Parliamentary Debate on Alpine Convention Ratification
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe parliament debated a postulate concerning the ratification of the Alpine Convention. The postulate argued that the convention was one-sided, focusing only on protection without adequate consideration for the economic existence of mountain populations, and questioned its compatibility with Switzerland's federal structure and direct democracy. The government stated it was willing to accept the postulate and that negotiations were ongoing to address these concerns, ultimately leading to the postulate being rejected.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 166 Abs. 1 ParlG, Art. 168 Abs. 1 ParlG; Parliamentary Debate on Alpine Convention Ratification: The postulate argued that the convention was one-sided, focusing only on protection without adequate consideration for the economic existence of mountain populations, and questioned its compatibility with Switzerland's federal structure and direct democracy. The government stated it was willing to accept the postulate and that negotiations were ongoing to address these concerns, ultimately leading to the postulate being rejected.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe provision governs the taking up of postulates by the Federal Council.
The provision governs the forwarding of postulates to the relevant commission.
Volltext
24. März 1995 N 951 Postulat Blatter
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Baumberger, Bäum- Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin,
lin, Béguelin, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bodenmann, Brügger Cyrill, Carobbio, Danuser, de Dardel,
Bundi, Bürgi, Carobbio, Caspar-Mutter, Danuser, Dünki, Eg- Eggenberger, Fankhauser, Goll, Gross Andreas, Hafner Ur-
genberger, Engler, Eymann Christoph, Fankhauser, Fischer- sula, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jöri, Leemann, Leuen-
Hägglingen, Giger, Grendelmeier, Gross Andreas, Haering berger Ernst, Ruffy, Vollmer (21 )
Binder, Hafner Ursula, Herczog, Hildbrand, Hubacner, Jäggi
Paul, Jeanprêtre, Jöri, Kühne, Ledergerber, Leemann, Leuen- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
berger Ernst, Maeder, Marti Werner, Misteli, Mühlemann, Nab- Die innenpolitische Abstützung der schweizerischen Aussen-
holz, Neuenschwander, Oehler, Raggenbass, Rechsteiner, politik bedarf zusätzlicher Anstrengungen. Zudem ist die Öf-
Ruckstuhl, Ruffy, Rutishauser, Savary, Schmid Peter, Sieber, fentlichkeit nur ungenügend darüber informiert, ob die OSZE
Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Weder die Erwartungen erfüllt, die mit der Verabschiedung und brei-
Hansjürg, Zbinden, Ziegler Jean, Züger, Zwygart (56) ten Publikation der Charta von Paris geweckt worden sind.
Analog zu den regelmässig im Bundesblatt veröffentlichten
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Jahresberichten über die Tätigkeit der Schweiz im Europarat
Es besteht ein steigendes Unbehagen über das sich verstär- drängt sich deshalb die Erarbeitung und Publikation eines Re-
kende Gerangel unter Uno-Sitzen und Städten, die es werden chenschaftsberichts über die Tätigkeit der Schweiz in der
wollen. Man hat den Eindruck, es werde mit harten Bandagen OSZE sowie die Publikation des Jahresberichts des OSZE-
gekämpft und Entscheide würden auch erpresst Man fragt Generalsekretärs auf.
sich deshalb, ob es notwendig ist, dass sich die Schweiz um
jede neue internationale Organisation bemühen soll, oder ob Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
es nicht besser wäre, hie und da auch freiwillig auf ein Uno- vom 22. Februar 1995
Amt zu verzichten, um so aus der Schusslinie zu kommen und Rapport écrit du Conseil fédéral
damit auch diejenigen Ämter sicher behalten zu können, de- du 22 février 1995
ren Synergieeffekte offensichtlich sind. Der Bundesrat informiert bereits heute die Aussenpolitischen
Ferner sind die Verantwortlichkeiten innerhalb der Verwaltung Kommissionen ausführlich mittels regelmässiger Berichte. Er
in Bern und zur Fipoi nicht klar. Die Erkenntnisse und die Er- ist zudem bereit, die schweizerischen Aktivitäten im Rahmen
fahrungen aus der Reorganisation «Bauwesen des Bundes» der OSZE in einem separaten Kapitel des Rechenschaftsbe-
sollten auch in diesem Bereich zur Anwendung kommen. richts zu behandeln. Damit erübrigt sich ein zusätzlicher Be-
Es wäre deshalb zu prüfen: richt
- ob der Bund nicht entweder direkt als Bauherr auftreten soll
(analog Palais Wilson) und die Fipoi erst für die Verwaltung Schriftliche Erklärung des Bundesrates
eingesetzt wird, oder Déclaration écrite du Conseil fédéral
- ob es für die Eidgenossenschaft langfristig nicht vorteilhafter Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
wäre, wenn wie bei der WTO die Gebäude inklusive Unterhalt-
mit einer Heimfallklausel für den Fall eines Wegzugs versehen Abgelehnt - Rejeté
-den internationalen Organisationen geschenkt würden,
denn Eigentum macht sesshafter als Miete.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 15. Februar 1995 #ST# 94.3379
Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 15 février 1995 Postulat Blatter
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Alpenkonvention.
