Government Proposal on Eliminating Import Restrictions and Quota Distribution
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion proposed that the government eliminate quantitative import restrictions by the end of 1995, allowing only tariff quotas to fulfill WTO obligations, and distribute these quotas equitably, possibly using the "Windhundverfahren" (first-come, first-served) considering domestic performance. The government agreed with the motion's goal of increasing market competition and reducing costs in the import sector, but proposed converting the motion into a postulate. This was because the government believed a single distribution method, as suggested by the motion, would not account for the diverse needs of different product sectors and market structures, and they preferred to allow experience with WTO tariffication to inform future policy, aligning with the principle of subsidiarity.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 3 Absatz, Artikel 3 Absatz 2 UWG; Government Proposal on Eliminating Import Restrictions and Quota Distribution: The government agreed with the motion's goal of increasing market competition and reducing costs in the import sector, but proposed converting the motion into a postulate. This was because the government believed a single distribution method, as suggested by the motion, would not account for the diverse needs of different product sectors and market structures, and they preferred to allow experience with WTO tariffication to inform future policy, aligning with the principle of subsidiarity.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court amended Article 3 paragraph 2 of the Unfair Competition Act to include a provision against discriminatory advertising.
Volltext
Motion von Feiten 1890 7 octobre 1994
#ST# 94.3119 ländischen Kostenniveaus; einheimische Nahrungsmittel wer-
den so konkurrenzfähiger gegenüber Importen, und sie wir-
Motion Loeb François ken dem Einkaufstourismus entgegen.
Aufhebung der mengenmässigen Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Einfuhrkontingente vom 18. Mai 1994
Suppression des restrictions Rapport écrit du Conseil fédéral
quantitatives à l'importation du 18 mai 1994
Der Bundesrat ist mit dem Anliegen der Motion, wie es in der
Begründung zum Ausdruck kommt, einverstanden.
In seinem 7. Landwirtschaftsbericht hat der Bundesrat klar
zum Ausdruck gebracht, dass mit dem Einbezug der vor- und
Wortlaut der Motion vom 16. März 1994 nachgelagerten Sektoren in den Reformprozess mittels Dere-
Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen Dispositionen zu gulierung, mehr Wettbewerb und Strukturanpassungen eine
treffen, dass die den Import betreffende Marktordnung den Kostensenkung für die Landwirte zu erreichen sei. Wenn von
Binnenwettbewerb nicht verfälscht. Er ist dafür besorgt, dass der Landwirtschaft längerfristig eine Anpassung an die Preis-
alle mengenmässigen Einfuhrkontingente bis zum 31. De- verhältnisse in der EU verlangt wird, so muss dies auch für den
zember 1995 aufgehoben werden. Einzig zur Erfüllung des Handel gelten. Einengende Marktordnungen mit kartellisti-
Gatt-Vertrages sollen Zollkontingente angewandt werden kön- schen Elementen behindern rationelle Entwicklungen in die-
nen. Diese sind unter Wahrung des Wettbewerbs möglichst sen Branchen.
gerecht zu verteilen, wobei das «Windhundverfahren», wo un- Im Rahmen der vom Gatt vorgegebenen Tarifizierung der
bedingt nötig, unter Mitberücksichtigung der Inlandleistung mengenmässigen Einfuhrbeschränkungen stellt die vom Mo-
anzuwenden ist. tionär aufgeführte Methode des «Windhundverfahrens» eine
Möglichkeit für die Verteilung des Zollkontingentes dar. Der
Einbezug der Inlandleistung, der Exportleistung wie auch der
Texte de la motion du 16 mars 1994 Importvergleichszahlen in die Bemessung der Zollkontin-
Le Conseil fédéral est chargé de prendre les dispositions né- gentsanteile der Einfuhrberechtigten ist aus der Sicht des Gatt
cessaires pour que le régime des importations ne fausse pas ebenfalls möglich. Eine Bevorzugung des «Windhundverfah-
la concurrence à l'intérieur du pays. Il veillera à ce que toutes rens» würde dem Grundsatz, im Rahmen der Gatt-Lex nur die
les restrictions quantitatives à l'importation soient abolies für die Ratifizierung des Gatt-Vertrages notwendigen Änderun-
avant le 31 décembre 1995. Toutefois, des contingents tarifai- gen vorzunehmen, widersprechen und im Vollzug aufgrund
res pourront être utilisés en application de l'Accord du Gatt. Ils der kurzen Fristen zu grossen Problemen führen.
