Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 93-3512 KI-generiert

Biotech Patentability and Privatization Dispute

Geschäftsnummer VPB 93-3512
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case concerns an interpellation regarding the privatization of the Federal Office for Intellectual Property and the patentability of biotechnological inventions. The interpellant argued that the government was attempting to circumvent existing patent law prohibitions on patenting certain types of organisms through revised guidelines. The government responded that the patent law revision in this area was suspended at Parliament's request due to ongoing international negotiations, and that their positions were fully disclosed in public reports. The debate highlights differing views on the scope of intellectual property law, particularly concerning living organisms, and the process by which such laws are harmonized internationally.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 68 GRN, Art. 68 RCN; Biotech Patentability and Privatization Dispute: The interpellant argued that the government was attempting to circumvent existing patent law prohibitions on patenting certain types of organisms through revised guidelines. The government responded that the patent law revision in this area was suspended at Parliament's request due to ongoing international negotiations, and that their positions were fully disclosed in public reports. The debate highlights differing views on the scope of intellectual property law, particularly concerning living organisms, and the process by which such laws are harmonized internationally.

Schlagwörter

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geistiges Eigentum Patentfähigkeit öffentliches Eigentum Verzicht auf das Patent Nachahmung Art der Zuwiderhandlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 68 GRN

Cited as the basis for the classification of the parliamentary initiative concerning the increase in the number of federal judges.

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Volltext

Interpellation Bäumlin 248 N 1er février 1995

Namentliche Gesamtabstimmung #ST# 93.3512

Vote sur l'ensemble, par appel nominal

(Ref.: 1119) Interpellation Bäumlin

Für Annahme des Entwurfes stimmen -Acceptent le projet: Bage

Allenspach, Aregger, Aubry, Baumberger, Bezzola, Binder, (Bundesamt für geistiges Eigentum).

Bircher Peter, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Privatisierung

Bührer Gerold, Bürgi, Caccia, Camponovo, Chevallaz, Cin- Ofpi

cera, Comby, Couchepin, Dettling, Dreher, Ducret, Duvoisin,

Eggly, Engler, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, (Office fédéral de la propriété intellectuelle).

Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Char- Privatisation

les, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giger, Gobet, Graber, Gros

Jean-Michel, Gysin, Hari, Heberlein, Hess Otto, Hildbrand, Diskussion - Discussion

Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Leu Josef, Loeb Siehe Jahrgang 1993, Seite 2585 - Voir année 1993, page 2585

François, Maeder, Matthey, Maurer, Meier Samuel, Miesch,

Moser, Müller, Nebiker, Neuenschwander, Oehler, Oster-

mann, Philipona, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruck-

stuhl, Rutishauser, Sandoz, Schenk, Scheurer Rémy, Schmid

Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schweingruber, Sei-

ler Hanspeter, Stamm Luzi, Steinegger, Steinemann, Steiner Bäumlin Ursula (S, BE): Noch ein paar Bemerkungen im An-

Rudolf, Stucky, Theubet, Tschuppert Karl, Verterli, Wanner, schluss an die Behandlung meiner beiden Anträge zum Ge-

Wyss William, Zwahlen (85) setzentwurf über Statut und Aufgaben des Instituts für geisti-

ges Eigentum, die aus der früheren Informationseinholung im

Dagegen stimmen - Rejettent le projet: Zusammenhang mit meiner Interpellation zu diesem Institut

Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Bäumlin, Béguelin, Bo- entstanden sind, damit Sie mein Grundanliegen in diesem Po-

rei François, Brunner Christiane, Bugnon, Bühlmann, Bundi, litikbereich vielleicht ein bisschen besser verstehen:

Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, de Dardel, Dormann, Eg- Es ging und geht mir-wie gesagt- um die Kompetenzvertei-

genberger, Fankhauser, Grossenbacher, Hafner Ursula, Jean- lung in einem Bereich, von dem der Bundesrat selber sagt, es

prêtre, Jori, Keller Anton, Leemann, Misteli, Rechsteiner, Seiler habe sich von einem Randspezialgebietzu einem anerkannten

