Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-405 KI-generiert

Parliamentary Initiative on Public Transport Services Approved

Geschäftsnummer VPB 94-405
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A parliamentary initiative proposed expanding public transport services, arguing against service reductions and cost-cutting measures by the national railway. The court reasoned that focusing solely on financial metrics neglects the essential socio-economic role of public transport in connecting regions and serving the public. Therefore, the initiative was approved to foster a broader debate and ensure the development and security of public transport, particularly in regional and urban areas.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 21 GVG, Art. 21 LREC; Parliamentary Initiative on Public Transport Services Approved: The court reasoned that focusing solely on financial metrics neglects the essential socio-economic role of public transport in connecting regions and serving the public. Therefore, the initiative was approved to foster a broader debate and ensure the development and security of public transport, particularly in regional and urban areas.

Schlagwörter

KI-generiert
parlamentarische Initiative Öffentlicher Verkehrsdienst Regionale Entwicklung Maßnahmen im Verkehrssektor sichernde Massnahmen öffentliche Dienststelle
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 68 GRN

This provision is cited as the legal category for the parliamentary initiative concerning public transport, indicating its role in defining the scope or nature of the legislative proposal.

Art. 21 GVG

This article is cited as the legal basis for submitting the parliamentary initiative, meaning it governs the formal procedure for initiating such proposals.

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Volltext

13. März 1995 N 547 Parlamentarische Initiative. Öffentlicher Verkehr

ne surtout pas compliquer et entraver ces nouvelles discus- Für den Antrag der Minderheit stimmen:

sions sur les transports publics par un nouvel article constitu- Votent pour la proposition de la minorité:

tionnel demandé par M. Bundi. Celui-ci occasionnerait des Allenspach, Aubry, Baumberger, Berger, Binder, Blocher,

frais considérables, retarderait les bonnes décisions politi- Bonny, Borer Roland, Bortoluzzi, Bührer Gerald, Bürgi, Che-

ques et engagerait un débat sans fin et inutile. vallaz, Cincera, Cornaz, Couchepin, Dettling, Dreher, Engler,

Par conséquent, avec les dix membres les plus clairvoyants de Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee,

la Commission des transports et des télécommunications, je Friderici Charles, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giezendan-

vous invite vivement à ne pas donner suite à l'initiative parle- ner, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Hari, Heberlein, Hess

mentaire Bundi. Otto, Hess Peter, Hildbrand, Jenni Peter, Kern, Loeb François,

Mamie, Miesch, Moser, Müller, Marbel, Neuenschwander,

Fischer-Seengen Ulrich (R, AG): Ich glaube, in einem Punkt Oehler, Perey, Raggenbass, Ruckstuhl, Rutishauser, Sandoz,

sind wir uns einig: Wir brauchen Schiene und Strasse, um un- Savary, Schenk, Scherrer Jürg, Schmid Samuel, Schmidhal-

seren Verkehr bewältigen zu können. Heute haben Sie aber ter, Schmied Walter, Schweingruber, Seiler Hanspeter,

über eine parlamentarische Initiative von Herrn Bundi abzu- Spoerry, Steinemann, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Verterli,

stimmen, der verlangt, dass die Verkehrsträger im Rahmen Wanner, Weyeneth, Wittenwiler, Zwahlen (68)

des Verursacherprinzips sämtliche von ihnen verursachten

Kosten, inklusive die externen Kosten, decken. Darüber haben Stimmen nicht - Ne votent pas:

Sie abzustimmen und über gar nichts anderes, nicht über ei- Aregger, Bezzola, Blatter, Bodenmann, Borradori, Caccia,

nen Gegenvorschlag oder über irgendwelche anderen Ideen, Camponovo, Caspar-Hutter, Cavadini Adriano, Columberg,

die da aufkommen, sondern genau über diesen Text Wenn Comby, Darbellay, David, Ducret, Eggly, Epiney, Eymann

