Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 93-3465 KI-generiert

Measures to Shorten Study Durations at Swiss Universities

Geschäftsnummer VPB 93-3465
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The government proposed measures to shorten study durations at Swiss universities, including curriculum streamlining, setting time limits for doctoral studies, and potentially introducing usage fees for long-term students, to address the increasing mobility of academics in Europe and varied study lengths. The government supported these measures, noting that federal institutions already had structured programs and that cantonal universities were encouraged to adopt similar reforms, while also acknowledging that such changes should not compromise educational quality. The reasoning focused on enhancing efficiency and comparability within the European academic landscape.

Legislator-Regeste

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Art. 108 Abs. 1 lit. a LTF; Measures to Shorten Study Durations at Swiss Universities: The government supported these measures, noting that federal institutions already had structured programs and that cantonal universities were encouraged to adopt similar reforms, while also acknowledging that such changes should not compromise educational quality. The reasoning focused on enhancing efficiency and comparability within the European academic landscape.

Schlagwörter

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Strafdauerreduktion Institutionelle Reformen Arbeitsstudie Hochschulforschung Diplomanerkennung Erziehungsmassnahme

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a LTF

The court declared the appeal inadmissible because it concerned a decision on admissibility, not the merits of the case.

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Volltext

25. September 1995 N 1895 Postulat Gross Andreas

les bildungspolitisches Thema, das mit dem fortschreitenden kulation erfolgt. Zudem soll von Studierenden, die seit über

europäischen Integrationsprozess und der damit verbunde- 16 Semestern an einer schweizerischen Hochschule imma-

nen erhöhten Mobilität von Akademikern an Bedeutung ge- trikuliert sind, eine Benutzungsgebühr von maximal 2000

winnt. Der Bundesrat hat sich in seiner Antwort auf die Inter- Franken erhoben werden. Der ETH-Rat seinerseits hat die

pellation Keller Anton (90.423) ausführlich dazu geäussert. Dauer des Doktorats an den ETH grundsätzlich auf drei

Die Gründe für eine in gewissen Studienfächern an einigen Jahre beschränkt.

Universitäten überdurchschnittlich lange Studiendauer sind 3. Die zuständigen Stellen der Bundesverwaltung prüfen ge-

vielfältig; der Schweizerische Wissenschaftsrat hat sie 1992 genwärtig zusammen mit den Hochschulkantonen Möglich-

untersucht und in einer Studie erläutert. keiten, um bei der Bemessung der Grundbeiträge gemäss

Eine der Möglichkeiten einer Studiendauerverkürzung liegt in dem Hochschulförderungsgesetz noch stärker als bisher die

der Tat in einer Straffung der einschlägigen Lehrpläne und Leistungen der Hochschulen (Output-Orientierung) einzube-

Studienprogramme, wie sie in den bundeseigenen Hoch- ziehen. Im Rahmen dieser Arbeiten wird auch das Anliegen

schulen seit langem verwirklicht ist. Der Bundesrat begrüsst der Interpellantin zu berücksichtigen sein.

deshalb die entsprechenden Bemühungen der zuständigen 4. Was die Studiengänge an den bundeseigenen Hochschu-

kantonalen Behörden für den Universitätsbereich, insbeson- len betrifft, sind sie schon seit langem straff organisiert und

dere die Empfehlungen, die die Schweizerische Hochschul- klar strukturiert. Hinsichtlich der kantonalen Universitäten un-

konferenz (SHK) 1992 und erneut im Mehrjahresplan 1996- terstützt der Bundesrat die von der SHK empfohlenen Mass-

1999 abgegeben hat: nahmen und ist bereit, die unter Ziffer 3 erwähnte Möglichkeit

a. an die Rektorate der schweizerischen Universitäten und zu prüfen.

