Switzerland's Cost of Living Index and Social Expenditure Statistics: Methodology and Challenges
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation concerns the methodology used in calculating Switzerland's national cost of living index, specifically the rental price index, and the statistics on social expenditure. The government explains that the rental price index accounts for adjustments in existing rents, the cost-driven changes in initial rents for new constructions, and quality modifications, using a method of comparing apartments of similar size and age. Regarding social expenditure statistics, the government clarifies that a study by Wechsler and Savioz is a simulation model, not official statistics, and criticizes its mixed use of income and expenditure data. The government affirms its commitment to producing comprehensive and internationally comparable social expenditure statistics, acknowledging existing gaps and ongoing efforts to improve them, while noting the inherent difficulties in international comparisons due to varying system structures.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Cost of Living Index and Social Expenditure Statistics: Methodology and Challenges: methodischen Ansatz keine solche Annahme unterstellt, da Schweiz in der Nationalfondsstudie von M. Wechsler und M.
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7. Oktober 1994 1915 Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion
dürfen. Dieser Grundsatz der Indexberechnung gilt für alle im preisindex im Rahmen der kürzlich abgeschlossenen Indexre-
Landesindex einbezogenen Waren und Dienstleistungen. vision grosse Beachtung geschenkt. Der erarbeitete Lösungs-
Der als Teil des Landesindexes berechnete Mietpreisindex soll vorschlag wurde von der Kokos gutgeheissen und dem Bun-
die Entwicklung des gesamtschweizerischen Mietpreisni- desrat zur Annahme empfohlen.
veaus messen. Diese Entwicklung wird einerseits beeinflusst Es ist ein methodischer Ansatz gefunden worden, der gleich-
durch Mietzinsanpassungen bei den bestehenden Wohnun- zeitig für den Einbezug neuerstellter Wohnungen wie für die
gen, anderseits durch das kostenbedingt veränderte Niveau Behandlung von Qualitätsveränderungen eine Lösung anbie-
der Anfangsmieten von neuerstellten Wohnungen. Neben die- tet. Dabei ist unbestritten, dass es sich hier nicht um den einzig
sen beiden Einflussfaktoren ist auch allfälligen Qualitätsverän- richtigen und idealen, sondern um einen bestmöglichen und
derungen Rechnung zu tragen. praktikablen Ansatz handelt. Eine auch in der Erhebungspra-
Bei den meisten im Index-Warenkorb enthaltenen, gekauften xis anwendbare Methode zur wissenschaftlich exakten Quanti-
Gütern handelt es sich um neuwertige und damit qualitativ ver- fizierung von Qualitätsunterschieden bei Wohnungen steht lei-
gleichbare Produkte. Die Qualität von (gemieteten) Wohnun- der zurzeit nicht zur Verfügung.
gen indessen ist einer ständigen Veränderung unterworfen. Dass nicht nur die bei bestehenden Wohnungen vorgenom-
Einerseits nimmt sie in Folge fortschreitender Alterung ab, an- menen Mietzinsanpassungen, sondern auch die sich verän-
dererseits wird sie durch Renovationen, Um- und Neubauten dernden Anfangsmieten und die Qualitätsveränderungen ei-
verbessert. nen Einfluss auf den berechneten Mietpreisindex haben, ent-
Um den Einflüssen der sich verändernden Anfangsmieten von spricht der erklärten Zielsetzung, die Entwicklung des gesamt-
neuerstellten Wohnungen und der altersbedingten Wertver- schweizerischen Mietpreisniveaus zu messen. Die verwen-
minderung Rechnung zu tragen, werden im Zeitablauf nicht dete Methode entspricht auch den allgemeinen Berechnungs-
die Mieten der einzelnen Wohnungen, sondern von Wohnun- grundsätzen des Landesindexes.
