Exemption from Central Wastewater Treatment Not Legally Required
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court reviewed a motion proposing to exempt residents of remote or sparsely populated areas from connecting to central wastewater treatment plants, especially after the discontinuation of federal subsidies, citing disproportionately high costs and minimal ecological benefit. The court found that existing environmental law already allows cantons discretion to permit alternative wastewater treatment systems in such areas if water protection is guaranteed. Therefore, the court deemed a legislative change unnecessary and rejected the motion, noting that cantons have the authority to implement solutions aligned with local conditions and financial feasibility.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 10 Absatz, Art. 9 Absatz, Art. 93 BGG; Exemption from Central Wastewater Treatment Not Legally Required: The court found that existing environmental law already allows cantons discretion to permit alternative wastewater treatment systems in such areas if water protection is guaranteed. Therefore, the court deemed a legislative change unnecessary and rejected the motion, noting that cantons have the authority to implement solutions aligned with local conditions and financial feasibility.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision is cited in the dispositive as the legal basis for declaring the appeal inadmissible.
Volltext
17. Juni 1994 N 1187 Motion Dettling
#ST# 94.3089 nigung von verschmutztem Abwasser. Artikel 10 Absatz 2
GSchG relativiert diese generelle Regelung: Danach können
Motion Schnider die Kantone in abgelegenen oder in dünnbesiedelten Gebie-
ten das verschmutzte Abwasser durch andere Systeme als
Kläranlagen. Befreiung durch zentrale Abwasserreinigungsanlagen behandeln las-
von der Anschlusspflicht sen, wenn damit der Schutz der ober- und unterirdischen Ge-
bei Wegfall wässer gewährleistet ist In Frage kommen dabei namentlich
der Bundessubventionen Einzel- oder Gruppenreinigungsanlagen wie Dreikammergru-
ben, Bodenfiltrationen, Abwasserteiche und Ableitungen des
Stations d'épuration. Exemption Abwassers in Güllebehälter.
de l'obligation de raccorder Das Anliegen der Motion, in abgelegenen, dünnbesiedelten,
en cas de suppression vorab ländlichen Gebieten auf eine generelle Anschlusspflicht
des subventions fédérales an zentrale Abwasserreinigungsanlagen zu verzichten, wird
damit von der bestehenden Gesetzgebung bereits erfüllt Die
Anwendung von Artikel 10 Absatz 2 GSchG liegt bei den Kan-
tonen. An ihnen liegt es, bei der Anwendung dieser Bestim-
Wortlaut der Motion vom 9. März 1994 mung geeignete Lösungen zu finden. Die Formulierung «in
In den Bergkantonen wird jeder Einwohner mit brutto abgelegenen oder in dünnbesiedelten Gebieten» belässt den
105 Franken im Jahr durch die Abwasserreinigung belastet - Kantonen einen hinreichenden Beurteilungs- und Entschei-
im Mittelland sind es 64 Franken. Ende 1993 waren im Schwei- dungsspielraum, um die örtlichen Gegebenheiten, wie die
zer Berggebiet noch 311 Gemeinden keiner Kläranlage ange- Grosse und die Struktur der Siedlung, den Zustand der Ge-
schlossen - insgesamt sind rund 200 000 Einwohner ohne An- wässer und die finanzielle Tragbarkeit einer dezentralen Lö-
schluss. Praktisch alle nicht an Kläranlagen angeschlossenen sung, zu berücksichtigen.
Bewohner leben in dünnbesiedelten Gebieten. Nach Wegfall Der Bundesrat hat davon Kenntnis genommen, dass einige
der Bundessubventionen werden in diesen Regionen die Ko- Kantone Artikel 10 Absatz 2 GSchG in der Vergangenheit sehr
sten je Einwohner für einen Anschluss überdurchschnittlich eng interpretiert haben. Da das Gewässerschutzgesetz den
hoch ausfallen und stehen in einem Missverhältnis zum be- Kantonen aber grundsätzlich die Möglichkeit bietet, das Anlie-
scheidenen ökologischen Nutzen. gen der Motion zu erfüllen, erachtet es der Bundesrat als un-
Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, dem Parlament die zweckmässig, das erst seit kurzer Zeit geltende Gesetz zu än-
gesetzlichen Massnahmen vorzuschlagen, um die Bewohner dern und die Voraussetzungen für die Befreiung von der An-
der nicht an eine Kläranlage angeschlossenen Gebiete von schlusspflicht an zentrale Abwasserreinigungsanlagen auf
der Anschlusspflicht zu befreien. Die Befreiung von der An- Gesetzesstufe neu und näher zu konkretisieren.
schlusspflicht soll gleichzeitig mit dem Wegfall der Bundes- Nach der Motion soll die Befreiung von der Anschlusspflicht
subventionen in Kraft treten. gleichzeitig mit dem Wegfall der Bundessubventionen in Kraft
treten. Mit der schnellen Behandlung der Sparmassnahmen
Texte de la motion du 9 mars 1994 1993 hat das Parlament den Willen zum Ausdruck gebracht,
Dans les cantons de montagne, chaque habitant doit payer diese Massnahmen rasch in Kraft zu setzen. Der Bundesrat will
une somme brute de 105 francs par année pour l'épuration mit der Inkraftsetzung der Sparmassnahmen aber nicht so
des eaux usées, contre 64 francs sur le Plateau. Fin 1993, lange zuwarten, bis eine allfällige Änderung des Gewässer-
311 communes dans les régions de montagne n'étaient pas schutzgesetzes abgeschlossen ist. Auch aus diesem Grund
encore raccordées aune station d'épuration. Au total, quelque lehnt er eine Gesetzesänderung ab.