Hochschulen:

- Strukturierung der Studienpläne, so dass Vollzeitstudie- Erklärung der Interpellantin: befriedigt

rende ihren ersten Universitätsabschluss spätestens ein Jahr Déclaration de l'interpellatrice: satisfaite

nach Ablauf der reglementarischen Studiendauer (8 Seme-

ster) erreichen;

- Festlegung der Zeitdauer von drei bis fünf Jahren bis zur

Erlangung des Doktorats.

b. an die zuständigen Hochschulträger: #ST# 94.3412

- Einführung gesetzlicher Grundlagen, falls diese noch nicht

bestehen, damit Massnahmen zur Beschränkung der Studi- Postulat Raggenbass

endauer ergriffen werden können;

- bei übermässig langer Studiendauer: Aufhebung von (aus-

Sport als Maturawahlfach

seruniversitären) Vergünstigungen für Studierende und al- Sport. Discipline à option

lenfalls Erhöhung der Studiengebühren. comptant pour la maturité

Im übrigen hat die SHK den zuständigen Behörden Ende

1993 empfohlen, propädeutische Prüfungen in allen Diszipli- Diskussion - Discussion

nen (und insbesondere in der Psychologie) einzuführen. Es Siehe Jahrgang 1994, Seite 2474 - Voir année 1994, page 2474

handelt sich hier nicht nur um eine frühe Selektion, sondern

auch um die Rückmeldung an die Studierenden hinsichtlich

ihrer Fähigkeiten; auch dieser Aspekt kann zur Verkürzung

der Studienzeit beitragen. Raggenbass Hansueli (C, TG): Die Maturitäts-Anerken-

Zur Frage der Eurokompatibilität weisen wir darauf hin, dass nungsverordnung ist zwischenzeitlich in Kraft getreten. Mei-

im EG-Recht keine Bestimmungen hinsichtlich der Studien- nem Postulat wurde Rechnung getragen. Der Sport wurde

dauer existieren. Einzig die allgemeinen Richtlinien über die als promotionswirksames Wahlfach eingeführt.

gegenseitige Anerkennung von Hochschuldiplomen (89/48/ Ich möchte dafür danken. Damit ziehe ich das Postulat zurück.

EWG) gehen von einer minimalen Studiendauer von drei

Jahren aus; eine maximale Studiendauer wird nicht erwähnt. Le président: M. Raggenbass a retiré son postulat. L'oppo-

2. Die Verkürzung der Studiendauer ist grundsätzlich im Zu- sition de Mme Sandoz devient ainsi sans objet.

sammenhang mit anderen Anliegen der Studienreform zu be-

trachten und sollte nicht auf Kosten der Ausbildungsqualität Zurückgezogen - Retiré

und der Horizonterweiterung der Studierenden gehen. Der

Bundesrat hat wiederholt auf die Notwendigkeit einer Stu-

dienverkürzung hingewiesen und begrüsst daher die ver-

schiedenen von einigen Kantonen nun seit Anfang der neun-

ziger Jahre ergriffenen Massnahmen. Allerdings ist es heute

noch zu früh, um festzustellen, welche Wirkungen erzielt wer-

den konnten; die SHK ist indessen daran, gemeinsam mit #ST# 93.3465

dem Bundesamt für Statistik eine diesbezügliche Erhebung

durchzuführen. Als Beispiel einer wirkungsträchtigen Mass- Postulat Gross Andréas

nahme sei erwähnt, dass der Grosse Rat des Kantons Bern

1991 die Universität beauftragte, sämtliche Studien- und Prü- Lehrmittel gegen Rassismus

fungspläne (ausser der Medizin) so zu strukturieren, dass für die Mittelschulen

80 Prozent der Vollzeitstudierenden ihr erstes Diplom innert

fünf Jahren erhalten und die Doktorarbeiten im allgemeinen

Matériel didactique

am Ende des siebenten Studienjahres eingereicht werden pour les écoles moyennes

können; die Universität Bern hat diesem Auftrag terminge- en vue de lutter contre le racisme

recht entsprochen und die revidierten Pläne auf das Winter-

semester 1994/95 in Kraft gesetzt. Im Kanton Zürich haben

die Erhöhung der Studiengebühren seit 1994/95 und die Auf-

hebung der Krankenkasse beider Hochschulen bewirkt, dass Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1993

sich rund 4500 Studierende exmatrikuliert haben. Es han- Offenbar sind unter Schweizer Mittelschülerinnen und Mittel-

delte sich dabei um Personen, die übermässig lange imma- schülern überraschend häufig ausländerfeindliche Einstel-

trikuliert waren. Ferner soll der Zürcher Regierungsrat auf- lungen und mangelndes Verständnis für unsere interkulturel-

grund der noch in diesem Jahr zur Abstimmung gelangenden len Abhängigkeiten und Verpflichtungen festzustellen.

