Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-2007 KI-generiert

Freedom of Trade vs. Advertising Content on Public Transport

Geschäftsnummer VPB 94-2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court ruled that it was not lawful to require a private company to comply with the plaintiff's demands regarding specific advertising content on public transportation, as this would constitute a violation of the company's freedom of trade and business. The court reasoned that while public transportation could be used for advertising, the content of that advertising should primarily be determined by the advertising company, with limitations only imposed to prevent illegal or offensive material, not to enforce specific political or social messages.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 40e al. 2 CO, Art. 40b CO, Art. 226aal. 2 en, Art. 227aal. 2ch. 7 CO, Art. 227a al. 1er CO, Art. 228 Abs. 1 OR; Freedom of Trade vs. Advertising Content on Public Transport: The court reasoned that while public transportation could be used for advertising, the content of that advertising should primarily be determined by the advertising company, with limitations only imposed to prevent illegal or offensive material, not to enforce specific political or social messages.

Schlagwörter

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Handelsfreiheit Öffentlicher Verkehrsdienst vergleichende Werbung Handelssache Medienrecht Bekanntgabe des Auftrags
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 130 VZV

Cited as the basis for police duties to conduct systematic traffic controls, including speed limits.

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Volltext

Pétitions 1160 N 17juin1994

den Vorstoss, die Waffenplatz-lnitiative, ausdrücklich abge- Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent:

lehnt hat Wir haben aber damals versprochen, dass wir ein zivi- Bär, Baumann, Bäumlin, Béguelin, Brügger Cyrill, Brunner

les Verfahren einführen werden. Das ist jetzt im Gespräch; es Christiane, Bühlmann, Carobbio, Caspar-Hutter, Fankhauser,

wird in der Sicherheitspolitischen Kommission Ihres Rates in Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle,

einerder nächsten Sitzungen behandelt Wirwollen dieses Ver- Herczog, Hollenstein, Leemann, Leuenberger Moritz, Misteli,

sprechen also einhalten. Aber ich glaube, wir haben durch die Ruffy, Strahm Rudolf, Thür, Vollmer, Weder Hansjürg, Zbinden

Information und durch das Gespräch - obwohl diesbezüglich (25)

gesetzlich nichts vorgeschrieben ist-Konzessionen gemacht

Wir haben auch eine Kommission gebildet, welche in der Bau- Abwesend sind - Sont absents:

und Betriebsphase ein Informationsrecht, aber auch ein ange- Bezzola, Blocher, Borei François, Borer Roland, Bortoluzzi,

messenes Mitwirkungs-, ein Mitspracherecht hat In dieser Bundi, Cincera, Columberg, de Dardel, Dreher, Ducret, Eggly,

Kommission sind Anwohner und Gemeinde vertreten. Ich Eymann Christoph, Fischer-Hägglingen, Frey Claude, Fritschi

meine, dass das auch ein Schritt ist, der vertrauensbildend wir- Oscar, Giezendanner, Giger, Gonseth, Gysin, Hegetschwei-

ken sollte. ler, Hess Peter, Hubacher, Jaeger, Jäggi Paul, Jeanprêtre,

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass bei den Folgebauten Jöri, Ledergerber, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Mauch Ur-

im Zusammenhang mit dem F/A-18, beim Flab-Schiessplatz sula, Moser, Mühlemann, Neuenschwander, Pidoux, Pini, Rei-

Brigels und beim Panzerschiessplatz Hinterrhein Umweltver- mann Maximilian, Robert, Ruf, Rychen, Scherrer Jürg, Scher-

träglichkeitsprüfungen durchgeführt worden sind. Es ist ge- rer Werner, Schmied Walter, Spoerry, Stalder, Steinegger, Su-

lungen, die Anträge der Fachstellen angemessen zu berück- ter, Wiederkehr, Ziegler Jean, Züger (51)

sichtigen, so dass man diese Vorhaben trotz der Zielkonflikte

zwischen Nutzung und Umweltschutz, die es immer geben Präsidentin, stimmt nicht - Présidente, ne vote pas:

wird, durchaus als umweltverträglich bezeichnen darf. Haller (1)

Letzte Bemerkung: Der Vollzug der Umweltschutzgesetzge-

bung kostet das EMDjährlich beträchtliche Summen. Siesind in

den letzten Jahren angestiegen: Allein dafür sind in den vergan- An den Ständerat-Au Conseil des Etats

genen vier Jahren 60 Millionen Franken aufgewendet worden.

Ich bitte Sie, auf dieses Bauprogramm einzutreten und den Bau-

vorhaben zuzustimmen.

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen #ST# Petitionen - Pétitions

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Detailberatung - Discussion par articles

Titel und Ingress, Art. 1-3

Antrag der Kommission 94.2007

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Petition Interessengemeinschaft für die

Titre et préambule, art. 1-3 Förderung und Erhaltung der Fischerei (IGF)

Proposition de la commission Gegen die Kormoraninvasion

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Pétition Interessengemeinschaft für die

Förderung und Erhaltung der Fischerei (IGF)

Angenommen -Adopté Contre l'invasion des cormorans

Namentliche Gesamtabstimmung

Vote sur l'ensemble, par appel nominal

Für Annahme des Entwurfes stimmen -Acceptent le projet: Haering Binder Barbara (S, ZH) unterbreitet im Namen der

Aguet, Allenspach, Aregger, Aubry, Baumberger, Berger, Bin- Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) den

der, Bircher Peter, Bischof, Blatter, Bonny, Borradori, Bühler folgenden schriftlichen Bericht:

Simeon, Bührer Gerold, Bürgi, Caccia, Camponovo, Cavadini

Adriano, Chevallaz, Comby, Couchepin, Daepp, Danuser, 1. Am 3. November 1993 hat die Interessengemeinschaft für

Darbellay, David, Deiss, Dettling, Diener, Dormann, Dünki, Dû- die Förderung und Erhaltung der Fischerei (IGF) eine Petition

voisin, Eggenberger, Engler, Epiney, Fasel, Fehr, Fischer- mit rund 9000 Unterschriften eingereicht Die Schweizer Fi-

Seengen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Früh, scher «sind nicht mehr gewillt, die nachhaltigen Schädigun-

Gobet, Graber, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Grossenba- gen der einheimischen Fischpopulation durch fremde Zugvö-

cher, Hafner Rudolf, Hari, Heberlein, Hess Otto, Hildbrand, gel untätig hinzunehmen». Sie berufen sich auf das Bundes-

Iten Joseph, Jenni Peter, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, gesetz über die Fischerei und auf die Tierschutzgesetzgebung

Kühne, Lepori Bonetti, Leu Josef, Leuba, Leuenberger Ernst, und fordern «nun endlich Taten», nämlich Massnahmen im In-

Loeb François, Maeder, Maître, Mamie, Mauch Rolf, Maurer, teresse des Artenschutzes der Fische und Konzepte zur Be-

Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Miesch, Müller, Nab- standesregulierung der Kormorane.

holz, Narbel, Nebiker, Oehler, Ostermann, Perey, Philipona, 2. Die Kommission hat das EDI um eine Stellungnahme zum

Poncet, Raggenbass, Rebeaud, Rohrbasser, Ruckstuhl, Ru- aktuellen Forschungsstand ersucht, beschäftigt sich doch

tishauser, Sandoz, Savary, Scheurer Rémy, Schmid Peter, eine vom Buwal eingesetzte Arbeitsgruppe «Kormoran und Fi-

Schmidhalter, Schnider, Schwab, Schweingruber, Segmüller, scherei», in welcher Vertreter von Fischerei, Vogelschutz, For-

Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Sieber, Stamm Judith, Stamm schung und Verwaltung mitarbeiten, seit Jahren mit dem Ein-

Luzi, Steffen, Steinemann, Steiner Rudolf, Stucky, Theubet, fluss des Kormoranfrasses auf die Fischbestände. Ein Grund-

Tschäppät Alexander, Tschopp, Tschuppert Karl, Vetterli, lagenbericht zum Thema «Kormoran und Fische» wurde im

Wanner, Weyeneth, Wick, Wittenwiler, Wyss Paul, Wyss Wil- Dezember 1992 vorgelegt

liam, Zwahlen, Zwygart (116) In ihrer Antwort vom 13. Januar 1994 führt die Departements-

vorsteherin aus, dass die Petition keinen Anlass gebe, um in

Dagegen stimmen - Rejettent le projet: dieser Frage zusätzliche Schritte zu unternehmen. Die auf

Bodenmann, von Feiten, Goll, Rechsteiner, Spielmann, Stei- nationaler und internationaler Ebene laufenden Abklärungen

ger Hans, Zisyadis (7) und die ergriffenen Lösungsansätze müssten weitergeführt

17. Juni 1994 1161 Petitionen

und die in der Petition für die Interessen der Fische geforder- ternationalen Tagungen, in Danzig, München und Kopenha-

ten Massnahmen auf nationaler Ebene mit den Interessen des gen, diskutiert worden ist. Dort zeigte sich, dass es in keinem

Vogelschutzes abgestimmt und vor dem Hintergrund der in- Land allseits befriedigende Lösungsstrategien gibt.

ternationalen Dimension der Kormoranfrage betrachtet Die Artenvielfalt (Äschen, Seeforellen) ist gefährdet Allerdings

werden. sind daran nicht allein Kormorane schuld. Ins Gewicht fallen

Es obliegt den Kantonen, über allfällige Abschüsse dieser Vö- u. a ebenfalls Gewässerverbauungen und Gewässerver-

gel zu entscheiden, ist doch der Kormoran aufgrund der Bun- schmutzung. Nur noch 10 bis 15 Prozent der Gesamtstrecken

desgesetzgebung zwischen September und Januar jagdbar. sind für Äschen geeignete Fliessgewässerstrecken.

Im Gegensatz dazu gilt der Kormoran in den EU-Staaten als Weil die Anliegen der Petenten bereits aufgenommen worden

geschützt, was mit einen Grund für die starke Zunahme der sind und bearbeitet werden, beantragt die Kommission, von

Bestände bildet der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu

Der häufigste Futterfisch, den sich der Kormoran aus unseren geben.

