Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-3205 KI-generiert

Social Security System Financing and Reform

Geschäftsnummer VPB 94-3205
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a proposal to analyze the entire social security system, develop a coherent and future-oriented financing concept, and report to parliament. The Federal Council agreed to the proposal, recognizing the rising social expenditures as a percentage of GDP, driven by demographic and economic changes, as well as the social security system's structure. The proposal aims to address questions about future financing sources, the impact of labor costs on employment and competitiveness, the inclusion of consumption and other factors in financing, and the potential for cost-efficiency improvements within social security.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Social Security System Financing and Reform: als massgebender Lohn im Sinne des AHVG, nachträglich kor- erarbeiten und dem Parlament Bericht zu erstatten.

Schlagwörter

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soziale Sicherheit Wirtschaftssysteme Beschäftigungsstruktur Sicherheitsleistung Beitragsschuld Sozialplan
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Volltext

7. Oktober 1994 N 1903 Postulat Raggenbass

volumens. Die Ergebnisse der Sake geben auch Auskunft nen auf Bundesebene übrigens ein nicht wahrnehmbarer Tat-

über die Anzahl Stunden, um welche die vollzeit- und teilzeit- bestand, da ihre AHV-Beiträge aufgrund beamtenrechtlicher

beschäftigten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Ar- Bestimmungen zwar weiterhin vom Lohn abgezogen werden,

beitszeit reduzieren bzw. erhöhen möchten, und über die jedoch vom Arbeitgeber nicht der Ausgleichskasse weiterge-

Gründe, die zu einer Teilzeitanstellung führen. leitet werden) zu einer (teilweise massiven) Schmälerung des

individuellen AHV-Beitragskontos und damit zu späteren, le-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates benslänglichen kleineren Renten.

Déclaration écrite du Conseil fédéral Diese sozialpolitisch unhaltbaren und für die Betroffenen im

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, so- Entstehungszeitpunkt nicht bekannten Folgen bedürfen einer

weit es nicht bereits erfüllt ist. dringenden Korrektur. Um so mehr, als die daraus resultieren-

den Rentenschmälerungen nur die unteren und mittleren Ein-

Präsidentin: Der Vorstoss wird von den Herren Allenspach kommensbezüger treffen.

und Leuba bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Verschoben - Renvoyé vom 7. September 1994

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 7 septembre 1994

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

#ST# 94.3183 Überwiesen - Transmis

Postulat Vollmer

AHV-Beiträge

bei Versicherungsleistungen nach UVG #ST# 94.3205

Cotisations AVS

et prestations d'assurance selon la LAA Postulat Raggenbass

Finanzierung der sozialen Sicherheit

Sécurité sociale. Financement

Wortlaut des Postulates vom 31. Mai 1994

1. Das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversi-

cherung (UVG) ist so zu ändern, dass die Taggelder der obli-

gatorischen Unfallversicherung ausdrücklich dem massge- Wortlaut des Postulates vom 8. Juni 1994

benden Lohn im Sinne des AHVG gleichgestellt werden. Der Bundesrat wird ersucht, die soziale Sicherheit in ihrer Ge-

2. Der Bundesrat wird gebeten, Vorschläge zu unterbreiten, samtheit (AHV, IV, EL, EO, FL, KL, Fürsorge ALV, BVG, Stipen-

wie die sozialpolitisch fragwürdigen AHV-Renten-Einbussen, dien, MV, UV, KV, Mutterschaftsversicherung) zu analysieren,

entstanden durch die fehlende Gleichstellung der UVG-Tag- ein kohärentes, aufeinander abgestimmtes und ganzheitli-

gelder (und bis zum 1. Januar 1994 auch der MV-Taggelder) ches, auf die Zukunft ausgerichtetes Finanzierungskonzept zu

als massgebender Lohn im Sinne des AHVG, nachträglich kor- erarbeiten und dem Parlament Bericht zu erstatten.

rigiert werden können.

