Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 94-066 KI-generiert

Francophone Parliamentarians Discuss Vote Weighting, French Language, and Cooperation

Geschäftsnummer VPB 94-066
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The International Association of French-Speaking Parliamentarians (AIPLF) held its 19th and 20th ordinary sessions, focusing on various issues including political and administrative matters, cultural affairs, and cooperation and development. Key discussions involved the weighting of votes in parliamentary assemblies, the role and promotion of the French language in international organizations, and fostering inter-university cooperation within the Francophone sphere. The Swiss delegation actively participated, proposing amendments to regulations, advocating for cultural exchange, and emphasizing the importance of election observation missions and sustainable development. The sessions also addressed specific resolutions concerning Rwanda and the ongoing need to strengthen Francophone networks in education and research.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 14 Abs. oeuvrant pour; Francophone Parliamentarians Discuss Vote Weighting, French Language, and Cooperation: Key discussions involved the weighting of votes in parliamentary assemblies, the role and promotion of the French language in international organizations, and fostering inter-university cooperation within the Francophone sphere. The Swiss delegation actively participated, proposing amendments to regulations, advocating for cultural exchange, and emphasizing the importance of election observation missions and sustainable development. The sessions also addressed specific resolutions concerning Rwanda and the ongoing need to strengthen Francophone networks in education and research.

Schlagwörter

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Parlamentswahl Politische Zusammenarbeit Internationale Organisationen nachhaltige Entwicklung Forschung und Entwicklung Verfahrenssprache

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 68 GRN

This provision is listed under 'Kategorie V' and seems to be a general classification or reference point for the report or decision, not directly applied in a specific order.

art 68 RCN

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Volltext

AIPLF. Rapport de la délégation 702 N 16 mars 1995

Aux cours des diverses conférences, la délégation suisse a été Die schweizerische Gruppe der AIPLF nahm mit Jean-Fran-

très active. Elle a déposé un mémoire et un projet de résolution çois Roth und Bernard Comby an der Zweihundertjahr-Feier

sur le thème du registre des transferts d'armes de la confé- der parlamentarischen Institutionen von Quebec teil; ausser-

rence à New Delhi. MM. Keller Anton et Reimann Maximilian dem waren dort die Büros der beiden Räte durch Paul Schmid-

ont participé aux séances sur le point supplémentaire. halter, Vizepräsident, und Thierry Béguin, Stimmenzähler, ver-

Lors de la Conférence à Canberra M. Borei François a présidé treten.

le comité de rédaction de la résolution sur le droit humanitaire 19. ordentliche Session der AIPLF in Libreville vom 28. Juni bis

que la délégation avait déposée, accompagnée d'un mé- 2. Juli 1993

moire. Die Session wurde unter der Leitung von Marcel-Eloi Cham-

A Canberra, la délégation s'est entretenue avec le sénateur brier, dem Präsidenten der Nationalversammlung von Gabun,

Evans, ministre des affaires étrangères. im internationalen Konferenzzentrum der «Cité de la démocra-

Les délégués ont participé aux séances du groupe occidental tie» abgehalten.

des «Douze Plus», aux travaux des commissions et aux réu- 1. Politik- und Verwaltungsausschuss

nions des partis politiques. Jean-François Roth schlug in bezug auf die Stimmengewich-

MmeSimmen a participé aux réunions des femmes parlemen- tung bei Abstimmungen eine Änderung am Entwurf zur Regle-

taires. En tant que présidente du Groupe de travail paritaire, mentsrevision vor. Dieser Änderungsvorschlag wurde aber

elle a présenté le projet d'un Plan d'action pour remédier aux trotz Unterstützung durch den Präsidenten der schweizeri-

déséquilibres actuels dans la participation des hommes et des schen Delegation nicht angenommen.

femmes à la vie politique. Ce groupe a été créé en avril 1993 et Ständerat Roth hielt fest, dass ein Versammlungsreglement

est composé de six hommes et six femmes représentants les immer verbesserungsfähig ist und endlos abgeändert werden

six grandes régions géopolitiques du monde. könnte. Allerdings dürfte nun im Politik- und Verwaltungsaus-

M™ Meier Josi a participé à toutes les réunions du Comité des schuss ein Stadium erreicht sein, in dem alle Revisionspunkte

droits de l'homme. Elle a été appelée à sa présidence début ausführlich besprochen sind und die verbleibenden Divergen-

1994. zen durch Abstimmung beseitigt werden müssen. Das heisst,

Remerciements: la délégation tient à exprimer sa gratitude aux dass es an der Zeit ist, die Revisionsarbeiten, welche die Ar-

ambassades de Suisse à New Delhi, Budapest, Canberra et beitsgruppen und den Ausschuss während Monaten bean-

Ottawa pour leur appui efficace. sprucht haben, zu einem Abschluss zu bringen, damit die

Kräfte des Ausschusses für künftige Projekte eingesetzt wer-

Antrag der Kommission den können.

Kenntnisnahme vom Bericht Wichtige Schritte wurden in Richtung einer echten parlamen-

Proposition de la commission tarischen Versammlung unternommen: regelmässige jährli-

Prendre acte du rapport che Sessionen und entsprechende Vorkehren für eine nor-

male Teilnahme zu niedrigeren Kosten; die Unterscheidung

Angenommen -Adopté zwischen Abstimmungen über Motionen und Resolutionen

und solchen über Stellungnahmen und Empfehlungen, die

den Delegierten aus Ländern vorbehalten sind, deren Regie-

rungen an der Gipfelkonferenz der französischsprachigen

Staats- und Regierungschefs vertreten sind.