Seen holt, ist das Rotauge, während die Fischerei vor allem die

Arten Felchen und Barsch nutzt. (Die Auswertung von mehr Haering Binder Barbara (S, ZH) présente au nom de la Com-

als 1500 Proben, d. h. Speiballen, Mägen toter Tiere, ergab ei- mission de la science, de l'éducation et de la culture (Csec) le

nen Anteil an der Kormorannahrung von knapp 70 Prozent rapport écrit suivant:

Rotaugen und anderen Weissfischen und einen Anteil von

14 Prozent Barschen.) Konflikte mit der Berufsfischerei erge- 1. Le 3 novembre 1993, l'«lnteressengemeinschaftfürdie För-

ben sich aber auch daraus, dass die Vögel die Netze plündern derung und Erhaltung der Fischerei (IGF)» (Association pour

und diese dabei beschädigen. la promotion et la préservation de la pêche) a adressé à l'As-

Eine echte Nutzungskonkurrenz ergibt sich bei den Fliessge- semblée fédérale une pétition signée par quelque 9000 per-

wässern, wo die Anglerfänge, vor allem der Äschen, stark zu- sonnes. Les pêcheurs suisses, qui «ne sont plus disposés à

rückgegangen sind. Diese Art ist heute gefährdet Gilt der Zu- accepter sans réagir que des oiseaux migrateurs étrangers

sammenhang mit dem Kormoranfrass für Fischereikreise als déciment les populations de poissons indigènes», invoquent

erwiesen, so wird diese Auffassung von seilen des Vogel- la loi fédérale sur la pêche et la législation sur la protection des

schutzes nicht geteilt animaux pour demander qu'«enfin des mesures soient prises»

An gewissen Gewässern, z. B. am Linthkanal, werden die Kor- en vue de protéger les espèces de poissons concernées et de

morane planmässig verjagt. In einigen Kantonen werden He- réguler les populations de cormorans.

geabschüsse vorgenommen. Kormorane werden auch im 2. La commission a demandé au DFI de l'informer sur l'état ac-

Rahmen der ordentlichen Jagd erlegt (der Kormoran ist in tuel des recherches sur la question, d'autant qu'un groupe de

15 Kantonen jagdbar). Die Abschüsse lagen in den letzten travail «Cormoran et pêche» nommé par l'Ofefp et composé de

Jahren bei 500 bis 900 Vögeln. In der Schweiz überwinterten in représentants d'associations de pêcheurs et d'associations

den letzten Jahren bis zu 7000 Kormorane. de protection des oiseaux, de chercheurs et de fonctionnaires

Die Thematik ist, wie bereits erwähnt, seit längerer Zeit Gegen- étudie depuis plusieurs années l'impact des cormorans sur

stand einer Auseinandersetzung zwischen Fischerei- und Vo- les populations de poissons. Un rapport a d'ailleurs déjà été

gelschutzkreisen. Unter Leitung des Buwal wird aufgrund vor- publié en décembre 1992 sur ce sujet.

liegender fischereibiologischer und ornithologischer Teilinfor- Dans sa réponse en date du 13 janvier 1994, le chef du dé-

mationen ein Synthesebericht erarbeitet, der Lösungsvor- partement a indiqué qu'il n'y avait pas lieu, malgré la pétition

schläge enthalten und den Kantonen als Entscheidungs- précitée, de prendre des mesures supplémentaires. Il s'agit

grundlage dienen soll, um die in der Petition geforderten simplement de faire en sorte que les recherches menées aux

Massnahmen beurteilen zu können. Dieser Bericht soll Ende niveaux national et international soient poursuivies, et que les

1994 vorliegen. mesures demandées par les signataires de la pétition en fa-

veur des poissons soient d'une part examinées à la lumière

Erwägungen der Kommission des préoccupations exprimées par les défenseurs des oise-

Die Kommission hält fest, dass die in der Petition zum Aus- aux, et d'autre part replacées dans le contexte international.

druck kommenden Besorgnisse der Fischereikreise ernst zu Les cantons sont libres de procéder à un abattage contrôlé

nehmen sind. Rückgang der Fangerträge, von Kormoranen des cormorans, la législation fédérale autorisant en Suisse la

zerrissene Netze, verletzte und damit unverkäuflich gewor- chasse de cet oiseau entre septembre et janvier. Dans les

dene Fische sind Tatsachen, die nicht übersehen werden kön- pays de l'Union européenne, par contre, il est protégé, ce qui

nen. Zwischen den Interessen der Fischerei einerseits und explique d'ailleurs en partie la forte expansion de ses co-

denjenigen des Vogelschutzes andererseits muss jedoch lonies.

sorgfältig abgewogen werden - und zwar auf nationaler und Le poisson le plus péché par le cormoran dans les lacs de

internationaler Ebene. Suisse est le gardon, alors que les pêcheurs privilégient plu-

Die rigorosen Schutzbestimmungen in den nördlichen Brutge- tôt le coregone et la perche. (Selon une étude effectuée sur

bieten führten in unserem Land in den letzten Jahren zur star- 1500 échantillons, principalement des pelotes de déjection

ken Vermehrung der Winterbestände dieses gänsegrossen, et des estomacs d'animaux morts, la nourriture du cormoran

etwa 2 Kilogramm schweren, dunkelbraun bis schwarz ge- est composée à 70 pour cent de gardons et autres poissons

färbten Schwimmvogels mit Hakenschnabel. Haben 1977 blancs, et à 14 pour cent de perches.) Il n'y en a pas moins

noch rund 800 Kormorane an unseren Gewässern überwin- matière à conflit avec les pêcheurs professionnels, d'autant

tert, waren es 1992/93 bereits 6500. Ein Kormoran frisst pro que les cormorans pillent les filets de ces derniers et les dété-

Tag rund ein Rund Fisch! Früher suchten die Kormorane ihre riorent

Nahrung ausschliesslich auf Seen. Erst in den letzten Jahren Mais ce sont surtout les poissons des cours d'eau qui sont

erschienen sie auch an den Fliessgewässern. au coeur de la rivalité qui oppose les pêcheurs aux cormo-

Fest steht, dass das Gleichgewicht gestört ist Das Problem ist rans. Les quantités de poissons, et notamment d'ombres,

jedoch erkannt, und konkrete Lösungsvorschläge sind in dem péchés dans les cours d'eau ont de fait considérablement

auf Ende des Jahres angekündigten Synthesebericht zu er- diminué. L'ombre est d'ailleurs aujourd'hui menacé, mais si

warten. la responsabilité du cormoran ne fait pas de doute pour les

Eine Bejagung in der Schweiz wird auf die Gesamtzahl der Vö- pêcheurs, les défenseurs des oiseaux ne partagent pas cette

gel kaum einen Einfluss haben. Die auf unseren Gewässern zu opinion.

beobachtenden Vögel stammen vorwiegend aus dänischen Dans certaines régions, le cormoran est chassé systématique-

und niederländischen Brutkolonien, und in ihren Herkunfts- ment des abords des lacs ou des cours d'eau afin de limiter

ländern sind die Kormorane, wie erwähnt, geschützt Dieses son impact sur les populations de poissons (p. ex. canal de la

Problem ist national letztlich nicht lösbar. Dass das Thema Linth). Certains cantons organisent même des tirs contrôlés

«Kormoran/Fisch» auch auf internationaler Ebene zum Streit- (le cormoran est en effet déclaré chassable dans 15 cantons).

punkt geworden ist, zeigt sich daran, dass es 1993 an drei in- Ces dernières années, le nombre des oiseaux abattus se si-

Pétitions 1162 N 17 juin 1994

tuait entre 500 et 900 par an, un chiffre à mettre en rapport avec 94.2012

le nombre des cormorans ayant hiverné en Suisse pendant la

même période: entre 7000 et 8000 chaque année. Pétition Action des Chrétiens

Ce n'est pas d'hier que le cormoran constitue une pomme de pour l'abolition de la torture

discorde entre pêcheurs et amis des oiseaux. Sous l'égide de Für eine dynamische Politik

l'Ofefp, un rapport est actuellement établi sur la base de don- im ehemaligen Jugoslawien

nées tant halieutiques qu'ornithologiques, qui proposera des Pétition Action des Chrétiens

solutions possibles. Ce texte, dont la publication est prévue pour l'abolition de la torture

pour la fin de l'année 1994, sera soumis aux cantons afin de les Pour une politique dynamique

aider à juger en toute connaissance de cause des mesures en ex-Yougoslavie

proposées par les pétitionnaires et à définir une action appro-

priée.

Considérations de la commission

La commission estime que les préoccupations exprimées par Mühlemann Ernst (R, TG) unterbreitet im Namen der Aussen-

les pêcheurs sont effectivement à prendre au sérieux: diminu- politischen Kommission (APK) den folgenden schriftlichen Be-

tion des prises, filets pillés par les cormorans et, en plus, dé- richt:

chirés, poissons blessés et donc invendables, ce sont là des

réalités impossibles à ignorer et qui, incontestablement, ap- Am 1. Dezember 1993 reichte die Action des Chrétiens pour

pellent des mesures. Il n'en convient pas moins, si l'on veut l'abolition de la torture (Acat), Freiburg, eine mit 233 Unter-

être équitable, de tenir compte également des intérêts légiti- schriften versehene Petition «Für eine dynamische Politik im

mes des défenseurs des oiseaux, d'autant que le problème ehemaligen Jugoslawien» mit folgendem Wortlaut an die Prä-

dépasse le cadre strictement national. sidenten der eidgenössischen Räte ein:

Les dispositions sévères qui ont été prises dans les pays du «Die menschenrechtsunwürdigen Ereignisse in Bosnien be-

nord pour protéger le cormoran se sont traduites ces derniè- drücken uns Tag für Tag. Wir verstehen die Ohnmacht Euro-

res années par une augmentation considérable des popula- pas gegenüber diesen nazihaften Grausamkeiten nicht Der

tions hivernant en Suisse: de quelque 800 en 1977, le nombre Westen scheint keine christliche Moral mehr zu kennen und

de ces oiseaux est passé à 6500 en 1992/93 - une quantité non sich nur noch für materiellen Reichtum zu interessieren.

négligeable si l'on considère qu'un seul individu consomme à Die Untätigkeit der Regierungen ist frappierend und für uns

peu de chose près une livre de poisson par jour. Ce n'est du alle beschämend. Dieses Versagen hat uns - christliche, isla-

reste que depuis quelques années que l'on rencontre aux mische und jüdische Gläubige - nach gemeinsamem Gebet

abords des cours d'eau cet oiseau palmipède au plumage bewogen, Sie zu ersuchen, mit einer realistischen, grosszügi-

sombre et au bec recourbé, qui naguère encore recherchait sa gen und dynamischen Politik dazu beizutragen, dass in die-

nourriture dans les lacs exclusivement sem gepeinigten Teil Europas Friede und Gerechtigkeit ein-

La commission constate aujourd'hui que l'équilibre naturel est kehren können.»

rompu. Le problème est toutefois identifié, et le rapport de syn-

thèse attendu pour la fin de l'année présentera des solutions Mühlemann Ernst (R, TG) présente au nom de la Commission

possibles pour le résoudre. de politique extérieure (CPE) le rapport écrit suivant:

Il est à noter qu'une chasse au cormoran organisée en Suisse

n'aurait guère d'effets perceptibles dans la mesure où la plu- Le 1er décembre 1993, l'Action des Chrétiens pour l'abolition

part de ces oiseaux sont originaires du Danemark ou des de la torture (Acat), Fribourg, a adressé, aux présidents des

Pays-Bas, où, comme il a été dit plus haut, ils sont protégés. Chambres fédérales, la pétition suivante, appuyée par

Ce n'est donc pas au niveau national que le problème sera ré- 233 signatures, «Pour une politique dynamique en ex-Yougo-

solu. Il est vrai que la Suisse n'est pas seule à n'avoir pas slavie»:

trouvé de réponse satisfaisante, comme il est apparu lors des «Les événements, indignes des droits de l'homme, qui se dé-

trois réunions internationales qui, à Dantzig, à Munich et à Co- roulent en Bosnie, nous attristent chaque jour. Nous ne com-

penhague, ont été consacrées à la thématique «cormoran/ prenons pas l'impuissance de l'Europe face à ces barbaries

poisson». dignes des nazis. L'honneur de l'Occident chrétien nous ap-

La diversité biologique (ombres, truites lacustres) est effective- paraît comme inexistant et seule sa richesse matérielle semble

ment menacée. Mais le cormoran est-il seul fautif? La pollution l'intéresser.

et les corrections de cours d'eau, notamment, ont leur part La paralysie des gouvernements est frappante et nous en

dans cet appauvrissement Ainsi, il n'y a plus aujourd'hui que sommes honteux. Face à ce constat d'échec, nous, croyants

10 à 15 pour cent de tronçons de cours d'eau à écoulement li- chrétiens, musulmans, juifs, après avoir prié ensemble, vous

bre et donc susceptibles de servir de milieu naturel à l'ombre. demandons de concevoir une politique réaliste, généreuse et

Constatant que les préoccupations exprimées par les pétition- dynamique, afin que sur ce coin d'Europe martyrisé, la paix et

naires ne sont donc pas seulement reconnues comme fon- la justice puissent aussi s'installer.»

dées, mais que les autorités compétentes travaillent déjà à ré-

soudre les problèmes qu'elles concernent, la commission Antrag der Kommission

propose de prendre connaissance de la pétition sans y don- Mit 14 zu 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die Kom-

ner suite. mission, die Petition kommentarlos dem Bundesrat zur Kennt-

nisnahme zu überweisen.

