in diesem Magazin über keine militärischen Wett-
Heure des questions 982 N 13 juin 1994
kämpfe jedweder Art zu berichten gedenke! Er berief sich in tigsten Orte mit einem stündlichen Schnell- oder Eilzug zu ver-
seinen Überlegungen auf die Kriegshandlungen in der unmit- binden. Voilà!
telbaren Nachbarschaft unseres Landes. Für das Angebotskonzept St Galler Rheintal hat die zustän-
Ich frage in diesem Zusammenhang den Bundesrat an, ob er dige Kreisdirektion mehrere Gespräche mit den regionalen In-
die «ethischen» Bedenken des Herrn Masafret bezüglich Aus- stanzen geführt. Zu verschiedenen Angebotsvarianten wur-
strahlung einer Sendung über den Militärischen Fünfkampf den nun SBB-interne Berechnungen angestellt, und die von
teilt und ob diese Meinung als die offizielle des Fernsehens den SBB favorisierte Variante soll dem Kanton St. Gallen dem-
DRS betrachtet werden muss. nächst vorgestellt werden. Leider hat sich eine Verzögerung
ergeben, weil Änderungen des Fernverkehrskonzeptes der
Texte de la question du 13 juin 1994 Verbindung Zürich-Chur einbezogen werden mussten.
Le 20 mars 1994, un jeune cadre de l'armée pratiquant le
pentathlon militaire demandait poliment à la télévision aléma-
nique DRS de diffuser à l'occasion un reportage sur ce sport
dans le magazine «time out». M. Masafret, rédacteur en chef
du magazine, a rejeté la requête du jeune cadre, dans une let- 94.5165
tre datée du 24 mars 1994, d'une manière qui me semble inac-
ceptable. Se réclamant de ses principes éthiques personnels, Frage Dreher
le rédacteur en chef a répondu qu'il n'entendait diffuser dans Geschäftsreglement des Nationalrates,
ce magazine aucun reportage concernant un sport militaire Artikel 49
quelconque. Il évoquait à ce propos les actes de guerre com- Question Dreher
mis dans des pays peu éloignés du nôtre. Règlement du Conseil national,
Je prie le Conseil fédéral de dire s'il partage les principes «éthi- article 49
ques» de M. Masafret concernant la diffusion d'une émission
sur le pentathlon militaire, et si cette opinion représente le
point de vue officiel delà télévision alémanique.
Ogi Adolf, Bundesrat: Artikel 55bis der Bundesverfassung legt Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
die Autonomie der Veranstalter in der Programmgestaltung An der Sitzung des Nationalrates vom 9. Juni 1994, etwa um
fest Es geht deshalb nicht an, dass der Bundesrat auf die Pro- 08.30 Uhr, hatte die Frau Ratspräsidentin unter Hinweis auf Ar-
grammschaffenden oder die Programminhalte von Radio und tikel 52 Absatz 2 des Geschäftsreglementes zur Ruhe ermahnt
Fernsehen Einfluss nimmt Somit ist es primär der SRG über- und damit das aktive und passive Telefonieren als Ruhestö-
lassen, über die ethische Vertretbarkeit von Sendeinhalten zu rung qualifiziert In Artikel 49 wird verlangt, dass die Ratsmit-
entscheiden. Die SRG hat aber die Pflicht, unabhängig von der glieder im Rat eine «schickliche Kleidung» tragen. Ein Blick auf
persönlichen Einstellung eines Journalisten umfassend über gewisse Herren der SP-Fraktion beweist, dass auch diese Be-
wichtige Ereignisse zu berichten. stimmung des Ratsreglementes verletzt wird.
Ist Artikel 49 ausser Kraft? Wenn nein, warum wird er nicht
durchgesetzt?
Texte de /a question du 13 juin 1994
94.5164 Le 9 juin, Mmela présidente, excipant de l'article 52 alinéa 2 du
règlement du Conseil national, a vers 8 h 30 rappelé à l'ordre
Frage Rechsteiner des conseillers nationaux en précisant que les appels télépho-
SBB-Stundentakt im St. Galler Rheintal niques donnés ou reçus en séance étaient à ses yeux de na-
Question Rechsteiner ture à troubler la sérénité des débats. J'observe quant à moi
CFF. Cadence horaire dans que l'article 49 de ce même règlement fait obligation aux
la vallée du Rhin saint-galloise membres du Conseil de porter une «tenue convenable». Or,
un coup d'oeil à certains députés du groupe socialiste suffit
pour se convaincre que cette disposition est elle aussi ba-
fouée.
L'article 49 a-t-il donc été abrogé? Et, si non, pourquoi n'est-il
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 pas appliqué?
