SBB Mandate Extension and Reform
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council proposed extending the current service mandate for the Swiss Federal Railways (SBB) by up to three years, until the end of 1997. This extension was deemed necessary because the existing mandate, set to expire at the end of 1994, was no longer fully meeting the intended transport policy framework. Specifically, the SBB had become unable to fulfill the infrastructure contribution stipulated in the mandate by 1992. The proposal aimed to provide stability during a period of uncertainty while a new, more comprehensive service mandate, incorporating market economy principles and clearer task definitions for the SBB, was being developed and consulted upon.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 1,2 Titre et préambule, Art. I, II Titre et préambule; SBB Mandate Extension and Reform: This extension was deemed necessary because the existing mandate, set to expire at the end of 1994, was no longer fully meeting the intended transport policy framework. Specifically, the SBB had become unable to fulfill the infrastructure contribution stipulated in the mandate by 1992. The proposal aimed to provide stability during a period of uncertainty while a new, more comprehensive service mandate, incorporating market economy principles and clearer task definitions for the SBB, was being developed and consulted upon.
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KI-generiertCited for the overall deliberation and adoption of the federal resolution concerning the financial statements of the PTT operations for the year 1993.
Cited for the overall deliberation and adoption of the federal resolution concerning the management of the Federal Council in the domain of PTT operations for the year 1993.
Cited for the overall deliberation and adoption of the federal resolution concerning the accounts and management report of the Swiss Federal Railways for the year 1993.
Cited for the overall deliberation and adoption of the federal resolution fixing the principles of the 1987 mandate for the Swiss Federal Railways and the compensation for their public service obligations.
Volltext
CFF. Gestion et comptes 1993 658 14 juin 1994
Netzmonopol nicht zu beseitigen. Die Räte werden zu ent- jahr 1992 nicht mehr in der Lage, den in diesem Leistungsauf-
scheiden haben. Im übrigen möchte ich Sie bitten, das Mono- trag vorgesehenen Infrastrukturbeitrag zu erwirtschaften. Die
pol für die Sprachdienste und das Netzmonopol nicht zu ver- zur Überprüfung der finanziellen Situation der SBB einge-
wechseln. setzte Expertengruppe (Groupe de réflexion) schlug letztes
Zum Schluss möchte ich noch festhalten, dass ich nicht ge- Jahr in ihrem Schlussbericht u. a vor, im Verkehr marktwirt-
sagt habe: «Die EU schreibt uns vor.» Ich habe nur gesagt, was schaftliche Bedingungen zu schaffen und die Aufgaben der
die EU macht Ich glaube, gerade Sie müssten wissen, in wel- SBB klar abzugrenzen. Der darauf vom Bundesrat ausgearbei-
che Richtung die Entwicklung bei der EU geht Es ist notwen- tete Entwurf zu einem politischen Leitbild für die SBB soll dem
dig, eine richtige, eine seriöse Lagebeurteilung vorzunehmen. Parlament im kommenden Jahr vorgelegt werden.
Weil der geltende Leistungsauftrag Ende 1994 ausläuft und in
Eintreten ist obligatorisch Anbetracht der zeitlichen Unsicherheiten in der Nachfolgere-
L'entrée en matière est acquise de plein droit gelung des Leistungsauftrages, der in eine breitangelegte Ver-
nehmlassung gegeben wird, beantragt der Bundesrat, die
A. Bundesbeschluss über die Geschäftsführung des Bun- Laufzeit des derzeitigen Leistungsauftrages um maximal drei
desrates im Bereich der PTT-Betriebe im Jahre 1993 Jahre, d. h. bis Ende 1997, zu verlängern.
A. Arrêté fédéral approuvant la gestion du Conseil fédéral
dans le domaine des PTT pour l'année 1993 Gadient Ulrich (V, GR) présente au nom de la Commission
des transports et des télécommunications (CTT) le rapport
Gesamtberatung - Traitement global écrit suivant:
Titel und Ingress, Art. 1,2 La Commission des transports et des télécommunications a
Titre et préambule, art. 1,2 traité cet objet lors de sa séance du 5 mai 1994.