Antrag der Kommission

Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu neh- Proposition de la commission

men, ihr aber keine Folge zu geben. Par 14 voix contre 3 et avec 2 abstentions, la commission pro-

pose de transmettre la pétition sans commentaire au Conseil

Proposition de la commission fédéral pour qu'il en prenne acte.

La commission propose de prendre connaissance de la péti-

tion sans y donner suite. Angenommen -Adopté

Angenommen -Adopté

17. Juni 1994 1163 Petitionen

94.2013 94.2014

Petition Wälchli Philipp Petition Wälchli Philipp

Revision des Verrechnungssteuergesetzes Verschiedene Änderungen des Zivilrechts

Pétition Wälchli Philipp Pétition Wälchli Philipp

Révision de la loi fédérale sur l'impôt anticipé Diverses modifications du droit civil

Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kom- Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kom-

mission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Be- mission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Be-

richt: richt:

Mit Eingabe vom 23. Dezember 1992 reichte Philipp Wälchli Mit Eingabe vom 18. November 1993 reichte Philipp Wälchli

eine Petition ein. Der Petent fordert eine Revision des Verrech- eine Petition ein. Der Petent fordert verschiedene Änderungen

nungssteuergesetzes. Er begründet seine Eingabe insbeson- des Zivilrechts.

dere mit der europäischen Integration.

Erwägungen der Kommission

Erwägungen der Kommission Die Kommission für Rechtsfragen befasste sich an ihrer Sit-

Die Kommission für Rechtsfragen befasste sich an ihrer Sit- zung vom 11. April 1994 mit dieser Eingabe. Sie hält dazu fol-

zung vom 11. April 1994 mit dieser Eingabe. Sie kommt zu fol- gendes fest:

genden Schlüssen: Die Kommission vertritt die Meinung, dass die Petition an den

Im Zusammenhang mit der Revision des Anlagefondsgeset- Bundesrat übermittelt werden soll, mit der Bitte, die Vor-

zes haben der Nationalrat und der Ständerat einer Motion für schläge und Anregungen des Petenten bei der Vorbereitung

eine EG-kompatible Ausgestaltung des Verrechnungssteuer- allfälliger Gesetzgebungsvorhaben, für welche diese von Be-

gesetzes zugestimmt Das Anliegen des Petenten ist somit be- lang sein könnten, in Betracht zu ziehen.

reits aufgenommen.

Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commis-

Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commis- sion des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant:

sion des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant:

Par requête du 18 novembre 1993, M. Philipp Wälchli a dé-

Par requête du 23 décembre 1992, M. Philipp Wälchli a dé- posé une pétition demandant diverses modifications du droit

posé une pétition demandant une révision de la loi sur l'impôt civil.

anticipé, notamment en perspective de l'intégration euro-

péenne. Considérations de la commission

La Commission des affaires juridiques a examiné cette re-

Considérations de la commission quête lors de sa séance du 11 avril 1994. Elle est parvenue aux

La Commission des affaires juridiques a examiné cette re- conclusions suivantes:

quête lors de sa séance du 11 avril 1994. Elle est parvenue aux La commission estime qu'il y a lieu de transmettre la pétition

conclusions suivantes: au Conseil fédéral en le priant de prendre en considération, en

Dans le contexte de la révision de la loi fédérale sur les fonds fonction de leur importance, les suggestions émises par le pé-

de placement, le Conseil national ainsi que le Conseil des titionnaire lors de la préparation d'éventuels projets législatifs.

Etats ont approuvé une motion en faveur d'un réaménage-

ment de la loi sur l'impôt anticipé visant à rendre celui-ci com- Antrag der Kommission

patible avec les normes de la CE. L'exigence contenue dans la Die Kommission beantragt, die Petition dem Bundesrat zur

pétition a donc déjà été prise en considération. Kenntnisnahme zu überweisen.

Antrag der Kommission Proposition de la commission

Die Kommission beantragt, die Petition dem Bundesrat zur La commission propose de transmettre la pétition au Conseil

Kenntnisnahme zu überweisen. fédéral pour qu'il en prenne acte.

Proposition de la commission Angenommen -Adopté

La commission propose de transmettre la pétition au Conseil

fédéral pour qu'il en prenne acte.

Angenommen -Adopté

Pétitions 1164 N 17 juin 1994

94.2015 lai de révocation en matière de vente par acomptes et de vente

avec paiements préalables au délai de révocation en matière

Petition Walker Jürg de démarchage à domicile. Il la justifie en mentionnant en par-

Widerrufsfrist beim Abzahlungs- ticulier l'insécurité juridique résultant de la différence des dé-

und Vorauszahlungsvertrag lais pour les consommatrices et consommateurs.

Pétition Walker Jürg

Délai de révocation en matière de vente par acomptes Considérations de la commission

et de vente avec paiements préalables La Commission des affaires juridiques a traité cette requête

ainsi que la prise de position y relative de l'Office fédéral de la

justice au cours de sa séance du 11 avril 1994. Elle est parve-

nue aux conclusions suivantes:

1. L'acheteur peut déclarer au vendeur, dans un délai de cinq

Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kom- jours à partir de la remise en ses mains du contrat écrit, qu'il

mission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Be- renonce à la conclusion de la vente par acomptes ou de la

richt: vente avec paiements préalables (cf. art 226c al. 1er et

ait 228 al. 1 er CO). Cette réglementation est entrée en vi-

gueur le 1 er janvier 1963.

Mit Eingabe vom 15. Dezember 1993 reichte Jürg Walker eine

En matière de démarchage à domicile (cf. art. 40a à 40c CO),

Petition ein. Der Petent fordert das Parlament auf, die Wider-

le consommateur dispose d'un délai de révocation de sept

rufsfrist beim Abzahlungs- und Vorauszahlungsvertrag derje-

jours (art 40e al. 2 CO). Cette réglementation est entrée en vi-

nigen beim Haustürgeschäft anzupassen. Er begründet dies

gueur le 1er juillet 1991.

insbesondere mit der heute für die Konsumentinnen und Kon-

Lorsqu'une vente par acomptes ou avec paiements préalables

sumenten infolge der unterschiedlichen Fristen bestehenden

tombe également sous le coup de l'article 40b CO, on appli-

Rechtsunsicherheit.

que le délai le plus long, soit le délai de sept jours.

2. Cette différence de réglementation des délais n'a toutefois

Erwägungen der Kommission guère d'importance dans la pratique. En effet, en matière de

Die Kommission für Rechtsfragen befasste sich an ihrer Sit- vente par acomptes ou de vente avec paiements préalables,

zung vom 11. April 1994 mit dieser Eingabe sowie mit einer les contrats doivent indiquer le droit de l'acheteur de renoncer

Stellungnahme des Bundesamtes für Justiz. Sie hält dazu fol- à la conclusion du contrat dans un délai de cinq jours (cf.

gendes fest: art 226aal. 2 en. 8 et art 227aal. 2ch. 7 CO); à défaut, ils sont

1. Der Käufer kann innert einer Frist von fünf Tagen seit Erhalt nuls (art. 226a al. 3 et art 227a al. 1er CO). En matière de dé-

des schriftlichen Vertrags dem Verkäufer erklären, dass er auf marchage à domicile, le fournisseur doit informer le consom-

den Abschluss eines Abzahlungs- oder Vorauszahlungskaufs mateur de son droit de révocation ainsi que du délai pour

verzichtet (vgl. Art 226cAbs. 1 und Art 228 Abs. 1 OR). Diese l'exercer (art 40d CO); à défaut, le délai ne court pas (art 40e

Regelung gilt seit dem 1. Januar 1963. al. 2 CO). Ainsi, une information suffisante du consommateur

Bei den sogenannten Haustürgeschäften (vgl. Art. 40a-40c est garantie dans les deux cas.

OR) steht dem Konsumenten eine Widerrufsfrist von sieben 3. Néanmoins, l'existence de solutions différentes, alors que

Tagen zu (Art 40e Abs. 2 OR). Diese Regelung ist am 1. Juli dans un cas comme dans l'autre on veut protéger les consom-

1991 in Kraft getreten. mateurs, peut être jugée comme inopportune.

Bei einem Abzahlungs- oder einem Vorauszahlungskauf, der Ceci ne devrait cependant pas être éliminé par une révision ad

als Haustürgeschäft im Sinne von Artikel 40b OR zu qualifizie- hoc du Code des obligations, mais dans le cadre de l'élabora-

ren ist, gilt die längere Frist tion de la future loi sur le crédit à la consommation. Un avant-

2. Die praktische Tragweite dieser unterschiedlichen Rege- projet de loi devrait être soumis à une procédure de consulta-

lung ist allerdings zu relativieren: Auf der einen Seite müssen tion début 1995. A cet égard, on notera que le projet de loi sur

Abzahlungs- und Vorauszahlungsverträge angeben, dass der le crédit à la consommation soumis aux Chambres le 12 juin

Käufer innert fünf Tagen auf den Abschluss des Vertrags ver- 1978 (FF 1978 II 621 ss, art 226g al. 1er, art 228 al. 1er) et re-

zichten kann (vgl. Art. 226a Abs. 2 Ziff. 8 und Art. 227a Abs. 2 jeté en 1986 lors de la votation finale prévoyait un délai de révo-

Ziff. 7 OR); sonst sind sie nichtig (Art 226a Abs. 3 und cation de sept jours en matière de vente par acomptes ou de

Art 227aAbs. 1 OR). Auf der anderen Seite muss der Anbieter vente avec paiements préalables.

den Konsumenten über das Widerrufsrecht und die Frist für

dessen Ausübung informieren (Art 40d OR); sonst beginnt Antrag der Kommission

die Widerrufsfrist nicht zu laufen (Art. 40e Abs. 2 OR). In bei- Die Kommission beantragt, die Petition dem Bundesrat zur

den Fällen ist somit für eine genügende Aufklärung des Kon- Kenntnisnahme zu überweisen.

sumenten gesorgt

3. Es bleibt dennoch, dass eine unterschiedliche Regelung Proposition de la commission

ähnlicher Fälle - letztlich geht es um dasselbe Ziel, nämlich La commission propose de transmettre la pétition au Conseil

um den Konsumentenschutz - als unangebracht betrachtet fédéral pour qu'il en prenne acte.

werden kann.

Diese sollte allerdings nicht durch eine Ad-hoc-Revision des Angenommen -Adopté

Obligationenrechts, sondern im Zusammenhang mit dem

künftigen Konsumkreditgesetz beseitigt werden. Ein diesbe-

züglicher Vorentwurf soll bis Anfang 1995 in die Vernehmlas-

sung geschickt werden. In diesem Zusammenhang ist zu er-

wähnen, dass der bundesrätliche Entwurf vom 12. Juni 1978

zu einem Konsumkreditgesetz (BBI 1978 II 618ff., Art 226g

Abs. 1, Art 228 Abs. 1), der 1986 in der Schlussabstimmung

verworfen wurde, für den Verzicht auf den Abschluss von Ab-

zahlungs- und Vorauszahlungskäufen eine siebentägige Frist

vorsah.

Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commis-

sion des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant:

Par une requête datée du 15 décembre 1993, M. Jürg Walker a

déposé une pétition demandant au Parlement d'adapter le dé-

17. Juni 1994 N 1165 Petitionen

94.2020 94.2021

Petition Wälchli Philipp Petition Altmann Bernhard

Verschiedene Verfassungs- Strafklagen gegen den Bundesrat

und Gesetzesänderungen Pétition Altmann Bernhard

Pétition Wälchli Philipp Plaintes pénales contre le Conseil fédéral

Diverses modifications de lois

et de la constitution

Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kom-

mission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Be-

Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kom- richt:

mission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Be-

richt: 1. Mit Eingaben vom 17. September 1993 und 29. Dezember

1993 reichte Bernhard Altmann Strafklagen wegen Amtsmiss-

Mit Eingabe vom 23. Februar 1994 reichte Philipp Wälchli eine brauchs (Art. 312 StGB) gegen den Bundesrat, insbesondere

Petition ein. Der Petent fordert verschiedene Verfassungs- und die Bundesräte Delamuraz und Dreifuss, ein.

