Taxation of Seafarers on Swiss Merchant Ships
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis motion, concerning the taxation of seafarers on Swiss merchant ships, was converted into a postulate by the Federal Council. The Council agreed to examine the proposal but rejected its mandatory form, noting that the current tax exemption is customary internationally and that imposing taxes could lead to ships reflagging, which would undermine efforts to increase Swiss tonnage and potentially raise only minimal revenue. The Council also raised concerns about creating new problems for subcontractors if their liability periods were extended without a corresponding extension for their own suppliers.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 371 Absatz, Art. 4 Abs. 2 Bst, Art. 35 Abs. 1 Bst; Taxation of Seafarers on Swiss Merchant Ships: sehr bedenklich. Die durch die jüngste Bürgschaftsaktion zur cas échéant les modifications de loi nécessaires.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
16. Dezember 1994 N 2465 Motion Columberg
Das Problem wird allerdings dadurch entschärft, dass - wie Finanzierung von Hochseeschiffen (Bundesbeschluss vom
das Bundesgericht im Entscheid vom 22. Februar 1994 her- 4. Juni 1992, BB11992 II11004) angestrebte Erhöhung der un-
vorgehoben hat - die Verjährungsfrist vertraglich verlängert ter Schweizer Flagge zur Verfügung stehenden Tonnage
werden kann, und insbesondere durch den Umstand, dass würde zunichte gemacht oder gar ins Gegenteil verkehrt
die fünfjährige Frist immer dann gilt, wenn der Unternehmer Die Quellenbesteuerung der Seeleute ist weder europa- noch
und der Unterakkordant ihre vertraglichen Beziehungen der weltkonform. Alle Seenationen kennen eine faktische oder di-
SIA-Norm 118 unterstellt haben. rekte Steuerbefreiung. Die EU empfiehlt ihren Mitgliedern aus-
Es kommt hinzu, dass die von der Motion vorgeschlagene Re- drücklich, Seeleute nicht zu besteuern.
gelung neue Probleme schaffen könnte: Wenn der Unterak- Gegenwärtig sind etwa 350 Mann auf Schweizer Hochsee-
kordant (z. B. der Hersteller eines Aluminiumdachs) während schiffen beschäftigt. Die meisten von ihnen sind Ausländer,
fünf Jahren haftet, so läuft er seinerseits Gefahr, auf seine Lie- d. h. ohne Wohnsitz in der Schweiz. Der grösste Teil unter ih-
feranten (von Rohstoffen oder Halbfabrikaten) keinen Rück- nen stammt aus Ländern ohne Doppelbesteuerungsabkom-
griff nehmen zu können, weil der Anspruch gegen sie, der men mit der Schweiz (Kroatien, Slowenien, baltische Staaten,
nicht Artikel 371 Absatz 1, sondern dem Kaufvertragsrecht un- GUS-Staaten, Chile). Ihre geschätzten Steuerablieferungen
tersteht, bereits verjährt ist. Ferner würde sich die Frage stel- an den Bundesfiskus dürften - nach Auffassung der Steuer-
len, innerhalb welcher Frist Ansprüche des Unterakkordanten verwaltung-vermutlich bei etwa 100 000 Franken liegen. Auf-
gegen Unternehmer verjähren sollen, die er seinerseits milder grund des Steuerharmonisierungsgesetzes werden aber
Herstellung von Einzelteilen oder der Bearbeitung der Sache auch Kantone und Gemeinden einen gleich grossen oder hö-
(z. B. Bemalen des Aluminiumdachs) beauftragt hat. heren Anteil anfordern. Diese Angaben sind hoch genug, um
Aus diesen Überlegungen ist der Bundesrat bereit, die vom zur Ausflaggungsaktion der Reedereien zu führen. Dies muss
Motionär vorgeschlagene Lösung zu prüfen, muss aber die vermieden werden.
verbindliche Form der Motion ablehnen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. Oktober 1994
Déclaration écrite du Conseil fédéral Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- du 19 octobre 1994
wandeln. Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Überwiesen - Transmis
#ST# 94.3258
Motion Hubacher #ST# 94.3472
Besteuerung der Seeleute Motion Columberg
in der Hochseeflotte
Sparmassnahmen.
Imposition des marins Verzicht auf übertriebene
de la flotte de haute mer staatliche Vorschriften
Mesures d'assainissement.