Bundesrat Ogi hat anlässlich einer öffentlichen Veranstaltung
vom 31. Januar 1994 in Buchs angekündigt, dass der Schnell- Früh Hans-Rudolf (R, AR), Sprecher des Büros: Zum ersten
zugs-Stundentakt im St Galler Rheintal wenn möglich bereits Teil der Frage: Nein, Herr Dreher. Der Artikel 49, der für die
auf 1995 realisiert werde. Ratsmitglieder eine «schickliche Kleidung» vorschreibt, ist
Ich frage den Bundesrat: Welche Schritte sind bis heute zur nach wie vor in Kraft. Was unter «schicklicher Kleidung» zu ver-
Verwirklichung dieses Versprechens unternommen worden? stehen ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Sie
Welches ist der konkrete Stand der Dinge? sind ausserdem Modeströmungen unterworfen. Das Büro hat
vor Jahren für die männlichen Ratsmitglieder festgelegt, dass
Texte de la question du 13 juin 1994 darunter Anzug mit Krawatte oder Fliege zu verstehen sei. Sie
Lors d'une manifestation publique qui a eu lieu à Buchs le können das auch mit dem Ratsreglement vergleichen. Das
31 janvier dernier, M. Ogi, conseiller fédéral, a annoncé que la Büro kann sich der Ansicht nicht ganz verschliessen, dass es
cadence horaire serait, si possible, introduite dès 1995 pour sich bei der Kleidung um eine durch die Persönlichkeit und In-
les trains directs circulant dans la vallée du Rhin saint-galloise. dividualität geprägte Äusserlichkeit handelt
Quelles mesures le Conseil fédéral a-t-il d'ores et déjà prises Zum zweiten Teil der Frage: Das Büro hat sich, nicht zuletzt
pour tenir sa promesse? Où en est-on concrètement? aufgrund einer Intervention des Fragestellers, zu Beginn der
Legislaturperiode mit der Frage befasst, wie die erwähnte Re-
Ogî Adolf, Bundesrat: An der besagten Veranstaltung, wo wir glementsbestimmung durchgesetzt werden soll. Mangels
beide anwesend waren, wurde angekündigt, dass das ge- konkreter Sanktionen ist es bis anhin bei Ermahnungen ge-
samte SBB-Regionalverkehrsangebot im St Galler Rheintal blieben, wobei das Büro jeweils ein Mitglied, das derselben
einer Überprüfung unterzogen werden müsse, weil die Bahn- Fraktion wie das betreffende Ratsmitglied angehört, mit der
stationen zum Teil weitab von den Siedlungen liegen. Die Um- Gesprächsführung beauftragte.
setzung der Änderungen sei für 1995 oder spätestens 1996 Eine Zusatzbemerkung: Das Büro hat heute beschlossen, die-
vorgesehen. Die konzeptionelle Idee ziele darauf ab, die Lo- ses Thema an seiner traditionellen Sommersitzung auf die
kalbedienung mit Bussen sicherzustellen und dafür die wich- Traktandenliste zu setzen.
13. Juni 1994 N 983 Fragestunde
Dreher Michael (A, ZH): Herr Früh, ich frage mich, ob denn in aussi pris en charge à l'avenir par l'Ai et non pas par les can-
Zukunft solche Selbstverständlichkeiten, die auch andere Är- tons comme l'a supposé M. Steiner Rudolf.
gernisse betreffen könnten - die eigentlich gar nicht der Rede Il n'est pas encore.possible de savoir aujourd'hui si la nouvelle
wert wären, würde uns nicht von gewissen Kreisen vorsätzlich organisation conduira aune augmentation des coûts pour l'Ai.
auf der Nase herumgetanzt -, jeweils in einer sechs- oder C'est seulement après l'analyse des résultats du premier exer-
zwölfmonatigen Frist abgehandelt werden müssten, statt dass cice de tous les offices Al, au courant de l'année 1996, que
kurzerhand entschieden würde: So machen wir es! Ende! nous pourrons nous prononcer.
Basta!
Früh Hans-Rudolf (R, AR), Sprecher des Büros: Ja eben, ge-
rade deswegen wird sich das Büro über dieses Thema unter- 94.5161
halten. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass die Be-
kleidung so etwas wie eine politische Uniform ist und damit Frage Grendelmeier
auch der politischen Herkunft Ausdruck gegeben werden soll. Perspektiven der AHV
Im weiteren darf man vielleicht beifügen, dass ein Teil der Par-
Question Grendelmeier
lamentarier stetes Kaugummikauen auch nicht so schicklich
AVS. Perspectives d'avenir
finden (Beifall) und dass ein anderer Teil die Verwandlung un-
seres Ratssaals in eine Picknickstube auch nicht als schicklich
betrachten. Ein Vergleich mit ausländischen Parlamenten
zeigt doch - und wir vergleichen uns ja in den verschiedensten
Bereichen sehr gerne -, dass im Ausland in dieser speziellen
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Frage ganz andere Massstäbe angesetzt werden als bei uns in
Ist der Bundesrat bereit und in der Lage, den eidgenössischen
der Schweiz.