Gesetzesänderungen. Die Kommissionen für Rechtsfragen des Nationalrates und

des Ständerates haben die Eingaben geprüft Sie stellten fest,

Erwägungen der Kommission dass die Voraussetzungen einer strafrechtlichen Verantwort-

Die Kommission für Rechtsfragen befasste sich an ihrer Sit- lichkeit nicht vorliegen. Dass Bernhard Altmann mit den gegen

zung vom 11. April 1994 mit dieser Eingabe. Sie hält dazu fol- ihn ergangenen Entscheiden nicht einverstanden ist, ist kein

gendes fest: ausreichender Grund für Strafklagen gegen den Bundesrat

Die Kommission vertritt die Meinung, dass die Petition an den Die Kommissionen für Rechtsfragen beider Räte kamen ein-

Bundesrat übermittelt werden soll mit der Bitte, die Vorschläge stimmig zum Schluss, die Strafanzeigen seien unhaltbar und

und Anregungen des Petenten bei der Vorbereitung allfälliger deshalb abzulehnen.

Gesetzgebungsvorhaben, für welche diese von Belang sein 2. Am 4. März 1994 reichte nun Bernhard Altmann eine Be-

könnten, in Betracht zu ziehen. schwerde betreffend die Erledigung der Strafanzeigen ein.

3. Die Ratsreglemente sehen vor, dass Begehren um Aufhe-

Re/mann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commis- bung der Immunität von Ratsmitgliedern oder Magistratsper-

sion des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: sonen zur Vorprüfung den Kommissionen für Rechtsfragen

unterbreitet werden (Art. 46 Abs. 1 Geschäftsreglement des

Par requête du 23 février 1994, M. Philipp Wälchli a déposé Nationalrates, GRN; Art 37 Abs. 4 Geschäftsreglement des

une pétition demandant diverses modifications de lois et de la Ständerates, GRS). Die vorberatende Kommission hat zu prü-

constitution. fen, ob eine Strafuntersuchung geboten oder angezeigt ist,

und dem Rat Antrag zu stellen. Kommt sie zum Schluss, dass

Considérations de la commission die Vorwürfe offensichtlich unbegründet sind, kann sie jedoch

La Commission des affaires juridiques a examiné cette re- die Ermächtigung von sich aus verweigern (Art 46 Abs. 2

quête lors de sa séance du 11 avril 1994. Elle est parvenue aux GRN; Art. 37 Abs. 4 GRS). Nur wenn der Anschuldigung eine

conclusions suivantes: gewisse Plausibilität nicht abgesprochen werden kann, hat die

La commission estime qu'il y a lieu de transmettre la pétition Bundesversammlung zu entscheiden, ob die Durchführung

au Conseil fédéral en le priant de prendre en considération, en eines Strafverfahrens opportun ist

fonction de leur importance, les suggestions émises par le pé-

titionnaire lors de la préparation d'éventuels projets législatifs.

Erwägungen der Kommission

Antrag der Kommission Die Kommission hält einstimmig daran fest, dass sie in den

Die Kommission beantragt, die Petition dem Bundesrat zur Eingaben von Bernhard Altmann keine Voraussetzungen fin-

Kenntnisnahme zu überweisen. den konnte, die zu einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit der

Beschuldigten führen würden. Dass er mit den gegen ihn er-

Proposition de la commission gangenen Entscheiden nicht einverstanden ist, ist kein ausrei-

La commission propose de transmettre la pétition au Conseil chender Grund für die Einreichung von Strafklagen gegen den

fédéral pour qu'il en prenne connaissance. Bundesrat

Die Kommission vertritt deshalb die Auffassung, dass sie im

Angenommen -Adopté vorliegenden Fall ihre Entscheidbefugnis gemäss Artikel 46

Absatz 2 GRN zu Recht wahrgenommen hat Im Sinne einer

grosszügigen Handhabung des «rechtlichen Gehörs» unter-

breitet sie jedoch hiermit den Fall den eidgenössischen Räten.

Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commis-

sion des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant:

1. Par demandes des 17 septembre 1993 et 29 décembre

1993, M. Bernhard Altmann a déposé des plaintes pénales

contre le Conseil fédéral, en particulier contre les conseillers

Delamuraz et Dreifuss pour abus d'autorité (art. 312 CP).

Les Commissions des affaires juridiques du Conseil national

et du Conseil des Etats ont examiné la demande. Elles ont éta-

bli que les conditions d'une responsabilité pénale n'étaient

pas réunies. Le fait que Bernhard Altmann n'est pas d'accord

avec les jugements prononcés contre lui ne constitue pas une

raison suffisante pour déposer des plaintes pénales contre le

Conseil fédéral. Les Commissions des affaires juridiques des

deux Chambres sont parvenues unanimement à la conclusion

Pétitions 1166 N 17 juin 1994

que les plaintes pénales étaient insoutenables et qu'elles de- - Die Schweiz meldet diesbezüglich - wie das andere Staaten

vaient donc être rejetées. auch machen-für die Europäische Menschenrechtskommis-

2. Le 4 mars 1994, M. Altmann a interjeté recours contre la ma- sion einen entsprechenden Vorbehalt an.

nière de liquider les plaintes pénales. - Bei Ländern, die einen Überführungsvertrag nicht unter-

3. Les règlements des Conseils prévoient que les requêtes vi- zeichnen wollen oder ihn nicht einhalten, ist der Überfüh-

sant la levée de l'immunité de membres des Conseils ou de rungsvertrag an die Ratifizierung anderer Verträge zu knüpfen;

magistrats soient soumises pour examen préalable aux Com- insbesondere werden schweizerische Entwicklungshilfelei-

missions des affaires juridiques (art. 46 al. 1er du règlement stungen nur erbracht, wenn die Überführungsverträge einge-

du Conseil national, RCN; art 37 al. 4 du règlement du Conseil halten werden.

des Etats, RCE). - In den Überführungsverträgen muss eine den Urteilen

La commission chargée de l'examen préalable doit examiner Schweizer Gerichte entsprechende Strafverbüssung für aus-

si l'enquête pénale est justifiée et opportune; elle doit présen- ländische Straftäter in ihren Heimatländern klar festgelegt

ter une proposition au Conseil. Si elle conclut que les repro- werden.

ches sont manifestement infondés, elle peut toutefois, de son - Eine Überführung in Heimatländer, in denen ein Straftäter an

propre chef, refuser l'autorisation (art 46 al. 2 RCN; art 37 Leib und Leben bedroht ist, wird nicht vollzogen.

al. 4 RCE). Ce n'est que lorsque l'accusation présente un cer- - Für ausländische Straftäter, deren Nationalität nicht festge-

tain degré de vraisemblance que l'Assemblée fédérale doit dé- stellt werden kann oder deren Überführung nicht möglich ist,

cider de l'opportunité d'une procédure pénale. muss die Haftzeit in der Schweiz wieder zur spürbaren Strafe

werden.

Considérations de la commission -Ausländische Straftäter, die aus den genannten Gründen

La commission unanime confirme qu'elle n'a pas pu trouver nicht in ihre Heimatländer überstellt werden können, werden

dans les requêtes de M. Altmann les conditions qui permet- in der Schweiz nach Verbüssung ihrer Strafe interniert, bis die

traient de conclure à la responsabilité pénale des prévenus. Le Heimschaffung möglich ist»

fait qu'il ne soit pas d'accord avec les jugements prononcés Die Petenten begründen ihre Eingabe insbesondere mit der

contre lui ne constitue pas une raison suffisante pour le dépôt Überlastung der Schweizer Gefängnisse durch ausländische

de plaintes pénales contre le Conseil fédéral. Kriminelle, welcher ein Ende bereitet werden müsse.

La commission est dès lors d'avis que, dans le cas présent,

elle a utilisé à juste titre les compétences décisionnelles que Erwägungen der Kommission

lui attribue l'article 46 alinéa 2 RCN. Toutefois, dans le sens Die Kommission für Rechtsfragen befasste sich an ihrer Sit-

d'une interprétation large du «droit d'être entendu», elle sou- zung vom 11. April 1994 mit dieser Eingabe sowie mit einer

met le cas aux Chambres fédérales. Stellungnahme des Eidgenössischen Justiz- und Polizeide-

partementes. Sie kommt mit diesem zu folgenden Schlüssen:

Antrag der Kommission 1. Die Ausbreitung der internationalen Kriminalität und die da-

Die Kommission beantragt einstimmig, den Strafklagen von mit verbundene Belastung des nationalen Strafvollzuges

Bernhard Altmann keine Folge zu geben. durch ausländische Strafgefangene veranlassten die Mitglied-

staaten des Europarates zur Ausarbeitung des Übereinkom-

Proposition de la commission mens über die Überstellung verurteilter Personen. Die

La commission propose, à l'unanimité, de ne pas donner suite Schweiz gehörte von Anfang an zu den Befürwortern einer in-

aux plaintes pénales de Bernhard Altmann. ternationalen Regelung. Sie hat dem Beitritt zu multilateralen

Übereinkommen stets den Vorrang gegeben, weil damit der

Angenommen -Adopté Kampf gegen die internationale Kriminalität auf einer einheitli-

chen Rechtsgrundlage geführt werden kann und zwischen

den Vertragsstaaten eine einheitliche Rechtsanwendung er-

möglicht wird. Eine bilaterale Regelung scheint nur in den Fäl-

len sinnvoll und wünschenswert, in denen keine internationale

Übereinkunft besteht oder diese nicht zu genügen vermag.

Eine Aufkündigung des Übereinkommens über die Überstel-

94.2022 lung verurteilter Personen stände in krassem Widerspruch zur

bisher verfolgten Politik des Bundesrates, die von den meisten

Petition Gruppe «Alarm» Vertragsstaaten geteilt wird. Ein Ausscheren der Schweiz

Strafverbüssung ausländischer würde international auf wenig Verständnis stossen und könnte

Krimineller in ihren Heimatländern zur Folge haben, dass die Vertragsstaaten (zurzeit 26) wenig

Pétition Groupe «Alarm» Bereitschaft für eine bilaterale Regelung mit der Schweiz zeig-

Personnes condamnées de nationalité étrangère. ten. Dieser Umstand würde kaum zur Wiederherstellung der

Peine purgée dans le pays d'origine öffentlichen Sicherheit in der Schweiz beitragen.

