Parliament Approves Rhine Shipping and Radio Communications Agreements
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains parliamentary discussions regarding two international agreements. The first concerns the expansion and financing of shipping facilities on the Rhine, specifically the Kembs lock, with an agreement between Switzerland and France to share costs. The second agreement establishes the European Office for Radio Communications (ERO) as a permanent international organization, allowing Switzerland to participate in European radio spectrum coordination, especially after its exclusion from EU activities in this field. Both proposals were approved by the parliament.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 22 Buchstabe a RTVG; Parliament Approves Rhine Shipping and Radio Communications Agreements: The first concerns the expansion and financing of shipping facilities on the Rhine, specifically the Kembs lock, with an agreement between Switzerland and France to share costs. The second agreement establishes the European Office for Radio Communications (ERO) as a permanent international organization, allowing Switzerland to participate in European radio spectrum coordination, especially after its exclusion from EU activities in this field. Both proposals were approved by the parliament.
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KI-generiertThis article defines a communication space as a supply area, which is used to guarantee A-coverage for specific regions.
Volltext
29. September 1994 963 Europäisches Büro für Funkangelegenheiten
Verträge bereits genehmigt. Die Kredite sind rechtskräftig. Der je 3 Millionen Franken übernehmen. Ich möchte den beiden
Bund kann sich darauf verlassen, dass er nur etwa 24 Millio- Ständen für ihr Entgegenkommen danken. Es zeigt, wie be-
nen Franken bezahlen muss. deutungsvoll diese Schleuse für die beiden Stände ist
Ich bitte Sie, diesen Staatsvertrag mit Frankreich betreffend 6. Aus wirtschaftlichen und verkehrspolitischen Gründen hat
den Ausbau der Schiffahrtsanlagen Kembs und dessen Finan- hauptsächlich die Schweiz ein Interesse am Ausbau dieser
zierung zuzustimmen und dann anschliessend auch den Kre- Schiffahrtsanlage. Wir sind der Meinung, dass der Kostenteiler
dit von 24 Millionen Franken zu genehmigen und damit das mit Frankreich - 60 zu 40 - für uns günstig ist. Wir meinen,
letzte Nadelöhr am Oberrhein zu beseitigen. dass unmittelbar nach der Ratifizierung des Staatsvertrages
Ich erinnere Sie daran, dass Sie ja die gute und richtige Ge- mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen werden sollte. Wir
wohnheit haben, jeweilen leichten Herzens ziemlich grosse gehen davon aus, dass die Bauarbeiten rund vier Jahre dau-
Kredite für eine andere randständige Stadt, nämlich Genf, zu ern werden. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewe-
bewilligen, immer dann, wenn es darum geht, für die Gebäude sen hat dem Bundesbeschluss über einen Staatsvertrag mit
internationaler Organisationen Kredite zu sprechen. Sie tun Frankreich am 8. Juli einstimmig zugestimmt.
dies im Wissen, dass zwar einerseits die beiden Städte Basel Ich bitte Sie, dieser wichtigen Vorlage, wenn möglich einstim-
und Genf gewiss von Ihrer Grosszügigkeit profitieren, dass mig, zuzustimmen. Es ist eine wichtige Angelegenheit für die
aber andererseits sowohl der internationale Charakter von Zukunft der Schweiz und für die Rheinschiffahrt.
Genf wie auch der Charakter von Basel als dem berühmten
goldenen Tor zur Schweiz zwei Eigenschaften und zwei Repu- Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
tationen sind, die es verdienen, im Interesse der ganzen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Schweiz erhalten zu bleiben.