Änderung des Unterrichtsgesetzes eine maximale Studien- Wir bitten deshalb den Bundesrat, die Erstellung eines geeig-

zeit festlegen können, bei deren Überschreitung die Exmatri- neten Lehrmittels für Mittelschulen aller Stufen einschliess-

Interpellation Iten Joseph 1896 N 25 septembre 1995

lieh didaktischer Begleitmaterialien für die Lehrkräfte in Auf- Abstimmung - Vote

trag zu geben, gegebenenfalls zu unterstützen, das den Leh- Für Überweisung des Postulates 31 Stimmen

rerinnen und Lehrern hilft, in der Schule Rassismus zu the- Dagegen 56 Stimmen

matisieren, ausländerfeindliche Einstellungen abzubauen

und einen Beitrag zu leisten für das bessere interkulturelle

Verständnis der Schweizer Jugendlichen.

Texte du postulat du 6 octobre 1993

On est consterné de voir qu'un nombre toujours plus grand #ST# 94.3530

d'élèves des écoles moyennes suisses font preuve de ra-

cisme et ignorent fréquemment nos liens et engagements in- Interpellation Iten Joseph

terculturels.

C'est pourquoi nous prions le Conseil fédéral de faire le né- Forum für Schweizer Geschichte

cessaire, le cas échéant d'allouer une aide, pour que soient in Schwyz

mis à la disposition des écoles moyennes de tous les degrés Forum de l'histoire suisse

des ouvrages pédagogiques appropriés ainsi que du matériel de Schwytz

didactique spécial à l'intention des enseignants. Ce matériel

aura pour but d'aider les enseignants à traiter à l'école le Diskussion - Discussion

thème du racisme et à éliminer les comportements racistes;

Siehe Seite 983 hiervor - Voir page 983 ci-devant

il fournira également une contribution en vue d'améliorer la

compréhension interculturelle des jeunes Suisses.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Fankhauser, Zbinden (2)

Iten Joseph (C, NW): Die Interpellation datiert vom Dezem-

Schriftliche Begründung - Développement par écrit ber 1994. Ich habe damals den Bundesrat gebeten, die Ant-

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht wort noch vor Einweihung des Forums der Schweizer Ge-

eine schriftliche Antwort. schichte in Schwyz zu erstatten. Die schriftliche Antwort auf

die Interpellation ist erfolgt. In der Zwischenzeit hat auch die

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Eröffnung dieses Forums stattgefunden. Ich durfte bei der Er-

vom 10. November 1993 öffnung Gast sein und konnte feststellen, dass die Vorberei-

Rapport écrit du Conseil fédéral tung und auch die Durchführung dieser Eröffnungsfeierlich-

du 10 novembre 1993 keiten einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben. Jeden-

In den verschiedensten Lebensbereichen trifft man leider zu- falls haben sie den Eindruck hinterlassen, man sei bei die-

nehmend auf ausländerfeindliche oder gar rassistische Ein- sem Forum seit der Eröffnung sehr kostenbewusst.

stellungen. Dies und vor allem auch die Talsache, dass in un- Ich habe mich von der Antwort des Bundesrates nur teilweise

seren Schulen solche Tendenzen feststellbar sind, muss uns befriedigt erklärt, weil ich in der schriftlichen Antwort des Bun-

sehr beunruhigen. desrates die klaren Massnahmen und die Ankündigung von

Der Bundesrat teilt die Auffassung des Urhebers, dass gegen Sicherheitsvorkehren vermisst habe, dass sich solche Fehl-

solche Tendenzen generell und besonders in den Schulen leistungen bei neuen Projekten nicht wiederholen. Ich denke

anzukämpfen ist. Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sind oder hoffe jedenfalls, dass das Departement aus den Vor-

in der Tat zu thematisieren, derartige Einstellungen sind ab- kommnissen beim Forum der Schweizer Geschichte in

zubauen, und Toleranz und Verständnis für das Anderssein Schwyz die nötigen Konsequenzen gezogen hat oder noch

sind zu fördern. Dass dies bei unserer Jugend besonders ziehen wird. Vielleicht kann Frau Bundesrätin Dreifuss heute

wichtig ist, braucht nicht betont zu werden. dazu noch etwas sagen. Unter dem Vorbehalt, dass wir zur