2. Bei ausländischen Straftätern kann das Ziel der sozialen

Wiedereingliederung am besten durch die Rückkehr des

Strafgefangenen in sein Heimatland erreicht werden, wo er

sich seinem kulturellen und familiären Umfeld nahe fühlt Vor-

Reimann Maximilian (V, AG) unterbreitet im Namen der Kom- aussetzung dazu ist aber, dass der Strafgefangene in sein

mission für Rechtsfragen (RK) den folgenden schriftlichen Be- Heimatland zurückkehren will. Geschieht die Rückkehr ge-

richt: gen seinen Willen, dürfte eine Resozialisierung im Heimat-

staat wenig Erfolg haben. Aus diesem Grund gehört die Zu-

Mit Eingabe vom 15. Dezember 1993 reichte die Gruppe stimmung des ausländischen Strafgefangenen zu den Kern-

«Alarm» eine Petition mit etwa 11 000 Unterschriften ein. Die punkten des Übereinkommens über die Überstellung verur-

Petenten verlangen von den eidgenössischen Räten die Er- teilter Personen.

greifung folgender Massnahmen: Ein Abweichen von diesem Grundsatz scheint rechtsstaatlich

«- Das 'Strassburger Übereinkommen über die Überstellung fragwürdig, weil das Einverständnis des Strafgefangenen ein

verurteilter Personen', das eine Überführung von Straftätern in Ausfluss seiner Grundrechte ist und grundsätzlich anderen In-

ihr Heimatland zur Haftverbüssung nur mit deren Einverständ- teressen vorgehen sollte.

nis zulässt, mussvon der Schweiz aufgekündigt werden. 3. Die geforderten Massnahmen drohen die Schweiz interna-

- Die Schweiz schliesst statt dessen auf bilateraler Ebene Ver- tional zu isolieren und damit die innere Sicherheit zu gefähr-

träge mit allen Staaten ab, in denen eine Überführung auslän- den. Rechtsstaatlich vermögen sie nicht zu befriedigen, weil

discher Straftäter zur Strafverbüssung ins Heimatland auch sie kein gangbarer Ausweg sind und übersehen, dass der

ohne deren Einverständnis geregelt wird. Staat, dessen Gerichte für die Strafverfolgung zuständig sind,

17. Juni 1994 1167 Petitionen

in Ausübung seiner Souveränitätsrechte auch den Strafvoll- excessif de délinquants et de criminels d'origine étrangère, en

zug sicherstellen muss und diesen nur aufgrund einer völker- insistant sur la nécessité de remédier à cette situation.

rechtskonformen internationalen Übereinkunft an einen ande-

ren Staat abtreten kann. Considérations de la commission

Eine mögliche Lösung zur Herabsetzung des Anteils ausländi- Le 11 avril 1994, après avoir examiné la pétition précitée ainsi

scher Strafgefangener in schweizerischen Strafvollzugsan- que l'avis à laquelle elle a donné lieu de la part du Départe-

stalten ist vielmehr darin zu suchen, dass möglichst viele Staa- ment fédéral de justice et police, la Commission des affaires

ten dem Übereinkommen des Europarates über die Überstel- juridiques est parvenue aux conclusions suivantes:

lung verurteilter Personen beitreten und eine bilaterale Rege- 1. C'est en raison du développement du crime international et

lung subsidiär angestrebt wird. de l'augmentation chez eux de la population carcérale d'ori-

4. Die Kommission verweist schliesslich auf die Motion Stamm gine étrangère que les pays membres du Conseil de l'Europe

Luzi, «Strafvollzug von Ausländern in ihrer Heimat» (92.3448), ont décidé de mettre sur pied une Convention sur le transfère-

vom 9. Oktober 1992, womit der Bundesrat ersucht werden ment des personnes condamnées. La Suisse figurait parmi les

sollte, durch bilaterale Verhandlungen mit anderen Staaten premiers pays à s'être prononcés en faveur d'un tel accord:

dafür zu sorgen, dass ausländische Straftäterinnen und Straf- pour lutter efficacement contre le crime international, il lui pa-

täter, die in schweizerischen Gefängnissen eine unbedingte raissait en effet nécessaire que soient préalablement harmoni-

Freiheitsstrafe zu verbüssen hätten, statt dessen zum Strafvoll- sées la base légale et la pratique pertinentes. L'option bilaté-

zug in ihr Heimatland überführt werden. Der Bundesrat hatte in rale, par contre, ne semble avoir de sens que lorsqu'il n'y a pas

seiner schriftlichen Stellungnahme festgehalten, dass das d'accord multilatéral ou que celui-ci se révèle insuffisant

Übereinkommen über die Überstellung verurteilter Personen Dénoncer la convention précitée serait en parfaite contradic-

die Rückkehr von ausländischen Strafgefangenen in ihren tion avec la politique suivie à ce jour par le Conseil fédéral et

Heimatstaat zur Strafverbüssung nur auf deren Wunsch vor- par la plupart des Etats parties (actuellement au nombre

sieht. Dieses Übereinkommen sollte in jedem Fall Vorrang vor de 26). Un tel acte ne rencontrerait que l'incompréhension

bilateralen Verträgen haben. Immerhin könnten bilaterale Ver- d'une communauté internationale qui, du coup, pourrait fort

träge in den Fällen sinnvoll sein, in denen ein ausländischer bien se montrer peu encline à accepter une réglementation bi-

Staat dem Übereinkommen nicht beitreten kann und ernsthaft latérale. Il est peu probable que la sécurité publique en Suisse

bereit ist, ein schweizerisches Strafurteil zu vollziehen bzw. - en sorte renforcée.

im umgekehrten Fall - die gegen einen Schweizer ergangene 2. Le retour des délinquants ou criminels étrangers dans leur

Strafe in der Schweiz verbüssen zu lassen. Ferner sollte der pays d'origine est le meilleur garant d'une réinsertion sociale

Strafvollzug in diesem Staat minimalen menschenrechtlichen que ne peut que faciliter un cadre social et culturel familier. En-

Grundsätzen genügen. In diesem Sinne war der Bundesrat core faut-il que ce retour soit accepté, sous peine d'échec pro-

bereit, die Motion als Postulat entgegenzunehmen. Der Natio- bable. C'est pourquoi le consentement de la personne

nalrat überwies die Motion am 19. März 1993 diskussionslos condamnée constitue l'une des pierres angulaires de la

als Postulat (AB 1993 N 569) und folgte somit der Argumenta- convention précitée.

tion des Bundesrates. Par ailleurs, passer outre ce consentement ne serait guère

conforme aux principes d'un Etat de droit, puisque ce serait

Reimann Maximilian (V, AG) présente au nom de la Commis- ignorer les droits fondamentaux de la personne concernée,

sion des affaires juridiques (CAJ) le rapport écrit suivant: pourtant a priori prééminents.

3. En prenant les mesures demandées par les pétitionnaires,

Le 15 décembre 1993, le groupe «Alarm» («Alerte») a soumis la Suisse risquerait de se couper de la communauté internatio-

aux Chambres fédérales une pétition signée par quelque nale et, par là, de mettre en péril sa sécurité intérieure. D'autre

11 000 personnes, aux termes de laquelle il demandait que part, ces mesures sont juridiquement douteuses, notamment

soient prises les mesures suivantes: parce qu'elles ne tiennent pas compte du fait que l'Etat dont

«- La Suisse dénonce la 'Convention de Strasbourg sur le les tribunaux sont compétents pour juger de l'infraction doit

transfèrement des personnes condamnées', qui prévoit que également, sauf à abdiquer sa souveraineté, s'assurer de

les auteurs de crimes ou délits ne peuvent être transférés l'exécution de la peine, et qu'il ne peut déléguer cette compé-

qu'avec leur consentement dans leur pays d'origine pour y tence à un Etat tiers qu'en vertu d'un accord international.

purger leur peine. La diminution du nombre de détenus d'origine étrangère dans

- A la place de cette convention, la Suisse conclut des ac- les établissements pénitentiaires suisses passerait plutôt par

cords bilatéraux avec tous les Etats qui prévoient que les per- l'adhésion à la convention du plus grand nombre de pays pos-

sonnes condamnées peuvent être transférées dans leur pays sible: c'est là l'objectif qu'il convient de poursuivre, la bilatéra-

d'origine même sans leur consentement pour y purger leur lité ne devant demeurer qu'une solution subsidiaire.

peine. 4. Enfin, la commission renvoie à la motion Stamm Luzi

- La Suisse, à l'instar des autres Etats, notifie une réserve en du 9 octobre 1992, «Délinquants étrangers. Exécution des

ce sens à la Commission européenne des droits de l'homme. peines» (92.3448), qui charge le Conseil fédéral d'engager

- En ce qui concerne les pays qui ne veulent pas signer un tel des négociations bilatérales avec d'autres Etats afin que les

accord de transfèrement ou qui ne le respectent pas, la Suisse délinquants étrangers qui devraient subir une peine privative

lie cet accord à la ratification d'autres accords, et notamment de liberté inconditionnelle dans des prisons suisses soient

au transfert d'aides au développement transférés dans leur pays d'origine pour y subir leur peine.

- Dans les accords de transfèrement figure expressément la Dans son rapport écrit, le Conseil fédéral avait rappelé que la

peine que doivent purger dans leur pays d'origine les person- Convention de Strasbourg, qui devrait avoir en tout état de

nes condamnées; cette peine doit équivaloir à celle qu'aurait cause la prééminence sur des accords bilatéraux, dispose

prononcée un tribunal suisse. que les auteurs de crimes ou délits ne peuvent être transférés

- Si la personne condamnée est menacée de mort dans son qu'avec leur consentement dans leur pays d'origine pour y

pays d'origine, il n'est pas procédé au transfèrement. subir leur peine. Tout au plus un accord bilatéral se justifie-

- En ce qui concerne les personnes condamnées dont la na- rait-il lorsqu'un pays tiers qui ne peut adhérer à la convention

tionalité ne peut être établie ou dont le transfèrement est im- n'en est pas moins prêt à exécuter une sentence prononcée

possible, la durée de détention en Suisse doit être suffisam- par un tribunal suisse ou, inversement, à permettre à un res-

ment longue pour que la peine produise son effet sortissant helvétique condamné par ses tribunaux à purger

- Une fois leur peine purgée, les personnes condamnées dont sa peine en Suisse - étant entendu que l'exécution des pei-

le transfèrement dans leur pays d'origine est impossible pour nes dans l'Etat concerné doit respecter certaines exigences

les raisons précitées sont internées jusqu'à ce que leur trans- minimales sur le plan des droits de l'homme. Compte tenu

fèrement soit réalisable.» de ces considérations, le Conseil fédéral se déclarait disposé

Pour motiver leur demande, les pétitionnaires invoquent no- à accepter la motion pour autant qu'elle soit préalablement

tamment la présence dans les prisons suisses d'un nombre transformée en postulat Le 19 mars 1993, le Conseil national

Pétitions 1168 N 17 juin 1994

lui a effectivement transmis la motion sous la forme d'un pos- Bei automatischen Kontrollstationen wird der Lenker nicht auf

tulat (B01993 N 569), manifestant par là qu'il se rangeait à ses der Stelle angehalten, damit seine Identität festgestellt werden

arguments. kann. Die Ermittlung desselben erfolgt auf dem Rechtshilfe-

weg, d. h., die Behörden am Wohnsitz des Halters des Fahr-

Antrag der Kommission zeuges und, falls dieser nicht mit dem Lenker identisch ist,

Mehrheit auch die Behörden am Wohnsitz des Lenkers müssen sich

Von der Petition Kenntnis nehmen, ihr aber keine Folge ge- darum bemühen. Dies gilt auch für Lenker aus dem Ausland.

ben. Dort wird aber bei sogenannt geringfügigen Geschwindig-

Minderheit keitsübertretungen die Ermittlung des Lenkers aus Gründen

(Stamm Luzi, Allenspach, Chevallaz, Reimann Maximilian, der Verhältnismässigkeit oft nicht durchgeführt, oder aber aus-

Scherrer Jürg, Verterli) ländische Staaten betreiben kein Busseninkasso. Damit be-

Die Petition dem Bundesrat zur Kenntnisnahme überweisen. steht gegenüber dem schweizerischen Fahrzeuglenker unbe-

streitbar eine Rechtsungleichheit Nicht zuletzt aus diesem

Proposition de la commission Grunde wird die Zweckmässigkeit automatischer Geschwin-

Majorité digkeitskontrollen häufig angezweifelt.

Prendre connaissance de la pétition sans y donner suite.

Minorité

(Stamm Luzi, Allenspach, Chevallaz, Reimann Maximilian, Béguelin Michel (S, VD) présente au nom de la Commission

Scherrer Jürg, Verterli) des transports et des télécommunications (CTT) le rapport

Transmettre la pétition au Conseil fédéral pour qu'il en prenne écrit suivant:

acte.