Besondere Sorgfalt wurde auch dem Ablauf der Sessionen

der parlamentarischen Versammlung und ihrem Betrieb ge-

#ST# 94.066 widmet

Nach Auffassung der schweizerischen Delegation weist das

AIPLF. Bericht der Delegation Reglement nämlich gewisse Archaismen auf. Dazu gehört

AIPLF. Rapport de la délégation zweifellos nicht zuletzt die Frage der Delegationsbestände

und der Abstimmungsweise. Die Formel «Ein Land - eine

Beschluss des Ständerates vom 27. September 1994 Stimme» mag einfach sein, ist aber überholt

Décision du Conseil des Etats du 27 septembre 1994 2. Kulturausschuss

Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art 68 RCN Anlässlich des Besuches im Genfer Uno-Sitz hatte Bernard

Comby sich vertieft mit der Stellung des Französischen in in-

ternationalen Organisationen auseinandergesetzt und einen

entsprechenden Bericht verfasst Er brachte konkrete Vor-

schläge vor und wünschte sich, dass die Frankophonie nicht

Comby Bernard (R, VS) unterbreitet im Namen der Delegation nur ein Kind des Zufalls oder ein Nebeneinander verwurzelter

bei der Internationalen Versammlung der Parlamentarier und Kulturen sei. «Es geht darum», so Comby, «das Recht auf An-

Parlamentarierinnen französischer Sprache (AIPLF) den fol- derssein innerhalb einer zusammengehörigen Familie gel-

genden schriftlichen Bericht: tend zu machen. Es geht darum, mittel- und langfristig eine

gemeinsame Politik zu realisieren, die auf Mut und Anerken-

Die Delegation setzt sich zurzeit aus folgenden Mitgliedern zu- nung baut: Mut, gegen das anzukämpfen, was trennt und ent-

sammen: Nationalrat Bernard Comby, Präsident für 1993 und zweit, um so den Weg zu ebnen für die Solidarität und die An-

1994; Ständerat Edouard Delalay, Vizepräsident; den Natio- erkennung dessen, was Grundlage für gemeinsame Mass-

nalräten Michel Béguelin (anstelle von Pierre Aguet), Roland nahmen bilden kann, beispielsweise die starke kulturelle Iden-

Ostermann (anstelle von Irène Gardiol, die Laurent Rebeaud tität, die Beziehungen zwischen Kultur und Bildung, zwischen

nachgefolgt war), André Perey und den Ständeräten Hubert Kultur und Demokratie.»

Reymond, Jean-François Roth (Präsident 1991 und 1992). Zu fordern ist die Achtung der französisch-englischen Zwei-

Stellvertreter sind die National rate Dominique Ducret und Wal- sprachigkeit gemäss geltender Regelung, und es gilt, eine of-

ter Schmied sowie Ständerat Thierry Béguin. fene und kooperative Haltung gegenüber den anderen Spra-

1992 hielt die Versammlung keine Session ab, sondern tagte chen zu pflegen. Die ACCT (Organisation für kulturelle und

lediglich in Ausschüssen, um die 19. Session in Libreville vor- technische Zusammenarbeit) spielt bei der Erhaltung und För-

zubereiten. derung des Französischen eine unerlässliche Rolle und trägt

Der Ausschuss für Zusammenarbeit und Entwicklung tagte zweifellos zur Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den

am 23. und 24. Januar 1992 in Bern, um einen Entwurf zu einer Ländern französischer Sprache bei. Die Regierungen der Län-

«Charta über nachhaltige Entwicklung» auszuarbeiten, an der, die das Französische als gemeinsamen Nenner haben,

dem sich Laurent Rebeaud massgeblich beteiligt hafte. Irène müssen tatkräftig auf die Erhaltung und Verstärkung der Prä-

Gardiol vertrat die AIPLF zusammen mit fünf Parlamentsmit- senz internationaler Organisationen im französischsprachi-

gliedern anderer Länder am Erdgipfel in Rio. gen Raum hinwirken.

16. März 1995 N 703 AIPLF. Bericht der Delegation

Der Botschafter in Senegal mass Genf in bezug auf die Erhal- Nach Annahme des neuen Réglementes wurde das Büro auf

tung des Französischen in internationalen Organisationen 18 Mitglieder erweitert Die Schweiz ist darin mit Jean-Fran-

grosse Bedeutung bei. Abschliessend sagte Bernard Comby, çois Roth als neuem Mitglied vertreten.

dass die Erhaltung des Französischen nicht einer Selbstab- Versammlung der Region Europa der AIPLF vom 7. bis 10. Sep-

kapselung, sondern einer Öffnung für einen ständigen Dialog tember 1993 in Bern

mit anderen Kulturen gleichkomme. Die von den Parlamentsdiensten organisiertes. Versammlung

3. Ausschuss für parlamentarische Fragen der Region Europa fand im Parlamentsgebäude statt. Der Er-

In diesem Ausschuss, dem André Perey angehört, kamen fol- öffnungsfeier im Ständeratssaal wohnten 45 Parlamentarier

gende Themen zur Sprache: und Parlamentarierinnen aus Frankreich, Belgien, der

- politische Rechte und Freiheiten: Wahlbeobachtungsmis- Schweiz, Andorra, Bulgarien, Ungarn, Rumänien, dem Aosta-

sionen; tal, Jersey und den Kantonen Wallis und Jura bei. Jean-Fran-

- interparlamentarische Zusammenarbeit: Austauschsemina- çois Roth erklärte, dass es nach der Ablehnung des EWR von

rien und Bildungspraktika; Vorteil wäre, mit unseren europäischen Partnern einen franzö-

- die Parlamente und die Kommunikation; sischsprachigen Kulturraum zu schaffen.

- Restrukturierung der Dokumentationsdienste in Entwick- Dem Ausschuss für Parlamentsfragen wurden zwei Berichte

lungsländern (Pardoc). über die Hochschulzusammenarbeit zwischen den franzö-

4. Ausschuss für Zusammenarbeit und Entwicklung sischsprachigen Universitäten Europas unterbreitet: der eine

Hier wurden folgende Themen behandelt: von Léon Simar, Professor an der Universität Lüttich, der

- Umwelt: die Charta über nachhaltige Entwicklung; andere von Peter van der Hijden, Spitzenbeamter der Euro-

- dezentralisierte Zusammenarbeit; päischen Gemeinschaft Im Laufe der Diskussionen haben

- die Frauen als Triebkräfte der nachhaltigen Entwicklung. sich zwei Ebenen der Hochschulzusammenarbeit abge-

In der Vollversammlung stellte Edouard Delalay im Zusam- zeichnet:

menhang mit der Prüfung des Tätigkeitsberichtes mit Befriedi- 1. die Förderung der Forschung und der Forscheraustausch;

gung fest, dass die Demokratie auf dem Vormarsch ist, sind 2. die Mobilität der Studenten und Professoren.