Rolf, Stamm Judith, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexan- Bestandteil und tragenden Element des modernen Wirtschafts-

der, Vollmer, Zbinden, Zisyadis (32) rechts entwickelt Der Bundesrat wurde im letzten Jahr nicht

müde, die Bedeutung der Trips-Verhandlungen innerhalb des

Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Gatt-Werkes herauszustreichen. Von daher stammt mein Inter-

Bär, Dünki, Haering Binder, Ledergerber, Leuenberger Moritz, esse - mein Interesse als Aussen- und Aussenwirtschaftspoliti-

Mauch Ursula, Schmid Peter, Singeisen, Steiger Hans, Wie- kerin -an der Sache, und davon war vorhin die Rede.

derkehr, Züger, Zwygart (12) Ich möchte mich nun noch zu den Antworten des Bundesrates

auf die Fragen 3 und 4 äussern:

Stimmen nicht-Ne votent pas: Im zweiten Absatz der Antwort zu Ziffer 3 schreibt der Bundes-

Aguet, Berger, Bischof, Blatter, Blocher, Bodenmann, Brügger rat, dass die eidgenössischen Räte diese Gesetzesrevision

Cyrill, Cavadini Adriano, Columberg, Cornaz, Darbellay, Da- selbst sistiert hätten, «weil Fragen rund um den Schutz bio-

vid, Deiss, Diener, Epiney, Fasel, von Feiten, Giezendanner, technologischer Erfindungen, einschliesslich der nicht Ge-

Goll, Gonseth, Grendelmeier, Gross Andreas, Hämmerle, He- genstand jener Vorlage bildenden Frage der Patentierbarkeit

getschweiler, Herczog, Hess Peter, Hollenstein, Hubacher, von Organismen, auf internationaler Ebene im Rahmen der

Iten Joseph, Jaeger, Kühne, Lepori Bonetti, Leuba, Leuenber- Gatt-Verhandlungen und des EG-Rechts noch nicht geklärt

ger Ernst, Maitre, Mamie, Marti Werner, Maspoli, Mauch Rolf, waren».

Meier Hans, Meyer Theo, Mühlemann, Nabholz, Marbel, Pe- Ich gebe zu, dass es sich da nicht um ein passives Ausge-

rey, Pidoux, Pini, Poncet, Raggenbass, Robert, Ruf, Ruffy, Ry- schaltetwerden unserer Kommission gehandelt hat. Die Kom-

chen, Savary, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Schnider, Seg- mission hat sich sozusagen aktiv aus der Weiterentwicklung

müller, Sieber, Spielmann, Spoerry, Stalder, Steffen, Suter, ausgeklinkt

Tschopp, Weder Hansjürg, Weyeneth, Wick, Wittenwiler, Zieg- Nun wird das schweizerische Patentgesetz international har-

ler Jean (70) monisiert, wozu wir letztlich wenig beizutragen haben. Des-

halb versuchte ich vorhin, uns über die Aussenpolitischen

Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Kommissionen wieder einzuklinken. Vielleicht ist da noch

Frey Claude (1) nicht aller Tage Abend, und ich muss es noch anders versu-

chen. Herr Bundesrat Koller hat mir einen Vorschlag dazu ge-

macht Dieser Vorschlag genügt mir nicht - ich habe es schon

An den Ständerat-Au Conseil des Etats vorhin gesagt-, aber vielleicht gibt es noch andere Wege.

Zur Antwort unter Ziffer 4 des Bundesrates und zur von mir be-

anstandeten Uminterpretation von geltendem Rechtauf Amts-

stufe: Die Beurteilung des Bundesrates dieser amtsintern ver-

änderten Richtlinie für die Sachprüfung als reines Hilfsmittel

kann ich nicht akzeptieren, und ich will erläutern, warum nicht

Diese der Spruchpraxis der Beschwerdekammern des Euro-

päischen Parlamentes angepasste Richtlinie ist alles andere

als ein harmloses Hilfsmittel zur Sachprüfung, und zwar ge-

rade weil sie sich auf die Biotechnologie bezieht Das geistige

Eigentum ist in diesem Bereich eben nicht mehr auf das rein

Geistige beschränkt, auf Konstruktionen und Pläne für Ma-

schinen und Sachtechniken. Geistiges Eigentum beschlägt

heute und in der Biotechnologie das Leben selber. Der

Mensch macht sich mit der Biotechnologie zum Schöpfer und

mit dem Patentrecht zum Besitzer von «neuen» Lebewesen.