Le mandat de prestations 1987, actuellement en vigueur, a fait
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble l'objet d'une analyse qui est arrivée à la conclusion qu'il n'avait
Für Annahme des Entwurfes 31 Stimmen pas rempli toutes les conditions-cadres de la politique des
(Einstimmigkeit) transports prévues initialement Ce mandat prévoit notam-
ment que les CFF fournissent une contribution d'infrastruc-
ture, ce qu'ils ne sont plus en mesure de faire depuis les comp-
B. Bundesbeschluss über die Finanzrechnung der PTT- tes 1992. De plus, la situation financière des CFF a été exami-
Betriebe für das Jahr 1993 née par le groupe de réflexion dont les résultats ont été publiés
B. Arrêté fédéral concernant le compte financier de l'an passé. Une des recommandations principales de ce
l'Entreprise des PTT pour l'année 1993 groupe d'experts est l'instauration des conditions de l'écono-
mie de marché dans le secteur des transports, ainsi qu'une
Gesamtberatung - Traitement global délimitation claire des tâches des CFF. Un projet de concep-
tion de politique directrice est en cours d'élaboration qui sera
Titel und Ingress, Art. 1-4 soumis au Parlement l'an prochain.
Titre et préambule, art. 1-4 Comme la validité de l'actuel mandat de prestations expire à la
fin de l'année 1994 et vu les incertitudes concernant le calen-
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble drier qui régnent à propos de l'élaboration du nouveau man-
Für Annahme des Entwurfes 32 Stimmen dat de prestations qui sera soumis à une large consultation, le
(Einstimmigkeit) Conseil fédéral demande à ce que la validité du mandat de
prestations en vigueur actuellement soit prorogée de trois ans
au maximum, c'est-à-dire jusqu'à fin 1997.
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, der Verlängerung des
SBB-Leistungsauftrags 1987 um höchstens drei Jahre zuzu-
#ST# 94.022 stimmen.
SBB. Geschäftsbericht Proposition de la commission
und Rechnungen 1993 A l'unanimité, la commission propose d'approuver la proroga-
CFF. Gestion et comptes 1993 tion du mandat de prestations 1987 des CFF pour une durée
maximale de trois ans.
Bezug bei der Generaldirektion SBB,
Hochschulstrasse 6,3030 Bern Onken Thomas (S, TG), Berichterstatter: Wir haben mit Re-
S'obtiennent auprès de la Direction générale des CFF, spekt anzuerkennen, dass die SBB-Direktion mit grosser Ziel-
Hochschulstrasse 6,3030 Berne
strebigkeit und hohem Engagement Anstrengungen unter-
Botschaft und Beschlussentwürfe vom 20. April 1994
(BBIII1249) nimmt, um unsere Bahn wieder auf Zukunftskurs zu bringen,
Message et projets d'arrêtés du 20 avril 1994 (FF I11249) die Produktivität zu steigern und ein finanzierbares, möglichst
Beschluss des Nationalrates vom 13. Juni 1994 flächendeckendes Angebot zu erhalten. Dieser Effort verdient
Décision du Conseil national du 13 juin 1994 Anerkennung, und Anerkennung verdient auch das gesamte
Personal, das hier mitzieht, mitträgt und mitleistet
Das Ergebnis 1993 präsentiert sich besser als im Vorjahr:
«nur» 98 Millionen Franken Fehlbetrag gegenüber satten
136 Millionen Franken im Vorjahr. Ist das nun schon die Trend-
Gadient Ulrich (V, GR) unterbreitet im Namen der Kommission wende, oder ist es erst eine Schwalbe, die noch keinen Som-
für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) den folgenden schrift- mer macht und noch längst keinen wolkenfreien Himmel über
lichen Bericht: dem gebeutelten öffentlichen Verkehr aufzieht? Die nahe Zu-
kunft wird es weisen.
Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen befasste Das Resultat verdient sicher Applaus, aber die Opfer sind na-
sich an ihrer Sitzung vom 5. Mai 1994 mit diesem Geschäft türlich auch gross, das darf man nicht übersehen: Kilometer-
Bei der Überprüfung des derzeit geltenden Leistungsauftra- abbau auf dem weitverzweigten Netz, Dienstleistungsabbau
ges 1987 stellte sich heraus, dass er den vorgesehenen für die Kundinnen und Kunden, Personalabbau in grossem
verkehrspolitischen Rahmenbedingungen nicht genügend Stil, unwiederbringlicher Verlust von Arbeitsplätzen in unseren
Rechnung getragen hat Die SBB waren seit dem Rechnungs- öffentlichen Diensten. Es ist ein sehr schmerzlicher Prozess.
