Federal Council Weighs Railway Admissions for Primary School Graduates
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council reviewed a decision by a railway company's operational division to exclude primary school graduates from admission tests for certain railway professions, citing insufficient future employment and past test results. While initially upholding the exclusion, the Council later directed the company to reconsider and allow well-justified exceptions for candidates with primary schooling and additional training, acknowledging concerns about educational permeability and equal opportunity.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 4 est, Art. 4 Bundesverfassung; Federal Council Weighs Railway Admissions for Primary School Graduates: While initially upholding the exclusion, the Council later directed the company to reconsider and allow well-justified exceptions for candidates with primary schooling and additional training, acknowledging concerns about educational permeability and equal opportunity.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to question whether the exclusion of primary school students violates the principle of equality of rights.
Volltext
Interpellation Seiler Hanspeter 1930 N 7 octobre 1994
Auf die Zulassung schnurloser Telefone kann nicht verzichtet Texte de l'interpellation du 15 juin 1994
werden. Vergleichbare Verfahren gelten in allen europäischen La division de l'exploitation l des Chemins de fer fédéraux a
Ländern. jusqu'à présent autorisé aussi bien les élèves de l'école se-
condaire que ceux de l'école primaire ayant accompli une an-
Erklärung des Interpellanten: befriedigt née d'orientation professionnelle (10e année scolaire) à se
Déclaration de l'interpellateur: satisfait présenter aux tests d'admission en vue des apprentissages
d'agent du mouvement ferroviaire et de secrétaire d'exploita-
tion ferroviaire. Désormais les candidats ayant suivi le cycle
primaire et une formation complémentaire ne seront même
plus autorisés à se présenter à l'examen d'admission à l'ap-
94.3243 prentissage. Comme raison de cette décision, on invoque le
fait que la situation sur le marché de l'emploi et les efforts
#ST#
d'économie des CFF ne permettront à l'avenir d'engager que
Interpellation Seiler Hanspeter peu de candidats dans ces professions. En outre, on relève
Lehre bei den SBB. que, dans les années 1992 et 1993, sur 63 candidats qui ont
Ausschlussvon Primarschülern réussi l'examen d'admission, seuls 2 avaient fait l'école pri-
und Primarschülerinnen maire et l'année d'orientation professionnelle.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes
Apprentissage CFF. concernant cette décision très contestable du point de vue de
Exclusion d'élèves la politique de la formation:
des écoles primaires 1. Cette exclusion générale des élèves du primaire d'un exa-
men d'admission n'est-elle pas en contradiction avec les ef-
forts accomplis aujourd'hui en vue d'une meilleure perméabi-
lité entre les divers niveaux de formation?
2. Cette décision de la division de l'exploitation des CFF est-elle
Wortlaut der Interpellation vom 15. Juni 1994 compatible avec les droits fondamentaux inscrits dans la cons-
Die Betriebsleitung l der SBB hat bis jetzt sowohl Sekundar- titution, notamment avec la liberté du commerce et de l'indu-
wie Primarschüler mit ergänzendem Berufswahljahr strie, qui sous-tend le principedu libre choixd'une profession?
(10. Schuljahr) zum Aufnahmetest für die Biga-Lehren «Bahn- 3. Cette décision n'est-elle pas discriminatoire pour ce qui est
betriebsdisponent» und «Bahnbetriebssekretär» zugelassen. des niveaux déformation et démotivante dans ses effets si l'on
Neu sollen Kandidaten und Kandidatinnen mit Primarschulbe- tient compte des aspects suivants:
such und Zusatzausbildung nicht einmal mehr zum Eintrittsex- - de nombreux anciens élèves de l'école primaire fournissent
amen antreten dürfen. Als Gründe dazu werden u. a aufge- des services remarquables et appréciés dans des fonctions di-
führt, dass die Arbeitsmarktlage bzw. die Sparanstrengungen rigeantes de l'économie, de l'administration et de la politique;
der SBB in den kommenden Jahren nur relativ wenige Anstel- -selon les cantons, les désignations d'école primaire et
lungen in diesen Berufen erlaubten. Zudem hätten in den Jah- d'école secondaire reposent sur des systèmes et des pro-
ren 1992 und 1993 nur 2 von 63 Kandidaten mit Primarschul- grammes de formation différents et leurs élèves ne peuvent
bildung und Berufswahljahr die Aufnahmeprüfung bestanden. pas être mis tous dans le même sac;
Ich bitte den Bundesrat um Stellungnahme zu folgenden Fra- -l'expérience montre que, chez un nombre relativement
gen im Zusammenhang mit dem bildungspolitisch sehr pro- grand d'élèves du primaire, les capacités intellectuelles ne se
blematischen Entscheid: développent qu'après la sortie de l'école;
1. Widerspricht der generelle Ausschluss der Primarschülerin- - beaucoup d'enfants à l'âge de la scolarité obligatoire ne
nen und Primarschülern von der Eintrittsprüfung nicht den peuvent suivre l'école secondaire pour des raisons d'éloigne-
heutigen Anstrengungen, die eine bessere Durchlässigkeit ment du domicile ou pour d'autres motifs?