gen gleicher Grosse und gleichen Alters verglichen. Einmal im
Jahr, jeweils am Jahresanfang, werden die Wohnungen den Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt
Altersgruppen neu zugeteilt. Mit dieser Neuzuteilung werden Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
die Einflüsse der im Zeitablauf sich verändernden Anfangs-
mieten und der im jeweils vergangenen Jahr aufgelaufenen
Qualitätsverminderungen indexwirksam. Das hat dazu ge-
führt, dass der Mietindex im Februar 1994 um 0,9 Prozent an-
gestiegen ist, obschon die Situation bezüglich expliziten Miet-
zinsanpassungen praktisch stabil war. Aufgrund der Tatsa- #ST# 94.3110
che, dass sich die Anfangsmieten für neue Wohnungen we-
gen steigender Erstellungs- und Unterhaltskosten in den letz- Interpellation
ten Jahren stets erhöht haben (Anstieg des allgemeinen Miet- der sozialdemokratischen Fraktion
preisniveaus), wird dieser Effekt noch einige Zeit eine indexer- Überprüfung
höhende Wirkung haben. In Perioden mit sinkenden Kosten der Sozialausgabenstatistik
und entsprechend tieferen Anfangsmieten wird sich eine in-
dexsenkende Wirkung einstellen. Interpellation
Wertvermehrende bauliche Massnahmen werden im Index du groupe socialiste
ebenfalls berücksichtigt, indem die Mieten solcher Wohnun- Dépenses de caractère social.
gen mit Mieten von Wohnungen neuerer Baujahre verglichen Examen des statistiques publiées
werden, was in der Regel mit einem Indexrückgang verbun-
den ist.
Das Bundesamt für Statistik hat sich in diesem Zusammen-
hang nie dahin gehend geäussert, dass die Altersentwertung
den «Einfluss wertvermehrender baulicher Massnahmen» Wortlaut der Interpellation vom 16. März 1994
übersteige, wie in der Begründung der Interpellation ausge- Wir bitten den Bundesrat, zur häufig zitierten und ebenso häu-
führt wird. Auch ist dem für die Berechnung angewandten fig missbrauchten Gesamtaufstellung der Sozialausgaben der
methodischen Ansatz keine solche Annahme unterstellt, da Schweiz in der Nationalfondsstudie von M. Wechsler und M.
Qualitätsveränderungen in beide Richtungen berücksichtigt Savioz Stellung zu nehmen. (Wechsler/Savioz: Soziale Si-
werden. cherheit nach 2000. Finanzielle Perspektiven und Szenarien
In diesem Sinne lassen sich die beiden Fragen der Interpella- für die Schweiz. Zürich 1993).
tion wie folgt beantworten: Insbesondere bitten wir um die Überprüfung und Analyse fol-
1. Die Messung und die Bekanntgabe der Teuerung durch gender Fragen:
das Bundesamt für Statistik erfolgen nach den geltenden, vom I.Wie beurteilt der Bundesrat die Statistik von Wechsler/
Bundesrat gutgeheissenen Methoden und Grundsätzen. Sie Savioz über die Sozialausgaben? Ist die Vermischung von So-
sind unabhängig davon, ob die Arbeitnehmer einen Teue- zialversicherungsbeiträgen (Einzahlungen) und Sozialausga-
rungsausgleich erhalten haben oder nicht. Es soll nichts ben zulässig?
Künstliches vorgemacht, aber auch nichts Tatsächliches ver- 2. Welche Korrekturen hält der Bundesrat an der Statistik von
schwiegen werden. Das Messinstrument «Landesindex» darf Wechsler/Savioz für angebracht? Wie sieht die entsprechende
nicht aus politischen Motiven verändert oder gar manipuliert Sozialausgabenstatistik des Bundesrates aus?
