Unemployment Insurance and EC Train Stations in Bernese Oberland
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains two parliamentary postulates related to unemployment insurance and a third postulate concerning a train station. The first postulate (94.3376) proposes a two-pillar system for unemployment insurance, with the second pillar being a tax-favored individual savings component, arguing that it would encourage citizens to save for unemployment and potentially other contingencies. The Federal Council is prepared to accept this postulate for examination, acknowledging that a direct analogy to the three-pillar system for retirement is difficult due to differing risk profiles but recognizing the need to secure the financing base of social insurance. The second postulate (94.3449) concerns the continued operation of two EC train stations in the Bernese Oberland, specifically arguing against the closure of the Thun station due to its economic importance, passenger volume, and role as a transport hub, and asserting that its closure would negatively impact the region's employment. The Federal Council, however, indicates that the operation of EC trains in Thun is not currently in question and that international traffic developments are uncertain, while also noting that long-distance SBB traffic is largely market-driven.
Legislator-Regeste
KI-generiertUnemployment Insurance and EC Train Stations in Bernese Oberland: The first postulate (94.3376) proposes a two-pillar system for unemployment insurance, with the second pillar being a tax-favored individual savings component, arguing that it would encourage citizens to save for unemployment and potentially other contingencies. The Federal Council is prepared to accept this postulate for examination, acknowledging that a direct analogy to the three-pillar system for retirement is difficult due to differing risk profiles but recognizing the need to secure the financing base of social insurance. The second postulate (94.3449) concerns the continued operation of two EC train stations in the Bernese Oberland, specifically arguing against the closure of the Thun station due to its economic importance, passenger volume, and role as a transport hub, and asserting that its closure would negatively impact the region's employment. The Federal Council, however, indicates that the operation of EC trains in Thun is not currently in question and that international traffic developments are uncertain, while also noting that long-distance SBB traffic is largely market-driven.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Postulat Stalder 2480 N 16 décembre 1994
Schriftliche Erklärung des Bundesrates sorge wird der individuellen Vorsorge, die in Eigenverantwor-
vom 23. November 1994 tung erfolgt, grösseres Gewicht beigemessen. Der Anreiz der
Déclaration écrite du Conseil fédéral Steuerbefreiung dürfte viele Bürgerinnen und Bürger dazu be-
du 23 novembre 1994 wegen, einen, wenn vielleicht auch bescheidenen Anteil ihres
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Erwerbseinkommens, für die individuelle Arbeitslosenvor-
sorge zu investieren, um im Falle einer Arbeitslosigkeit besser
Le président: Mme Sandoz combat cette intervention. La dis- gewappnet zu sein und über eine Reserve zu verfügen, die ei-
cussion est renvoyée. nem Notvorrat gleichkommt. Gegebenenfalls wäre es denk-
bar, diese individuelle Reserve auch für Bezüge infolge Krank-
Verschoben - Renvoyé heit/Unfall/Mutterschaft freizugeben, wenn die entsprechen-
den Versicherungen keine Zahlungen leisten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 28. November 1994
#ST# 94.3376 Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 28 novembre 1994
Postulat Loeb François Die Einführung eines Zweisäulensystems im Bereich der Ar-
Arbeitslosenvorsorge beitslosenversicherung streng nach dem Vorbild der Alters-
in Eigenverantwortung vorsorge ist wegen der nicht vergleichbaren Risikolage kaum
denkbar. Der Bundesrat spricht sich aber im Hinblick auf die
Chômeurs. Sicherung der Finanzierungsbasis der Sozialversicherungen
Prévoyance individuelle für eine Prüfung aller Optionen aus und ist bereit, das Postulat
in diesem Sinne entgegenzunehmen.
Le président: M. Leuenberger Ernst combat cette interven-
tion. La discussion est renvoyée.
