Agricultural Direct Payment System Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case addresses the direct payment system for agricultural operations. The court reasoned that full-time family-run farm operations should continue to receive direct payments, as current and future income levels in agriculture do not pose a risk of public funds being misallocated. The court also considered the administrative burden on agricultural offices and the benefit of deregulation by standardizing income thresholds for direct payments, particularly when one income source is from farming and the other is from outside employment.
Legislator-Regeste
KI-generiertArtikel 31 a Absatz 3, Artikel 31 a, Artikel 31 b; Agricultural Direct Payment System Case: The court reasoned that full-time family-run farm operations should continue to receive direct payments, as current and future income levels in agriculture do not pose a risk of public funds being misallocated. The court also considered the administrative burden on agricultural offices and the benefit of deregulation by standardizing income thresholds for direct payments, particularly when one income source is from farming and the other is from outside employment.
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KI-generiertThis provision is cited as the basis for the current income threshold for direct payments and is discussed in relation to the proposed changes.
This provision is referenced in the context of direct payments and income thresholds, indicating its relevance to the discussed agricultural policy.
This provision is mentioned as not being subject to income limits, highlighting a distinction in the application of payment rules.
Volltext
23. März 1995 423 Agrarprodukte. Liberalisierung
Aufgrund dieser Überlegungen meine ich, dass Verwalterbe- vision durchgeführt wird, und zwar spätestens in einem Jahr:
triebe, die im Vollerwerb als Familienbetriebe geführt werden, Wir werden wahrscheinlich nächstes Jahr wieder eine Volks-
auch in Zukunft in den Genuss von Direktzahlungen kommen abstimmung zum Thema Landwirtschaftspolitik haben. Im
sollten. Aufgrund der heutigen und der zukünftigen Einkom- Vordergrund werden dann wieder die Bauernvertreter ange-
menssituation in der Landwirtschaft besteht keine Gefahr, schossen, zum Teil wegen ihren hohen Einkommen, die sie
dass damit öffentliche Gelder an eine nicht gerechtfertigte von den Verbänden der Landwirtschaft ausbezahlt bekom-
Stelle gelangen. men. Es ist also wohl möglich, dass auch solche Leute-dabin
Unter Berücksichtigung dieser speziellen Situation der Verwal- ich mir im klaren - betroffen werden, wenn wir die Motion über-
terbetriebe, die als Vollerwerbs- und Familienbetriebe geführt weisen. Aber ich meine, es ist der richtige Schritt Wir müssen
werden, empfehle ich Ihnen, die Motion zu überweisen. diesen Schritt tun, damit wir mindestens bei der nächsten Ab-
stimmung ein gutes Gewissen haben.
Seiler Bernhard (V, SH): Auch ich unterstütze die Zielsetzung Aus diesen dargelegten Gründen stimme ich für die Überwei-
dieser Motion des Nationalrates (Jäggi Paul). Im Nationalrat sung der Motion, und ich bitte Sie, dasselbe zu tun.
ist die Motion sogar ohne Diskussion überwiesen worden.
Ich meine, wir sollten das auch tun. Ich möchte nicht auf alles Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: M. Bieri m'a posé
noch einmal eintreten, was Frau Präsidentin Simmen schon une question et je dois y répondre brièvement dans le cadre
gesagt hat, sondern gleich drei Punkte nochmals kurz be- de ce débat
gründen. Je dirai à M. Bieri que, naturellement, si la loi est modifiée à
1. Die Landwirtschaftsämter, mit denen ich Kontakt hatte, un- l'article 31 a dont on parle justement, il s'agira ensuite d'adap-
terstützen die Motion und die Zielrichtung dieser Motion. Sie ter l'ordonnance d'application. Il y aura sans doute des barè-
haben heute - das hat auch Herr Bundesrat angetönt - ver- mes à changer, des nouveaux chiffres à introduire. Mais je
schiedene Einkommensgrenzen, die sie eruieren müssen, um peux dire que dans ce traitement, les domaines privés exploi-
allenfalls dann Direktzahlungen auszahlen zu können. Einer- tés par un gérant seront pris comme les exploitations paysan-
seits das landwirtschaftliche Einkommen - Artikel 31 a Ab- nes ordinaires et que, par conséquent, le risque d'échapper
satz 3, von dem wir jetzt sprechen -, dort liegt die Grenze bei parce que l'on a ce type d'entreprise est éliminé.