Sie die Forderung von Herrn Bundi erfüllen, dann machen Sie Christoph, Frey Claude, Frey Walter, Giger, Gross Andreas,

wahrscheinlich etwas, was Herr Bundi selber gar nicht Grossenbacher, Gysin, Hegetschweiler, Iten Joseph, Jaeger,

möchte: Sie versetzen dem öffentlichen Verkehr den Todes- Kühne, Lepori Bonetti, Leu Josef, Maitre, Maspoli, Mauch Ur-

stoss. Er will, dass jeder Verkehrsträger respektive seine Be- sula, Maurer, Meier Samuel, Mühlemann, Nabholz, Philipona,

nutzer sämtliche Kosten tragen, d. h. sämtliche Wegekosten Pidoux, Poncet, Rechsteiner, Reimann Maximilian, Rohrbas-

und auch sämtliche externen Kosten. ser, Ruf, Ruffy, Rychen, Scherrer Werner, Scheurer Rémy,

Aus dem schon oft zitierten Bericht «Grundlagen zur Kosten- Schnider, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Stamm Luzi, Steineg-

wahrheit im Verkehr» der Expertengruppe des EVED geht her- ger, Thür, Tschuppert Karl, Ziegler Jean, Zwygart (57)

vor, dass die externen Strassenkosten 1,8 Milliarden Franken

betragen sollen, diejenigen der Schiene jedoch 3,2 Milliarden Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas:

Franken. Professor Jeanrenaud hat in seiner Schlussfolge- Leuba (1)

rung ganz klar festgehalten: «Wie die Deckungsgrade zeigen,

ist man dem Prinzip der Kostenwahrheit beim Strassenverkehr

näher als beim Schienenverkehr und beim Privatverkehr An den Ständerat-Au Conseil des Etats

näher als beim öffentlichen Verkehr.» Nun, man könnte zwar

den Treibstoffzoll um einige weitere Rappen anheben, um

diese 1,8 Milliarden Franken externe Kosten der Strasse auch

noch zu bezahlen; wenn man aber das gleiche bei der

Schiene tun würde, wenn man den gleichen Massstab bei der #ST# 94.405

Schiene anlegen würde, dann müsste man die Tarife des öf-

fentlichen Verkehrs in einem Masse anheben, dass dieser Parlamentarische Initiative

Schienenverkehr und der öffentliche Verkehr von niemandem (Herczog)

mehr benützt würden. Das wollen wir doch nicht Ausbau statt Abbau

Die parlamentarische Initiative - wörtlich genommen, und wir des öffentlichen Verkehrs

haben sie wörtlich zu nehmen - wäre für die Schiene ruinös.

Ich persönlich bin der Meinung, man würde diese unfrucht- Initiative parlementaire

bare Diskussion besser aufgeben, die Finanzierung der (Herczog)

Strasse so belassen, wie sie ist, und für die Schiene eine Lö- Transports publics.

sung suchen, wie sie bereits skizziert worden ist, indem man Développement

nämlich für die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs einen

Fonds gründen würde, der separat zu speisen ist und der die Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN

finanziellen Aufwendungen des öffentlichen Verkehrs über-

nehmen könnte. So weiterzufahren, das bringt nichts.

Namentliche Abstimmung -Vote par appel nominal Wortlaut der Initiative vom 16. März 1994

(Ref.: 1304) Gestützt auf Artikel 21 GVG reiche ich folgende parlamentari-

sche Initiative in Form einer allgemeinen Anregung ein:

Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Es sind die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um das in-

Votent pour la proposition de la majorité: frastrukturelle und fahrplanmässige Angebot des öffentlichen

Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Bäumlin, Verkehrs (Personen und Güter auf Schiene und Strasse), ins-

Béguelin, Bircher Peter, Bischof, Borei François, Brügger Cy- besondere im Agglomérations- und Regionalverkehr, zu si-

rill, Brunner Christiane, Bugnon, Bühlmann, Bundi, Carobbio, chern und auszubauen. Für den öffentlichen Verkehr von na-

Danuser, de Dardel, Deiss, Diener, Dormann, Dünki, Duvoisin, tionaler Bedeutung soll der Bund, für den Agglomerations-

Eggenberger, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Goll, Gonseth, und Regionalverkehr sollen Bund und Kantone gemeinsam

Grendelmeier, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Her- verantwortlich sein.

czog, Hollenstein, Hubacher, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jöri, Kel- Das Angebot muss minimal jenem Standard gerecht werden,

ler Anton, Keller Rudolf, Ledergerber, Leemann, Leuenberger der einen attraktiven und zweckmässigen Kundendienst er-