Räten bis zur Herbstsession einen Bericht über die finanzielle
Entwicklung der AHV vorzulegen? Kann er dabei Angaben
über verschiedene Szenarien (z. B. mit oder ohne Rentenalter-
erhöhung der Frauen) machen?
94.5152
Texte de la question du 13 juin 1994
Frage Steiner Rudolf Le Conseil fédéral est-il disposé à présenter aux Chambres,
Kantonale IV-Stellen. Kostenfolgen d'ici à la session d'automne, un rapport sur l'évolution de la si-
tuation financière de l'AVS? S'il est en mesure de le faire,
Question Steiner Rudolf
peut-il prévoir plusieurs scénarios (notamment avec et sans
Offices AI des cantons. Frais occasionnés
élévation de l'âge de la retraite des femmes)?
Réponse écrite du Conseil fédéral
Jeudi dernier, l'Office fédéral des assurances sociales a déjà
communiqué, par un dossier de presse, l'évolution du budget
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
de l'AVS, en tenant compte de la taxe à la valeur ajoutée et de
Im Rahmen des zweiten Paketes von Massnahmen zur Neu-
la modification de l'âge de la retraite.
verteilung der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen
L'administration remettra des documents supplémentaires à
(88.039) wurden die Kantone verpflichtet, IV-Stellen zu schaf-
la commission du Conseil national chargée des délibérations
fen (3. IV-Revision). In verschiedenen Kantonen haben diese
préparatoires de la 10e révision de l'AVS avant la session d'au-
IV-Stellen ihre Arbeit mittlerweile aufgenommen.
tomne.
Zu welchen Einsparungen an Personal und an Kosten hat dies
Le rapport sur la conception des trois piliers de la prévoyance
beim Bund schon geführt, mit welchen weiteren Einsparun-
vieillesse, survivants et invalidité, que le Conseil fédéral prévoit
gen an Personal und an Kosten kann beim Bund noch gerech-
de mettre à disposition pour cet automne prochain, présen-
net werden?
tera également les perspectives financières des différentes
Zu wieviel zusätzlichem Personal und zu welchen Mehrkosten
branches des assurances sociales, ainsi que des scénarios de
hat dies bei den Kantonen schon geführt, mit wieviel weiterem
l'évolution économique générale.
Personal und mit welchen weiteren Kosten ist bei den Kanto-
Enfin, le Conseil fédéral a décidé de former un groupe de tra-
nen noch zu rechnen?
vail interdépartemental qui se penchera sur le thème des
«Perspectives de financement des assurances sociales», il
Texte de la question du 13 juin 1994
commencera ses travaux après les vacances d'été.
Le second train de mesures pour une nouvelle répartition des
tâches entre la Confédération et les cantons (88.039) a soumis
les cantons à l'obligation de créer des offices Al (3e révision de
l'Ai). Dans plusieurs cantons, ces offices Al ont depuis lors
commencé à fonctionner. 94.5143
Quelles économies de personnel et de dépenses en est-il ré-
sulté pour la Confédération et qu'en sera-t-il à l'avenir? Frage Keller Rudolf
Quel surcroît de personnel et de dépenses en est-il résulté Polizeistunde während der Fussball-WM
pour les cantons et qu'en sera-t-il à l'avenir? Question Keller Rudolf
Coupe du monde de football.
Réponse écrite du Conseil fédéral Heures de fermeture des cafés-restaurants
Le but de la création des offices Al consiste à rendre l'organi-
sation actuelle plus accessible, plus simple et en même temps
plus transparente pour les assurés. Dans la nouvelle organisa-
tion, l'assuré n'a plus comme auparavant affaire à quatre par-
tenaires du côté de l'Ai, c'est-à-dire la commission Al, le secré- Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
tariat Al, l'office régional Al et la caisse de compensation, mais Die Kantone Baselland und Basel-Stadt haben beschlossen,
s'adressera uniquement à l'office Al. Il s'agit dès lors d'une die Polizeistunde während der Fussballweltmeisterschaft
nouvelle répartition des tâches à l'intérieur de l'assurance- locker zu handhaben. Lokale, welche für ihre Gäste einen
invalidité et non pas d'un report des coûts de la Confédération «WM-Fernsehapparat» aufgestellt haben, dürfen bis zum
aux cantons. Ces coûts étaient jusqu 'à présent totalement pris Ende der Fussballspiele geöffnet bleiben. Obwohl die Rege-
en charge par l'Ai et non pas par la Confédération et seront lung der Polizeistunde in den Bereich der Kantone fällt, frage
Heure des questions 984 N 13 juin 1994
ich den Bundesrat an, ob er bereit ist, den Kantonen in geeig- Tatsächlich gefährdeten Personen wird grosszügig Asyl ge-
neter Form ans Herz zu legen, während der WM eine ähnlich li- währt Im letzten Jahr erhielten 787 türkische Staatsangehö-
berale Haltung an den Tag zu legen, wie dies in den beiden rige Asyl, was einer Anerkennungsquote von 26,1 Prozent ent-
Basel der Fall ist spricht
Die Caritas Schweiz hat anhand von zwei Einzelfällen den zu-
Texte de la question du 13 juin 1994 ständigen Asylbehörden eine unsorgfältige Gesuchsprüfung
Les cantons de Baie-Ville et de Baie-Campagne ont décidé und eine ungenügende Berücksichtigung der Gefährdungssi-
d'être moins stricts sur les heures de fermeture des cafés-res- tuation vorgeworfen.