14. Juni 1994 659 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1993
Fällt dieser Prozess auch auf die Sicherheit zurück?, so haben Schule Kurt (R, SH), Berichterstatter: Die SBB waren 1993 mit
wir uns gefragt. Ist die Reihe von Unglücksfällen bei den SBB einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert, mit ei-
etwa gar keine schicksalhafte, unselige Verkettung, sondern ner anhaltenden Rezession, die, Herr Onken hat es erwähnt,
die vorhersehbare, durchaus logische Konsequenz von Über- vor allem im Güterverkehr zu einem Preisdruck geführt hat
lastung, Stress und prekären Zuspitzungen beim Personal; Trotzdem lässt sich das erreichte Resultat sehen: Das Defizit
also sozusagen provoziertes menschliches Versagen? Nein, liegt bei 98 Millionen Franken - bei einem Gesamtaufwand der
ganz entschieden nein, lautete die Antwort der Generaldirek- Bundesbahnen von 6,4 Milliarden Franken. Damit ist das
tion. Jeder Fall ist untersucht, analysiert, ausgeleuchtet wor- Rechnungsergebnis besser oder zumindest weniger schlecht
den. Jeder präsentiert sich anders. Nirgends trägt die Perso- ausgefallen als im Vorjahr mit einem Defizit von 136 Millionen
nalsituation Schuld an den Unglücken. Franken, das damals jedoch durch ausserordentliche Erträge
Wir haben dieses dezidierte Votum halbwegs beruhigt zur aus dem Verkauf des Kraftwerkes Amsteg aufpoliert wurde.
Kenntnis genommen, denn es verheisst Kontrolle, verheisst, Die Rechnung schloss auch besser ab als realistisch budge-
dass die Sache im Griff ist, um hernach um so verdutzter zu tiert Budgetiert wurden minus 234 Millionen Franken.
vernehmen, dass doch bei einer ausländischen Firma für Im Personenverkehr wurde ein insgesamt erfreuliches Resul-
knapp 1 Million Franken eine Sicherheitsanalyse in Auftrag ge- tat erreicht, wenn man die ungünstigen wirtschaftlichen Prä-
geben worden ist Warum nur? Weshalb diese teure Untersu- missen berücksichtigt Die SBB erbrachten 0,4 Prozent weni-
chung, wenn alles so klar ist und feststeht? Das nährt eigent- ger Zugskilometer als im Vorjahr und erreichten trotzdem
lich eher die Irritation, als dass es - zunächst jedenfalls - Si- 1,1 Prozent mehr Personenkilometer; dank den Tariferhöhun-
cherheit schafft gen stieg der Verkehrsertrag im Personenverkehr um 3 Pro-
Ein anderes Thema, ein Dauerbrenner, sind die Rückschläge zent
beim Güterverkehr, weitere herbe Verluste bei der transportier- Der Güterverkehr spiegelt präzise die schlechte Wirtschafts-
ten Tonnage. Konjunkturelle Gründe werden namhaft ge- lage. Wir haben ein Mengenproblem, und zwar eines konjunk-
macht, die Rezession, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, tureller und eines struktureller Art. Wir haben, der Überkapazi-
die dämpfen, bremsen, durchschlagen. Auch strukturelle Pro- täten wegen, vor allem im Strassentransport ein Preisproblem,
bleme werden genannt: die krebsende Bauwirtschaft, die kri- wo die Preise «im Keller» sind. Das Resultat: 4,6 Prozent weni-
selnde Stahlindustrie. «Monteforno» allein bedeutet für die ger Zugskilometer, 7 Prozent weniger beförderte Tonnen und
SBB einen ganz einschneidenden Rückschlag, den niemand 9,8 Prozent weniger Verkehrsertrag. Gesamthaft blieb der Ver-
ersetzt Beim Strassentransport liegen die endgültigen Zahlen kehrsertrag der SBB knapp 0,4 Prozent unter dem Vorjahres-
noch nicht vor. Auch der Strassentransport ist unter Druck, ergebnis. Es brauchte ein sehr erfolgreiches Kostenmanage-
kein Zweifel; ein mörderischer Preiskampf tobt noch immer. ment, um dieses Rechnungsergebnis zu erreichen.