Suppression
des normes superfétatoires
Wortlaut der Motion vom 16. Juni 1994
Wir bitten den Bundesrat, eine Gesetzesrevision vorzulegen
oder geeignete Massnahmen vorzuschlagen oder zu be-
schliessen mit dem Ziel, den heutigen Steuerstatus der
Steuerbefreiung der Seeleute in der Schweizer Hochseeschiff- Wortlaut der Motion vom 7. Oktober 1994
fahrt weiterhin beizubehalten. Der Bundesrat wird aufgefordert, gesetzliche Bestimmungen
und staatliche Vorgaben zur Aufgabenerfüllung auf ihre wirt-
Texte de la motion du 16 juin 1994 schaftliche Effizienz zu prüfen. Insbesondere ist zu ermitteln,
Nous chargeons le Conseil fédéral de soumettre aux Cham- ob Bundesvorgaben an Kantone und Gemeinden - aufgrund
bres une modification de loi, de proposer des mesures ou de eines zu komplexen Verfahrens und/oder eines übertriebenen
prendre une décision afin que les marins de la flotte suisse de Perfektionismus - eine Verteuerung der Vorhaben bewirken
haute mer restent comme aujourd'hui exonérés d'impôt und ob eine staatliche Aufgabe mit geringerem Aufwand eben-
falls sinnvoll erfüllt werden kann.
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun Der Bundesrat wird ersucht, die eidgenössischen Räte in ge-
eigneter Form über das Ergebnis seiner Bemühungen zu in-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit formieren und ihnen allenfalls sich aufdrängende Gesetzesän-
Im Rahmen der Steuerharmonisierung wurde die Quellen- derungen zu unterbreiten.
steuer für sämtliche Seeleute auf Schweizer Hochseeschiffen
eingeführt (Art 4 Abs. 2 Bst f, Art. 35 Abs. 1 Bst h StHG). Da- Texte de la motion du 7 octobre 1994
durch wird offenbar ab 1. Januar 1995 jeder Seemann ohne Le Conseil fédéral est chargé d'examiner si les dispositions lé-
Wohnsitz in der Schweiz, unabhängig von seiner Nationalität, gales et les conditions de l'exécution des tâches de l'Etat rem-
durch Bund, Kanton und Gemeinde des Firmensitzes seiner plissent des critères de rentabilité. Il calculera notamment si
Reederei an der Quelle besteuert. Angesichts seines in der Re- les conditions imposées par la Confédération aux cantons et
gel bescheidenen Einkommens kann er diese Belastung sel- aux communes renchérissent les projets, en raison de la com-
ber nicht tragen, andererseits wird die Reederei angesichts plexité des procédures ou d'un excès de perfectionnisme, et si
der engen Margen in der internationalen Handelsschiffahrt les tâches de l'Etat ne peuvent être remplies aussi bien à moin-
diese Belastung nicht übernehmen. Sie wird sich deshalb zum dres frais.
Ausflaggen ihrer Schiffe entscheiden müssen. Diese Entwick- Le Conseil fédéral informera les Chambres fédérales en bonne
lung wäre für die Schweiz mit Blick auf die Landesversorgung et due forme des résultats de ses travaux et leur proposera le
sehr bedenklich. Die durch die jüngste Bürgschaftsaktion zur cas échéant les modifications de loi nécessaires.
Motion Graber 2466 N 16 décembre 1994
Mitunterzeichner-Cosignataires: Baumberger, Caccia, David, Texte de la motion du 6 octobre 1994
Engler, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Hari, Hild- Dans le cadre des mesures d'assainissement des finances fé-
brand, Iten Joseph, Keller Anton, Kühne, Loeb François, Mae- dérales, le Conseil fédéral est invité à soumettre au Parlement
der, Raggenbass, Ruckstuhl, Schnider, Segmüller, Seiler une série de mesures visant à diminuer les coûts par une ré-
Hanspeter, Seiler Rolf, Stalder, Vetterli, Wick (22) duction des exigences normatives.
Schriftliche Begründung-Développement par écrit Mitunterzeichner-Cosignataires: Aubry, Bezzola, Bonny, Ca-
Die Schweiz befindet sich in einer schweren Finanzkrise. 1993 vadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, David, Dettling,
betrug das Defizit der öffentlichen Hand rund 16 Milliarden Dreher, Ducret, Eggly, Engler, Epiney, Eymann Christoph, Fi-
Franken. Für die Jahre 1994-1997 ist beim Bund mit Defiziten scher-Seengen, Frey Claude, Frey Walter, Friderici Charles,
von 6 bis 9 Milliarden Franken pro Jahr zu rechnen. Eine unge- Fritschi Oscar, Gobet, Gros Jean-Michel, Gysin, Hegetschwei-
bremste Zunahme der Staatsverschuldung hat eine steigende ler, Kern, Leuba, Loeb François, Moser, Narbel, Philipona, Pi-
Zinsenlast der öffentlichen Haushalte zur Folge und schränkt doux, Poncet, Scheurer Rémy, Schmidhalter, Schmied Walter,
nach und nach den Handlungsspielraum unseres Staates we- Schweingruber, Spoerry, Stamm Luzi, Steinegger, Steine-
sentlich ein. mann, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Tschopp, Tschuppert
Ungefähr die Hälfte des Bundesdefizites, 4 Milliarden Fran- Karl, Wanner, Zwahlen (47)
ken, kann als strukturelles Defizit bezeichnet werden. Da das
gegenwärtige strukturelle Defizit des Bundes, aber auch der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Kantone und Gemeinden in erster Linie auf das übermässige Les mesures d'assainissement déjà prises ou envisagées vi-
Ausgabenwachstum in den letzten Jahren zurückzuführen ist, sent surtout à assainir les finances fédérales par:
müssen Einsparungen bei den Konsumausgaben, nicht aber - un transfert de charges sur les cantons ou d'autres bénéfi-
bei den Investitionen erfolgen. ciaires;
Es ist deshalb entscheidend, dass die Aufgaben der öffentli- - une augmentation de recettes.