Ernst, Leuenberger Moritz, Maeder, Marti Werner, Matthey, laubt Insbesondere sollen der Stundentakt für alle Siedlungs-

Mauch Rolf, Meier Hans, Meyer Theo, Misteli, Nebiker, Oster- gebiete garantiert und eine angemessene Personalpräsenz

mann, Pini, Robert, Schmid Peter, Singeisen, Spielmann, Stal- zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und der Hilfe für die Fahr-

der, Stamm Judith, Steffen, Steiger Hans, Strahm Rudolf, gäste gewährleistet werden.

Theubet, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Der Angebotsausbau soll den öffentlichen Verkehr als öffentli-

Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Wyss William, Zbinden, Zisyadis, chen Dienst garantieren und ihn gleichzeitig marktgerecht

Züger (74) ausgestalten.

Initiative parlementaire. Transports publics 548 N 13 mars 1995

Texte de l'initiative du 16 mars 1994 Insbesondere wird im SBB-Güterverkehr wenig getan, um

Me fondant sur l'article 21 LREC, je dépose l'initiative parle- eine Steigerung zu erreichen: Privatbahnen weisen in Gebie-

mentaire suivante rédigée en termes généraux: ten mit schwachem Potential höhere Güterverkehrsanteile auf.

II y a lieu de créer les bases légales qui permettront de mainte-

nir et de développer les structures nécessaires pour garantir la Erwägungen der Kommission

capacité et la fréquence des transports publics (dans le do- Die Kommission wies in ihrer Beratung darauf hin, dass dieser

maine des transports routiers et ferroviaires de voyageurs et Initiative, obschon sie kaum neue Aspekte in die gegenwärtige

de marchandises), notamment sur le plan urbain et sur le plan Debatte über den öffentlichen Verkehr einbringt, insofern Be-

régional. La Confédération doit avoir la responsabilité d'assu- deutung zukommt, als sie den politischen Willen bezeugt, den

rer les prestations requises dans le domaine des transports Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu unterstützen und zu för-

publics d'importance nationale; elle partagera la responsabi- dern, dies zu einem Zeitpunkt, da der öffentliche Verkehr und

lité avec les cantons dans le domaine des transports publics insbesondere der Regionalverkehr aufgrund der prekären Fi-

urbains et régionaux. nanzlage des Bundes gefährdet sind. Nach Auffassung der

L'offre minimale des prestations doit satisfaire les exigences Kommission können finanzielle Kriterien nicht die einzige

requises pour assurer un service attractif et pratique. Il Massgabe für den öffentlichen Verkehr sein, da er vor allem

conviendra notamment de faire en sorte que toutes les zones dadurch, dass er sämtliche, auch die abgelegensten Gegen-

d'habitation soient desservies régulièrement une fois par den erschliesst und miteinander verbindet, auch eine wichtige

heure au moins et qu'un personnel adéquat soit présent pour gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgabe erfüllt

garantir la sécurité et aider les passagers le cas échéant Angesichts der Bedeutung dieser Aufgabe und der Situation,

Le développement de l'offre des prestations devra faire des die sich im Regionalverkehrsbereich abzeichnet, wo sich übri-

transports publics des services publics et simultanément les gens gezeigt hat, dass ein Linienabbau oft nur bescheidene

structurer en tenant compte des besoins du marché. Einsparungen bringt, erachtet die Kommission die Gewährlei-

stung der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs als wünschbar.

Béguelin Michel (S, VD) unterbreitet im Namen der Kommis-

sion für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden Béguelin Michel (S, VD) présente au nom de la Commission

schriftlichen Bericht: des transports et des télécommunications (CTT) le rapport

écrit suivant:

Am 16. März 1994 reichte Herr Herczog eine parlamentarische Le 16 mars 1994, le M. Herczog a déposé une initiative parle-

Initiative in Form einer allgemeinen Anregung ein. mentaire sous la forme d'une demande conçue en termes gé-

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Natio- néraux

nalrates hat den Initianten am 30. August 1994 angehört. La Commission des transports et des télécommunications du

Conseil national a entendu l'auteur de l'initiative le 30 août

Begründung des Initianten 1994.