Die Bahn wird laufend unterboten, mittel- und osteuropäische Der Personalaufwand, ein Hauptfaktor der Betriebsrechnung,
Transporteure treten als neue Mitbewerber auf, teilweise zu wurde angepasst. Im Rahmen einer flexibilisierten Personal-
schier konkurrenzlosen Preisen; allerdings zu Preisen, die politik wurde der Personalbestand um rund 1000 Stellen ver-
auch die wirkliche Kostenwahrheit - da können wir wieder an mindert, nicht zuletzt durch die Möglichkeit vorzeitiger Rück-
unsere Diskussion von zuvor anknüpfen - nicht spiegeln, we- tritte und als Folge verschiedener Projekte zur Effizienzsteige-
der ökologisch noch gesundheitspolitisch, noch sicherheits- rung, aber auch als Folge des reduzierten Verkehrsvolumens
mässig. Solange die Spiesse nicht angeglichen werden, so- im Güterbereich.
lange die «Chancengerechtigkeit» für die Bahn nicht entschie- Im Finanzbereich wiederum hat die SBB von der günstigen
den verbessert wird, wird alles beim alten bleiben, wird es Zinsentwicklung profitiert, aber auch von einem aktiven Cash-
auch bei diesem unseligen Trend bleiben und werden die Ver- Management, von einer innovativen Finanzierung in der Be-
luste nicht zu stoppen sein. schaffung; zum guten Ergebnis beigetragen hat auch eine zu-
Wir haben jetzt eine Initiative angenommen, die den alpenque- rückhaltende Investitionspolitik. Diese Investitionspolitik er-
renden Güterverkehr von Grenze zu Grenze, aber mittelbar gab im vergangenen Jahr ein Volumen von 2,1 Milliarden
auch im Inland auf die Schiene verlagern will. Noch ist es ein Franken. Damit wurden 9 Prozent oder gut 200 Millionen Fran-
vergleichsweise geringer Teil des Gütertransports, der sich ken weniger investiert als budgetiert. Verglichen mit dem Vor-
auf der Strasse abwickelt. Aber wenn das so weitergeht, wird jahr wurden aber immer noch 177 Millionen Franken oder
es ein ständig wachsender, immer grösserer Teil sein. Je län- auch 9 Prozent mehr investiert, also keine Stop-and-go-Politik
ger wir also zuwarten, desto schwieriger wird es werden, die- der SBB. Erfreulich auch, dass wir im Beschaffungsbereich
sem Anliegen tatsächlich zu entsprechen und die Rückverla- feststellen durften, dass jetzt, wo diese Ausschreibungen
gerung von der Strasse auf die Schiene zu bewerkstelligen. mehr und mehr international erfolgen, die schweizerische
Wenn dann auch noch die tendenzielle Aufweichung der 40- Waggonindustrie konkurrenzfähig ist
Tonnen-Limite dazukommt, diese Basen, Verteilzentren, im In der Beteiligungspolitik haben sich Änderungen ergeben,
Mittelland, im grenznahen Gebiet, dann wird nochmals Unsi- die in Gremien der SBB noch intensiv diskutiert werden. Mit
cherheit genährt - einzelne Unternehmen halten deshalb der Schaffung der Cargo Domizil AG wurden in der Partner-
schon mit entsprechenden Investitionen zurück - und dann schaft neue Wege beschriften. Die Geschäftsprüfungskom-
wird die Schiene abermals benachteiligt. Ich bitte Sie also, mission und die Finanzkommission werden nach der Geneh-
Herr Bundesrat, hier eine konsequente Haltung einzunehmen, migung durch den Verwaltungsrat zu dieser neuen Beteili-
die 28-Tonnen-Limite hartnäckig zu verteidigen und sich jeder gungspolitik ein Grundlagenpapier erhalten und sich sicher
Lockerung in diesem Bereich zu widersetzen. damit auseinandersetzen.
Unsere Politik ist nicht - oder besser: noch nicht - wirklich ko- Zur Gesamtbelastung der Bundeskasse: Unter allen Titeln
härent Die «Renaissance der Bahn» - das klingt so schön, sind das 2,121 Milliarden Franken, die die SBB vom Bund er-
bleibt aber für viele nach wie vor nur ein Lippenbekenntnis, ein halten haben, damit 53 Millionen Franken weniger als budge-
Versatzstück für 1.-August-Reden. Es bleiben jedoch noch tiert, aber immer noch 148 Millionen Franken oder 6,6 Prozent
viele beschwerliche politische Taten und Umsetzungen zu lei- mehr als 1992. Das ist der Preis der Rezession oder besser ge-
sten, bevor die Bahn wieder echte Marktchancen, echte Wett- sagt der Preis dafür, dass die Bahn ihr Angebot in dieser
bewerbchancen wahrnehmen kann. Es braucht dazu - um ein schwierigen Zeit weitgehend, zum Nutzen von uns allen, auf-
Wort von Bundesrat Ogi aufzunehmen - nicht nur Marathon- rechterhalten hat.