doch in verschiedenen afrikanischen Ländern und in Kambod- Professor Simar wies darauf hin, dass die Europäische Ge-

scha Wahlen abgehalten worden. In diesem Zusammenhang meinschaftfür Forschung und Entwicklung nur 2 Prozent des

wies er auf die wichtige Rolle der Wahlbeobachtungsmissio- Bruttosozialproduktes aufwende, wogegen dieser Anteil in

nen hin: Sie garantieren die Ordnungsmässigkeit der Wahlen den USA 2,8 Prozent und in Japan 2,9 Prozent betrage. Nach

und tragen dazu bei, dass die Wahlen glaubwürdig und die Er- der jüngsten Erhebung zählte Europa 610 000 Forscher (42

gebnisse von allen beteiligten Parteien besser akzeptiert wer- auf 10 000 Einwohner) im Jahre 1989, während es in den Verei-

den. Mit der Beteiligung von Parlamentariern aus gestande- nigten Staaten 950 000 (76 auf 10 000 Einwohner) und in Ja-

nen Demokratien an den Wahlen können positive Erfahrungen pan 457 000 (73 auf 10 000 Einwohner) waren. Gleichwohl ist

im Hinblick auf die Förderung der Gewaltenteilung einge- die Qualität der europäischen Forschung gut und der Umfang

bracht werden. Edouard Delalay teilte mit, dass die Schweiz der wissenschaftlichen Publikationen befriedigend (31 Pro-

regelmässig Wahlbeobachter entsendet und dass diese Aktio- zent der weltweiten Publikationen, 27 Prozent allein in der Eu-

nen besser koordiniert werden müssen, so dass Doppelspu- ropäischen Gemeinschaft).

rigkeiten vermieden werden können oder gegebenenfalls eine Eine nach wie vor schwache Stellung hat Europa im Bereich

Legitimierung sowohl durch das nationale Parlament als auch der Industrieforschung, was negative Folgen auf seine Wirt-

durch die AIPLF ermöglicht werden kann. schaft hat: 50 Prozent der in Europa hinterlegten Patente

In bezug auf die Anerkennung der AIPLF als beratende Ver- stammen heute aus den Vereinigten Staaten und aus Japan.

sammlung der Frankophonie verwies Ständerat Delalay dar- Peter van der Hijden erklärte, dass die Europäische Gemein-

auf, dass die beiden Ratspräsidenten des eidgenössischen schaft nicht das Ziel verfolge, das Bildungswesen zu verein-

Parlamentes, die beide aus zweisprachigen, d. h. deutsch- heitlichen, sondern «ein Netz zwischen den Hochschulen zu

französischen Kantonen kommen, den an den Frankophonie- schaffen». Auch strebe sie nicht an, Studienprogramme aus-

gipfel gerichteten Aufruf der Parlamentspräsidenten anstands- zutauschen oder den Hochschulen ein Diktat aufzuerlegen;

los unterzeichnet haben. Diese Haltung - in einem Land mit ihr Ziel bestehe darin, die Studierenden über ihre Möglichkei-

deutschsprachiger Mehrheit keine Selbstverständlichkeit - ten, in einem anderen Land zu studieren, zu orientieren. Auch

trägt zur Anerkennung der AIPLF als beratenderVersammlung wolle sie die Mehrsprachigkeit fördern.

der Frankophonie bei. Die Studienbeiträge des Erasmus-Programms, von dem rund

Als besonders erfreulich zu werten ist in diesem Zusammen- 100000 Studenten profitieren und das 2000 Netze umfasst,

hang auch die Erweiterung der AIPLF in Länder Mittel- und sind ziemlich niedrig. Die französischsprachigen Staaten, Re-

Osteuropas. Es ist zu begrüssen, dass die Frankophoniebe- gionen und Städte könnten hier einen Beitrag zur Verbesse-

wegung diesen Ländern in der Zeit des heiklen Übergangs zu rung der Situation leisten.

Demokratie und Marktwirtschaft beistehen kann. Auch ist es Der Ausschuss schlug abschliessend Empfehlungen vor, die

ermutigend zu sehen, dass das Französische in Osteuropa darauf abzielen:

sich trotz der starken Stellung des Deutschen und Englischen - die Hochschulzusammenarbeit im Interesse der Bevölke-

Platz einräumen konnte. rung des französischsprachigen Raumes zu verbessern, in-

Im kulturellen Bereich hob Edouard Delalay die wachsende dem konkrete Massnahmen auf dem Gebiet der wissenschaft-

Bedeutung hervor, welcheTV5 dank Kabelnetzübertragungen lichen Forschung und der Mobilität von Studenten und Profes-

in den Fernsehprogrammen zukommt Dies ermöglicht ein soren getroffen werden;

besseres Verständnis der anderen französischsprachigen - die Kompetenzen des Verbandes der französischsprachi-

Länder. gen oder teilweise französischsprachigen Hochschulen zu er-

Auf schweizerischer Ebene waren die Anstrengungen der weitern, um Zusammenarbeitsprojekte zu realisieren, «na-

Delegation auf die Beteiligung in der Organisation für kultu- mentlich durch die Schaffung von internationalen Lehrstühlen

relle und technische Zusammenarbeit ausgerichtet. Edouard für französischsprachige Professoren und die Ausstellung in-

Delalay wies darauf hin, dass sich seine Kollegen für einen terfrankophoner Doktorate»;

Schweizer Beitritt zur ACCT eingesetzt haben. Auch erwähnte - ausserhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes die Hoch-

er, dass der neue Schweizer Aussenminister, Bundesrat Fla- schulstrukturen der anderen Länder, welche das Französi-

vio Cotti, diesbezüglich hoffnungsvolle Erklärungen abgege- sche als gemeinsamen Nenner haben, auszubauen;

ben habe. Edouard Delalay freute sich über die Teilnahme - gemeinsame Forschungsprogramme zu fördern, die auf die

von Bundespräsident Adolf Ogi am Gipfel auf Mauritius vom Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft ausgerichtet sind;

Herbst 1993. - den Austausch und die Aufnahme von Forschern im franzö-

Willy Hold, der Schweizer Botschafter in Kamerun, offerierte sischsprachigen Raum zu verbessern;

anlässlich der Einsetzung des neuen Schweizer Honorarkon- - die Anzahl Stipendien für Forscher aus mittel- und osteuro-

suls in Gabun einen Cocktail. päischen Ländern zu erhöhen;

AIPLF. Rapport de la délégation 704 N 16 mars 1995

- die wissenschaftlichen Publikationen und französischspra- Darf ich Ihnen empfehlen, darüber zu wachen oder gar darauf

chigen Magazine zu unterstützen, welche den Forschern er- zu drängen, dass nichts ausser acht gelassen wird, was den

möglichen, ihre Forschungsarbeiten zu veröffentlichen sowie Interessen unserer Nationen entgegenläuft, und den Entwick-

einen «mehrsprachigen elektronischen Dokumentendienst» lungsländern Ihr Hauptaugenmerk zu schenken? Weisen Sie

zur Übermittlung der auf Datenbanken gespeicherten Informa- auf die bestehenden Verbindungen zwischen Entwicklungs-

tionen zu schaffen; ländern und Demokratie hin, und Sie werden Ihre Rolle als Ver-

