Measures to Shorten Study Durations at Swiss Universities
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe government proposed measures to shorten study durations at Swiss universities, including curriculum streamlining, setting time limits for doctoral studies, and potentially introducing usage fees for long-term students, to address the increasing mobility of academics in Europe and varied study lengths. The government supported these measures, noting that federal institutions already had structured programs and that cantonal universities were encouraged to adopt similar reforms, while also acknowledging that such changes should not compromise educational quality. The reasoning focused on enhancing efficiency and comparability within the European academic landscape.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 Abs. 1 lit. a LTF; Measures to Shorten Study Durations at Swiss Universities: The government supported these measures, noting that federal institutions already had structured programs and that cantonal universities were encouraged to adopt similar reforms, while also acknowledging that such changes should not compromise educational quality. The reasoning focused on enhancing efficiency and comparability within the European academic landscape.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court declared the appeal inadmissible because it concerned a decision on admissibility, not the merits of the case.
Volltext
25. September 1995 N 1895 Postulat Gross Andreas
les bildungspolitisches Thema, das mit dem fortschreitenden kulation erfolgt. Zudem soll von Studierenden, die seit über
europäischen Integrationsprozess und der damit verbunde- 16 Semestern an einer schweizerischen Hochschule imma-
nen erhöhten Mobilität von Akademikern an Bedeutung ge- trikuliert sind, eine Benutzungsgebühr von maximal 2000
winnt. Der Bundesrat hat sich in seiner Antwort auf die Inter- Franken erhoben werden. Der ETH-Rat seinerseits hat die
pellation Keller Anton (90.423) ausführlich dazu geäussert. Dauer des Doktorats an den ETH grundsätzlich auf drei
Die Gründe für eine in gewissen Studienfächern an einigen Jahre beschränkt.
Universitäten überdurchschnittlich lange Studiendauer sind 3. Die zuständigen Stellen der Bundesverwaltung prüfen ge-
vielfältig; der Schweizerische Wissenschaftsrat hat sie 1992 genwärtig zusammen mit den Hochschulkantonen Möglich-
untersucht und in einer Studie erläutert. keiten, um bei der Bemessung der Grundbeiträge gemäss
Eine der Möglichkeiten einer Studiendauerverkürzung liegt in dem Hochschulförderungsgesetz noch stärker als bisher die
der Tat in einer Straffung der einschlägigen Lehrpläne und Leistungen der Hochschulen (Output-Orientierung) einzube-
Studienprogramme, wie sie in den bundeseigenen Hoch- ziehen. Im Rahmen dieser Arbeiten wird auch das Anliegen
schulen seit langem verwirklicht ist. Der Bundesrat begrüsst der Interpellantin zu berücksichtigen sein.
deshalb die entsprechenden Bemühungen der zuständigen 4. Was die Studiengänge an den bundeseigenen Hochschu-
kantonalen Behörden für den Universitätsbereich, insbeson- len betrifft, sind sie schon seit langem straff organisiert und
dere die Empfehlungen, die die Schweizerische Hochschul- klar strukturiert. Hinsichtlich der kantonalen Universitäten un-
konferenz (SHK) 1992 und erneut im Mehrjahresplan 1996- terstützt der Bundesrat die von der SHK empfohlenen Mass-
1999 abgegeben hat: nahmen und ist bereit, die unter Ziffer 3 erwähnte Möglichkeit
a. an die Rektorate der schweizerischen Universitäten und zu prüfen.
Hochschulen:
- Strukturierung der Studienpläne, so dass Vollzeitstudie- Erklärung der Interpellantin: befriedigt
rende ihren ersten Universitätsabschluss spätestens ein Jahr Déclaration de l'interpellatrice: satisfaite
nach Ablauf der reglementarischen Studiendauer (8 Seme-
ster) erreichen;
- Festlegung der Zeitdauer von drei bis fünf Jahren bis zur
Erlangung des Doktorats.