läufer, sondern Triathlonisten, sozusagen «Eisenmänner». Wir Die Führung wie auch die ganze Belegschaft der SBB verdie-
werden jedenfalls mitziehen, Herr Bundesrat, wenn Sie die nen für diesen Jahresabschluss 1993 unsere Anerkennung.
entsprechenden Vorschläge unterbreiten. Es steckt eine grosse Leistung dahinter, sie verdienen Kredit
Den Verantwortlichen der Generaldirektion jedoch und den und Vertrauen. Weil die Zahlen und die Unternehmenspolitik
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SBB wollen wir unseren sehr eng zusammenhängen, darf auch ich für die Finanzkom-
Dank für das aussprechen, was sie unter den gegebenen, er- mission feststellen: Wir haben einen ausgezeichneten Ein-
schwerten Bedingungen geleistet haben: Es ist beachtlich druck von der neuen SBB-Führung erhalten. Sie hat Perspekti-
und verdient Anerkennung. ven, Zukunftsmut, sie will die SBB unternehmerisch ausrich-
Initiative du canton de Genève 660 14 juin 1994
ten. Sie hat die Zeichen der Zeit erkannt, und die SBB sind als bahngesetzes - das ist sehr, sehr wichtig - oder die leistungs-
Unternehmen eindeutig flexibler geworden. abhängige Schwerverkehrsabgabe. Ich möchte Herrn Onken
Zu guter Letzt: Die Generaldirektion ist gewillt, alles zu unter- danken, dass er bereit ist mitzuziehen, wenn die grossen Pro-
nehmen, damit die Bundesbahnen auch finanzierbar bleiben, jekte anstehen werden, die wir in diesem Rat auch noch be-
dass diesem Gesamtsystem Bahn Sorge getragen wird, dass handeln werden.
die Leistungsfähigkeit und die Leistung erhalten bleiben. Un- Ich bitte Sie, die entsprechenden Massnahmen und Lösungen
sere Bundesbahnen sind mehr als eine Bahn, sie sind eine In- im Interesse des öffentlichen Verkehrs zu unterstützen, und
stitution auch des eidgenössischen Zusammenhaltes und des möchte Ihnen beantragen, Rechnungen und Geschäftsbe-
internationalen Verbundes. richt der SBB - auch mit meinem Dank an das Personal - zu
Wir beantragen Ihnen, die Rechnungen 1993 der SBB zu ge- genehmigen.
nehmigen.
Eintreten ist obligatorisch
Ogi Adolf, Bundesrat: Ich muss Ihnen gestehen: Ich habe in L'entrée en matière est acquise de plein droit
diesem Rat im Zusammenhang mit der Rechnung natürlich
auch schon andere Worte gehört Ich freue mich, dass es ge- A. Bundesbeschluss über die Rechnungen und den Ge-
lungen ist, ein gutes Geschäftsjahr 1993 und damit eine doch schäftsbericht der Schweizerischen Bundesbahnen für
eher positive Rechnung 1993 zu präsentieren. Ich freue mich das Jahr 1993
auch - Herr Schule hat das zum Ausdruck gebracht -, dass die A. Arrêté fédéral sur les comptes et le rapport de gestion
SBB Kredit und Vertrauen besitzen und dass sie die Zeichen des Chemins de fer fédéraux pour 1993
der Zeit erkannt haben.
Das heisst noch nicht, dass die SBB 1993 Gewinn erwirtschaf- Gesamtberatung - Traitement global
tet hätten. Die Rechnung weist nach wie vor einen Fehlbetrag
von 98 Millionen Franken auf; das sind 136 Millionen Franken Titel und Ingress, Art. 1,2
weniger als die budgetierten 234 Millionen. Das ist sicher er- Titre et préambule, art. 1,2
freulich.