taurants pendant la Coupe du monde de football. Les établis- Eine Überprüfung dieser Vorwürfe hat folgendes ergeben:
sements installant un téléviseur pour cette occasion pourront Im Fall des nach seiner Rückkehr verhafteten Gesuchstellers
rester ouverts jusqu'à la fin des matchs. Bien que la réglemen- hatte das Bundesamt für Flüchtlinge die bestehende Gefähr-
tation des heures de fermeture des cafés-restaurants relève de dung klar erkannt. Entgegen der Caritas-Darstellung wurde
la compétence des cantons, je demande au Conseil fédéral s'il das Gesuch jedoch nicht abgelehnt und auch keine Wegwei-
est disposé à suggérer aux cantons d'adopter une attitude sung verfügt Vielmehr verschwand der Gesuchsteller wäh-
plus souple pendant la Coupe du monde de football, comme rend des Verfahrens, reiste in einen Drittstaat und stellte dort
le font les deux cantons cités plus haut offenbar unter falscher Identität ein Asylgesuch. Das Bundes-
amt für Flüchtlinge erliess lediglich eine Abschreibungsverfü-
Schriftliche Antwort des Bundesrates gung, nachdem der Gesuchsteller die Schweiz bereits verlas-
Wie Sie in Ihrer Frage richtig ausführen, sind die Kantone zur sen hatte. Die schweizerischen Asylbehörden können nicht für
Regelung der Polizeistunde zuständig. Der Bundesrat wird das Verhalten des Gesuchstellers und die danach eingetrete-
sich deshalb in dieser Angelegenheit gegenüber den Kanto- nen Ereignisse verantwortlich gemacht werden.
nen nicht äussern. Der Bundesrat wünscht auf jeden Fall der Im Falle des im Oktober 1993 in seinem südosttürkischen Hei-
Schweizer Mannschaft viel Erfolg. matdorf umgekommenen Familienvaters handelte es sich tat-
sächlich um einen ehemaligen Asylgesuchsteller, dessen Be-
gehren vom Bundesamt für Flüchtlinge am 23. März 1992 und
von der Asylrekurskommission am 14. August 1992 abgelehnt
worden war. Er kehrte am 5. Dezember 1992 freiwillig in die
Türkei zurück, wo er sich zunächst in einer südosttürkischen
94.5148 Grossstadt niederliess. Trotz erheblicher Sicherheitsrisiken
begab er sich in sein Heimatdorf, wo er am 21. Oktober 1993
Frage Fankhauser ermordet wurde. Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem
Folter und Tod nach Rückschaffung negativen Asylverfahren und dem gut zehn Monate nach der
von abgewiesenen Asylsuchenden Rückkehr geschehenen Verbrechen besteht nicht
Question Fankhauser Die von Caritas Schweiz an die schweizerischen Asylbehör-
Conséquences du renvoi den gerichteten Vorwürfe sind somit nicht berechtigt
de requérants d'asile
94.5150
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
Die in der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) zusammen- Frage Dreher
geschlossenen Hilfswerke haben wiederholt gefordert, auf die Ausschaffung der Familie Haligür
Wegweisung von Angehörigen bestimmter Risikogruppen zu Question Dreher
verzichten. Die Caritas Schweiz belegt nun, dass in gewissen Refoulement de la famille Haligür
Fällen zurückgeschaffte Asylsuchende Haft, Folter und gar
den Tod zu gewärtigen haben. Eine Änderung der bisherigen
Ausschaffungspraxis drängt sich auf.