Aufklärung und Diskussion im Elternhaus und in der Schule Kenntnis nehmen können, dass sich diese Vorkommnisse

sind sicher die wichtigsten Stützen im Kampf um ein besse- nicht mehr wiederholen, dass Massnahmen getroffen werden

res interkulturelles Verständnis. Sie allein genügen aber wohl in bezug auf die personellen Verflechtungen und auf die Pro-

nicht. Geeignete Unterrichtshilfen für Lehrende und Ler- jektierung der bevorstehenden grossen Bauvorhaben aus

nende können hier ohne Zweifel wichtige Hilfen leisten. Ein dem EDI, könnte ich mich von der Antwort des Bundesrates

Blick in die Kataloge der kantonalen, interkantonalen, aber gänzlich befriedigt erklären.

auch ausländischen Lehrmittelverlage zeigt, dass zu dieser

Thematik schon etliche gute Unterrichtsmittel vorhanden Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Je réponds volontiers à

sind. Wichtig ist, dass sie im Schulalltag auch benützt wer- M. Iten Joseph pour l'assurer que nous avons tiré les conclu-

den. sions des difficultés que nous avons rencontrées pendant les

Mit Ausnahme des Turn- und Sportunterrichts hat sich der deux ans qui ont précédé l'ouverture du «Forum de l'histoire

Bund bisher aus dem eigentlichen Lehrmittelbereich heraus- suisse». Nous avons réagi en fait par une enquête confiée à

gehalten. Er überlässt somit die Sorge für die Lehrmittel - vor M. Hans Durst en lui demandant d'examiner les raisons, à la

allem im obligatorischen Schulbereich sowie im Mittelschul- fois des difficultés du projet lui-même, et de l'organisation de

bereich - verfassungskonform den Kantonen. Mangels ent- ce projet.

sprechender rechtlicher und damit auch finanzieller Grundla- Sur la base de cette enquête administrative que nous avions

gen kann deshalb das vorliegende Postulat nicht angenom- commandée, nous avons immédiatement tiré les conséquen-

men werden. ces sous forme d'un catalogue de mesures spéciales de mise

Hingegen soll es auch künftig nicht ausgeschlossen sein, en place d'une structure de projets efficaces. Je remercie

dass bestimmte Materialien, die für einen breiteren Adressa- M. Iten d'avoir souligné que, grâce à ces mesures, l'inaugu-

tenkreis erarbeitet werden und sich gut für die Schulen eig- ration s'est bien passée; depuis, le musée remporte un franc

nen, auch diesen abgegeben werden. Der Bundesrat hat succès auprès du public, et les échos dans la presse sont lar-

dies im übrigen auch in seiner Antwort auf die Einfache An- gement positifs.

frage Stamm Judith vom 18. Juni 1993 betreffend die Kom- Chaque projet est bien sûr un peu différent, mais, dans ce do-

mission für Rassismusfragen festgehalten. maine, ce sont surtout deux types de problèmes que nous

avons rencontrés, et la leçon est bien comprise:

Schriftliche Erklärung des Bundesrates 1. la difficulté d'aménager des musées dans des bâtiments

Déclaration écrite du Conseil fédéral qui ont été construits à d'autres fins. Nous avons eu aussi le

Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. problème à Prangins, nous l'avons eu à Schwytz. Il n'est pas

facile d'utiliser des bâtiments, souvent en mauvais état ou qui

Le président: M. Gross Andreas n'est pas dans la salle. ont été construits à d'autres fins, pour les besoins d'un mu-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Gross Andreas Lehrmittel gegen Rassismus für die Mittelschulen

Postulat Gross Andreas Matériel didactique pour les écoles moyennes en vue de lutter

contre le racisme

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1995

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3465

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 25.09.1995 - 14:30

Date

Data

Seite 1895-1896

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Ref. No 20 026 073

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