Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-3386 KI-generiert

GATT Agreements and Domestic Wine Imports

Geschäftsnummer VPB 94-3386
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court addressed concerns regarding the impact of GATT agreements on domestic wine imports and the agricultural sector. The reasoning focused on maintaining a balance between international trade obligations and supporting the agricultural economy, particularly concerning wine producers. The court acknowledged that while GATT might necessitate changes to import regulations and potentially reduce certain subsidies, measures such as import quotas for white wine, the use of a wine fund for export promotion, and direct payments to farmers were proposed to mitigate negative impacts and ensure the viability of the agricultural sector.

Legislator-Regeste

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GATT Agreements and Domestic Wine Imports: The reasoning focused on maintaining a balance between international trade obligations and supporting the agricultural economy, particularly concerning wine producers. The court acknowledged that while GATT might necessitate changes to import regulations and potentially reduce certain subsidies, measures such as import quotas for white wine, the use of a wine fund for export promotion, and direct payments to farmers were proposed to mitigate negative impacts and ensure the viability of the agricultural sector.

Schlagwörter

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Handelsabkommen landwirtschaftliche Nutzung Ausfuhrsubventionen Weltwirtschaft Handel mit alkoholischen Getränken Einfuhr und Inverkehrbringen der Erzeugnisse
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Volltext

Gatt/Cycle d'Uruguay 1096 E 29 novembre 1994

#ST# 94.3386 #ST# 93.3403

Interpellation Delalay Interpellation Uhlmann

Gatt-Verträge und Weinimport Uruguay-Runde

Accords du Gatt et importations de vins und gesunder Bauernstand

Uruguay Round et saine paysannerie

Wortlaut der Interpellation vom 29. September 1994

Wie stellt sich der Bundesrat im Hinblick auf die Entscheidun- Wortlaut der Interpellation vom 21. September 1993

gen über die Gatt-Verträge zu den folgenden Punkten? Der baldige Abschluss der Uruguay-Runde ist im Interesse der

1. Das Referendum gegen den Rebbaubeschluss hat seine Schweizer Volkswirtschaft Der Industrie- und Dienstleistungs-

Ziele erreicht: Die Weinqualität hat sich verbessert, und die standort Schweiz erhält neuen Auftrieb. Doch unsere Bauern

Einfuhrprivilegien sind abgebaut worden. Der besondere sind hart getroffen. Industrie, Gewerbe und Dienstleistungs-

Schutz der Weissweine steht nicht zur Diskussion, denn eine sektor sind von der Landwirtschaft ebenso abhängig, wie die

unkontrollierte Öffnung der Grenze würde den Bund zusätzli- Landwirtschaft vom Erfolg dieser Sektoren abhängig ist Bei

cher Einnahmen berauben und den Markt aus dem Gleichge- der Annahme der Schlussakte der Uruguay-Runde sind daher

wicht bringen. Die Weinbaubetriebe, die dadurch gefährdet Massnahmen zu treffen, die einen gesunden Bauernstand

würden, müssten zusätzlich unterstützt werden, und das und eine leistungsfähige Landwirtschaft erhalten. Das Ein-

würde bedeutend mehr kosten als die heutigen, beschränkten kommen der Landwirte muss durch Direktzahlungen gesi-

Beiträge. chertwerden.

2. Weissweinimporte müssen deshalb in Zukunft auf die im 1. Die Multifunktionalität der Landwirtschaft soll in der Uru-

Gatt vereinbarte Menge beschränkt bleiben. Es handelt sich guay-Runde anerkannt werden, und für Direktzahlungen ge-

um ein Jahreskontingent, das leicht höher ist als das ur- mäss Artikel 31 a und 31 b des Landwirtschaftsgesetzes be-

sprüngliche Schweizer Angebot; Einfuhren, die über das Kon- steht aufgrund unserer Gatt-Verpflichtungen keine Begren-

tingent hinausgehen, werden mit einer zusätzlichen Zollab- zung. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, damit das

gabe belastet, die innerhalb der nächsten sechs Jahre um bäuerliche Einkommen nach Annahme der Schlussakte der

15 Prozent reduziert werden muss. Uruguay-Runde durch Direktzahlungen in dem Ausmass gesi-

3. Eine zusätzliche Liberalisierung darf nur mit Zustimmung al- chert ist, in dem die Schweiz zum Abbau bestehender Subven-

ler Beteiligten und unter Berücksichtigung der Entwicklung er- tionen verpflichtet wird?

folgen. Auch sollte dabei die Regelung unserer Beziehungen 2. Rechnet der Bundesrat damit, dass die nach Abschluss der

zu den europäischen Nachbarn abgewartet werden; immerhin Uruguay-Runde möglichen Einsparungen mittelfristig ausrei-

ist die Schweiz ein wichtiger Abnehmer ihrer Produktion chen werden, um unserem Bauernstand durch Direktzahlun-