1. «Schlanke SBB» und Leistungsabbau

Die Kostenentwicklung des öffentlichen Verkehrs- insbeson- Développement de l'auteur de l'initiative

dere jene der SBB - und die schlechte Bundesfinanzlage ha- 1. «Elagage des CFF» et réduction de leurs prestations

ben die Frage der SBB-Zukunft verschärft: EVED, Groupe de L'accroissement du coût des transports publics - notamment

réflexion und SBB-Führung setzen auf Leistungsabbau und des CFF - et l'état précaire des finances fédérales remettent

auf Kostenverschiebung auf die Kantone: en question l'avenir des CFF; le DFTCE, le groupe de réflexion

- Leistungsabbau im Regionalverkehr und «Einbezug von et la direction des CFF misent sur la réduction des prestations

Kantonen und Dritten» als Besteller und Bezahler von Trans- et cherchent à faire participer les cantons aux charges finan-

pqrtleistungen; cières. Les mesures prises visent les objectifs suivants:

- Überprüfung kostendeckender Bereiche im Güterverkehr; - réduction des prestations sur le plan régional et participation

- Überprüfung Angebot und Investitionen bei «Bahn 2000»; des cantons et de tiers que commandent et payent les presta-

- Auslagerung von Aufgaben; tions en matière de transports;

-Vermietung Bahninfrastruktur. - réexamen des secteurs du trafic des marchandises dans les-

2. Probleme des Regionalverkehrs quels les frais sont couverts;

-fehlende Kostenwahrheit, billiger Automobilverkehr; - réexamen des prestations et des investissements du projet

- fehlende Finanzen; «Rail 2000»;

-fehlende Koordination; - remise à d'autres du soin d'accomplir certaines tâches;

-fehlende Effizienz, u. a wegen fehlenden Investitionen. - location d'équipements ferroviaires.

3. Ausbau statt Abbau des Angebots 2. Problèmes qui se posent dans le domaine du trafic régional

Das IVT an der ETH Zürich geht davon aus, dass die vorgese- - vérité insuffisante des coûts; coûts modiques du trafic auto-

henen Kosteneinsparungen nicht ausreichen, um die finan- mobile;

ziellen Probleme der SBB zu lösen, was schliesslich zu einer - financement insuffisant;

Abbauspirale führen muss. - coordination insuffisante;

Ein Leistungsabbau bringt keine entscheidende Kostenreduk- - inefficacité, due partiellement à l'insuffisance des investisse-

tionen: Als Folge der Angebotsverdünnung ergeben sich z. B. ments.

weniger rationelle Personaleinsätze (z. B. Fahrplanausdün- 3. Développement, non-réduction, de l'offre des prestations

nung 1993/94); effektive Einsparungen liegen unter 50 Pro- L'Institut des planification des techniques des transports et

zent, hinzu kommen Einnahmenrückgänge-auch auf Haupt- constructions de routes et de chemins de fer (IVT) de l'Ecole

linien. Das IVT zeigt, dass die Kostenentwicklung nicht propor- polytechnique fédérale de Zurich admet que les économies

tional mit der Angebotsmenge verläuft: Eine Angebotsreduk- envisagées ne suffiront pas à résoudre les problèmes finan-

tion reduziert die Kosten nur wenig. ciers des CFF, ce qui provoquera un démantèlement progres-

Somit muss nicht der Abbau, sondern der Ausbau des Ange- sif et généralisé.

botes zu besseren Produktionskosten führen, u. a durch bes- La réduction des prestations ne permet pas de réduire aussi

sere Nutzung von Investitionen und Personal. notablement les coûts; les prestations devenant plus rares, le

Ein Übergang vom Stunden- zum Halbstundentakt bringt personnel est engagé moins rationnellement par exemple

z. B. keine Verdoppelung der Kosten, aber sicher eine Steige- (voir la réduction de l'horaire en 1993/94), les économies effec-

rung der Einnahmen, weil einerseits mehr Passagiere das tives sont inférieures à 50 pour cent, alors que les recettes