Ist der Bundesrat bereit, unverzüglich das Nötige vorzukeh-
ren, damit Angehörige von bestimmten Risikogruppen nicht Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
zurückgeschafft werden und nicht dem Risiko Haft, Folter oder Haligür und Familie reisten 1989 als angeblich Verfolgte ohne
Tod ausgesetzt werden? Papiere in die Schweiz ein und stellten am 11. August 1989 in
Basel das Asylgesuch. Am 16. Februar 1994 erteilte das BFF
Texte de la question du 13 juin 1994 der Fremdenpolizei des Kantons Bern den Auftrag, die Weg-
Les oeuvres d'entraide réunies dans l'Organisation suisse weisung zu vollziehen. Bei der Hausdurchsuchung am
d'aide aux réfugiés (Osar) ont exigé à plusieurs reprises que 8. März 1994 wurden vier Reisepässe gefunden, die offenbar
les personnes faisant partie de certains groupes à risques ne trotz politischer Verfolgung kurz vor dem Asylgesuch in der
soient pas renvoyées. Caritas Suisse apporte aujourd'hui la Türkei ausgestellt worden waren. Nach Intervention von FDP-
preuve que des requérants d'asile renvoyés ont été arrêtés, Ständerätin Beerli wurden diese ehrenwerten Leute aus dem
torturés ou même tués. Il s'impose absolument de modifier la Ausschaffungsgewahrsam entlassen. Gemäss Auskunft des
pratique du renvoi. BFF am 11. Mai 1994 waren sie immer noch in der Schweiz.
Le Conseil fédéral est-il disposé à prendre sans retard les me- Sind Haligürs noch immer da? Wenn ja, wann werden sie aus-
sures nécessaires pour que les personnes faisant partie de geschafft?
certains groupes à risques ne soient pas renvoyées et expo-
sées au risque de l'arrestation, de la torture et de la mort? Texte de la question du 13 juin 1994
Haligür et sa famille sont arrivés en Suisse en 1989, prétendant
Schriftliche Antwort des Bundesrates ne pas avoir de papiers et être poursuivis dans leur pays. Ils
Der Bundesrat hat gegenüber Forderungen nach einem Ver- ont déposé une demande d'asile à Baie le 11 août 1989. Le
zicht auf die Wegweisung von Angehörigen bestimmter Grup- 16 février 1994, l'Office fédéral des réfugiés ordonnait à la po-
pen wiederholtauf das im Asylgesetz vorgesehene Einzelprüf- lice des étrangers du canton de Berne d'exécuter le refoule-
verfahren verwiesen, welches eine differenzierte und einzelfall- ment de ces personnes. Lors d'une perquisition exécutée le
gerechte Beurteilung des tatsächlichen Schutzbedürfnisses 8 mars 1994, la police a trouvé quatre passeports, qui sem-
sicherstellt Diese Beurteilung erfolgt vor dem Hintergrund ei- blent avoir été établis en Turquie peu avant le dépôt de la de-
ner kontinuierlichen und sorgfältigen Analyse der Situation in mande d'asile, malgré le fait que les requérants affirment être
der Türkei, insbesondere in den Provinzen des Südostens. poursuivis pour leurs convictions politiques. Après l'interven-
13. Juni 1994 N 985 Fragestunde
lion de M™Beerli, députée radicale au Conseil des Etats, ces Schriftliche Antwort des Bundesrates
respectables gens ont été remis en liberté. Selon l'Office fédé- Der erwähnte Artikel in der «Bilanz» (Nr. 4/94) enthält bezogen
ral des réfugiés, cette famille se trouvait encore dans notre auf Frau Bundesanwältin del Ponte keine Hinweise, die auch
pays le 11 mai 1994. nur annähernd auf eine «dubiose Rolle» von Frau Carla del
Les Haligür sont-ils toujours là? Si oui, quand seront-ils re- Ponte schliessen Hessen.
foulés? Zu der in der Frage erwähnten Angelegenheit des Luzerners
Hans N. Zemp ist im Zusammenhang mit Frau del Ponte, die
Schriftliche Antwort des Bundesrates dannzumal Staatsanwältin im Tessin war, folgendes zu sagen:
Das Asylgesuch der Familie Haligür wurde rechtskräftig abge- Im entsprechenden Strafverfahren hat Frau del Ponte den
lehnt und die Wegweisung verfügt. Nachdem sie die Schweiz Haftbefehl erlassen. Anschliessend war aber nicht mehr sie,
nicht innert der angesetzten Ausreisefrist verliess, wurde sie sondern ein Untersuchungsrichter mit der Klärung des Falles
von der Fremdenpolizei des Kantons Bern in Ausschaffungs- betraut Es hat denn auch keinerlei Untersuchungen des zu-
haft genommen. Aufgrund eines gleichzeitig eingereichten ständigen Kantons Tessin gegen die damalige Staatsanwältin
Wiedererwägungsgesuches wurde die Familie wieder aus der del Ponte gegeben.
