Motion for Coordinated Higher Education Reform and Financial Planning
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis motion calls for the coordination of parallel reform efforts in Switzerland's higher education system (secondary II and tertiary levels) to create a comprehensive plan for the future of higher education. The reasoning is that without a unified plan, individual reforms like those for maturity certificates, vocational schools, universities, and specialized colleges are fragmented and may not align with each other or with the needs of the job market. The motion also requests a long-term financial plan and cost-sharing with cantons due to budget constraints and increasing student numbers. The Federal Council agreed to transform the motion into a postulate, acknowledging its limited constitutional authority for overall coordination but agreeing to explore better alignment of reforms and financial planning within existing frameworks.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 93 al. 1 LTF; Motion for Coordinated Higher Education Reform and Financial Planning: The reasoning is that without a unified plan, individual reforms like those for maturity certificates, vocational schools, universities, and specialized colleges are fragmented and may not align with each other or with the needs of the job market. The motion also requests a long-term financial plan and cost-sharing with cantons due to budget constraints and increasing student numbers. The Federal Council agreed to transform the motion into a postulate, acknowledging its limited constitutional authority for overall coordination but agreeing to explore better alignment of reforms and financial planning within existing frameworks.
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KI-generiertThis provision is used to declare the appeal inadmissible as it concerns an interlocutory decision.
Volltext
25. September 1995 N 1891 Motion Zbinden
sèment qui contribueront à l'innovation pour sortir de la crise. Cette coordination devrait offrir aux organes compétents
Toutefois, il ne faut pas perdre de vue l'approche qualitative. (Confédération: GSR, Ofes, Ofiamt, Ofag; cantons: CDIP,
Comment améliorer l'efficacité de la recherche avec des CDEP) la possibilité d'établir à temps le plan d'ensemble de
montants plus limités? En outre, la réforme des écoles d'in- l'éducation supérieure dont la Suisse a un urgent besoin. Ce
génieurs ETS, prévue dans le projet de loi fédérale sur les n'est qu'ainsi que l'on pourra coordonner les diverses réfor-
Hautes Ecoles Spécialisées, permettra de réaliser des pro- mes à entreprendre dans les domaines de l'ordonnance sur
grès en matière de transferts technologiques des centres de la reconnaissance des certificats de maturité gymnasiale
formation vers les entreprises. (ORM), des écoles professionnelles supérieures, des hautes
Souvent, les scientifiques s'intéressent plus aux progrès de écoles spécialisées et des universités. Il faudra cependant
la science qu'à la commercialisation de nouveaux produits ou veiller avant tout aux profils et aux filières de formation, aux
de nouvelles technologies. Les retombées économiques ne calendriers des études, aux conditions d'entrée, et aux sec-
représentent pas l'objectif prioritaire des résultats de leurs teurs d'activité correspondants dans le monde du travail.
travaux. De cette divergence fondamentale d'optique décou- Compte tenu de la précarité des conditions financières et du
lent un certain nombre d'attitudes qui rendent la coopération nombre croissant de candidats aux études, le Conseil fédé-
avec les universités et les hautes écoles difficile pour les en- ral est en outre prié d'établir un plan de financement à long
treprises. Ces problèmes de communication sont souvent un terme en veillant à la répartition des coûts avec les cantons.
obstacle majeur à la coopération. Les milieux scientifiques
doivent s'efforcer davantage d'aller à la rencontre des PME. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Baumlin, Boden-
mann, Brügger Cyrill, Bundi, Danuser, Duvoisin, Eggenber-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates ger, Fankhauser, von Feiten, Gross Andreas, Haering
vom 23. Februar 1994 Binder, Hafner Ursula, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Jori,
Déclaration écrite du Conseil fédéral Ledergerber, Leuenberger Ernst, Matthey, Ruffy, Steiger
du 23 février 1994 Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer, Züger
Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. (26)
Überwiesen - Transmis Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Den weitaus grössten, teuersten und folgenreichsten «Um-
bauplatz» im schweizerischen Bildungswesen finden wir zur-
zeit zuoberst im beschäftigungsnahen Bereich. Hier werden
gleichzeitig an mehreren Orten die Weichen für die Bildungs-
zukunft gestellt. Im Zusammenhang mit der «Europäisie-
#ST# 94.3112 rung» und zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit auf den in-
ternationalen Märkten wurden mit viel Engagement Bildungs-
Motion Zbinden reformen eingeleitet. Leider mit zu viel Hektik, ohne zweck-
mässige Absprachen, ja gar in Konkurrenz zueinander. Auf
Schweizerisches Bildungswesen. dem Umbauplatz bewegen sich mehrere zuständige Instan-
Reformkoordination zen, allerdings ohne einen übergreifenden Bauplan in den
auf den obersten Bildungsstufen Händen zu haben.