einem Einkommen von 105000 Franken: Ich weiss, viele En ce qui concerne l'article 31 b, comme il n'en est pas ques-
Leute finden das ein hohes Einkommen oder ein sehr gutes tion que les paiements ne sont pas frappés de limite, le pro-
Einkommen. Man muss aber bedenken, dass dieses Einkom- blème ne se pose simplement pas.
men im Durchschnitt von 1,5 Arbeitskräften erwirtschaftet
wird, also partizipieren anderthalb erwachsene Personen. Überwiesen - Transmis
Wenn man das umrechnet auf eine Arbeitskraft, dann heisst
das noch etwa 70 000 Franken Einkommen. Dann ist man un-
gefähr in Relation mit ähnlichen Berufen. Diese 1,5 Arbeits-
kräfte pro Betrieb sind heute einmal der Betriebsleiter selber,
dann seine Frau, also die Bäuerin, und es können noch Eltern #ST# Sammeltitel - Titre collectif
sein oder halbwüchsige Kinder, die mitarbeiten. So ergeben
sich dann diese 1,5 Arbeitskräfte für die 105000 Franken. Agrarprodukte. Liberalisierung
Nun, das ist die eine Grenze, die benutzt wird.
Andererseits geht es um das Gesamteinkommen: Bei Direkt-
Produits agricoles. Libéralisation
zahlungen, d. h. Bewirtschaftungsbeiträgen, Kostenbeiträ-
gen, gilt das Gesamteinkommen, also das landwirtschaftli-
che Einkommen plus das Einkommen aus einer Tätigkeit
ausserhalb der Landwirtschaft Und dort ist die Grenze bei
130000 Franken angesetzt statt bei 105000 Franken. Das
heisst also, dass die Landwirtschaftsämter bei einer Anzahl
von Betrieben - das sind sicher einige hundert oder vielleicht
tausend in der Schweiz - zwei Einkommensgrössen nachtra- 94.3271
gen müssen. Dass das administrativ ein zusätzlicher Auf-
wand oder sogar ein Leerlauf ist, sollte klar sein. Wenn wir die Motion Salvioni
Motion überweisen, gehen wir auch einen kleinen Schritt in Kontingente
Richtung Deregulierung.
2. Ich finde es stossend, wenn nicht sogar ungerecht, wenn je-
und überhöhte Preise
mand ausserhalb der Landwirtschaft ein sehr gutes Hauptein- Le contingentement
kommen verdient und dann für das Nebeneinkommen aus der source de prix surfaits
Landwirtschaft noch volle Beiträge gemäss Artikel 31 a bezie-
hen kann. Ich erwähne nun ein Beispiel, das Sie vielleicht als
krass bezeichnen können, das aber tatsächlich existiert: Ein
Swissair-Pilot bewirtschaftet einen 5 Hektaren-Landwirt-
schaftsbetrieb und bezieht hier alle Beiträge, die möglich sind. Wortlaut der Motion vom 16. Juni 1994
Ein Swissair-Pilot! Sie konnten in den letzten Tagen lesen, Noch heute erfolgt die Einfuhr von Agrarprodukten und verar-
dass diese Piloten bis zu 250 000 Franken im Jahr verdienen. beiteten Produkten (Weisswein, Gemüse, Schnittblumen,
Ist es richtig oder gerecht, dass auch er noch Beiträge erhält? Fleisch, Rohschinken, Wurstwaren usw.) nach einem veralte-
Ich meine, das sollte korrigiert werden können. ten System, das wenige Importeure durch Kontingente privile-
Natürlich ist das ein krasses Beispiel, aber ich bin überzeugt, giert Dies hat zur Folge, dass die Preise in der Schweiz zum
es gibt noch andere, ähnliche Beispiele, an denen sich die grossen Teil grundlos massiv überhöht sind gegenüber den
echten Landwirte, die eben von der Landwirtschaft leben müs- Preisen derselben Ware in den übrigen Ländern Europas. Die-
sen, stossen und das als ungerecht empfinden. Deshalb, ses System ist nicht marktkonform, belastet die Konsumenten
meine ich, müsste nun mit dieser Motion eine Korrektur vorge- und ist deshalb im Sinne einer Liberalisierung aufzuheben.