Angebot nutzen und weil für «ein besseres Angebot ein bes- baissent - même sur les lignes principales. L'institut susmen-

serer Preis verlangt werden kann» (IVT). So gesehen ist das tionné montre que le développement des coûts n'est pas pro-

umfassende - und nicht reduzierte - Konzept «Bahn 2000» portionnel à la quantité des prestations offertes. La réduction

richtig, da die Nutzung optimiert werden soll. de l'offre des prestations ne réduit les coût que faiblement

13. März 1995 N 549 Parlamentarische Initiative. Öffentlicher Verkehr

II faut par conséquent viser non à réduire l'offre des presta- bringt - in den meisten Fällen auch sehr wenig Kostenerspar-

tions, mais à obtenir des prix de revient plus avantageux, no- nis -, weil bekanntlich allein bei der Infrastruktur und sehr vie-

tamment par un meilleur usage des investissements et du per- len Grundkosten keine grossen Veränderungen eintreten kön-

sonnel. nen. Die Kostenlast bleibt dann fast unverändert bestehen.

Ainsi, le remplacement de l'horaire prévoyant un train par Die parlamentarische Initiative Herczog ist eine klare Willens-

heure par un horaire prévoyant un train toutes les demi-heures äusserung für eine Förderung des öffentlichen Verkehrs. Die

ne double pas les frais, mais permet d'accroître les recettes, Finanzlage darf in diesem Bereich nicht allesbestimmend

d'une part, par l'augmentation du nombre des passagers et, sein. Es geht auch um eine sichere Erschliessung in der Flä-

d'autre part, la possibilité d'exiger un meilleur prix pour de che und um die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeu-

meilleures prestations (IVT). Par conséquent, il convient de tung des öffentlichen Verkehrs für das ganze Land.

réaliser intégralement le projet «Rail 2000» et non de le réduire, Mit 13 zu 3 Stimmen bei 4 Enthaltungen hat die Kommission

étant donné qu'il s'agit d'utiliser les possibilités offertes de entschieden, es sei dieser parlamentarischen Initiative Folge

façon optimale. zu geben.

Dans le domaine des transports publics de marchandises no-

tamment, les CFF ne font pas assez pour obtenir une améliora- Zwahlen Jean-Claude (C, BE), rapporteur: Au nom de la Com-

tion; les entreprises de chemins de fer privées ont une part su- mission des transports et des télécommunications, je vous ex-

périeure à la moyenne dans le domaine du trafic des marchan- pose le sujet de la manière suivante.

dises dans les régions où le potentiel est faible. Le 16 mars 1994, M. Herczog a déposé une initiative parle-

mentaire sous la forme d'une demande conçue en termes gé-

Considérations de la commission néraux. Vous en connaissez le contenu que je résume en deux

La commission a constaté au cours de la discussion que si phrases: «II y a lieu de créer les bases légales qui permettront

cette initiative n'apportait guère d'éléments nouveaux au dé- de maintenir et de développer les structures nécessaires pour

bat actuel sur les transports publics, il était toutefois important garantir la capacité et la fréquence des transports publics....

de manifester une volonté politique d'agir pour soutenir et en- notamment sur le plan urbain et sur le plan régional. La Confé-

courager le développement des transports publics, précisé- dération .... partagera la responsabilité avec les cantons dans

ment à un moment où la situation financière de la Confédéra- le domaine des transports publics urbains et régionaux.... Le

tion fait peser une menace sur ceux-ci, en particulier sur le tra- développement de l'offre des prestations devra faire des trans-

fic régional. La commission a estimé que la signification de ports publics des services publics et simultanément les struc-

ceux-ci ne pouvait être mesurée à la seule aune des critères fi- turer en tenant compte des besoins du marché.»

nanciers et qu'ils remplissaient une fonction socioéconomi- Le 30 août 1994, la commission a entendu M. Herczog, qui

que essentielle notamment dans le sens où ils relient toutes nous a cité, dans ses arguments, l'élagage des CFF et la ré-

les régions entre elles, jusqu'aux plus reculées. duction de leurs prestations, ainsi que leur volonté défaire par-

