Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-3212 KI-generiert

Flexible Working Hours and Job Sharing Study

Geschäftsnummer VPB 94-3212
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Council was asked to conduct a study on workers' desires for flexible working hours and the potential for economically divisible jobs in Switzerland. The rationale was that understanding these desires and potentials would provide a basis for future flexible and solidarity-based working time arrangements, particularly to increase employment by distributing existing work volume among more employees.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Flexible Working Hours and Job Sharing Study: als massgebender Lohn im Sinne des AHVG, nachträglich kor- erarbeiten und dem Parlament Bericht zu erstatten.

Schlagwörter

KI-generiert
flexible Arbeitszeit Arbeitsstudie Job Sharing Teilzeitarbeit ausgeglichener Arbeitsmarkt Doppelbeschäftigung
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Volltext

Postulat Strahm Rudolf 1902 N 7 octobre 1994

#ST# 94.3193 #ST# 94.3212

Postulat Fankhauser Postulat Strahm Rudolf

Arbeitskräfteerhebung. Erhebung zum Potential

Ehrenamtlich Tätige der flexiblen Arbeitszeitverkürzung

Prise en compte Réduction flexible

des activités bénévoles du temps de travail. Etude

Wortlaut des Postulates vom 1. Juni 1994 Wortlaut des Postulates vom 9. Juni 1994

Der Bundesrat wird eingeladen zu veranlassen, dass bei der Der Bundesrat wird gebeten, eine Erhebung über die Arbeits-

nächsten Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung die Katego- zeitwünsche der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und

rie der ehrenamtlich Tätigen innerhalb der gesamten Bevölke- über das Potential der wirtschaftlich teilbaren Arbeitsplätze in

rung gesondert erfasst und aufgeführt wird. der Schweiz durchzuführen. Die Resultate dieser repräsentati-

ven Erhebung sollen Grundlagen für eine solidarische und fle-

Texte du postulat du 1er juin 1994 xible Arbeitszeitgestaltung in der Zukunft liefern.

Le Conseil fédéral est invité à faire en sorte que lors de la pro-

chaine Enquête suisse sur la population active, la catégorie Texte du postulat du 9 juin 1994

des bénévoles soit prise en compte séparément Le Conseil fédéral est prié de faire réaliser une enquête sur les

désirs des travailleurs quant à l'aménagement de leur temps

Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Bühlmann, Bundi, de travail et sur les possibilités économiques de partager des

Caspar-Mutter, Dormann, Haering Binder, Hafner Ursula, Her- emplois en Suisse. Les résultats de cette enquête représenta-

czog, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Meyer tive devraient permettre à l'avenir un aménagement souple du

Theo, Stamm Judith, Züger (14) temps de travail, selon des principes de solidarité.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Béguelin, Boden-

Aus der Darstellung der letzten Schweizerischen Arbeitskräf- mann, Bundi, Carobbio, Danuser, Fankhauser, Goll, Haering

teerhebung, Sake (im Jahre 1993), ist ersichtlich, dass die eh- Binder, Hafner Ursula, Herczog, Jeanprêtre, Ledergerber,

renamtliche Tätigkeit der schweizerischen Bevölkerung aus- Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Meyer

ser bei den Rentnern und Rentnerinnen nicht berücksichtigt Theo, Rechsteiner, Ruffy, Steiger Hans, Tschäppät Alexander,

wurde. Züger (22)

Ehrenamtlich Tätige sind aber Arbeitskräfte von wichtiger

volkswirtschaftlicher Bedeutung. Sie ergänzen zum Beispiel Schriftliche Begründung-Développement par écrit

durch ihren Einsatz eine professionell ausgeführte Dienstlei- Verbesserte Kenntnisse über das Potential der flexiblen Ar-

stung und erhöhen dadurch ihre Qualität (Beispiel: Kranken- beitszeitverkürzungen sind eine wichtige Grundlage für die

pflege), oder sie schliessen in Pionierarbeit gesellschaftliche Zukunft der Arbeit, insbesondere für die Erhöhung des Be-

Lücken, bis der Boden für die erforderliche Professionalisie- schäftigungsgrades durch eine Verteilung des vorhandenen

rung geebnet ist (Beispiel: diverse Hilfen im Gesundheits- Arbeitsvolumens auf die Erwerbstätigen. Dabei ist es einer-

oder Erziehungsbereich, Sterbehilfe), oder sie leisten Mana- seits wichtig, zu wissen, wie die Arbeitswünsche der Erwerbs-

gementarbeit in privaten Trägervereinen, Genossenschaften tätigen aussehen, namentlich auch die Bedürfnisse von Part-

und Stiftungen, oder sie wirken in politischen oder ökologi- nern in Lebensgemeinschaften. Andrerseits sind die betriebli-

schen Organisationen mit Jede Diskussion um eine Neuver- chen und unternehmerischen Voraussetzungen einer flexi-

teilung der Arbeit ist auf eine aussagekräftige Analyse der ge- blen Arbeitszeitgestaltung und die entsprechenden Potentiale

leisteten unbezahlten Arbeit angewiesen. Verglichen mit den zur Steigerung der Produktivität und der Beschäftigung von In-

bisher erhobenen Kategorien des «Erwerbstatus», wo auch teresse.