Le 7 juin 1993, M. Marcel Widmer a adressé au Parlement une

Abstimmung - Vote pétition par laquelle il demandait que soient renforcées, au

Für den Antrag der Mehrheit 70 Stimmen moyen notamment d'un recours accru aux équipements ra-

Für den Antrag der Minderheit 64 Stimmen dar, les mesures visant à contrôler le respect des limitations de

vitesse en agglomération.

Considérations de la commission

Le 18 avril 1994, la Commission des transports et des télécom-

94.2023 munications a examiné la pétition précitée, ainsi que l'avis

qu'elle a suscité de la part du DFJP. Les conclusions de la

Petition Widmer Marcel commission sont les suivantes:

Geschwindigkeitskontrollen innerorts Comme toute règle de droit, une limitation de vitesse n'est sui-

Pétition Widmer Marcel vie de l'effet voulu qu'à la condition que l'Etat vérifie qu'elle est

Limitations de vitesse en agglomération. bien respectée et qu'il sanctionne les contrevenants. C'est la

Contrôle accru raison pour laquelle le Conseil fédéral a chargé les services de

police de «procéder régulièrement à des contrôles systémati-

ques de la circulation» (cf. art 130 de l'ordonnance réglant

l'admission des personnes et des véhicules à la circulation

routière, OAC), mission dont ils s'acquittent non seulement en

Bègue///? Michel (S, VD) unterbreitet im Namen der Kommis- s'assurant que les usagers de la route respectent les limita-

sion für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden tions de vitesse, mais aussi en vérifiant qu'ils s'arrêtent aux

schriftlichen Bericht: feux rouges, que le poids de leur véhicule ne dépasse pas le

plafond autorisé, ou encore que leur taux d'alcoolémie n'est

Mit Eingabe vom 7. Juni 1993 reichte Marcel Widmereine Peti- pas supérieur à la concentration maximale admise.

tion ein. Der Petent fordert strengere Geschwindigkeitskon- En ce qui concerne les contrôles automatiques de la vitesse

trollen innerorts, insbesondere durch mehr «Blechpolizisten». des véhicules sans interception immédiate des contreve-

nants, leurs possibilités de mise en oeuvre sont limitées. Les

Erwägungen der Kommission équipements nécessaires doivent en effet avoir une hauteur

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen befasste maximale de 3 mètres, à moins d'être placés directement au

sich an ihrer Sitzung vom 18. April 1994 mit dieser Eingabe so- bord de la chaussée, sous peine de fiabilité insuffisante des

wie mit einer Stellungnahme des EJPD. Sie kommt zu folgen- mesures. Or, dans ces conditions, ils sont fréquemment ren-

den Schlüssen: dus inopérants par des piétons ou des véhicules d'une hau-

Wie die anderen Rechtsnormen werden auch Gechwindig- teur au-dessus de la moyenne qui s'interposent entre l'appa-

keitslimiten von den Verkehrsteilnehmern nur respektiert, reil et les véhicules qu'il est chargé de photographier; de

wenn deren Einhaltung kontrolliert und die Nichteinhaltung même, il arrive que ces équipements soient l'objet d'actes de

geahndet wird. Dessen sind sich auch die Polizeikorps der vandalisme (entraînant souvent des réparations coûteuses).

Kantone bewusst; sie bemühen sich, den fliessenden Verkehr D'autre part, en ce qui concerne les contrôles de ce type,

bezüglich Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit, der Re- l'identification du contrevenant n'est possible qu'avec la col-

spektierung der Rotlichter, der zulässigen Höchstgewichte, laboration active des autorités du lieu de résidence - suisses

der Blutalkoholkonzentration usw. intensiv zu kontrollieren. ou étrangères - de celui-ci, c'est-à-dire, en tout état de

Damit führen sie einen Auftrag des Bundesrates aus, der in Ar- cause, des autorités du lieu de résidence du propriétaire du

tikel 130 der Strassenverkehrszulassungs-Verordnung (VZV) véhicule, mais aussi, lorsque le propriétaire n'est pas le

die Polizeibehörden angewiesen hat, regelmässig systemati- contrevenant, des autorités du lieu de résidence du conduc-

sche Verkehrskontrollen durchzuführen. teur. A cela s'ajoute que lorsque le fautif est domicilié dans

Die Durchführung automatischer Verkehrskontrollen ohne An- un pays tiers, il arrive fréquemment que les autorités renon-

halteposten ist aber nur sehr beschränkt möglich. Automati- cent à engager des poursuites si le délit commis n'en vaut

sche Radar-Geschwindigkeitsmessgeräte müssen aus techni- pas la peine, ou encore que les autorités du pays en question

schen Gründen am Rande der Fahrbahn oder in maximal ne procèdent pas au recouvrement de l'amende. Il est d'ail-

3 Meter Höhe aufgestellt werden, weil sonst die erforderliche leurs à noter que cette possibilité d'échapper à la peine est

Sicherheit für korrekte Messungen nicht gewährleistet wäre. constitutive d'une inégalité de traitement entre les conduc-

Damit werden sie häufig durch Fussgänger oder hohe Fahr- teurs domiciliés en Suisse et les autres - un argument qui

zeuge abgedeckt und sind mutwilligen (und meist sehr kost- n'est pas le dernier invoqué par ceux qui mettent en doute

spieligen) Vandalenakten ausgesetzt l'efficacité des contrôles automatiques.

17. Juni 1994 N 1169 Petitionen

Antrag der Kommission folgschance einzuräumen und die Revision des Bundesgeset-

Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu neh- zes nicht prioritär voranzutreiben.

men, ihr aber keine Folge zu geben.

Erwägungen der Kommission

Proposition de la commission Die WBK kommt zum Schluss, dass bei der gegenwärtigen

La commission propose de prendre connaissance de la péti- Wirtschafts- und Finanzlage das Klima für Stipendienvorlagen

tion sans y donner suite. sowohl beim Bund als auch in den Kantonen äusserst ungün-

stig ist. Die heutige Situation im Stipendienwesen ist jedoch

Angenommen - Adopté unbefriedigend. Das Stipendienwesen ist als Gemeinschafts-

aufgabe von Bund und Kantonen zu verstehen, und das Ziel

einer Harmonisierung ist deshalb engagiert zu verfolgen.

Die WBK verweist auf die im Zusammenhang mit der parla-

mentarischen Initiative Goll verabschiedete Motion der Kom-

94.2017 mission, mit der der Bundesrat beauftragt werden soll, die «Re-

vision des Bundesgesetzes über Ausbildungsbeihilfen voran-

Pétition VSS zutreiben und dem Parlament baldmöglichst eine Vorlage zu-

Bildung für alle. Stipendienharmonisierung zuleiten».

Pétition Unes

Formation pour tous. Haering Binder Barbara (S, ZH) présente au nom de la Com-

Harmonisation des bourses d'études mission de la science, de l'éducation et de la culture (Csec) le

rapport écrit suivant:

1. Après que l'initiative «Formation pour tous. Harmonisation

des bourses d'études» a recueilli un nombre de voix insuffi-

Haering Binder Barbara (S, ZH) unterbreitet im Namen der sant, l'Union nationale des EtudiantEs de Suisse (Unes) l'a

Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) den transformée en une pétition qu'elle a adressée aux Chambres

folgenden schriftlichen Bericht: fédérales au mois de février 1993. Les 65 000 signataires de-

mandent que «les subsides de formation octroyés par les can-

1. Im Februar 1993 wurde die vom VSS (Verband der Schwei- tons respectent un standard minimum garantissant un niveau

zerischen Studentlnnenschaften) lancierte, nicht zustande ge- de vie décent; que ces subsides couvrent toute la formation

kommene und deshalb zur Petition umgewandelte Volksinitia- post-obligatoire (y compris le perfectionnement, le recyclage

tive «Bildung für alle. Stipendienharmonisierung» mit rund et la réinsertion professionnelle); que les cantons permettent

65 000 Unterschriften eingereicht. Verlangt wird eine Verfas- le libre choix du lieu déformation. De plus, la pétition demande

sungsänderung, die jeder Person Anspruch auf Ausbildungs- l'abrogation des limites d'âge encore en vigueur dans divers

beiträge sichert, wenn sie nicht über die notwendigen Mittel für cantons. Bien que la compétence législative en matière bour-

ihre Ausbildung und ihren Unterhalt verfügt Die Stipendien sière reste aux cantons, l'aide de la Confédération sous forme

sollen die Kosten für Ausbildung und Lebensunterhalt decken de subventions sera allouée en fonction de la capacité finan-

und die persönlichen Verhältnisse sowie die Lebenshaltungs- cière des cantons.»

kosten am Ausbildungsort berücksichtigen. Ausserdem sind 2. La Csec a examiné cette pétition en même temps que l'ini-

u. a die Abschaffung der Alterslimite, Beiträge für Weiterbil- tiative parlementaire Goll du 4 mars 1993, qui, intitulée «Droit à

dung und Umschulung, die stipendienunabhängige Wahl des la formation» (93.413), vise le même but

Ausbildungsortes und die Stipendierung von Auslandaufent- La commission a constaté en premier lieu que même si les

halten für Bildungszwecke gefordert. Das Stipendienwesen cantons, en ce qui concerne les bourses d'études, ont élargi

soll aber kantonal, durch den Bund subventioniert und in der au cours de ces dernières années leurs réglementations res-

Zuständigkeit des Wohnsitzkantons, bleiben. pectives et accompli des efforts non négligeables pour les

2. Die WBK behandelte diese Petition gleichzeitig mit der das concilier entre elles, les écarts sont encore trop importants

gleiche Ziel anstrebenden parlamentarischen Initiative Goll pour qu'il soit possible de parler de système harmonisé à

vom 4. März 1993, «Recht auf Bildungsförderung» (93.413). l'échelle nationale.

Die Kommission hält fest, dass die Kantone in den letzten Jah- A plusieurs reprises, et notamment en 1987, où les deux

ren zwar ihr Stipendienwesen ausgebaut und im Bereiche der Chambres ont adopté un postulat en ce sens, il a été demandé

Stipendienharmonisierung wesentliche Anstrengungen unter- une révision de la loi fédérale du 19 mars 1965 sur l'allocation

nommen haben, dass aber von einem gesamtschweizerisch de subventions pour les dépenses des cantons en faveur de

harmonisierten Stipendienwesen nach wie vor nicht gespro- bourses d'études (RS 416.0). Un projet a ainsi été envoyé en

chen werden kann. Die formellen und materiellen Unter- consultation en 1991, qui a dans l'ensemble été accueilli plutôt

schiede zwischen den einzelnen kantonalen Stipendiensyste- favorablement

men sind immer noch gross. Parallèlement, la Conférence suisse des directeurs cantonaux

Eine Revision des Bundesgesetzes vom 19. März 1965 über de l'instruction publique (CDIP) a mis sur pied un projet de

die Gewährung von Beiträgen an die Aufwendungen der Kan- convention sur l'harmonisation des bourses d'études, qui rè-

tone für Stipendien (SR 416.0) wurde u. a. 1987 durch ein gle en partie les mêmes points que la loi (conditions à remplir

Postulat beider Räte gefordert Im November 1991 ging ein re- pour bénéficier d'une bourse, domicile pris en compte, etc.).

vidierter Entwurf indie Vernehmlassung und stiess im grossen L'un et l'autre projets prévoient des mesures comparables à

und ganzen auf ein positives Echo. celles que demandent les pétitionnaires, même s'ils vont

Parallel zum Bundesgesetz erarbeitete die Schweizerische moins loin.

Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) eine La commission a pris acte de ce que le DFI et la CDIP sont

interkantonale Vereinbarung zur Stipendienharmonisierung, convenus - compte tenu de la primauté des cantons en ma-

die in einzelnen Punkten Gleiches regelt wie das Bundesge- tière d'allocation des bourses d'études et, partant, en matière

setz (z. B. Empfängerkreis, Definition des Begriffs des stipen- d'harmonisation des systèmes - de privilégier pour l'instant la

dienrechtlichen Wohnsitzes). solution intercantonale par rapport à la révision de la loi.