Haft entlassen.
Die Prüfung des Wiedererwägungsgesuches ergab keine
asylrelevante Gefährdung im Heimatland, das Gesuch wurde
erstinstanzlich abgelehnt und der Familie eine neue Ausreise- 94.5162
frist angesetzt.
Die Familie befindet sich momentan noch in der Schweiz; die Frage Scherrer Jürg
Fremdenpolizei des Kantons Bern istfürdie Überwachung der Ausschaffung illegal Eingereister
fristgerechten Ausreise zuständig. Question Scherrer Jürg
Refoulement de personnes ayant
franchi illégalement la frontière
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994
94.5159 Laut Pressemeldungen sind in Graubünden und im Fürsten-
tum Liechtenstein in den letzten Tagen insgesamt 17 illegal
Frage Ledergerber eingereiste Personen und ihre Schlepper festgenommen wor-
Vorwürfe der Presse den. Es handelt sich u. a um neun Männer aus Ex-Jugosla-
gegenüber der Bundesanwältin wien und acht Peruaner. Diese dürften in der Schweiz um Asyl
Question Ledergerber nachfragen.
Attaques de la presse Werden diese illegalen Asylanten nun unverzüglich, ohne jeg-
contre le procureur général liches Asylverfahren, ausgeschafft, oder können sie trotz ihres
de la Confédération ungesetzlichen Verhaltens mit einem aufwendigen Asylverfah-
ren rechnen?
Texte de la question du 13 juin 1994
La presse a révélé que 17 personnes ayant franchi illégale-
Wortlaut der Frage vom 13. Juni 1994 ment la frontière ont été arrêtées ces jours derniers, avec leurs
Gemäss einem Bericht in der «Bilanz» (Nr. 4/94) wurde Ende passeurs, dans les Grisons et dans la Principauté du Liech-
der achtziger Jahre der Luzerner Hans N. Zemp im Kanton tenstein. Il s'agit de neuf ressortissants de l'ex-Yougoslavie et
Tessin von Zuger Rechtsanwälten seiner Firma beraubt und de huit Péruviens. Ces personnes ont certainement l'intention
von der Justiz willkürlich verfolgt, wobei Frau del Ponte eine de déposer une demande d'asile en Suisse.
dubiose Rolle gespielt haben soll. Vont-elles être refoulées sans délai et sans aucun examen de
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die Bundesan- leur dossier ou vont-elles, malgré leur comportement illicite,
waltschaft ein so wichtiges Amt darstellt, dass dessen Inhabe- pouvoir engager une - coûteuse - procédure d'asile?
rin weder heute noch in der Vergangenheit in irgendwelche
dubiose Geschichten verwickelt sein darf? Ist er nicht auch der Schriftliche Antwort des Bundesrates
Auffassung, dass die von der «Bilanz» reportierte Geschichte Als Grundsatz gilt gemäss Artikel 13e des Asylgesetzes, dass
geeignet ist, Zweifel an der Integrität oder den beruflichen Fä- Asylsuchende, welche bei der illegalen Einreise im grenzna-
higkeiten der Bundesanwältin aufkommen zu lassen, und hen Raum angehalten werden, den zuständigen Behörden
dass diese Vorwürfe sorgfältig geklärt werden müssen, wenn des Nachbarstaates übergeben werden. Die Übergabe ob-
die Glaubwürdigkeit unserer Justiz keinen Schaden erleiden liegt den kantonalen Polizeiorganen. Ob eine Übergabe erfol-
soll? gen kann, richtet sich nach den bestehenden Schub- oder
Rückübernahmeabkommen. Fehlt ein solches Abkommen,
Texte de la question du 13 juin 1994 richtet sich die Übergabe nach der Praxis.
Selon un article paru dans la revue «Bilanz» (No 4/94), le lucer- Im konkret angesprochenen Fall verhält es sich nach Auskunft
nois Hans N. Zemp a été escroqué à la fin des années huilante der Bündner Fremdenpolizei wie folgt:
au Tessin par les avocats zougois de son entreprise et pour- Im Kanton Graubünden wurden zehn Personen mit drei unter-
suivi arbitrairement en justice; M™ del Ponte aurait joué un rôle schiedlichen Nationalitäten aufgegriffen. Zwei davon sind
discutable dans cette affaire. Schlepper. Die beiden Schlepper sind tunesische Staatsbür-
Le Conseil fédéral n'estime-t-il pas lui aussi que le Ministère ger mit Aufenthaltsbewilligung in Italien. Sie haben kein Asyl-
public de la Confédération constitue un organe si important gesuch gestellt, befinden sich in Untersuchungshaft und dürf-
que la personne qui assume la charge de procureur général ten nach Abschluss des Strafverfahrens und einer allfälligen
ne devrait être impliquée ni aujourd'hui ni par le passé dans Strafverbüssung ausgeschafft werden.
