Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-3143 KI-generiert

Parliament Rejects VAT Law Proposal

Geschäftsnummer VPB 94-3143
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The parliament's committee rejected a motion and a postulate requesting the Federal Council to submit a new law on value-added tax, citing that parliament was already working on such a law and that it would be illogical to task the Federal Council with drafting a law that parliament itself intended to create.

Legislator-Regeste

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Art. 66 al. 1 LTF; Parliament Rejects VAT Law Proposal: The parliament's committee rejected a motion and a postulate requesting the Federal Council to submit a new law on value-added tax, citing that parliament was already working on such a law and that it would be illogical to task the Federal Council with drafting a law that parliament itself intended to create.

Schlagwörter

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MWSt = Mehrwertsteuer Parlamentsrecht Wertschöpfung Verbrauchssteuer Abgabefreiheit Finanzreferendum

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

Cited in the dispositive to regulate costs.

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Volltext

27. September 1995 N 1945 Motion des Ständerates (Schule)

lieh ist es eine Frage der Franken, die bezahlt werden müs- David Eugen (C, SG) unterbreitet im Namen der Kommission

sen. Ich muss Ihnen ganz klar sagen, dass die Leute durch für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftli-

die Mehrwertsteuer - wenn Sie später eine solche Umwand- chen Bericht:

lung vornehmen - bedeutend stärker belastet werden, ob-

wohl Sie jetzt vorgeben, sie entlasten zu wollen. Das ist die Beschluss des Ständerates:

Konsequenz. Deshalb ist es meines Erachtens nicht richtig. Der Ständerat überwies die Motion am 6. Oktober 1994 ohne

Es ist auch nicht richtig, wenn man sich auf einen Bundesge- Diskussion und ohne Opposition.

richtsentscheid bezieht, der einige Jahre zurückliegt; dieser Der Motionär führte aus, dass die Lösung mit der Kompe-

ist in der Zwischenzeit geändert worden. Das Bundesgericht tenzdelegation für die Ausführungsbestimmungen an den

hat ganz klar entschieden, dass der Gesetzgeber auch auf Bundesrat aus Zeitgründen gewählt werden musste und ein

die Anzahl der Betroffenen Rücksicht nehmen soll. Denn Provisorium ist. Sie stehe im Widerspruch zum Legalitäts-

letztlich kann man kein Steuergesetz hundertprozentig ge- und Gewaltentrennungsprinzip. Das Parlament habe alles In-

recht machen; das ist nicht möglich. Konkubinatspaare sind teresse daran, dass das befristete Übergangsregime bald ei-

bis heute immerhin noch nicht die Mehrheit der schweizeri- ner definitiven Regelung im ordentlichen Gesetzgebungsver-

schen Bevölkerung, sondern es sind etwa 5 oder 6 Prozent. fahren Platz mache. Die vom Bundesrat erlassene und mate-

Die meisten Paare sind tatsächlich verheiratet. Wenn Sie die riell bedeutende Verordnung weise in ihrem Entwurf grosse

Konkubinatspaare entlasten oder stärker belasten wollen, Mängel auf.

dann müssen Sie auch sämtliche Alleinstehenden höher be- Der Bundesrat wünschte sich, dass das Parlament ein sol-

lasten; anders geht das nicht. Da stossen Sie dann relativ ches Gesetz macht. Das Gesetz müsse konsequent sein und

rasch auf Grenzen. Wenn Sie das Ziel erreichen möchten, ohne Widersprüche, weshalb der Bundesrat die Ausnahmen

dann müssen Sie für die Ledigen, für die Unverheirateten, in der Verordnung auch sehr rigoros handhabt. Diese seien

den Steuerbetrag zum Teil um das Zweifache erhöhen. Das neu in der Verfassung grundsätzlich festgelegt. Er glaube

ist dann auch nicht möglich. nicht, dass es möglich sei, bis 1996 ein Gesetz über die

Der Entwurf zum Bundesgesetz über die direkte Bundes- Mehrwertsteuer vorzulegen. Der Bundesrat sollte auf eine

steuer ist 1983 vom Bundesrat verabschiedet worden. Ich gewisse Erfahrung zurückblicken können. Er sei bereit, die

habe im Januar 1984 die zweite Kommissionssitzung erlebt; Motion ohne Befristung entgegenzunehmen. Der Initiant

und im Jahre 1990 sind wir mit der Bearbeitung des Entwur- erklärte sich bereit, die Befristung «bis 1996» aus dem

fes fertig geworden. Gerade die Fragen der Besteuerung der Motionstext zu streichen.