Beide Entwürfe nehmen einzelne Forderungen der Petition

auf, gehen aber insgesamt weniger weit als diese. Considérations de la commission

Die Kommission nimmt Kenntnis davon, dass das Eidgenössi- La Csec admet finalement que si, en ce qui concerne l'alloca-

sche Departement des Innern und die EDK übereingekom- tion des bourses d'études, la conjoncture économique et fi-

men sind, in Anbetracht der primären Zuständigkeit der Kan- nancière (Confédération et cantons confondus) n'est au-

tone für das Stipendienwesen und damit für die Stipendien- jourd'hui guère propice aux réformes, la situation est effective-

harmonisierung zuerst der interkantonalen Lösung eine Er- ment peu satisfaisante. Elle note également qu'il s'agit là

Pétitions 1170 N 17 juin 1994

d'une mission commune à la Confédération et aux cantons, Die Sondermassnahmen zugunsten der beruflichen Weiterbil-

qui doivent s'attacher résolument à poursuivre l'harmonisa- dung würden zeigen, dass der Bund die Zeichen der Zeit er-

tion des dispositions pertinentes. kannt habe, und heute könne von einem ansehnlichen Weiter-

La Csec renvoie par ailleurs à la motion qu'elle a proposé bildungsangebot gesprochen werden.

d'adopter suite à l'initiative parlementaire Goll, aux termes de 3. An ihrer Sitzung vom 8. April 1994 hat die Kommission eine

laquelle elle charge le Conseil fédéral de faire «avancer la révi- Vertretung der Petentinnen und Petenten angehört Eine Stel-

sion de la loi fédérale sur les subsides de formation et de sou- lungnahme von selten des Zentralverbandes schweizerischer

mettre un projet au Parlement». Arbeitgeber-Organisationen lag schriftlich vor.

Von seilen der Petenten wurde betont, dass Arbeitslosigkeit

Antrag der Kommission und Wirtschaftskrise die Bedeutung der Petition noch verstärk-

Die Kommission beantragt einstimmig, die Petition zur Kennt- ten. Sie zwängen dazu, unser Bildungssystem mittel- und

nisnahme an den Bundesrat zu überweisen. langfristig zu überdenken. (Unter den im Januar dieses Jahres

gemeldeten 188000 Arbeitslosen befanden sich 3000 Ju-

Proposition de la commission gendliche unter 20 Jahren und 30000 zwischen 20 und

La commission propose, à l'unanimité, de transmettre la péti- 24 Jahren. 33 000 Arbeitslose zählten zwischen 25 und

tion au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte. 29 Jahren.)

Die Petenten hielten fest, dass der Berufsbildungsweg sozial

Angenommen -Adopté weniger grosses Ansehen geniesse als ein Hochschulab-

schluss. Jugendliche, die die Möglichkeit eines Universitäts-

studiums haben, würden diesen Ausbildungsweg auf jeden

Fall vorziehen. Deshalb seien Stellenwert und Ansehen des

Berufsbildungsweges zu stärken. - Eine Weiterbildungspolitik

müsse im nationalen Rahmen definiert werden; zudem solle

geprüft werden, was auf Ebene der Kantone geschehe.

Mehr Ferien, mehr Lohn: Auch wenn diese Forderungen im

93.2025 Widerspruch zu Arbeitslosigkeit und Krise stünden, dienten

sie doch der Verbesserung der Ausbildung und der Lebensbe-

Petition Schweizerischer Gewerkschaftsbund dingungen der Lehrlinge und erhöhten die Attraktivität einer

Lehrlingspetition Berufslehre.

Pétition Union syndicale suisse Die Unterschiede zwischen den Lehrlingslöhnen seien enorm.

Pétition des apprentis Der Lehrling im einen Kanton könne das Dreifache seines Kol-

legen im anderen erhalten.

Neue Formen der Kooperation zwischen Schule und betriebli-

chen oder überbetrieblichen Ausbildungsstätten müssten ge-

funden werden, um die Arbeitswelt für die Lehrlinge spannen-

Haering Binder Barbara (S, ZH) unterbreitet im Namen der der und attraktiver zu machen. Davon würden auch Berufs-

Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) den schulen und Betriebe profitieren.

folgenden schriftlichen Bericht: Die Petition solle dazu beitragen, die Frage des Systems der

Berufsbildung grundsätzlich zu überlegen. Es gehe nicht

1. Im Februar 1993 wurde die rund 36 325 Unterschriften tra- darum, alles gesetzlich zu regeln, sondern in einem strategi-

gende «Lehrlingspetition» des Schweizerischen Gewerk- schen Sinne zu überlegen, wer was machen solle und wo wel-

schaftsbundes eingereicht che Massnahmen nötig seien. Man müsse sich fragen, ob die

Die Petition hält fest, dass die oft als «die Zukunft unseres Lan- heutige Aufteilung in unzählige verschiedene Berufszweige

des» bezeichneten über 220 000 jungen Frauen und Männer noch sinnvoll sei, ob nicht systematisiert werden und die ei-

in beruflicher Ausbildung meist nicht breit genug ausgebildet gentliche Spezialisierung erst nach der Lehre erfolgen sollte.

und oft als billige Arbeitskräfte missbraucht würden. Tiefe Die Rezession bewirke, dass gewisse Ausbildungsbetriebe

Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Weiterbil- ihre Ausbildungsplätze abschafften, eine Entwicklung, die be-

dungsmöglichkeiten seien in einzelnen Betrieben und Bran- unruhige. Betriebe, die Lehrlinge ausbildeten, sollten unter-

chen noch immer eine Tatsache. Sie fordern die Einsicht, dass stützt werden, und diejenigen, die darauf verzichteten, sollten

Jugendliche heute ernst genommen werden wollten und nur einen finanziellen Beitrag an die Berufsausbildung leisten,

noch mit einer zeitgemässen Ausbildung für eine Berufslehre liege doch die Aufgabe der Lehrlingsausbildung im Interesse

zu gewinnen seien. der ganzen Volkswirtschaft.

Bundesrat und Parlament werden deshalb aufgefordert, fol- Von seilen des Zentralverbandes schweizerischer Arbeitge-

gende Reformen für eine bessere Berufsbildung anzugehen: ber-Organisationen wird begrüsst, dass die Petenten das

1.1 breite Grundausbildung für den Einstieg in den Beruf; Re- duale Berufsbildungssystem nicht in Frage stellen. Überein-

duktion der grossen Zahl der spezialisierten Lehrberufe zu- stimmung herrscht auch in dem Punkt, dass der berufsbil-

gunsten einer breiten Grundausbildung; verbesserter Vollzug dende Bildungsweg attraktiver gestaltet werden und ihm mehr

des Berufsbildungsgesetzes; Sozial prestige zurückgegeben werden muss. In den übrigen

1.2 gesetzlich garantierter minimaler Lehrlingslohn; Punkten deckt sich die Stellungnahme mit derjenigen des

1.3 mehr Ferien für Lehrlinge (sieben statt fünf Wochen bis EVD.

zum 20. Altersjahr);

1.4 Förderung der Weiterbildungsmöglichkeiten (bezahlter Erwägungen der Kommission

Bildungsurlaub; fortschrittliche Stipendienregelung u. a). Die Kommission nimmt zur Kenntnis, dass die Eidgenössi-

2. Die Kommission hat das Eidgenössische Volkswirtschafts- sche Jugendkommission die Anliegen der Petition unterstützt

departement (EVD) um eine Stellungnahme ersucht Nach Sie begrüsst das vom Ständerat in der Frühjahrssession 1994

Auffassung des Departementsvorstehers verdienen die For- überwiesene Postulat, welches den Bundesrat ersucht, einen

derungen nach einer breiten Grundausbildung und nach all- Bericht zum aktuellen Stand und zu den Entwicklungsper-

gemeiner Förderung der Weiterbildung Unterstützung. Den spektiven der Berufslehre vorzulegen; dieser Bericht wird zur-

Begehren betreffend Mindestlohn, Ferienanspruch und Bil- zeit erarbeitet

dungsanspruch sei jedoch mit Zurückhaltung zu begegnen. Die WBK hält es für wertvoll, dass diese Petition mit dazu bei-

Die Breite der Ausbildung hänge auch davon ab, ob die Lehr- trägt, die Diskussion um Reformen im Berufsbildungsbereich

linge zu systematischem Denken und Handeln angeleitet wür- lebendig zu erhalten. Anpassungen an die gewandelten Ver-

den. Hier seien vor allem Lehrmeister und Berufsschullehrer hältnisse in Wirtschaft und Gesellschaft sind erforderlich.

gefordert, deren Ausbildung vermehrter Anstrengungen be- Sie teilt die Auffassung der Petentinnen und Petenten, dass

dürfe. die Attraktivität der Berufslehre abgenommen hat und wieder

17. Juni 1994 N 1171 Petitionen

gesteigert werden sollte. Eine der Möglichkeiten dazu bieten 1.2 garantie par la loi d'un salaire minimum pour les apprentis;

die Berufsmaturität und die Fachhochschulen. Dass die Ju- 1.3 davantage de vacances pour les apprentis (sept semaines

gendlichen mehr und mehr in die Mittelschulen drängen, hat au lieu de cinq jusqu'à l'âge de 20 ans);

aber nicht nur mit dem sozialen Ansehen, sondern auch damit 1.4 encouragement des possibilités de formation continue

zu tun, dass der Übertritt in die Mittelschulen einen gewissen (congé payé de formation; réglementation progressiste en

Schutz vor der Jugendarbeitslosigkeit bietet und zudem Un- matière de bourses d'études).

entschlossenen erlaubt, den Entscheid über die Berufswahl 2. La commission a prié le Département fédéral de l'économie

hinauszuschieben. Wird die Berufslehre wieder attraktiver, publique de rédiger un avis. D'après le chef du département,

könnte sich das auch entlastend auf die Universitäten auswir- les exigences concernant une formation de base élargie et des

ken und die Diskussionen um den drohenden Numerus clau- possibilités de formation continue méritent un soutien, tandis

sus entschärfen. qu'il convient de considérer avec retenue la requête relative à

Einig ist sich die Kommission darin, dass die Forderung nach un salaire minimum ainsi qu'aux droits en matière de vacan-

einer breiten Grundausbildung zu begrüssen und zu unter- ces et de formation. Une formation de base étendue implique

stützen ist. également que des mécanismes de pensée et d'action systé-

Die Mehrheit der Kommission ist der Ansicht, dass die Grund- matiques soient inculqués aux apprentis. La réalisation d'un

idee der Petition zwar richtig ist, dass Verbesserungen mög- tel objectif demande certes des efforts au niveau de la forma-

lich und nötig sind, dass die Lösungsvorschläge der Petition tion des maîtres et maîtresses d'apprentissage ainsi que du

aber übers Ziel hinausschiessen. Sie befürchtet, dass Forde- corps enseignant des écoles professionnelles.

rungen wie mehr Lohn und mehr Ferien kleinere und mittlere La mise en oeuvre de mesures particulières en faveur de lafor-

Betriebe davon abhalten könnten, weiterhin Lehrlinge auszu- mation professionnelle continue démontre le souci de la

bilden. Gerade in den Randregionen fallen verschiedene Fak- Confédération de s'adapter à notre époque. Le chef du Dépar-

toren stärker ins Gewicht als in den Agglomerationen (die tement fédéral de l'économie publique estime par ailleurs que

weite Anreise zu den Berufsschulen, die klimatischen Verhält- le domaine de la formation offre un nombre appréciable de

nisse usw.). possibilités à l'heure actuelle.