werden, weil damit der objektive Charakter verlorenginge. Aus 3. Ist der Bundesrat bereit, eine im Vergleich zum heutigen
diesem Grunde sind die Messung der Teuerung (Berechnung BSV-Zahlenspiegel vervollständigte, standardisierte Statistik
des Landesindexes) und die Anwendung des Indexes, welche über die Sozialleistungen und die Soziallasten nachzuführen
im Verantwortungsbereich der jeweiligen Vertragspartner und diese periodisch zu publizieren?
liegt, streng auseinanderzuhalten. 4. Wie verhält sich die Sozialleistungsquote der Schweiz im in-
2. Die Berechnung des «alten» Mietpreisindexes (gültig bis ternationalen Vergleich (Ländervergleiche)?
Mai 1993) ist in der Vergangenheit wiederholt kritisiert worden. 5. Welche Folgerungen zieht der Bundesrat aus den berech-
Es wurde unter anderem beanstandet, dass die angewandte neten Szenarien zur sozialen Sicherung von 1994 bis 2040?
Berechnungsmethode für den Einbezug neuerstellter Woh-
nungen sowie die methodische Behandlung von Qualitätsun- Texte de l'interpellation du 16 mars 1994
terschieden bzw. Qualitätsveränderungen Mängel aufweisen Le Conseil fédéral est prié de prendre position sur l'étude du
und die tatsächlichen Verhältnisse nicht wirklichkeitsgetreu Fonds national de la recherche réalisée par Wechsler et Sa-
wiedergeben würden. Wegen der erheblichen politischen Be- vioz et présentant une vue d'ensemble des dépenses sociales
deutung der Mietpreise und ihrer Entwicklung wurde deshalb en Suisse (Wechsler/Savioz, Soziale Sicherheit nach
der Verbesserung der Berechnungsmethode für den Miet- 2000. Finanzielle Perspektiven und Szenarien für die Schweiz,
Interpellation du groupe socialiste 1916 N 7 octobre 1994
Zürich 1993; résumé français sous le titre «Sécurité sociale en 2. Der Bundesrat bringt an Studien einzelner Wissenschafte-
Suisse. Perspectives financières et scénarios jusqu'en 2040»). rinnen bzw. Wissenschafter keine Korrekturen an. Die Anga-
Nous prions le Conseil fédéral d'examiner en particulier les ben der amtlichen Statistik zu den Sozialversicherungsleistun-
questions suivantes: gen können - soweit vorhanden - den einschlägigen Publika-
1. Que pense-t-il de la statistique des dépenses sociales éta- tionen der Bundesverwaltung entnommen werden (Zahlen-
blie par Wechsler et Savioz? Est-il admissible de mélanger les spiegel der sozialen Sicherheit in der Schweiz, Statistisches
cotisations sociales (versements) et les dépenses sociales? Jahrbuch der Schweiz sowie diverse Sonderpublikationen). In
2. Juge-t-il que des rectifications sont indiquées? Lesquelles? verschiedenen Bereichen bestehen gravierende statistische
Comment se présente sa propre statistique des dépenses so- Lücken (berufliche Vorsorge, Krankenversicherung, Sozial-
ciales? hilfe, Familienzulagen). Im Rahmen seiner Möglichkeiten ist
3. Est-il disposé à tenir et à publier périodiquement une statis- der Bundesrat bestrebt, diese Lücken zu schliessen. Er strebt
tique des prestations et des charges sociales normalisée et auch an, eine umfassende Statistik der Sozialausgaben und
plus complète que celle de l'Ofas? -einnahmen zu erstellen, die über die Statistik der Sozialversi-
4. Comment se situe la quote-part des prestations sociales de cherungszweige hinausgeht. Er hat dies in der Legislaturpla-
la Suisse par rapport à celle d'autres pays? nung 1991 -1995 als Ziel formuliert Wichtige Grundlagen hier-
5. Quelles conclusions tire-t-il des scénarios esquissés pour für wird das vom Nationalen Forschungsprogramm Nr. 29 so-
les années 1994 à 2040? wie aus Ressortforschungsmitteln des Bundes geförderte Pro-
jekt «Sozialbudget» liefern.
