Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-3166 KI-generiert

Exemption from Central Wastewater Treatment Not Legally Required

Geschäftsnummer VPB 94-3166
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court reviewed a motion proposing to exempt residents of remote or sparsely populated areas from connecting to central wastewater treatment plants, especially after the discontinuation of federal subsidies, citing disproportionately high costs and minimal ecological benefit. The court found that existing environmental law already allows cantons discretion to permit alternative wastewater treatment systems in such areas if water protection is guaranteed. Therefore, the court deemed a legislative change unnecessary and rejected the motion, noting that cantons have the authority to implement solutions aligned with local conditions and financial feasibility.

Legislator-Regeste

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Art. 10 Absatz, Art. 9 Absatz, Art. 93 BGG; Exemption from Central Wastewater Treatment Not Legally Required: The court found that existing environmental law already allows cantons discretion to permit alternative wastewater treatment systems in such areas if water protection is guaranteed. Therefore, the court deemed a legislative change unnecessary and rejected the motion, noting that cantons have the authority to implement solutions aligned with local conditions and financial feasibility.

Schlagwörter

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Wasseraufbereitung nichtverschmutztes Abwasser Abwasseranschlussgebühr unnötige Kosten Umweltschutz Subvention

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 93 BGG

This provision is cited in the dispositive as the legal basis for declaring the appeal inadmissible.

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Volltext

17. Juni 1994 N 1187 Motion Dettling

#ST# 94.3089 nigung von verschmutztem Abwasser. Artikel 10 Absatz 2

GSchG relativiert diese generelle Regelung: Danach können

Motion Schnider die Kantone in abgelegenen oder in dünnbesiedelten Gebie-

ten das verschmutzte Abwasser durch andere Systeme als

Kläranlagen. Befreiung durch zentrale Abwasserreinigungsanlagen behandeln las-

von der Anschlusspflicht sen, wenn damit der Schutz der ober- und unterirdischen Ge-

bei Wegfall wässer gewährleistet ist In Frage kommen dabei namentlich

der Bundessubventionen Einzel- oder Gruppenreinigungsanlagen wie Dreikammergru-

ben, Bodenfiltrationen, Abwasserteiche und Ableitungen des

Stations d'épuration. Exemption Abwassers in Güllebehälter.

de l'obligation de raccorder Das Anliegen der Motion, in abgelegenen, dünnbesiedelten,

en cas de suppression vorab ländlichen Gebieten auf eine generelle Anschlusspflicht

des subventions fédérales an zentrale Abwasserreinigungsanlagen zu verzichten, wird

damit von der bestehenden Gesetzgebung bereits erfüllt Die

Anwendung von Artikel 10 Absatz 2 GSchG liegt bei den Kan-

tonen. An ihnen liegt es, bei der Anwendung dieser Bestim-

Wortlaut der Motion vom 9. März 1994 mung geeignete Lösungen zu finden. Die Formulierung «in

In den Bergkantonen wird jeder Einwohner mit brutto abgelegenen oder in dünnbesiedelten Gebieten» belässt den

105 Franken im Jahr durch die Abwasserreinigung belastet - Kantonen einen hinreichenden Beurteilungs- und Entschei-

im Mittelland sind es 64 Franken. Ende 1993 waren im Schwei- dungsspielraum, um die örtlichen Gegebenheiten, wie die

zer Berggebiet noch 311 Gemeinden keiner Kläranlage ange- Grosse und die Struktur der Siedlung, den Zustand der Ge-

schlossen - insgesamt sind rund 200 000 Einwohner ohne An- wässer und die finanzielle Tragbarkeit einer dezentralen Lö-

schluss. Praktisch alle nicht an Kläranlagen angeschlossenen sung, zu berücksichtigen.

