Swiss Agricultural Law and WTO Trade Liberalization
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss government proposed legislative changes to implement the GATT/WTO agreements, primarily affecting agricultural law by replacing quantitative restrictions and other trade barriers with tariffs. While these changes are necessary for GATT ratification and aim to liberalize trade, they also acknowledge the need for accompanying measures to support Swiss agriculture, such as direct payments, to mitigate the impact of increased competition and structural adjustments. The court's reasoning focused on adapting national laws to international trade principles, ensuring a transition to a tariff-based border protection system while providing domestic support for the agricultural sector and considering its multifaceted role beyond mere food production.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court is asked about the principles for the distribution of tariff quota quantities, as stated in this provision.
The court mentions that this provision allows for various possibilities for the distribution of tariff quotas.
This article concerns the import of agricultural products and the new principles for customs revenue and customs duties, forming the basis for agricultural imports.
This is a cost provision that would typically be cited in the dispositive if costs were awarded.
This is a legal aid provision that would typically be cited in the dispositive if legal aid were awarded.
Volltext
30. November 1994 1121 Gatt/Uruguay-Runde
gehe davon aus, dass der Bundesrat auch in Zukunft diese Li- anderem die Ein- und Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeug- nie einhalten und die abgegebene Erklärung umsetzen wird. nisse geregelt. Es ist daher sinnvoll, dieses Gesetz an den An- Ich erkläre mich in diesem Sinne von der Antwort befriedigt. fang unserer Beratungen zu stellen. Einige Artikel in den wei- teren anzupassenden Gesetzen sind in Analogie zum Land- wirtschaftsgesetz geregelt Die schweizerische Landwirtschaft ist heute in einem tiefen Interpellation 94.3386 Wandlungsprozess begriffen. Neue Produktionsmethoden, erleichterte Transporte und verändertes Konsumverhalten ha- Delalay Edouard (C, VS): La confirmation vient d'être appor- ben dazu geführt, dass die Landwirtschaft heute nicht mehr tée par M. Delamuraz, au nom du Conseil fédéral, que les Ac- mit Mangellagen, sondern mit Überschussituationen und den cords du Gatt ne signifient pas une ouverture incontrôlée des daraus resultierenden Problemen konfrontiert ist. Es ist zwar frontières en ce qui concerne l'importation de vin, en particu- richtig, dass die Gatt/WTO-Übereinkommen auf die Landwirt- lier de vin blanc. Il nous a décrit brièvement les vues du schaft einen Zwang zur Anpassung ausüben werden, doch Conseil fédéral en ce qui concerne une ouverture un peu plus längst nicht alle Schwierigkeiten der Landwirtschaft sind Gatt- grande quant à l'application de tarifs et, surtout, quant à la ma- bedingt Es wäre deshalb auch unrealistisch, die anstehenden nière dont les contingents individuels seront attribués. Probleme insgesamt mit Gesetzesänderungen im Rahmen Je tiens à le remercier de cette réponse. Elle va dans le sens der Gatt-Ratif izierung lösen zu wollen. Die Botschaft zu den für qui est attendu, aussi bien par la production que par le grand die Ratifizierung der Gatt/WTO-Übereinkommen (Uruguay- commerce de distribution, ou les importateurs, qui veulent voir Runde) notwendigen Rechtsanpassungen enthält denn auch modifier le système d'attribution des contingents. Je crois que nurÄnderungen, diefüreine Ratifizierung unumgänglich sind. ces dispositions vont dans la bonne direction. Die Kommission ist dieser Linie des Bundesrates weitgehend Je remercie M. Delamuraz, conseiller fédéral. Je me déclare gefolgt, allerdings nicht ohne im Vorbeigehen am Wegrand satisfait de sa réponse. noch da und dort das eine oder andere «zurechtzuzupfen». Zahlreiche tiefer gehende Änderungen in der Landwirtschaft werden aber erst in den nächsten Monaten und Jahren erfol- gen. Die Umsetzung des 7. Landwirtschaftsberichtes in eine #ST# 94.080 neue Landwirtschaftspolitik und ein neues «Landwirtschafts- paket» muss bis spätestens zum Ende der Übergangsfrist des Gatt/Uruguay-Runde. Gatt, im Jahre 2002, vollzogen sein. Gesetzesänderungen Nach diesen allgemeinen Vorbemerkungen komme ich nun zu meinem Eintretensvotum zum Landwirtschaftsgesetz sel- Gatt/Cycle d'Uruguay. ber. Das Landwirtschaftsgesetz ist, wie schon erwähnt, das Modification de lois Schlüsselgesetz für den Landwirtschaftsbereich. Im Rahmen von Gattlex besonders relevant und zum Teil auch neu sind die Botschaft, Gesetz- und Beschlussentwürfe Artikel 23 sowie 23a bis 23d. Sie befassen sich mit der Einfuhr vom 19. September 1994 (BBIIV 950) Message, projets de loi et d'arrêté landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Artikel 23 regelt die Grund- du 19 septembre 1994 (FF IV 995) sätze; das ist ein Artikel, der bereits besteht. Artikel 23a (neu) enthält das nicht ganz, aber doch fast neue Instrument der Schwellenpreise, Artikel 23b die Zollkontingente, Artikel 23c die Zweckbindung der Zollerträge und Artikel 23d die freiwilli- gen Beiträge. Diese 5 Artikel sind das Herzstück der Vorlage. Antrag der Kommission Ich würde Ihnen vorschlagen, dass wir diese in der Detailbera- Eintreten tung ausführlich behandeln. Die weiteren Artikel sind im we- Proposition de la commission sentlichen blosse Anpassungen an den neuen Grenzschutz, Entrer en matière der ausschliesslich über Zölle erfolgen wird. Da infolge sinkender Preise für die Bauern Einkommensein- Simmen Rosmarie (C, SO), Berichterstatterin: Ich möchte zu- bussen zu erwarten sind, welche zudem eine bereits gebeu- erst zwei, drei allgemeine Bemerkungen zum «Landwirt- telte Landwirtschaft treffen, hat die Kommission eine Über- schaftspaket» und überhaupt zu den Gesetzesanpassungen gangsbestimmung eingeführt, die ausdrücklich festhält, dass machen und das Eintretensvotum zurÄnderung des Landwirt- die Massnahmen interner Stützung, die infolge der Gatt-Ver- schaftsgesetzes abgeben. Falls es bei anderen Erlassen noch träge abgebaut werden müssen, vollumfänglich in Gatt-kon- nötig sein wird, kurz zum Eintreten zu sprechen, können wir forme Massnahmen übergeführt werden sollen. Das ist streng das jeweils vor der eigentlichen Detailberatung tun. genommen kein Erfordernis der Gatt/WTO-Übereinkommen, Die Umsetzung der Gatt/WTO-Übereinkommens verlangt ei- sondern es ist eine Frage schweizerischer Innenpolitik, und es nige Änderungen in unserer nationalen Gesetzgebung, Ände- ist ein positives Signal an die Bauern. Soweit zum Eintreten auf rungen, die die Gebiete geistiges Eigentum, Landwirtschaft, das Landwirtschaftsgesetz. Zoll, Banken und öffentliches Beschaffungswesen betreffen. Insgesamt sind 16 Gesetze bzw. Bundesbeschlüsse anzupas- Reymond Hubert (L, VD): Même si le message relatif aux mo- sen und ein Gesetz, nämlich dasjenige über das öffentliche difications à apporter au droit fédéral dans la perspective des Beschaffungswesen, neu zu kreieren. Die drei Pfeiler der Gatt- ratifications des Accords du Gatt est volumineux, même si de Vereinbarungen, Meistbegünstigung, Inländerbehandlung très nombreuses lois doivent impérativement être adaptées, und das Prinzip, dass nur noch Zölle als Schutzmassnahmen les incidences des accords sur notre législation - cela d'une an der Grenze erlaubt sind, sind die Grundlage für diese Ge- manière générale'- restent limitées. Elles se concentrent très setzesanpassungen. principalement sur la législation agricole. Die Änderungen, die uns heute beschäftigen, nämlich diejeni- La raison en est simple. La Suisse a été de tous temps un des gen in der Landwirtschaftsgesetzgebung, basieren allesamt Etats les plus libéraux en matière de commerce de marchandi- auf dem dritten Pfeiler, auf der künftig verstärkten Rolle der ses artisanales ou industrielles. Sa législation dans ce do- Zölle. Es werden nur noch Zölle als Schutzmassnahme an der maine est donc d'ores et déjà compatible sans modification. Il Grenze erlaubt sein, nicht aber mengenmässige Beschrän- n'est pas non plus nécessaire de modifier notre législation kungen, Zuschläge oder technische Vorschriften. Die Zölle dans le domaine des investissements, où la Suisse figure au sind zudem im Verlaufe der nächsten Jahre um 20 bis 36 Pro- sixième rang mondial des investisseurs directs. Je relève ce- zent abzubauen. pendant que l'accord, sur ce point, est particulièrement avan- Diese Tarifizierung ist der Grund für sämtliche Änderungen, tageux pour la Suisse puisque nos investissements dans les die wir heute im Rahmen von Gattlex beraten. Zentrales Ge- pays signataires ne pourront plus être soumis à des exigences setz dabei ist das Landwirtschaftsgesetz. Darin werden unter de nature protectionniste et locale, telles que, par exemple, Gatt/Cycle d'Uruguay 1122 30 novembre 1994