Système suisse d'éducation. Das sind ungünstige Planungsvoraussetzungen, vor allem in
Zeiten knapper werdender finanzieller Mittel und wachsender
Coordination de la réforme Zahlen von Studienwilligen. Denn alle diese Teilreformen auf
à l'échelon supérieur den beiden Bildungsstufen können nur sachgerecht realisiert
werden, wenn ein übergreifender und zukunftsweisender Ge-
samtplan besteht. So kann man z. B. eine Maturitätsreform
nur realisieren, wenn man weiss, welche weiterführenden Bil-
Wortlaut der Motion vom 16. März 1994 dungsangebote auf der folgenden Bildungsstufe vorhanden
Der Bundesrat wird aufgefordert, die Vielzahl der zurzeit par- sind. Oder Fachhochschulen sind nur sinnvoll zu etablieren,
allel nebeneinander verlaufenden Reformarbeiten auf den wenn die Arbeitsteilung zwischen ihnen und den Universitä-
beiden obersten Bildungsstufen des schweizerischen Bil- ten klar geregelt ist, und nur dann, wenn der die Absolventen
dungswesens (Sekundarstufe II, Tertiärstufe) zu koordinie- aufnehmende Beschäftigungssektor in der Lage ist, die
ren. neuen Studienabgänger auf der Tertiärstufe sinnvoll zu inte-
Diese Koordinationsinitiative des Bundes soll noch rechtzei- grieren. Zurzeit aber sind viele dieser Fragen ungeklärt, und
tig den zuständigen Bildungsinstanzen (Bund: GWF, BBW, trotzdem wird die Reform vorangetrieben. Das zeigt sich,
Biga, BLW; Kantone: EDK, VDK) die Möglichkeit eröffnen, wenn man einen Blick auf die wichtigsten Planungsarbeiten
den dringend notwendigen Gesamtplan für das höhere wirft:
schweizerische Bildungswesen zu erstellen. Nur so können - Die EDK hat durch eine Arbeitsgruppe Profile aller zukünf-
die verschiedenen Reformarbeiten an der eidgenössischen tigen Fachhochschultypen erstellen lassen, bevor das eidge-
Maturitäts-Anerkennungsverordnung (MAV), den Berufsmit- nössische Fachhochschulgesetz in den Räten zur Behand-
telschulen, den Fachhochschulen und den Universitäten lung vorliegt.
sinnvoll miteinander verknüpft werden. Dabei wäre in erster - Die gleiche EDK beklagt sich in einem Schreiben an das
Linie an die Ausbildungsprofile, die Ausbildungsgänge, die Biga, dass endlich ein Berufsmittelschulkonzept erarbeitet
Studienzeiten, die Übertrittsbedingungen und die entspre- wird, das alle zukünftigen Typen abdeckt («Nach wie vor wird
chenden Funktionsbereiche im aufnehmenden Beschäfti- demgegenüber Berufsbildung isoliert gesehen und im Kabi-
gungssystem zu denken. nettstil betrieben.» Brief vom 6. Dezember 1993).
In Anbetracht der prekären finanziellen Rahmenbedingun- - Die MAV-Arbeiten sind in einer Sackgasse: Die Vernehm-
gen und der wachsenden Zahl von Studienwilligen wird der lassungsergebnisse erschweren eine weitere Bearbeitung.