- den Austausch von Studenten und Professoren zu fördern, treter gewählter parlamentarischer Versammlungen erfüllen.»

indem die Ausbildungen als gleichwertig anerkannt werden; Jacques Toubon, der französische Kulturminister, richtete das

- einen Leitfaden für Studenten auszuarbeiten, die am Eras- Wort ebenfalls an die Versammlung: Er wünschte sich, dass

mus-Programm interessiert sind. die Frankophonie auf dem internationalen Parkett mit vereinter

Der von Bernard Comby präsidierte Kulturausschuss befasste Stimme auftritt, und schlug die Schaffung eines der Minister-

sich ebenfalls mit der Gleichwertigkeit und der gegenseitigen konferenz unterstellten Frankophonie-Generalsekretariates

Anerkennung von Diplomen in zur Frankophonie zählenden vor.

Ländern Europas. Der Politik- und Verwaltungsausschuss beschloss auf Grund-

Auf Antrag dieses Ausschusses hat die Versammlung der Re- lage des Berichtes von Jean-François Roth, der Vollversamm-

gion Europa der AIPLF folgende Resolution verabschiedet: lung den Entwurf zum Rahmenabkommen über die Beziehun-

1. Die Versammlung wünscht, dass die zuständigen Behör- gen zwischen AIPLF und ACCT zur Ratifikation vorzulegen.

den Rechtsvorschriften erlassen, um die Anwendung der EG- Der Ausschuss beschloss, zwei Resolutionsentwürfe in bezug

Richtlinien und der Übereinkommen des Europarates und der auf Rwanda vorzulegen. In der einen Resolution soll die Staa-

Unesco in bezug auf die Anerkennung von Diplomen zu ge- tengemeinschaft aufgerufen werden, Massnahmen zu ergrei-

währleisten. fen, um den Massakern ein Ende zu setzen und eine politische

2. Insbesondere ist ihr an einer besseren Harmonisierung der Lösung des Konfliktes herbeizuführen; die andere verlangt die

Bedingungen für den Hochschulzugang gelegen. Anwendung der Uno-Resolution 935. Der erste Text wurde auf

3. Sie unterstützt die Weiterführung der Programme der Euro- Antrag von Bernard Comby folgendermassen ergänzt: «Die

päischen Gemeinschaft, die die Unterstützung der Studenten, Versammlung begrüsst die unter schwierigsten Umständen

Professoren und Forscher zum Inhalt haben, und wünscht, durchgeführten humanitären Aktionen verschiedener nicht-

dass dieser Impuls auf nationaler und lokaler Ebene und im staatlicher internationaler Organisationen.»

Hochschulbereich von den für das Erziehungswesen zustän- Der Ausschuss für Bildung, Kommunikation und Kultur verab-

digen Stellen aufgenommen wird. schiedete Berichte zu folgenden Themen:

4. Sie wünscht die Annahme von speziell auf das französisch- - Situation des Französischen in den internationalen Organi-

sprachige Europa ausgerichteten zusätzlichen Programmen. sationen (am Beispiel der Uno in New York). Bernard Comby

5. Sie empfiehlt eine bessere Transparenz des Erziehungswe- verlangte in diesem Zusammenhang, dass die Resolution «die

sens im französischsprachigen Europa, indem Informations- Regierungen einlädt, die Präsenz und Förderung von Weltor-

netze und Datenbanken französischer Sprache entwickelt ganisationen im französischsprachigen Raum zu unterstützen

werden, sowie die Förderung der gegenseitigen Anerken- (beispielsweise indem auf die Erhaltung des Sitzes der Welt-

nung von Akademikern. handelsorganisation in Genf hingewirkt wird)». Dieser Antrag

Die Ratspräsidenten Paul Schmidhalter und Otto Piller offerier- wurde durch einen kanadischen Parlamentarier unterstützt,

ten zu Ehren der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein Essen. während sich dessen Regierung für Bonn als WTO-Sitz aus-

Nach der Versammlung unternahmen die Delegierten einen sprach.

Ausflug in das Waadtland und wurden im Schloss Chillon von - Situation von TV5 Afrique;

Nationalrat André Perey und darauf in dessen Wohnsitz in Vuf- - Kulturgüterverkehr.

flens-le-Chateau empfangen. Der Ausschuss für parlamentarische Fragen, dem Andre Pe-

20. ordentliche Session der AIPLF vom 10. bis 13. Juli 1993 in rey angehört, prüfte:

Paris - den Bericht über Wahlbeobachtungsmissionen;

Die 20. Session wurde im Palais Bourbon in Paris, dem Sitz -den Bericht über die interparlamentarische Zusammen-

der französischen Nationalversammlung, abgehalten. arbeit;

Das Büro trat am 10. Juli in Versailles zusammen. Die Schweiz - den Rechenschaftsbericht über die Parlamentstätigkeiten;

wurde dabei von Jean-François Roth vertreten. Der Präsident, - den Bericht über das Pardoc-Programm.

Herr Jean-Pierre Saintonge (Quebec), und der Generalsekre- Der Ausschuss für Zusammenarbeit und Entwicklung, dem

tär, Herr Abgeordneter Frank Borotra (Frankreich), wiesen auf Hubert Reymond angehört, befasste sich mit der wirtschafts-

die positive Entwicklung in den Beziehungen der AIPLF mit und währungspolitischen Situation der Entwicklungsländer

den Regierungsinstanzen der Frankophonie hin, auf die Be- und den Auswirkungen des Gatt Weil zwischen den afrikani-

ziehungen zum ständigen Frankophonierat und zur Organisa- schen und den französischen Parlamentariern keine Einigung

tion für kulturelle und technische Zusammenarbeit sowie auf über die Auswirkungen des um 50 Prozent abgewerteten

den Einsatz von Wahlbeobachtungsmissionen. Sie erwähnten Franc der CFA, der afrikanischen Währungsgemeinschaft, er-

auch die verschiedenen Aktionen, welche die AIPLF zusam- zielt wurde, wurde keine Resolution angenommen. Hingegen

men mit der ACCT auf dem Gebiet der interparlamentarischen wurde ein Text über die Auswirkungen des Marrakesch-

Zusammenarbeit unternimmt (Praktika und Seminare für Mit- Abkommens beschlossen.

glieder und Beamten neu gebildeter Parlamente). Eine Resolution über die Rolle der Frau bei der nachhaltigen

Gegenstand ausführlicher Diskussionen bildete die Umset- Entwicklung wurde geprüft

zung des Pardoc-Programms (Restrukturierung der Doku- Der Präsident der schweizerischen Gruppe, Bernard Comby,

mentationsdienste der Parlamente in Entwicklungsländern). nahm an der Preisverleihung der 2. Frankophoniespiele teil,

Eine Resolution, die die Verantwortungen der verschiedenen wo eine Gabunerin im Judo und ein Laote für seine Fernseh-

Organe umschreibt, wurde angenommen. produktion ausgezeichnet wurden.