l'obligation de s'approvisionner à l'intérieur du pays considéré De même, comme M. Nicolas Hayek le disait lundi dernier à la ou l'exigence d'exporter la plus grande partie de ce qui sera Radio suisse romande, le haut niveau du franc suisse de- produit. meure un handicap certain. Il en résulte que seuls ceux qui Quant à moi, je regrette que la lex Friedrich ne soit pas touchée produisent des articles à très forte valeur ajoutée peuvent s'im- par l'Accord sur les mesures concernant les investissements poser, en dépit des prix suisses sur les marchés étrangers. Or, et liées au commerce, ce qui signifie que nous pourrons per- les paysans ne produisent, quant à eux et le plus souvent, que sister, à tort à mon avis, avec des dispositions restrictives, cela des matières premières qui n'ont pas de prix sur les marchés alors que la liberté d'investir des Suisses est très souvent plus internationaux, mais qui ont un cours variable, sans rapport di- large dans bien des pays étrangers, voisins notamment rect avec les prix de revient nationaux. C'est donc à mes yeux Le changement législatif est également minime dans le sec- avec raison que notre commission a voulu conforter l'agri- teur des services. Seule la législation sur les banques subit culture suisse, en particulier par la disposition transitoire pro- une retouche nécessaire pour concilier la réciprocité et la posée à la loi sur l'agriculture et par la modification nécessaire clause de la nation la plus favorisée. De même, dans le secteur de l'arrêté sur le sucre. de la propriété intellectuelle, les modifications envisagées ne Je vous recommande de soutenir ces deux propositions. sont que des retouches. Je ne saurais terminer sans relever que le Gatt va aussi appor- En revanche, c'est vraiment le secteur agricole qui nécessite ter à l'agriculture de nouvelles impulsions, voire de nouvelles les adaptations les plus sérieuses, puisqu'elles concernent opportunités de produire et d'exporter, si ces chances sont pas moins de dix textes légaux Pourquoi de telles modifica- saisies à temps - et elles peuvent l'être si l'on s'efforce de dé- tions? D'abord, il ne faut pas croire, ou laisser croire, que les manteler rapidement, à la faveur précisément des accords en nouveaux Accords du Gatt supprimeront totalement le protec- question, les rigidités d'amont et d'aval qui sont aussi bien la tionnisme agricole. Comme par le passé, celui-là demeure, conséquence de la politique agricole issue de la dernière certes avec obligation d'en diminuer l'importance par rapport guerre que la cause de coûts de revient et de marges de ven- à la situation actuelle, mais surtout avec l'obligation de le limi- tes de nature protectionniste eux aussi. ter désormais aux seuls droits de douane ou contingents tari- C'est dans ces sentiments que je vous recommande d'entrer faires. Ainsi vont devoir disparaître des mécanismes protec- en matière et de soutenir les propositions de la commission. teurs tels que, par exemple, les différents types de contingen- tements quantitatifs ou le système des trois phases. Désor- Piller Otto (S, FR): Ich möchte nicht mit einer Kritik anfangen, mais donc, tout l'appareil protecteur doit se contenter de la sondern mit einem grossen Dank an Herrn Bundesrat Delamu- seule tarification à la frontière. raz und den Gesamtbundesrat. Sie wissen, dass wir vor fünf Dans les propositions de modifications présentées, le Conseil Jahren über die sogenannte Kleinbauern-Initiative abge- fédéral se limite avec raison au strict minimum imposé par les stimmt haben. Ich sage hier, in diesem Plenum, dass ich heute accords, ce qui est évidemment déjà substantiel dans ce sec- glücklich bin, dass wir sehr knapp verloren und nicht sehr teur particulier de l'agriculture. Il est évident que de telles mo- knapp gewonnen haben, sonst wären wir wahrscheinlich die difications suscitent la crainte dans les milieux paysans. Le Sündenböcke für alle Probleme in der Landwirtschaft. Ich processus de réforme des structures va inévitablement s'ac- habe Ihnen das damals gesagt, Herr Bundesrat Delamuraz. célérer à cause des Accords du Gatt. A long terme cependant, Aber was mich sehr freut, ist, dass die beiden prinzipiellen For- il est évident que l'agriculture suisse tirera avantage de l'en- derungen, die damals in der Initiative standen - Direktzahlun- semble de l'opération. Une Suisse forte avec une industrie et gen und das Leistungsprinzip an der Grenze -, jetzt eingeführt des services performants, dont l'accès à pratiquement tous les worden sind. Die Direktzahlungen haben wir bereits einge- marchés du monde sera allégé et facilité, ne peut qu'être la führt, und jetzt wird das Leistungsprinzip eingeführt. meilleure assurance de soutien nécessaire et de maintien de Was mich aber etwas verwundert, Herr Bundesrat Delamuraz: l'agriculture indigène. Cette assurance est d'autant plus réelle Damals im Abstimmungskampf- ich kann mich gut erinnern, que, grâce aux efforts du Conseil fédéral et de nos négocia- denn ich war damals Kopräsident des Befürworterkomitees - teurs, la multifonctionnalité du secteur primaire a été re- wurde aus Ihrem Departement gesagt, dass das Leistungs- connue. Cette reconnaissance est de première importance, prinzip total gegen das Gatt verstosse, dass wir deswegen car elle a pour conséquence que la mise en place de la politi- grösste Probleme mildem Gatterhaltenwürden. Heute führen que agricole nouvelle, déjà réalisée par le rajout des wir es ein, weil man eingesehen hat, dass es das einzige Prin- articles 31 a et 31 b de la loi sur l'agriculture, a reçu en quelque zip ist, das vernünftig ist und das eben auch - wie wir vom Be- sorte un satisfecit international. On a reconnu les spécificités fürworterkomitee damals gesagt haben - Gatt-konform ist. des agricultures nationales dont la multifonctionnalité varie Besten Dank, Herr Bundesrat, dass diese Forderungen nun d'un pays à l'autre. Dès lors, les paiements directs sont com- doch verwirklicht worden sind bzw. werden l patibles avec le Gatt. Meine Kritik an dieser Vorlage: Herr Schallberger hat gestern Il n'en demeure pas moins que les conséquences des ac- ausgeführt, und zwar zu Recht, dass wir nach dem 6. und cords occasionneront des refontes de structures importantes. nach dem 7. Landwirtschaftsbericht eine klare Aufgabe ha- Lorsque l'on sait qu'il faudra rogner 1,35 milliard de francs en ben und dass wir das klare Bekenntnis abgegeben haben, six ans sur certains postes du budget agricole, on comprend für die Erhaltung eines gesunden und leistungsfähigen Bau- que les milieux concernés réclament des assurances ou des ernstandes einzutreten. Ich stehe voll zu diesem Bekenntnis, compensations immédiates. Cela est d'autant plus normal und ich werde Herrn Schallberger immer in dieser Richtung qu'on a, par exemple dans la loi fédérale sur les marchés pu- unterstützen. blics, réservé quelques dispositions qui permettent de mainte- Es ist aber auch eine Tatsache, dass in der Schweizer Land- nir les avantages sociaux de notre pays, ce qui est bien com- wirtschaft ein grosser Schrumpfungsprozess stattgefunden préhensible. Il faut aussi dire que la législation intérieure hat, nicht wegen des Gatt, sondern weit früher, wegen der gan- suisse est allée parfois si loin (dans les secteurs touchant zen wirtschaftlichen Veränderung in diesem Lande. Dieser l'agriculture) qu'elle rend, de son fait même, les coûts de re- Schrumpfungsprozess ist aber jetzt eher «abgeflacht». vient plus élevés, les contraignant souvent à être moins Ich bin also der Meinung, dass wir an dieser Aufgabe arbeiten concurrentiels que ceux de l'étranger. Qu'il s'agisse des me- müssen. Gar kein Verständnis habe ich aber dafür, ist, dass sures sanitaires ou phytosanitaires, de protection de l'environ- man gleichzeitig auch jenen einen vollen Schutz garantiert, die nement, de protection des animaux, de droit foncier rural, über den Handel bis heute sehr gut verdient haben: den Han- d'exigences en matière de construction, nous avons toute une delsorganisationen, aber auch den vor- und nachgelagerten série de dispositions qui renchérissent nos produits et qui font Betrieben. Ich habe das schon ein-, zweimal ausgeführt. Hier que si nous modifions aujourd'hui des lois pour rendre notre beginnt meines Erachtens die Kritik. In diesem Revisionsent- dispositif compatible avec le Gatt, nous ne le rendons pas wurf des Landwirtschaftsgesetzes, Herr Bundesrat, haben Sie compétitif avec le Gatt. Il faudra, dans des phases ultérieures, einige Artikel aufgenommen, die doch recht schwammig sind. modifier d'autres dispositions légales afin de rendre notre agri- Ich möchte schon, dass Sie uns hier noch einige klare Aus- culture plus compétitive. künfte geben, wie das weitergehen soll. 30. November 1994 1123 Gatt/Uruguay-Runde