seront répartis de la manière la plus équitable possible, dans Marktwirtschaftliche Strukturen müssen in allen Bereichen der
le respect de la libre concurrence; on appliquera à cet effet le Importwirtschaft bestimmend sein. Die Ausrichtung der Vertei-
système «au fur et à mesure», en tenant également compte, lung des Zollkontingentes auf eine einzige Methode, wie sie
lorsque c'est absolument nécessaire, de la prise en charge der Motionär verlangt, würde jedoch dieser Forderung nicht
obligatoire de produits indigènes. entsprechen, da sie nicht Rücksicht nimmt auf die verschiede-
nen Produktebereiche und Marktordnungen, bei denen aus
Mitunterzeichner - Cosignataires: Engler, Gardiol, Hubacher, Gründen der Marktgrösse, der Saisonalität und Verderblich-
Schmid Peter, Stucky, Suter, Wick (7) keit der Produkte eine differenzierte Anwendung der Tarifizie-
rung erforderlich ist Weil der Bundesrat mit dem Anliegen ei-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit ner verstärkten marktwirtschaftlichen Ausrichtung der Import-
Einzelkontingente für die Einfuhr bestimmter Güter verzerren wirtschaft einverstanden ist und im Rahmen der Gatt-Lex die
den Markt und verschaffen den privilegierten Kontingentshal- verschiedenen möglichen Instrumente auch bereitstellen
tern Vorteile, welche nicht durch Leistung, sondern durch den wird, beantragt er die Umwandlung in ein Postulat.
staatlichen Markteingriff begründet sind.
Zu Recht wird daher seit langem die Umgestaltung der veralte- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
ten Kontingentswirtschaft zu einer wettbewerbsneutralen, ge- Déclaration écrite du Conseil fédéral
rechten und konsumentenfreundlichen Einfuhrregelung ver- Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
langt, welche auch transparent und berechenbar ist wandeln.
Im Rahmen des Gatt-Abkommens muss das heutige Einfuhr-
regime nun ohnehin revidiert werden. Die Gatt-Bestimmungen Überwiesen als Postulat-Transmis comme postulat
verlangen einen minimalen Marktzutritt für ausländische Güter
unter Berücksichtigung der Grenzschutzmassnahmen in den
Referenzjahren, überlassen die praktische Ausgestaltung
aber den einzelnen Mitgliedländern selbst
Für die Schweiz besteht also aus innenpolitischen wie aus
welthandelspolitischen Gründen ein Handlungsbedarf und
gleichzeitig eine Handlungsfreiheit bei der konkreten Umset- #ST# 94.3293
zung. Diese Situation sollte genutzt werden, um jetzt auch den
Übergang zu einem modernen, Wettbewerbs- und konsumen- Motion von Feiten
tenfreundlichen Einfuhrregime zu vollziehen. UWG. Diskriminierende Werbung
Der Ersatz der veralteten Kontingentswirtschaft durch eine Ta-
rifizierung tangiert die Landwirtschaft zurzeit im wesentlichen Loi contre la concurrence déloyale.
nur im Rahmen der durch das Gatt verlangten Grenzöffnungs- Publicité discriminatoire
und Grenzschutzmassnahmen. Die Forderung bezüglich der
Verteilung der Zollkontingente betrifft nicht die Bauern, son-
dern die vor- und nachgelagerten Importbranchen.