nommen werden, indem das Gesamteinkommen genommen
und die Einkommensgrenze entsprechend auf mindestens Texte de la motion du 16 juin 1994
130 000 Franken erhöht wird. Aujourd'hui encore, l'importation de produits agricoles ou de
3. Wir haben - darauf brauche ich nicht extra hinzuweisen - produits transformés (vin blanc, légumes, fleurs coupées,
knappe Bundesmittel. Wir sollten also sparsam damit umge- viandes, jambon cru, charcuterie, etc.) est régie par un sys-
hen. Mir scheint es aber im Moment noch aus einem anderen tème désuet qui privilégie quelques rares importateurs bénéfi-
Gesichtspunkt wichtig, dass die vorgeschlagene Gesetzesre- ciant d'un contingent II en résulte qu'en Suisse, certains prix
Produits agricoles. Libéralisation 424 23 mars 1995
sont sans raison totalement surfaits par rapport à ceux qui sont par année. Le rapport écrit du Conseil fédéral concernant mon
pratiqués ailleurs en Europe. Ce système est contraire aux lois postulat de 1990, qui a été distribué en 1994, nous donne une
du marché et pèse lourdement sur les consommateurs. Il faut différence de prix à la production entre la Suisse et les pays qui
donc libéraliser, donc le supprimer. nous entourent de quelque 40 à 60 pour cent Mais je ne veux
pas prendre les pointes et je me borne à considérer que les
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavadini Jean, Cottier, On- prix sont supérieurs de 20 pour cent en Suisse vis-à-vis de
ken, Petitpierre, Piller, Plattner, Roth, Schoch, Schule, Weber l'Europe. Cela fait que l'économie suisse fait payer directe-
Monika (10) ment aux consommateurs quelque 11 milliards de francs par
année. Ajoutés aux 5 milliards de francs directement payés, ça
fait quelque chose comme 16 milliards de francs, entre 15 et
20 milliards de francs probablement
La preuve est donnée du fait que les Suisses achètent à l'étran-
#ST# 94.3581 ger pour 1,5 milliard de francs de produits agroalimentaires.
C'est l'emplette à l'étranger. Si vous ne le savez pas, je peux
Motion Weber Monika vous dire pour l'avoir vu personnellement qu'on organise des
Liberalisierung voyages en bus. Ceux que j'ai vus venaient de Neuchâtel et al-
laient à Luino, en Italie. Les gens partent très tôt le matin de
des Milch- und Käsemarktes Neuchâtel, arrivent à Luino vers 9 heures du matin, font leurs
Marchés du lait et du fromage. emplettes, déjeunent, se mettent au soleil et rentrent à Neu-
Libéralisation châtel le soir. J'en ai vu six de ces bus. Si vous allez dans la
zone frontalière du lac Majeur, du lac de Lugano, Ponte Tresa
ou Corne, il y a de nombreuses voitures qui viennent de Lu-
cerne, de Schwytz ou des Grisons faire leurs achats les sa-
medi et dimanche. C'est donc 1,5 milliard de francs d'achats
Wortlaut der Motion vom 16. Dezember 1994 qui sont faits en dehors de la Suisse, c'est une perte nette pour
Der Bundesrat wird beauftragt, die schweizerische Käsemarkt- notre économie.
ordnung innerhalb von fünf Jahren radikal zu liberalisieren. Dès lors, je pose la question: pouvons-nous continuer comme
Die Revision soll der Landwirtschaft echte Märkte eröffnen cela, Monsieur le Conseiller fédéral? Il y a en effet des situa-
ohne staatliche und halbstaatliche Einschränkungen bzw. tions créées par le système des contingents qui réclament
Stützung. vengeance. Si cet argent allait au profit des agriculteurs, on
pourrait encore en discuter, mais le fait est que ce ne sont pas
Texte de la motion du 16 décembre 1994 les agriculteurs qui en profitent, ce sont les titulaires des
Le Conseil fédéral est chargé de libéraliser de façon radicale le contingents. Par exemple, les jambons sont contingentés,
marché suisse du fromage au cours des cinq prochaines an- comme on le sait; la lire a chuté de 60 pour cent dans les der-
nées. La révision devra ouvrir effectivement des marchés à niers six mois, et le prix du jambon italien en Suisse n'a pas
l'agriculture, sans instituer de restriction ni de soutien étatique bougé. Qui empoche la différence, Monsieur le Vice-Président
ou semi-étatique. du Conseil fédéral? Ce ne sont pas les paysans, ce sont les ti-
tulaires des contingents, je le répète. C'est scandaleux, Mon-
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun sieur le Conseiller fédéral, on ne peut plus tolérer des situa-
tions pareilles, qui menacent directement notre économie,
Salvioni Sergio (R, TI): La Grande-Bretagne n'a, depuis plus parce qu'on parle de dizaines de milliards, et qui ne profitent
de 30 ans, plus de colonie, mais elle a toujours un ministère pas à la branche économique qui était visée au début, mais
des colonies et le nombre des fonctionnaires de ce ministère bien aux titulaires des contingents. Cela ne peut plus durer,
augmente régulièrement chaque année. Cela démontre que car il y a des contingents dans tous les domaines des produits
l'inertie des pouvoirs publics n'est pas une spécialité de notre agroalimentaires. On a contingenté aussi les fleurs coupées,
pays. mais est-ce raisonnable de continuer à le faire et de garantir
En effet, nous vivons depuis maintenant 45 ans avec l'écono- aux titulaires de contingents de fleurs coupées un bénéfice
mie de guerre et les contingents que je critique ont été prati- supplémentaire au-delà de ce que pourrait coûter la culture
quement décidés pendant la Deuxième Guerre mondiale. des fleurs en Suisse?
