Switzerland's Risk Analysis and Press Subsidy Legislation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council is undertaking an extensive risk analysis project to assess Switzerland's existential threats and vulnerabilities, with initial results expected to be shared with departments this year for networked situation analysis. The Council will present its security policy considerations within the framework of its legislative planning report, asserting that the 1990 security policy report remains relevant due to its open approach to various developments. Separately, in response to concerns about press subsidies, the Council is moving to revise postal legislation to establish a legal basis for compensating postal services for public interest tasks related to newspaper transport, aiming to implement a cost-sharing model among publishers, postal services, and the federal government and to avoid indiscriminate subsidies.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 10 Postverkehrsgesetz (PVG; Switzerland's Risk Analysis and Press Subsidy Legislation: The Council will present its security policy considerations within the framework of its legislative planning report, asserting that the 1990 security policy report remains relevant due to its open approach to various developments. Separately, in response to concerns about press subsidies, the Council is moving to revise postal legislation to establish a legal basis for compensating postal services for public interest tasks related to newspaper transport, aiming to implement a cost-sharing model among publishers, postal services, and the federal government and to avoid indiscriminate subsidies.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the legal basis for the adjustment of newspaper transport tariffs and the compensation of public serviceleistungen by the PTT.
Volltext
Einfache Anfragen 1256 Questions ordinaires
#ST# 94.1016 gruppe Postzeitungstransporte tendiere auf eine Halbierung
der heutigen Zahl der geförderten Titel.
Einfache Anfrage Haering Binder Beim Schweizerischen Verband der Zeitungs- und Zeitschrif-
Sicherheitspolitik. Bericht tenverleger sind heute aber lediglich 280 eigentliche Zeitun-
Question ordinaire Haering Binder gen registriert, die 1 bis 7 mal pro Woche erscheinen. Der
Politique de sécurité. Rapport Fachverband bezeichnet also nur 4,4 Prozent der obener-
wähnten 6400 Titel als eigentliche Zeitungen.
Diese 280 Zeitungen sind übrigens sehr gute Kunden der PTT.
In Form von Leitungsgebühren (Telex, Telefax, Fotofax, Agen-
turen, Telefon usw.) zahlen sie jahrein, jahraus massive Ge-
Wortlaut der Einfachen Anfrage vom 10. März 1994 bühren. Eine Mischrechnung dürfte zweifelsohne ergeben,
Im Zusammenhang mit der Beratung des bundesrätlichen Be- dass die von den PTT beklagte Unterdeckung im Zeitungs-
richts 90 über die Sicherheitspolitik der Schweiz überwiesen transport nicht diesen 280 Zeitungen angelastet werden kann,
National- und Ständerat 1991 eine (Kommissions-)Motion, sondern wohl eher jenen weit über 6000 sogenannten «Zeitun-
welche den Bundesrat beauftragt, dem Parlament einmal je gen», Titel aller Art, worunter auch auflagenstarke Mitglieder-
Legislatur einen Bericht vorzulegen, in dem er die Entwicklung zeitungen, Kunden- und Verbandsblätter.
der wichtigsten Gefahren beurteilt, welche die Sicherheitspoli- Die neu in Aussicht genommene Dreiteilung der Unter-
tik der Schweiz beeinflussen. Er soll dabei sowohl die existen- deckungskosten trägt dem unbestrittenen Ziel der echten
tiellen als auch die machtpolitisch bedingten Gefahren be- Presseförderung nicht nur keine Rechnung, sondern verlangt
rücksichtigen und angeben, welche Mittel er in den einzelnen von den 280 politischen Zeitungen darüber hinaus auch noch
Bereichen der Sicherheitspolitik einsetzen will. Unkostenbeiträge an artfremde Publikationen.
Nachdem nun bereits die Hälfte der Legislatur verstrichen ist, 1. Denkt der Bundesrat nicht auch, dass im Rahmen der Ände-
frage ich den Bundesrat an, wann das Parlament den entspre- rung des Postverkehrsgesetzes eine entsprechende Neurege-
chenden Bericht des Bundesrates für die laufende Legislatur lung - mit starker Gewichtung der Erscheinungshäufigkeit -
erwarten kann. angezeigt wäre?
2. Ist der Bundesrat willens, den letzten 280 echten politischen
Antwort des Bundesrates vom 4. Mai 1994 Zeitungen wirksam zu helfen und sich von einer verfehlten, un-
Der Bundesrat hat ein überdepartementales Projekt eingelei- nötigen Giesskannensubventionierung loszusagen?