Die im Immaterialgüterrecht angemeldeten Verfahren haben

und umfassen immer ein Produkt, das lebt, und das wird dann

eben mitpatentiert.

1. Februar 1995 N 249 Parlamentarische Initiative. Zahl der Bundesrichter

Nun haben wir im Bundesgesetz betreffend die Erfindungspa- #ST# 94.412

tente - wie es übrigens auch im europäischen Patentüberein-

kommen verankert ist - ein Patentverbot für Tierarten und Parlamentarische Initiative

Pflanzensorten. Die von mir bestrittene Richtlinie versuchte,

(GPK-SR)

dieses Verbot mit bezüglich die biologischen Wissenschaften

völlig unhaltbaren Sprachregelungen aufzuweichen. Gene- Erhöhung

tisch veränderte Lebewesen - solange sie nicht unter das Ver- der Zahl der Bundesrichter

dikt der Sorte oder der Art fielen - sollen schlicht zu Erfindun- Initiative parlementaire

gen gemacht werden, auf die der Erfinder Besitzansprüche (CdG-CE)

stellen kann. Augmentation

Herr Bundesrat Koller hat vorhin in der Diskussion den Gesetz-

du nombre des juges fédéraux

entwurf auf den wichtigen Bereich der Information im Gebiet

des geistigen Eigentums und der Erfindungen aufmerksam Bericht und Gesetzentwurf der GPK-SR

gemacht. Wie wollen Sie genetisch veränderte Organismen, vom 24. Mai 1994 (BBIII11240)

Pflanzen, Tiere und z B. Teile von Menschen - soweit ist es ja Rapport et projet de loi de la CdG-CE

du 24 mai 1994 (FF II11221)

heute - als Teile von Erfindungen oder Erfindungsprozessen

hinterlegen und an Lizenznehmer weitervermitteln? Lebewe- Stellungnahme des Bundesrates

vom 24. August 1994 (BBI V 388)

sen sind keine Erfindungen, ob Sorte, Art oder Individuum. Avis du Conseil fédéral

Das wiederum können die Biotech-Konzerne nicht akzeptie- du 24 août 1994 (FF V 384)

ren. Über solche Konflikte muss endlich öffentlich und min- Beschluss des Ständerates vom 5. Oktober 1994

destens im Parlament eingehend diskutiert werden. Décision du Conseil des Etats du 5 octobre 1994

Ich betrachte die Behandlung meiner Interpellation zusam- Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN

men mit der vorhergehenden Behandlung meiner Anträge

zum Gesetzentwurf als einen schwachen Anfang dieser Dis-

kussion.

Koller Arnold, Bundesrat: Ich kann auf die ausführliche schrift- Antrag der Kommission

liche Antwort verweisen, die wir zur Interpellation selbst gege- Mehrheit

ben haben. Ich möchte nur noch etwas betonen: Frau Bäum- Eintreten

lin, ich muss akzeptieren, dass Sie Ihre Vorbehalte, die inhaltli- Minderheit

cher Natur sind, immer wieder geltend machen; aber ich kann (Miesch, Graber, Jenni Peter, Maurer, Müller, Stalder,

den Vorwurf nicht entgegennehmen, dass wir hier nicht mit of- Tschopp, Tschuppert Karl)

fenen Karten spielten. Die Revision des Patentgesetzes im bio- Nichteintreten

technologischen Bereich ist auf Wunsch des Parlamentes sel-

ber sistiert worden. Man hat gesagt, eine Sonderlösung Proposition de la commission