Devant l'importance de ces critères et face à la situation qui se ticiper les cantons à leur charge financière. Les mesures qu'il

dessine dans ce domaine où l'on remarque que le démantèle- envisage ont les objectifs suivants: réduction des prestations

ment de lignes n'apporte souvent que des économies modes- sur le plan régional et des CFF respectivement; réexamen des

tes, la commission juge souhaitable de garantir la sécurité aux secteurs du trafic des marchandises dans lesquels les frais

transports publics. sont couverts; réexamen des prestations et des investisse-

ment du projet «Rail 2000», autant d'éléments qui menacent

Antrag der Kommission les transports urbains et régionaux

Die Kommission beantragt mit 13 zu 3 Stimmen bei 4 Enthal- M. Herczog évoque ensuite les problèmes qui se posent dans

tungen, der Initiative Folge zu geben. le trafic régional: il y a la vérité insuffisante des coûts, puisque

aujourd'hui on parle très souvent de transférer le rail sur la

Proposition de la commission route en remplaçant le train par des bus; il y a naturellement

La commission propose, par 13voix contres et avec l'insuffisance de financement, la coordination insuffisante, en-

4 abstentions, de donner suite à l'initiative. core et malgré «Rail 2000», entre les divers modes de trans-

ports publics et, enfin, l'inefficacité due partiellement à cette in-

Bircher Peter (C, AG), Berichterstatter: Die parlamentarische suffisance des investissements.

Initiative Herczog ist als allgemeine Anregung ausgestaltet M. Herczog préconise au contraire le développement de l'of-

Sie will den öffentlichen Verkehr sichern und ausbauen. Diese fre des prestations. Il cite l'Ecole polytechnique fédérale de

Zielsetzung liegt auf der Linie des dreimaligen Ja des Schwei- Zurich, qui admet que les économies envisagées par les CFF

zervolkes - bekanntlich zu «Bahn 2000», zu Alptransit und zur ne suffiront pas à résoudre les problèmes financiers de nos

Alpen-Initiative. Die Volksentscheide wollen auf der ganzen Li- Chemins de fer fédéraux, ce qui provoquera, non seulement

nie eine Förderung der Schiene. Wir haben bekanntlich mit leur démantèlement progressif et généralisé, mais qui aggra-

der Umsetzung Mühe, und vor allem stellen sich mit der Frage vera encore leur déficit, à cause d'une moins bonne utilisation

der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs grundsätzliche du personnel engagé et parce que les économies effectives ne

Fragen. Im Zusammenhang mit der ersten Etappe von seront pas aussi importantes que celles attendues, du fait de

«Bahn 2000» haben wir letzte Woche eine ausgedehnte Rats- la desserte lacunaire des régions. Il faut par conséquent viser

debatte geführt, und diese verschiedenen Fragen, auch non à réduire l'offre des prestations dans les régions périphéri-

grundsätzlicher Art, wurden sehr umfassend aufgezeigt Des- ques, mais à obtenir des prix de revient plus avantageux, no-

halb können wir hier relativ kurz bleiben. tamment par un meilleur usage des investissements et du per-

Buchstäblich vor einer Weichenstellung steht weiterhin gene- sonnel, une plus grande souplesse est souhaitable.

rell der Güterverkehr. Es ist letztlich eine brisante Frage von Dans le domaine des transports publics de marchandises no-

gesamtschweizerischer Bedeutung, ob zum Beispiel nach der tamment, les CFF ne se révèlent pas assez concurrentiels, pas

Eröffnung des Bözbergtunnels die Heizöltransporte zwischen assez agressifs pour obtenir une amélioration. Les entreprises

den grösseren Städten Zürich und Basel über die Strasse er- de chemins de fer privées, dont nous connaissons les presta-

folgen oder weiterhin auf der Schiene verbleiben. Massengü- tions, ont une part supérieure à la moyenne dans le domaine

ter müssen über weite Strecken der Bahn erhalten bleiben des transports de marchandises, dans les régions concer-

können. Wie wir aber auch bei der Neat-Debatte gehört haben, nées, et surtout, leurs prestations sont plus fiables.

ist die Kostenstruktur entscheidend. La commission a donc constaté, au cours de la discussion,