Gesamtberatung - Traitement global
Ogi Adolf, Bundesrat: Als «Auch-Bergler» möchte ich zu die-
sem Geschäft kurz in sechs Punkten Stellung nehmen. Ich bin Titel und Ingress, Art. 1-3
der Meinung, dass uns diese Vorlage die Möglichkeit gibt, die Titre et préambule, art. 1-3
Bedeutung der Rheinschiffahrt für unser Land wieder etwas in
den Vordergrund zu rücken. Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
1. Die Rheinschiffahrt spielt in der schweizerischen Verkehrs- Für Annahme des Entwurfes 24 Stimmen
politik eine bedeutende Rolle. Wir haben es leider ein wenig (Einstimmigkeit)
vergessen. Rund 15 Prozent des gesamtschweizerischen
Aussenhandels werden über den Rhein abgewickelt. Wir ha-
ben auch das vergessen. Die Rheinschiffahrt bildet einen An den Nationalrat-Au Conseil national
wichtigen Bestandteil des kombinierten Verkehrs als Zubrin-
ger und Abnehmer der Bahn und des Strassenverkehrs. Herr
Plattner hat bereits darauf hingewiesen. Die Rheinschiffahrt ist
umweltfreundlich. Wir vergessen auch das immer wieder. Ich
bin mit Herrn Danioth absolut einverstanden: Der Rhein ist un- #ST# 94.047
sere schlafende Prinzessin, wir sollten sie nur wachküssen.
Jährlich passieren 20 000 Schiffe mit einem Frachtvolumen
von etwa 10 Millionen Tonnen die sechzigjährige Schiffahrts-
Europäisches Büro
anlage, die wir nun anpassen und modernisieren möchten. für Funkangelegenheiten.
2. Es wurde bereits erwähnt: Kembs verfügt im Gegensatz zu Übereinkommen
den übrigen Staustufen lediglich über eine lange Schleuse. Bureau européen
Ihre Länge beträgt 183 Meter. Moderne, über 100 Meter lange des radiocommunications.
Schiffe können in der kleinen Schleuse, die 97 Meter lang ist, Convention
nicht geschleust werden. Davon sind beispielsweise Contai-
nerschiffe betroffen, und diese fassen bis zu 220 Container Botschaft und Beschlussentwurf vom 11. Mai 1994 (BBIIII501)
oder 2500 Tonnen Nutzlast. Wenn Sie sich das vorstellen und Message et projet d'arrêté du 11 mai 1994 (FF III 504)
diese Zahlen übertragen, sind das sechs Güterzüge à zehn
Waggons oder 90 28-Tonnen-Lastwagen. Damit sind natürlich
bei der Schleuse Kembs Wartezeiten programmiert, und bei
Sperrung der Schleuse gibt es grosse Schwierigkeiten. Wir
können mit diesen Schwierigkeiten nicht mehr weiterleben. In Gadient Ulrich (V, GR) unterbreitet im Namen der Kommission
diesem Sinne ist eine Korrektur notwendig. für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden schrift-
3. Als Verbesserungsmassnahmen sind zwei alternative Lö- lichen Bericht:
sungen denkbar: Bau einer dritten Schleuse oder Verlänge-
rung der kleinen Schleuse von 97 Meter auf 190 Meter. Die ein- 1. Das Europäische Büro für Funkangelegenheiten (ERO)
gehende Abklärung hat gezeigt, dass der Bau einer dritten wurde im Rahmen der Europäischen Konferenz der Verwal-
Schleuse schlicht und einfach zu teuer wäre. Die Verhandlun- tungen für Post und Fernmeldewesen (CEPT) im Mai 1991 vor-
gen mit Frankreich - wir sind den französischen Behörden erst provisorisch eingerichtet Es dient der fachlichen Unter-
sehr dankbar, dass sie uns so viel Verständnis entgegenge- stützung und Beratung des Europäischen Funkausschusses,
bracht haben - haben gezeigt, dass die Verlängerung der klei- einem Organ der CEPT, dessen Aufgabe darin besteht,
nen Schleuse von 97 Metern auf 190 Meter und die Moderni- Grundsätze im Bereich des Funkwesens auszuarbeiten und
sierung der bestehenden Anlage die beste Lösung darstellt. Regelungen auf dem Gebiet der Funkfrequenzen sowie tech-
Die Gesamtkosten werden zwischen der Schweiz und Frank- nische Angelegenheiten zu koordinieren.
reich im Verhältnis 60 zu 40 aufgeteilt. Die Schweiz, seit 1959 Mitglied der CEPT, die 36 europäische
4. Die technischen und finanziellen Modalitäten des Ausbaus Länder umfasst, spielt eine nicht unwesentliche Rolle inner-
sind, wie das Herr Danioth gesagt hat, im Staatsvertrag gere- halb dieser Organisation, zählt sie doch zu den fünf Ländern,
gelt. Dieser wurde bereits am 14. März 1994 auf Kreta unter- die bei Beschlussfassungen am meisten Gewicht haben.
