Federal Council Postulates on Healthy Eating and Cultural Policy
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document concerns two postulates. The first, Postulat Grossenbacher, requests the Federal Council to examine ways to promote more conscious and healthier eating habits among the population, particularly youth, through enhanced information and education, utilizing existing institutions. The second, Postulat Duvoisin, asks for a report on the Federal Council's cultural policy, including its goals, priorities, resource allocation, and areas for potential disengagement, in light of a rejected constitutional amendment on culture and limited federal cultural funding. The Federal Council indicated readiness to accept both postulates.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Postulates on Healthy Eating and Cultural Policy: The first, Postulat Grossenbacher, requests the Federal Council to examine ways to promote more conscious and healthier eating habits among the population, particularly youth, through enhanced information and education, utilizing existing institutions. The second, Postulat Duvoisin, asks for a report on the Federal Council's cultural policy, including its goals, priorities, resource allocation, and areas for potential disengagement, in light of a rejected constitutional amendment on culture and limited federal cultural funding. The Federal Council indicated readiness to accept both postulates.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision is cited in the postulate text for clarification regarding front grilles on road vehicles, specifying the use of shock-absorbing materials.
Volltext
Postulat Grossenbacher 952 N 24 mars 1995
vernements des cantons de montagne et par le Groupement (Mitsprache des Volkes und der Direktbetroffenen) nehmen
suisse pour les régions de montagne; mussten, ist es nicht so, dass man einseitig nur den Schutz
2. attendre qu'une réglementation globale équilibrée soit verankert hat, sondern man hat ebenso auf die in diesen Re-
adoptée avant de signer les protocoles; gionen lebende Bevölkerung Rücksicht genommen. Denn die
3. attendre, avant de soumettre l'ensemble de la Convention Schutzziele können nur dann verwirklicht werden, wenn die in
sur la protection des Alpes au Parlement pour approbation, den Berggebieten lebende Bevölkerung die wirtschaftliche
qu'une solution globale tenant dûment compte des impératifs Existenzgrundlage nicht verliert und die Schutzziele auch ak-
de la protection de l'environnement et de l'exploitation des ré- zeptiert
gions en question, mais aussi du principe de subsidiarité et In unserem Land besteht aus diesen Gründen keine Gefahr,
des structures fédérales de notre Etat, ait été trouvée. dass das Berggebiet in Zukunft seinen hohen Wert als Erho-
lungsraum verlieren wird. Es wäre bedenklich, wenn wir mit ei-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Baumberger, ner einseitigen Alpenkonvention unsere demokratische
Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bühler Simeon, Burgi, Selbstbestimmung aufgeben würden.
Caccia, Cavadini Adriano, Chevallaz, Columberg, Comby,
Cornaz, Darbellay, Deiss, Dettling, Dormann, Engler, Epiney, Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Eymann Christoph, Früh, Gobet, Gros Jean-Michel, Hari, He- vom 12. Dezember 1994
berlein, Hegetschweiler, Hess Otto, Hildbrand, Jaggi Paul, Déclaration écrite du Conseil fédéral
Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Leuba, Maitre, Mamie, Mêler du 12 décembre 1994
Samuel, Oehler, Philipona, Pidoux, Pini, Raggenbass, Rutis- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
hauser, Sandoz, Savary, Scheurer Rémy, Schmidhalter,
Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Le président: M. Bund! combat cette intervention. La discus-
Spoerry, Stamm Luzi, Steinegger, Stucky, Theubet, Tschup- sion est renvoyée.
pert Karl, Vetterli, Wanner, Wick, Wyss William, Zwahlen (62)
Verschoben - Renvoyé
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Alpenkonvention ist im November 1991 von Bundesrat
Cotti in Salzburg unterzeichnet worden. Von Anfang an haben
vor allem die Bergkantone bemängelt, dass das Vertragswerk
ihren Vorstellungen nicht entspricht Die Schweiz hat in der
Folge mehrere Vorschläge gemacht, welche in die Protokolle #ST# 94.3533
der Konvention eingebaut werden sollen.
Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des In- Postulat Grossenbacher
nern hat vor Monatsfrist an einem Treffen mit Umweltministern Bewussteres und gesünderes
erklärt, die Schweiz werde «auf keinen Fall den internationalen
Konsum- und Ernàhrungsverhalten
Kalender der Alpenkonvention bremsen». Andererseits war
vom gleichen Departement noch im Jahr 1991 an der Umwelt- Amélioration
ministerkonferenz in Salzburg die Erklärung abgegeben wor- des habitudes alimentaires
den, dass der Bundesrat das Ratifizierungsverfahren erst ein-
leiten werde, «wenn die laufenden Verhandlungen über die
Zusatzprotokolle zu einem für die Schweiz zufriedenstellen-
den Abschluss gekommen sind».