Bundesrat zusätzlich ersucht, eine längerfristige Bildungsfi- Zudem verlangt der Berufsverband der schweizerischen
nanzplanung und damit auch Kostenaufteilung mit den Kan- Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer ein Moratorium,
tonen anzustreben. bis klar ist, welche Formen der zukünftige Tertiärsektor an-
nehmen wird.
Texte de la motion du 16 mars 1994 - Vor kurzem hat der Schweizerische Wissenschaftsrat als
Le Conseil fédéral est prié de coordonner les multiples réfor- beratendes Organ des Bundesrates in einer Zukunftsper-
mes actuellement menées en parallèle aux deux niveaux su- spektive festgehalten, dass zukünftig an den Universitäten
périeurs du système d'éducation suisse (secondaire supé- drei Studiengänge zu schaffen sind: Halblizentiat, Lizentiat
rieur et tertiaire). und Doktorat.
Interpellation Zbinden 1892 N 25 septembre 1995
- Eine Arbeitsgruppe der EDK zur Frage der zukünftigen #ST# 95.3036
Pädagogischen Hochschulen schlägt vor, im Ausbildungsbe-
reich für obere Lehrkräfte unversitätsinterne Fachhochschu- Interpellation Zbinden
len zu entwickeln. Das wäre aber ein neuer Fachhochschul-
typ neben den eigenständigen Fachhochschulen. Bundesprioritäten im Hochschulbereich
- Es könnte - zumindest temporär - die Lage eintreten, dass (Universitäten
wir zukünftig auf der Tertiärstufe sieben formal unterschiedli- und Fachhochschulen)
che Ausbildungsabschlüsse registrieren können: Doktorat,
Lizentiat, Halblizentiat und Fachhochschulabschluss an den Hautes écoles. Priorités fédérales
Universitäten, ausseruniversitärer Fachhochschulabschluss, (universités et hautes
Abschluss an einer Höheren Fachschule und in der Weiter- écoles spécialisées)
bildung der Branchen und Verbände.
- Im dritten Sparpaket des Bundesrates soll auch der Hoch-
schulbereich massive Abstriche erleiden müssen. Gleichzei-
tig wird die Einführung der Fachhochschulen Bund und Kan- Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1995
tone über die ordentlichen Betriebskosten hinaus rund Die Finanzierungspolitik des Bundes im schweizerischen
1,6 Milliarden Franken kosten. Hochschulbereich -Ausbau der Universitäten und Umbau der
Es macht allen Anschein, dass sich Bund und Kantone mit ih- Fachhochschulen gleichzeitig - läuft auf einen Engpass zu:
ren Umbauvorhaben ohne Prioritäten und Gesamtplan über - Die Studierendenzahlen steigen stark an.
kurz oder lang in einem Reformengpass befinden werden: - Die Hochschulkantone, über die Hochschulkonferenz, ver-
Universitäten und Fachhochschulen geraten sich in die langen ein nachholendes grösseres Finanzierungsengage-
Quere. Im übrigen hat die OECD in ihrem Länderbericht über ment des Bundes in der universitären Lehre und Forschung.
das schweizerische Bildungswesen schon 1990 unmissver- - Das neue Fachhochschulgesetz geht davon aus, dass der
ständlich mehrmals festgehalten, dass «die Bildungsbemü- Bundesbeitragssatz durch die Schaffung von Fachhochschu-
hungen unbedingt auf Bundesebene landesweit zu koordi- len steigt (33 Prozent).
nieren sind, um dadurch eine längerfristige Sicht zu gewin- - Gleichzeitig werden die vorgesehenen Bundesmittel für die
nen». Allerdings bis jetzt ohne Wirkung, wie man leider kon- Grundbeiträge an die Universitäten gekürzt.
statieren muss. Vor diesem Hintergrund stelle ich dem Bundesrat folgende
Fragen:
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
1. Welche finanziellen Förderungsprioritäten will der Bundes-
vom 11. Mai 1994
rat kurz- und mittelfristig im Universitäts- und Fachhochschul-
Rapport écrit du Conseil fédéral
bereich angesichts des finanziellen Engpasses setzen? Wie
du 11 mai 1994
sehen seine langfristigen Finanzierungsziele aus?