zeichnet. Das ERO dient als fachliches Beratungsorgan, das technische
5. Die Gesamtkosten liegen in der Grössenordnung von rund Probleme und Verwaltungsfragen untersucht. Es ist ein ständi-
200 Millionen französischen Francs, also rund 50 Millionen ges Fachzentrum für Funkangelegenheiten mit der Aufgabe,
Franken. Der schweizerische Kostenbeitrag beträgt 60 Pro- langfristige Analysen des Frequenzbedarfs auf europäischer
zent und dürfte somit ohne Teuerung rund 30 Millionen Fran- Ebene durchzuführen und die Verbindungen mit nationalen
ken ausmachen. Vom schweizerischen Kostenbeitrag werden Behörden und internationalen Organisationen aufrechtzuer-
die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft pauschal halten.
Interpellation Simmen 964 29 septembre 1994
Mit dem vorliegenden Übereinkommen wird das ERO zu einer Gesamtberatung - Traitement global
ständigen internationalen Organisation mit Sitz in Kopenha-
gen (Dänemark). Titel und Ingress, Art. 1,2
Das Übereinkommen, von der Schweiz am 20. Oktober 1993 Titre et préambule, art. 1,2
vorbehaltlich Ratifizierung unterzeichnet, wird voraussichtlich
Ende 1994 in Kraft treten. Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
2. Die Kommission befasste sich an ihrer Sitzung vom 28. Juni Für Annahme des Entwurfes 21 Stimmen
1994 mit diesem Geschäft Sie ist vom Nutzen einer Mitglied- (Einstimmigkeit)
schaft beim ERO überzeugt: Dies ermöglicht der Schweiz,
sich an den Fachorganen des CEPTzu beteiligen und so ihre
Interessen im Bereich des europäischen Funkwesens zu ver- An den Nationalrat-Au Conseil national
treten, dies um so mehr, als unser Land seit dem Volksnein
zum EWR-Beitritt von den EU-Tätigkeiten in diesem Bereich, in
dem die internationale Koordination immer dringender wird,
ausgeschlossen ist #ST# 94.3095
Gad/enf Ulrich (V, GR) présente au nom de la Commission
Interpellation Simmen
des transports et des télécommunications (CTT) le rapport UKW-Sendernetzplanung
écrit suivant:
Plan des réseaux d'émetteurs OUC
1. Le Bureau Européen des Radiocommunications (BER) a
été institué, tout d'abord à titre provisoire en mai 1991, dans le
cadre de la Conférence Européenne des Administrations des
Postes et des Télécommunications (CEPT) en tant qu'ins- Wortlaut der Interpellation vom 9. März 1994
tance chargée d'assister et de conseiller le Comité Européen Regionalsendertragen, zusammen mit regionalen Zeitungen,
des Radiocommunications. Ce Comité, l'un des organes de la wesentlich zur Schaffung und Erhaltung regionaler und kanto-
CEPT, a pour fonction de déterminer les politiques à suivre en naler Identität bei. Je nachdem, wie die Sendegebiete einge-
matière de radiocommunications ainsi que de coordonner les teilt sind, werden historisch gewachsene Einheiten gestärkt
questions relatives à la gestion des fréquences, à la réglemen- oder geschwächt. Vor allem Kantone mit langen Grenzen und
tation et à la technologie. schmaler Form wie z. B. der Kanton Solothurn laufen Gefahr,
La Suisse a adhéré en 1959 à la CEPT qui regroupe 36 pays von verschiedenen Seiten zugedeckt zu werden.