Sprecher-Porte-parole: Strahm Rudolf 3. Die Sozialleistungs- und Soziallastquote werden regelmäs-
sig und systematisch im Statistischen Jahrbuch ausgewiesen.
Schriftliche Begründung Beide Quoten werden aus der Nationalen Buchhaltung abge-
Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen leitet Der «Zahlenspiegel der sozialen Sicherheit in der
eine schriftliche Antwort Schweiz» enthält detaillierte Angaben zu den einzelnen Sozial-
versicherungszweigen. Eine allfällige Integration von Soziallei-
Développement par écrit stungs- und Soziallastquoten in den Zahlenspiegel wird ge-
Les auteurs renoncent au développement et demandent prüft. Wenn das erwähnte Sozialbudget vorliegt, wird der Bun-
une réponse écrite. desrat allenfalls über die Erweiterung der heutigen Sozialversi-
cherungsstatistik zu einer eigentlichen Statistik des Sozial-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates schutzes im Sinne der Europäischen Gemeinschaft zu be-
vom 13. Juni 1994 schliessen haben.
Der Bundesrat erachtet die Erarbeitung von wissenschaftli- 4. Internationale Vergleiche sind äusserst problematisch. Die
chen Grundlagen über die finanziellen Perspektiven der sozia- Sozialversicherungssysteme der verschiedenen Länder sind
len Sicherung in der Schweiz als sehr wichtig. Er begrüsst es sowohl auf der Leistungsseite als auch auf der Finanzierungs-
daher, dass sich im Rahmen des Nationalen Forschungspro- seite nur schwer vergleichbar. Die Soziallastquote - definiert
gramms Nr. 29, «Wandel der Lebensformen und soziale Si- als Anteil der Sozialversicherungseinnahmen am Brutto-
cherheit», verschiedene Projekte mit diesen Fragen beschäfti- inlandprodukt - belief sich 1989 auf 21,1 Prozent und 1992
gen. Die Studie von Wechsler/Savioz ist nur eines dieser Pro- auf 22,8 Prozent. Die Sozialleistungsquote-definiert als Anteil
jekte. Sie enthält interessante Ansätze, zum Teil aber auch der Sozialversicherungsausgaben am Bruttoinlandprodukt -
stark vereinfachende und problematische Annahmen. Der betrug 14,1 Prozent im Jahre 1989 und 16,4 Prozent im
Bundesrat beschäftigt sich schon lange mit den Auswirkun- Jahre 1992.
gen der demographischen Entwicklung auf die Sozialversi- Im Jahr 1989 betrugen die Sozialleistungsquoten in den EG-
cherungen. So hat er unter anderem in der Botschaft zur Staaten 16,3 bis 30,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Der
10. AHV-Revision ausführliche Modellrechnungen vorgelegt EG-Durchschnitt belief sich auf 24,7 Prozent NL: 30,2;
Er wird auch in Zukunft eigene Modellrechnungen anstellen, DK: 29,6; F: 28,0; D: 27,3; B: 26,7; L: 25,6; l: 23,2; GB: 20,6;
wo dies notwendig ist Er ist sich dabei der Problematik langfri- IRL: 20,6; P: 18,1; E: 17,3; GR: 16,3. Quelle: Angaben des
stiger Vorausschätzungen im ökonomischen Bereich be- statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaft in Euro-
wusst. stat/(Thema 3C): Ausgaben und Einnahmen des Sozialschut-
Zu den aufgeworfenen Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt zes1980-1989; hier zitiert nach: Bundesministerium für Arbeit