Der Initiant will vor allem auch keine Vernachlässigung des Re- que si cette initiative parlementaire n'apportait pas réellement

gionalverkehrs durch den Bund. Mit der Teilrevision des Ei- de nouveaux éléments au débat actuel sur les transports pu-

senbahngesetzes haben wir erste Weichen gestellt Entschei- blics, il était toutefois important de manifester, de la part de

dend werden aber auch die jährlichen Budgetbeschlüsse in notre commission - et nous le souhaitons aujourd'hui du plé-

diesem Rat sein. Verschiedene Erfahrungen der letzten Zeit num -, une volonté politique d'agir pour soutenir et encoura-

zeigen, dass die Ausdünnung von Regionalfahrplänen wenig ger le développement des transports publics, de façon cohé-

Initiative parlementaire. Prestations familiales 550 N 13 mars 1995

rente, précisément à un moment où la situation financière de la 2. Ein Punkt, der gesichert oder gesetzlich geregelt werden

Confédération fait peser des menaces d'autant plus graves sollte, wäre der Standard, auf welchem dieser öffentliche Re-

sur ceux-ci, et, tout particulièrement, faut-il le rappeler, sur le gional- oder Agglomerationsverkehr zu gewährleisten wäre.

trafic régional. Der Standard bietet insbesondere eine Gewährleistung des

La commission a donc estimé que la signification des trans- Stundentaktes, dann eine angemessene Personalpräsenz zur

ports publics ne pouvait pas être mesurée aux seuls critères fi- Aufrechterhaltung von Sicherheit, aber auch zur Aufrechter-

nanciers dès lors qu'ils remplissent des fonctions socioécono- haltungung von Hilfe für Fahrgäste.

miques essentielles, notamment dans le sens où ils relient tou- 3. Entscheidend für den öffentlichen Regionalverkehr ist auch,

tes les régions du pays entre elles, naturellement également dass der Angebotsausbau auf der einen Seite als öffentlicher

les régions culturelles jusqu'aux plus reculées. Dienst definiert und garantiert würde, dass aber auf der ande-

Devant l'importance de ces critères efface à la situation qui se ren Seite auch marktgerechte, also durchaus auch tarifmäs-

dessine dans ce domaine, où l'on remarque que le démantèle- sige Spielräume definiert werden können.

ment des lignes n'apporte souvent que des économies très Die Argumentation ist einfach. Es ist nicht so, dass man, wenn

modestes, nous vous proposons d'encourager ce nouveau man ständig abbaut und spart, effektiv auch zu einem Sparef-

débat au niveau fédéral et de donner suite à l'initiative parle- fekt gelangt In verschiedenen Untersuchungen - unter ande-

mentaire Herczog. rem an der ETH Zürich, am Institut für Verkehrstechnik (IVT) -

Je préciserai, pour ma part, qu'en ce qui concerne les sociétés hat man aufzeigen können, dass 10 Prozent Sparpotential im

privées qui ont un statut mal défini, on aurait tendance à limiter Regionalverkehr eine Angebotsreduktion von minimal 30 bis

leur développement dans les régions et à maintenir artificielle- 40 Prozent verlangt Es ist eigentlich wie bei anderen «lean

ment les CFF. Il y a même des inégalités flagrantes dans la ré- production»-Massnahmen nicht so, dass allein das Sparen

partition des subventions entre ces sociétés privées. Il est und das Reduzieren zum Durchbruch und zum Ertragssichern

donc aussi nécessaire de marquer notre volonté de mettre de führt, sondern eine Angebotssicherung und eine Angebots-

l'ordre dans ce domaine, et de mettre en place une politique ausweitung.

beaucoup plus cohérente de la part de la Confédération. Dans Deshalb diese parlamentarische Initiative: nicht Abbau, son-

les quinze à vingt dernières années, par exemple, malgré la dern Ausbau und Sicherung des regionalen öffentlichen Ver-

politique fédérale et la loi fédérale sur l'aide en matière d'inves- kehrs. Es geht auch darum, dass man mit den Preisen, wenn

tissements dans les régions de montagne, des régions péri- das Angebot besser wird, entsprechend auch die Spielräume

phériques continuent de se dépeupler, vous devez en être besser handhaben kann.

conscients, et le manque d'une politique cohérente dans le Ich bitte Sie - so, wie es die Kommission getan hat -, dieser

domaine des transports publics est certainement, pour une parlamentarischen Initiative Folge zu geben.

bonne part, la cause de cette situation.