Kategorien enthalten sind, die keinen Erwerb erzielen, drängt Die MC Kinsey Company publizierte kürzlich eine aufschluss-

sich die Erhebung von ehrenamtlichen Tätigkeiten geradezu reiche Studie für Deutschland zu dieser Frage (Mc Kinsey

auf. Die Analyse scheint um so wichtiger, als mit Recht vermu- Company: Teilen und Gewinnen. Das Potential der flexiblen

tet werden kann, die Hauptlast der ehrenamtlich geleisteten Arbeitszeitverkürzung. Forschungsergebnisse und praktische

Arbeit werde durch die Frauen getragen. Erfahrungen seit 1987. München 1994). In Deutschland wurde

eine Erhebung mit der gleichen Fragestellung durch die Bun-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates desanstaltfür Arbeit bereits 1981 durchgeführt (Heft 56 des In-

vom 31. August 1994 stituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesan-

Déclaration écrite du Conseil fédéral stalt für Arbeit. Nürnberg 1981).

du 31 août 1994

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Überwiesen - Transmis vom 31. August 1994

Rapport écrit du Conseil fédéral

du 31 août 1994

Hinsichtlich der Arbeitszeitwünsche der Arbeitnehmer und Ar-

beitnehmerinnen bestehen bereits Informationen aus der

Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake). Im Rahmen

der Sake wird jedes Jahr bei 18 000 Haushalten eine telefoni-

sche Befragung durchgeführt, bei welcher verschiedene Fra-

gen zur Arbeitszeitflexibilisierung gestellt werden. So geben

Voll- und Teilzeiterwerbstätige u. a an, ob sie in ihrer Tätigkeit

eine Reduktion bzw. Aufstockung der Arbeitszeit begrüssen

würden. 1993 waren 60 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeit-

nehmerinnen mit ihrer Arbeitszeit zufrieden, 32 Prozent woll-

ten bei entsprechender Lohnanpassung lieber weniger arbei-

ten, und 8 Prozent wünschten eine Ausdehnung ihres Arbeits-

7. Oktober 1994 N 1903 Postulat Raggenbass

volumens. Die Ergebnisse der Sake geben auch Auskunft nen auf Bundesebene übrigens ein nicht wahrnehmbarer Tat-

über die Anzahl Stunden, um welche die vollzeit- und teilzeit- bestand, da ihre AHV-Beiträge aufgrund beamtenrechtlicher

beschäftigten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Ar- Bestimmungen zwar weiterhin vom Lohn abgezogen werden,

beitszeit reduzieren bzw. erhöhen möchten, und über die jedoch vom Arbeitgeber nicht der Ausgleichskasse weiterge-

Gründe, die zu einer Teilzeitanstellung führen. leitet werden) zu einer (teilweise massiven) Schmälerung des

individuellen AHV-Beitragskontos und damit zu späteren, le-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates benslänglichen kleineren Renten.

Déclaration écrite du Conseil fédéral Diese sozialpolitisch unhaltbaren und für die Betroffenen im

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, so- Entstehungszeitpunkt nicht bekannten Folgen bedürfen einer

weit es nicht bereits erfüllt ist. dringenden Korrektur. Um so mehr, als die daraus resultieren-

den Rentenschmälerungen nur die unteren und mittleren Ein-

Präsidentin: Der Vorstoss wird von den Herren Allenspach kommensbezüger treffen.

und Leuba bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Verschoben - Renvoyé vom 7. September 1994

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 7 septembre 1994

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

#ST# 94.3183 Überwiesen - Transmis

Postulat Vollmer

AHV-Beiträge

bei Versicherungsleistungen nach UVG #ST# 94.3205

Cotisations AVS

et prestations d'assurance selon la LAA Postulat Raggenbass

Finanzierung der sozialen Sicherheit

Sécurité sociale. Financement

Wortlaut des Postulates vom 31. Mai 1994

1. Das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversi-

cherung (UVG) ist so zu ändern, dass die Taggelder der obli-

gatorischen Unfallversicherung ausdrücklich dem massge- Wortlaut des Postulates vom 8. Juni 1994

benden Lohn im Sinne des AHVG gleichgestellt werden. Der Bundesrat wird ersucht, die soziale Sicherheit in ihrer Ge-