Stellung: und Sozialordnung, Euro-Atlas, Soziale Sicherheit im Ver-
1. Die Studie von Wechsler/Savioz ist keine Statistik im eigent- gleich, Bonn, Mai 1993.
lichen Sinne. Ziel der Studie war es vielmehr, ein Mikrosimula- Die oben erwähnten Angaben für die Sozialleistungen der
tionsmodell zu entwickeln, das erlaubt, demographische, öko- Schweiz sind damit allerdings nicht vergleichbar, da die Anga-
nomische und institutionelle Variablen miteinander zu kombi- ben für die EG nach der Methodik von Eurostat (integrierte Sta-
nieren und Zukunftsprognosen für die nächsten 50 Jahre zu tistik des Sozialschutzes) berechnet sind. Dabei werden nicht
erstellen. Erstmals haben dabei die Autoren alters- und ge- nur die Sozialversicherungsleistungen, sondern das gesamte
schlechtsspezifische Ausgabenprofile geschätzt Dabei wur- Spektrum der Ausgaben des Sozialschutzes berücksichtigt
den zum Teil auch stark vereinfachende und gewagte Annah- Das bereits erwähnte Sozialbudget wird zuverlässigere Anga-
men getroffen. Grundsätzlich wurde auf die Ausgaben sämtli- ben für den internationalen Vergleich liefern, da es ebenfalls
cher Sozialversicherungen zurückgegriffen (Ausgabenkon- nach Konzept und Methodik von Eurostat aufgebaut wird.
zept), welche für das Jahr 1989 erfasst wurden. Im Falle der 5. Die Studie Wechsler/Savioz bringt dem Bundesrat keine
beruflichen Vorsorge haben die Autoren aber nicht die Ausga- grundsätzlich neuen Erkenntnisse, auch wenn der Versuch ei-
ben, sondern die Einnahmen verwendet Die Vermischung ner integrierten Sichtweise positiv zu werten ist Das verwen-
von Ausgaben und Einnahmen ist methodisch unzulässig und dete demographische Szenario (Kontinuität) entspricht zu-
ergibt ein verzerrtes Bild. Problematisch sind die Annahmen dem nicht dem von der Bundesverwaltung verwendeten Refe-
vor allem in jenen Bereichen, wo über die Sozialversicherun- renzszenario. Der Bundesrat ist sich derfinanziellen Perspekti-
gen hinaus Leistungen freiwilliger Versicherungen und ande- ven der Sozialversicherungen bewusst Er stützt sich in seinen
rer Träger in die Berechnungen einbezogen wurden. Ebenso Überlegungen auf perspektivische Haushaltsberechnungen
können die Zusammenfassung von AHV und EL und IV und EL ab. Diesen liegt eine klare Trennung von Beständen, Kosten
sowie die Berücksichtigung der Ansprüche von Ausländerin- und Finanzierungsfragen zugrunde. Grundlagen sind die zur
nen und Ausländern als Kostenzuschlag zu den Renten für Versicherungsführung notwendigen Register und Datenban-
Schweizerinnen und Schweizer in Frage gestellt werden, wei- ken. Die Haushaltsberechnungen werden dem Parlament zur
sen die Entwicklungen der Bestände von Rentnerinnen und Prüfung vorgelegt. Das Instrument der Haushaltsperspektiven
Rentnern in diesen Bereichen doch markante Unterschiede hat sich bewährt Der Bundesrat wird sich auch in Zukunft bei
auf. Auch sind in den als Grundlagen ausgewiesenen Finan- seinen Entscheidungen auf diese Grundlagen abstützen und
zierungsprofilen im Laufe der Zeit Veränderungen zu erwarten. den Veränderungen der demographischen, gesellschaftli-
7. Oktober 1994 N 1917 Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion
chen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in seinen Be- Comptabilité nationale. Le «Zahlenspiegel der sozialen Si-
mühungen zur Optimierung der sozialen Sicherheit laufend cherheit in der Schweiz» contient des données détaillées sur
Rechnung tragen. les diverses branches des assurances sociales. On examine
actuellement l'opportunité d'insérer les taux des prestations et
Rapport écrit du Conseil fédéral des charges sociales dans ce dernier. Lorsque le budget so-
du 13 juin 1994 cial mentionné plus haut sera établi, le Conseil fédéral devra
Le Conseil fédéral estime que l'élaboration de bases scientifi- décider, le cas échéant, s'il convient d'étendre l'actuelle statis-
ques concernant les perspectives financières de la sécurité tique des assurances sociales pour en faire une véritable sta-
sociale en Suisse est très importante. C'est pour cette raison tistique de la sécurité sociale au sens de la Communauté euro-
qu'il salue le fait que divers projets faisant partie du Pro- péenne.