Wortlaut des Postulates vom 28. September 1994
Nachdem einerseits eine wesentliche Entlastung der Arbeits- Verschoben - Renvoyé
losenversicherung noch nicht in Sicht ist und durch Konjunk-
turzyklen eine Mehrbelastung nicht auszuschliessen ist, ande-
rerseits eine weitere Erhöhung der Lohnprozente zur Finanzie-
rung der Arbeitslosenversicherung die internationale Konkur-
renzfähigkeit unseres Landes tangieren und damit zu Arbeits-
platzabbau führen würde, bitte ich den Bundesrat, ein Zwei-
säulenmodell bei der Arbeitslosenvorsorge zu prüfen, bei dem
die zweite Säule auf steuerbegünstigter Eigenvorsorge der
Bürgerinnen und Bürger beruht. #ST# 94.3449
Texte du postulat du 28 septembre 1994 Postulat Stalder
Etant donné qu'une amélioration fondamentale de la situation
financière de l'assurance-chômage est peu probable dans un
EC-Bahnhof im Berner Oberland
avenir prévisible et qu'une aggravation conjoncturelle ne peut Gare EC dans l'Oberland bernois
être exclue, et compte tenu par ailleurs qu'une augmentation
ultérieure des pourcentages prélevés sur les salaires pour fi-
nancer l'assurance-chômage affaiblirait la capacité concur-
rentielle de notre pays et mènerait à d'autres suppressions
d'emplois, je prie le Conseil fédéral d'étudier un modèle de Wortlaut des Postulates vom 7. Oktober 1994
prévoyance chômage à deux piliers, le second pilier consis- Im Berner Oberland sind nach wie vor zwei EC-Bahnhöfe zu
tant en une prévoyance individuelle bénéficiant d'une exoné- führen. Die EC-Züge sollen wie bis anhin in Spiez und in Thun
ration fiscale. halten. Von der geplanten Aufhebung des EC-Bahnhofs Thun
ist Abstand zu nehmen. Falls es der Bundesrat als unvermeid-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Bezzola, lich erachtet, im Berner Oberland nur noch einen EC-Bahnhof
Bonny, Cornaz, Dettling, Heberlein, Hegetschweiler, Miesch, zu führen, sollte es jener von Thun sein.
Stamm Luzi, Steiner Rudolf, Suter (11)
Texte du postulat du 7 octobre 1994
Schriftliche Begründung - Développement par écrit II convient de faire en sorte que l'Oberland bernois continue à
Die Altersvorsorge in unserem Lande beruht auf einem Drei- disposer de deux gares desservies par les trains EC. Ces
säulenprinzip: der AHV, der beruflichen Vorsorge und dem in- trains devront comme auparavant s'arrêter à Spiez et à
dividuellen Sparen. Vermehrte Eigenverantwortung muss ge- Thoune. Le projet prévoyant la fermeture de la gare EC de
rade heute, wo die finanziellen Grenzen der öffentlichen Hand cette dernière ville doit être abandonné. Si le Conseil fédéral
immer augenscheinlicher werden, wieder vermehrt gefördert estime qu'il est indispensable de ne conserver qu'une seule
und stimuliert werden. Die Arbeitslosenvorsorge hingegen ist gare EC dans l'Oberland bernois, il faudrait maintenir celle de
bis heute einzig mit der Arbeitslosenversicherung abgedeckt Thoune.
Deshalb soll der individuellen Arbeitslosenvorsorge ein grös-
seres Gewicht beigemessen werden. Dies kann z. B. dadurch Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Aubry, Bäumlin,
erfolgen, dass jeder Bürgerin, jedem Bürger die Möglichkeit Béguelin, Bezzola, Binder, Bischof, Bonny, Borradori, Bundi,
geboten wird, aus privaten Mitteln ein Arbeitslosigkeits-Reser- Columberg, Diener, Dünki, Eggenberger, Fankhauser, Gie-
vekonto bis zu einem Betrag von z. B. 30 000 Franken zu äuf- zendanner, Giger, Graber, Hafner Rudolf, Hegetschweiler,
nen. Das Kapital sowie der Ertrag (inkl. Verrechnungssteuer) Hollenstein, Keller Rudolf, Kern, Leemann, Leuenberger
dieses Reservekontos wären steuerbefreit Rückzüge aus die- Ernst, Loeb François, Maeder, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer,
sem individuellen Reservekonto bis zu z. B. maximal Meier Hans, Meier Samuel, Misteli, Moser, Müller, Reimann
4000 Franken pro Monat könnten unter Nachweis der Arbeits- Maximilian, Ruf, Ruffy, Sandoz, Scherrer Werner, Schmid Pe-
losigkeit erfolgen; bei dauernder Aufgabe der Berufstätigkeit ter, Schmied Walter, Schnider, Schwab, Sieber, Steffen, Thür,
könnte der Gesamtbetrag zurückgezogen werden. Mit der Tschuppert Karl, Verterli, Wanner, Weder Hansjürg, Weyeneth,
Einführung des Zweisäulenprinzips bei der Arbeitslosenvor- Wiederkehr, Wittenwiler, Ziegler Jean, Zwahlen (56)
16. Dezember 1994 N 2481 Postulat Eymann Christoph
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Hand bei der Gestaltung des Angebots. Dieses muss aller-
Seit alters her wird Thun als die Eingangspforte zum Berner dings kostendeckend sein. Die vom Postulanten angespro-
Oberland bezeichnet Der Bahnhof Thun hat seit der Eröff- chene hohe Verkehrsintensität des Bahnhofs Thun ist damit
nung der Lötschbergstrecke diese Funktion stets wahrgenom- der beste Garant für ein auch in Zukunft attraktives Fernver-
men und bildet in diesem Sinne das nördliche Fundament für kehrsangebot. Denn Geld verdienen lässt sich nachweislich
die Bergstrecke der BLS. Mit einer Einwohnerzahl von etwa dort am besten, wo die Nachfrage gross ist.