Die Vernehmlassung zu den fünf Ausführungsprotokollen der Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1994
Alpenkonvention hat ein sehr ernüchterndes Resultat ge- Mit dem Ziel einer Verbesserung der Volksgesundheit wird der
bracht Vor allem bemängeln die betroffenen Bergregionen Bundesrat ersucht, Möglichkeiten zu prüfen, durch eine ver-
geschlossen, dass die gutgemeinte Alpenkonvention für die stärkte Information und Aufklärung, vor allem bei der Jugend,
wirtschaftliche Existenz des Berggebietes eine Gefahr bedeu- ein bewussteres und gesünderes Konsum- und Ernährungs-
tet Das Abkommen ist einseitig schutzorientiert und sagt prak- verhalten der Bevölkerung zu erreichen.
tisch nichts aus über die Erhaltung und Förderung des Berg- Dabei sind insbesondere Möglichkeiten im Rahmen beste-
gebietes als wirtschaftlicher Lebensraum seiner Bevölkerung. hender Institutionen (BAG, Schulen, private Trägerorganisa-
Zudem werden die demokratischen Entscheidungsstrukturen tionen usw.) zu prüfen.
der Schweiz in Frage gestellt
Immer mehr versuchen Organisationen und Leute aus den Texte du postulat du 13 décembre 1994
Städten und Agglomerationen, mit Forderungen, Gesetzen Afin de mieux assurer la santé publique, le Conseil fédéral est
und Vorschriften oder einer Alpenkonvention über unser Berg- prié d'examiner les moyens d'améliorer les habitudes alimen-
gebiet zu verfügen. Dabei spielt oft eine verhaltene Verachtung taires de la population, en particulier des jeunes, grâce à une
mit, die geprägt ist von der alten Arroganz der Städter gegen- information plus poussée sur les principes de la diététique.
über der einfachen Bergbevölkerung. Il importe notamment d'étudier les possibilités qu'offrent les
Die Schweiz und ihre Berggebiete sind jederzeit in der Lage, institutions existantes telles que l'OFSP, les écoles et d'autres
den Beweis zu erbringen, dass wir eine einseitige Fremdbe- organismes privés.
stimmung mit einer Alpenkonvention nicht nötig haben. Bis
heute haben wir mit unseren demokratischen Instrumenten Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine- Aucun
der direkten Demokratie selber entscheiden können, wie der
Umweltschutz in den Berggebieten gesetzlich festgelegt wird. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ein paar Beispiele sind: Umweltschutzgesetz, Bundesgesetz Nach den neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik vom
über den Natur- und Heimatschutz, Gewässerschutzgesetzt, Juli 1994 werden die Schweizer dieses Jahr rund 36 Milliarden
Bundesgesetz über die Fischerei, Waldgesetz, die umfas- Franken für ihre Gesundheit ausgeben. Das ist doppelt so viel
sende Gesetzgebung auf dem Gebiet der Raumplanung, wie im Jahre 1985!
Richtplanung, Bundesinventar der Landschaften und Natur- Herr Prof. Dr. J. Somogyi, Universität Zürich, hielt am 7. Ja-
denkmäler von nationaler Bedeutung (BLN), Bundesinventar nuar 1992 ein Referat an der Harvard Universität Boston mit fol-
der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung gendem Thema: «Die Bedeutung der Ernährungsaufklärung
(ISOS), Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore von für die Volksgesundheit und die Volkswirtschaft».
nationaler Bedeutung usw. Dabei hielt er folgendes fest:
Diese umfangreichen eidgenössischen und kantonalen Er- Die Ausgaben für die Behandlung und Rehabilitation ernäh-
lasse bilden einen sehr wirksamen Schutz des Berggebietes. rungsbedingter Krankheiten stiegen in der Schweiz von 1980
Und da diese Gesetze alle die Hürde der direkten Demokratie bis 1988 u m 63 Prozent
24. März 1995 N 953 Postulat Wiederkehr
Laut einer aussagekräftigen Untersuchung in Deutschland be- 3. si nécessaire, le désengagement progressif qu'il entend ef-
tragen die Gesundheitskosten durch ernährungsbedingte fectuer sur les aspects de sa politique actuelle qui ne lui parais-
Krankheiten 15 Prozent des gesamten Aufwandes für Ge- sent plus prioritaires, ou la suppression de subventionne-
sundheitskosten. Das bedeutet für die Schweiz über 5 Milliar- ments pour des activités qui, manifestement, ne sont plus
den Franken für das Jahr 1994. d'actualité ou qui ne représentent plus une mission essentielle
Herr Prof. Dr. J. Somogyi verlangt: de la Confédération.
- eine effiziente Ausbildung in der Ernährungslehre auf allen
Stufen, d. h. von der Elementarschule bis zur Universität; Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Borei François, Ca-
- eine bessere Ernährungsinformation durch die Medien. robbio, Chevallaz, Comby, Darbellay, Eggly, Graber, Loeb
Um die Mängel in der Ernährungaufklärung zu beheben, muss François, Matthey, Sandoz, Suter, Zwahlen (13)
die Zusammenarbeit zwischen Ernährungswissenschaftern,
Psychologen, Soziologen, Marketingleuten und Medienschaf- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
fenden intensiviert werden. L'auteur renonce au développement et demande une
Gerade bei Jugendlichen, aber auch in der gesamten Bevöl- réponse écrite.