Bewohner leben in dünnbesiedelten Gebieten. Nach Wegfall Der Bundesrat hat davon Kenntnis genommen, dass einige

der Bundessubventionen werden in diesen Regionen die Ko- Kantone Artikel 10 Absatz 2 GSchG in der Vergangenheit sehr

sten je Einwohner für einen Anschluss überdurchschnittlich eng interpretiert haben. Da das Gewässerschutzgesetz den

hoch ausfallen und stehen in einem Missverhältnis zum be- Kantonen aber grundsätzlich die Möglichkeit bietet, das Anlie-

scheidenen ökologischen Nutzen. gen der Motion zu erfüllen, erachtet es der Bundesrat als un-

Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, dem Parlament die zweckmässig, das erst seit kurzer Zeit geltende Gesetz zu än-

gesetzlichen Massnahmen vorzuschlagen, um die Bewohner dern und die Voraussetzungen für die Befreiung von der An-

der nicht an eine Kläranlage angeschlossenen Gebiete von schlusspflicht an zentrale Abwasserreinigungsanlagen auf

der Anschlusspflicht zu befreien. Die Befreiung von der An- Gesetzesstufe neu und näher zu konkretisieren.

schlusspflicht soll gleichzeitig mit dem Wegfall der Bundes- Nach der Motion soll die Befreiung von der Anschlusspflicht

subventionen in Kraft treten. gleichzeitig mit dem Wegfall der Bundessubventionen in Kraft

treten. Mit der schnellen Behandlung der Sparmassnahmen

Texte de la motion du 9 mars 1994 1993 hat das Parlament den Willen zum Ausdruck gebracht,

Dans les cantons de montagne, chaque habitant doit payer diese Massnahmen rasch in Kraft zu setzen. Der Bundesrat will

une somme brute de 105 francs par année pour l'épuration mit der Inkraftsetzung der Sparmassnahmen aber nicht so

des eaux usées, contre 64 francs sur le Plateau. Fin 1993, lange zuwarten, bis eine allfällige Änderung des Gewässer-

311 communes dans les régions de montagne n'étaient pas schutzgesetzes abgeschlossen ist. Auch aus diesem Grund

encore raccordées aune station d'épuration. Au total, quelque lehnt er eine Gesetzesänderung ab.

200 000 habitants ne disposent donc pas de raccordement

Presque toutes ces personnes habitent des contrées peu peu- Schriftliche Erklärung des Bundesrates

plées. Dans ces régions, une fois supprimées les subventions Déclaration écrite du Conseil fédéral

fédérales, les frais de raccordement par habitant seront bien Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen, und

supérieurs à la moyenne nationale et disproportionnés par beantragt, sie als erfüllt abzuschreiben.

rapport aux avantages escomptés sur le plan écologique.

C'est pourquoi je charge le Conseil fédéral de proposer au Überwiesen und abgeschrieben - Transmis et classé

Parlement des mesures légales visant à exempter les habi-

tants des régions non raccordées à une station d'épuration de

l'obligation de demander un raccordement Cette exemption

devrait entrer un vigueur en même temps que la suppression

des subventions fédérales. 94.3166

#ST#

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Binder, Bischof, Motion Dettling

Blocher, Bonny, Bühler Simeon, Bürgi, Carobbio, Columberg, Geschäftsreglement des Nationalrates.

Darbellay, David, Deiss, Dormann, Epiney, Fischer-Seengen,

Giger, Gobet, Gros Jean-Michel, Hari, Hildbrand, Iten Joseph,

Änderung

Jäggi Paul, Kern, Kühne, Lepori Bonetti, Leu Josef, Maurer, Règlement du Conseil national.

Miesch, Mühlemann, Müller, Philipona, Reimann Maximilian, Modification

Ruckstuhl, Rutishauser, Schmidhalter, Schwab, Seiler Hans-

peter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Theubet, Tschopp, Tschup-

pert Karl, Verterli, Wittenwiler, Wyss William (45)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wortlaut der Motion vom 18. März 1994

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Das Büro des Nationalrates wird eingeladen, im Geschäftsre-

eine schriftliche Antwort. glement die Beschlussfassung über die Berichte des Bundes-

rates zu regeln und dabei die Möglichkeit vorzusehen, dass

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates der Rat seiner materiellen Beurteilung von Gehalt und Akzep-

vom 30. Mai 1994 tanz dieser Berichte Ausdruck geben kann.