Konkubinatspaare und der Besteuerung der Alleinerziehen-

den haben die Kommission sehr intensiv beschäftigt. Am Erwägungen der Kommission

Schluss hat man einen gewissen Kompromiss gefunden. An ihrer Sitzung vom 21. Februar 1995 lehnte die WAK mit

Diesen Kompromiss müssen Sie auch wieder finden. Des- 15 zu 1 Stimmen zuerst die Überweisung des Begehrens als

halb bitte ich Sie, hier nicht Entscheidungen zu treffen, die Motion, dann mit 11 zu 7 Stimmen auch die Überweisung als

nachher nicht durchzuhalten sind. Postulat ab.

Ich bitte Sie, die Motion in ein Postulat umzuwandeln bzw. die In der Diskussion wurde festgestellt, dass der Auftrag an den

Motion abzulehnen. Bundesrat für die Schaffung eines Bundesgesetzes über die

Mehrwertsteuer nicht zweckmässig sei, wenn gleichzeitig

Abstimmung - Vote das Parlament daran sei, ein solches auszuarbeiten. Die

Für Überweisung als Motion 73 Stimmen WAK hatte am 10. Januar 1995 die Einsetzung einer Sub-

Für Überweisung als Postulat 37 Stimmen kommission beschlossen, nachdem der Nationalrat am

15. Dezember 1994 der parlamentarischen Initiative Dettling

(93.461) Folge gegeben hatte. Die Subkommission hat den

Auftrag, ein Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer auszuar-

beiten. Als der Initiant seine Motion einreichte, war die Initia-

tive noch nicht behandelt.

#ST# 94.3143 David Eugen (C, SG) présente au nom de la Commission de

l'économie et des redevances (CER) le rapport écrit suivant:

Motion des Ständerates

(Schule) Décision du Conseil des Etats:

Le Conseil des Etats a transmis la motion le 6 octobre 1994,

Bundesgesetz à l'unanimité et sans en avoir délibéré.

über die Mehrwertsteuer L'auteur de la motion a commencé par rappeler que la solu-

Motion du Conseil des Etats tion de l'ordonnance, rendue possible au moyen d'une délé-

(Schule) gation de compétence au Conseil fédéral, ne constituait

Loi fédérale concernant qu'une solution de fortune qui avait à l'époque été dictée par

l'urgence. Deux arguments, a-t-il poursuivi, plaident

la taxe sur la valeur ajoutée aujourd'hui en faveur d'une loi: d'abord, le principe de la lé-

galité et le principe de la séparation des pouvoirs exigent tous

deux pour être respectés qu'à la réglementation provisoire

actuellement en vigueur soit substitué au plus vite un texte

Wortlaut der Motion vom 6. Oktober 1994 avalisé par le Parlement; ensuite, l'ordonnance du Conseil

Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten fédéral contient un certain nombre d'erreurs qu'il importe

bis 1996 ein Gesetz über die Mehrwertsteuer vorzulegen, das d'autant plus de corriger qu'il s'agit d'un texte dont l'impor-

die Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Systemwechsel tance est loin d'être négligeable.

berücksichtigt und insbesondere dem Gebot der internatio- Le Conseil fédéral a pour sa part déclaré qu'il préférerait que

nalen Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Wirtschaft la mise sur pied de la loi incombe au Parlement. Insistant sur

Rechnung trägt. la cohérence que devrait nécessairement revêtir le texte, il a

rappelé que c'est précisément ce souci de rigueur qui l'avait

Texte de la motion du 6 octobre 1994 conduit à faire dans l'ordonnance un usage aussi restrictif

Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres fé- que possible des exceptions et dérogations, dont le cadre a

dérales d'ici à 1996 une loi concernant la taxe sur la valeur d'ailleurs été arrêté ultérieurement dans la constitution. Ex-

ajoutée, loi qui tienne compte des expériences faites lors du primant par ailleurs son scepticisme quant à la faisabilité

changement de système, en particulier de la nécessité de ga- d'une telle loi d'ici à 1996, et ajoutant qu'un délai plus long lui

rantir la compétitivité de l'économie suisse. permettrait en outre de dresser un bilan plus complet de la

Motion du Conseil des Etats (CdF-CE 94.073) 1946 N 27 septembre 1995

mise en oeuvre du texte actuel, il s'est déclaré prêt à accep- - Es ist verfassungsmässig eine institutionelle Schranke vor-

ter la motion à la condition qu'il n'y soit pas fait mention d'un zusehen, die die Verschuldung des Bundes stabilisiert bzw.

délai impératif. Cette considération a amené l'auteur du texte zumindest ab dem Jahr 2001 ein Wachstum der Staatsaus-

à supprimer la référence initiale à l'année 1996. gaben, das über das Wachstum des BIP hinausgeht, verhin-

dert.

Considérations de la commission - Genügen diese Massnahmen nicht, sind Mehreinnahmen

Réunie le 21 février 1995, la CER a rejeté par 15 voix contre vorzuschlagen, eventuell mit stufenmässiger Einführung. Die

1 une proposition visant a transmettre au Conseil fédéral le Mehreinnahmen sind vorwiegend im Bereiche der indirekten

texte sous forme de motion, puis par 11 voix contre 7, une Steuern zu suchen und sind auf ihre Wirtschaftsverträglich-

proposition visant à le transmettre sous forme de postulat. keit zu prüfen.

Ce rejet s'explique notamment par le fait que plusieurs parle-

mentaires ont considéré qu'il ne serait guère logique de con- Texte de la motion du 9 mars 1995

Le Conseil fédéral est chargé, d'ici au milieu de 1996, de pré-

fier au Conseil fédéral le soin de préparer un projet de loi sur

la TVA alors même que le Parlement lui-même était en train senter un nouveau programme d'assainissement satisfaisant

de travailler à un tel projet: le 10 janvier 1995, en effet, leaux exigences suivantes:

Conseil national ayant décidé le 15 décembre 1994 de don- - Calculation et réexamen de toutes les recettes futures et

les dépenses, en particulier de celles relatives à l'assainisse-

ner suite à l'initiative parlementaire Dettling (93.461), la CER

avait chargé une sous-commission de rédiger un texte en ce ment des CFF et à l'autonomie comptable de la Caisse fédé-

sens. Il faut toutefois préciser que la motion a été déposée rale de pension de la Confédération, dans le cadre de la pla-

avant que l'initiative précitée ait été examinée. nification financière. Le déficit sera évalué à cet égard en

deux composantes, l'une conjoncturelle et l'autre structurelle.

Antrag der Kommission - Etablissement d'un rapport sur l'évolution présumée du

Ablehnung der Motion, auch als Postulat produit de la taxe sur la valeur ajoutée, en prenant pour base

Proposition de la commission les rentrées de 1995.

Rejeter la motion, même sous forme de postulat - Propositions pour de véritables mesures d'économie vi-

sant, d'ici l'an 2000, une réduction des dépenses d'au moins

Abgelehnt - Rejeté 80 pour cent du déficit structurel, mais au minimum

2,5 milliards de francs, en réaménageant, réduisant ou en

abandonnant des tâches fédérales. Il y aura lieu de présenter

les conséquences des mesures envisagées (transfert de

charges et de compétences, charges nouvelles, etc.).