b. an die zuständigen Hochschulträger: #ST# 94.3412
- Einführung gesetzlicher Grundlagen, falls diese noch nicht
bestehen, damit Massnahmen zur Beschränkung der Studi- Postulat Raggenbass
endauer ergriffen werden können;
- bei übermässig langer Studiendauer: Aufhebung von (aus-
Sport als Maturawahlfach
seruniversitären) Vergünstigungen für Studierende und al- Sport. Discipline à option
lenfalls Erhöhung der Studiengebühren. comptant pour la maturité
Im übrigen hat die SHK den zuständigen Behörden Ende
1993 empfohlen, propädeutische Prüfungen in allen Diszipli- Diskussion - Discussion
nen (und insbesondere in der Psychologie) einzuführen. Es Siehe Jahrgang 1994, Seite 2474 - Voir année 1994, page 2474
handelt sich hier nicht nur um eine frühe Selektion, sondern
auch um die Rückmeldung an die Studierenden hinsichtlich
ihrer Fähigkeiten; auch dieser Aspekt kann zur Verkürzung
der Studienzeit beitragen. Raggenbass Hansueli (C, TG): Die Maturitäts-Anerken-
Zur Frage der Eurokompatibilität weisen wir darauf hin, dass nungsverordnung ist zwischenzeitlich in Kraft getreten. Mei-
im EG-Recht keine Bestimmungen hinsichtlich der Studien- nem Postulat wurde Rechnung getragen. Der Sport wurde
dauer existieren. Einzig die allgemeinen Richtlinien über die als promotionswirksames Wahlfach eingeführt.
gegenseitige Anerkennung von Hochschuldiplomen (89/48/ Ich möchte dafür danken. Damit ziehe ich das Postulat zurück.
EWG) gehen von einer minimalen Studiendauer von drei
Jahren aus; eine maximale Studiendauer wird nicht erwähnt. Le président: M. Raggenbass a retiré son postulat. L'oppo-
2. Die Verkürzung der Studiendauer ist grundsätzlich im Zu- sition de Mme Sandoz devient ainsi sans objet.
sammenhang mit anderen Anliegen der Studienreform zu be-
trachten und sollte nicht auf Kosten der Ausbildungsqualität Zurückgezogen - Retiré
und der Horizonterweiterung der Studierenden gehen. Der
Bundesrat hat wiederholt auf die Notwendigkeit einer Stu-
dienverkürzung hingewiesen und begrüsst daher die ver-
schiedenen von einigen Kantonen nun seit Anfang der neun-
ziger Jahre ergriffenen Massnahmen. Allerdings ist es heute
noch zu früh, um festzustellen, welche Wirkungen erzielt wer-
den konnten; die SHK ist indessen daran, gemeinsam mit #ST# 93.3465
dem Bundesamt für Statistik eine diesbezügliche Erhebung
durchzuführen. Als Beispiel einer wirkungsträchtigen Mass- Postulat Gross Andréas
nahme sei erwähnt, dass der Grosse Rat des Kantons Bern
1991 die Universität beauftragte, sämtliche Studien- und Prü- Lehrmittel gegen Rassismus
fungspläne (ausser der Medizin) so zu strukturieren, dass für die Mittelschulen
80 Prozent der Vollzeitstudierenden ihr erstes Diplom innert
fünf Jahren erhalten und die Doktorarbeiten im allgemeinen
Matériel didactique
am Ende des siebenten Studienjahres eingereicht werden pour les écoles moyennes
können; die Universität Bern hat diesem Auftrag terminge- en vue de lutter contre le racisme
recht entsprochen und die revidierten Pläne auf das Winter-
semester 1994/95 in Kraft gesetzt. Im Kanton Zürich haben
die Erhöhung der Studiengebühren seit 1994/95 und die Auf-
hebung der Krankenkasse beider Hochschulen bewirkt, dass Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1993
sich rund 4500 Studierende exmatrikuliert haben. Es han- Offenbar sind unter Schweizer Mittelschülerinnen und Mittel-
delte sich dabei um Personen, die übermässig lange imma- schülern überraschend häufig ausländerfeindliche Einstel-
trikuliert waren. Ferner soll der Zürcher Regierungsrat auf- lungen und mangelndes Verständnis für unsere interkulturel-
grund der noch in diesem Jahr zur Abstimmung gelangenden len Abhängigkeiten und Verpflichtungen festzustellen.