40 000 Stadtbewohnern sowie einem Total von etwa 100 000 Da die SBB für die Erfüllung von Vorgaben der öffentlichen
Einwohnern in der ganzen Agglomeration kann Thun ein re- Hand eine Abgeltung verlangen können (Art. 3 Abs. 2bis des
spektables Potential an Bahnkundschaftaufweisen. Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bundesbahnen,
Thun ist im übrigen ein günstiger Ausgangspunkt für Ausflüge SR 742.31), ist der Bundesrat grundsätzlich dagegen, den
ins Berner Oberland wie auch nach dem Wallis. In der Rangli- SBB im marktwirtschaftlichen Bereich Vorschriften zu ma-
ste der Logiernächte für das Berner Oberland belegt Thun im chen. Abgesehen davon, besteht im konkreten Fall keinerlei
Sommer immerhin den 10. Rang. Die Einnahmen aus dem Anlass für eine Intervention.
Reiseverkehr belaufen sich auf rund 24 Millionen Franken
(was von keiner anderen Dienststelle der BLS auch nur annä- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
hernd erreicht wird). Déclaration écrite du Conseil fédéral
Zudem bildet der Bahnhof Thun ein Umsteigezentrum für: Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
-BLS;
-GBS; Abgelehnt - Rejeté
-EBT;
- Schiffahrt Thunersee;
-STI;
- fünf konzessionierte Autounternehmen;
- fünf Linien der Städtischen Verkehrsbetriebe; #ST# 94.3223
-den grössten Waffenplatz der Schweiz (Rekrutenschulen
und Militärtransporte); Postulat Eymann Christoph
-Ausbildungszentren (Seminar, Berufs-, Handels- und Ge- Verbesserung der Kommunikation
werbeschule, Gastronomiezentrum);
-Ausstellungszentren (OHA, Munimärit);
mit der Bevölkerung
- Thun verfügt über die Infrastruktur für Grossveranstaltungen Communication avec la population.
(1994 Kantonales Musikfest, 1995 Eidgenössisches Schützen- Amélioration
fest, 1996 Eidgenössisches Jodlerfest).
Im Jahre 1993 wurde dem SBB-Personal im Bahnhof Thun
eine Lohnsumme von über 12 Millionen Franken (1994 etwa
10 Mio. Fr.) ausbezahlt, was der Stadt Thun zu entsprechen-
den Steuereinnahmen verhalf. Wortlaut des Postulates vom 13. Juni 1994
Insbesondere würde die Aufrechterhaltung des EC-Bahnhofs Zwischen unserer Bevölkerung einerseits und Bundesrat und
Thun verhindern, dass die überdurchschnittlich hohe Arbeits- Parlament andererseits ist in letzter Zeit eine Kluft entstanden,
losigkeit in der Krisenregion Thun noch weiter erhöht würde. die sich insbesondere bei Volksabstimmungen akzentuiert
Auch wenn Spiez als Umsteigebahnhof in Richtung Wallis eine hat. Eine der Ursachen für diese negative Erscheinung liegt im
gewisse Bedeutung hat, erachtet es der Postulant als unver- Kommunikationsbereich; der Bundesrat verfügt nur über be-
antwortlich, in der drittgrössten Stadt des Kantons Bern, die schränkte Mittel, seinen Standpunkt der Bevölkerung sorgfäl-
überdies aus den oben erwähnten Gründen einen stark fre- tig und der Situation angepasstzu erläutern.