Texte du postulat du 8 juin 1994

Texte du postulat du 31 mai 1994 Le Conseil fédéral est chargé de procéder aune analyse géné-

1. La loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'assurance-accidents rale de la sécurité sociale (AVS, AI, prestations complémentai-

(LAA) doit être modifiée de manière que les indemnités journa- res, APG, allocations familiales, allocations pour enfants, as-

lières de l'assurance-accidents obligatoire soient explicite- sistance sociale, assurance chômage, LPP, bourses d'études,

ment assimilées au salaire déterminant tel que défini dans la assurance militaire, assurance-accidents, assurance-mala-

LAVS. die, assurance maternité) et d'élaborer un projet global de fi-

2. Le fait que les indemnités journalières de la LAA (comme nancement, qui soit cohérent, qui harmonise tous les élé-

celles de l'assurance militaire jusqu'au 1er janvier 1994) ne ments du système et qui soit axé sur l'avenir. Le Conseil fédé-

soient pas assimilées au salaire déterminant au sens de la ral présentera à cet égard un rapport au Parlement.

LAVS entraîne des diminutions des rentes AVS difficilement

défendables d'un point de vue social. Dès lors, le Conseil fédé- Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Baumberger,

ral est prié de soumettre des propositions visant à corriger ces Bircher Peter, Bühler Simeon, Bürgi, Columberg, Daepp, Da-

diminutions. nuser, David, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Frey Walter,

Früh, Gross Andreas, Hämmerle, Hari, Hess Otto, Iten Joseph,

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Marti Werner, Mül-

Bodenmann, Borei François, Carobbio, Danuser, Duvoisin, ler, Oehler, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Schmidhalter,

Eggenberger, Fankhauser, von Feiten, Goll, Gross Andreas, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Stamm Judith, Weder

Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Hansjürg, Weyeneth, Wick, Wyss Paul, Wyss William, Zbinden,

Meyer Theo, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexan- Züger (41)

der, Züger (23)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Schriftliche Begründung - Développement par écrit 1994 dürften die Sozialausgaben inklusive Fürsorge über

Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gehören 30 Prozent des BIP ausmachen. Die Tendenz ist weiterhin stei-

die Taggelder nach UVG nicht zum massgebenden Lohn im gend. Eine Trendwende ist nach Wechsler/Savioz - «Wandel

Sinne des AHVG. Das hat unter anderem zu Folge, dass wäh- der Lebensformen und soziale Sicherheit» - erst im Jah-

rend Perioden, in denen der Arbeitnehmer infolge Unfallsauf- re 2032 absehbar. Ursachen dieser Entwicklung sind die Ver-

grund arbeitsrechtlicher Vorschriften zwar weiterhin seinen änderung demographischer und wirtschaftlicher Faktoren,

Lohn bezieht, für ihn jedoch keine AHV-Beiträge mehr entrich- aber auch die institutionelle Ausgestaltung des Sozialversi-

tet werden. Bis zum 1. Januar 1994 war dies ebenfalls für die cherungssystems. Grosse Ausgabensteigerungen stehen

der Militärversicherung unterstehenden Bundesbediensteten noch an, vor allem verursacht durch die zunehmende Überal-

im Krankheitsurlaub der Fall. Bei unteren und mittleren Ein- terung der Bevölkerung. Die im Verhältnis zur massgeblichen

kommensbezügern führt dieser Tatbestand (für die Betroffe- und aussagekräftigen Vergleichsgrösse BIP relevante Verän-

Postulat Steinemann 1904 N 7 octobre 1994

derung der Sozialausgaben wird wesentlich durch das Wirt- Texte du postulat du 17 juin 1994

schaftswachstum geprägt, womit auch schon der gefährliche Le Conseil fédéral est prié de soumettre au Parlement un rap-