zwischen den einzelnen Bildungsstufen erreichen wollen? 4. Si l'on veut respecter l'égalité des droits garantie par
2. Ist dieser Entscheid der SBB-Betriebsabteilung mit den l'article 4 est, ne vaut-il pas mieux s'en tenir au principe de la
Grundrechten der Bundesverfassung, insbesondere mit der sélection selon les résultats d'un examen d'entrée qui serait le
Handels- und Gewerbefreiheit, die den Grundsatz der freien même pour tous les candidats plutôt que de fixer définitive-
Berufswahl beinhaltet, vereinbar? ment une fois pour toutes une voie de formation qui n'est
3. Ist dieser Beschluss angesichts der Tatsache, dass même pas réglée de façon uniforme dans un Etat fédéral?
-viele ehemalige Primarschüler und Primarschülerinnen in 5. Le Conseil fédéral est-il prêt à user de son influence pour
leitenden Funktionen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik an- que, dans l'intérêt d'une politique de la formation fondée sur
erkannte und hervorragende Leistungen erbringen, l'égalité des chances, on renonce à cette réglementation dis-
- die Bezeichnungen Primär- und Sekundärschule je nach cutable?
Kanton auf verschiedenen Bildungssystemen und Bildungs-
programmen beruhen und nicht als «Eintopf»-Begriffe pau- Mitunterzeichner-Cosignataires: Hari (1)
schaliert werden können,
- erfahrungsgemässsich bei relativ vielen Primarschülern und Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Primarschülerinnen die geistigen Fähigkeiten erst nach Schu- Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
laustritt entwickeln, eine schriftliche Antwort
- infolge ungünstig gelegener Wohnorte oder aus anderen
Gründen viele Schulpflichtige keine Gelegenheit haben, eine Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Sekundärschule zu besuchen, vom 31. August 1994
nicht bildungsstufendiskriminierend und in seiner Wirkung de- Rapport écrit du Conseil fédéral
motivierend? du 31 août 1994
4. Entspräche der in Artikel 4 der Bundesverfassung garantier- 1. Bereits Anfang Mai 1994 wurde aufgrund bildungspoliti-
ten Rechtsgleichheit nicht eher das Selektionsprinzip nach scher Überlegungen der Entscheid der Betriebsabteilung der
dem Ergebnis einer für alle Bewerberund Bewerberinnen glei- Kreisdirektion l der SBB, in Zukunft nur noch Kandidaten mit
chen Eintrittsprüfung als das Abstellen auf einen in einem fö- Sekundarschulbildung zu den Lehren als Bahnbetriebsdispo-
deralistischen Staat uneinheitlich geregelten und definierten, nenten und Bahnbetriebssekretäre zuzulassen, im Auftrag
jedoch einmal eingeschlagenen Bildungsweg? des Vorstehers des EVED überprüft
5. Ist der Bundesrat bereit, seinen Einfluss geltend zu machen, 2. Die Abklärung der Angelegenheit ergab, dass die Bearbei-
damit diese sehr problematische Regelung im Interesse einer tung des Rekrutierungsmarktes Aufgabe der Betriebsabteilun-
Bildungspolitik mit Chancengleichheit wieder rückgängig ge- gen in den Kreisdirektionen der SBB ist Die Generaldirektion
macht werden kann? legt hierfür die entsprechenden Rahmenbedingungen fest.