kerung ist ein klares Fehlen an Wissen und Information über
ein gesundes Konsum- und Ernährungsverhalten festzustel- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
len. Gesundheit fängt beim Essen und Trinken an. Erfolgrei- vom 6. März 1995
che Prévention heisst Ursachen- statt Symptombekämpfung. Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 6 mars 1995
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
vom 15. Februar 1995
Déclaration écrite du Conseil fédéral Überwiesen - Transmis
du 15 février 1995
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
#ST# 94.3474
#ST# 95.3045 Postulat Wiederkehr
Sichere Frontgitter
Postulat Duvoisin bei Strassenfahrzeugen
Kulturpolitik des Bundesrates Calandres des véhicules routiers
Politique culturelle du Conseil fédéral
Wortlaut des Postulates vom 7. Oktober 1994
Wortlaut des Postulates vom 2. Februar 1995 Der Bundesrat wird ersucht, Artikel 26 der Verordnung über
Angesichts der Tatsachen, dass Volk und Stände einen neuen Bau und Ausrüstung der Strassenfahrzeuge dahingehend zu
Verfassungsartikel über die Kultur abgelehnt haben, dass die präzisieren, dass Frontgitter-Aufbauten generell nur zulässig
Bundesmittel für Kultur gering sind und dass der Bundesrat sind, wenn diese aus nachgiebigen, stossabsorbierenden Ma-
dem Parlament gesetzliche Grundlagen für verschiedene Aus- terialien gefertigt sind.
gaben für kulturelle Zwecke unterbreiten will (vgl. Stellung- Damit ist den durch die Unfallmedizin belegten Erkenntnissen
nahme zur Motion des liberalen Fraktion vom 8.12.1993, Rechnung zu tragen und die Gefährdung von Fussgängern
93.3580), lade ich den Bundesrat ein, dem Parlament einen und Velofahrern sowie von Autoinsassen bei Seitenkollisionen
Bericht vorzulegen, der über folgende Punkte Auskunft gibt: zu vermeiden.
1. Welche kulturpolitischen Ziele will der Bundesrat auf der Den kantonalen Strassenverkehrsämtern ist mit einem klaren
Grundlage der geltenden Verfassung verfolgen? Verordnungstext ein unverhältnismässiger, individueller
2. Welchen Zielen will er Priorität geben, und welche Mittel will Nachweis der Gefährlichkeit solcher erst nach der Typenprü-
er in naher Zukunft für die einzelnen Ziele zur Verfügung fung angebrachter Konstruktionen zu ersparen. Als Vorbild
stellen? kann das bestehende Verbot von gefährlichen Kühlerfiguren
3. In welchen Bereichen, die ihm nicht mehr als prioritär er- dienen.
scheinen, will er wenn nötig sein kulturpolitisches Engage- Es ist zu verhindern, dass die bedeutenden sicherheitsmässi-
ment stufenweise abbauen, und für welche Tätigkeiten, die of- gen Fortschritte, welche im Automobilbau, etwa durch Kon-
fensichtlich nicht mehr aktuell sind oder keiner wesentlichen struktion von weicheren Frontpartien, erzielt wurden und wer-
Aufgabe des Bundes mehr entsprechen, will er die Subventio- den, durch Tolerierung von unnötigen, gefährlichen Teilen zu-
nen abschaffen? nichte gemacht werden.
Mit der Vorschrift über die verwendeten Materialien soll auch
Texte du postulat du 2 février 1995 ein Anreiz geschaffen werden, die Frontgitter zu einem stoss-
Suite au refus par le peuple et les cantons d'un nouvel article absorbierenden Sicherheitselement zu gestalten.
constitutionnel sur la culture, compte tenu de la faiblesse du Abweichungen sollen für gewerblichen, land- oder forstwirt-
budget culturel fédéral, tenant compte du fait que le Conseil schaftlichen Zwecken dienende Fahrzeuge möglich sein.
fédéral s'apprête à proposer au Parlement des bases légales
pour des dépenses diverses à but culturel (cf. réponse à la Texte du postulat du 7 octobre 1994
motion du groupe libéral du 8.12.1993, 93.3580), j'invite le Le Conseil fédéral est prié de préciser, à l'article 26 de l'ordon-
Conseil fédéral a présenter au Parlement un rapport qui pré- nance sur la construction et l'équipement des véhicules rou-
sentera notamment: tiers, qu'en général, seules sont autorisées les calandres fabri-
1. les intentions du gouvernement en matière de politique quées avec des matériauxflexibles, qui amortissent les chocs.
culturelle, en fonction de la base constitutionnelle actuelle; Il importe effectivement détenir compte des informations four-
2. les priorités qu'il entend se fixer en la matière, et les ressour- nies par la médecine des accidents et de réduire le danger au-
ces qu'il entend mettre dans un proche avenir à disposition de quel sont exposés les piétons, les cyclistes, ainsi que les auto-
ces priorités; mobilistes lors d'une collision latérale.
7&-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Grossenbacher Bewussteres und gesünderes Konsum- und Ernährungsverhalten
Postulat Grossenbacher Amélioration des habitudes alimentaires
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3533
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.03.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 952-953
Page
Pagina
Ref. No 20 025 506
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.