Global Human Security Fund Proposal Postponed
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered a motion to establish a global fund for human security, financed by a tax on international currency transactions, as proposed by a specific legislator. The court acknowledged the growing global issues of poverty and environmental degradation, suggesting that national security is increasingly linked to global human security. However, the court expressed concerns regarding the fund's mandate, administration, and financing, while also noting the significant resistance to international taxes. Ultimately, the court decided to convert the motion into a postulate, indicating that while the idea is recognized, substantial progress is not expected in the near future, and further discussion in international forums is recommended.
Legislator-Regeste
KI-generiert94.3578; Global Human Security Fund Proposal Postponed: The court acknowledged the growing global issues of poverty and environmental degradation, suggesting that national security is increasingly linked to global human security. However, the court expressed concerns regarding the fund's mandate, administration, and financing, while also noting the significant resistance to international taxes. Ultimately, the court decided to convert the motion into a postulate, indicating that while the idea is recognized, substantial progress is not expected in the near future, and further discussion in international forums is recommended.
Schlagwörter
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KI-generiertThis is the case number for the Misteli motion which was converted into a postulate.
Volltext
24. März 1995 N 947 Motion Misteli
Herr Herczog schlägt nun vor, das Instrument der Frage- Die Ergebnisse der internationalen Konferenzen wurden bis
stunde und die Diskussion über dringliche Interpellationen in heute auf globaler Ebene nur sehr beschränkt umgesetzt, da
einer regelmässig durchzuführenden «dringlichen Debatte» ihnen dazu vor allem die finanziellen Mittel fehlen. Der Sozial-
zusammenzufassen. Diese Idee ist neu und bis anhin noch nie gipfel im März 1995 versucht, einen Schritt weiter zu gehen
diskutiert worden. Das Büro ist der Meinung, dass der Vor- und durch konkrete Verträge die unmittelbarsten Bedrohun-
schlag näher geprüft werden sollte. gen von Frieden und menschlicher Sicherheit anzugehen. Als
wichtigste Finanzierungsquelle für einen Globalfonds zur
Schriftliche Erklärung des Büros menschlichen Sicherheit wird im Jahresbericht des Entwick-
Déclaration écrite du Bureau lungsprogrammes der Vereinten Nationen (UNDP) eine
Das Büro beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Steuer auf internationale Devisentransaktionen aufgeführt.
Diese Forderung wird inzwischen auch von anderen Organi-
Überwiesen als Postulat- Transmis comme postulat sationen, wie z B. der unabhängigen internationalen Kommis-
sion zu Bevölkerung und Lebensqualität der Nichtregierungs-
organisationen, erhoben.
Bei der erstmals 1978 von James Tobin (Wirtschafts-Nobel-
preisträger) vorgeschlagenen Devisentransaktionssteuer
#ST# 94.3578 handelt es sich darum, auf Kassageschäften in ausländischen
Währungen (einschliesslich Termingeschäfte) eine einheitli-
Motion Misteli che internationale Steuer zu erheben. Über die Höhe der
Schaffung eines Globalfonds Steuer werden in der heutigen Diskussion Ansätze von zwi-
schen 0,05 und 1 Prozent genannt. Bereits bei einer Steuer
für menschliche Sicherheit von einer äusserst geringen Höhe von 0,05 Prozent, wie sie
Création d'un fonds global der Bericht zur menschlichen Entwicklung der UNDP 1994
pour la sécurité humaine vorschlägt, resultieren daraus jährlich Einnahmen von rund
150 Milliarden US-Dollar. Der Umfang der weltweiten Transak-
tionen auf den Devisenmärkten ist in den letzten Jahren enorm
angestiegen, der weltweite Tagesumsatz wird heute auf rund
1000 Milliarden US-Dollar geschätzt Nach James Tobin be-
Wortlaut der Motion vom 16. Dezember 1994 steht heute der grossie Teil der globalen Devisenbewegungen
Der Bundesrat wird beauftragt, sich in den zuständigen inter- in Milliardenhöhe aus Spekulation und Arbitrage, d. h. dem
nationalen Gremien für die Schaffung eines Globalfonds für Versuch, durch Ausnutzung von Wechselkursschwankungen
menschliche Sicherheit einzusetzen und als wesentliches Ele- und Unterschieden internationaler Zinssätze schnelles Geld
ment für dessen Finanzierung eine Steuer auf internationalen zu machen. Diese Transaktionen tragen wenig zu einer ratio-
Devisentransaktionen vorzusehen. nalen, langfristigen Plazierung in Investitionen bei. In diesem
Dieser Globalfonds soll durch die Schweizer Delegation am Sinne ist immer deutlicher eine Entkoppelung des internatio-
Weltsozialgipfel im März 1995 in Kopenhagen als eine Mass- nalen Finanzsektors von der Realwirtschaft und den damit ver-
nahmezurglobalen menschlichen Sicherheit vertreten werden. bundenen Interessen feststell bar.