Kreislauf aufgezeigt ist Hohe Sozialausgaben beeinträchti- port annuel sur la politique en matière de stupéfiants en Eu-

gen das Wirtschaftswachstum. Geringes Wirtschaftswachs- rope. Ce rapport devra exposer, de manière synthétique, les

tum führt zu im Verhältnis zum BIP hohen Sozialausgaben. principes appliqués par les Etats membres de l'UE, leur prati-

Dieser Kreislauf zeigt auch auf, dass die Sozialausgaben nicht que, leurs éventuels changements de cap, leurs essais, l'évo-

bis ins unendliche wachsen dürfen, ansonst der Sozialstaat lution de leur droit et l'application de celui-ci. Il sera conçu de

als solcher gefährdet ist Die Entwicklungen in Schweden und manière à pouvoir être utilisé pour l'information en dehors du

den Niederlanden sprechen eine deutliche Sprache. Bezüg- Parlement. Il devra pouvoir être intégré aux messages du

lich der Höhe der Sozialausgaben wäre die Schweiz unter den Conseil fédéral sur les initiatives populaires pendantes, sur

EU-Staaten bereits unter den ersten vier zu finden. Schweden l'adhésion à des conventions de l'ONU ou sur leur dénoncia-

als mögliches neues EU-Land ist nach wie vorführend. Nicht tion, sur une éventuelle révision de la loi sur les stupéfiants ou

ohne Grund hat die OECD dem schwedischen Versorgungs- sur une éventuelle extension de la distribution contrôlée d'hé-

staat Ineffizienz vorgeworfen und einen Systemwechsel zum roïne.

Residualansatz empfohlen.

Das Postulat soll die Beantwortung folgender Fragen bewir- Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Aubry, Berger, Bi-

ken: schof, Borradori, Bortoluzzi, Chevallaz, Comby, Daepp, Dre-

Wie soll die Finanzierung des «Sozialstaats» Schweiz der Zu- her, Fehr, Frey Walter, Friderici Charles, Giezendanner, Gros

kunft aussehen? Unsere Sozialausgaben werden heute - ge- Jean-Michel, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Leuba, Loeb

schichtlich gewachsen - über die klassischen Finanzquellen François, Mamie, Maurer, Moser, Narbel, Philipona, Pini,

finanziert: Lohnprozente, direkte und indirekte Steuern (allge- Rohrbasser, Ruf, Sandoz, Savary, Scheurer Rémy, Schwein-

meine Bundes-, Kantons- oder Gemeindemittel), Kopfprä- gruber, Stalder, Steffen, Verterli (35)

mien, Direktzahlungen. Mit welchen Finanzierungsquellen

und in welchem Verhältnis zueinander sind in Zukunft die So- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

zialausgaben zu finanzieren? Wie stark kann der Produktions- Grundlage für eine Reihe von drogenpolitischen Entscheiden,

faktor Arbeit belastet werden, ohne dass die negativen Auswir- die in den nächsten Jahren für Bundesrat und Parlament an-

kungen auf Beschäftigung und Wettbewerbslage überwie- stehen, muss eine systematische Information über das Umfeld

gen? Welche Auswirkungen zeitigt der stärkere Einbezug von sein, in dem die Schweiz ihre Drogenpolitik positioniert.

Konsum, Energie, Emissionen usw. zur Finanzierung der So- Die gegenseitige Abstimmung der nationalen Drogenpolitiken

zialausgaben? Wo und wie kann die soziale Sicherung kosten- in Europa ist - unabhängig vom Stand der europäischen Inte-

günstiger und effizienter gestaltet werden? gration - angesichts der grenzüberschreitenden Ursachen