- Pour parvenir à l'objectif d'assainissement, chaque dépar-

95.3073

#ST#

tement doit fournir une contribution raisonnable qui s'élèvera

en règle générale à 3 pour cent de l'ensemble du volume du

Motion des Ständerates budget. Il conviendra de veiller à cet égard entre autres à éli-

miner la densité normative, le perfectionnisme, les subven-

(FK-SR 94.973) tionnements inutiles et à simplifier l'organisation de l'adminis-

Neues Sanierungsprogramm 1996 tration. Il faut transformer la pratique en matière de budgéti-

Motion du Conseil des Etats sation et de péréquation financière (budgets globaux ciblés,

(CdF-CE 94.073) concentration sur la péréquation financière directe). Enfin, il

Nouveau programme faut renforcer la gestion des administrations vers un objectif

de résultat.

d'assainissement 1996 - Sur le plan constitutionnel, il y a lieu de prévoir des limita-

tions institutionnelles permettant de stabiliser l'endettement

de la Confédération en vue d'empêcher, tout au moins dès

l'année 2001, une croissance des dépenses étatiques allant

Wortlaut der Motion vom 9. März 1995 au-delà de la croissance du PIB.

Der Bundesrat wird beauftragt, bis Mitte 1996 ein neues Sa- - Si ces mesures d'assainissement ne suffisent pas, on pro-

nierungsprogramm vorzulegen, das folgende Anforderungen posera des recettes supplémentaires introduites au besoin

erfüllt: graduellement. Les recettes supplémentaires devront être re-

- Erfassung und Überprüfung aller künftigen Einnahmen und cherchées avant tout dans le domaine de la fiscalité indirecte

Ausgaben, insbesondere auch jener für die Sanierung der et analysées selon leur impact sur l'économie.

SBB und die Verselbständigung der Pensionskasse des Bun-

des, im Rahmen der Finanzplanung. Das Defizit ist dabei in Leuenberger Ernst (S, SO) unterbreitet im Namen der Fi-

einer konjunkturellen und einer strukturellen Komponente zu nanzkommission (FK) den folgenden schriftlichen Bericht:

veranschlagen.

- Berichterstattung über die mutmassliche Entwicklung der Der Ständerat hiess am 9. März 1995 die Motion einstimmig

Mehrwertsteuererträge aufgrund der Eingänge 1995. gut. Der Bundesrat teilt das Grundanliegen der Motion und

- Vorschläge für echte Sparmassnahmen, die bis zum Jahr beurteilt die Haushaltsanierung unvermindert als prioritäre

2000 eine Ausgabenreduktion von wenigstens 80 Prozent Aufgabe von Regierung und Parlament. Skeptisch eingestellt

des strukturellen Defizits, mindestens aber von 2,5 Milliarden ist der Bundesrat indessen gegenüber der Auflage eines vier-

Franken durch die Neustrukturierung, den Abbau und den ten Sanierungsprogrammes in Folge, das bis Mitte 1996 vor-

Verzicht von Staatsaufgaben bringen. Dabei sind die Wirkun- zulegen wäre.

gen darzustellen (Lasten- und Kompetenzverschiebungen, Der Nationalrat stimmte am 14. März 1995 der Motion der Fi-

neue Belastungen usw.). nanzkommission betreffend Anschlussprogramm zur Besei-

- Jedes Departement soll zur Erreichung des Sanierungszie- tigung des strukturellen Defizits (95.3002) mit 98 zu 51 Stim-

les einen angemessenen Beitrag von in der Regel 3 Prozent men zu. Der Ständerat hat diesen Vorstoss am 15. März

des Haushaltvolumens leisten. Zu achten ist dabei unter an- 1995 ebenfalls überwiesen.

derem auf den Abbau der Normendichte, des Perfektionis-

mus, unnötiger Subventionen und auf eine Vereinfachung Erwägungen der Kommission

der Verwaltungsorganisation. Die Budgetierungspraxis und Die FK-NR ist im Gegensatz zum Ständerat mehrheitlich der

der Finanzausgleich sind umzugestalten (zielorientierte Glo- Auffassung, dass vorläufig keine punktuellen Sanierungs-

balbudgets, Konzentration auf den direkten Finanzausgleich) massnahmen verlangt werden sollten, sondern dass das

und die ergebnisorientierte Verwaltungsführung zu verstär- Schwergewicht der Haushaltsanierung auf strukturelle Refor-

ken. men zu legen ist.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion des Ständerates (Schüle) Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer

Motion du Conseil des Etats (Schüle) Loi fédérale concernant la taxe sur la valeur ajoutée

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 07

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 94.3143

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 27.09.1995 - 11:00

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Data

Seite 1945-1946

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Ref. No 20 026 093

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