Änderung des Unterrichtsgesetzes eine maximale Studien- Wir bitten deshalb den Bundesrat, die Erstellung eines geeig-
zeit festlegen können, bei deren Überschreitung die Exmatri- neten Lehrmittels für Mittelschulen aller Stufen einschliess-
Interpellation Iten Joseph 1896 N 25 septembre 1995
lieh didaktischer Begleitmaterialien für die Lehrkräfte in Auf- Abstimmung - Vote
trag zu geben, gegebenenfalls zu unterstützen, das den Leh- Für Überweisung des Postulates 31 Stimmen
rerinnen und Lehrern hilft, in der Schule Rassismus zu the- Dagegen 56 Stimmen
matisieren, ausländerfeindliche Einstellungen abzubauen
und einen Beitrag zu leisten für das bessere interkulturelle
Verständnis der Schweizer Jugendlichen.
Texte du postulat du 6 octobre 1993
On est consterné de voir qu'un nombre toujours plus grand #ST# 94.3530
d'élèves des écoles moyennes suisses font preuve de ra-
cisme et ignorent fréquemment nos liens et engagements in- Interpellation Iten Joseph
terculturels.
C'est pourquoi nous prions le Conseil fédéral de faire le né- Forum für Schweizer Geschichte
cessaire, le cas échéant d'allouer une aide, pour que soient in Schwyz
mis à la disposition des écoles moyennes de tous les degrés Forum de l'histoire suisse
des ouvrages pédagogiques appropriés ainsi que du matériel de Schwytz
didactique spécial à l'intention des enseignants. Ce matériel
aura pour but d'aider les enseignants à traiter à l'école le Diskussion - Discussion
thème du racisme et à éliminer les comportements racistes;
Siehe Seite 983 hiervor - Voir page 983 ci-devant
il fournira également une contribution en vue d'améliorer la
compréhension interculturelle des jeunes Suisses.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Fankhauser, Zbinden (2)
Iten Joseph (C, NW): Die Interpellation datiert vom Dezem-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit ber 1994. Ich habe damals den Bundesrat gebeten, die Ant-
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht wort noch vor Einweihung des Forums der Schweizer Ge-
eine schriftliche Antwort. schichte in Schwyz zu erstatten. Die schriftliche Antwort auf
die Interpellation ist erfolgt. In der Zwischenzeit hat auch die
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Eröffnung dieses Forums stattgefunden. Ich durfte bei der Er-
vom 10. November 1993 öffnung Gast sein und konnte feststellen, dass die Vorberei-
Rapport écrit du Conseil fédéral tung und auch die Durchführung dieser Eröffnungsfeierlich-
du 10 novembre 1993 keiten einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben. Jeden-
In den verschiedensten Lebensbereichen trifft man leider zu- falls haben sie den Eindruck hinterlassen, man sei bei die-
nehmend auf ausländerfeindliche oder gar rassistische Ein- sem Forum seit der Eröffnung sehr kostenbewusst.