200 000 habitants ne disposent donc pas de raccordement
Presque toutes ces personnes habitent des contrées peu peu- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
plées. Dans ces régions, une fois supprimées les subventions Déclaration écrite du Conseil fédéral
fédérales, les frais de raccordement par habitant seront bien Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen, und
supérieurs à la moyenne nationale et disproportionnés par beantragt, sie als erfüllt abzuschreiben.
rapport aux avantages escomptés sur le plan écologique.
C'est pourquoi je charge le Conseil fédéral de proposer au Überwiesen und abgeschrieben - Transmis et classé
Parlement des mesures légales visant à exempter les habi-
tants des régions non raccordées à une station d'épuration de
l'obligation de demander un raccordement Cette exemption
devrait entrer un vigueur en même temps que la suppression
des subventions fédérales. 94.3166
#ST#
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Binder, Bischof, Motion Dettling
Blocher, Bonny, Bühler Simeon, Bürgi, Carobbio, Columberg, Geschäftsreglement des Nationalrates.
Darbellay, David, Deiss, Dormann, Epiney, Fischer-Seengen,
Giger, Gobet, Gros Jean-Michel, Hari, Hildbrand, Iten Joseph,
Änderung
Jäggi Paul, Kern, Kühne, Lepori Bonetti, Leu Josef, Maurer, Règlement du Conseil national.
Miesch, Mühlemann, Müller, Philipona, Reimann Maximilian, Modification
Ruckstuhl, Rutishauser, Schmidhalter, Schwab, Seiler Hans-
peter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Theubet, Tschopp, Tschup-
pert Karl, Verterli, Wittenwiler, Wyss William (45)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wortlaut der Motion vom 18. März 1994
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Das Büro des Nationalrates wird eingeladen, im Geschäftsre-
eine schriftliche Antwort. glement die Beschlussfassung über die Berichte des Bundes-
rates zu regeln und dabei die Möglichkeit vorzusehen, dass
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates der Rat seiner materiellen Beurteilung von Gehalt und Akzep-
vom 30. Mai 1994 tanz dieser Berichte Ausdruck geben kann.
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 30 mai 1994 Texte de la motion du 18 mars 1994
Nach Artikel 10 Absatz 1 des Gewässerschutzgesetzes vom Le Bureau du Conseil national est invité à compléter le règle-
24. Januar 1991 (GSchG) sorgen die Kantone für die Erstel- ment de la Chambre par des dispositions concernant les déci-
lung öffentlicher Kanalisationen und zentraler Anlagen zur Rei- sions à prendre au sujet des rapports présentés par le Conseil
Motion Gonseth 1188 N 17 juin 1994
fédéral, de manière à ce que la Chambre puisse donner une #ST# 93.3110
appréciation quant au fond et indiquer ainsi dans quelle me-
sure elle approuve un rapport Motion Gonseth
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Bühlmann, Bührer Umweltverträglichkeitsprüfung
Gerald, Fischer-Seengen, Heberlein, Thür, Tschuppert Karl (7) für Gentech-Anlagen
Etudes d'impact sur l'environnement
Schriftliche Begründung - Développement par écrit pour les installations de
Soweit ersichtlich sind die Stellungnahme und die Beschluss-
fassung des Nationalrates zu den vom Bundesrat unterbreite- technologie génétique
ten Berichten, die nicht in direktem Zusammenhang mit der
Gesetzgebung oder mit der Genehmigung von Rechnung
und Budget bzw. Geschäftsbericht stehen, nicht geregelt Die-
ser Zustand ist sehr unbefriedigend, weil es dem Rat damit
Wortlaut der Motion vom 16. März 1993
weitgehend verwehrt ist, seiner materiellen Beurteilung von
Gehalt und Akzeptanz eines bundesrätlichen Berichtes nach Der Bundesrat wird ersucht, gestütztauf Artikel 9 Absatz 1 des
aussen Ausdruck zu geben. Statt dessen werden Parlamenta- Umweltschutzgesetzes (USG) in Verbindung mit Artikel 1 der
rier, die mit dem unterbreiteten Bericht nicht einverstanden Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verordnung (UVPV) Anla-
sind, zu einem zumindest aus formaler Sicht höchst fragwürdi- gen, in denen mit gentechnisch veränderten Organismen ge-
gen Rückweisungsantrag veranlasst (siehe jüngstes Beispiel arbeitet wird, der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung
«Integrationsbericht»). Und nicht selten wird vorab in der Öf- (UVP) zu unterstellen.