Pour toutes ces raisons, la commission vous propose, par Abstimmung - Vote

13 voix contre 3 et avec 4 abstentions, de donner suite à l'ini- Für den Antrag der Kommission 70 Stimmen

tiative parlementaire Herczog qui, je vous le rappelle, permet- Dagegen 44 Stimmen

tra d'ouvrir un débat national de grande utilité pour la promo-

tion des transports publics.

An den Ständerat-Au Conseil des Etats

Herczog Andreas (S, ZH): Noch einige Ergänzungen zu den

Ausführungen der Kommissionssprecher. Anlass meiner par-

lamentarischen Initiative waren folgende Massnahmen:

1. jene Reduktionsabsichten und auch Vorschläge der SBB, #ST# 91.411

die dazu führen, dass im Regionalverkehr über vierzig Linien

gestrichen werden sollen und teilweise schon gestrichen wor- Parlamentarische Initiative

den sind; (Fankhauser)

2. dass der Fahrplan ausgedünnt werden sollte und dass ein

Leistungen für die Familie

Zweistundentakt eingeführt wird, der als Taktfahrplan eigent-

lich lächerlich ist, weil man dann entweder das Taxi benutzen Initiative parlementaire

oder laufen kann; eine solche Ausdünnung bringt wirklich (Fankhauser)

nichts; Prestations familiales

3. die unbegleiteten Züge, die nicht nur in Zürich, sondern

auch an anderen Orten zu verschiedenen Protesten und auch Frist-Délai

Diskussionen geführt haben;

4. vor allem auch die unbedienten Bahnhöfe und Stationen. Siehe Jahrgang 1992, Seite 215 - Voir année 1992, page 215

Ich will auf dies alles nicht mehr im Detail eingehen. Es geht Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, ait 68 RCN

hier nicht um die grossen Linien, es geht nicht mehr um

«Bahn 2000», und es geht nicht mehr um die Neat, sondern es

geht darum, wie die Kommissionssprecher zu Recht ausge-

führt haben, dass wir im Regional- und im Agglomerationsver-

kehr seitens der SBB in erster Linie entsprechende Ausbau- Gonseth Ruth (G, BL) unterbreitet im Namen der Kommission

und nicht Abbaumassnahmen vornehmen. für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgenden

Ich habe diese parlamentarische Initiative in Form einer allge- schriftlichen Bericht:

meinen Anregung eingereicht; sie möchte die gesetzliche

Grundlagen für folgende Punkte schaffen: Am 2. März 1992 hat der Rat der Initiative gemäss dem Antrag

1. Das infrastrukturelle und fahrplanmässige Angebot des öf- der vorberatenden Kommission Folge gegeben. Die Initiative

fentlichen Verkehrs, und zwar sowohl des Personen- als auch wurde der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit

des Güterverkehrs auf der Schiene und auf der Strasse, also zugewiesen mit dem Auftrag, einen Entwurffür entsprechende

die PTT eingeschlossen, soll vor allem - das ist explizit er- gesetzliche Grundlagen zu erarbeiten.

wähnt- im Agglomérations- und im Regionalverkehr gesichert Arbeiten der Kommission

und ausgebaut werden. Hier soll eine bestimmte Arbeitstei- Die SGK hat eine Subkommission eingesetzt, welche unter

lung oder eine gewisse Subsidiarität funktionieren, nämlich für Beizug von Experten einen Entwurffür ein Bundesgesetz über

den öffentlichen Verkehr von nationaler Bedeutung soll der die Familienzulagen vorbereitet Diese Gesetzesvorlage be-

Bund verantwortlich sein; für den öffentlichen Verkehr von zieht sich auf Punkt 1 der Initiative. Die Arbeiten an dieser Vor-

kantonaler oder regionaler Bedeutung: Arbeitsteilung zwi- lage sind schon weit fortgeschritten. Im Frühjahr 1995 wird die

schen Bund und Kantonen. Kommission den Entwurf der Subkommission beraten.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Parlamentarische Initiative (Herczog) Ausbau statt Abbau des öffentlichen Verkehrs

Initiative parlementaire (Herczog) Transports publics. Développement

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 94.405

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 13.03.1995 - 14:30

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Seite 547-550

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Ref. No 20 025 394

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