stellungen. Dies und vor allem auch die Talsache, dass in un- Ich habe mich von der Antwort des Bundesrates nur teilweise
seren Schulen solche Tendenzen feststellbar sind, muss uns befriedigt erklärt, weil ich in der schriftlichen Antwort des Bun-
sehr beunruhigen. desrates die klaren Massnahmen und die Ankündigung von
Der Bundesrat teilt die Auffassung des Urhebers, dass gegen Sicherheitsvorkehren vermisst habe, dass sich solche Fehl-
solche Tendenzen generell und besonders in den Schulen leistungen bei neuen Projekten nicht wiederholen. Ich denke
anzukämpfen ist. Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sind oder hoffe jedenfalls, dass das Departement aus den Vor-
in der Tat zu thematisieren, derartige Einstellungen sind ab- kommnissen beim Forum der Schweizer Geschichte in
zubauen, und Toleranz und Verständnis für das Anderssein Schwyz die nötigen Konsequenzen gezogen hat oder noch
sind zu fördern. Dass dies bei unserer Jugend besonders ziehen wird. Vielleicht kann Frau Bundesrätin Dreifuss heute
wichtig ist, braucht nicht betont zu werden. dazu noch etwas sagen. Unter dem Vorbehalt, dass wir zur
Aufklärung und Diskussion im Elternhaus und in der Schule Kenntnis nehmen können, dass sich diese Vorkommnisse
sind sicher die wichtigsten Stützen im Kampf um ein besse- nicht mehr wiederholen, dass Massnahmen getroffen werden
res interkulturelles Verständnis. Sie allein genügen aber wohl in bezug auf die personellen Verflechtungen und auf die Pro-
nicht. Geeignete Unterrichtshilfen für Lehrende und Ler- jektierung der bevorstehenden grossen Bauvorhaben aus
nende können hier ohne Zweifel wichtige Hilfen leisten. Ein dem EDI, könnte ich mich von der Antwort des Bundesrates
Blick in die Kataloge der kantonalen, interkantonalen, aber gänzlich befriedigt erklären.
auch ausländischen Lehrmittelverlage zeigt, dass zu dieser
Thematik schon etliche gute Unterrichtsmittel vorhanden Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Je réponds volontiers à
sind. Wichtig ist, dass sie im Schulalltag auch benützt wer- M. Iten Joseph pour l'assurer que nous avons tiré les conclu-
den. sions des difficultés que nous avons rencontrées pendant les
Mit Ausnahme des Turn- und Sportunterrichts hat sich der deux ans qui ont précédé l'ouverture du «Forum de l'histoire
Bund bisher aus dem eigentlichen Lehrmittelbereich heraus- suisse». Nous avons réagi en fait par une enquête confiée à
gehalten. Er überlässt somit die Sorge für die Lehrmittel - vor M. Hans Durst en lui demandant d'examiner les raisons, à la
allem im obligatorischen Schulbereich sowie im Mittelschul- fois des difficultés du projet lui-même, et de l'organisation de
bereich - verfassungskonform den Kantonen. Mangels ent- ce projet.
sprechender rechtlicher und damit auch finanzieller Grundla- Sur la base de cette enquête administrative que nous avions
gen kann deshalb das vorliegende Postulat nicht angenom- commandée, nous avons immédiatement tiré les conséquen-
men werden. ces sous forme d'un catalogue de mesures spéciales de mise
Hingegen soll es auch künftig nicht ausgeschlossen sein, en place d'une structure de projets efficaces. Je remercie
dass bestimmte Materialien, die für einen breiteren Adressa- M. Iten d'avoir souligné que, grâce à ces mesures, l'inaugu-
tenkreis erarbeitet werden und sich gut für die Schulen eig- ration s'est bien passée; depuis, le musée remporte un franc
nen, auch diesen abgegeben werden. Der Bundesrat hat succès auprès du public, et les échos dans la presse sont lar-
dies im übrigen auch in seiner Antwort auf die Einfache An- gement positifs.
frage Stamm Judith vom 18. Juni 1993 betreffend die Kom- Chaque projet est bien sûr un peu différent, mais, dans ce do-
mission für Rassismusfragen festgehalten. maine, ce sont surtout deux types de problèmes que nous
avons rencontrés, et la leçon est bien comprise:
Schriftliche Erklärung des Bundesrates 1. la difficulté d'aménager des musées dans des bâtiments
Déclaration écrite du Conseil fédéral qui ont été construits à d'autres fins. Nous avons eu aussi le
Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. problème à Prangins, nous l'avons eu à Schwytz. Il n'est pas
facile d'utiliser des bâtiments, souvent en mauvais état ou qui
Le président: M. Gross Andreas n'est pas dans la salle. ont été construits à d'autres fins, pour les besoins d'un mu-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Gross Andreas Lehrmittel gegen Rassismus für die Mittelschulen
Postulat Gross Andreas Matériel didactique pour les écoles moyennes en vue de lutter
contre le racisme
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1995
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3465
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 25.09.1995 - 14:30
Date
Data
Seite 1895-1896
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Pagina
Ref. No 20 026 073
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