Schweiz sei nicht möglich, und man müsse nun weiterverfol- Majorité

gen, wie die Sache im internationalen Bereich weitergeht. Sie Entrer en matière

kennen unterdessen das Resultat der Gatt-Verhandlungen; Minorité

sie haben diesbezüglich gegenüber dem Rechtsstand in un- (Miesch, Graber, Jenni Peter, Maurer, Müller, Stalder,

serem Land nichts Neues gebracht. Tschopp, Tschuppert Karl)

Wir haben seitens des Bundesrates, das möchte ich doch Ne pas entrer en matière

betonen, in einem sehr ausführlichen Bericht über Biotechno-

logie und Patentrecht - das geht weit über das Normale hin- Seiler Rolf (C, ZH), Berichterstatter: Der Ständerat hat eine

aus -vollständig offengelegt, welche Position wir im Rahmen parlamentarische Initiative seiner Geschäftsprüfungskommis-

künftiger internationaler Verhandlungen einnehmen werden. sion gutgeheissen und die folgenden Gesetzesänderungen

Damit spielen wir wirklich mit offenen Karten. Aber es ist uns beschlossen:

auch klar, dass wahrscheinlich nicht alle die gleiche Position 1. Das Bundesgesetz über die Organisation der Bundes-

vertreten. rechtspflege (OG) wird wie folgt geändert: Die Richterzahl in

Wir werden demnächst Gelegenheit haben, hier in den Räten Lausanne - es geht nur um Lausanne - wird von heute 30 auf

anhand der Genschutz-Initiative diese sicher sehr wichtige höchstens 36 erhöht. Für die Staats- und verwaltungsrechtli-

Problematik zu diskutieren. Aber ich muss den Vorwurf, dass chen Geschäfte wird eine III. öffentlich-rechtliche Abteilung

wir nicht mit offenen Karten spielen, entschieden zurückwei- geschaffen.

sen. Wir haben in diesem Bericht unsere Position, unsere Hal- 2. Der Bundesbeschluss vom 23. März 1984 über die Erhö-

tung in diesem sehr delikaten Bereich für jedermann öffentlich hung der Zahl der nebenamtlichen Richter und Urteilsredakto-

dargelegt. ren des Bundesgerichtes wird aufgehoben. Die Zahl der ne-

benamtlichen Richter wird damit wieder auf 15 reduziert

Ihre Kommission und insbesondere die zuständige Sektion

hat sich intensiv mit dieser Angelegenheit, mit der Arbeitsbela-

stung am Bundesgericht, befasst. Mit 12 zu 8 Stimmen bean-

tragt sie Ihnen, den Beschlüssen des Ständerates zu folgen.

Für diesen Antrag waren die folgenden Gründe massgebend:

Die Geschäftsprüfungskommissionen mussten feststellen,

dass sich die Geschäftslast des Bundesgerichtes in Lausanne

in den letzten Jahren durch die stete Zunahme der an das Bun-

desgericht getragenen Fälle zunehmend vergrössert hat.

Während im Jahre 1987 noch 3921 neue Zugänge registriert

wurden, beträgt die entsprechende Zahl im vergangenen

Jahr, also 1994, bereits 5268. Das bedeutet für den Zeitraum

von 1987 bis 1994, dass die Zahl der Fälle um 1347 oder um

34 Prozent zugenommen hat. Wenn die Zahl der erledigten

Fälle im genannten Zeitraum von 4074 im Jahre 1987 auf 5562

im Jahre 1994 zugenommen hat, mussten jährlich immer

mehr Fälle auf das neue Jahr übertragen werden. Auch 1994

wurden wieder 2048 Fälle auf das Jahr 1995 übertragen. Zum

Vergleich: 1987 waren es noch 1429.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Bäumlin Bage (Bundesamt für geistiges Eigentum). Privatisierung

Interpellation Bäumlin Ofpi (Office fédéral de la propriété intellectuelle). Privatisation

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Januarsession

Session Session de janvier

Sessione Sessione di gennaio

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 09

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3512

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 01.02.1995 - 15:00

Date

Data

Seite 248-249

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Ref. No 20 025 273

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