gramme national de recherche No 29, «Changement des mo- 4. Il est extrêmement problématique de faire des comparai-
des de vie et avenir de la sécurité sociale», traitent de ces ques- sons à l'échelle internationale. Les systèmes d'assurances so-
tions. L'étude Wechsler/Savioz ne constitue que l'un de ces ciales des différents pays sont difficilement comparables, tant
projets. Elle contient des points intéressants, mais émet aussi du point de vue des prestations que de leur financement Le
des hypothèses par trop simplificatrices et problématiques. Le taux des charges sociales - défini en tant que part représentée
Conseil fédéral s'occupe depuis longtemps déjà des consé- par les recettes des assurances sociales dans le produit inté-
quences qu'aura l'évolution démographique sur les assuran- rieur brut - s'élevait à 21,1 pour cent en 1989 et à 22,8 pour
ces sociales. C'est ainsi qu'il a notamment présenté dans le cent en 1992. Le taux des prestations sociales - défini en tant
message concernant la 10e révision de l'AVS des modèles de que part représentée par les dépenses des assurances socia-
calculs détaillés. Lorsque cela s'avérera nécessaire, il établira les dans le produit intérieur brut - s'élevait à 14,1 pour cent
à l'avenir également ses propres modèles de calculs, tout en en 1989 et à 16,4 pour cent en 1992.
étant pleinement conscient de la problématique que représen- En 1989, les taux des prestations sociales des Etats de la CE
tent les prévisions à long terme dans le domaine économique. oscillaient entre 16,3 et 30,2 pour cent du produit intérieur
En ce qui concerne les questions soulevées par cette interpel- brut. La moyenne de la CE s'élevait à 24,7 pour cent. NL: 30,2;
lation, voici ce que peut répondre le Conseil fédéral: DK: 29,6; F: 28,0; D: 27,3; B: 26,7; L: 25,6; I: 23,2; GB: 20,6;
1. L'étude Wechsler/Savioz n'est pas à proprement parler une IRL:20,6;P: 18,1; E: 17,3;GR: 16,3. Source: Données de l'Of-
statistique. L'objectif qu'elle visait était plutôt l'élaboration fice statistique de la Communauté européenne dans
d'un modèle de microsimulation qui permette de combiner Eurostat/(«Thema3C»): «Ausgaben und Einnahmen des So-
entre elles les variables démographiques, économiques et zialschutzes 1980-1989»; cité ici selon: Bundesministerium
institutionnelles et d'établir des pronostics pour les 50 prochai- für Arbeit und Sozialordnung, Euro-Atlas, Soziale Sicherheit
nes années. Pour la première fois, les auteurs ont procédé à im Vergleich, Bonn, mai 1993.
une estimation des dépenses spécifiques à l'âge et au sexe, Les données indiquées plus haut pour les prestations sociales
mais ils ont également émis, ce faisant, des hypothèses extrê- en Suisse ne sont cependant pas comparables à celles du ta-
mement simplificatrices et audacieuses. En principe, on a re- bleau ci-dessus, car les données concernant la CE sont calcu-
pris les dépenses de toutes les branches des assurances so- lées selon la méthodique d'Eurostat (statistique intégrée dans
ciales (concept des dépenses) qui avaient été recensées pour la sécurité sociale). Cette dernière tient compte non seulement
l'année 1989. Dans le cas de la prévoyance professionnelle, des prestations des assurances sociales, mais de tout l'éven-
les auteurs ont cependant utilisé non pas les dépenses, mais tail des dépenses de la sécurité sociale. Le budget social déjà
les recettes. Mélanger les dépenses et les recettes n'est pas mentionné fournira des données plus fiables pour la compa-
admissible du point de vue méthodique et cela donne une raison au niveau international, étant donné qu'il est également
image déformée des assurances sociales. Ces hypothèses construit selon la conception et la méthodique d'Eurostat.