7. Oktober 1994 N 1931 Interpellation Zwygart
3. Für die Bahnbetriebsdisponenten und Bahnbetriebssekre- Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Daepp, Dünki,
täre wird eine abgeschlossene oberste Volksschulstufe Graber, Grendelmeier, Jaeger, Maeder, Meier Samuel,
verlangt. In Ausnahmefällen können auch Absolventen mit Schmied Walter, Sieber, Wanner, Weder Hansjürg (12)
ähnlicher Ausbildung zur Eignungsuntersuchung zugelassen
werden. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Generaldirektion der SBB wurde beauftragt, den Aus- Seit geraumer Zeit müssen Inhaber eines Generalabonne-
schluss von Primarschülerinnen und Primarschülern von der ments (GA) auf ausgewählten Bergstrecken von Autobuslinien
Eintrittsprüfung aufgrund obiger Bedingungen und im Sinne der PTT einen Zuschlag von 5 Franken bezahlen. Damit erfährt
einer offenen Bildungspolitik neu zu beurteilen. Sie hat denn das GA, für das von den SBB intensiv geworben wird, eine er-
auch im Juni 1994 reagiert, indem sie die Kreisdirektion l in hebliche Komforteinbusse, weil der Vorteil eines GA ja gerade
Lausanne angewiesen hat, ab der Rekrutierungsperiode 1995 darin besteht, dass der Geldbeutel vor Antritt einer Fahrt mit
in gut begründeten Ausnahmefällen auch Kandidaten mit Pri- dem öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr in die Hand ge-
marschule und einer Zusatzausbildung zur Eignungsuntersu- nommen werden muss.
chung zuzulassen. Die betroffenen Schulen werden durch die Die Einführung der S-Bahn im Kanton Zürich (Zürcher Ver-
Kreisdirektion über diesen Entscheid informiert. kehrsverbund, ZW) hat eine deutliche Verbesserung des An-
Die Fragen 4 und 5 wurden unter Punkt 3 beantwortet; sie sind gebots im öffentlichen Personennahverkehr gebracht. Gleich-
durch diese Antwort gegenstandslos geworden. zeitig hat das beliebte Halbtaxabonnement eine starke Aus-
höhlung seines Wertes erfahren. Fahrten im Verbundgebiet
Erklärung des Interpellanten: befriedigt mit einem Halbtaxabonnement erfolgen leider nicht mehr zum
Déclaration de l'interpellateur: satisfait tatsächlich halben Preis.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 24. August 1994
Rapport écrit du Conseil fédéral
#ST# 94.3288 du 24 août 1994
Das Halbtaxabonnement, die günstige Einstiegskarte in den
Interpellation Zwygart öffentlichen Verkehr, bestimmt gegenwärtig die Preis- und
General- bzw. Halbtaxabonnement. Marketingpolitik der SBB, des Postautodienstes sowie der
Zuschläge konzessionierten Transportunternehmungen. Die Bezugs-
wie auch die Benützungsbedingungen werden von den am
Abonnement général Halbtaxabonnement beteiligten Transportunternehmungen
et abonnement demi-tarif. gemeinsam festgelegt. Die Beteiligung am Halbtaxabonne-
Suppléments ment liegt im Ermessen jeder einzelnen Transportunterneh-
mung. Das Fahrausweisangebot richtet sich nach den Markt-
bedürfnissen.
Bis Ende 1986 musste zum Generalabonnement und zu den
Tageskarten zum Halbtaxabonnement auf den PTT-Strecken
Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1994 noch ein Billett zum halben Preis gekauft werden. Seit 1987
Ich stelle dem Bundesrat nachstehende Fragen: berechtigen diese beiden Fahrausweise nunmehr zur freien
1. Teilt er die Ansicht, dass ein Halbtaxabonnement, mit dem Fahrtaufallen Postautolinien. Der Postautodienst fährt auf den
zum Beispiel im ZW mehr als die Hälfte des üblichen Fahrprei- rund 20 touristischen Linien jährlich ein Defizit von rund 3 Mil-
ses zu bezahlen ist, kein Halbtaxabonnement mehr ist? lionen Franken ein. Da der Betrieb solcher Linien nicht unter
2. Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um weiteren Vernach- die gemeinwirtschaftlichen Aufgaben fällt, sollte dieser kosten-
lässigungen gesamtschweizerischer Interessen im Bereich deckend sein. Um kurzfristig eine Verbesserung der Einnah-
des öffentlichen Personenverkehrs entgegenzutreten? men auf den Alpenlinien zu erzielen, ist im Moment der Zu-