Ich stelle folgendes fest: lage keinen klaren Hinweis, dass mit dieser Politik, die jetzt 1. In der Presse wird geschrieben - man liest es auch in der schon 60 Jahre lang dauert, nun endlich gebrochen wird. Botschaft -, dass die Konsumentenpreise kaum sinken wer- Hier, Herr Bundesrat, hätte ich mir schon eine klare Meinungs- den, auf alle Fälle nicht in den ersten Jahren. äusserung von Ihnen gewünscht, damit ich mir im Hinblick auf 2. Ich stelle fest, dass die Zollerträge vollumfänglich zugun- die Gesamtabstimmung meine Meinung zu diesem Gesetz- sten der Landwirtschaft eingesetzt werden sollen. entwurf bilden kann. 3. Man sagt uns, dass die Direktzahlungen aus der allgemei- Ich habe mir überlegt, ob man diesen Gesetzentwurf zurück- nen Bundeskasse in den ersten Jahren weiter erhöht werden weisen sollte. Das wäre aber, was das ganze Gatt-Paket anbe- sollen. langt, ein falsches Signal. Wir wollen dieses Gatt-Abkommen 4. Ich schliesse aus dem gestrigen Votum von Herrn Schall- ratifizieren, ja möglichst rasch ratifizieren. Man hätte in diesem berger, dass die Gefahr besteht, dass die bäuerlichen Einkom- Fall allzuleicht die Möglichkeit zu sagen: Wegen der Rückwei- men noch weiter sinken werden. Heute morgen wurde ja des- sung muss das ganze Paket noch einmal überarbeitet werden. wegen bereits das Referendum angekündigt. Jetzt soll mir ei- Meines Erachtens fehlt es hier an einer klaren Aussage, in wel- ner hier im Saal sagen, wer dann profitiert. Es wird mehr aus- che Richtung die Bestrebungen gehen. Ich zweifle nicht am gegeben, die Einkommen sinken, jemand nimmt doch etwas guten Willen des Bundesrates, möchte ihn jedoch einladen, davon. Sind es schliesslich die Handelsorganisationen, die nicht jedes «Verbändlein» und jeden Privilegierten noch zu be- Verteilerorganisationen, die Grossverteiler? fragen, ob man ihm dieses Privileg denn auch wegnehmen Vielleicht wird unsere Kollegin Weber Monika dazu auch noch dürfe. Man muss es ihm wegnehmen, er hat allzulange Privile- das Wort ergreifen. Ich sage nicht, dass die Migros viel kas- gien gehabt. Es mag schmerzen, aber wir können dieses siert Aber man möchte doch wenigstens wissen, wer dann Gatt-Abkommen nicht verwirklichen, ohne jemandem weh zu schliesslich hier profitiert, wenn der Konsument scheinbar tun. Privilegien abbauen schmerzt immer. Je länger man je- auch nichts davon hat. Das ist eher eine ironische Frage, Herr doch wartet, um so grösser wird der Schmerz. Wir haben jetzt Bundesrat. 60 Jahre zugewartet; es ist höchste Zeit, Ordnung zu schaffen. Aber jetzt meine konkrete Frage an Sie, Herr Bundesrat: Sie Noch eine weitere Bemerkung, Herr Bundesrat: Diese «Kässe- schreiben (Art. 23b Abs. 4 LwG-Entwurf): «Der Bundesrat legt liwirtschaft», die eingeführt worden ist, scheint mir, in einer die Grundsätze für die Verteilung der Zollkontingentsmenge Zeit, wo alles von Revitalisierung, Liberalisierung und «Büro- fest.» Dazu möchte ich heute schon etwas mehr hören. Herr kratie minus» spricht, schon ein unverhältnismässiges System Bundesrat, Sie haben auf die Interpellation Delalay (94.3386) zu sein, das niemand mehr wirklich überblicken kann. Wenn geantwortet, wie es jetzt endlich beim Weisswein weitergehen man zehn, fünfzehn oder noch mehr Kassen für einzelne Ein- soll. Sie wissen, dass das eigentlich nicht unbedingt wegen fuhrbereiche hat-die Zölle f Hessen in diese Kassen, und dann des Gatt ist, sondern dass eben das Referendum gegen den wird das Geld wieder innerhalb dieses Bereiches verteilt -, Rebbaubeschluss erfolgreich lanciert und dort gefordert wor- weiss ich nicht, ob dann in diesem Staate noch jemand die den ist, es müsse endlich mit diesen «Sofaimporteuren» auf- Möglichkeit hat, zu überblicken, wer was bezahlt und wieviel gehört werden. Man hat das beim Rotwein relativ rasch ge- Geld überhaupt da ist. Es wäre doch viel gescheiter gewesen, macht, aber beim Weisswein hat man doch etwas lange ge- dieses Geld zentral einzunehmen und allgemein zugunsten wartet. der Landwirtschaft, beispielsweise für Direktzahlungen, einzu- Ich habe hier einen Artikel aus einer bekannten Wirtschaftszei- setzen. Ich weiss, Herr Bundesrat, dass solche Vorschläge auf tung vom 15. Juli. Darin hat Herr Borner ausgerechnet, dass dem Tisch waren, dass sogar der Schweizerische Bauernver- wir im Jahr weit über 100 Millionen Franken zu viel bezahlen, band für diese Vorschläge war, aber da haben wieder die Ver- weil wir solche sogenannte Kontingentsrenten bezahlen. Er bände, die Privilegierten so viel lobbyiert, dass man schwach hat hier ausgerechnet, dass beispielsweise allein bei den geworden ist Wir dürfen in diesen Bereichen nicht zu oft Rindsnierstücken den Importeuren über 30 Millionen Franken schwach werden. zu viel bezahlt wird, dass beispielsweise bei den Parmaschin- Ich wünsche Ihnen, Herr Bundesrat, viel Kraft und Mut, das ken- und Salami-Importen über 15 Millionen Franken abge- durchzustehen, und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie auf die schöpft werden. Wenn man bedenkt, dass das auf etwa 30 konkrete Frage, wie diese Zollkontingente verteilt werden, oder 40 Importeure verteilt wird, die diese Kontingente besit- auch ganz klar im Sinne des Aufbrechens der Privilegien Ant- zen, gibt das immerhin ein Einkommen von zwischen 200 000 wort geben würden. und 300 000 Franken jährlich - praktisch ohne Arbeit. Dieses System existiert jetzt seit 60 Jahren, und wir wissen seit Uhlmann Hans (V, TG): Ich bin für Eintreten auf alle Vorlagen, 20 Jahren, dass wir etwas ändern müssen. das habe ich gestern bereits gesagt Ich bin auch insofern be- Da möchte ich Herrn Bundesrat Delamuraz jetzt schon die ruhigt, als die grobe Linie der WAK eigentlich eingehalten wer- Frage stellen: Ist der Bundesrat bereit - und zwar sofort und den kann. Das zeigen die Anträge, die auf dem Tisch liegen. noch dieses Jahr -, diese unsinnigen Kontingentsrenten zu Ein kürzlich erschienener Artikel veranlasst mich, in diesem knacken und diesen Privilegierten nun endlich den Hahnen Saal eine Richtigstellung bezüglich der Revision des Zucker- zuzudrehen, zugunsten auch der Landwirtschaft und der Kon- beschlusses vorzunehmen. In der «Neuen Zürcher Zeitung» sumenten? Oder gilt dieses sogenannte Windhundverfahren, vom 18. November 1994 hat der Geschäftsleiter der Arbeitsge- Herr Bundesrat, nur noch für den Weisswein, weil hier Druck meinschaft Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle, Helvetas und ausgeübt worden ist, und bleibt diese Kontingentsprivilegie- Caritas, Herr Richard Gerster, unter dem Titel «Wo bleiben die rung in anderen Bereichen weiterhin erhalten? Das ist eine liberalen Kreise bei der Gattlex?» eine Breitseite auf die Bestre- Frage, die hier beantwortet werden müsste. bungen des Bundesrates und der Kommissionen abgefeuert, Ich habe mir überlegt, ob ich hierzu Anträge einreichen soll. auch nach der Einführung des Gatt-Abkommens eine produ- Das ist etwas kompliziert. Der Bundesrat sollte eigentlich freie zierende und flächendeckende Landwirtschaft aufrechterhal- Hand haben, aber wir sollten doch spüren, Herr Bundesrat, ten zu können. In diesem Artikel werden Äusserungen ge- wie Sie die Formulierung umzusetzen gedenken: «Der Bun- macht und Behauptungen aufgestellt, die dringend einer Rich- desrat legt die Grundsätze für die Verteilung der Zollkontin- tigstellung bedürfen. Herr Gerster ist offenbar der Auffassung, gentsmenge fest. » Das sollte ganz klar in allen Bereichen nach dass der Beschlussentwurf, wonach im Rahmen der Gatt- klaren Wettbewerbsprinzipien erfolgen. Es darf nicht sein, bedingten Anpassungen des Zuckerbeschlusses die bishe- dass in diesem Staat im Jahre 1994, wo alle von Revitalisie- rige Anbaubeschränkung fallen soll, eine Beeinträchtigung rung, von Liberalisierung sprechen, Leute Geld verdienen, der Zuckerproduzenten in den Entwicklungsländern darstelle. ohne zu arbeiten. Und dies im Agrobusiness - man muss sich Dass er damit vollkommen danebenliegt, beweisen die folgen- das einmal vorstellen -, in einem Bereich, wo dieses Geld den Zahlen: In den Jahren 1991 und 1992 sind in der Schweiz doch weit sinnvoller eingesetzt werden könnte, eben zugun- 282 523 beziehungsweise 285 693 Tonnen Zucker verbraucht sten der bäuerlichen Betriebe. worden. Davon stammen in beiden Jahren 56 Prozent aus Silvio Bornerrechnetaus, dass das jährlich über 100 Millionen dem Import und nur 44 Prozent aus der Inlandproduktion. Der Franken ausmacht. Ich finde in dieser ganzen Gesetzesvor- Importzucker kam zu 96,7 Prozent beziehungsweise 97,6 Pro- Gatt/Cycle d'Uruguay 1124 30 novembre 1994
zent aus der Europäischen Union, vor allem aus Deutschland ternen Kosten, also die Internalisierung nach dem Verursa- und Frankreich. Nur gerade 3,3 beziehungsweise 2,4 Prozent cherprinzip, ein unverzichtbarer Zwillingsbruder jeder agrar- sind aus sogenannten Entwicklungsländern eingeführt wor- politischen Liberalisierung ist In diesem Bereich hat unsere den. Ausweichen Ländern Zucker importiert wird, bestimmen Landwirtschaft noch einige Bedenken, dass die Spiesse wohl weder die Bauern noch die Bundesverwaltung in Bern, son- auf dem Markt gleich lang sind, dass aber in preispolitischer dern einzig und allein die Zuckerimporteure. Wenn daran aus Hinsicht die «ökologischen» Spiesse schliesslich nicht gleich entwicklungspolitischer Sicht Kritik geübt wird, dann schiesst lang sind. Es wäre gut, wenn Herr Bundesrat Delamuraz dies- Herr Gerster mit seiner Kritik am Bundesrat und an der Kom- bezüglich einige Absichtserklärungen darüber abgeben mission auf die falsche Scheibe, und Schüsse auf die falsche könnte, wie man das in Zukunft anpacken möchte. Scheibe, das sollte auch Herr Gerster wissen, sind von vorn- Ebenso ungelöst ist die Frage - auch Herr Piller hat dies ange- herein Nuller. sprochen - des in Artikel 23b LwG-Entwurf verankerten Prin- Es ist auch reichlich naiv zu glauben, dass in der Zeit der Libe- zips: «Wer geschützt wird, importiert nicht.» ralisierung der internationalen Handelsströme Vorschriften Der Bundesrat hat zwar in der Kommission versprochen, die- über die Herkunft einer Ware durchgesetzt werden können. sen Fragenkomplex im Rahmen der internen Agrarreform wie- Dass Herr Gerster die Inlandproduktion und den Selbstversor- deraufzunehmen und im Sinne einer Liberalisierung auch die gungsgrad mit dem Begriff Protektionismus gleichsetzt, ist ein Produzenten soweit als möglich am Einfuhrgeschäft teilneh- weiteres Kennzeichen für seine mangelnden agrarpolitischen men zu lassen, dies um so mehr, als es für Produzenten mittels Kenntnisse. Völlig unhaltbar ist dabei seine Äusserung, dass rechtlich unabhängiger, aber faktisch kontrollierter Firmen re- mit der Gattlex unser Agrarschutz noch ausgebaut werde. Das lativ leicht und auf legale Art möglich ist, zu importieren und für stimmt ganz einfach nicht! Es ist unverständlich, dass ein Ge- Importeure zu produzieren, ohne die Importrechte zu verlie- schäftsleiter von international tätigen christlichen Hilfswerken