Aufgrund der geltenden, verfassungsmässig begrenzten
Kompetenzen kann der Bundesrat kaum die Verantwortung 2. Will der Bundesrat überhaupt den Ausbau der Universitä-
für eine Gesamtkoordination der Bildungsreformen auf der ten und den Umbau der Fachhochschulen gleichzeitig, oder
Tertiär- und der Sekundarstufe II sowie für eine umfassende soll der Umbau der Fachhochschulen zu Lasten der Univer-
Bildungsfinanzplanung für Kantone und Bund übernehmen. sitäten vollzogen werden?
Er ist jedoch bereit, zu prüfen, inwieweit er im Rahmen der 3. Welche Massnahmen will der Bundesrat konkret in die
bestehenden Verfassungsvorschriften die anstehenden Re- Wege leiten, um mit seiner Förderungspolitik aus den bis an-
formen im Bildungswesen und die Finanzplanungen noch hin relativ unkoordinierten Universitäten und Höheren Fach-
besser aufeinander abstimmen kann, auch wenn die ver- schulen eine «Universität Schweiz» und eine «Fachhoch-
schiedenen Arbeiten schon heute in enger Absprache zwi- schule Schweiz» mit Schwerpunktbildungen und Arbeitstei-
schen den betroffenen Stellen erfolgen. Er wird sich dabei lungen zu erreichen?
u. a. auf die die verschiedenen Bildungsbereiche umfassen- 4. Sieht der Bundesrat kostensparende Kooperationsmög-
den Zielvorstellungen des Schweizerischen Wissenschafts- lichkeiten zwischen Universitäten und Fachhochschulen?
rates stützen und die laufenden Arbeiten in den Bereichen 5. Wie stellt sich der Bundesrat zu einem voraussehbaren
der Hochschulen und der künftigen Fachhochschulen sowie Numerus clausus - nicht nur im Bereich Medizin, sondern
hinsichtlich der Schnittstellen zur gymnasialen bzw. Berufs- darüber hinaus in weiteren Universitätsbereichen?
matur weiterführen. Aus diesen Gründen beantragt er die 6. Ein quantitativer Engpass bei den universitären Studien-
Umwandlung der Motion in ein Postulat. angeboten könnte u. a. zur Folge haben, dass immer mehr
Maturanden und Maturandinnen in die Fachhochschulen
Schriftliche Erklärung des Bundesrates drängen. Was meint der Bundesrat zu dieser möglichen Ent-
Déclaration écrite du Conseil fédéral wicklung?
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- 7. Welches sind - nach Ansicht des Bundesrates - langfristig
wandeln. die erwünschten Studenten- und Studentinnenrelationen
zwischen Universitäten und Fachhochschulen: Entwicklung
Le président: M. Zbinden accepte la transformation de sa der Studierendenflüsse (heutiges Verhältnis 5 zu 1)?
motion en postulat.
Texte de l'interpellation du 1er février 1995
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat La politique de financement de la Confédération sur le plan
universitaire, qui vise simultanément à agrandir les universi-
tés et à transformer les hautes écoles spécialisées, s'engage
dans une impasse.
- Le nombre des étudiants augmente considérablement.
- Les cantons universitaires exigent, par l'entremise de la
Conférence universitaire suisse, que la Confédération s'en-
gage financièrement davantage que par le passé, en faveur
de l'enseignement et de la recherche académiques.
- La nouvelle loi sur les hautes écoles spécialisées se fonde
sur l'idée que le taux de la contribution fédérale s'accroîtra
(33 pour cent) avec la création de ces écoles.
- En même temps, on réduit les moyens financiers que la
Confédération aurait dû mettre à disposition pour les subven-
tions de base aux universités.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Zbinden Schweizerisches Bildungswesen. Reformkoordination auf den obersten
Bildungsstufen
Motion Zbinden Système suisse d'éducation. Coordination de la réforme à l'échelon
supérieur
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3112
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 25.09.1995 - 14:30
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Data
Seite 1891-1892
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Ref. No 20 026 069
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