sont surtout problématiques dans les domaines où, en plus 5. L'étude Wechsler/Savioz n'apporte en principe au Conseil
des assurances sociales, on a pris en considération dans les fédéral aucune connaissance nouvelle, même s'il convient de
calculs des prestations d'assurances facultatives et celles juger favorablement la tentative d'appliquer un point de vue in-
d'autres organismes. De même, on peut remettre en cause le tégré. Le scénario de référence utilisé (continuité) ne corres-
fait de réunir l'AVS et les PC d'un côté et l'Ai et les PC de l'autre, pond en outre pas au scénario de référence utilisé par l'admi-
ainsi que celui de prendre en considération les droits des nistration fédérale. Le Conseil fédéral est pleinement cons-
étrangers et des étrangères au titre de suppléments de frais cient des perspectives financières des assurances sociales.
venant s'ajouter aux rentes destinées aux Suisses, puisque Ses réflexions se fondent sur des calculs budgétaires prévi-
révolution des effectifs de rentiers et de rentières présentent sionnels, qui reposent sur une démarcation nette entre effec-
des différences considérables dans ces domaines. Il faut aussi tifs, frais et questions de financement. Ces calculs s'appuient
s'attendre à ce que les profils de financement définis comme sur les registres et banques de données nécessaires à la ges-
bases subissent des modifications au fil du temps. tion des assurances. Les calculs budgétaires sont soumis à
2. Le Conseil fédéral n'apporte aucune correction aux études l'examen du Parlement. L'instrument constitué par les pers-
effectuées par les différents scientifiques. On peut trouver les pectives budgétaires a fait ses preuves. A l'avenir, le Conseil
données de la statistique officielle relative aux prestations des fédéral s'appuiera également sur ces bases pour prendre ses
assurances sociales - dans la mesure où elles existent- dans décisions et tiendra compte, dans les efforts qu'il entreprendra
les publications spécialisées de l'administration fédérale en vue d'optimiser la sécurité sociale, des modifications que
(Zahlenspiegel der sozialen Sicherheit in der Schweiz, An- subiront au fur et à mesure les conditions-cadres démographi-
nuaire statistique de la Suisse, ainsi que diverses publications ques, sociales et économiques.
particulières). Dans divers secteurs, il existe de graves lacunes
en matière de statistique (prévoyance professionnelle, assu- Erklärung der Interpellanten: befriedigt
rance-maladie, aide sociale, allocations familiales), lacunes Déclaration des interpellateurs: satisfaits
que le Conseil fédéral, dans les limites de ses possibilités, s'ef-
force de combler. Il tâche également d'établir une statistique
complète des dépenses et des recettes sociales qui aille au-
delà de la statistique des branches des assurances sociales.
C'est l'un des objectifs qu'il a définis pour la période de législa-
ture 1991-1995. Le projet «Budget social» soutenu par le Pro-
gramme national de recherche No 29 ainsi que par les fonds
de la Confédération pour la recherche du secteur public four-
nira des bases importantes pour ce faire.
3. Les taux des prestations et des charges sociales sont pu-
bliés régulièrement et de manière systématique dans l'An-
nuaire statistique de la Suisse. Toutes deux sont extraites de la
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Überprüfung der Sozialausgabenstatistik
Interpellation du groupe socialiste Dépenses de caractère social. Examen des statistiques
publiées
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3110
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1994 - 08:00
Date
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Seite 1915-1917
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