ren. Das hat der Bundesrat auch zugegeben. gegen eine Massnahme Sturm läuft, mit der im Moment einer Der Bundesrat hat in einem Bericht an die Kommission auch bedrängten Volksgruppe im Inland Unterstützung gewährt zugestanden, dass die heutige Situation unbefriedigend ist. werden soll. Wie das mit der christlichen Ethik in Einklang ge- Allein wegen der Tatsache, dass man die Gatt-Vorlagen jetzt bracht werden kann, ist mir schleierhaft nicht auch noch mit diesem Problem belasten soll, kann ich Man könnte noch verschiedene Gründe anführen, warum mich mit dem bundesrätlichen Versprechen einverstanden er- schliesslich der Zuckerbeschluss in diesem Punkt geändert klären. Ich wäre froh, wenn Herr Bundesrat Delamuraz diese werden sollte. Es geht lediglich darum, dass günstiger im In- Versprechen heute noch einmal erläutern würde und uns, viel- land produziert werden kann, denn eine Auslastung unserer leicht auch im Sinne der Ausführungen von Herrn Piller, etwas beiden Zuckerfabriken sichert auch Arbeitsplätze. Die Ausla- Klarheit darüber verschaffen würde, wie der Bundesrat in Zu- stung dieser Fabriken ist nur dann gewährleistet, wenn die Fix- kunft dieses Prinzip, «Wer importiert, darf nicht geschützt wer- kosten auf mehr verarbeitetes Rohmaterial verteilt werden den», oder umgekehrt, «Wer geschützt ist, importiert nicht», in können. Es ist zu hoffen, dass die kirchlichen Hilfswerke diese Zukunft auslegen will. Die Formulierung «in der Regel», wie sie Haltung ihres Geschäftsleiters nicht übernehmen und sich da- in Artikel 23b Absatz 5 aufgenommen wurde, ist ebenfalls sehr von in aller Form distanzieren. Ich will keinen Graben öffnen, stark interpretationsbedürftig. Es wäre wichtig, zu wissen, wie aber ich bitte auch die Leute der Entwicklungsorganisationen, man das in der Praxis handhaben wird. in Zukunft mit Fakten zu operieren, die richtig sind. Weber Monika (U, ZH): Ich habe gestern gesagt, dass das Büttiker Rolf (R, SO): Ich möchte mich nur zum Landwirt- Gatt ein Schlüssel zur schrittweisen Beseitigung von Handels- schaftsgesetz äussern. hemmnissen sei, und dieses Prinzip wurde nun in der achten Die internationale Agrarpolitik zeigt in besonders eindrückli- Verhandlungsrunde das erste Mal auf die landwirtschaftlichen cher Weise, wohin eine Weltwirtschaft ohne Marktwirtschaft Handelshemmnisse bzw. Protektionismen angewandt. Nun führt Die heutigen Probleme der internationalen Agrarmärkte könnte man denken, dass dieses Prinzip durchwegs zu Lasten sind nicht wegen des Freihandels entstanden, sondern eben der Landwirtschaft geht, und hier möchte ich eine gewisse wegen der konsequenten Missachtung seiner Spielregeln. Korrektur anbringen bzw. Sie darüber aufklären, wie der Ab- Die Landwirtschaft ist und bleibt ein unverzichtbarer Teil unse- bau der Zölle vorgenommen wird. rer Volkswirtschaft und Gesellschaft Das kann jedoch nicht Im Bereich Landwirtschaft müssen die Zölle in den nächsten davon ablenken, dass die Landwirtschaft unabhängig vom sechs Jahren um 36 Prozent und die interne Stützung um äusseren Liberalisierungsdruck durch das Gatt einem Anpas- 20 Prozent abgebaut werden. sungszwang in Richtung mehr Marktwirtschaft ausgesetzt ist Nun ist es so, dass erstens für den Abbau der Zölle vorgesorgt Wir wissen es und sind uns darin einig: Der bisherige Weg zur worden ist, indem man die Generaltarife genügend hoch an- Aufbesserung des Einkommens der inländischen Landwirte gesetzt hat, so dass nach wie vor ein guter Schutz für die Land- mittels kostenorientierter Preise lässt sich deshalb nicht mehr wirtschaft besteht Der Schutz geht in Extremfällen sogar bis weiter beschreiten. Das ruft nach produktionsunabhängigen zu gewissen Absurditäten, so muss man sagen. Ich weise Sie staatlichen Einkommenszuschüssen zur Abgeltung von allge- darauf hin, dass in diesem Sinne die Konsumenten bezahlen. meinen, gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirt- Ich möchte Ihnen ein Extrembeispiel vorführen, ich nehme schaft Damit kommt nun ein erstes Problem auf unsere Bau- den Sektor der Schnittblumen: Wenn die Kontingente ausge- ern zu. schöpft sind, überschreiten wir eine Limite, so dass de facto Die Bauern wissen, dass gegenwärtig in unserer Politik das ein Importverbot besteht. Beispiel Nelken: Bis anhin lagen die Motto gilt: «Wir versprechen unseren Hoffnungen gemäss, Zollbelastungen bei 25 Franken pro 100 Kilo, sie liegen neu und wir halten Versprechen unseren Befürchtungen gemäss.» bei 1708 Franken pro 100 Kilo, d. h., die Zollbelastung beträgt Da die Landwirtschaft von Hoffnungen allein nicht leben kann, nun das Achtzigfache. Oder wenn Sie bei den Rosen schauen: bin ich ganz klar für die gesetzliche Verankerung des Umlage- Die bisherige Zollbelastung betrug Fr. 12.50, neu beträgt sie rungsprinzips, wie das die WAK beantragt Das ist die Mindest- 4970 Franken pro 100 Kilo. Das ist ein Extrembeispiel. limite, die wir unseren Bauern in diesem Zusammenhang zu- Ich möchte darauf hinweisen, dass wahrscheinlich in der An- gestehen müssen. wendung noch einige Korrekturen vorgenommen werden Ich komme zu einem zweiten Problemkreis und möchte, Herr müssen. In der Praxis lässt sich das unmöglich so handhaben. Bundesrat, in diesem Zusammenhang noch einige Garantien Aber ich möchte Ihnen damit auch zeigen, dass die Landwirt- von Ihnen erhalten. Das Problem des Freihandels und der schaft durch die Ansetzung der Generaltarife und der Kontin- Ökologie ist bereits angesprochen worden. Es gibt nun viele gente nicht in eine schlechte Situation geraten ist, sondern Bauern, die wissen, dass mehr Markt eingeführt wird, dass dass sich diese Situation eher zu Lasten des Konsumenten mehr marktwirtschaftliche Prinzipien angewendet werden. Sie auswirkt befürchten natürlich, dass unter dem ökologischen Gesichts- Zweitens ist es bei der internen Stützung im Grunde genom- punkt die Spiesse im internationalen Vergleich nicht gleich men dasselbe. Unsere Kommission hat beschlossen, dass lang sind. Wir wissen aber auch, dass die Zurechnung der ex- der Stützungsabbau um 20 Prozent durch die Direktzahlun- 30. November 1994 1125 Gatt/Uruguay-Runde
gen direkt aufgefangen werden soll. Auch hier haben wir also gegenüber Behörden und Mitbürgern zu schaffen. Er darf zugunsten der Landwirtschaft einiges getan, und das heisst, seine Mitglieder nicht enttäuschen, von den Behörden nicht jemand muss das auch bezahlen. Ich habe gestern darauf hin- enttäuscht werden. Die Aufgabe des Schweizerischen Bau- gewiesen, dass die Probleme der Landwirtschaft auch da wä- ernverbandes ist nicht einfach. Erträgt Verantwortung, Verant- ren, wenn wir nicht in einer Gatt-Diskussion stecken würden. wortung gegenüber seinen Mitgliedern, den Behörden, den Ich habe darauf hingewiesen, dass das Gatt oder die WTO Wirtschaftspartnern. Die Resolution der Delegierten des nicht dafür da sind, um innenpolitische Probleme zu lösen. Schweizerischen Bauernverbandes ist Ihnen zugestellt wor- Dafür sind diese Instrumente gar nicht geschaffen. Ich denke, den. Ich meine, sie zeuge von Verantwortungsgefühl gegen- dass die Entwicklung der Landwirtschaft und die Lösung der über den wichtigsten Wirtschaftspartnern, die vom Gatt ab- Probleme in den nächsten Jahren eindeutig von zwei Faktoren hängig sind. Diese wünschen, dass kein Referendum zu- abhängen: von der Flexibilität der Landwirtschaft selber und stande kommt Der Schweizerische Bauernverband hofft, von den Bundesfinanzen. Das sind die Punkte, an denen wir dass er nicht zur Unterstützung des Referendums gezwungen «kauen», wenn man so sagen will. wird. Bauern sind immer, von wenigen Ausnahmen abgese- Ich möchte noch auf einen weiteren Punkt hinweisen, nämlich hen, verlässliche Partner, die aber sensibel reagieren, wenn auf die Nahrungsmittelindustrie, die indirekt oder fast direkt die Verlässlichkeit nicht auf Gegenseitigkeit beruht mit der Landwirtschaft verbunden ist. Hier zeigen sich echte Gehen wir an die Detailarbeit, und vergessen wir gegenseitig Probleme, und in der Botschaft des Bundesrates steht auch und allseitig diese drei grossen «V» nicht: Vertrauen, Verant- klar geschrieben, dass das Exportgeschäft der Nahrungsmit- wortung und Verlässlichkeit. telindustrie durch die Situation, die wir nun haben, arg behin- dert wird: durch den Schutz der Landwirtschaft an der Grenze, durch die hohen Zölle usw. Darauf muss sicher hingewiesen Martin Jacques (R, VD): Je suis très heureux du vote unanime werden. Es ist so, dass die Rohstoffpreise in der Schweiz recht qui a conclu un excellent débat d'entrée en matière. Je ne te- hoch sind und dass bei einem Export heute Exportrückerstat- nais pas à intervenir hier dans une discussion très générale, tung gewährt wird. Die Exportrückerstattung, die quasi eine très positive qui analysait le projet présenté par le Conseil fé- Exportsubvention ist, die auch wir betreiben, muss um 36 Pro- déral, un projet qui donne à notre pays, orienté depuis tou- zent abgebaut werden. Dazu kommt, dass wir nicht in der EU jours vers l'extérieur et vers l'exportation, la possibilité d'espé- sind, und wenn wir ein Exportgeschäft im Nahrungsmittelbe- rer garder un très bon niveau de développement reich aufbauen möchten, stossen wir auch an die Grenzen un- Ces accords négociés avec détermination, très bien suivis par serer Nachbarländer, bei denen die Tarife ebenfalls hoch an- notre gouvernement, favorisent notre économie en général. gesetzt wurden. Ich möchte nicht klagen, aber ich möchte dar- Les quelques restrictions évoquées dans le débat d'entrée en auf hinweisen: Wenn wir im Bereich Nahrungsmittelindustrie matière