Philippe Séguin, der Präsident der Nationalversammlung, er- Nach der Konferenz konnten die Delegierten dem Truppende-

öffnete die Sitzung im Saal des Palais Bourbon und verlas da- filee vom 14. Juli mit seinem aus spanischen, belgischen, fran-

bei die Botschaft des französischen Staatspräsidenten, in der zösischen und deutschen Einheiten (Panzerbataillon 294) zu-

u. a steht: «Am Frankophoniegipfel auf Mauritius haben Sie sammengesetzten europäischen Korps beiwohnen. Darauf

gezeigt, dass Ihre Versammlung nicht nur ein sprachlich-kul- wurden sie von Staatspräsident Mitterrand zu einem Empfang

turelles, sondern auch ein politisches Organ ist: Sie haben in den Elysée-Palast geladen.

sich einhellig zur Kulturausnahme ausgesprochen und dem Der Schweizer Minister Dominique Dreyer lud die Schweizer

Druck, den das Gatt auf unsere Länder ausübte, entgegenge- Delegierten in die Botschaft ein, wo die eidgenössischen, ju-

wirkt Sie debattieren nun über den Platz Ihrer Versammlung rassischen und Walliser Parlamentarier vom Vizepräsidenten

bei den Institutionen der Frankophonie sowie darüber, wie die des französischen Senats, dem Präsidenten der Gruppe für

AIPLF ihren Auftrag als beratende Versammlung erfüllen soll. französisch-schweizerische Kontakte der Nationalversamm-

16. März 1995 N 705 AIPLF. Bericht der Delegation

lung, zwei Senatoren, Vertretern des Aussenministeriums und intervenu en présentant quelques réflexions et propositions

der Schweizer Presse in Paris empfangen wurden. concrètes et a souhaité que la francophonie soit autre chose

qu'un enfant du hasard ou qu'une juxtaposition d'enracine-

ments voisins. «C'est revendiquer le droit à la différence, tout

Comby Bernard (R, VS) présente au nom de la Délégation au- en faisant partie d'une même famille. C'est réaliser à moyen et

près de l'Assemblée internationale des parlementaires de lan- à long terme une politique de concertation axée sur le courage

gue française (AIPLF) le rapport écrit suivant: et la reconnaissance. Courage de lutter contre ce qui sépare

et désunit pour frayer la solidarité et la reconnaissance de ce

La délégation est actuellement composée de M. Bernard qui peut fonder des actions communes, comme par exemple

Comby, conseiller national, président pour 1993 et 1994, l'identité culturelle profonde les relations entre culture et édu-

Edouard Delalay, député au Conseil des Etats, vice-président, cation, entre culture et démocratie», a-t-il dit

de MM. Michel Béguelin (en remplacement de M. Pierre II faut exiger le respect du bilinguisme français-anglais, confor-

Aguet), Roland Ostermann (en remplacement de M™ Irène mément à la réglementation en vigueur, et il faut avoir une atti-

Gardiol, qui avait elle-même succédé à M. Laurent Rebeaud), tude ouverte et coopérative à l'égard des autres langues. Le

André Perey, conseillers nationaux, Hubert Reymond, Jean- rôle de l'ACCT pour la défense et la promotion du français est

François Roth (président pour 1991 et 1992), députés au indispensable. Il s'agit, en effet, d'un relais indéniable dans la

Conseil des Etats, en tant que membres et de MM. Dominique coopération entre les pays francophones. Il est nécessaire, de

Ducret, Walter Schmied, conseillers nationaux, et Thierry Bé- la part des gouvernements des pays ayant en commun

guin, député au Conseil des Etats, en tant que suppléants. l'usage du français, d'oeuvrer efficacement afin de maintenir

Il n'y a pas eu de session de l'assemblée en 1992, mais uni- et de développer la présence des organisations internationa-

quement des travaux de commission qui ont préparé la les dans un environnement francophone.

XIXe session de Libreville. L'ambassadeur au Sénégal a beaucoup insisté sur l'impor-

La Commission de la coopération et du développement s'est tance de la place de Genève pour assurer la défense du fran-

réunie à Berne les 23 et 24 janvier 1992 pour élaborer un projet çais dans les organisations internationales. En conclusion,

de «Charte du développement durable». M. Rebeaud a pris M. Comby a dit que la défense du français ne constitue pas un

une part déterminante à l'élaboration de ce texte. Mme Gardiol, acte de repli sur soi, mais une offre de dialogue permanent

en compagnie de cinq parlementaires d'autres pays, a repré- avec les autres culturesl

senté l'AIPLF au Sommet de la Terre à Rio. 3. Commission des affaires parlementaires

La section suisse de l'AIPLF a participé au bicentenaire des Les thèmes suivants ont été débattus dans la commission

institutions parlementaires du Québec en y déléguant dont M. Perey fait partie:

MM. Roth et Comby; les Bureaux des deux Conseils étant en - libertés et droits politiques: missions d'observation des élec-

outre représentés par MM. Schmidhalter, vice-président, et tions;

Béguin, scrutateur. - coopération interparlementaire: les séminaires d'échanges

XIXe session ordinaire de l'AIPLF, à Libreville, du 28 juin au et les stages de formation;

2 juilieti 993 - les Parlements et la communication;

Les travaux se sont déroulés au Palais des conférences inter- - restructuration des services documentaires des Parlements

nationales de la «Cité de la démocratie» sous la présidence de du Sud (Pardoc).