Skepsis wird auch laut gegenüber der geforderten vermehrten 3. Lors de sa séance du 8 avril 1994, la commission a procédé

Theorieausbildung im ersten Lehrjahr: Diese könnte sich ne- à l'audition des pétitionnaires. Un avis écrit de l'Union centrale

gativ auswirken, ist doch die Schulmüdigkeit ein wichtiger des associations patronales suisses était à disposition.

Grund für viele Jugendliche, eine Berufslehre anzutreten. - Les pétitionnaires ont souligné que le chômage et la crise éco-

Die Attraktivität der Berufslehre würde wieder zunehmen, nomique actuels renforcent encore l'importance de la pétition

wenn die Hürde zur Matur erhöht würde. et nous contraignent, à plus ou moins long terme, à revoir la

Sicher sind Berufsmaturität und Fachhochschulen zu begrüs- conception de notre système de formation. (En effet, parmi les

sen. Die Minderheit der Kommission sieht in diesen beiden 188 000 chômeurs inscrits en janvier de cette année, on comp-

Neuerungen aber keine genügende Antwort auf die Fragen tait 3000 jeunes de moins de 20 ans, 30 000 personnes entre

nach einer zeitgemässen Berufsausbildung. Die Berufslehre 20 et 24 ans ainsi que 33 000 personnes âgées de 25 à

muss auch für diejenigen Jugendlichen wieder anziehender 29 ans.)

werden, die diesen weiteren Weg nicht einschlagen wollen. Les pétitionnaires ont relevé en outre que la filière de la forma-

Lohn- und Ferienfragen sollen nicht tabuisiert werden. Die jun- tion professionnelle jouit d'un prestige moindre qu'un cursus

gen Leute vergleichen und führen die Tatsache sehr zu Buche, académique. Les jeunes gens auxquels la possibilité d'études

dass Mittelschüler 12 bis 13 Wochen, Lehrlinge jedoch nur universitaires est offerte préféreront dans tous les cas ce type

5 Wochen Ferien haben. de formation; c'est pourquoi il convient de valoriser la filière de

Die Ausweitung der Berufsschulen ist eine der Möglichkeiten, la formation professionnelle. Il y a également lieu de définir

die weiterverfolgt werden sollten, um die Berufslehre wieder une politique de formation continue à l'échelon national et

attraktiver zu machen. d'examiner la situation au niveau des cantons.

Wünschbar ist ebenfalls eine bessere Vernetzung zwischen Augmentation du salaire, davantage de vacances: même si

den Berufsschulen und den kleinen und mittleren Betrieben. ces exigences semblent inopportunes en raison de la crise et

Lehrmeisterinnen und Lehrmeister sollten milden Lehrkräften du chômage, une amélioration de la formation et des condi-

nicht erst und nicht nur dann in Kontakt treten, wenn sich tions de vie des apprentis augmenterait l'attrait d'un apprentis-

Schwierigkeiten mit einem Lehrling einstellen. sage. Les montants des salaires des apprentis présentent de

plus des différences considérables; en effet, les apprentis et

Haering Binder Barbara (S, ZH) présente au nom de la Com- apprenties travaillant dans certains cantons peuvent gagner

mission de la science, de l'éducation et de la culture (Csec) le jusqu'au triple du salaire de leurs collègues d'autres cantons.

rapport écrit suivant: Il conviendrait en outre de définir de nouvelles formes de co-

opération entre l'école et les centres de formation liés à une ou

1. Au mois de février 1993, l'Union syndicale suisse a déposé plusieurs entreprises afin de renforcer l'attrait du monde du

une «Pétition des apprentis» appuyée par environ 36 325 si- travail aux yeux des apprentis, ce dont les entreprises et les

gnatures. Selon cette pétition, les 220 000 jeunes hommes et écoles professionnelles profiteraient également.

femmes actuellement en cours de formation professionnelle, La pétition devrait susciter une remise en question complète

souvent décrits comme «l'avenir de notre pays», ne bénéfi- du système actuel de formation professionnelle. Il ne s'agit

cient généralement pas d'une formation professionnelle assez pas de tout réglementer au niveau législatif, mais de mettre au

étendue et sont souvent traités comme une main-d'oeuvre point une stratégie définissant les obligations de chacun ainsi

bon marché. C'est ainsi que dans certaines entreprises et que les domaines sur lesquels devront porter certaines mesu-

branches de l'économie, de bas salaires, de mauvaises condi- res. On peut se poser la question de savoir si l'actuelle réparti-

tions de travail ainsi que des possibilités de formation continue tion en d'innombrables ramifications professionnelles a en-

peu développées constituent encore une réalité. Le fait est que core tout son sens ou s'il ne serait pas indiqué de procéder à

les jeunes d'aujourd'hui désirent être pris au sérieux et que une systématisation par laquelle la spécialisation proprement

seule la perspective d'une formation moderne pourra les dite n'aurait lieu qu'après l'apprentissage.

convaincre de choisir la filière de l'apprentissage. En raison de la récession, certaines entreprises tendent à sup-

Le Conseil fédéral et le Parlement sont par conséquent invités primer des places de travail destinées à la formation, ce qui est

à procéder aux réformes suivantes afin d'améliorer la forma- inquiétant. Les entreprises qui forment les apprentis devraient

tion professionnelle: être subventionnées; celles qui y renoncent devraient payer

1.1 une large formation de base pour favoriser l'entrée dans la une contribution à la formation professionnelle en raison de

profession; réduction du grand nombre des professions spé- l'intérêt de toute l'économie publique.

cialisées existantes au profit d'une formation de base élargie; L'Union centrale des associations patronales suisses salue le

amélioration de l'application de la loi sur la formation profes- fait que les pétitionnaires ne contestent pas le dualisme du

sionnelle; système de formation professionnelle en vigueur. Elle estime

Pétitions 1172 N 17 juin 1994

également qu'il y a lieu de renforcer l'attrait et le prestige des fi- Antrag der Kommission

lières de formation professionnelle. Elle se rallie toutefois à Die Kommission beantragt mit 12 zu 6 Stimmen:

l'avis du DFEP sur les autres points. Punkt 1

Zur Kenntnisnahme an den Bundesrat überweisen.

Considérations de la commission Punkte 2-4

La commission prend note que la Commission fédérale pour Mehrheit

la jeunesse soutient les exigences de la pétition. Elle se félicite Zur Kenntnis nehmen, ihnen aber keine Folge geben.

par ailleurs de la transmission, par le Conseil des Etats, au Minderheit

cours de la session de printemps 1994, d'un postulat deman- (Duvoisin, Brügger Cyrill, Grossenbacher, Haering Binder,

dant au Conseil fédéral l'élaboration d'un rapport sur l'état ac- Jeanprêtre, Leemann, Steiger Hans)

tuel et sur les perspectives d'avenir de l'apprentissage; ce rap- Zur Kenntnisnahme an den Bundesrat überweisen.

port se trouve actuellement en cours de rédaction.

Selon la Csec, il importe que la pétition contribue à alimenter la Antrag Stamm Judith

discussion concernant les réformes dans le domaine de la for- Punkt 4

mation professionnelle, des adaptations à l'évolution sociale Zur Kenntnisnahme an der Bundesrat überweisen.

et économique s'avérant indispensables. Schriftliche Begründung

La commission partage également les vues des pétitionnaires Gute berufliche Ausbildung der Bevölkerung ist einer der

concernant le déclin de l'attrait exercé par l'apprentissage et la wichtigsten Standortvorteile der Schweiz im internationalen

nécessité de revaloriser ce type de formation, notamment par Konkurrenzkampf. Eine Stipendienharmonisierung und ein

le biais de la maturité professionnelle et des hautes écoles fortschrittliches Stipendienwesen sind Garanten für die Chan-

spécialisées. Le fait que les jeunes affluent de plus en plus cengleichheit unter den jungen Menschen in beruflicher Aus-

nombreux dans les écoles secondaires ne s'expliquent pas bildung. Eine konstante Weiterbildung ist heute auch für junge

uniquement par des considérations de prestige social, l'école im Berufsleben stehende Personen unverzichtbar, aber nicht

offrant d'une part une protection relative contre le chômage immerfinanzierbar.

des jeunes et permettant d'autre part aux indécis de repousser Punkt 4 der «Lehrlingspetition» befasst sich mit diesen Anlie-

l'échéance du choix d'une profession. Si l'attrait de l'appren- gen. Es ist deshalb sinnvoll, auch diesen Punkt dem Bundes-

tissage était renforcé, les universités s'en trouveraient déchar- rat zur Kenntnisnahme zu überweisen.

gées d'autant, ce qui apaiserait de même les discussions en-

tourant la menace de numerus clausus. Proposition de la commission

La commission estime à l'unanimité qu'il convient de soutenir La commission propose, par 12 voix contre 6:

et de promouvoir une formation de base élargie. Point 1

La majorité de la commission reconnaît certes le bien-fondé Transmettre au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte.

des revendications de la pétition ainsi que la nécessité de pro- Points 2-4

céder à des améliorations en la matière; mais, selon elle, les Majorité

solutions proposées ne permettraient pas d'atteindre le but Prendre acte sans y donner suite.

escompté. Elle craint par exemple que les petites et moyennes Minorité

entreprises renoncent à former plus d'apprentis en raison (Duvoisin, Brügger Cyrill, Grossenbacher, Haering Binder,

d'exigences telles qu'un salaire plus élevé et davantage de va- Jeanprêtre, Leemann, Steiger Hans)

cances. Par ailleurs, divers facteurs jouent un rôle plus impor- Transmettre au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte.

tant dans les régions limitrophes que dans les agglomérations

(éloignement des écoles professionnelles, conditions climati- Proposition Stamm Judith

ques particulières, etc.). Point 4

La majorité de la commission se montre également sceptique Transmettre au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte.

face à un autre point de la pétition, à savoir le développement

de la formation théorique lors de la première année d'appren- Punkt 1-Point 1

tissage. Elle objecte en effet que cette mesure pourrait entraî- Angenommen -Adopté

ner des répercussions négatives, car il n'est pas rare que de

nombreux jeunes, lassés d'étudier, optent pour un apprentis- Punkte 2,3- Points 2, 3

sage. Le relèvement des exigences en vue de l'obtention d'un

diplôme de maturité provoquerait certainement un regain d'in- Abstimmung - Vote

térêt pour l'apprentissage. Für den Antrag der Mehrheit 87 Stimmen

On ne peut certes que se féliciter de la création de la maturité Für den Antrag der Minderheit 68 Stimmen

professionnelle et des hautes écoles spécialisées. La minorité

de la commission ne considère cependant pas ces deux inno- Punkt 4-Point 4

vations comme une réponse suffisante au problème d'une for-

mation professionnelle moderne. Il convient de rendre l'ap- Abstimmung - Vote

prentissage plus attrayant, également aux yeux des jeunes qui Für den Antrag der Minderheit/

se refusent à franchir ce pas supplémentaire. Stamm Judith 89 Stimmen

En outre, le salaire et les vacances ne peuvent être considérés Für den Antrag der Mehrheit 75 Stimmen

comme des sujets tabous. Les jeunes ne manquent pas de

comparer leurs avantages respectifs et prennent très à coeur

le fait que les élèves des écoles secondaires bénéficient de 12

à 13 semaines de vacances contre 5 pour les apprentis.

L'extension des écoles professionnelles pourrait constituer un

moyen de rendre son attrait à l'apprentissage et mérite donc

un examen plus attentif.

Il faudrait de plus renforcer les liens entre les écoles profes-

sionnelles et les petites et moyennes entreprises, de manière

à éviter que des contacts entre les maîtres d'apprentissage et

le corps enseignant ne s'établissent qu'en cas de difficultés

avec un apprenti.

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Pétitions

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Jahr 1994

Année

Anno

Band II

Volume

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Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer ---

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 17.06.1994 - 08:00

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