fentlichkeit «Kenntnisnahme» mit «Zustimmung» gleichge-
setzt Texte de la motion du 16 mars 1993
Aufgrund dieser Überlegungen ist das Geschäftsreglement Le Conseil fédéral est chargé, en vertu de l'article 9 alinéa 1er
des Nationalrates in dem Sinne zu ändern, dass bundesrätli- de la loi sur la protection de l'environnement (LPE), ainsi que
che Berichte inskünftig einer wertenden Beurteilung durch de l'article 1er de l'ordonnance relative à l'étude de l'impact
das Parlament unterzogen werden können. Wie in den Ge- sur l'environnement (OEIE), de soumettre obligatoirement à
schäftsreglementen mehrerer kantonaler Parlamente vorge- l'étude de l'impact sur l'environnement les installations utili-
sehen, soll daher inskünftig auch der Nationalrat verschie- sant des organismes génétiquement modifiés.
dene Möglichkeiten haben, einen unterbreiteten bundesrätli-
chen Bericht zur Kenntnis zu nehmen. Als Möglichkeiten Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Bäumlin,
könnten die nachfolgenden Kriterien in Betracht gezogen Bühlmann, Bundi, Danuser, Diener, Gardiol, Hafner Rudolf,
werden: Hämmerle, Hollenstein, Jori, Maeder, Meier Hans, Meier Sa-
- Kenntnisnahme mit Zustimmung; muel, Meyer Theo, Rebeaud, Seiler Rolf, Strahm Rudolf, Thür
- Kenntnisnahme; (20)
- Kenntnisnahme ohne Zustimmung.
Ich bitte daher das Büro des Nationalrates, baldmöglichst eine Schriftliche Begründung - Développement par écrit
entsprechende Änderung des Geschäftsreglementes auszu- Die heutige Situation vermag nicht zu befriedigen. Anlagen für
arbeiten und dem Rat vorzulegen. chemische Prozesse unterstehen der Pflicht zur UVP (z. B.
70.5 und 70.6, Anhang zur UVPV), nicht aber Anlagen für bio-
Schriftliche Stellungnahme des Büros technische Prozesse. Für eine ungleiche Behandlung solcher
vom 1. Juni 1994 Anlagen sind keine objektiven Gründe ersichtlich. Es ist des-
Rapport écrit du Bureau halb angezeigt, diesen systematischen Fehler zu korrigieren.
du 1er juin 1994 Dass der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen
Die Frage der Art und Weise, wie Berichte des Bundesrates Auswirkungen auf die Umwelt und mittelbar auf den Men-
von den beiden Räten behandelt werden sollen und welche schen hat, ist heute allgemein anerkannt, wenn auch das Aus-
Beschlüsse dazu gefasst werden können, hat in der jüngsten mass der Gefährdung umstritten ist Die Unterstellung unter
Zeit wiederholt zu Diskussionen, auch im Büro, Anlass gege- die Störfallverordnung von Betrieben, in denen gentechnisch
ben. Das Büro wird sich noch in diesem Jahr in bezug auf eine veränderte Mikroorganismen verwendet werden, kann keines-
andere Frage mit einer allfälligen Reglementsrevision zu be- falls als Ersatz für eine UVP angesehen werden. Die Störfallver-
fassen haben. Es ist bereit, bei dieser Gelegenheit auch zu ordnung erfasst den Bereich des Betriebes einer Anlage. Mit
prüfen, wie die Genehmigung von Berichten des Bundesrates der UVP soll dagegen die Anlage selbst einer genaueren Prü-
im Geschäftsreglement zu regeln ist. fung unterzogen werden. Das drängt sich um so mehr auf, als
unterdessen auch die Bundesverfassung Grundsätze über die
Schriftliche Erklärung des Büros Gentechnologie enthält Zudem soll im Rahmen der hängigen
Déclaration écrite du Bureau Revision des Umweltschutzgesetzes der Umgang mit gen-
Das Büro beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. technisch veränderten Organismen geregelt werden.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 12. Mai 1993
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 12 mai 1993
Der Inhalt der Motion Gonseth entspricht demjenigen der Mo-
tion Baerlocher vom 3. Oktober 1990, UVP für biotechnische
und gentechnologische Anlagen. Seit der Antwort des Bun-
desrates vom 21. November 1990 auf die Motion Baerlocher
ist keine Entwicklung eingetreten, welche den Bundesrat
heute zu einer inhaltlichen Änderung dieser Antwort veranlas-
sen würde.
1. Die Verordnung vom 19. Oktober 1988 über die Umweltver-
träglichkeitsprüfung (UVPV) ist eine Verfahrensverordnung
und enthält keine materiellen Vorschriften. Mit der UVP soll
festgestellt werden, ob ein UVP-pflichtiges Projekt den bun-
desrechtlichen Vorschriften über den Schutz der Umwelt ent-
spricht (Art 3 Abs. 1UVPV).
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Dettling Geschäftsreglement des Nationalrates. Änderung
Motion Dettling Règlement du Conseil national. Modification
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3166
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.06.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 1187-1188
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Pagina
Ref. No 20 024 179
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