M. Marcel-Eloi Chambrier, président de l'Assemblée nationale 4. Commission de la coopération et du développement

du Gabon. Les thèmes suivants étaient à l'ordre du jour:

1. Commission politique et de l'administration générale - l'environnement: la charte du développement durable;

M. Roth a présenté un amendement au projet de modification - la coopération décentralisée;

du règlement Celui-ci portait sur la pondération des voix dans - les femmes, agents du développement durable.

les votes. Malgré l'intervention du président de la délégation En séance plénière, M. Delalay s'est exprimé sur l'examen du

suisse, l'amendement n'a pas été retenu. rapport d'activité et a relevé avec satisfaction que la marche

M. Roth a relevé qu'un règlement d'assemblée est toujours vers la démocratie se poursuit par la tenue d'élections dans

perfectible et qu'on pourrait en fait l'amender sans fin. Reste plusieurs pays africains et au Cambodge. Au sujet des élec-

qu'il apparaît qu'on est arrivé au stade, à la Commission politi- tions, M. Delalay a fait observer le rôle important des missions

que et de l'administration générale, où tous les éléments de d'observation dont la présence garantit la régularité des scru-

révision ont fait l'objet d'une réflexion approfondie et où les di- tins et contribue à les rendre crédibles et à mieux faire accepter

vergences subsistantes doivent être tranchées par des votes. le verdict des urnes pour toutes les parties. La participation

C'est dire qu'il convient dès lors d'en finir et de consacrer les des parlementaires des anciennes démocraties aux élections

forces de la commission à des projets d'avenir. Les travaux de apporte une expérience positive en vue de la promotion du

révision du règlement ont mobilisé des groupes de travail et la partage du pouvoir. M. Delalay a fait savoir que la Suisse en-

commission elle-même durant de longs mois. voie régulièrement des observateurs et que les actions de-

Un certain nombre d'indices sérieux ont été concrétisés dans vraient être mieux coordonnées pour éviter des doubles em-

les sens de l'installation d'une véritable assemblée parlemen- plois ou pour qu'on puisse, le cas échéant, être légitimé à la

taire: la périodicité annuelle des sessions moyennant des fois par le Parlement national et par l'AIPLF.

précautions permettant une fréquentation normale et au Au sujet de la reconnaissance de l'AIPLF comme assemblée

moindre coût, l'établissement d'une distinction entre le vote consultative de la francophonie, M. Delalay a signalé que les

des motions et résolutions et celui des avis et recommanda- deux présidents des Chambres du Parlement fédéral, tous

tions réservés aux sections dont les exécutifs sont représen- deux représentants de cantons bilingues français-allemand,

tés aux Sommets des chefs d'Etat et de gouvernements fran- n'ont pas hésité à signer l'appel des présidents des Parle-

cophones. ments à l'intention du Sommet de la francophonie. Cette atti-

Enfin, un soin méticuleux a été apporté au déroulement des tude qui ne va pas de soi dans un pays où la majorité est alé-

sessions de l'assemblée parlementaire et à son fonctionne- manique, est une contribution en vue de reconnaître à l'AIPLF

ment son statut d'assemblée consultative de la francophonie, en

Cela dit, il subsiste aux yeux de la délégation suisse quelques considérant par ailleurs que l'élargissement de l'AIPLF à des

archaïsmes dans ce règlement dont le moindre n'est sans pays de l'Europe centrale et orientale est un facteur extrême-

doute par la question de l'effectif des délégations et le mode ment réjouissant

dévote. Le système «un pays, une voix» est dépassé même s'il II est bon que le mouvement de la francophonie puisse aider

est simple. ces Etats au moment où ils se voient confrontés à une délicate

2. Commission des affaires culturelles transition vers la démocratie et l'économie de marché. Il est

Lors d'une visite au siège de l'ONU à Genève, M. Comby, avait aussi réconfortant de voir la place que le français a su conser-

approfondi la question puis rédigé un rapport sur la place du ver en Europe de l'Est malgré la pression de l'allemand et de

français dans les organisations internationales, M. Comby est l'anglais.

AIPLF. Rapport de la délégation 706 N 16 mars 1995

Pour rester dans le domaine culturel, M. Delalay a relevé la - étendre les compétences de l'Association des universités

place grandissante que TV5 occupe dans les programmes de partiellement ou entièrement de langue française, afin de réali-

télévision grâce aux réseaux câblés. Cela permet une meil- ser des projets de coopération, «notamment par la création de

leure connaissance des autres pays francophones. chaires francophones internationales et la remise de doctorats

Sur le plan intérieur suisse, les efforts de la délégation se sont interfrancophones»;

concentrés sur sa participation à l'Agence de coopération - développer, en dehors de l'Espace économique européen,

culturelle et technique. M. Delalay a ajouté que ses collègues le tissu universitaire des autres pays ayant en commun l'usage

ont oeuvré afin que la Suisse adhère enfin à l'ACCT. Il a men- du français;

tionné encore que le nouveau ministre des affaires étrangères, - promouvoir des programmes communs de recherche orien-

M. Flavio Cotti, a fait à ce sujet des déclarations prometteuses. tés vers la collaboration avec l'économie privée;

M. Delalay s'est réjoui de la participation de M. Adolf Ogi, pré- - améliorer l'échange et l'accueil de chercheurs dans l'es-

sident de la Confédération, au Sommet de l'Ile Maurice en au- pace francophone;

tomne 1993. - augmenter le nombre de bourses en faveur des chercheurs

L'ambassadeur de Suisse, M. Willy Hold, qui réside au Came- des pays d'Europe centrale et orientale;

roun, a donné un cocktail à l'occasion de l'installation du nou- - soutenir les publications scientifiques et les revues franco-

veau consul honoraire de Suisse au Gabon. phones qui permettent aux chercheurs de publier le résultat

Après l'acceptation du nouveau règlement, le Bureau a été de leurs travaux et de créer une «messagerie électronique mul-

élargi à 18 membres. La Suisse a fait part de sa candidature et tilingue» transmettant les informations stockées dans les ban-

M. Roth a été élu comme nouveau membre du Bureau. ques de données;

Assemblée de la région Europe l'AIPLF, à Berne, du 7 au - appuyer les échanges d'étudiants et de professeurs par la

10 septembre 1993 reconnaissance des équivalences de formation (système eu-

La VII le assemblée de la région Europe, organisée par les Servi- ropéen de transfert de crédits académiques);

ces du Parlement, a eu lieu au Palais fédéral. 45 parlementaires - élaborer un guide à l'intention des étudiants intéressés par

venant de France, de Belgique, de Suisse, d'Andorre, de Bulga- le programme Erasmus.