concernent pour l'essentiel le volet agricole. Le in der Schweiz Rohstoffpreise hätten, die akzeptabel bzw. monde paysan s'inquiète de cette ouverture de nos frontières wettbewerbsfähig wären, könnten wir wahrscheinlich noch ei- et de l'approche obligatoire et inéluctable d'une politique des nige tausend Arbeitsplätze schaffen. prix du marché, politique qui, compte tenu des conditions na- Ich möchte mich kurz halten und darauf hinweisen, dass ich turelles de notre pays, les pénalise. für Eintreten bin. Ich bin im Grundsatz mit der Linie des Bun- Il est dès lors impératif de donner à l'agriculture des garanties desrates einverstanden, teile die Meinung von Herrn Piller be- financières pour l'avenir, ceci pour deux raisons essentielles: züglich der «Kässeliwirtschaft» und werde mich bei einigen la première, permettre la vie et la survie décente du monde Anträgen noch einmal melden, insbesondere was den Zucker- paysan, indispensable à l'équilibre général de notre pays; la beschluss betrifft. deuxième, éviter que ces accords favorables pour l'ensemble Ich möchte noch zur Frage von Herrn Piller sagen: Ich werde de notre économie soient combattus par un référendum. Ihnen gerne einmal zeigen, wie sich eine Preisbildung von un- Le Département fédéral de l'économie publique, par l'intermé- ten ergibt, aber darauf hinweisen, dass Sie sich vielleicht vor- diaire du 7e rapport sur l'agriculture, a déjà introduit une orien- her noch bei den Lobbyverbänden, bei der Agrarlobby, erkun- tation et une série de mesures qui s'inscrivent dans la perspec- digen sollten; sie haben auch noch etwas zu dieser Preisbil- tive du Gatt. C'est heureux, car d'ores et déjà les agriculteurs dung zu sagen! ont modifié rapidement, plus rapidement que je ne l'imaginais, leur politique de culture et de gestion. Schallberger Peter-Josef (C, NW): «Der Teufel steckt im De- Mais, Monsieur le Conseiller fédéral, il importe de préciser que tail» ist ein geflügeltes Wort. Für die Anschlussgesetzgebung les paiements directs généralisés en place ne sont pas suffi- an die Bundesbeschlüsse zu den Gatt/WTO-Übereinkommen, sants à eux seuls pour atténuer le choc de l'entrée en vigueur die wir soeben gefasst haben, möchte ich diese Redewen- du Gatt. La volonté du Conseil fédéral de séparer nettement dung ändern: «Vertrauensbildung steckt im Detail.» Gestern les modifications légales découlant de l'adhésion des mesu- stellte ein Ratsmitglied im Zusammenhang mit Landwirt- res complémentaires nécessaires qu'il dit envisager est com- schaftsproblemen eine «Beerdigungsstimmung» fest und hielt préhensible. Elle ne suffira cependant pas à convaincre les mi- sie gleich auch für unbegründet Ist die ernste Stimmung unter lieux agricoles que le gouvernement ne se sera pas contenté den Bauern wirklich unbegründet? de présenter simplement l'agriculture comme monnaie Letzte Woche wurde mir das «Landwirtschaftspapier» einer d'échange aux avantages généraux attendus du Gatt pour zwar kleinen, finanziell aber äusserst solid abgesicherten Par- l'ensemble de l'économie. tei zugespielt. Da lese ich den Satz: «An einer Landwirtschaft in Cette politique et les textes qui la concrètent doivent être amé- der Schweiz besteht ein öffentliches Interesse nur so weit, als liorés quand on sait que le financement des paiements directs diese zur Erhaltung der Umwelt und der Kulturlandschaft bei- généralisés n'est pas suffisant, ni dans son ampleur ni dans trägt.» Da kam mir gleich der kleine Hansli in den Sinn, der ses garanties. überzeugt ist, dass es doch keine Kühe brauche, weil man die Les dispositions transitoires admises par la commission don- Milch ja in der Migros kaufen könne. nent une garantie qui va déjà dans ce sens. En ce qui Verlautbarungen solcher Art gefährden das Vertrauen. Ver- concerne l'arrêté fédéral sur l'économie sucrière indigène, j'in- trauensbildung ist in der heutigen Situation jedoch bitter not- siste sur la suppression de la quantité contractuelle des wendig. Ich rufe Sie auf, bei der notwendigen Revision von Ge- 850 000 tonnes, maintenue par le Conseil fédéral et que notre setzen Vertrauen zu schaffen. Ich rufe aber auch den Bundes- commission propose de biffer, ce que je soutiens absolument rat auf, bei der angekündigten Revision einer grossen Zahl von II s'agit d'un moyen simple de compenser une baisse de prix Verordnungen, die nicht in die Kompetenz des Parlamentes inéluctable par une augmentation des volumes à traiter. Ce fallen, Vertrauen zu schaffen. Ich hoffe, dass später, bei der sera un geste en chiffres et immédiat à l'égard de l'agriculture Anwendung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen, que je vous recommande de soutenir. das Vertrauen nicht wieder aufs Spiel gesetzt wird. Il faut donner en outre à l'agriculture les moyens de s'adapter Der Schweizerische Bauernverband seinerseits hat die äus- aux conditions du marché, conditions nouvelles pour elle. Il serst schwierige Aufgabe, bei seinen Mitgliedern Vertrauen faut dès lors assurer dans les meilleurs délais une base légale Gatt/Cycle d'Uruguay 1126 30 novembre 1994
à la protection des produits agricoles par l'introduction des Importmöglichkeiten in der alten Form weiterzuführen, also re- AOPetdesIGP. lativ streng, sondern wir müssen durchführen, was das Gatt Il est dommage, en outre, que le programme d'action «Regio will, das ist klar. Aber wir müssen uns auch dessen bewusst plus», étudié actuellement par l'administration fédérale, ne sein - diese Bemerkung bezieht sich auf Herrn Piller und puisse être discuté simultanément aux Accords du Gatt Ce Frau Weber -, dass die Ansetzung der entsprechenden programme temporaire sur dix ans devrait permettre une re- Preise bei den Kontingenten respektive ausserhalb der Zoll- structuration moins brutale en soutenant les efforts de diversi- kontingente hoch sein und wirklich im Moment noch einen fication du milieu rural: mise en valeur des spécialités, déve- Abschottungscharakter haben muss. Sie werden abgebaut loppement du tourisme rural, commercialisation des produits. Aber wenn Sie einfach a priori davon ausgehen, die ge- Vous l'avez déjà dit, Monsieur le Conseiller fédéral, en conclu- samten landwirtschaftlichen Produkte in der Schweiz seien sion du débat d'entrée en matière, mais il me semble utile de le zu teuer, man solle sie deshalb a priori importieren können, répéter: au-delà des mesures concrètes et des textes propo- dann versetzen Sie der Landwirtschaft in dieser Hinsicht zwar sés, il est essentiel que le gouvernement s'engage à appliquer nicht gerade den Todesstoss, aber es würde ihr schlechter rapidement et drastiquement si nécessaire la tarification à la gehen, als es ihr heute geht Der schweizerische Markt ist ins- frontière et, pour l'économie vinicole, une approche souple de gesamt und im landwirtschaftlichen Bereich besonders eng l'ouverture à l'importation. und wenig tief. Wenn Sie dort ein austariertes Gleichgewicht Ne sous-estimons pas les craintes fondées que soulève dans von Angebot und Nachfrage haben, geht es einigermassen. les populations rurales et de montagne la perspective de l'ad- Wenn Sie aber etwas zu viel Angebot haben - diese Erfah- hésion au Gatt Un référendum est malgré tout possible si le rung machen wir immer wieder -, leidet der Markt unendlich Parlement et le Conseil fédéral ne donnent pas les signes darunter. Darum bin ich dankbar, dass man diese Regeln mit concrets, d'une part, en votant avec les quelques modifica- Mass angewendet hat tions proposées le paquet Gattlex et, d'autre part, en présen- Zur Importkontingentierung insgesamt: Ich glaube nicht, dass tant dans les meilleurs délais des mesures d'accompagne- die Frage der Importkontingentsregeln Gegenstand der heuti- ment indispensables pour permettre à l'agriculture d'affronter gen Gesetzgebung ist In Artikel 23b LwG-Entwurf heisst es, les nouvelles conditions qui vont être les siennes. der Bundesrat lege die Grundsätze fest Das Gatt verlangt von uns einen Abbau der Importrestriktionen. Es sagt aber kein Schmid Carlo (C, AI): Als Vertreter eines Berg- und Landwirt- Wort darüber, wie man diese Importrestriktionen handhaben schaftskantons habe ich bestimmte Bedenken bei dieser Vor- soll. Wenn der Bundesrat vor einem Jahr oder anderthalb Jah- lage über die Landwirtschaft, aber ich werde ihr aus gesamt- ren in Zusammenarbeit mit den grossen Parteien festgelegt wirtschaftlichen Rücksichten selbstverständlich zustimmen. hat, im Moment nur das für das Gatt Notwendige und alles an- Ich glaube, diese Bedenken sind gestern aus berufenerem dere später zu tun, damit wir nicht mit allem zusammen vors Munde, aus fachlich qualifizierterem Munde, verschiedentlich Volk müssen, dann ist er darin zu unterstützen. Ich glaube, die sehr gut dargestellt worden, ich kann darauf verweisen. Es ist ganze Kontingentsgeschichte kann später einmal behandelt zur Kenntnis zu nehmen, dass die Landwirtschaft in dieser werden. ganzen Übung, mindestens in den strukturschwachen Berei- Immerhin, weil ich als Präsident der Butyra direkt angespro- chen, ihre Mühe haben wird. Wir werden uns darauf einstellen chen bin, möchte ich noch kurz darauf eingehen. Importkon- müssen, wie wir diese Landwirtschaft erhalten können. Denn, tingente sind auf verschiedene Art und Weise denkbar. Die Bu- ich möchte es ganz deutlich sagen, ich halte die Landwirt- tyra ist eine halbstaatliche «Veranstaltung» mit einem Import- schaft für erhaltenswert monopol im Bereich der Butter. Nur, um Ihnen zu zeigen, dass Die Landwirtschaft ist aus meiner Sicht nicht nur ein x-beliebi- auch diese landwirtschaftlichen