Ratifizierung
Überwiesen - Transmis
Convention sur la protection des Alpes.
Ratification
#ST# 94.3537 Wortlaut des Postulates vom 29. September 1994
Der Bundesrat wird beauftragt, folgende Massnahmen zu tref-
Postulat Haering Binder fen:
Jahresbericht über die Tätigkeit 1. In Nachverhandlungen ist den elementaren Anliegen der
Berggebiete, wie sie namentlich von der Regierungskonferenz
der Schweiz in der OSZE
der Gebirgskantone und der Schweizerischen Arbeitsgemein-
Activité de la Suisse schaft für die Berggebiete formuliert worden sind, Nachach-
au sein de I'OSCE. Rapport annuel tung zu verschaffen.
2. Der Bundesrat wird ersucht, die Unterzeichnung der vorlie-
genden Protokolle bis zum Zustandekommen einer gesamt-
haft ausgewogenen Lösung generell auszusetzen.
3. Der Bundesrat wird beauftragt, das «Gesamtwerk Alpen-
Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1994 konvention» dem Parlament erst zur Genehmigung zu unter-
Der Bundesrat wird eingeladen, regelmässig einen Jahresbe- breiten, wenn gesamthaft ein angemessenes Verhältnis zwi-
richt über die Tätigkeit der Schweiz in der OSZE sowie den schen Schutz und Nutzen im Alpenraum, aber auch die Subsi-
Jahresbericht des OSZE-Generalsekretärs im Bundesblatt zu diarität und die föderalistischen Strukturen des schweizeri-
publizieren und den Räten zur Kenntnis zu geben. schen Staates berücksichtigt und sichergestellt sind.
Texte du postulat du 14décembre 1994 Texte du postulat du 29 septembre 1994
Le Conseil fédéral est invité à publier dans la Feuille fédérale Le Conseil fédéral est chargé de prendre les dispositions sui-
un rapport annuel sur les activités de la Suisse au sein de vantes:
l'OSCE ainsi que le rapport annuel du secrétaire général de 1. reprendre les négociations en vue d'assurer la défense des
l'OSCE et de porter ces documents à la connaissance des intérêts élémentaires des populations montagnardes, tels
Chambres. qu'ils ont été notamment formulés par la Conférence des gou-
Postulat Grossenbacher 952 N 24 mars 1995
vernements des cantons de montagne et par le Groupement (Mitsprache des Volkes und der Direktbetroffenen) nehmen
suisse pour les régions de montagne; mussten, ist es nicht so, dass man einseitig nur den Schutz
2. attendre qu'une réglementation globale équilibrée soit verankert hat, sondern man hat ebenso auf die in diesen Re-
adoptée avant de signer les protocoles; gionen lebende Bevölkerung Rücksicht genommen. Denn die
3. attendre, avant de soumettre l'ensemble de la Convention Schutzziele können nur dann verwirklicht werden, wenn die in
sur la protection des Alpes au Parlement pour approbation, den Berggebieten lebende Bevölkerung die wirtschaftliche
qu'une solution globale tenant dûment compte des impératifs Existenzgrundlage nicht verliert und die Schutzziele auch ak-
de la protection de l'environnement et de l'exploitation des ré- zeptiert
gions en question, mais aussi du principe de subsidiarité et In unserem Land besteht aus diesen Gründen keine Gefahr,
des structures fédérales de notre Etat, ait été trouvée. dass das Berggebiet in Zukunft seinen hohen Wert als Erho-
lungsraum verlieren wird. Es wäre bedenklich, wenn wir mit ei-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Baumberger, ner einseitigen Alpenkonvention unsere demokratische
Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bühler Simeon, Burgi, Selbstbestimmung aufgeben würden.
Caccia, Cavadini Adriano, Chevallaz, Columberg, Comby,
Cornaz, Darbellay, Deiss, Dettling, Dormann, Engler, Epiney, Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Eymann Christoph, Früh, Gobet, Gros Jean-Michel, Hari, He- vom 12. Dezember 1994
berlein, Hegetschweiler, Hess Otto, Hildbrand, Jaggi Paul, Déclaration écrite du Conseil fédéral
Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Leuba, Maitre, Mamie, Mêler du 12 décembre 1994
Samuel, Oehler, Philipona, Pidoux, Pini, Raggenbass, Rutis- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
hauser, Sandoz, Savary, Scheurer Rémy, Schmidhalter,
Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Le président: M. Bund! combat cette intervention. La discus-
Spoerry, Stamm Luzi, Steinegger, Stucky, Theubet, Tschup- sion est renvoyée.
pert Karl, Vetterli, Wanner, Wick, Wyss William, Zwahlen (62)
Verschoben - Renvoyé
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Alpenkonvention ist im November 1991 von Bundesrat
Cotti in Salzburg unterzeichnet worden. Von Anfang an haben
vor allem die Bergkantone bemängelt, dass das Vertragswerk
ihren Vorstellungen nicht entspricht Die Schweiz hat in der
Folge mehrere Vorschläge gemacht, welche in die Protokolle #ST# 94.3533
der Konvention eingebaut werden sollen.
Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des In- Postulat Grossenbacher
nern hat vor Monatsfrist an einem Treffen mit Umweltministern Bewussteres und gesünderes
erklärt, die Schweiz werde «auf keinen Fall den internationalen
Konsum- und Ernàhrungsverhalten
Kalender der Alpenkonvention bremsen». Andererseits war
vom gleichen Departement noch im Jahr 1991 an der Umwelt- Amélioration
ministerkonferenz in Salzburg die Erklärung abgegeben wor- des habitudes alimentaires
den, dass der Bundesrat das Ratifizierungsverfahren erst ein-
leiten werde, «wenn die laufenden Verhandlungen über die
Zusatzprotokolle zu einem für die Schweiz zufriedenstellen-
den Abschluss gekommen sind».
Die Vernehmlassung zu den fünf Ausführungsprotokollen der Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1994
Alpenkonvention hat ein sehr ernüchterndes Resultat ge- Mit dem Ziel einer Verbesserung der Volksgesundheit wird der
bracht Vor allem bemängeln die betroffenen Bergregionen Bundesrat ersucht, Möglichkeiten zu prüfen, durch eine ver-
geschlossen, dass die gutgemeinte Alpenkonvention für die stärkte Information und Aufklärung, vor allem bei der Jugend,
wirtschaftliche Existenz des Berggebietes eine Gefahr bedeu- ein bewussteres und gesünderes Konsum- und Ernährungs-
tet Das Abkommen ist einseitig schutzorientiert und sagt prak- verhalten der Bevölkerung zu erreichen.
tisch nichts aus über die Erhaltung und Förderung des Berg- Dabei sind insbesondere Möglichkeiten im Rahmen beste-
gebietes als wirtschaftlicher Lebensraum seiner Bevölkerung. hender Institutionen (BAG, Schulen, private Trägerorganisa-
Zudem werden die demokratischen Entscheidungsstrukturen tionen usw.) zu prüfen.
der Schweiz in Frage gestellt
Immer mehr versuchen Organisationen und Leute aus den Texte du postulat du 13 décembre 1994
Städten und Agglomerationen, mit Forderungen, Gesetzen Afin de mieux assurer la santé publique, le Conseil fédéral est
und Vorschriften oder einer Alpenkonvention über unser Berg- prié d'examiner les moyens d'améliorer les habitudes alimen-
gebiet zu verfügen. Dabei spielt oft eine verhaltene Verachtung taires de la population, en particulier des jeunes, grâce à une
mit, die geprägt ist von der alten Arroganz der Städter gegen- information plus poussée sur les principes de la diététique.
über der einfachen Bergbevölkerung. Il importe notamment d'étudier les possibilités qu'offrent les
Die Schweiz und ihre Berggebiete sind jederzeit in der Lage, institutions existantes telles que l'OFSP, les écoles et d'autres
den Beweis zu erbringen, dass wir eine einseitige Fremdbe- organismes privés.
stimmung mit einer Alpenkonvention nicht nötig haben. Bis
heute haben wir mit unseren demokratischen Instrumenten Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine- Aucun
der direkten Demokratie selber entscheiden können, wie der
Umweltschutz in den Berggebieten gesetzlich festgelegt wird. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ein paar Beispiele sind: Umweltschutzgesetz, Bundesgesetz Nach den neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik vom
über den Natur- und Heimatschutz, Gewässerschutzgesetzt, Juli 1994 werden die Schweizer dieses Jahr rund 36 Milliarden
Bundesgesetz über die Fischerei, Waldgesetz, die umfas- Franken für ihre Gesundheit ausgeben. Das ist doppelt so viel
sende Gesetzgebung auf dem Gebiet der Raumplanung, wie im Jahre 1985!
Richtplanung, Bundesinventar der Landschaften und Natur- Herr Prof. Dr. J. Somogyi, Universität Zürich, hielt am 7. Ja-
denkmäler von nationaler Bedeutung (BLN), Bundesinventar nuar 1992 ein Referat an der Harvard Universität Boston mit fol-
der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung gendem Thema: «Die Bedeutung der Ernährungsaufklärung
(ISOS), Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore von für die Volksgesundheit und die Volkswirtschaft».
nationaler Bedeutung usw. Dabei hielt er folgendes fest:
Diese umfangreichen eidgenössischen und kantonalen Er- Die Ausgaben für die Behandlung und Rehabilitation ernäh-
lasse bilden einen sehr wirksamen Schutz des Berggebietes. rungsbedingter Krankheiten stiegen in der Schweiz von 1980
Und da diese Gesetze alle die Hürde der direkten Demokratie bis 1988 u m 63 Prozent
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Blatter Alpenkonvention. Ratifizierung
Postulat Blatter Convention sur la protection des Alpes. Ratification
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3379
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.03.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 951-952
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Pagina
Ref. No 20 025 505
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