Indirekt profitieren auch die Bauern von einem verstärkten
Wettbewerb unter den Importeuren, namentlich wenn dieser Wortlaut der Motion vom 17. Juni 1994
im Rahmen des Gatt auch in weiteren Bereichen gefördert Die von der Internationalen Handelskammer in Paris erlasse-
wird. So entfällt heute ein Teil der höheren landwirtschaftlichen nen Richtlinien für die Werbepraxis erklären diskriminierende
Produktionskosten in der Schweiz auf die durch Importkartelle Werbung als unlauter. Der Bundesrat wird beauftragt, das Ge-
künstlich verteuerten Produktionsmittel der Bauern. Eine Libe- setz gegen den unlauteren Wettbewerb mit einer entsprechen-
ralisierung ist demnach auch ein Beitrag zur Senkung des in- den Bestimmung wie folgt zu ergänzen:
7. OktobeM 994 1891 Motion SGK-NR (93.424)
Artikel 3 Absatz 2: Als unlauter gilt insbesondere diskriminie- #ST# 94.3312
rende Werbung. Die Werbung soll sich jeder Diskriminierung
aus Gründen des Geschlechts, der Rasse oder der Religion Motion SGK-NR (93.424)
enthalten. Sicherheit am Arbeitsplatz
Texte de la motion du 17 juin 1994 Motion CSSS-CN (93.424)
La Chambre de commerce internationale de Paris a édicté des Sécurité sur le lieu de travail
directives régissant la pratique publicitaire, dans lesquelles
elle déclare déloyale toute publicité discriminatoire. Le
Conseil fédéral est chargé de compléter comme suit la loi
contre la concurrence déloyale:
Article 3 alinéa 2: Est notamment réputée déloyale toute publi- Wortlaut der Motion vom 19. Mai 1994
cité discriminatoire. La publicité ne doit contenir aucune discri- Der Bundesrat wird aufgefordert, die Bestimmungen über die
mination fondée sur le sexe, la race ou la religion. Gesundheitsförderung, den Gesundheitsschutz und die Si-
cherheit am Arbeitsplatz zu koordinieren und zusammenzu-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bodenmann, Caspar-Hut- fassen. Zudem sind bestehende Lücken zu schliessen.
ter, Danuser, Eggenberger, Fankhauser, Goll, Gross Andréas,
Haering Binder, Hafner Ursula, Jori, Leemann, Leuenberger Texte de la motion du 19 mai 1994
Moritz, Rechsteiner, Steiger Hans, Zbinden (15) Le Conseil fédéral est prié de coordonner et de regrouper les
dispositions concernant la prévention et la protection dans le
Schriftliche Begründung - Développement par écrit domaine de la santé ainsi que la sécurité sur le lieu de travail.
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht Il convient en outre de combler les lacunes existantes en la
eine schriftliche Antwort. matière.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Schriftliche Begründung
vom 31. August 1994 Die Bestimmungen zum Gesundheitsschutz und zur Sicher-
Rapport écrit du Conseil fédéral heit am Arbeitsplatz sind heute in zwei verschiedenen Geset-
du 31 août 1994 zen geregelt. Bestimmungen betreffend die Verhütung von
Die von der Motionärin erwähnte Bestimmung der Internatio- Berufsunfällen und Berufskrankheiten finden sich im Unfall-
nalen Handelskammer über diskriminierende Werbung ist in versicherungsgesetz (UVG), die allgemeine Gesundheitsvor-
der Schweiz von der Kommission für die Lauterkeit in der Wer- sorge hingegen im Arbeitsgesetz (ArG). Vor allem bei der all-
bung konkretisiert und als Grundsatz aufgenommen worden. gemeinen Gesundheitsvorsorge bestehen zudem noch zahl-
Dieser erklärt Werbung, die ein Geschlecht diskriminiert, in- reiche Lücken. Diese Situation ist unbefriedigend. Die Ab-
dem sie die Würde von Frau oder Mann herabsetzt, als unlau- grenzung dieser Bereiche ist unklar und verhindert eine
ter. Die Schweizerische Kommission für die Lauterkeit in der ganzheitliche Sicht der Problematik. Überdies ergeben sich
Werbung ist eine von der Werbebranche getragene Stiftung, unnötige Komplikationen in der Durchführung, da die Zustän-
die sich die Selbstkontrolle der Werbung zum Ziel gesetzt hat. digkeit auf verschiedene Organe verteilt ist. Vertreter der be-
Mitglieder der Kommission sind Vertreterinnen und Vertreter troffenen Verwaltungsabteilungen sowie externe Experten
der Werbung, der Konsumentenorganisationen sowie soge- der Suva, des Konkordats der Krankenkassen und der Stif-
nannte Neutrale (Presse, Lehrer, Pfarrer, Anwälte usw.). tung für Gesundheitsförderung - welche die Kommission für
Grundlage für die Tätigkeit der Kommission bilden die Interna- ihre Beratungen beigezogen hatte - bestätigen diese nega-
tionalen Richtlinien für die Werbepraxis sowie Grundsätze, tive Beurteilung.