rie, de Hongrie, de Roumanie, du Val d'Aoste, de Jersey et des De son côté, la Commission des affaires culturelles, présidée

cantons du Valais et du Jura ont assisté à la cérémonie inaugu- par M. Comby, a débattu du problème de «l'équivalence et de

rale dans la salle du Conseil des Etats. M. Roth a déclaré la reconnaissance des diplômes entre les pays européens ad-

qu'après le rejet de l'EEE par la majorité alémanique du peuple hérant à la francophonie».

suisse, ce serait tout bénéfice pour la Romandie de créer un es- Sur proposition de cette commission, l'Assemblée régionale

pace culturel francophone avec nos partenaires européens. Europe de l'AIPLF a adopté la résolution suivante:

Deux rapports ont été présentés à la Commission des affaires 1. Elle souhaite que les autorités compétentes prennent les

parlementaires au sujet de la coopération interuniversitaire dispositions législatives et réglementaires propres à assurer

entre les universités francophones européennes, l'un par l'application effective des directives européennes et des

M. Léon Simar, professeur à l'Université de Liège, l'autre par conventions du Conseil de l'Europe et de l'Unesco relatives à

M. Peter van der Hijden, administrateur à la Communauté eu- la reconnaissance des diplômes.

ropéenne. Au cours des débats, deux axes de la coopération 2. Elle insiste plus particulièrement sur l'intérêt d'une meil-

interuniversitaire se sont dégagés: leure harmonisation des conditions d'accès à l'enseignement

1. la promotion de la recherche et des échanges de cher- supérieur.

cheurs; 3. Elle appuie la poursuite des programmes de la Commu-

2. la mobilité des étudiants et des professeurs. nauté européenne qui visent à favoriser des étudiants, des

Le professeur Simar a relevé que la Communauté européenne professeurs et des chercheurs, et souhaite que cette impul-

ne consacre à la recherche et au développement technique sion soit relayée par les autorités nationales, locales et univer-

que 2 pour cent du PNB contre 2,8 pour cent aux Etats-Unis et sitaires compétentes en matière d'éducation.

2,9 pour cent au Japon. Selon le dernier recensement des 4. Elle souhaite l'adoption de programmes complémentaires

chercheurs européens, ils étaient 610 000 en 1989 (42 pour spécifiques à l'Europe francophone.

10000 habitants) contre 950000 aux Etats-Unis (76 pour 5. Elle recommande une plus grande transparence des systè-

10 000 habitants) et 457 000 au Japon (73 pour 10 000 habi- mes éducatifs au sein de l'Europe francophone, par le déve-

tants). Néanmoins, la qualité de la recherche européenne est loppement des réseaux d'information et des banques de don-

bonne et le nombre de publications scientifiques satisfaisant nées qui utilisent la langue française, ainsi que par l'encoura-

(31 pour cent du total mondial, dont 27 pour cent pour la seule gement du système européen de «transfert des crédits acadé-

Communauté européenne). miques».

L'Europe reste cependant faible en matière de recherche in- Les présidents des Conseils, MM. Schmidhalter et Piller, ont

dustrielle, avec des conséquences négatives sur son écono- donné des repas en l'honneur des participants. Au terme de

mie. Les Etats-Unis et le Japon se partagent aujourd'hui envi- cette assemblée, les délégués ont participé à une excursion

ron 50 pour cent des brevets déposés en Europe. dans le canton de Vaud, où ils ont été reçu par M. Perey,

Quant à M. van der Hijden, il a déclaré que la Communauté conseiller national, au Château de Chilien puis chez lui à Vuf-

européenne n'a pas pour objectif d'uniformiser les systèmes flens-le-Château.

d'éducation, mais «de créer des réseaux entre établissements XXe session ordinaire de l'AIPLF, à Paris, du 10 au 13 juillet

d'enseignement supérieur». Elle ne se propose d'ailleurs pas 1994

de changer les programmes d'études ni d'imposer des diktats La XXe session s'est déroulée au Palais-Bourbon, siège de

aux établissements d'enseignement: son but est d'informer l'Assemblée nationale, à Paris.

les étudiants des possibilités qui leur sont offertes de se former La réunion du Bureau s'est tenue le 10 juillet à Versailles.

dans un autre Etat que le leur. Elle entend aussi favoriser le La Suisse était représentée par M. Roth. Le président,

multilinguisme. M. Jean-Pierre Saintonge, président de l'Assemblée natio-

Le programme Erasmus, dont bénéficient quelque 100000 nale du Québec, et le secrétaire général, M. Frank Borotra,

étudiants et qui compte 2000 réseaux, attribue des bourses député français, ont souligné l'évolution positive des rela-

d'un montant assez faible. Les Etats, les régions et les villes tions de l'AIPLF avec les instances de la francophonie, son

francophones pourraient améliorer la situation en allouant des application pratique dans les relations avec le Conseil perma-

compléments. nent de la francophonie et l'Agence de coopération culturelle

En conclusion, la commission a présenté des propositions de et technique, ainsi que la mise en oeuvre des missions d'ob-

recommandations tendant à: servations des élections. Ils ont également évoqué les diver-

- renforcer la coopération interuniversitaire dans l'intérêt de ses actions de coopération interparlementaire menées par

tous les habitants de l'espace francophone par des mesures l'AIPLF avec le concours de l'ACCT (stages et séminaires

concrètes en matière de recherche scientifique et de mobilité destinés aux membres et fonctionnaires de parlements ré-

des étudiants et des professeurs; cemment constitués).

16. März 1995 N 707 Natur- und Heimatschutz. Bundesgesetz

Les réalisations et le fonctionnement du programme Pardoc A l'issue de la conférence, les délégués ont pu assister au dé-

(programme de restructuration des services documentaires filé militaire du 14 juillet et applaudir le Corps européen qui

des Parlements du Sud) ont fait l'objet d'un large débat Une comportait des unités espagnoles, belges, allemandes (Pan-

résolution définissant les responsabilités respectives de di- zerbataillon 294) et françaises. Ils ont ensuite été conviés par

vers organes a été approuvée. M. François Mitterrand, président de la République, à la récep-

M. Philippe Séguin, président de l'Assemblée nationale, a ou- tion offerte au Palais de l'Elysée.

vert la séance solennelle dans l'hémicycle du Palais-Bourbon. M. Dominique Dreyer, ministre de Suisse, a invité les délégués