chen Hand periodisch auf ihre Notwendigkeit und wirtschaftli- Ces mesures n'ont pas suffisamment d'influence sur la maî-
che Effizienz überprüft werden. Die im Verlaufe der Zeit immer trise des coûts. Une analyse systématique des lois et ordon-
komplizierter gewordenen staatlichen Vorschriften sowie nances générant des coûts devrait être entreprise. Elle devrait
schwerfällige Verfahrensabläufe erhöhen die Anforderungen déboucher sur des solutions concrètes et réalisables à court
an die Aufgabenerfüllung massiv. In einzelnen Bereichen wer- terme.
den sehr hohe Standards gefordert; technische Anforderun- Les exigences de la Confédération engendrent des coûts qui
gen gehen gelegentlich ins unermessliche und grenzen an ne sont plus supportables par les budgets cantonaux ou com-
Schikanen. Die dadurch erzielten Verbesserungen sind margi- munaux, mais également pour la Confédération, et plus parti-
nal und stehen in keinem Verhältnis zur grossen Mehrarbeit culièrement dans les rubriques «contributions à des investis-
bzw. zum erheblichen Mehraufwand. sements» et «contributions à des dépenses courantes».
Um einen effizienten Einsatz finanzieller, aber auch personel- A titre d'exemple, l'application des normes européennes dans
ler Ressourcen zu gewährleisten, drängt sich eine kritische le domaine du traitement des fumées des installations d'inci-
Durchforstung staatlicher Vorschriften und Verfahrensabläufe nération d'ordures, plutôt que l'application de normes suisses
auf. Bei der Prüfung konkreter Projekte beruft sich die Verwal- notoirement plus sévères, permettrait des gains de plusieurs
tung immer wieder auf bundesrätliche Verordnungen mit über- dizaines de millions, tant pour les investissements que pour
setzten und perfektionistischen Anforderungen. Unter dem les frais d'exploitation, y compris pour la Confédération, auto-
Gesichtspunkt der optimalen Aufgabenerfüllung müssen des- rité subventionnante.
halb Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesverwaltung Dans le secteur des contributions routières ou immobilières,
verpflichtet werden, ihren Vorgesetzten Vorschläge für Verein- les exigences légales conduisent parfois à des réalisations
fachungen und Einsparungen zu unterbreiten. Der Bundesrat luxueuses empêchant des projets utiles.
muss allfällige gesetzliche Bestimmungen (Verordnungen) Récemment encore, le Conseil fédéral Ogi expliquait au
anpassen. Conseil des Etats que les importants dépassements de crédit
du «Rail 2000» étaient en grande partie imputables à de nou-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates velles exigences écologiques.
vom 23. November 1994 Pour les secteurs dans lesquels une révision des normes
Déclaration écrite du Conseil fédéral s'avère trop difficile ou impossible, le Conseil fédéral est prié
du 23 novembre 1994 de respecter «un moratoire normatif» en reportant des exigen-
Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen. ces légales que la Confédération est dans l'impossibilité d'as-
sumer financièrement
Überwiesen - Transmis
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 23. November 1994
Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 23 novembre 1994
Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion.
#ST# 94.3429
Überwiesen - Transmis
Motion Graber
Ausgabenbremse durch Abbau
der gesetzlichen Vorgaben
La maîtrise des coûts.
Déréglementation
Wortlaut der Motion vom 6. Oktober 1994
Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament im Rahmen der
Massnahmen zur Sanierung des Bundeshaushaltes Vor-
schläge für einen Abbau der gesetzlichen Vorgaben zu unter-
breiten, damit die Ausgaben gesenkt werden können.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Columberg Sparmassnahmen. Verzicht auf übertriebene staatliche Vorschriften
Motion Columberg Mesures d'assainissement. Suppression des normes superfétatoires
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3472
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 2465-2466
Page
Pagina
Ref. No 20 024 953
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.