Rapport écrit du Conseil fédéral

du 30 mai 1994 Texte de la motion du 18 mars 1994

Nach Artikel 10 Absatz 1 des Gewässerschutzgesetzes vom Le Bureau du Conseil national est invité à compléter le règle-

24. Januar 1991 (GSchG) sorgen die Kantone für die Erstel- ment de la Chambre par des dispositions concernant les déci-

lung öffentlicher Kanalisationen und zentraler Anlagen zur Rei- sions à prendre au sujet des rapports présentés par le Conseil

Motion Gonseth 1188 N 17 juin 1994

fédéral, de manière à ce que la Chambre puisse donner une #ST# 93.3110

appréciation quant au fond et indiquer ainsi dans quelle me-

sure elle approuve un rapport Motion Gonseth

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Bühlmann, Bührer Umweltverträglichkeitsprüfung

Gerald, Fischer-Seengen, Heberlein, Thür, Tschuppert Karl (7) für Gentech-Anlagen

Etudes d'impact sur l'environnement

Schriftliche Begründung - Développement par écrit pour les installations de

Soweit ersichtlich sind die Stellungnahme und die Beschluss-

fassung des Nationalrates zu den vom Bundesrat unterbreite- technologie génétique

ten Berichten, die nicht in direktem Zusammenhang mit der

Gesetzgebung oder mit der Genehmigung von Rechnung

und Budget bzw. Geschäftsbericht stehen, nicht geregelt Die-

ser Zustand ist sehr unbefriedigend, weil es dem Rat damit

Wortlaut der Motion vom 16. März 1993

weitgehend verwehrt ist, seiner materiellen Beurteilung von

Gehalt und Akzeptanz eines bundesrätlichen Berichtes nach Der Bundesrat wird ersucht, gestütztauf Artikel 9 Absatz 1 des

aussen Ausdruck zu geben. Statt dessen werden Parlamenta- Umweltschutzgesetzes (USG) in Verbindung mit Artikel 1 der

rier, die mit dem unterbreiteten Bericht nicht einverstanden Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verordnung (UVPV) Anla-

sind, zu einem zumindest aus formaler Sicht höchst fragwürdi- gen, in denen mit gentechnisch veränderten Organismen ge-

gen Rückweisungsantrag veranlasst (siehe jüngstes Beispiel arbeitet wird, der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung

«Integrationsbericht»). Und nicht selten wird vorab in der Öf- (UVP) zu unterstellen.

fentlichkeit «Kenntnisnahme» mit «Zustimmung» gleichge-

setzt Texte de la motion du 16 mars 1993

Aufgrund dieser Überlegungen ist das Geschäftsreglement Le Conseil fédéral est chargé, en vertu de l'article 9 alinéa 1er

des Nationalrates in dem Sinne zu ändern, dass bundesrätli- de la loi sur la protection de l'environnement (LPE), ainsi que

che Berichte inskünftig einer wertenden Beurteilung durch de l'article 1er de l'ordonnance relative à l'étude de l'impact

das Parlament unterzogen werden können. Wie in den Ge- sur l'environnement (OEIE), de soumettre obligatoirement à

schäftsreglementen mehrerer kantonaler Parlamente vorge- l'étude de l'impact sur l'environnement les installations utili-

sehen, soll daher inskünftig auch der Nationalrat verschie- sant des organismes génétiquement modifiés.

dene Möglichkeiten haben, einen unterbreiteten bundesrätli-

chen Bericht zur Kenntnis zu nehmen. Als Möglichkeiten Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Bäumlin,

könnten die nachfolgenden Kriterien in Betracht gezogen Bühlmann, Bundi, Danuser, Diener, Gardiol, Hafner Rudolf,

werden: Hämmerle, Hollenstein, Jori, Maeder, Meier Hans, Meier Sa-

- Kenntnisnahme mit Zustimmung; muel, Meyer Theo, Rebeaud, Seiler Rolf, Strahm Rudolf, Thür

- Kenntnisnahme; (20)

- Kenntnisnahme ohne Zustimmung.