Il a donné lecture du message du président de la République suisses à l'ambassade. Le vice-président du Sénat, le prési-

qui écrit notamment: «Au Sommet de l'Ile Maurice, vous avez dent du groupe d'amitié France-Suisse de l'Assemblée natio-

démontré que si la francophonie est linguistique et culturelle, nale, deux sénateurs, des représentants du ministère des affai-

elle est aussi politique. Vous avez pris une position unanime res étrangères et de la presse suisse à Paris sont venus ren-

sur l'exception culturelle face à la pression que le Gatt faisait contrer les parlementaires fédéraux, jurassiens et valaisans

peser sur nos pays. Vous débattez actuellement de votre place participant à laXXe session de l'AIPLF.

auprès des institutions de la francophonie et de la manière

dont s'exercera votre mission d'assemblée consultative. Antrag der Kommission

Puis-je vous recommander d'être vigilants, opiniâtres même, Kenntnisnahme vom Bericht, der gemäss Artikel 3 des Bun-

de ne rien laisser passer qui soit contraire aux intérêts de nos desbeschlusses vom 6. Oktober 1989 unterbreitet wird und

nations respectives et de faire du développement l'un de vos die wichtigsten Aspekte der Tätigkeit der AIPLF und insbeson-

principaux sujets de réflexion. Mettez en lumière les liens exis- dere der schweizerischen Gruppe enthält

tant entre développement et démocratie, vous remplirez alors

votre rôle de représentants d'assemblées élues au suffrage Proposition de la commission

universel.» Prendre acte du rapport présenté en conformité avec l'article 3

L'assemblée a entendu une allocution de M. Jacques Tou- de l'arrêté fédéral du 6 octobre 1989 et qui décrit les aspects

bon, ministre français de la culture. Il a souhaité que la fran- essentiels de l'activité de l'AIPLF et, plus spécialement, de la

cophonie s'exprime d'une seule voix sur la scène internatio- section suisse.

nale et a suggéré la création d'un secrétariat général de la

francophonie placé sous l'autorité de la Conférence ministé- Angenommen -Adopté

rielle.

La Commission politique et de l'administration générale a dé-

cidé, sur le rapport de M. Roth, de soumettre à l'assemblée

pionière pour ratification le projet d'accord-cadre régissant les

relations entre l'AIPLF et l'ACCT.

La commission a décidé de soumettre deux projets de résolu-

#ST# 91.045

tion sur le Rwanda, l'un tendant à appeler la communauté

internationale à réagir pour mettre fin aux massacres et recher- Natur- und Heimatschutz.

cher une solution politique au conflit, l'autre demandant l'ap- Änderung des Bundesgesetzes

plication de la résolution 935 de l'ONU. Le premier texte a été Protection de la nature et du paysage.

amendé sur la proposition de M. Comby. Le complément sui- Révision de la loi fédérale

vant a été décidé: «L'assemblée salue l'action humanitaire dé-

ployée par différentes organisations internationales non gou- Differenzen - Divergences

vernementales qui a été mise sur pied dans des circonstances

extrêmement difficiles.» Siehe Jahrgang 1994, Seite 2432 - Voir année 1994, page 2432

La Commission de l'éducation, de la communication et des af- Beschluss des Ständerates vom 14. März 1995

faires culturelles a adopté plusieurs rapports portant sur: Décision du Conseil des Etats du 14 mars 1995

- la place du français dans les organisations internationales

(le cas de l'ONU à New York). M. Comby est intervenu pour

demander que la résolution «invite les gouvernements à sou-

tenir la présence et le développement d'organisations mon-

diales dans un environnement francophone (par exemple en Art. 12 Abs. 6; 12a Abs. 1,1 bis, 2,3; Ziff. 11 Ziff. 2 Art. 14 Abs.

oeuvrant pour le maintien du siège de l'Organisation mondiale 3,3bis, 4,5; Ziff. 2a Art. 109 Abs. 3; Ziff. 3 Art. 55 Abs. 4,4bis,

du commerce à Genève)». Cette proposition a été appuyée 5,6

par un parlementaire canadien, alors que son gouvernement Antrag der Einigungskonferenz

préférait Bonn comme siège de l'OMC. Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

- la situation de TV5 Afrique;

- la circulation des biens culturels. Art. 12al.6; 12aal. 1, Ibis, 2,3; eh. II eh. 2art. 14al.3,3bis,

La Commission des affaires parlementaires, dans laquelle 4,5; eh. 2a art. 109 al. 3; eh. 3 art. 55 al. 4,4bis, 5,6

siège M. Perey, a examiné les rapports suivants: Proposition de la Conférence de conciliation

- l'observation des élections; Adhérer à la décision du Conseil des Etats

- la coopération interparlementaire;

- le compte-rendu des travaux parlementaires; Baumberger Peter (C, ZH), Berichterstatter: Nachdem Natio-

- le programme Pardoc. nal- und Ständerat sich schon in früheren Umgängen über die

La Commission de la coopération et du développement, dont ursprünglich bestehenden inhaltlichen Differenzen der Revi-

fait partie M. Hubert Reymond, a débattu de la situation écono- sion des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz

mique et monétaire des pays en développement et des consé- (NHG) geeinigt haben, ist - wie Sie wissen - auch nach drei-

quences du Gatt Faute d'accord sur les conséquences de la maligem Umgang eine Differenz zum Verfahrenseintritt ver-

dévaluation de 50 pour cent du franc CFA entre parlementai- blieben. Wir haben diese jeweils unter Artikel 12a behandelt

res africains et français, aucune résolution n'a été adoptée. En Ich schlage Ihnen vor, das auch dieses Mal bei der Differenz-

revanche, un texte a été voté sur les conséquences des Ac- bereinigung zu tun. Wenn Sie nachher über Artikel 12a abstim-

cords de Marrakech. men, haben Sie gleichzeitig über die analoge Formulierung im

Une résolution concernant le rôle de la femme dans le déve- Bundesgesetz über FUSS- und Wanderwege und auch im Um-

loppement durable a été examinée. weltschutzgesetz entschieden.

Le président de la section suisse, M. Comby, a participé à la Am 24. Februar 1995 hat die Einigungskonferenz stattgefun-

remise des prix des Iles Jeux de la francophonie à une dame den, und es ist erfreulicherweise gelungen, diese Differenz

gabonaise pour le judo et à un citoyen du Laos pour la produc- auszuräumen, und zwar mit dem überzeugenden Resultat von

tion télévisuelle. 23 zu 0 Stimmen in der Gesamtabstimmung, also einstimmig.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

AIPLF. Bericht der Delegation

AIPLF. Rapport de la délégation

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 10

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 94.066

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 16.03.1995 - 08:00

Date

Data

Seite 702-707

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Ref. No 20 025 434

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