Die Devisenkurse sind zunehmend den Erwartungen privater
Texte de la motion du 16 décembre 1994 Spekulanten «ausgeliefert», die über riesige Summen verfü-
Le Conseil fédéral est chargé d'oeuvrer, au sein des instances gen. Ihre Aktivitäten verzerren die Signale, die von den Devi-
internationales compétentes, en faveur de la création d'un senmärkten ausgehen und an denen sich die langfristigen In-
fonds global pour la sécurité humaine, et de prévoir un impôt vestoren und der Handel orientieren wollen. Die Krise im Me-
sur les transactions internationales de devises qui contribue- chanismus der europäischen Wechselkurse hat deutlich ge-
rait de façon importante au financement de ce fonds. macht, dass die Zentralbanken weder einzeln noch gemein-
L'idée d'un tel fonds sera présentée par la délégation suisse sam über genügend Reserven verfügen, um dem konzertier-
au sommet social mondial de mars 1995 à Copenhague en ten Druck der Spekulanten standzuhalten, die auf die Abwer-
tant que mesure en faveur de la sécurité humaine globale. tung schwächerer Währungen setzen. Diese Entwicklungen
haben zur Folge, dass sich nicht nur die Risiken für die einzel-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Baumann Ruedi, nen Akteure enorm erhöht haben, sondern auch für das Fi-
Baumann Stephanie, Bäumlin, Béguelin, BrüggerCyrill, Brun- nanzsystem als Ganzes.
ner Christiane, Bugnon, Bühlmann, Carobbio, Danuser, Die- Nicht unterschätzt werden darf ausserdem, welche Auswir-
ner, Duvoisin, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gonseth, Gross kungen die hohen Zinsen, die mit den Entwicklungen auf den
Andreas, Haering Binder, Herczog, Hollenstein, Jeanprêtre, internationalen Kapitalmärkten zusammenhängen, für die ein-
Jori, Ledergerber, Leuenberger Moritz, Maeder, Meier Hans, zelnen verschuldeten Entwicklungsländer haben. Dadurch
Meyer Theo, Rechsteiner, Ruffy, Seiler Rolf, Sieber, Singeisen, werden nicht nur die Kosten der Schuldendienste erhöht, son-
Spielmann, Steiger Hans, Thür, Vollmer, Weder Hansjürg, dern diese haben überdies weitreichende Folgen in bezug auf
Zbinden, Zisyadis, Züger (41 ) deren makroökonomische Stabilität, auf das Zinsniveau der
einheimischen Märkte, die Einkommensverteilung, auf die In-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit vestitionen und auf Wachstum und Entwicklung.
Die weltweite Verarmung und die Gefährdung unserer Le- Kapital bewegt sich heute immer ungehinderter über nationale
bensgrundlagen nehmen in erschreckendem Ausmasse zu. Grenzen hinweg, sei es durch Direktinvestitionen in Firmen,
Grundlage dieser Entwicklung ist, dass rund vier Fünftel der sei es durch den Kauf und Verkauf finanzieller Anlagewerte.