Ich bitte daher das Büro des Nationalrates, baldmöglichst eine Schriftliche Begründung - Développement par écrit

entsprechende Änderung des Geschäftsreglementes auszu- Die heutige Situation vermag nicht zu befriedigen. Anlagen für

arbeiten und dem Rat vorzulegen. chemische Prozesse unterstehen der Pflicht zur UVP (z. B.

70.5 und 70.6, Anhang zur UVPV), nicht aber Anlagen für bio-

Schriftliche Stellungnahme des Büros technische Prozesse. Für eine ungleiche Behandlung solcher

vom 1. Juni 1994 Anlagen sind keine objektiven Gründe ersichtlich. Es ist des-

Rapport écrit du Bureau halb angezeigt, diesen systematischen Fehler zu korrigieren.

du 1er juin 1994 Dass der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen

Die Frage der Art und Weise, wie Berichte des Bundesrates Auswirkungen auf die Umwelt und mittelbar auf den Men-

von den beiden Räten behandelt werden sollen und welche schen hat, ist heute allgemein anerkannt, wenn auch das Aus-

Beschlüsse dazu gefasst werden können, hat in der jüngsten mass der Gefährdung umstritten ist Die Unterstellung unter

Zeit wiederholt zu Diskussionen, auch im Büro, Anlass gege- die Störfallverordnung von Betrieben, in denen gentechnisch

ben. Das Büro wird sich noch in diesem Jahr in bezug auf eine veränderte Mikroorganismen verwendet werden, kann keines-

andere Frage mit einer allfälligen Reglementsrevision zu be- falls als Ersatz für eine UVP angesehen werden. Die Störfallver-

fassen haben. Es ist bereit, bei dieser Gelegenheit auch zu ordnung erfasst den Bereich des Betriebes einer Anlage. Mit

prüfen, wie die Genehmigung von Berichten des Bundesrates der UVP soll dagegen die Anlage selbst einer genaueren Prü-

im Geschäftsreglement zu regeln ist. fung unterzogen werden. Das drängt sich um so mehr auf, als

unterdessen auch die Bundesverfassung Grundsätze über die

Schriftliche Erklärung des Büros Gentechnologie enthält Zudem soll im Rahmen der hängigen

Déclaration écrite du Bureau Revision des Umweltschutzgesetzes der Umgang mit gen-

Das Büro beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. technisch veränderten Organismen geregelt werden.

Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 12. Mai 1993

Rapport écrit du Conseil fédéral

du 12 mai 1993

Der Inhalt der Motion Gonseth entspricht demjenigen der Mo-

tion Baerlocher vom 3. Oktober 1990, UVP für biotechnische

und gentechnologische Anlagen. Seit der Antwort des Bun-

desrates vom 21. November 1990 auf die Motion Baerlocher

ist keine Entwicklung eingetreten, welche den Bundesrat

heute zu einer inhaltlichen Änderung dieser Antwort veranlas-

sen würde.

1. Die Verordnung vom 19. Oktober 1988 über die Umweltver-

träglichkeitsprüfung (UVPV) ist eine Verfahrensverordnung

und enthält keine materiellen Vorschriften. Mit der UVP soll

festgestellt werden, ob ein UVP-pflichtiges Projekt den bun-

desrechtlichen Vorschriften über den Schutz der Umwelt ent-

spricht (Art 3 Abs. 1UVPV).

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Dettling Geschäftsreglement des Nationalrates. Änderung

Motion Dettling Règlement du Conseil national. Modification

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1994

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 94.3166

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 17.06.1994 - 08:00

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Data

Seite 1187-1188

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Ref. No 20 024 179

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