une quelconque affaire douteuse? Ne pense-t-il pas que l'af- Von den übrigen acht illegal eingereisten Personen wurden
faire évoquée dans «Bilanz» est susceptible de jeter un doute bereits vier Personen nach Albanien ausgeschafft; für eine
sur l'intégrité ou les capacités professionnelles du procureur weitere Person ist die Ausreise organisiert Bei drei Personen
général de la Confédération et que les reproches à ce sujet ist aufgrund ihrer Angaben und mangels einer Möglichkeit zur
doivent être examinés soigneusement si l'on veut que la crédi- Übergabe an den Nachbarstaat in einem Asylverfahren zu prü-
bilité de notre justice ne soit pas contestée? fen, ob nicht Asylgründe vorliegen.
37-N
PTT. Gestion et compte 1993 986 N 13 juin 1994
Für die Auskunftserteilung über die im Fürstentum Liechten- Zuletzt noch ein Wort zur Gewinnablieferung an den Bund:
stein aufgegriffenen Personen ist der Bundesrat nicht zu- Budgetiert war eine Ablieferung von 40 Millionen Franken, was
ständig. an und für sich einen Eigenanteil am Gewinn von 150 Millio-
nen Franken bedeutet hätte. Nun will aber Otto Stich 150 Mil-
lionen, und den PTT verbleiben so nur die 40 Millionen Fran-
ken. Bei allem Verständnis für die leere Bundeskasse gilt es zu
verhindern, dass die Motivation des Personals allzustark be-
einträchtigt wird.
94.018 Abschliessend gilt unser Dank dem gesamten Personal der
PTT, vom Briefträger bis zum Generaldirektor.
#ST#
Die Finanzkommission empfiehlt Ihnen, die PTT-Rechnung
PTT. Geschäftsbericht 1993 zu genehmigen und der Gewinnverteilung zuzustimmen.
und Rechnung 1993
PTT. Gestion et compte 1993 Theubet Gabriel (C, JU), rapporteur: Promesse tenue: les PTT
sont sortis des chiffres rouges l'an dernier. Après trois années
Fortsetzung - Suite de déficit, le compte financier pour 1993 se solde par un béné-
fice de 190 millions de francs pour un chiffre d'affaires de
Siehe Seite 752 hiervor-Voir page 752 ci-devant 13,6 milliards de francs. C'est mieux que prévu au budget
Malgré la récession, ce bon résultat a pu être obtenu grâce aux
efforts soutenus d'économie et de rationalisation de la part
des dirigeants de la régie et de son personnel, mais aussi à
l'aide des ajustements de tarifs et de la réforme des structures
Allgemeine Aussprache (Fortsetzung) - Débat général (suite) de gestion.
Le cash-flow a progressé de 711 millions de francs, atteignant
Züger Arthur (S, SZ), Berichterstatter: Das Erfreuliche zuerst: 3,2 milliards de francs. Sensiblement inférieurs à la moyenne,
Ich habe nicht geglaubt, dass ich in so kurzer Zeit wieder ein- les investissements ont pu être entièrement financés par les
mal über einen erfreulichen, positiven Rechnungsabschluss fonds propres, ce qui est éminemment positif. Il y a donc lieu
berichten könnte. Die PTT-Betriebe haben nach drei Defizitjah- de relever, dans un contexte économique difficile, le résultat
ren den Turnaround geschafft und weisen einen Unterneh- réjouissant de l'entreprise et de féliciter ceux qui en sont les ar-
mensgewinn von 190 Millionen Franken auf. Die Verbesse- tisans.
rung gegenüber dem Budget beträgt 83 Millionen Franken. Ajoutons au passage que nous avons apprécié la nouvelle
Der Cash-flow erreichte 3,2 Milliarden Franken, was ausreicht, présentation du rapport de gestion.
um die - allerdings abgeschwächten - Investitionen von Plusieurs points ont retenu l'attention de la Commission des fi-
2,95 Milliarden Franken voll zu decken. Die PTT haben - das nances: s'agissant du trafic postal, le ralentissement de l'acti-
dürfen sie mit einem gewissen Stolz feststellen - einen Selbst- vité économique s'est répercuté sur la demande de presta-
finanzierungsgrad von über 100 Prozent, und das ist sensatio- tions postales. Nous ne pouvons qu'enregistrer ce phéno-
nell. Dass dabei auch noch ausserordentliche Abschreibun- mène. En outre, la poste a ressenti de façon accrue la pression
gen und Zusatzabschreibungen in derGrössenordnung einer de la concurrence dans le secteur des colis, mais elle a réagi à
halben Milliarde Franken vorgenommen werden konnten, er- cette situation en améliorant ses prestations et en adaptant
höht den Glanz des Ergebnisses zusätzlich. Das alles in Zeiten ses tarifs aux conditions du marché. Autre fait encourageant:
der Rezession und mit einem rückläufigen Geschäftsverkehr! une progression de 31 pour cent a été enregistrée pour les en-
Die gesamte Ertragsverbesserung ist auf rigorose Sparan- vois sans adresse.