3. Ist der Bundesrat bereit, in Zusammenarbeit mit den SBB schlag die einzige Möglichkeit näher an das Ziel zu gelangen.
die nationalen Anliegen beim ZW durchzusetzen und so eine Eine massive Erhöhung der Fahrpreise und die gleichzeitige
tatsächliche Wiederbelebung des Halbtaxabonnements ein- Rücknahme des Kursangebotes auf den traditionsreichen
zuleiten? PTT-Bergstrecken wären eine andere Lösung, die jedoch dem
4. Welche Möglichkeiten kommen für den Bundesrat in Frage, Touristikland Schweiz nicht dienen würde.
um das Generalabonnement wieder zu einem tatsächlich «ge- 1.-3. Die Tarifbestimmungen räumen den Transportunterneh-
nerell wirkenden Abonnement» zu machen (z. B. Abschaffung mungen die Möglichkeit ein, für kurze Strecken einen unteilba-
der «Strafgebühr» von 5 Franken für GA-Inhaber oder eventu- ren Mindestpreis festzusetzen. Die SBB sowie die meisten
ell Einführung eines Spezial-GA unter Einschluss der PTT- Konzessionierten Transportunternehmungen machen bei den
Bergstrecken)? allgemein gebräuchlichen Fahrausweisen von dieser Ausnah-
mebestimmung nicht Gebrauch. Es besteht keine Absicht, die
Texte de l'interpellation du 17 juin 1994 Ausnahme zur Regel werden zu lassen. Im Gebiet des Zürcher
Je pose les questions suivantes au Conseil fédéral: Verkehrsverbundes (ZW) wie auch in anderen Tarifverbunden
1. Est-il aussi d'avis qu'un abonnement demi-tarif dont le titu- sind die Voraussetzungen für die Anerkennung des Halbtax-
laire doit payer plus de la moitié du prix normal d'un billet - ce abonnements etwas anders gelagert. Im innerstädtischen und
qui est notamment le cas dans la communauté de transport im anschliessenden Agglomerationsbereich überwiegen die
zurichoise (ZW) - n'est plus un abonnement demi-tarif? Fahrten auf Kurzdistanzen. Eine zusätzliche Verbilligung
2. Que compte-t-il entreprendre pour freiner une évolution durch die vollständige Anerkennung des Halbtaxabonne-
contraire aux intérêts de la population suisse dans le domaine ments ist in diesem Bereich mit bereits günstigen Fahrpreisen
des transports publics? nicht erwünscht, denn sie hätte einen gegenüber heute spür-
3. Est-il prêt, en collaboration avec les CFF, à influer sur la bar höheren Grundpreis zur Folge.
communauté de transport zurichoise pour qu'elle respecte les Gestütztauf Artikel 14 des Transportgesetzes und im Rahmen
intérêts nationaux, ce qui entraînerait une véritable relance de des Übereinkommens über die Organisation der Zusammen-
l'abonnement demi-tarif? arbeit der am direkten schweizerischen Personenverkehr be-
4. Comment pourrait-il faire en sorte que l'abonnement géné- teiligten Transportunternehmungen suchen die Anbieter im öf-
ral redevienne un abonnement valable dans toute la Suisse fentlichen Verkehr jeweils Lösungen, die die vielfältigen Inter-
(notamment en supprimant «l'amende» de 5 francs infligée essen der Unternehmungen wahrnehmen und zugleich auf
aux titulaires de l'abonnement général ou en créant un abon- die Anforderungen des Marktes abgestimmt sind.
nement général spécial incluant les lignes de montagne des 4. Der Zuschlag von 5 Franken, welchen die PTT auf ihren tou-
PTT)? ristischen Linien seit dem Fahrplanwechsel 1993 erheben, ist
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Seiler Hanspeter Lehre bei den SBB. Ausschluss von Primarschülern und
Primarschülerinnen
Interpellation Seiler Hanspeter Apprentissage CFF. Exclusion d'élèves des écoles primaires
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3243
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 1930-1931
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