Kreise, Frau Weber Monika, ger Wirtschaftszweig, der unter dem Gesichtspunkt der markt- nicht unbelehrbar sind, folgendes: Bereits vor Zeiten haben wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit zu betrachten ist, son- wir in dieser Angelegenheit ein Papier erstellt; dieses liegt dern Landwirtschaft ist und bleibt - obwohl das in den Ober- beim Bundesamt, und das Bundesamt hat darauf aufbauend zielen ab dem 7. Landwirtschaftsbericht etwas zurückgestuft auch schon entsprechende Arbeiten getätigt Die Butyra als worden ist - auch die Grundlage für die staatliche Souveräni- solche darf durchaus in Frage gestellt werden. Man kann ihre tät Es gibt in der Geschichte der Menschheit keinen Flächen- Aufgabe in zwei Bereiche trennen: in den Bereich Kommerz staat, der es über Generationen fertiggebracht hätte, selbstän- und in den Bereich Aufsicht Was den Kommerz betrifft - das dig und souverän zu bleiben, wenn er nicht eine eigene Nah- haben wir schon lange gesagt -, geben wir diesen ab; den rungsmittelgrundlage, eine eigene Bauernschaft gehabt hat kann betreiben, wer will. Es sind Private mindestens so gut ge- Daher bin ich der Auffassung, wir sollten zu dieser Landwirt- eignet, Importveranstaltungen zu machen, wie eine halbstaat- schaft Sorge tragen. liche, wie eine staatliche Organisation. Hingegen sind wir der Sie hat interne Probleme, sie hat externe Probleme; diese Pro- Auffassung, dass die Frage der Aufsicht anders zu lösen ist bleme sind bekannt Ich begrüsse die Politik, die das Eidge- Und hier muss man deutlich sagen: So lange es in der nössische Volkswirtschaftsdepartement und der Bundesrat in Schweiz hergestellte Butter gibt, wird es vermutlich Subventio- dieser ganzen Frage angestrengt und installiert haben. Ich nen für die Butter geben. Da wäre ich der Auffassung, es wäre möchte an dieser Stelle namentlich auch dem Bundesamt für falsch, wenn man die Aufsicht darüber auch noch privatisieren Landwirtschaft mein Kompliment für die ausserordentlich würde. grosse Leistung machen, welche es in diesen letzten Monaten Ich sehe nicht, wie Herr Hasen oder Herr Kollege Kühne, sei es in hervorragender Weise erbracht hat: Neben dem Courant als Migros-Chef oder als Chef des Zentralverbandes schwei- normal, der nicht einfach war, nahm es eine generalstabsmäs- zerischer Milchproduzenten, die Subventionen beziehen und sig vorbereitete Überprüfung der gesamten Landwirtschafts- als Verantwortliche gerade auch noch selbst die Beaufsichti- politik in den Bereichen allgemeine Landwirtschaftspolitik, gung übernehmen sollten. Da braucht es jemanden, der die- Pflanzenbau, Milchwirtschaft und Fleischwirtschaft vor und sen Geldfluss beobachtet, und ich glaube, das wäre richtig, unterbreitete entsprechende kohärente Anträge. Über diese wenn man das beim Bund belässt, sei es in Form einer Anträge kann man im Detail verschiedener Auffassung sein, «Rumpf-Butyra», sei es in einer anderen Form, beim Bund an- aber die Leistung als solche ist anzuerkennen, und das gehängt Soviel nur, um zu sagen, dass auf der landwirtschaft- möchte ich ausdrücklich tun. lichen Seite nicht einfach Unbelehrbarkeit vorherrscht Wir ge- Ich habe gesagt, Landwirtschaft ist Sicherstellung der Lei- ben uns durchaus Rechenschaft darüber, dass Strukturen ver- stungsbereitschaft für die Nahrungsmittelproduktion für ändert werden müssen. Zeiten gestörter Zufuhr. Das heisst natürlich auch - damit Eines will ich Ihnen aber sagen: Dieses durchgehende System komme ich zu einem speziellen Problem -, dass man auch in des freien Marktes, wie Herr Piller das verlangt hat, auch im der ganzen Frage des Gatt, der «Importveranstaltungen», Bereich der Kontingente, ist als Postulat ordnungspolitisch si- nicht über das Ziel hinausschiessen soll. Ich glaube zwar cher hervorragend, aber ich möchte Sie darauf aufmerksam nicht, dass man mit dem Gatt jetzt über das Ziel hinaus- machen, dass man in diesem Bereich immer auch die Tatsa- schiesst Ich glaube aber auch nicht, dass es richtig wäre, die chen betrachten soll. 30. November 1994 1127 Gatt/Uruguay-Runde
Die Kartellkommission hat vor ungefähr zehn Jahren den Es geht nicht an, dass man sagt, man dürfe nicht alles über schweizerischen Fleischmarkt untersucht-ich bin noch Präsi- den gleichen Leisten schlagen, man müsse darüber nachden- dent des Schweizerischen Viehhändlerverbandes, und ich ken, man müsse Lösungen suchen. Wir wissen ja schon habe eine ganz kleine Minderheit von Viehhändlern, die neben lange, dass wir in diesem Bereich Lösungen verwirklichen den Metzgern und den Grossverteilern auch noch importbe- müssen. Das ist meine Bitte. rechtigt sind; ich kenne darum die Geschichte etwas. Die Kar- tellkommission ist damals zu einer ganz eigenartigen Erkennt- nis gekommen, Herr Piller: zur Erkenntnis, dass die jetzige Im- Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Tout d'abord, une portyeranstaltung, die an eine Inlandleistung gebunden ist, an brève considération générale sur le contenu de ces différentes die Übernahmepflicht von stehengelassenem Vieh, ein besse- lois d'application des Accords du Gatt dans le domaine agri- res System bietet als z. B. die freie Versteigerung von Import- cole, puis réponse à un certain nombre de questions ou de re- kontingenten, weil mit dieser Inlandleistung eine zusätzliche marques qui ont été faites dans ce débat d'entrée en matière. marktwirtschaftliche Komponente eingeführt wird, die Sinn En premier lieu, j'aimerais dire que la réglementation prévue macht. à l'article 23 de la loi sur l'agriculture que nous vous soumet- Daher bin ich der Auffassung, dass der Bundesrat im Rahmen tons concerne l'importation de produits agricoles, permet, seiner Vollzugsaufgaben bei Artikel 23 hinsichtlich der Ausge- dans l'optique de l'application des nouveaux Accords du staltung der Grundsätze nicht einfach blindlings sagen darf: Gatt, de convertir les mesures actuelles de protection à la Wir wollen alles versteigern, oder wir wollen alles im «Wind- frontière en droits de douane par le système de la tarification. hundverfahren» machen. Es gibt Veranstaltungen, die tatsäch- J'y insiste beaucoup; je l'ai fait dans le débat d'entrée en lich nach Inlandleistung richtig verteilt werden. Welches dann matière tout à l'heure, je le répète ici: un certain nombre de die Kriterien für die Inlandleistung sind, ist eine andere Frage, lecteurs inattentifs des propositions qui sont faites actuelle- die uns hier im Moment nicht zu beschäftigen braucht. ment dans le cadre de ce message s'imaginent que nous al- Aber ich bin dagegen, wenn bei solch diffizilen Fragen -auch lons soumettre la pauvre agriculture suisse à un feu roulant wenn man nicht Interessenvertreter ist; ich bemühe als Beweis de concurrence étrangère qui va l'anéantir à bref délai, dans dafür die Kartellkommission - alles über einen Leisten ge- la mesure où toutes les frontières s'ouvrent irrésistiblement. schlagen wird. Ce n'est pas le cas. Sans doute les frontières s'ouvrent-elles, Geben Sie dem Bundesrat weiterhin die Möglichkeit, wie er sans doute aère-t-on le système, sans doute nous appro- sie nach Gesetzgebung hat, in völliger Freiheit «en connais- chons-nous du marché, mais les protections à la frontière, là sance de cause» und sachgerecht die entsprechenden où elles sont indispensables, continuent d'exister sous une Grundsätze aufzustellen, die nicht in jedem Bereich gleich forme différente de la forme actuelle, et cette forme différente, sein müssen. c'est la tarification. Daher bin ich Herrn Piller dankbar, wenn er seine etwas zwin- Sans doute ne serions-nous pas à même de procéder à cette gend vorgetragene Anregung an den Bundesrat in diesem transformation aujourd'hui, si relativement aisée, au cas où Sinne durchaus etwas paraphrasieren lässt, damit nicht in nous serions en possession des propositions d'accords de diesem Fall der Grundsatzgesetzgebung über Kontigente ein l'Uruguay Round telles qu'elles existaient au début de la négo- einziges, von ihm als richtig erachtetes System angewendet ciation ou telles qu'elles étaient arrivées, il y a trois ou quatre werden muss. ans, deux ou trois ans même, dans l'évolution de la négocia- In diesem Sinne habe ich meine Probleme darstellen wollen tion. Car au début, à Punta del Este, et à mi-course, et même und bin selbstverständlich für Eintreten und für Zustimmung aux deux tiers de la course, les propositions étaient autrement zu diesem Gesetzentwurf. plus dures, autrement moins soucieuses d'un certain environ- nement national pour nos agricultures, environnement natio- Bühler Robert: Ich mache drei Bemerkungen; die erste be- nal qu'il faut prendre en compte si l'on veut bien donner à trifft nicht die Landwirtschaft: l'agriculture - MM. Schmid Carlo et Schallberger le rappe- 1. Die Geschlossenheit des Rates bei der heutigen Abstim- laient- une valeur et une dimension qui ne sont pas celles seu- mung über die beiden Beschlussentwürfe zu den Gatt/WTO- lement d'une capacité nutritionnelle de la population, mais qui Übereinkommen war beeindruckend. Soweit ich feststellen sont celles, carrément, d'une participation à la vie culturelle konnte, gab es keine Enthaltungen. Diese Feststellung könnte d'un pays comme le nôtre - et comme les autres - et à la pro- bei einer möglichen Volksabstimmung von Bedeutung sein. tection de l'environnement, du paysage et de l'aménagement 2. Ich bin froh, dass die Kommission zur Sicherung des bäuer- du territoire. lichen Einkommens entsprechende Regelungen beantragt C'est cela qui doit être dit. Nous sommes en présence de for- Es geht um die Sicherstellung der Abgeltung