Die Fragestellung ist nicht abschliessend. Sie ist vielmehr sy- und Wirkungen unerlässlich. Dies gilt insbesondere für die

stematisch aufzuarbeiten und im Rahmen eines kohärenten, Strategien gegen den Drogenhandel und dessen kriminelle

aufeinander abgestimmten und ganzheitlichen Finanzie- Sekundärfolgen, hat aber angesichts der Mobilität der Bevöl-

rungskonzeptes, welches die gesamten Sozialausgaben um- kerung auch eine wichtige Funktion für einen wirksamen Voll-

fasst, zu beantworten. zug des Betäubungsmittelgesetzes und der damit verbunde-

nen drogen- und gesundheitspolitischen Massnahmen. Diese

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Angleichung ist ein lange währender Prozess, weil es keine

vom 7. September 1994 drogenpolitischen Ideallösungen gibt und die Verantwortli-

Déclaration écrite du Conseil fédéral chen in den einzelnen Ländern die Möglichkeit haben müs-

du 7 septembre 1994 sen, den nationalen Gegebenheiten angepasste Konzepte zu

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. entwickeln. Dafür ist, um unerwünschte Nebeneffekte zu ver-

hüten, die Transparenz des drogenpolitischen Status quo in

Überwiesen - Transmis Europa zwingend.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 14. September 1994

Rapport écrit du Conseil fédéral

du 14 septembre 1994

#ST# 94.3277 Der Bundesrat geht mit dem Postulanten einig, dass es bei an-

stehenden drogenpolitischen Entscheidungen wichtig ist, das

Postulat Steinemann aussenpolitische Umfeld mit einzubeziehen. Zu diesem

Drogenpolitik. Zweck werden beim Bundesamt für Gesundheitswesen seit

Jährlicher Bericht 1989 die drogenpolitischen Informationen aus unseren wich-

tigsten Nachbarländern systematisch gesammelt und ausge-

Politique en matière de drogue. wertet. Ferner wurde 1993 eine Stelle geschaffen mit der Auf-

Rapport annuel gabe, die Arbeiten der internationalen Organisationen (wie

z. B. die «Groupe Pompidou» des Europarates und die Betäu-

bungsmittelkommission der Vereinten Nationen) zu verfolgen

und auszuwerten.

Zuhanden der Öffentlichkeit publizierte das Bundesamt für

Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1994 Gesundheitswesen erstmals im Dezember 1990 eine systema-

Der Bundesrat wird gebeten, zuhanden des Parlamentes ei- tische Übersicht über die Drogensituation und -politik in den

nen jährlichen Bericht über die Drogenpolitik in Europa zu er- umliegenden Ländern von Europa («Drogen in Europa- Eine

stellen, der die Grundsätze und Praxis der Mitgliedländer der Übersicht»). Diese Übersicht soll in regelmässigen Abständen

Europäischen Union und deren allfällige Neuorientierung, Ex- aktualisiert und publiziert werden. Die nächste aktualisierte

perimente oder Weiterentwicklung des Rechts und seiner An- Übersicht wird das Bundesamt für Gesundheitswesen im Rah-

wendung in übersichtlicher und auch zur Information weiterer men eines umfassenden Berichtes über die drogenpolitische

Kreise geeigneter Form festhält Das Dokument soll so konzi- Situation in den Kantonen und auf nationaler Ebene («Illegale

piert sein, dass es als integraler Bestandteil der bundesrätli- Drogen in der Schweiz») voraussichtlich im Herbst 1994 veröf-

chen Botschaften zu den anstehenden Volksinitiativen, zum fentlichen. Die ausländischen Erfahrungen in der Drogenpoli-

Beitritt zu Uno-Konventionen bzw. zu deren Kündigung, zur tik werden auch in den anstehenden Botschaften des Bundes-

allfälligen Revision des Betäubungsmittelgesetzes und zur rates zuhanden des Parlamentes dargestellt und ausgewertet.

eventuellen Ausweitung der kontrollierten Heroinabgabe die- Angesichts dieser vorliegenden und beabsichtigten Arbeiten

nen kann. erachtet der Bundesrat die Anliegen des Postulates als erfüllt

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Raggenbass Finanzierung der sozialen Sicherheit

Postulat Raggenbass Sécurité sociale. Financement

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1994

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 94.3205

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 07.10.1994 - 08:00

Date

Data

Seite 1903-1904

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Ref. No 20 024 570

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