welche die Kommission erlässt. Bis heute hat die Kommission Nationalrat Werner Carobbio fordert in einer parlamentari-
rund 40 solcher Grundsätze erlassen. Der erwähnte Grund- schen Initiative eine Neuordnung aller diesbezüglichen Be-
satz über diskriminierende Werbung ist bis anhin der letzte stimmungen in einem neuen Bundesgesetz. Die Kommission
und datiert vom vergangenen Herbst. ist jedoch der Ansicht, dass nicht notwendigerweise ein neues
Mit diesem Grundsatz der privaten Kommission liegt in der Bundesgesetz die beste Lösung ist. Es muss ebenso geprüft
Schweiz erstmals ein Versuch vor, diskriminierende Werbung werden, ob nicht eine Koordinierung oder eine Zusammenfas-
normativ zu erfassen. Der Bundesrat erachtet es als opportun, sung aller relevanten Bestimmungen im einen oder anderen
die Schweizerische Kommission für die Lauterkeit in der Wer- der beiden Gesetze zu einer befriedigenden Lösung führt- mit
bung zuerst Erfahrungen mit ihrem neuen Grundsatz sam- wesentlich geringerem Aufwand.
meln zu lassen, bevor er selbst gesetzgeberisch tätig wird. Es Das Problem muss angegangen werden. Die Kommission will
entspricht dem Subsidiaritätsprinzip zu versuchen, die Lö- dem Bundesrat dabei aber freie Hand lassen, ob er dies durch
sung vorerst mit dem Mittel der Selbstkontrolle zu erreichen. die Schaffung eines neuen Gesetzes oder durch Koordinie-
Im übrigen ist für Betroffene die Hemmschwelle, an die Kom- rung oder Zusammenfassung im Rahmen der bestehenden
mission zu gelangen, geringer als der Gang zum Richter. Das Gesetze lösen will. Zugleich sollen bei dieser Gelegenheit be-
Verfahren vor der Kommission ist form- und kostenlos, und die stehende Lücken im Bereich Gesundheitsförderung sowie
Kommission kann über die Stiftung direkt auf die Werbeträger Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz geschlos-
Einfluss nehmen. sen werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Développement par écrit
Déclaration écrite du Conseil fédéral La protection de la santé des travailleurs et la sécurité sur le
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- lieu de travail sont actuellement régies par deux lois distinctes,
wandeln. à savoir, d'une part, la loi fédérale sur l'assurance-accidents
(LAA), qui règle la prévention des maladies d'origine profes-
Überwiesen als Postulat- Transmis comme postulat sionnelle et des accidents du travail, et d'autre part, la loi sur le
travail (LTr), qui règle les mesures d'hygiène en général et où il
subsiste de nombreuses lacunes. Or, cette répartition n'est
pas satisfaisante, pour deux raisons: d'abord, la frontière entre
l'un et l'autre de ces deux domaines est imprécise, d'où une
vue d'ensemble difficile, ensuite, elle complique l'exécution
par l'éclatement des compétences qu'elle entraîne. Cette im-
pression défavorable de la commission est d'ailleurs partagée
par les spécialistes qu'elle a consultés, qu'il s'agisse de fonc-
tionnaires des services concernés ou d'experts de la CNA, du
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion von Felten UWG. Diskriminierende Werbung
Motion von Felten Loi contre la concurrence déloyale. Publicité discriminatoire
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3293
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 1890-1891
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