2. Der Bundesrat wird gebeten, Vorschläge zu unterbreiten, samtheit (AHV, IV, EL, EO, FL, KL, Fürsorge ALV, BVG, Stipen-

wie die sozialpolitisch fragwürdigen AHV-Renten-Einbussen, dien, MV, UV, KV, Mutterschaftsversicherung) zu analysieren,

entstanden durch die fehlende Gleichstellung der UVG-Tag- ein kohärentes, aufeinander abgestimmtes und ganzheitli-

gelder (und bis zum 1. Januar 1994 auch der MV-Taggelder) ches, auf die Zukunft ausgerichtetes Finanzierungskonzept zu

als massgebender Lohn im Sinne des AHVG, nachträglich kor- erarbeiten und dem Parlament Bericht zu erstatten.

rigiert werden können.

Texte du postulat du 8 juin 1994

Texte du postulat du 31 mai 1994 Le Conseil fédéral est chargé de procéder aune analyse géné-

1. La loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'assurance-accidents rale de la sécurité sociale (AVS, AI, prestations complémentai-

(LAA) doit être modifiée de manière que les indemnités journa- res, APG, allocations familiales, allocations pour enfants, as-

lières de l'assurance-accidents obligatoire soient explicite- sistance sociale, assurance chômage, LPP, bourses d'études,

ment assimilées au salaire déterminant tel que défini dans la assurance militaire, assurance-accidents, assurance-mala-

LAVS. die, assurance maternité) et d'élaborer un projet global de fi-

2. Le fait que les indemnités journalières de la LAA (comme nancement, qui soit cohérent, qui harmonise tous les élé-

celles de l'assurance militaire jusqu'au 1er janvier 1994) ne ments du système et qui soit axé sur l'avenir. Le Conseil fédé-

soient pas assimilées au salaire déterminant au sens de la ral présentera à cet égard un rapport au Parlement.

LAVS entraîne des diminutions des rentes AVS difficilement

défendables d'un point de vue social. Dès lors, le Conseil fédé- Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Baumberger,

ral est prié de soumettre des propositions visant à corriger ces Bircher Peter, Bühler Simeon, Bürgi, Columberg, Daepp, Da-

diminutions. nuser, David, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Frey Walter,

Früh, Gross Andreas, Hämmerle, Hari, Hess Otto, Iten Joseph,

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Marti Werner, Mül-

Bodenmann, Borei François, Carobbio, Danuser, Duvoisin, ler, Oehler, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Schmidhalter,

Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andreas, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Stamm Judith, Weder

Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Hansjürg, Weyeneth, Wick, Wyss Paul, Wyss William, Zbinden,

Meyer Theo, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexan- Züger (41)

der, Züger (23)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Schriftliche Begründung - Développement par écrit 1994 dürften die Sozialausgaben inklusive Fürsorge über

Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gehören 30 Prozent des BIP ausmachen. Die Tendenz ist weiterhin stei-

die Taggelder nach UVG nicht zum massgebenden Lohn im gend. Eine Trendwende ist nach Wechsler/Savioz - «Wandel

Sinne des AHVG. Das hat unter anderem zu Folge, dass wäh- der Lebensformen und soziale Sicherheit» - erst im Jah-

rend Perioden, in denen der Arbeitnehmer infolge Unfallsauf- re 2032 absehbar. Ursachen dieser Entwicklung sind die Ver-

grund arbeitsrechtlicher Vorschriften zwar weiterhin seinen änderung demographischer und wirtschaftlicher Faktoren,

Lohn bezieht, für ihn jedoch keine AHV-Beiträge mehr entrich- aber auch die institutionelle Ausgestaltung des Sozialversi-

tet werden. Bis zum 1. Januar 1994 war dies ebenfalls für die cherungssystems. Grosse Ausgabensteigerungen stehen

der Militärversicherung unterstehenden Bundesbediensteten noch an, vor allem verursacht durch die zunehmende Überal-

im Krankheitsurlaub der Fall. Bei unteren und mittleren Ein- terung der Bevölkerung. Die im Verhältnis zur massgeblichen

kommensbezügern führt dieser Tatbestand (für die Betroffe- und aussagekräftigen Vergleichsgrösse BIP relevante Verän-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Strahm Rudolf Erhebung zum Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung

Postulat Strahm Rudolf Réduction flexible du temps de travail. Etude

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1994

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 94.3212

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 07.10.1994 - 08:00

Date

Data

Seite 1902-1903

Page

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Ref. No 20 024 568

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