strengungen auf breitester Basis zurückzuführen. Ich er- Cependant, nous devons constater que les adaptations tarifai-
wähne: Reduktion der Investitionen nach Kriterien der Wirt- res ne sont pas toujours très bien accueillies par les utilisa-
schaftlichkeit; kritische Überprüfung sämtlicher Bauvorhaben; teurs et que, en l'occurrence, l'information joue un rôle capital,
Einsparungen beim Fremdaufwand; Unterschreitung des mit information qu'il convient d'intensifier si l'on veut faire com-
dem Voranschlag 1993 bewilligten Personalbestandes um prendre la politique pratiquée, à défaut de la faire admettre.
1539 Personen. Même constat dans le domaine des Télécom: suite au renché-
Selbstverständlich haben diese einschneidenden Sparmass- rissement de l'abonnement au téléphone et du coup de fil lo-
nahmen nicht nur und nicht überall Freudenstürme ausgelöst cal, une certaine incompréhension, pour ne pas dire préoccu-
Ich denke im speziellen ans Personal und an die Fernmeldein- pation de la part des usagers, s'est manifestée et le fait que de
dustrie. Sicher aber waren diese Kostenbremsen nötig, sonst telles mesures peuvent influencer négativement la demande
wären die umsatzbedingten Ertragsausfälle von zirka 600 Mil- ne doit pas nous laisser indifférents.
lionen Franken nie und nimmer zu verkraften gewesen. Concernant les équipements, l'année écoulée a vu
Ebenso notwendig waren aber auch die Tarifmassnahmen 173 constructions s'achever, dont 50 nouveaux bâtiments et
1993, die ihrerseits 380 Millionen Franken Mehreinnahmen er- 123 transformations importantes. La contraction de la de-
brachten. mande et le recul de l'inflation ont permis d'adjuger les travaux
Wo so viel Sonne ist, gibt es aber auch Schatten. Die Eigenka- à des conditions souvent avantageuses. Certains projets ont
pitalbasis ist nach wie vor schwach, und die Umsatzrendite be- été redimensionnés ou reportés.
trägt lediglich 1,4 Prozent, die Kapitalrendite etwas bessere, En conséquence, les PTT sont parvenus à réduire le volume
aber immer noch nicht hervorragende 1,9 Prozent Beides des investissements de 685 millions de francs par rapport à
sind in Anbetracht der Grosse des Betriebes sicher äusserst 1992. La Sous-commission I s'est inquiétée de cette situation,
bescheidene Werte. Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen d'autant plus que, l'année dernière, en pareille circonstance,
betragen immer noch eine halbe Milliarde Franken und sind un des rapporteurs avait demandé de maintenir l'accent sur
sowohl bei den Zeitungen wie auch beim Postautodienst auf les investissements tout en rappelant que, par une politique
ein zumutbares Mass zurückzuschrauben. anticyclique, la régie apportait sa contribution à la relance éco-
In diesem Zusammenhang finde ich es bedauerlich, dass der nomique. Or, les explications fournies à ce sujet tendent à rela-
Zeitungsverlegerverband von einer vernünftigen Abmachung, tiviser les effets que l'on peut attendre d'une telle politique.
die getroffen werden konnte, wieder zurücktritt Zusätzlich, En ce qui concerne le personnel, les effectifs ont diminué en
Herr Bundesrat, muss ich Ihnen sagen: Jetzt ist es endlich an moyenne de 2,8 pour cent, soit de 1777 unités, par rapport à
der Zeit, diese Zahl der 6000 «Zeitungstitel», die diesen Titel l'année précédente. C'est là l'issue inévitable des efforts de ra-
nicht verdienen, drastisch zusammenzustreichen; sonst kom- tionalisation et de libéralisation engagés par l'entreprise et
men wir nie auf einen grünen Zweig. auxquels notre Parlement a largement souscrit La réalisation
Auch der Personalabbau hinterlässt beim Personal seine Spu- du programme d'optimisation des structures de gestion a en-
ren, obwohl Entlassungen vermieden werden konnten. traîné une restructuration du secteur du personnel.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Fragestunde
Heure des questions
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer ---
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 13.06.1994 - 14:30
Date
Data
Seite 973-986
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Ref. No 20 024 129
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