Depuis lors, on les a de temps en temps un peu corrigés du Ce sont les raisons qui m'ont poussé, Monsieur le Conseiller
point de vue cosmétique, comme il se doit pour les vieilles fédéral, à présenter cette motion parce que les temps ne nous
dames, mais ils sont restés bel et bien là Cela pourrait être permettent plus de maintenir la situation en vigueur. Si l'on
accepté si un pays pouvait se permettre des fantaisies, seule- peut trouver une alternative pour favoriser les paysans, si on
ment il faudrait savoir combien cela nous coûterait Car le peut leur proposer des solutions différentes, je serais tout àfait
problème est celui du coût, surtout qu'à l'heure actuelle nous d'accord, car je tiens à souligner que je n'ai rien, absolument
ne pouvons plus nous permettre de vivre dans le luxe et rien, contre les paysans et contre l'agriculture, au contraire.
l'abondance qui ont caractérisé notre politique pendant les J'ai été et je suis toujours très proche de l'agriculture, mais je
dernières décennies. dis que c'est le type d'agriculture que nous nous sommes im-
J'ai fait donc quelques calculs parce que je n'étais pas posé qui ne fonctionne plus, un type d'agriculture que nous
convaincu par les chiffres qu'on nous donnait Je veux bien avons essayé de maintenir au-delà du raisonnable, au-delà de
admettre les 3,5 milliards de francs que la Confédération dé- toute considération, depuis des années.
pense directement et qui se trouvent dans les budgets et dans Si vous le permettez, Monsieur le Conseiller fédéral, je vou-
les comptes de la Confédération Je veux bien calculer d'une drais vous faire encore remarquer qu'en général, les médias
façon un peu approximative 1,5 milliard de francs pour les dé- critiquent cette situation sur des tons quelque peu différents,
penses des communes et des cantons, pour arriver à un total mais la tendance est là Je voudrais souligner que la votation
de 5 milliards de francs de dépenses directes des collectivités populaire du 12 mars dernier a donné un signal assez clair qui
publiques. Mais il y a les consommateurs: à combien se chiffre va aussi dans cette direction. Enfin, je ne veux pas vous dire
la contribution des consommateurs pour maintenir cette situa- maintenant quelles sont les voies à suivre, mais sans doute vo-
tion? Le calcul est là aussi assez simple et je m'étonne que per- tre département et l'Office fédéral de l'agriculture sont-ils en
sonne ne l'ait fait jusqu'à maintenant. mesure de trouver des solutions.
D'après les données de l'Office fédéral de la statistique, les fa- J'ai lu, par exemple, le rapport de la Commission des cartels,
milles suisses dépensent pour l'alimentation quelque le rapport Tschopp, pour ce qui concerne le fromage. Il fait des
6 milliards de francs par année, et la restauration consomme propositions tout à fait raisonnables et qui indiquent aussi des
aussi pour l'alimentation quelque 17 milliards de francs par possibilités pour le futur. Je peux vous dire qu'au Tessin, par
année; au total, cela fait plus ou moins 24 milliards de francs exemple, on produit dans les Alpes tessinoises des fromages
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Sammeltitel Agrarprodukte. Liberalisierung
Titre collectif Produits agricoles. Libéralisation
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 11
Séance
Seduta
Geschäftsnummer ---
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.03.1995 - 08:00
Date
Data
Seite 423-424
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Ref. No 20 025 680
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