für erbrachte Lei- mules qui se sont civilisées dans le cadre des accords de stungen, die nicht auf die Agrarprodukte überwälzt werden l'Uruguay Round dévolus à l'agriculture, et c'est en quoi nous können, wie Landschaftspflege, besondere Leistungen im disons que les transformations de la législation agricole que Umweltschutz, Landesversorgung und anderes mehr. Wir nous discutons maintenant sont relativement peu nombreu- oder der Zweitrat können, wenn notwendig, noch Verbesse- ses, groupées donc autour de ces articles pivots que sont les rungen vornehmen. articles 23 et 23d du projet du Conseil fédéral. Nous consta- 3. Gewisse landwirtschaftliche Kreise wollen mit dem Feuer tons que tout s'articule autour de ce pivot, et tout le reste est spielen. Sie haben das Referendum gegen die Gatt- compris sur une orbite dont nous aurons peut-être l'occasion Beschlüsse und/oder gegen die Änderung des Landwirt- de traiter lors de la discussion de détail. schaftsgesetzes angekündigt. «Alles oder nichts» hat aber bei J'aimerais insister encore, dans cette partie générale de mon Gatt keinen Platz. Ich rufe die Vertreter der Landwirtschaft in intervention, sur le fait que le Conseil fédéral a bel et bien ex- diesem Rat auf, den Pyromanen entgegenzuwirken und nicht primé, non pas dans un article de loi ou dans un préambule à noch Öl ins Feuer zu giessen. Das möchte ich auch Kollege la loi, mais dans le préambule au message 2 Gatt, son souci Schallberger sagen. Diesmal wäre der Schaden für das Anse- que l'agriculture ne soit pas livrée à elle-même, mais que la hen der Landwirtschaft grösser als der Nutzen. collectivité nationale puisse accompagner sa transformation, Ich bin für Eintreten. et la soutenir matériellement par d'autres moyens aussi que les seuls moyens dont on disposait jusqu'à maintenant Son Piller Otto (S, FR): Ich habe, Herr Schmid Carlo, klar gesagt, souci est qu'en particulier les nouveaux paiements directs tels dass ich von Herrn Bundesrat Delamuraz hören wolle, wie er que prévus aux articles 31 a et 31 b de la loi sur l'agriculture das sieht - mehr Markt, mehr Wettbewerb. Wenn Sie, Herr soient faits avec détermination et discernement à la fois pour, Schmid, das Beispiel der Kartellkommission vor zehn Jahren dans leur compatibilité avec le nouveau Gatt, développer les erwähnen: Das bestehende System ist sechzigjährig, und seit effets nécessaires aux transformations structurelles que notre Jahren wird Kritik geäussert; es gab den 6. Landwirtschaftsbe- agriculture doit connaître. richt, es gab den 7. Landwirtschaftsbericht Voilà, d'un côté la lettre de la loi dans ce noyau central des Wir möchten jetzt endlich Taten sehen! Dies fordere ich! articles 23 à 23d dans le nouveau projet, et la philosophie Gatt/Cycle d'Uruguay 1128 30 novembre 1994
d'accompagnement qui n'est pas traduite en termes législatifs Vous m'avez demandé où était notre volonté politique: elle est ni en propositions aujourd'hui, mais par laquelle le gouverne- bel et bien là Ce noyau d'articles, si vous les votez, ne seront ment exprime, à votre intention et à la compréhension publi- pas un ornement de la législation helvétique, ils seront des arti- que, selon quels actes il souhaite par ailleurs travailler. cles d'action immédiate. D'ailleurs, vous le savez bien, le sys- Le système selon lequel nous nous en tenons rigoureuse- tème de libéralisation est en route. Il l'est pour le vin rouge et ment, nous Conseil fédéral, à des transformations légales né- pour le vin blanc, il le sera sous peu pour les céréales fourragè- cessaires à l'application du Gatt, n'a connu aucune ride et au- res. Vous voyez que nous marchons à un rythme que j'allais cune exception dans toute cette législation agricole. Votre qualifier d'insoupçonné chez ceux qui sont persuadés que les commission vous proposera tout à l'heure, au titre de disposi- transformations agricoles dans ce pays exigent chaque fois un tions transitoires que le Conseil fédéral n'avait pas prévues, siècle. Cela n'est de loin pas le cas. Mais je vous le répète: une d'aller un peu au-delà de ce principe, de faire une petite en- transformation qui irait beaucoup plus en profondeur pour torse formelle à cette philosophie qui a été la marque de nos s'en prendre au système, il n'était pas le lieu de l'envisager ici. propositions. Le Conseil fédéral ne montera pas aux barrica- Il me semble que les moyens super-suprastructurels dont des pour s'opposer. Vous êtes maîtres chez vous, Mesdames nous disposons, et dont nous disposerons plus encore une et Messieurs les législateurs; si vous voulez en décider, le fois la transformation de la loi acceptée par le Parlement, nous Conseil fédéral ne s'y opposera pas. Il veut simplement vous permettent de faire de l'avance. rendre attentifs qu'il a, lui, procédé dans ses propositions M. Büttiker avait demandé en commission que les produc- d'une manière plus absolue et plus vigoureuse. teurs de denrées agricoles et leurs organismes de mise en va- La question du mode de répartition des contingents tarifaires- leur n'aient pas droit à l'attribution de contingents tarifaires, en parce que c'est autour de cela et de cette disposition centrale général, lorsqu'ils appartiennent à la catégorie de produits en que sont intervenus plusieurs orateurs, dont en particulier question. Je peux lui répondre très clairement devant le plé- M. Piller- est examinée de manière approfondie dans le cadre num de votre Conseil que la question du mode de répartition de cette poursuite de la réforme, en prenant avant tout en des contingents tarifaires, y compris la question de l'exclusion considération des critères qui nous permettent une meilleure des producteurs, est un sujet hautement controversé, et cela orientation de l'agriculture vers le marché. déjà en 1951 lorsqu'on reprend les notes de l'époque - ce qui Quant à dire que c'était dans le cadre de cette transformation fait longtemps. Gattlex que devaient intervenir des purifications du système, Ce que le Conseil fédéral vous propose, c'est de reconduire le des modernisations du système, l'abandon d'un régime que principe - après une nouvelle controverse enregistrée dans la l'on peut qualifier d'archaïque qui est celui des petites cais- procédure de consultation, vous l'avez vu vous-mêmes - se- ses - en allemand «Kässeli» -, je dis non, Monsieur Piller, lon lequel celui qui est protégé à la frontière, en général, n'im- dans la mesure où cela, précisément, le Gatt ne l'exige pas. porte pas. C'est cela, ce principe que nous vous demandons Le Gatt n'implique pas cette transformation. Si nous avions de reconduire. Mais comme cette question est de nature pure- voulu ajouter tout ce qui peut être opportun -je crois que sur ment interne, une nouvelle fois, elle n'est nullement dictée par ce point nous sommes assez d'accord, vous et moi; il n'est le Gatt et les nouvelles institutions, les nouveaux accords ne pas dit que l'unanimité de la classe paysanne et de la classe pénalisent pas du tout l'autodiscrimination - en l'occurrence, politique se fasse autour de ce principe -, nous en aurions Monsieur Büttiker, c'est évidemment de l'autodiscrimination. Il ajouté beaucoup au paquet Gatt et nous aurions dès lors sur- sera préférable de régler ce problème dans le contexte de la chargé ce paquet avec le risque de référendum à la clé. réforme de la politique agricole et je suis décidé à le faire en C'est la raison pour laquelle nous ne l'avons pas fait C'est la prenant avant tout en considération des critères qui permet- raison pour laquelle nous n'avons pas fondamentalement tent de nouveau une plus grande orientation sur le marché. revu un système qui, lui, sera revu dans le cadre de la Donc, aujourd'hui, n'alourdissons pas le paquet agricole du deuxième étape de révision de la loi sur l'agriculture, que je Gatt d'une disposition dont ce n'est pas naturellement, néces- vous ai promise - ce n'est pas une promesse de Normand - sairement et juridiquement la place ici, mais prenons l'enga- pour discussion au Conseil des Etats et au Conseil national gement que cette question ne sera pas laissée en jachère pour dès 1996, et 1996 commence, sauf erreur de ma part, le l'éternité. Elle doit être reprise d'une manière ouverte vers le 1er janvier. Je veux dire que c'est dans ce cadre-là que les marché. questions institutionnelles que vous posez pourront être fon- Vous avez posé une deuxième question dans une spécialité damentalement traitées. où vous excellez, c'est la relation production/écologie. Le Gatt En attendant et dans le cadre de l'application du Gatt tel qu'il actuel et l'Organisation mondiale du commerce (OMC) future se déclenche, sachez, Monsieur Piller, sachez Mesdames et ne permettent pas de discriminer des produits uniquement sur Messieurs les Députés aux Etats, que dans sa liste d'engage- le critère de leurs méthodes de production écologique, ment, la Suisse a notifié 28 contingents tarifaires au Gatt, pas hyperécologique ou non. La Suisse répond à cette orientation un de moins, contingents qui doivent être répartis, d'une ma- que vous appelez de vos voeux et que le Parlement a prise peu nière ou d'une autre, en fonction des modes de répartition à peu à son compte par l'article 31 b de la loi sur l'agriculture, possibles: la contre-prestation, notamment l'obligation de qui compense partiellement des différences et dont vous avez, prise en charge, la prestation fondée sur les importations, le par voie légale, réclamé qu'il soit de plus en plus doté jusqu'à système du fur et à mesure - le fameux système du lévrier que venir à un niveau comparable