Menschheit nur über einen Fünftel des Welteinkommens ver- Der zunehmenden Globalisierung der Finanzmärkte mit ihren
fügen und umgekehrt das wohlhabende Fünftel der Mensch- schnell erzielten Gewinnen-Verlusten-, welche in ihrem Aus-
heit vier Fünftel unserer weltweiten Ressourcen verbraucht mass von der Staatengemeinschaft nicht mehr unter Kontrolle
Dieser Tatbestand führt unweigerlich zu vermehrten sozialen gehalten werden, stehen die ebenfalls weltweite Verarmung
Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen. Des- zunehmender Bevölkerungskreise und die Umweltzerstörung
halb kann unsere soziale Sicherheit hier in der Schweiz nicht gegenüber. Die Regierungen der Länder des Südens haben
mehr ausschliesslich aus eigenen Kräften garantiert werden; nur wenige Möglichkeiten, über lokale direkte Steuern Mass-
die Sicherheit jeder einzelnen Nation ist mehr und mehr mit nahmen gegen diese Entwicklung zu ergreifen. Da ebenfalls
der sozialen Sicherheit aller Menschen verknüpft. Auch die der grosse Teil der OECD-Länder mit einer hohen Verschul-
einzelnen Faktoren menschlicher Sicherheit sind nicht vonein- dung des Staatshaushaltes zu kämpfen hat, reduzieren diese
ander zu trennen. Hunger, Naturkatastrophen, Umweltzerstö- heute ihre Beiträge an die Entwicklungszusammenarbeit
rung, kriegerische Auseinandersetzungen und deren Folgen (siehe das Beispiel der Schweiz), trotz unbestritten ansteigen-
können sich rasch auf weite Teile der Welt ausbreiten. dem Bedarf.
Motion Zisyadis 948 N 24 mars 1995
Für die unsere Zeit charakterisierenden Probleme müssen #ST# 93.3369
neue Finanzierungsquellen gesucht werden: Eine beschei-
dene Besteuerung der internationalen Kapitalmarktströme Motion Zisyadis
schafft einen Fonds zur Verminderung der hauptsächlichen
Ursachen der heute zunehmenden globalen Unsicherheit und Ausweis C und Auslandaufenthalt
trägt gleichzeitig dazu bei, die globale Finanzspekulation in ih- Permis C et absence prolongée
ren extremsten Ausmassen zu bremsen. Die Steuer müsste
weltweit und in gleicher Höhe auf allen Märkten erhoben wer-
den. Die Durchführung könnte den Banken oder Marktinstitu-
tionen übertragen werden, bei denen der überwiegende Teil
des Devisenaustausches stattfindet Wortlaut der Motion vom 18. Juni 1993
Der Bundesrat soll sich für dieses Anliegen in den internationa- Das Gesetz verbietet Inhaberinnen und Inhabern des Auswei-
len Gremien, wie z. B. dem IWF, dem Pariser Klub u. a, einset- ses C, die Schweiz während mehr als sechs Monaten zu ver-
zen und am Weltsozialgipfel im März 1995 die Schaffung eines lassen.
Globalfonds zur menschlichen Sicherheit als eine der dringen- Der Bundesrat wird ersucht, das Gesetz weiter zu fassen, da-
den Massnahmen aktivvertreten. mit dieser wichtige Teil der Wohnbevölkerung, namentlich die
Personen, die in der Schweiz geboren sind oder hier ihre
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Schulzeit absolviert haben, die einmal erworbenen Rechte
vom 1. März 1995 beibehalten kann.
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 1er mars 1995 Texte de la motion du 18 juin 1993
Der im Human Development Report 1994 (HDR) des Uno-Ent-
La loi interdit aux titulaires de permis C de quitter la Suisse
wicklungsprogramms (UNDP) enthaltene Vorschlag für die pendant plus de six mois.
Schaffung eines Globalfondsfür menschliche Sicherheit kann
Le Conseil fédéral est invité à élargir cette vision restrictive,
das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, ein Sicherheits-
afin que les droits acquis soient maintenus pour cette partie
konzept zu fördern, das sich vermehrt auf die sozialen Gege-
importante de la population résidente, notamment pour ceux
benheiten und die individuellen Rechte - insbesondere die
et celles qui sont nés dans notre pays ou ont accompli leur
Menschenrechte - statt auf die militärische Situation und die
scolarité.