tet, das die umfassende Beurteilung der Chancen und Gefah-
ren existentieller Art und der Verletzlichkeit der Schweiz er- Antwort des Bundesrates vom 11. Mai 1994
möglichen soll. Die Arbeiten an diesem Projekt, das unter dem Der Bundesrat hat die Botschaft und den Entwurf zur Revision
Titel «Umfassende Risikoanalyse Schweiz» läuft und von der von Artikel 10 des Postverkehrsgesetzes (PVG) an das Parla-
Zentralstelle für Gesamtverteidigung geleitet wird, sind weit ment verabschiedet Mit der Revision soll in erster Linie die ge-
fortgeschritten; erste Resultate werden den Departementen setzliche Grundlage für die Abgeltung der gemeinwirtschaftli-
bereits im laufenden Jahr als gemeinsame Datenbasis zur ver- chen Leistungen der PTT beim Postzeitungsdienst geschaffen
netzten Lageanalyse und Ableitung des Handlungsbedarfs werden. Konkret geht es um die Umsetzung des sogenannten
zur Verfügung stehen. Drittelsmodells, wonach die Verleger, die PTT und der Bund je
Seine Überlegungen zur Sicherheitspolitik wird der Bundesrat einen Drittel des Defizits (Ausgangsbasis 1991: 269 Millionen
im bisherigen Rahmen in seinem Bericht zur Legislaturpla- Franken) übernehmen sollen. Im weiteren beinhaltet die Vor-
nung darstellen. Er weist in diesem Zusammenhang darauf lage die Verankerung der geltenden Tarifkriterien auf Geset-
hin, dass der Bericht 90 über die Sicherheitspolitik der zesstufe. Nicht Gegenstand dieser Gesetzesänderung ist die
Schweiz dank seiner Offenheit für verschiedene denkbare Ent- konkrete Ausgestaltung der Zulassungskriterien. Sie erfolgt
wicklungen in seinen wesentlichen Grundaussagen bis heute auf Verordnungsstufe und fällt in die Kompetenz des Bundes-
nicht überholt ist rates.
Zu den beiden Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:
1. Die Erscheinungshäufigkeit wird bereits im bestehenden
Tarifmodell für die Zeitungen berücksichtigt, indem die Ta-
ges-, Lokal- und Regionalzeitungen die tiefste Grundtaxe zu
bezahlen haben: 2 Rappen weniger als die Wochenzeitungen
#ST# 94.1007 und 5 Rappen weniger als die vierteljährlich erscheinenden
Blätter. Der Bundesrat wird auch in Zukunft pressepolitischen
Einfache Anfrage Verterli Gesichtspunkten vorrangig Rechnung tragen.
Presseförderung. 2. Von den zur Zeitungstaxe beförderten 6400 Titeln gehören
Zeitungstransporte tatsächlich nur gerade 537 Zeitungen (rund 8 Prozent) zur Ta-
Question ordinaire Verterli ges-, Lokal- und Regionalpresse. Sie machen aber mehr als
Encouragement de la presse. die Hälfte der jährlich von der Post zuzustellenden 1,2 Milliar-
Transport des journaux den Exemplare aus und verursachen damit auch einen gros-
sen Teil der Kostenunterdeckung. Dies auch deshalb, weil
viele Verlage der Post nur eine Restauflage zur Zustellung in
ländlichen Gebieten mit wenig Abonnenten übergeben, in
Städten mit kostengünstigen Verhältnissen aber eigene Zu-
Wortlaut der Einfachen Anfrage vom 7. März 1994 stellorganisationen unterhalten. Im weiteren müssen diese Ti-
Mit der Änderung von Artikel 10 des Postverkehrsgesetzes tel heute von der Post (ohne Taxzuschlag!) am Nachmittag
(PVG) sollen die Tarifierung der Zeitungs- und Zeitschriften- des Ausgabetages auf einem Sondergang zugestellt werden,
transporte auf Gesetzesstufe verankert und eine Rechtsgrund- wenn sie morgens bei der Zustellpoststelle noch nicht vor-
lage für die Abgeltung der entsprechenden gemeinwirtschaft- liegen.
lichen Leistungen der PTT geschaffen werden. Wenn der Schweizerische Verband der Zeitungs- und Zeit-
Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen im Sektor Zeitungs- schriftenverleger, wie in der Einfachen Anfrage erwähnt, nur
transporte werden im Jahre 1994 auf 318 Millionen Franken gerade 280 Titel als eigentliche Zeitungen bezeichnet, so
geschätzt. heisst dies nicht zwingend, dass alle Titel, deren Verleger dem
In der Antwort auf meine Einfache Anfrage vom 1. Juni 1993 erwähnten Interessenverband nicht angeschlossen sind,
erklärte der Bundesrat, dass er es angezeigt finde, eine Re- keine Zeitungen und damit nicht förderungswürdig sind. Eine
duktion der heute 6400 (!) förderungswürdigen Zeitungstitel, saubere und klare Abgrenzung wird vorzunehmen sein. Dabei
die zu reduzierten Tarifen transportiert werden, ins Auge zu ist auch der Bundesrat der Meinung, dass Subventionen nach
fassen. Die Vorschläge der interdepartementalen Arbeits- dem Giesskannenprinzip zu vermeiden sind.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Einfache Anfrage Haering Binder Sicherheitspolitik. Bericht
Question ordinaire Haering Binder Politique de sécurité. Rapport
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung Z
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.1016
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.06.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 1256-1256
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Ref. No 20 024 250
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