quentierten Zugsverkehr aufweist, den EC-Bahnhof zu strei- Der Bundesrat wird eingeladen, Massnahmen zur Verbesse-
chen. Die Sparbemühungen der SBB würden sich mit solchen rung der Kommunikation mit der Bevölkerung zu treffen -
Entscheiden rasch als Bumerang erweisen - denn weniger darin eingeschlossen professionell durchgeführte Öffentlich-
und schlechtere Zugsangebote können rasch auch zu weni- keitsarbeit und Werbung - und dem Parlament gegebenen-
ger Einnahmen führen. Ausserdem darf beim öffentlichen Ver- falls die nötigen Gesetzesänderungen vorzuschlagen.
kehr nicht das Kostendenken allein massgebend sein, son-
dern es müssen auch die Bedürfnisse der Kunden zählen. Texte du postulat du 13 juin 1994
II existe un fossé depuis quelque temps entre la population de
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates notre pays et les autorités (Conseil fédéral et Parlement). Ce
vom 16. November 1994 fossé s'est même élargi lors des dernières votations. L'une
Rapport écrit du Conseil fédéral des raisons tient au manque de communication, le Conseil fé-
du 16 novembre 1994 déral dispose en effet de trop peu de moyens pour pouvoir ex-
Dem Bundesrat ist nicht bekannt, aufweiche Quellen sich der pliquer correctement au peuple son point de vue, en fonction
Postulant bei seinen Aussagen stützt. Von den SBB wird versi- de la situation.
chert, dass die Bedienung des Bahnhofs Thun im EC-Verkehr J'invite donc le Conseil fédéral à prendre les mesures qui lui
keine Änderung erfährt. permettront de mieux communiquer avec la population - il ne
Auch mit «Bahn 2000» sollen die EC-Züge aus Kosten- und craindra pas de faire appel à des professionnels de la commu-
Kapazitätsgründen soweit möglich in das Grundgefüge des nication et de la publicité - et de soumettre au Parlement les
Taktfahrplans integriert werden. Damit ist aus heutiger Sicht révisions qui pourraient s'avérer nécessaires.
nicht in Frage gestellt, dass Eurocity-Züge auch weiterhin in
Thun halten. Mitunterzeichner-Cosignataires: Engler, Leuenberger Moritz,
Welche Veränderungen die Zukunft bei den Angeboten im in- Loeb François, Tschopp (4)
ternationalen Verkehr langfristig bringt, kann heute indes nicht
gesagt werden. Diese Entwicklung wird massgeblich auch Schriftliche Begründung - Développement par écrit
von den ausländischen Bahnunternehmen bestimmt. Im übri- Bundesrat und Parlament gelang es in letzter Zeit oft nicht, ihre
gen ist daran zu erinnern, dass Thun der Übergangspunkt von Haltung zu Sachfragen und Abstimmungsvorlagen der Bevöl-
den SBB zur BLS, Lötschbergbahn, ist. Demgegenüber ist kerung genügend zu erklären. Wohl können mittels Medien-
Spiez ein Bahnhof der BLS und der Einfluss der SBB mithin orientierungen und Pressemitteilungen Botschaften übermit-
nur ein indirekter. telt werden; damit wird aber erfahrungsgemäss nur ein relativ
Grundsätzlich ist der Fernverkehr der SBB dem marktwirt- kleiner Teil der Bevölkerung erreicht.
schaftlichen Bereich zugeordnet. Der Bund bezahlt somit Die Führungsaufgabe des Bundesrates und des Parlamentes
keine Abgeltung, im Gegenzug haben aber die SBB auch freie erfordert aktive Öffentlichkeitsarbeit. Mit den zur Verfügung
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Stalder EC-Bahnhof im Berner Oberland
Postulat Stalder Gare EC dans l'Oberland bernois
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3449
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 2480-2481
Page
Pagina
Ref. No 20 024 974
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