européens et elle y joue dès lors un rôle non négligeable, Die UKW-Sendernetzplanung hat deshalb eine Bedeutung,
puisqu'elle compte parmi les cinq pays qui ont le plus de die weit über blosse Organisationsmassnahmen hinausgeht
poids dans la prise des décisions. Die laufende Planung befasstsich in einer Phase l mitderSüd-
Le BER est donc conçu comme un organe de conseil et d'ex- und Westschweiz. Diese Phase l hat jedoch auch grosse Aus-
pertise pour les questions de nature technique et administra- wirkungen auf die Phase II, indem verschiedene Sender über
tive. Il constitue un centre permanent de compétences techni- die Ränder des zu regelnden Gebietes hinausstrahlen. Damit
ques en matière de radiocommunications qui est chargé wird die spätere Verteilung präjudiziert
d'entreprendre des analyses à long terme sur les besoins en Ich stelle deshalb folgende Fragen:
fréquence à l'échelle européenne et d'assurer la liaison avec Ist der Bundesrat bereit,
les autorités nationales compétentes ainsi qu'avec d'autres or- 1. für solothurnische Gebiete eine A-Versorgung durch ein so-
ganisations internationales. lothurnisches Radio zu garantieren, insbesondere für jene Ge-
La convention dont il est question ici a pour but de donner un biete, in denen Überschneidungen mit Gebieten der Regionen
statut permanent au BER qui est une organisation internatio- Biel und Bern nicht zu vermeiden sind;
nale dont le siège est à Copenhague (Danemark). 2. in Phase II der UKW-Sendernetzplanung das Gebiet des Ju-
La Suisse a signé la convention le 20 octobre 1993 sous ré- rasüdfusses als einheitlichen Kommunikationsraum zu be-
serve de ratification et son entrée en vigueur est prévu pour la handeln, welcher die Gebiete innerhalb der solothurnischen
fin de l'année 1994. Kantonsgrenzen von Grenchen bis Schönenwerd umfasst;
2. La commission a traité cet objet lors de sa séance du 28 juin 3. diesen Kommunikationsraum als Versorgungsgebiet im
1994. Elle s'est déclarée convaincue de l'utilité de la présence Sinne von Artikel 22 Buchstabe a RTVG zu definieren;
de la Suisse au sein du BER afin de lui permettre de participer 4. für das Schwarzbubenland ein Gebiet mit A-Versorgung
aux travaux des organes spécialisés de la CEPT et ainsi de festzulegen, das die Bezirke Dorneck und Thierstein umfasst?
faire valoir ses intérêts dans le domaine des radiocommunica-
tions au niveau européen. Ceci d'autant plus que depuis le re- Texte de l'interpellation du 9 mars 1994
fus par le peuple suisse de l'adhésion à l'EEE, la Suisse ne par- Lesemetteurs régionaux, comme les journaux régionaux d'ail-
ticipe plus aux travaux des instances communautaires dans ce leurs, contribuent de manière déterminanteàforgeretàmainte-
domaine où la nécessité d'une coordination internationale se nirl'identitéd'une région et d'un canton. Enfonction de la répar-
fait de plus en plus pressante. tition des zones desservies, les entités historiques se trouvent
soit renforcées soit affaiblies. Ce sont surtout les cantons de
forme étroite et allongée comme le canton de Soleure qui cou-
Antrag der Kommission rent le risque d'être desservis par plusieurs émetteurs à la fois.
Die Kommission beantragt einstimmig, den Bundesbe- La planification des réseaux des émetteurs OUC a donc une
schluss, mit dem der Bundesrat zur Ratifikation des Überein- importance qui dépasse les seules mesures d'organisation.
kommens zur Gründung des Europäischen Büros für Funkan- La planification en cours porte sur la phase I (ouest et sud de la
gelegenheiten ermächtigt wird, anzunehmen. Suisse). Cette phase I a cependant de grandes répercussions
sur la phase II, en ce sens que plusieurs émetteurs émettent
Proposition de la commission au-delà des régions dont il faut régler la couverture. Par consé-
La commission propose, à l'unanimité, d'accepter l'arrêté fé- quent, la répartition ultérieure en pâtira
déral autorisant le Conseil fédéral à ratifier la Convention pour Voici les questions que j'adresse au Conseil fédéral:
la création du Bureau Européen des Radiocommunications. Est-il disposé:
1. à garantir, grâce à une radio soleuroise, une couverture en
zone A pour les territoires soleurois, notamment ceux où il est
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen impossible d'éviter des chevauchements de diffusion avec les
L'entrée en matière est décidée sans opposition régions de Bienne et de Berne;
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Europäisches Büro für Funkangelegenheiten. Übereinkommen
Bureau européen des radiocommunications. Convention
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.047
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.09.1994 - 08:00
Date
Data
Seite 963-964
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Pagina
Ref. No 20 024 744
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