à la dotation de l'article 31 a qui j'ai décrit tout à l'heure avec bonheur- ainsi que le système de institue les paiements directs ordinaires, cependant que dans la vente aux enchères. le domaine international, le soutien aux efforts d'harmonisa- La proposition à l'article 23b alinéa 5 du projet, notamment, tion internationale de mesures écologiques saines ont égale- permet de recourir à toutes ces possibilités et nous donne ment pris le relais. Nous ne sommes donc liés à aucune obli- donc un système qui, sans s'en prendre aux grands principes gation, là non plus, expressis verbis qui résulterait des nou- de ce secteur, permet une souplesse d'activité et d'application veaux accords, mais la politique que nous avons conduite qui correspond absolument à ce que vous pouvez souhaiter. avec votre bénédiction, et votre accentuation devrais-je même Vous aviez d'ailleurs posé ces problèmes-il n'est pas faux de dire, va dans la direction que vous appelez de vos voeux. le dire -, dans le cadre du débat sur l'initiative des petits pay- Les consommateurs s'interrogent, Madame Weber Monika: sans, à la défense de laquelle vous aviez pris une part héroï- les consommateurs feront-ils les frais du maintien du protec- que, et il est vrai de dire que vous pouvez saluer une certaine tionnisme agricole? évolution des attitudes gouvernementales à ce propos, dans Je crois que c'est une question particulièrement opportune la mesure aussi où le Gatt a été transformé, où ce que l'on peut dans ce débat sur l'agriculture, parce que j'ai entendu parfois considérer comme compatible aujourd'hui, traité signé, ne la critique que le Conseil fédéral ne semblait en avoir que pour l'aurait pas été forcément lors du fameux Mid-term Review de l'agriculture et les producteurs agricoles, et qu'il semblait, Montréal fin 1988, et dans la mesure où nous disposons main- dans les bienfaits que devraient répandre les nouveaux ac- tenant de moyens d'ouverture dont le Conseil fédéral fait et cords du Gatt, parfois oublier un peu dans la charrette les inté- fera usage. rêts légitimes, notamment des consommateurs. 30. November 1994 1129 Gatt/Uruguay-Runde
Je dis que si l'Accord du Gatt permet de maintenir une protec- pays membres de la Communauté en bénéficieront C'est la tion à la frontière, qui est un changement et non pas une aboli- réponse que l'on peut donner à certains critiques légèrement tion, l'Accord prévoit en outre, Madame, une réduction de l'or- inquiets, mais qui me paraissent là en train d'essayer de fen- dre de 36 pour cent en moyenne des droits de douane durant dre les cheveux en quatre dans le sens de la longueur. Ils me la période de transition de 6 ans, ce qui aura certains effets po- paraissent avoir perdu en tout cas tout simplement la notion sitifs pour les consommateurs. En effet, si cela devait entraîner des ordres de grandeur qui est nécessaire à notre réflexion sur des ruptures insupportables pour les producteurs, c'est par ce thème. une autre voie que celle des prix des produits agricoles déli- Je vous remercie d'entrer en matière sur l'ensemble de ces vrés, que la collectivité, en l'occurrence la Confédération, lois. pourrait y pourvoir-de nouveau les paiements directs. Mais la traduction de ces réductions douanières sur les prix à la Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen consommation dans les grands et dans les petits magasins L'entrée en matière est décidée sans opposition est une traduction dont le consommateur sera le bénéficiaire dans les délais que je viens d'indiquer. Concrètement, la politique agricole que le Conseil fédéral conduit se traduit par une diminution du soutien via les prix La réduction du prix du lait intervenue en septembre 1993 et la #ST# 94.080-09 baisse du prix des huiles et graisses en septembre 1994, dont bénéficient les consommateurs dans la mesure où les réper- Gatt/Uruguay-Runde. cussions par les commerçants et par les grands magasins no- Gesetzesänderungen. tamment a été intégralement reportée au bénéfice du consom- Landwirtschaftsgesetz mateur, sont en l'occurrence gagnants. Je crois que quand on porte des jugements un peu mani- Gatt/Cycle d'Uruguay. chéens sur les résultats des Accords du Gatt, il faut aussi bien Modification de lois. s'éviter des formules à remporte-pièce du style «les victimes Loi sur l'agriculture des nouveaux Accords, les malheureux payants sont les pay- sans», ou bien tout aussi excessive dans sa formulation, la for- Botschaft und Gesetzentwurf vom 19. September 1994 (BBIIV950) mule selon laquelle «les consommateurs ne verront pas la Message et projet de loi du 19 septembre 1994 couleur des effets des Accords du Gatt.» Dans l'un comme (FF IV 995) dans l'autre des cas, c'estfaux, c'est excessif. Il y a du bénéfice à prendre pour l'ensemble de l'économie et pour ses agents, qu'ils soient à l'un ou à l'autre bout de la chaîne de production et de distribution. Les droits de douane, c'est votre seconde question, Madame, Detailberatung - Discussion par articles lorsque vous demandez quels sont les droits de douane effec- tifs. Je dis qu'ils ne sont pas encore effectifs. Je dis qu'ils ne Titel und Ingress, Ziff. l Einleitung sont pas encore fixés, mais que les futurs droits devront per- Antrag der Kommission mettre de maintenir cette protection appropriée à la frontière, Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates sans plus, et que la compétence de les fixer reviendra au Conseil fédéral ou, dans un certain nombre de cas bien délimi- Titre et préambule, eh. l introduction tés et par la loi et par les ordonnances, au Département fédéral Proposition de la commission de l'économie publique, lequel entendra, avant de décider, le Adhérer au projet du Conseil fédéral Département fédéral des finances. Les droits inscrits dans la liste suisse au Gatt correspondent Angenommen -Adopté grosso modo aux conditions actuelles d'importation, expri- mées sous forme de traduction en droits de douane. Une li- Simmen Rosmarie (C, SO), Berichterstatterin: Ich möchte Ih- mite absolue ne peut bien sûr pas être dépassée, et les contin- nen beliebt machen, mit den Artikeln 23ff. fortzufahren, weil gents peuvent si nécessaire être augmentés. das die Kernstücke sind, worauf sich später andere Artikel be- Monsieur Jacques Martin, quant à l'encouragement des spé- ziehen werden. cialités agricoles, je peux vous dire que la révision en cours de la loi sur la protection des marques prévoit la possibilité de Art. 23 frapper d'un label les produits agricoles qui répondent à cer- Antrag der Kommission tains critères de qualité. La consultation vient de se terminer fin Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates septembre 1994, et un nouvel article 18 de la loi sur l'agri- Proposition de la commission culture - les articles 18a et 18b pour être précis - offrira cette Adhérer au projet du Conseil fédéral protection pour les produits agricoles; en ce qui concerne le vin, une révision de l'arrêté sur la viticulture est prévue. Le Simmen Rosmarie (C, SO), Berichterstatterin: Artikel 23 be- Conseil fédéral est en plein examen actuellement des résultats steht bereits im geltenden Landwirtschaftsgesetz Er wurde de la consultation. den neuen Gegebenheiten angepasst Sämtliche Hinweise Je n'ai pas cité tous les orateurs qui sont intervenus dans ce auf Mengenbeschränkungen oder Zuschläge entfallen, dage- débat d'entrée en matière là où il n'y avait pas de question di- gen wurden die neuen Grundsätze der Zollerträge und Zollan- rectement posée et là où il y avait simplement constatation. sätze eingeführt. Artikel 23 bildet die Grundlage für die Einfuhr Mais j'ai gardé pour la bonne bouche, M. Uhlmann, parce qu'il von landwirtschaftlichen Erzeugnissen in die Schweiz. pose une question de nature assez différente de celles qui ont Absatz 1 legt fest, dass die Einfuhrzölle wie bisher erstens un- été abordées dans le cadre de l'ensemble de la discussion, ter Rücksichtnahme auf die anderen Wirtschaftszweige, zwei- puisqu'il parle du problème sucre et relations avec le tiers tens unter Rücksichtnahme auf den Absatz gleichartiger inlän- monde. discher landwirtschaftlicher Erzeugnisse und drittens nach Je lui réponds in absentia que les critiques que j'ai lues dans den Grundsätzen des Landwirtschaftsgesetzes festzusetzen certains journaux bien informés appellent de notre part la ré- seien. ponse suivante concernant le sucre, nous y reviendrons cer- Die Zuständigkeit und das Verfahren zur Festsetzung dieser tainement dans le débat de détail sur l'arrêté sucrier: je cons- neuen Zollansätze sind im Zolltarifgesetz geregelt Im Land- tate d'abord que la Suisse importe moins de 1 pour cent de wirtschaftsgesetz wird hierzu lediglich ein Querverweis aufge- sucre étranger des pays en voie de développement Je cons- nommen. tate que même en diminuant la production indigène, il ne s'en- Die statistische Einfuhrüberwachung erhält in Zukunft eine suivra pas une augmentation des importations de sucre. Les neue aussenhandelspolitische Dimension. Im Zusammen- Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Gatt/Uruguay-Runde. Gesetzesänderungen
Gatt/Cycle d'Uruguay. Modification de lois
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994 Année Anno
Band IV Volume Volume
Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale
Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 03 Séance Seduta
Geschäftsnummer 94.080 Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 30.11.1994 - 08:00 Date Data
Seite 1121-1129 Page Pagina
Ref. No 20 025 101
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