nationale Unabhängigkeit abstützt
Dennoch muss unterstrichen werden, dass die Schaffung ei-
nes solchen Fonds mit Problemen behaftet ist: Wie würde sein Mitunterzeichner- Cosignataires : Aguet, Baumann Ruedi, Bo-
genaues Mandat aussehen (im HDR fehlt eine diesbezügliche rei François, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bühlmann,
Präzisierung)? Wie würde der Fonds verwaltet? Wie Hessen Carobbio, Comby, Darbellay, de Dardel, Deiss, Ducret, Epi-
sich die Beziehungen mit Programmen und Institutionen ge- ney, Fankhauser, von Feiten, Gardiol, Goll, Hafner Ursula, Her-
stalten, die auf dem Gebiet der sozialen Entwicklung und Si- czog, Jeanprêtre, Maitre, Pidoux, Rechsteiner, Ruffy, Spiel-
cherheit bereits aktiv sind? Wie würde der Fonds finanziert? mann, Steiger Hans, Tschopp, Ziegler Jean, Zwahlen (29)
Man könnte, wie im HDR erwähnt, auf eine Form von Steuern
(«à la Tobin») auf internationalen spekulativen Devisentrans- Schriftliche Begründung-Développement par écrit
aktionen oder auf eine weltweite Steuer auf umweltverschmut- L'auteur renonce au développement et demande une
zenden Emissionen zurückgreifen. Die Einführung solcher in- réponse écrite.
ternationaler Steuern wird seit mehreren Jahren diskutiert,
steht aber unzähligen Widerständen gegenüber. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Trotz dieser Schwierigkeiten sollten nach Meinung des Bun- vom 8. September 1993
desrates diese Diskussionen im Rahmen der adäquaten inter- Rapport écrit du Conseil fédéral
nationalen Gremien - unter anderem dem Weltsozialgipfel - du 8 septembre 1993
weitergeführt werden. Der Bundesrat glaubt allerdings nicht, Selon le droit en vigueur, l'autorisation d'établissement prend
dass in nächster Zeit substantielle Fortschritte in diesem Be- notamment fin lorsque l'étranger a effectivement séjourné
reich erfolgen werden. pendant six mois à l'étranger. Cette réglementation n'est ce-
pendant pas absolue. Sur demande présentée au cours de ce
Schriftliche Erklärung des Bundesrates délai, l'autorisation d'établissement peut être prolongée
Déclaration écrite du Conseil fédéral jusqu'à deux ans (art. 9 al. 3 let c de la loi fédérale du 26 mars
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- 1931 sur le séjour et l'établissement des étrangers; LSEE;
wandeln. RS 142.20). En pratique, il est requis que l'étranger conserve
ses relations en Suisse et qu'il ait effectivement l'intention d'y
Überwiesen als Postulat- Transmis comme postulat revenir dans ce délai.
Dans des cas fondés, l'article 13 lettre f de l'ordonnance du
6 octobre 1986 limitant le nombre des étrangers applicable
aux cas de rigueur (OLE; RS 823.21) constitue la possibilité
d'octroyer à nouveau un droit de présence aux étrangers qui
ont été au bénéfice de l'établissement et qui ont quitté la
Suisse plus de six mois sans demander une prolongation
d'absence.
La motion vise en particulier à conférer une meilleure protec-
tion à l'étranger qui est né en Suisse ou qui y a accompli sa
scolarité. Selon les récentes recommandations de l'Office fé-
déral des étrangers, les jeunes étrangers dits de la «deuxième
génération», qui veulent retourner dans leur pays d'origine
afin de se rendre compte dans quelle mesure ils pourraient s'y
intégrer, ont la possibilité de solliciter la prolongation jusqu'à
deux ans de la période durant laquelle ils restent au bénéfice
de leur autorisation d'établissement, ce qui a été notamment
salué par la Commission fédérale pour les étrangers dont l'ob-
jectif est de favoriser l'intégration. Pour cette catégorie d'étran-
gers, il peut s'avérer d'ailleurs nécessaire d'appliquer la régle-
mentation relative aux cas de rigueur.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Misteli Schaffung eines Globalfonds für menschliche Sicherheit
Motion Misteli Création d'un fonds global pour la sécurité humaine
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3578
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.03.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 947-948
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Ref. No 20 025 500
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