Auf der anderen Seite müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
dass die SBB 1993 auch 2121 Millionen Franken gekostet ha- Für Annahme des Entwurfes 25 Stimmen
ben. Das ist bedingt durch die anhaltend negativen wirtschaft- (Einstimmigkeit)
lichen Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang
muss erwähnt werden, dass die SBB vom Auto abhängig sind:
Absatzschwierigkeiten bei der Automobilindustrie, die Krise in B. Bundesbeschluss über den Leistungsauftrag 1987 an
der europäischen Stahlindustrie und ein ruinöser Preiskampf die Schweizerischen Bundesbahnen und über die Abgel-
im Transportgewerbe - Herr Onken hat es gesagt - hinterlas- tung ihrer gemeinwirtschaftlichen Leistungen
sen ihre Spuren. B. Arrêté fédéral fixant les principes du mandat 1987 des
Was sicher erfreulich ist: Das Aufwandwachstum konnte dank Chemins de fer fédéraux et l'indemnisation de leurs pres-
rigoroser Kostendisziplin auf 0,6 Prozent begrenzt werden. tations de service public
Dazu trug - dies als Ergänzung zu dem, was Herr Schule ge-
sagt hat - die entspannte Zinssituation bei. Hier konnten im Gesamtberatung - Traitement global
Vergleich zu 1992 doch 35,5 Millionen Franken gespart wer-
den. Auch ein stabiler Personalaufwand mit einer Zunahme Titel und Ingress, Ziff. I, II
von nur 0,1 Prozent im Vergleich zu 1992 hat dazu beigetra- Titre et préambule, ch. I, II
gen. Gleichzeitig muss ich hier festhalten, dass die Finanzen
der SBB ohne Stabilisierung der Personalkosten nicht in den Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Griff zu bekommen sind. Trotz dem erwähnten Personalabbau Für Annahme des Entwurfes 26 Stimmen
haben die Personalaufwendungen auch 1993 leicht zugenom- (Einstimmigkeit)
men, nicht zuletzt bedingt durch das grosse Gewicht der So-
zialausgaben. Aber auch hier ist man neue Wege gegangen,
auch hier darf darauf hingewiesen werden, dass ein Abbau im- An den Bundesrat-Au Conseil fédéral
mer sozialverträglich vorgenommen wurde und wird. Die SBB
haben deshalb mit allen Personalverbänden einen Contrat so-
cial abgeschlossen, welcher die Arbeitsplätze garantiert. Die
SBB haben aber auch - nachdem sie einige Stellen abgebaut
haben - 600 Leute von aussen rekrutiert.
Nicht nur die Unternehmung, sondern auch die Infrastruktur-
rechnung der SBB schloss 1993 besser ab als budgetiert Die
Bundesbelastung blieb mit 1297 Millionen Franken 53 Millio- #ST# 93.307
nen Franken unter dem Budget
Diese erfreulichen Tendenzen dürfen nicht zur Euphorie verlei- Standesinitiative Genf
ten. Der Bundesrat erwartet von der SBB-Generaldirektion die SBB-Linie St-Maurice-St-Gingolph
konsequente Weiterführung der eingeleiteten Massnahmen Initiative du canton de Genève
zur Effizienzsteigerung und deren zügige Realisierung. Neben Ligne OFF Saint-Maurice-Saint-Gingolph
den von den SBB vorgesehenen Optimierungen im Güterver-
kehr muss auch anderweitig angesetzt werden, sei es z. B. bei Beschluss des Nationalstes vom 18. März 1994
der Überprüfung technischer Standards, sei es bei den organi- Décision du Conseil national du 18 mars 1994
satorischen Massnahmen. Hier haben uns natürlich die Un-
fälle der letzten Zeit Sorgen bereitet Die Frage nach einem Zu-
sammenhang zwischen Rationalisierung und Vorfällen kann
zwar gestellt werden, tatsächlich kann aber keiner der bedau-
ernswerten Unfälle darauf zurückgeführt werden. Ganz ein- Wortlaut der Initiative vom 17. Juni 1993
deutig müssen aber Sicherheitsfragen mit allerhöchster Priori- Der Genfer Grosse Rat verlangt von den Bundesbehörden
tät behandelt werden, mit dem Ziel, immer wieder und rasch - die WalliserTonkin-Linie (St-Maurice-St-Gingolph) im Bahn-
weitere Verbesserungen zu realisieren. netz der SBB zu belassen;
Eine grundsätzliche Verbesserung der finanziellen Lage be- - der vom Institut des transports der Eidgenössischen Techni-
darf indessen einer Änderung der verkehrspplitischen Rah- schen Hochschule Lausanne durchgeführten Studie zur Revi-
menbedingungen. Ich erwähne u. a die Revision des Eisen- talisierung der Linie St-Gingolph-Sion Rechnung zu tragen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1993
CFF. Gestion et comptes 1993
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1994
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.022
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.06.1994 - 08:00
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