(55 Prozent des Konsums stammen aus diesen Ländern). gen das Überleben zu ermöglichen? Was gedenkt der Bun-

4. Mit Mitteln aus dem Rebbaufonds müssen Massnahmen desrat kurzfristig vorzukehren?

zur Förderung der für den Export bestimmten Weine ergriffen 3. Die Umsetzung der Uruguay-Runde soll dazu führen, dass

werden (gegenwärtig wird weniger als 1 Prozent der Produk- heute bestehende Formen des Grenzschutzes unserer land-

tionsmenge ausgeführt). wirtschaftlichen Produktion in Zölle umgewandelt werden.

Dies führt zu einer erheblichen Steigerung der Zolleinnahmen.

Texte de l'interpellation du 29 septembre 1994 Wie hoch werden diese zusätzlichen Einnahmen sein?

Dans la perspective des décisions sur l'Accord du Gatt, quelle 4. Was gedenkt der Bundesrat vorzukehren, um sicherzustel-

est la position du Conseil fédéral sur les points suivants? len, dass die dadurch realisierten Mehreinnahmen, soweit sie

1. Les objectifs du référendum contre l'arrêté fédéral sur la viti- zur Sicherung des Einkommensverlustes nötig sind, den

culture ont été atteints par une amélioration de la qualité des Landwirten zugute kommen?

vins et par la suppression des privilèges liés à leur importation. 5. Die produktespezifischen Subventionen müssen am Ende

La protection spéciale des vins blancs n'est pas mise en der Uruguay-Runde markant, das BLW spricht von 1,4 Milliar-

cause, car une ouverture incontrôlée des frontières priverait la den Franken, abgebaut werden. Welche Massnahmen wird

Confédération de nouvelles recettes et nuirait à l'équilibre du der Bundesrat ergreifen, um sicherzustellen, dass diese Gel-

marché. Le soutien des exploitations ainsi mises en péril nous der nicht der Bundeskasse anheimfallen, sondern den Land-

coûterait alors beaucoup plus que les frais réduits qui leur sont wirten in Form von Direktzahlungen zugute kommen?

consacrés aujourd'hui. 6. Die Menge der Landwirtschaftsprodukte, deren Export

2. Les importations de vins blancs doivent donc demeurer li- heute durch Subventionen erleichtert wird, muss in Etappen

mitées à l'avenir aux exigences du Gatt II s'agit d'un contin- weiter gesenkt werden. Dadurch werden heute budgetierte

gent annuel légèrement augmenté par rapport à l'offre suisse Mittel frei. Was gedenkt der Bundesrat vorzukehren, damit

et d'une taxe douanière dissuasive pour les surplus, avec ré- diese Mittel den Landwirten in Form von Gatt-konformen Di-

duction de 15 pour cent sur six ans. rektzahlungen zugute kommen?

3. Une libéralisation supplémentaire ne doit donc intervenir 7. Die Umstellung von produktionsabhängigen Subventionen

que par consensus, après observation de l'évolution et lors- auf Direktzahlungen wird Preissenkungen bewirken. Erwartet

que nous aurons mis au point nos relations avec nos voisins der Bundesrat, dass diese Preissenkungen zu einer Vergrös-

européens dont la Suisse est un client important (55 pour cent serung der Nachfragemenge führen werden?

de la consommation).

4. Des mesures-cadres sont à prendre à travers le fonds vini-

cole pour promouvoir les vins suisses à l'exportation (actuelle- Texte de l'interpellation du 21 septembre 1993

ment moins de 1 pour cent de la production). La conclusion prochaine du cycle de négociations dit Uruguay

Round est dans l'intérêt de l'économie suisse. En effet, elle ap-

Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguin, Bloetzer, Cavadini portera une nouvelle impulsion à notre pays en tant que place

Jean, Cottier, Coutau, Danioth, Frick, Martin Jacques, Petit- économique et profitera notamment à l'industrie et aux servi-

pierre, Reymond, Schallberger, Seiler Bernhard (12) ces. Pourtant, nos paysans seront durement touchés. Or l'in-

dustrie, les petites entreprises et le secteur des services d'une

part, et l'agriculture d'autre part, dépendent les uns des autres

pour leur bon fonctionnement Au cas où l'Acte final du Cycle

d'Uruguay serait donc adopté, il y aurait lieu de prendre des

mesures pour maintenir une paysannerie saine et une agri-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Delalay Gatt-Verträge und Weinimport

Interpellation Delalay Accords du Gatt et importations de vins

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1994

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 94.3386

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 29.11.1994 - 08:00

Date

Data

Seite 1096-1096

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Ref. No 20 025 094

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